Atlantische Hurrikan-Saison 2013: die ruhigste seit 45 Jahren

Von WUWT Regular Just The Facts justthefactswuwt. Aus dem Insurance Journal:
„Es sieht so aus, als wäre die atlantische Hurrikan-Saison 2013 ein großer ‚Fehlschlag‘, ist es doch das erste Mal seit 45 Jahren, dass der stärkste Sturm lediglich ein Hurrikan der Kategorie 1 war [von 5]. Es könnte höchstens noch eine späte Überraschung in der Saison vom 1. Juni bis zum 30. November geben, hat sich doch zu dieser Zeit im vorigen Jahr noch der Supersturm SANDY entwickelt.


Bild rechts: US-Extremwetter-Index von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) – National Climatic Data Center (NCDC)

Bislang jedoch war es US-Wetterexperten zufolge eine der schwächsten Saisons seit Beginn moderner Aufzeichnungen vor etwa einem halben Jahrhundert. Außer dem Tropischen Sturm Andrea, der das westliche Florida [the Florida Panhandle] im Juni betroffen hatte, hat keiner der diesjährigen Zyklone auf das US-Festland übergegriffen.

Jeff Masters, Hurrikan-Experte und meteorologischer Leiter bei Weather Underground, sagt: „Es war ein sehr merkwürdiges Jahr. Wir befanden uns in dieser multidekadischen Aktivitätsperiode, aber in diesem Jahr passierte gar nichts“. Damit bezog er sich auf die verlängerte Hurrikan-Saison seit 1995. „Dem National Hurricane Center NHC zufolge gab es zwei kurzlebige Hurrikane der Kategorie 1 in diesem Jahr, das heißt wir hatten die erste atlantische Hurrikan-Saison seit 1968 ohne einen Sturm, der sich über das erste Intensitätsniveau hinaus entwickelt hat.

Es war auch ein Jahr, das durch die geringste Zahl von Hurrikanen seit 1982 gekennzeichnet war und das erste Jahr seit 1994 ohne die Bildung eines großen Hurrikans“.

„Hinsichtlich der so genannten ‚Accumulated Cyclone Energy (ACE)‘, einer allgemein gebräuchliche Maßzahl für die Unwetterschäden während einer Saison, rangiert das Jahr 2013 an zehntschwächster Stelle seit Beginn des Satellitenzeitalters Mitte der sechziger Jahre“, sagte Dennis Feltgen, ein Sprecher des NHC in Miami. „Die ACE in diesem Jahr 2013 liegt bislang bei 33% des Normalwertes“.

Phil Klotzbach, Klimatologe an der Colorado State University, räumt bereitwillig ein, dass die Vorhersagen auf statistischen Modellen basieren, die „gelegentlich auch falsch liegen“, da die Atmosphäre chaotisch und Gegenstand von Fluktuationen ist, die nicht länger als ein oder zwei Wochen im Voraus vorhergesagt werden können.

Aber Klotzbach und andere Experten sagen, dass die Modelle sowie jahreszeitliche Vorhersagen dennoch nützliche Einsichten in so etwas Unvorhersagbares wie Extremwetterereignisse bieten, selbst wenn sie nicht jedes Mal zutreffend sind.

„Offensichtlich sollte man keine unterschiedlichen Planungen für eine bestimmte Saison vornehmen, die auf einer Jahreszeiten-Vorhersage basieren”, schrieb Klotzbach in einer E-Mail an Reuters. „Sie dienen einzig dazu, die Neugier der Öffentlichkeit zu stillen und basieren auf unserem Wissen, wie großräumige Klimafeatures die jahreszeitliche Verteilung tropischer Stürme beeinflussen“.

Obwohl die Saison mit einem Augenzwinkern endet, sagte Masters, sind es langfristige Vorhersagen immer noch wert, auf sie zu bauen. „Sie sind sinnvoll, solange man die Grenzen der Vorhersagbarkeit dieser Modelle versteht“, sagte Masters gegenüber Reuters.

„Man erwartet, dass es Ausnahme-Jahre gibt wie dieses Jahr. Das ist Teil des Ganzen“, sagte er. „Aber wenn man konsequent verfolgt, wie sie sich machen, werden sie sich möglicherweise langfristig auszahlen“.

Zum Vergleich: Hier folgt eine Graphik mit der ACE von 1971 bis zur Gegenwart:

Ryan N. Maue PhD – PoliClimate.com – Click the pic to view at source

Häufigkeit tropischer Zyklone von 1971 bis zur Gegenwart:

Ryan N. Maue PhD – PoliClimate.com – Click the pic to view at source

Globale Häufigkeit von Hurrikanen 1978 bis zur Gegenwart:

Ryan N. Maue PhD – PoliClimate.com – Click the pic to view at source

US-Hurrikane 1851 – 2010:

National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) – Atlantic Oceanographic and Meteorological Laboratory – (AOML) – Click the pic to view at source

…und Tropische Zyklone in der Region Australien von 1970 bis 2011 (dort wird ein tropischer Zyklon als „schwer“ klassifiziert, wenn sein Kerndruck unter 970 hPa liegt):

Australian Bureau of Meteorology (BOM) – Click the pic to view at source

Summa summarum – ich glaube nicht, dass wir uns anschnallen müssen für diese Hurrikane der Kategorie 6:

Schaut man auf den Supersturm SANDY am 29. Oktober, lag die Wassertemperatur östlich von New Jersey 9°F [ca. 4,5°C] über dem Mittelwert. Darum hat dieser Sturm so viel Energie getankt. Darum hat er so viel Wasserdampf aufgenommen. Hätte es auch ohne das einen Sturm gegeben? Vielleicht. Würde es Hurrikane und Überschwemmungen und Dürren auch ohne die vom Menschen verursachte globale Erwärmung geben? Natürlich! Aber jetzt sind sie stärker. Die Extremereignisse sind noch extremer. Die Hurrikan-Skala rangierte bisher zwischen 1 und 5, und jetzt wird eine Kategorie 6 hinzugefügt. Der Fingerabdruck der anthropogenen Erwärmung liegt auf allen diesen Stürmen und Extremereignissen. Al Gore – Washington Post

Mehr Informationen über Meereis und Zyklone gibt es hier: WUWT Tropical Cyclone Page und WUWT “Extreme Weather” Page.

Link: http://wattsupwiththat.com/2013/10/26/atlantic-hurricane-season-quietest-in-45-years/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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Ein Kommentar

  1. Dass es eine sehr schwache Saison geben würde, zeichnete sich schon am 16.5. mit dem ersten Tropensturm (Alvin) vor der Westküste Mexikos ab. Mehr gibt es dazu einfach nicht zu sagen.

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