Bitte liefern Sie 100 % Ökostrom aus Kernkraft!

Bild: Badenova AG & Co

von Klaus Peter Krause
Wie Sie versuchen können, ihn zu bekommen und sich, wenn auch aussichtslos, gegen die staatliche Stromverteuerung zu wehren
Wollen Sie Ihren Stromlieferanten mal schön in Verlegenheit bringen und ärgern? Gewiss, an sich tut man so etwas nicht. Aber ärgert er Sie nicht ebenfalls? Nämlich in freundlichen Briefen mit Strompreiserhöhungen? Dann versuchen Sie doch mal ein bisschen Gegenwehr.

Strom nur aus Wasserkraft zu bekommen, das geht

Mein Stromlieferant zum Beispiel bietet auch Strom nur aus Wasserkraft an. Er liefert ihn unter der Bezeichnung „NaturPLUS“, berechnet für ihn aber etwas mehr, allerdings nur 1 Euro monatlich. Das dürfte erschwinglich sein. Mein Stromlieferant sind die Stadtwerke. „NaturPLUS ist Ökostrom aus 100 % Wasserkraft.“ Versprechen sie. Glaube ich ihnen.

„Ökostrom“ ist solcher, bei dessen Erzeugen kein CO2 entsteht

Als „Ökostrom“ gilt, wenn bei seiner Erzeugung kein Kohlendioxid (CO2) emittiert wird, das dem Erdklima abträglich sein soll, weil er dieses erwärme. Nun gut, tun wir mal so, als träfe das zu. Folglich soll immer mehr Strom mit Wind- und Sonnenkraft sowie „Biogas“ erzeugt werden, weil zumindest beim Erzeugen CO2 hier nicht anfällt.

Je mehr Wind- und Solarkraft um so teurer der Strom

Allerdings sind die Kosten für diese Stromproduktion zu hoch und daher unwirtschaftlich. Um diesen Schaden zu beheben, zwingt die politische Führung die Stromnetzbetreiber per Gesetz, diesen Strom mit Vorrang abzunehmen, und uns Stromverbraucher, mehr für ihn zu bezahlen, damit dessen Erzeuger auf ihre Kosten kommen und an ihm verdienen. Das Gesetz heißt „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG) und soll zu einer Stromproduktion ohne CO2 hinführen. Aber je mehr Windkraft-, Fotovoltaik- und Biogasanlagen gebaut werden und Strom erzeugen, umso mehr wird der Strompreis heraufgesetzt werden (müssen), umso mehr werden jene freundlichen Briefe unserer Stromlieferanten eintreffen.

Doch es gibt noch einen anderen „Ökostrom“

Aber gibt es nicht noch eine andere Möglichkeit, Strom zu produzieren, bei der das „Klimakiller-Gas“ CO2 ebenfalls nicht entsteht? Richtig, es gibt eine. Es ist die Stromerzeugung aus Kernkraft. Daher ist auch Kernkraftstrom „Ökostrom“. Dazu kommt der Vorteil, dass seine Erzeugungskosten (neben denen aus Braunkohle) am niedrigsten sind.

Schreiben Sie einfach mal einen Brief

Nun, nach diesem Vorlauf, zurück zum Stichwort Gegenwehr. Wenn Stadtwerke Strom verkaufen und liefern können, der nur mit Wasserkraft erzeugt wird, dann müssen sie das doch wohl auch mit reinem Kernkraftstrom können. Schreiben Sie also Ihrem Stromlieferanten einen Brief mit vielleicht diesem Wortlaut:

… beantrage ich hiermit, mich nur mit Strom aus Kernkraft zu beliefern

„Sehr geehrte Damen und Herren, da Sie offenkundig sehr für eine CO2-freie, klimafreundliche Stromgewinnung eintreten, wohl weil Sie meinen, anthropogenes CO2 sei klimaschädlich, sich also für den sogenannten Ökostrom einsetzen, beantrage ich hiermit, mich künftig nur noch mit dem CO2-freien Ökostrom aus Kernkraft zu beliefern und mir nur noch dessen Erzeugungskosten in Rechnung stellen; sie liegen, wie Sie wissen, etliche Cent/kWh unter dem Standard-Mixpreis. Die Versorgung mit diesem Strom ist am preiswertesten, vor allem aber stets zuverlässig, auch langfristig. Sollten Sie für diesen Strom später einmal Bezugsschwierigkeiten haben, weil die deutschen Kernkraftwerke doch abgeschaltet werden sollen, kann diesen Strom die CEZ-Gruppe aus Tschechien liefern und die EDF-Gruppe aus Frankreich. Schwierigkeiten, 100 Prozent Kernkraftstrom zu liefern, werden Sie bestimmt genauso wenig haben, wie andere Stromlieferanten imstande sind, 100 Prozent Strom aus Wasserkraft anzubieten und zu liefern. Mit freundlichen Grüßen …“

Was Sie als Antwort erwartet

Dann erhalten Sie vielleicht, wie ich, eine Antwort ähnlich wie diese: „Wir freuen uns, dass Ihnen so wie uns daran liegt, CO2-Emissionen zu reduzieren. Ihrer Bitte um Lieferung von CO2-freiem Ökostrom aus 100 % Kernkraft können wir leider nicht nachkommen. Unser Produktpotfolio entstammt aus einem Gesamtstrommix, für dessen Beschaffung und Struktur uns ökologische wie auch ökonomische Gesichtspunkte sowie die Interessenlage sämtlicher Kunden als Grundlage dienen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir für einzelne Privatkunden weder gesondert Strom beschaffen noch gesonderte Produkte entwickeln können.“

Aber aufgeben müssen Sie dann noch nicht

Nach so einer Antwort bestehen zwei Möglichkeiten: Entweder Sie geben auf oder Sie lassen sich diese Begründung nicht gefallen. Im zweiten Fall können Sie dann so zurückschreiben:

Was mit Wasserkraftstrom geht, muss doch auch mit Kernkraftstrom gehen

„Leider halte ich meinen Wunsch nach Kernkraftstrom noch nicht für abschließend beantwortet. Denn ich verstehe noch nicht, warum Sie Strom nur aus Wasserkraft liefern können, ihn jedenfalls anbieten und bewerben, Strom nur aus Kernkraft aber nicht. Noch sind deutsche Kernkraftwerke am Netz, und wenn sie eines Tages wirklich abgeschaltet sein sollten, dann gibt es diesen Strom von benachbarten EU-Mitgliedstaaten, die es aus guten Gründen für zweckmäßiger halten, aus dieser Form der Stromerzeugung nicht auszusteigen. Ihre Begründung, sie könnten meinem Verlangen nach Kernkraftstrom deswegen nicht nachkommen, weil Ihr „Produktfolio aus einem Gesamtstrommix entstammt“, verstehe ich nicht, denn mit dieser Begründung würden Sie dann doch auch keinen Wasserkraftstrom liefern können. Ebendas aber gelingt Ihnen offenkundig, denn Sie werben damit. Und warum können sie für einzelne Privatkunden Wasserkraftstrom „gesondert“ als Produkt entwickeln und beschaffen, nicht jedoch Strom aus Kernkraft? Und wenn für Ihre gesamte Strombeschaffung ‚ökologische wie auch ökonomische Gesichtspunkte sowie die Interessenlage sämtlicher Kunden als Grundlage dienen’, dann möchte ich doch gerne wissen: Worin bestehen diese ökologischen Gesichtspunkte genau? Was für ökonomische Gesichtspunkte meinen Sie konkret? Preise? Woher wissen Sie, was die Interessenlage Ihrer ‚sämtlichen’ Kunden ist? Und wie definieren Sie deren Interessenlage? Kurzum, Ihre Begründung ist nicht schlüssig, und ich bitte um nachvollziehbare Aufklärung.“

Das Handtuch geworfen

Ja, was sollen die armen Stadtwerke diesem Quälgeist da noch antworten? Wem die Puste ausgeht, der wirft das Handtuch. Also haben sie wortwörtlich wiederholt, was sie schon zuvor geschrieben hatten: „In unserem letzten Schreiben haben wir Ihnen bereits mitgeteilt, dass unser Produktpotfolio aus einem Gesamtstrommix entstammt, für dessen Beschaffung und Struktur uns ökologische wie auch ökonomische Gesichtspunkte sowie die Interessenlage sämtlicher Kunden als Grundlage dienen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir für einzelne Privatkunden weder gesondert Strom beschaffen noch gesonderte Produkte entwickeln können. Aus unserer Sicht ist Ihr Anliegen hiermit abschließend beantwortet.“

Der Versuch bei einem anderen Stromlieferanten

Einen anderen Stromlieferanten, der ebenfalls reinen Wasserkraftstrom im Programm hat, hatte ich ebenfalls mit dem Wunsch nach Kernkraftstrom traktiert. Das Begehren fand dann mit dessen intelligenteren Antwort diesen Abschluss:

Ergebnis: „Atomstrom“ liefern geht aus vielen Gründen nicht

„Leider können wir Ihnen kein solches Produkt anbieten. Im Gegensatz zu regenerativer Energie aus Wasserkraft – überwiegend aus Skandinavien und Österreich – wird reine Kernenergie nicht speziell an der Strombörse gehandelt. Bei den – neben den regenerativen Energien – gehandelten Strommengen handelt es sich immer um so genannten ‚Graustrom’, der dem bundesdeutschem Strommix entspricht. Insofern gibt es für solch einen Tarif auch keine Kalkulationsgrundlage, da es keinen Einzelpreis für die Kilowattstunde Kernenergie gibt. Auch aus technischer Sicht wäre eine Belieferung rein durch Kernkraft nicht machbar. Kernkraftwerke werden zur Deckung der Grundlast eingesetzt. Spitzenlaststrom wird – nach Bedarf – aus anderen Energieformen ergänzt, so dass es auch in diesem Fall zu einem Energiemix kommt. Darüber hinaus gibt es unserer Sicht für solch einen Tarif derzeit keinen Bedarf. Die Ereignisse in Fukushima und der daraus resultierende Atomausstieg bis zum Jahr 2020 lassen Atomstrom aus heutiger Sicht als Auslaufmodell erscheinen. Dies zeigt auch die Reaktion unserer Kunden, die verstärkt Stromprodukte aus regenerativer Energie nachfragen.“

Ein tolles Ergebnis der Energiewende: Versorgungslücke

Wie gesagt, intelligenter, aber ebenso kein Abweichen von dem, was hierzuland’ politisch korrekt zu sein hat. Nix da mit Kernkraftstrom. Wie lange wollen wir uns das EEG mit der Stromverteuerung noch gefallen, uns diese für Deutschland ruinöse Energiepolitik noch bieten lassen? In der FAZ vom 14. Mai war zu lesen, dass sich die Stromversorgungslage in Süddeutschland verschlechtert statt wie prognostiziert verbessert hat. Die Bundesnetzagentur sieht vor allem hier einen bedrohlichen Versorgungsengpass. Die Versorgungslücke entspreche etwa der Leistung von zwei Kernkraftwerken. Ein tolles Ergebnis der Energiewende. Eine irre Energiepolitik.

Dr. Klaus Peter Krause, zuerst erschienen auf seinem Blog hier

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28 Kommentare

  1. @ #26

    Berücksichtigt werden (müssen, sonst ist der Betreiber pleite!) Kapitalkosten, „Brennstoffkosten“, Betriebskosten (Wartung, Reparatur, Verbesserungen, Personal, Versicherung, Steuern), Rückbaukosten, Entsorgungskosten, Gewinn.

    Gesetzlich geregelt sind die Versicherung, die Rückstellungen für Rückbau und Entsorgung.

    Nichts weiter als simple BWL (Kosten- und Investitionsrechnung).

  2. #26 Kommentar von Admin

    Dazu habe ich schon verschiedentlich gelesen, daß die Rückstellungen vom Staat eingezogen werden sollen, um die dafür bestimmte Leistung sicher zu stellen.

    Mal angenommen diese Idee (Vermutung?) entspricht der Realität, würde sich in 10 Jahren wohl niemand mehr daran erinnern, daß dieses Geld bereits von den KKW-Betreibern angespart war und nun aus dem Staatsäckel bezahlt wird. Damit wäre es für die Kernkraftgegner ein leichtes Spiel ihre Behauptung zu untermauern, die Entsorgung wird vom Staat (Steuer- und Abgabenzahler) finanziert.

    mfg

  3. Sehr geehrter Herr Dr. Krause,

    die, physikalisch unsinnige, Idee, die Herkunft seines Stromes bestimmen zu können, hält sich bei Erzeugern und Verbrauchern hartnäckig. Woher Sie Ihren Strom bekommen, bestimmen weder Sie, die Stadtwerke oder sonst jemand, sondern die Kirchhoffschen Gesetze – immer von der nächstliegenden Stromquelle. Erst wenn deren Stromstärke nicht ausreicht, kommt die nächstefolgende usw.

    Eine ganz andere Frage ist, bei wem Sie den Strom wie bezahlen. Da wird auch nicht, wie hier vermutet, beschissen, sondern gerechnet. Im Einzugsbereich Ihres Versorgers befinden sich eine installierte Leistung von x kW PV und y kW WKA, die liefen übers Jahr z kWh Energie. Auf der anderen Seite sind n Haushaltsanschlüsse, die benötigen m kWh pro Jahr. Damit kann der Versorger ausrechnen, ob seine Rechnung aufgeht, da er maximal z kWh Energie bei 100% PV- und Wind-Strom verbrauchen kann. Sie dürfen sicher sein, dass da nicht beschissen wird, ansonsten wäre die Konzession des Versorgers sofort weg.

    Wenn Sie partout keinen Anbieter finden, der Ihre 100%igen Atomstromversorgung zusichern kann, gibt es zwei Wege. Sie nehmen das so hin oder Sie werden unternehmerisch tätig, gründen ein Energieversorgungsunternehmen, dass genau in diese Marktlücke stößt. Sollte genügend Nachfrage bestehen, dürfen Sie sich über eine sprudelnde Einnahmequelle freuen, anderenfalls…

  4. Noch ein Nachtrag:
    Meine Forderung nach bestellbarem „Atomstrom“ wurde wohl von Herr Hader missverstanden.
    Natürlich weiß ich, dass immer ein Mix verschiedener Energieträger geliefert werden muss.
    Gemeint war: Es besteht nicht die Möglichkeit, einen konventionellen Mix aus Kernkraft, Kohle und entsprechender Spitzenlast wie Wasserkraft oder Gas, zu bestellen.
    Eben explizit keine „erneuerbaren Energien“.
    Wenn ein Anbieter gezielt damit werben würde, könnte die nicht unerhebliche Gruppe der Gegner von „Ökostrom“ sich dahinter versammeln und damit ein Zeichen setzen, das Politiker und Medien kaum übergehen könnten.

  5. Das der Autor Mitglied einer gesellschaftlichen Gruppierung, die den Staat als ihre Beute betrachtet, hat der Betreiber dieser Website wohl vergessen.
    Dabei ging ich immer wieder davon, dass diese Website sich für den Erhalt der Natur ausspricht und nicht nur die Interessen einzelner gesellschaftlicher Gruppen vertritt.

  6. @Kurt Laburda #7
    Sie machen den gleichen Fehler wie viele! Sie werfen die Flinte schon ins Korn, bevor Sie überhaupt angefangen haben!
    Jeder Brief, jede Aussage, jede Äußerung, die Sie in die Gesellschaft hineinbringen, wird eine Reaktion haben. Und ein Brief an ENBW, oder EON oder RWE oder Vattenfall, der sich gegen die Energiewende ausspricht ist ein GUTER Brief! Auch gegen über Politikern und Medien immer wieder gegen diese Energiewende schreiben und sich äußern. Aus eins wird zwei aus zwei wird drei und so weiter.
    Wenn ihnen, uns etwas stinkt, dann müssen wir dies auch der Gesellschaft und in der Gesellschaft den Menschen und Verantwortlichen mitteilen und sich nicht stumm in die Schmollecke zurückziehen!
    Ich für meinen Teil verteidige offen die Kernkraft, bin gegen die Energiewende und gegen den ESM! Und dies sage ich auch jeden, der mich darauf anspricht und wenn darüber diskutiert wird. Und am besten kommen wir eines Tages mal zu dem Punkt, wo wir nicht mehr reagieren, sondern gleich agieren.

  7. #14: „Eine andere Frage wäre aber die rechtliche Bewertung des Umstandes, dass in Deutschland faktisch kein Strom aus Kernkraft zu beziehen ist – für mich sogar günstiger Strom aus Frankreich, der physisch eh schon oft in meinem Netz ist, das nicht einmal 5 km von der Grenze entfernt liegt.
    Eine Klage vor dem europäischen Gerichtshof könnte da wohl öffentlichkeitswirksam Aufmerksamkeit erregen.“

    Sehr geehrter Henryk Laufersweiler, viele sehen die reine Marktwirtschaft als das Ideal schlechthin an. Ist ja auch vollkommen in Ordnung. Aber auch in einer absolut freien Marktwirtschaft kann man als Kunde nicht erzwingen, dass man ein ganz bestimmtes Angebot angeboten bekommt. Wenn alle Anbieter es nicht anbieten wollen, dann ist das eben so. Das impliziert ja das Wort „frei“, dass Vertragsabschlüsse beiderseitig freiwillig stattfinden.

    Es ist ja auch nicht sonderlich verwunderlich, warum die entsprechenden Firmen keinen speziellen Atomstromtarif anbieten. Abgesehen davon, das es kaum nachgefragt wird, warum sollte man den sehr billigen Atomstrom als billigen Tarif anbieten, wenn man diesen in einem Mix mit einer viel größeren Gewinnmarge verkaufen kann. Selbst der günstige Yellostrom besteht wohl nur zu 30% aus Atomstrom.

  8. Gute Frage,Henryk Laufersweiler
    Ich habe schon lange den Verdacht, daß in D viel mehr EE-Strom bezahlt wird als überhaupt produziert werden kann.Eigentlich sollte man das Betrug nennen, geht aber nicht, weil im Kleingedruckten des Vertrages steht, daß der „Öko-strom-Versorger“ auch jede andere Stromform liefern kann um die Versorgung abzusichern. Hauptsache er tut so als ob er irgendwo auch EE-Strom verwendet. Der Öko-Strom-Vertrag ist ein Mittel zur Gewissensberuhigung per vorzeigbarem Vertrag. Es wäre durchaus verdienstvoll mit der Diskrepanz zwischen tatsächlich erzeugtem und freiwillig bezahltem „Ökostrom“ die Fragwürdigkeit dieser Art Ablasshandel ins Licht zu rücken. Hoffentlich findet sich bald jemand, der sich dieser Aufgabe annimmt. Schön wärs!
    MfG
    Michael Weber

  9. #10: Fabian Hüsgen sagt:
    am Freitag, 13.12.2013, 23:21

    Hallo Herr Kurt Laburda,
    ja es stimmt. Leider haben wir momentan in der Hauptstadt einen Grünen ganz oben. Nicht ganz unverschuldet seitens Mappus und co., die sich nicht wirklich geschickt angestellt haben. Von Stuttgart 21 gar nicht anzufangen…
    —————————–
    Hallo, Herr Hüsgen
    zu Stuttgart 21 gibt es einen wunderschönen Beitrag der Grünen- speziell Fritz Kuhn-
    Typisch schlandsche Zipfelmütze, davon heute nichts mehr wissen zu wollen:

    Grüne Vorstellung zu Stuttgart21

    Alternativen sind machbar. Die grünen Vorstellungen von Stuttgart 21, 1995.
    Genau das, was Dr. Löffler beschrieb.
    Man möge sich bitte einen Wolf dran lesen. (44 Seiten, wie kann man als Einwohner eine Landes, dass vom Auto lebt, diese pädophilen Rat… wählen?????????)
    http://tinyurl.com/63exer6
    Wenn es der Zipfelmütze zu wohl wird……

    Alles Gute

  10. Noch ein Nachtrag:
    Kann man eigentlich die zugesicherten Kontingente an „Ökostrom“ der einzelnen Versorger zusammenstellen und auf ihre physische Lieferbarkeit überprüfen?

  11. Meine Stadtwerke in Saarbrücken liefern natürlich auch nur korrekten „Ökostrom“ und haben eine telefonische Anfrage nach „Atomstrom“ angewidert zurückgewiesen – als hätte ich versucht, pornographische Zeitungen zu bestellen.
    Nun kenne ich aus meiner beruflichen Tätigkeit die tatsächliche Versorgungslage im Saarland recht gut und weiß folglich, dass der Anteil an „Ökostrom“ nicht der Rede wert ist.
    Die vorherrschende rot – grüne Regentschaft und auch die gleichartige Gemütslage meiner Mitbürger lassen das Wort „Kernkraft“ bestenfalls als „Unwort des Jahres“ durchgehen.
    Die „Ökofaschisten“ haben da ganze Arbeit geleistet.
    Eine andere Frage wäre aber die rechtliche Bewertung des Umstandes, dass in Deutschland faktisch kein Strom aus Kernkraft zu beziehen ist – für mich sogar günstiger Strom aus Frankreich, der physisch eh schon oft in meinem Netz ist, das nicht einmal 5 km von der Grenze entfernt liegt.
    Eine Klage vor dem europäischen Gerichtshof könnte da wohl öffentlichkeitswirksam Aufmerksamkeit erregen.
    Ich bin kein Jurist, so das ich die anfallenden Kosten und mögliche Erfolgsaussichten nicht beurteilen kann.
    Damit könnte man aber ein Zeichen setzen und Menschen, die diese „Energiewende“ ablehnen, in mediale Erinnerung und so Politiker in Verlegenheit bringen.
    Auch wenn der Kostenvorteil dank EEG nicht der Rede wert wäre, so wäre aber eine gewisse Solidarisierung unter den Gegnern der vorherrschenden Politik nach außen getragen.

  12. Habe schon mal einen Brief an meinen Stromversorger (RWE Worms) mit der Bitte, zukünftig ausschließlich Kernkraftstrom zu liefern, notfalls auch aus Frankreich zu importieren. 4 Monate habe ich, trotz mehrerer Reklamation, keine Antwort erhalten. Erst, nachdem ich an die Direktion direkt geschrieben habe, kam die Antwort, dass sie mit Kernkraftstrom nicht handeln. Inzwischen weiß ich, das das EWR Windparks betreibt.
    Trotzdem, jeder sollte seinen Stromlieferanten mal anschreiben, steter Tropfen….

  13. „Leider können wir Ihnen kein solches Produkt anbieten. Im Gegensatz zu regenerativer Energie aus Wasserkraft – überwiegend aus Skandinavien und Österreich – wird reine Kernenergie nicht speziell an der Strombörse gehandelt.“

    Das entspricht nicht der Realität:

    Die Betreiber auch der Kernkraftwerke vermarkten Ihren Strom an der Börse. Der Ausweis von 100% Kernenergie in der Stromkennzeichnung der Lieferanten wäre möglich. Es gibt aber wohl zu wenig Nachfrage. Der EEG-Umlage kann man aber nicht entkommen. Preislich ist es damit egal. Bei der Stromkennzeichnung kann jeder Lieferant seinen Mix praktisch beliebig gegenüber seinen Kunden aufteilen. Die Stromkennzeichnung ist somit eher ein Witz.

    An der EEX wird kein Wasserkraftstrom aus Skandinavien oder Österreich gehandelt, sondern sogenannte Herkunftsnachweise -HKN. Hierzu wird die grüne Eigenschaft des Stromes getrennt von der eigentlichen Stromlieferung vermarktet.

    Dieser Ökoschwindel entspricht den bisherigen RECS-Zertifikaten. Eine physische Lieferung z.B. aus Norwegen ist de facto unmöglich.
    Bei über 90 % der Ökostrommengen kommen Herkunftsnachweise garniert mit diversen Zertifikaten, Ökolabels etc. zur Anwendung (Rest über das Auslaufmodell Grünstromprivileg). Der Graustrom wird nur umetikettiert. Es wird keine kWh Grünstrom zusätzlich produziert. Die Kosten für HKN sind marginal (0,03-0,1 ct/kWh). Im Ergebnis haben die Norweger mit Ihren 95 % Wasserkraft mittlerweile 45% Kernenergie in der Stromkennzeichnung.

    http://tinyurl.com/orqdyfa

  14. Hallo @all
    mal googeln………
    die Car-Genossenschaft in Lichtenstein
    versucht versucht 4000 bis 5000 Interessenten
    für einen Strombezug (deutlich unter 19 Cent) aus der Schweiz zu gewinnen. Incl. aller
    Steuern und Abgaben. Dafür gibt es auch schon
    ein Formular. Ich hab das mal ausgefüllt und abgeschickt. Schaun mer mal.
    mfg wowi

  15. Hallo Herr Kurt Laburda,
    ja es stimmt. Leider haben wir momentan in der Hauptstadt einen Grünen ganz oben. Nicht ganz unverschuldet seitens Mappus und co., die sich nicht wirklich geschickt angestellt haben. Von Stuttgart 21 gar nicht anzufangen…

    Das mit dem Weggehen von Deutschland habe ich mir tatsächlich schon überlegt, jedoch hinterließe ich meine Komplette Verwand- und Freundschaft, an der ich doch sehr hänge.

    Die Stuttgarter speziell werden noch merken, was sie sich da aufgehalst haben. Mal davon abgesehen, dass der Bau von S21 unvermindert weitergeht (gut so). Das hätte kein Kretschmann, Supermann oder Tübinger OB Palmer verhindern können. Verträge müssen eingehalten werden.

  16. Hallo Herr Krause,

    vielen Dank für diesen konstruktiven Vorschlag. Das Problem hat aber m. E. noch eine weitere Facette, die in Ihrem Artikel nicht zur Sprache kommt.
    Man muss in Gesprächen mit Anderen heute nur mal das Wort „Kernkraft“ in den Mund nehmen, dann kommt erst das große Einatmen und dann die große Wixbürste. Keine Argumente, nichts!
    Es ist wie ein Schimpfwort! Ich glaube, dass die Energieunternehmen diesen Sachverhalt im Hinterkopf haben und sich schon deswegen einfach nicht trauen, etwas anderes zu schreiben als Sie als Antwort erhalten haben.
    Das ist dann aber ein gesellschaftliches, kein politisches Problem mehr. Gegen gesellschaftliche Probleme vorzugehen wäre eigentlich die Aufgabe der Medien, oder?

    Chris Frey

  17. Abschaffung der Energiewende!

    Bitte schreiben Sie an die Bundestagsabgeordneten Ihrer Region, dass das EEG den Strommarkt Deutschlands und Europas ruiniert und die Netzwerkstabilität Deutschlands gefährdet, und somit so rasch wie möglich abgeschafft gehört!

  18. #4: Fabian Hüsgen sagt:
    am Freitag, 13.12.2013, 13:46

    Brief ist abgeschickt an die EnBW. Ich bin auf die Antwort gespannt. Viel male ich mir natürlich nicht aus.
    ————————————–
    EnBW- haben sich die Zipfelmützen in Baden- Wurstenberg nicht gerade das Grüne an den Hals gewählt?
    Den Brief hätten Sie auch direkt an den grünen Maoisten Kretschmann schicken können.

    Hätte garantiert den gleichen Effekt…..

    Sinnvoller wäre gewesen, zu überlegen, was man tun soll, wenn es der BASF zu blöd wird und sie Schland den Rücken kehrt. Am besten ist es, es der BASF gleich zu tun und ebenfalls abzuhauen.
    Gruss

  19. Zitat aus dem Beitrag:

    Folglich soll immer mehr Strom mit Wind- und Sonnenkraft sowie „Biogas“ erzeugt werden, weil zumindest beim Erzeugen CO2 hier nicht anfällt.“

    Beim Erzeugen von Strom aus Faulgasverbrennung fällt aber CO2 an. Nicht nur beim eigentlichen Verbrennungsvorgang, sondern auch schon bei der Umsetzung der pflanzlichen und tierischen Stoffe in den Fermentern. Annähernd die Hälfte des Rohgases besteht aus CO2.

    Von Transport, Anbau, etc. wollen wir hier gar nicht anfangen.

    Aber vielleicht meinte Herr Krause auch nur die Werbung der „Regenerativen“ wonach Strom, der aus Biomasse gewonnen wird, „CO2-neutraL“ daherkommt.

  20. Ich denke, es ist möglich, Strom aus dem Ausland zu beziehen. Auskünfte dazu unter zoll.de. Darin findet sich folgender Hinweis: Bevor Sie Strom aus dem Ausland beziehen, müssen Sie sich an das für Sie zuständige Hauptzollamt wenden und formlos schriftlich eine Erlaubnis zum Bezug von Strom von außerhalb des Steuergebiets beantragen.

  21. Lieber Herr Dr. Krause,
    Das ist eine der Möglichkeiten in der Energiewende nichts zu erreichen. Mein von mir praktizierter Vorschlag ist:
    Jeden Morgen ein Gebet zum Himmelsenden, dass
    – der Herrgott kein Sonnenlicht auf die Solarzellen der EEG senden möge,
    – der Herrgott bitte keinen Wind in die EEG Windmühlen sende möge,
    – der Herrgott die verblendeten Mainstreamer-Hirne erleuchten möge.
    – der Blitz die böswilligen Wissenden der Mainstreamer-Gruppe möglichst bald treffen möge.

  22. Die ewz (Stadtwerke Zürich) liefert ein Produkt namens Atommixpower (http://tinyurl.com/qzepnfr) zum Preis von 8,9 Rappen (7,3 ct) pro kWh; Nachtstrom 4,5 Rp (3,7 ct) pro kWh.(zuzüglich Netznutzung etc, immer noch Traumpreise gegenüber Deutschland).
    „ewz.atommixpower enthält grösstenteils Strom aus Kernkraft sowie kleinere Anteile aus nicht zertifizierter Wasserkraft, Kehricht und gefördertem Strom (KEV). Die Zusammensetzung wird basierend auf dem Vorjahr jedes Jahr bestimmt und deklariert.“

    Ich fürchte aber, nicht nach Deutschland. Eine Anfrage könnte aber nicht schaden…

  23. Gute Idee mit diesem Brief. Auch mit diesen Mitteln kann „Tropfen für Tropfen“ dieser Anti-Kernkraft-Stein aufgelöst werden und in der Gesellschaft eine neutrale Meinungsbildung über die verschieden Energieträger (Erzeuger) entstehen.
    Am Anfang sind es wenige und mit der Zeit werden es immer mehr. Um so mehr mitmachen, um so besser!

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