Das Leben im engen Gehäuse der Klimakatastrophe

von Anthony Watts
Wie Einsiedlerkrebse suchen die Klimaalarmisten nach neuen Wegen, sich zu verstecken, wenn man sie einengt.
Als wir als Kinder am Strand gespielt haben, entdeckten wir ein faszinierendes Verhaltensmuster bei den Einsiedlerkrebsen. Man packe ein Dutzend von ihnen in einen Karton, und innerhalb weniger Minuten befreien sich die Krebse aus ihren Gehäusen und versuchen, in eine andere zu schlüpfen. Diese sanfte, vom Stress hervorgerufene Reaktion reflektiert möglicherweise ihren lebenslangen Trieb, immer weiter zu wachsen, wodurch sie immer größere Schalen benötigen, um ihre verwundbaren weichen Körper zu schützen.


Bild rechts: Ein Einsiedlerkrebs. Bild: Wikipedia

Genauso suchen jetzt die Klimaalarmisten nach neuen Schutzräumen vor dem Stress, der ihnen aus einer Öffentlichkeit entgegen schlägt, der immer stärker bewusst wird, dass ihre Untergangs-Prophezeiungen bzgl. des Klimachaos’ auf schludrigen Daten, fehlerhaften Computermodellen oder vielleicht direkten Betrug beruhen. Die alarmistischen Wissenschaftler haben sich selbst in eine Kiste der Klimakatastrophe gesperrt und sind jetzt verzweifelt bemüht, ihren Ruf, ihre Vorhersagen und ihre finanzielle Förderung zu retten.

Trotz des Fehlens einer Erwärmung in den Temperaturmessungen der letzten 16 Jahre und einem Rekord-Minimum der Hurrikan- und Tornado-Aktivität schreien sie immer noch wiederholt „Wolf!“, und sie versuchen, jedes ungewöhnliche oder „extreme“ Wetterereignis mit den menschlichen, die Pflanzen düngenden CO2-Emissionen in Verbindung zu bringen. (Tatsächlich tragen die Menschen nur etwa 4% zum jährlichen CO2-Eintrag in die Atmosphäre bei).

Alarmisten benutzen ihre Vorhersagen der Klimakatastrophe, um die Welt aufzufordern, ihre Energie- und Wirtschaftssysteme zu transformieren, den Gebrauch fossiler Treibstoffe zu beenden und einen niedrigeren Lebensstandard zu akzeptieren – alles als Reaktion auf eine politisch fabrizierte Wissenschaft. Selbst als zunehmende Beweise immer mehr mit ihrem Dogma in Konflikt gerieten, waren das Geld, ihr Schicksal und ihre Macht zu groß, um aus rein ethischen Gründen aufzugeben.

Die Auswirkung auf Energiepreise, nationale Ökonomien, Arbeitsplätze und das Leben der Menschen war umfassend und negativ. Zum Beispiel ist Deutschland aufgrund des unbegründeten Alarmismus’ während der letzten 15 Jahre aggressiv auf Wind- und Solarenergie umgestiegen – sowohl politisch als auch mit finanzieller Unterstützung der Steuerzahler und Investitionen. Man hat sich auch von der Kernkraft verabschiedet. Folge: ökonomisches Schrumpfen, Vernichtung von Arbeitsplätzen bei energieintensiven Unternehmen und Drohungen seitens dieser Unternehmen, nach Übersee abzuwandern. Inzwischen wird in Deutschland mehr Kohle verbrannt und werden neue Kohlekraftwerke gebaut in dem Bemühen, das ökonomische Desaster der „grünen“ und „Klimaschutz“-Maßnahmen umzukehren, aber die Aktionen senden immer noch Schockwellen an Investoren auf der ganzen Welt.

In Spanien hat jeder Arbeistplatz, der durch die dem Klimaalarmismus geschuldeten politischen Maßnahmen geschaffen worden ist, zum Verlust von zwei Arbeitsplätzen in den anderen Bereichen der Wirtschaft geführt, wurde diese doch durch raketenartig steigende Strompreise gebeutelt. Der Niedergang einer spanischen Wirtschaft, die sich so stark der Wind- und Solarenergie zugewandt hatte, führte endlich dazu, dass vernünftige Personen evaluiert haben, warum diese Maßnahmen getroffen worden sind; und die erneuerbaren Subventionen wurden genau wie in Deutschland drastisch gekürzt.*

[*Das steht so im Original! Ich glaube, in diesem Punkt bzgl. D sind die Autoren nicht richtig informiert. Oder gab es hierzulande wirklich auch derartige Kürzungen, die nur noch niemand bemerkt hat? A. d. Übers.]

Wie sieht Brasiliens Zukunft mit Biotreibstoffen aus? Schließlich überwindet die Wirklichkeit gerade die Verzerrungen der Darstellung in den Medien und die politische Korrektheit, das naive Experiment von vor einigen Jahren – als alles, was „grün“ war, als billiger, sauber und überlegen in jeder technologischen Hinsicht angesehen worden ist – und man denkt jetzt rationaler. Brasilien öffnet sich jetzt mehr in Richtung Öl und Gas via konventioneller Förderung und hydraulischem Brechen, an Land und im Meer.

Warum entscheiden sich so viele Staaten dafür, die narrengoldenen Eier von Greentech aufzugeben oder zurückzufahren? Erstens, die Energiegewinnung mit grünen Technologien wurde viel zu übertrieben angepriesen hinsichtlich Verlässlichkeit, Kosten, Kapazität, Schaffung von Arbeitsplätzen und Auswirkungen auf die Umwelt. Für eine stabile Ökonomie sind diese Energie-Charakteristiken eine Voraussetzung! Zweitens, die spekulative Natur des Alarmismus’ bzgl. CO2 ist durch die harten Fakten und Daten der letzten Jahrzehnte offenbar geworden.

Der NIPCC-Bericht Climate Change Reconsidered-II [auf Deutsch beim EIKE hier] präsentiert diese Fakten, so dass jetzt selbst Nichtwissenschaftler die relevante Bandbreite der Klimakomponenten erkennen können – und die Art und Weise, mit der die Leute zu dem Glauben gebracht worden sind, dass wir vor einem vom Menschen verursachten Klima-Armageddon stehen, das sich bis heute nicht manifestiert hat und niemals eine Bedrohung war.

Nichtsdestotrotz besteht die frühere EPA-Administratorin Lisa Jackson darauf, dass das “Klima-Chaos” real sei und jammerte, dass ihre Agentur mindestens 240.000 neue Mitarbeiter bräuchte (von denen jeder Einzelne mit 100.000 Dollar pro Jahr plus Zuschläge zu Buche schlägt). Sie sagte, sie würden gebraucht, um die neuen Vorschriften bzgl. Kohlendioxid zu managen – und nahezu alles zu kontrollieren, was Amerika ausmacht.

Bei der EPA arbeiten derzeit etwa 20.000 Menschen mit einem jährlichen Budget von 8 Milliarden Dollar. Die neuen Einstellungen allein würden den Steuerzahler weitere 24 Milliarden Dollar jährlich kosten – plus die Hunderte Milliarden Dollar durch ökonomische Einbußen, Schließungen von Fabriken und neue Arbeitsplatzverluste, die die EPA-Vorschriften mit sich bringen würden.

Jahr für Jahr haben die Alarmisten ihre Schutzhüllen geändert in Gestalt von immer mehr absurden Antworten auf die Frage, wo denn bloß die Erde mysteriöserweise die ganze Energie gespeichert hat, die die Treibhausgase vermeintlich zurückgehalten hatten. Seit Jahren behaupten die Alarmisten, dass die Ozeane die fehlende Energie speichern würden. Aber nachdem das ARGO-Projekt gezeigt hatte, dass die Wärme dort nicht aufzufinden war, jedenfalls nicht in den obersten 2000 m unter der Oberfläche, sagte ein prominenter Alarmist: „Wir sind über diese Ergebnisse verwirrt“. Wir sind nicht verwirrt!

Wenn die Daten permanent im Widerspruch zur Hypothese stehen, überdenken verantwortungsbewusste Wissenschaftler diese Hypothese. Verstörte Alarmisten-Klimawissenschaftler suchen verzweifelt nach neuen Schutzschalen – und neuen Entschuldigungen.

Die „verwirrenden” Fakten haben die vorhersehbare alarmistische Taktik ausgelöst, die Daten zu attackieren und zu behaupten, dass sich die Wärme in den wirklichen Tiefen der Ozeane verstecke. Sie ignorieren die Physik hinter diesem Problem – wie nämlich die vermeintliche Wärme aus dem atmosphärischen Kohlendioxid durch die Wasseroberfläche und unter die obersten zweitausend Meter transportiert worden sein könnte, ohne entdeckt zu werden – und erwarten von uns, dass die Thermodynamik von Flüssigkeiten Gegen­stand von Zauberei ist.

Das NIPCC hat seinen Bericht des Jahres 2013 Climate Change Reconsidered II veröffentlicht [auf Deutsch beim EIKE hier]. Endlich hat die Welt Gelegenheit, die wirkliche Wissenschaft kennen zu lernen – nicht die Art, die versteckt und durch alle alarmistischen Schalenspielchen gefiltert worden ist.

Unbelastet von politischem Druck und von Mega-Lobbyisten hat diese 1018 Seiten starke Übersicht von 50 ernsthaften und hoch angesehenen Wissenschaftlern den Betrug der Alarmisten bloßgestellt. Diese wirklichen Wissenschaftler haben auch gezeigt, wie unsinnig der mystische „tropische Hot Spot“ der Alarmisten ist. Diese heilige Kuh stellt sich als genauso phantasiert heraus wie die im tiefsten Ozean versteckte planetarische Erwärmung – oder auch den infamen Hockeyschläger von Michael Manns geheim gehaltenen Daten und geheimen Computer-Codes.

Haben wir vergessen, dass das Jahr 1998 den „Kipp-Punkt“ markieren sollte, nach dem sich die Erde unkontrolliert immer weiter erwärmen würde? Die Anhörung im Jahre 1988 in Washington an einem heißen Sommernachmittag wurde von dem stets listigen James Hansen dominiert, der furios seine Brauen bewegte, in einem Raum, der durch den billigen Trick von Senator Tim Wirth, der einfach die Air-Condition ausgestellt hatte, stickend heiß wurde. Politisches Theater und Manipulationen sind an die Stelle ehrlicher Wissenschaft getreten.

Al Gore hat die Verläufe von CO2 und Temperatur so manipuliert, dass es so aussah, als ob der steigende CO2-Gehalt der Atmosphäre zu planetarischer Temperaturzunahme geführt hätte – obwohl in Wirklichkeit Temperaturanstiege dem Anstieg des CO2-Gehaltes immer vorausgegangen waren. Hätte er nicht seinen Fehler korrigieren und seine durch Vorspiegelung falscher Tatsachen ergaunerten Millionen zurückgeben müssen? Hätte er sich den Nobelpreis und das viele Geld nicht mit Irena Sendler teilen sollen, die mit ihm nominiert worden war, weil sie während des 2. Weltkrieges 2500 jüdische Kinder gerettet hat? Hätte nicht sein Komplize, der IPCC-Vorsitzende und Pseudo-Nobelpreisträger Rajendra Pachauri verantwortlich gemacht werden müssen für das Hinausposaunen frisierter Geschichten über die schmelzenden Himalaya-Gletscher?

Wenn man unrecht hat, lügt, schummelt, die Öffentlichkeit in die Irre führt und Arbeitsplätze vernichtet – wenn man Alarmist ist, spricht all das nicht gegen ihn – selbst dann nicht, wenn die vom Menschen verursachte globale Erwärmung im Jahre 1996 aufgehört hat.

Wir haben buchstäblich laut gelacht über eine so genannte „Dokumentation“, die demnächst auf eine arglose Öffentlichkeit losgelassen wird. Sie nennt sich „Do the Math: Bill McKibben and the Fight over Climate Change.” Für McKibben und seine Kameraden ist „doing the math” ein Synonym für „Zählen des Geldes”, mit dem sich die Alarmisten beschäftigen.

Das große Geld ist immer an die Alarmisten gegangen, an schuldbeladene Umweltaktivisten und an nach Kontrolle strebende Regulatoren, und dieses Geld stammt generös und unwissentlich von den Steuerzahlern der Welt. Das ist auch die wirkliche Bedeutung hinter den Begriffen „grüne“ Bewegung und „grüne“ Energie.

Dennis Mitchell, CPA/QEP has been professionally involved in environmental and tax compliance, monitoring and education for over 40 years. David Legates, PhD/CCM is a Professor of Climatology at the University of Delaware and has been studying climate and its changes for 35 years. A version of this article originally appeared in the 10/18/2013 Investor’s Business Daily.

Link. http://wattsupwiththat.com/2013/10/18/life-in-a-climate-cataclysm-box/

übersetzt von Chris Frey, EIKE

Zum Autor:

Williard Anthony Watts ist ein pensionierter US-Meteorologe (von der Amerikanischen Meteorologischen Gesellschaft zertifiziert (AMS seal holder) und der Präsident von IntelliWeather Inc. (hier), Leiter des Blogs Watts Up With That? und Gründer des the Surface Stations Project, eine Initiative von Freiwilligen, die es sich zum Ziel setzt, die Qualität der Wetterstationen in den Vereinigten Staaten von Amerika zu dokumentieren. Weitere Informationen über A. Watts (hier).

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2 Kommentare

  1. … das ist wie bei uns,
    … kaum haben wir die Heizung angeworfen
    , weil es bis kürzlich draußen furchtbar kalt war
    … Zack iss´es wieder warm
    , auch draußen!
    , weiL iss ja wieder genügend CO2 in der Luft:
    … oder woher kommen denn sonst der Temperatur dermaßen Schwanken?

    Vielleicht generiert jemand ein Klima-Witze-Buch
    , weil des IPCC–Humor, Witze verfasst sein vielleicht nicht jede versteht.
    Und vielleicht trägt ja “Regeneriffa(…aaaaah)“ dazu bei sich über Politiker schwachen Geistes Leisten sein haben wollen, wengist zu amüsieren.

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