Bjørn Lomborg zu Haiyan/Yolanda

Bjørn Lomborg
Es ist phänomenal! Klima-Aktivisten wie John Vidal im Guardian behaupten weiterhin, dass der schlimme Taifun Haiyan zeigt, dass wir mehr gegen die globale Erwärmung tun müssen (hier).
Und doch, selbst ‚nach‘ Haiyan liegt die akkumulierte Zyklon-Energie [Accumulated Cyclone Energy ACE] aller Zyklone im westlichen Nordpazifik unter den Normalwerten (99% hier). Der globale ACE liegt bei 74%.


Wie man in der Graphik rechts erkennen kann (aktualisiert am 10. November) liegt die ACE sowohl in der nördlichen als auch in der südlichen Hemisphäre auf dem niedrigsten Niveau seit den siebziger Jahren.

Bild rechts: ACE, Quelle: http://models.weatherbell.com/tropical.php

Ja, es gibt wirklich schlimme Zyklone in der Welt, wie das schon immer der Fall war. Aber erstens kann man nicht argumentieren, dass sie durch die globale Erwärmung schlimmer werden, wenn die Indikatoren ‚niedriger‘ sind. Zweitens, die Behauptung, dass die Reduktion von CO2 der Weg ist, die Schäden durch Zyklone abzuschwächen, ist einfach unmoralisch. Selbst wenn wir die Emissionen dramatisch zurückfahren, wird dies in 50 bis 100 Jahren nur geringe Auswirkungen haben. Falls man Orten wie Tacloban auf den Philippinen helfen will, kann der Weg nur Anpassung sein.

Noch einmal, vielleicht macht die globale Erwärmung [so sie denn stattfindet, A. d. Übers.] die Zyklone irgendwie stärker, gleichwohl auch geringer an Zahl. Insgesamt verursachen Zyklone derzeit Schäden von 0,04% des globalen BIP. Da eine reichere Welt auch eine Welt mit besserem Schutz ist (Florida ist viel weniger durch Hurrikane verwundbar als Guatemala), werden Hurrikane zum Ende dieses Jahrhunderts 0,01% des globalen BIP kosten (hier).

Aber alles in allem werden Zyklone ‚weniger’ zerstören. Wir werden einen Rückgang der Schäden von 0,04% des globalen BIP auf 0,02% erleben.

Und schließlich erinnere man sich daran, dass der Fußabdruck der globalen Erwärmung in Zyklonen weder heute noch in nächster Zukunft erkennbar sein wird. GFDL von der NOAA schätzt, dass eine „Zunahme nicht vor der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts feststellbar sein wird“ (hier).

Link: http://wattsupwiththat.com/2013/11/10/bjorn-lomborg-on-haiyanyolanda/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Zum Autor:

Bjørn Lomborg (hier) ist ein dänischer Politikwissenschaftler, Statistiker Buchautor und Dozent an der Copenhagen Business School. Er leitet das Copenhagen Consensus Centre. Das Environmental Assessment Institute wurde für ihn eingerichtet. Weltweit bekannt wurde Lomborg mit dem kontrovers diskutierten Bestseller The Skeptical Environmentalist (dt. Apocalypse No! Wie sich die menschlichen Lebensgrundlagen wirklich entwickeln).

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4 Kommentare

  1. Es ist ja wirklich eine Farce. Die EU zeigt sich großzügig und macht jetzt für die Folgen des Wirbelsturms lächerlichste 3 Millionen Euro locker. Wenn man das den Irrsinnszahlen gegenüberstellt, welche in den unsäglichen und völlig sinnlosen Klimaschutz (CO2-Reduktion) gepumpt wurden und werden, wo am Ende des Tages genau niemand sagen kann, ob es bzw. was es genau bewirkt, muß jedem vernünftig denkenden Menschen der Hutkragen hochgehen.
    Das sind dieselben Leute, die davor warnen, welche Hungersnöte durch den Klimawandel nicht entstehen könnten würden hätten, aber bisher noch keinen Cent locker gemacht haben, den Hunger dort zu bekämpfen, wo er heute Realität ist und es keinen aufgeblasenen Bürokratenapparat und Kaffeesudstudien braucht, um ihn nachzuweisen.

  2. Prof. Lomborg ist einer der wenigen, der den windigen Klimafolgenforschern immer wieder mit sachlichen Hinweisen öffentlichkeitswirksam widerspricht. Die FAZ hat ihm Anfang Oktober fast eine ganze Seite eingeräumt, auf der die ganze EU-Klimaschutzpolitik von ihm ökonomisch ad absurdum geführt wurde. Wir benötigen dringend noch mehr Leute von dieser Sorte, damit der Klimafolgenschwindel endlich zusammenbricht.

    Die sofortige Schließung des Potsdamer Instituts ist längst überfällig. Ob es möglich ist, Herrn Rahmstorf auf die Anklagebank zu setzen, weis ich nicht. Zu wünschen wäre es, wenn die für das Desaster Verantwortlichen nicht nur benannt, sondern auch bestraft werden könnten.

  3. Kann man die Leute, die nun behaupten, der Taifun mit den schrecklichen Auswirkungen wäre eine Folge unseres „Wohlstand-CO2“, wegen Volksverhetzung verklagen ? Es reicht mir so langsam, dass ich mir – indirekt – bieten lassen muss, für den Tod von Menschen verantwortlich zu sein. Die ganzen Säbelrassler bieten in kürzester Zeit Kriegsschiffe auf. Warum werden nicht mit demselben Eifer Hilfslieferungen auf den Weg gebracht ? Die Menschen auf den Philippinen brauchen ganz dringend die Hilfe der Industriestaaten. Was macht unsere designierte Bundesregierung ? Die Energiewende forcieren, diesen armen Menschen aber nicht helfen. Oder habe ich irgendwo überlesen, dass die Sch….-Deutschen den Leuten dort helfen. Und steckt diesen arroganten Rahmstorf endlich in den Knast und schließt das Propaganda-Institut in Potsdam. Dieser Mensch mit seiner arroganten Schnauze ist wie Club of Rome Latif nicht mehr zu ertragen. Sch….-Deutschland !

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