Neue Studie: Extremwetterereignisse nehmen nicht zu

Eine neue, jüngst von der Global Warming Policy Foundation GWPF veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es während der letzten Jahrzehnte keine Zunahme von Extremwetterereignissen gegeben hatte.
Wann immer von einem Extremwetterereignis (eine Hitzewelle, eine Überschwemmung, eine Dürre oder ein tropischer Wirbelsturm) in den Medien lang und breit berichtet wird, wird eine hitzige Debatte über die mögliche Verbindung zur globalen Erwärmung losgetreten.
In seiner Studie mit dem Titel „The Global Warming-Extreme Weather Link: A Review Of The State Of Science hat Dr. Madhav Khandekar, ein ehemaliger Meteorologe bei Environment Kanada viele Extremwetterereignisse der jüngsten Zeit untersucht und diskutiert sie im Zusammenhang mit der anhaltenden Klimadebatte.


Die ganze Arbeit ist 32 Seiten lang, der Link zum pdf steht unten. Übersetzt wird deshalb nur die Einführung. A. d. Übers.

Einführung

Die globale Erwärmung ist die Zunahme der Mitteltemperatur der Erde infolge menschlicher Aktivitäten und im Besonderen durch menschliche Emissionen von Kohlendioxid in die Atmosphäre. Die gegenwärtige Debatte um die Wissenschaft der globalen Erwärmung könnte mit einer grundlegenden Studie von Revelle und Suess (1956) begonnen haben, in der postuliert worden ist:

„…die Menschen führen ein großräumiges geophysikalisches Experiment durch, und zwar mit der weltweiten menschlichen Aktivität mit der Folge einer Ansammlung von atmosphärischem Kohlendioxid, die größer sein könnte als die Rate der Ausgasung von Kohlendioxid durch Vulkane“.

Revelle und Suess schätzten die Rate, mit der die Menschen das CO2 in der Atmosphäre zunehmen lassen und drückten ihre Sorge aus, dass diese Ansammlung das Erdklima in der Zukunft irreversibel  beeinflussen könnte. Revelle, ein bedeutender amerikanischer Geophysiker, war Initiator der Errichtung der ersten CO2-Meßstation auf dem Mauna Loa in Hawaii im Jahre 1956. Eine weitere CO2-Meßstation wurde später in der Antarktis aufgebaut, und heute gibt es viele Dutzend auf der ganzen Welt. Basierend auf den Daten dieser Stationen ist jetzt nachgewiesen, dass die CO2-Konzentration von 330 PPMV im Jahre 1956 auf heute über 390 ppmv zugenommen hat. Allerdings muss dabei beachtet werden, dass die Erdatmosphäre hauptsächlich aus Stickstoff (ca. 78%), Sauerstoff (ca. 21%) und Argon (ca. 0,93%) besteht. Das CO2 hat darin nur einen Anteil von 0,03% aller atmosphärischen Gase. Außerdem beträgt der CO2-Austausch zwischen Atmosphäre und Ozean etwa 150 Milliarden Tonnen auf einer jährlichen Basis. Die menschlichen Emissionen werden dagegen nur auf 15 bis 20 Milliarden Tonnen pro Jahr geschätzt oder 10 bis 15% des gesamt-CO2-Austausches zwischen Atmosphäre und Ozean.

Die Studie von Revelle und Suess hat während der letzten 30 Jahre zu einer Anzahl von computerbasierten Modellstudien geführt. Diese haben versucht. Die Erwärmung der Erde durch die zunehmende Konzentration von Kohlendioxid zu simulieren, und viele kamen zu dem Ergebnis einer mittleren Temperaturzunahme von 1,4°C bis 4,4°C bis Ende des Jahres 2100. Eine Studie von Knutti (2008) untersuchte eine Folge von Klimamodellen und erhielt als beste Schätzung [best estimate] einen Wert von 2,8°C mit einer Bandbreite von 1,7°C bis 4,4°C für die Zunahme der mittleren Temperatur bis zum Ende des 21. Jahrhunderts. Viele Klimamodellierer konzentrieren sich jetzt auf die mögliche Erwärmung bei einer Verdoppelung der CO2-Konzentrationen verglichen mit denen der vorindustriellen Zeit. Dieser Wert wurde ‚Klimasensitivität‘ genannt. Die von den meisten Modellen berechnete Klimasensitivität liegt bei 3°C oder höher. Allerdings haben einige Studien aus jüngerer Zeit (Lindzen 2007, Schwartz 2011) Werte unter 1°C erhalten; und Lindzen und Choi (2011) haben dokumentiert, wie die Wasserdampf-Rückkopplung in den meisten Modellen unzureichend enthalten ist, was zu höheren Werten der Sensitivität führt.

Die gegenwärtige Debatte ist abhängig von der Übernahme einer Strategie zur Emission von Treibhausgasen, die den Temperaturanstieg unter 2°C halten soll, um die widrigen Auswirkungen einer zukünftigen Klimaänderung zu vermeiden. Unter diesen möglichen widrigen Auswirkungen sind dem IPCC zufolge mehr Hitzewellen, Überschwemmungen (durch intensiveren Niederschlag), Dürren, mehr schädliche Hurrikane, ein eskalierender Anstieg des Meeresspiegels, küstennahe Erosion usw. Das jüngste IPCC-Statement bzgl. Extremwetter, das weiter unten besprochen wird, wiederholt die Schlussfolgerungen, wenn auch mit verschiedenen Vertrauensniveaus für jede einzelne.

http://www.thegwpf.org/content/uploads/2013/11/Khandekar-Extreme-Weather.pdf

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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5 Kommentare

  1. Hallo Frietz,

    solche Meldungen haben mit Wissenschaft nichts zu tun!
    Einerseits ist die Freisetzung von PFTBA so gering, dass man schon von dieser Seite aus eine signifikante Wirksamkeit auf das Klima ausschließen kann.
    Andererseits sagt schon die Meldung an sich („7100 mal klimaschädlicher als CO2“) das es sich um klassischen, pseudowissenschaftlichen Alarmismus handelt. Da die Stärke der Wirksamkeit des CO2 auf das Klima hochumstritten ist und auch noch von der Konzentration des CO2 abhängt (bei niedriger CO2-Konzentration ist eine zusätzliche Menge CO2 wirksamer als die gleiche zusätzliche Menge bei höherer CO2-Konzentration) ist eine solche Zahlenangabe bzgl. der Klimawirksamkeit völlig sinnlos!

    MfG

  2. #3: Frietz sagt:

    Was ist hiervon zu halten?

    PFTBA soll laut Universität Toronto 7100 mal klimaschädlicher sein als CO2.
    ————-
    Wenig. Zum einen ist die Wirkung von CO2 umstritten. wenn manche dessen Schädlichkeit für gering oder Null halten ist auch der Faktor bedeutungslos. Die Angabe das Faktors bezieht sich zum Einen auf das einzelne Molekül und die erwartete hohe Lebensdauer.

    Die Konzentration wird angegeben mit ‚ detected a mixing ratio of 0.18 parts per trillion by volume‘. Das sind 1,8e-13. Ich konnte allerdings noch nicht feststellen wo dieses Gas absorbiert. Die Autoren behaupten: ‚the radiative forcing of PFTBA is 1.5 × 10?4?W?m?2.‘ Das ist in der Tat wohl deutlich unter der Nachweisgrenze

    Egen der lngen Lebensdauer wird mit einer akkumulation in der Atmosphäre befürchtt, dass es hir zu einer signifikanten Anreicherung kommen könnte. Generell wäre es eine gute Idee, die Risiken von Emissionen unbekannter Gase zu limitieren, in dem man eben wenig bis nichts emitiert, aber ein Grund zur Panik scheint hier nicht gegeben zu sein.

  3. Einen Aspekt sollte man allerdings nicht aus den Augen verlieren: Die Folgen der „Extremereignisse“ nehmen sehr wohl zu. Dies ist aber weniger dem „Klimawandel“ geschuldet, als vielmehr den Tatsachen, dass die Weltbevölkerung stetig wächst und vor allem, dass die Bevölkerung weltweit immer wohlhabender wird.
    Sieht man einmal die Überschwemmungskatastrophe im letzten Jahr in Pakistan (und kennt man dieses Land), dann ist dies auch verständlich: Die wachsende Bevölkerung siedelt sich weniger in der Wüste an als vielmehr im Einzugsbereich der Flüsse – wo dann natürlich die Folgen einer Überschwemmung weitaus massiver sind. Aber zu entsprechenden Vorsorgemaßnahmen (Deiche) wie sie bei uns realisiert sind (und die meisten Folgen verhindern) reicht es dann eben nicht.

  4. Zitat:
    „Eine neue, jüngst von der Global Warming Policy Foundation GWPF veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es während der letzten Jahrzehnte keine Zunahme von Extremwetterereignissen gegeben hatte.“

    Zu einer ähnlichen Einschätzung kam man gestern in der Phönix-Senung „THEMA-Extremwetter…“.

    Wiederholung am 11.12.13 9.45 Uhr.

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