American Tradition Institute (ATI) verklagt Universität auf die Veröffentlichung von Dokumenten zum „Hockeyschläger“

Anthony Watts
Am Freitag, dem 6. September hat das American Tradition Institute (ATI), eine nichtkommerzielle öffentliche Politik-Organisation, zusammen mit Anwälten der Free Market Environmental Law Clinic (FMELC) die University of Arizona (U of A) verklagt, um sie zu zwingen, Dokumente herauszurücken, die in Zusammenhang stehen mit etwas, das Christopher Booker „den schlimmsten wissenschaftlichen Skandal unserer Generation“ genannt hat.


Bei diesen Aufzeichnungen handelt es sich um E-Mails in Zusammenhang mit dem berüchtigten „Hockeyschläger“ und die Institution, die diesen berühmt gemacht hatte, das IPCC. Das IPCC macht derzeit Schlagzeilen mit der jüngsten einer Serie von Proklamationen bzgl. der drohenden Klimakatastrophe und einer inzwischen schon rituellen Proklamation von sogar noch größerer Gewissheit, dass ökonomische Aktivitäten die Ursache dafür sind.

„Die Öffentlichkeit merkt immer starker, dass sie die Bemühungen finanziert hat, eine allgemein schädliche und sinnfreie* Energie-Angst-Agenda einzuführen, und zwar durch Aktivisten in der Regierungs-Bürokratie sowie grünen Interessengruppen, die sie lieben, bis hin zu Aktivisten, die sich in staatlichen Universitäten verbergen“, sagt Chris Horner, führendes Mitglied in der ATI, FMELC-Anwalt und Autor von The Liberal War On Transparency sowie der Initiator der Aktion. „Wir trachten weiterhin danach, Kopien der Aufzeichnungen einzusehen, für die die Öffentlichkeit bezahlt hat, und danach, der oft versprochenen, aber kaum einmal eingetretenen freiwilligen Transparenz der Regierung zum Durchbruch zu verhelfen. Zu oft schon haben öffentliche Einrichtungen uns aufgefordert, uns in langwierigen Kämpfen im Rahmen von Gesetzen zur Offenlegung von Aktivitäten zu engagieren. Die Öffentlichkeit muss zumindest eine Ahnung hinsichtlich des gewaltigen Apparates bekommen, den sie gefördert haben“, fügte er hinzu.

[*unübersetzbares Wortspiel: …all-pain, no-gain…]

ATI verlangte nach diesen Aufzeichnungen im Dezember 2011 [1]. Nachdem die Universität den Widerstand der betroffenen Professoren eingeräumt hatte – wie ATI vor Gericht aussagte, wurde beiden widerrechtlich erlaubt zu entscheiden, welche E-Mails sich darauf beziehen und welche zu erzeugen sie der Universität gestatten würden – bereitete U of A hunderte damit zusammenhängender E-Mails auf.

Unter den Unterlagen der U of A befand sich auch zum ersten Mal jemals eine 213 Seiten starke Roadmap mit vielen hundert E-Mails bzgl. des „Hockeyschlägers“ sowie des IPCC, bei denen die Akademiker darauf bestanden hatten, dass sie nicht veröffentlicht werden konnten. Unglücklicherweise waren die Indizes auch aus freien Stücken und nicht charakteristisch sehr sparsam mit Details, obwohl sie die Korrespondenz zwischen den Hockeyschläger- und den IPCC-Autoren offenlegen (Sie identifizieren z. B. auch E-Mails zwischen den Professoren und dem IPCC hinsichtlich der Koordinierung der Arbeit von Jonathan Overpeck an der Universität für die Umweltaktivistengruppe Union of Concerned Scientists sowie E-Mails von und an Phil Jones von der University of East Anglia, dem Ausgangspunkt von Klimagate).

Das ATI hat Anklage nach dem Public Records Law in Arizona erhoben, nachdem die Universität die Forderung des ATI abgelehnt hat, ausreichende Details dieser Indizes über zurück gehaltene Aufzeichnungen zur Verfügung zu stellen oder die darauf eingehenden Aufzeichnungen zu erzeugen. Das Goldwater Institute fungiert als der lokale Berater des ATI. Die Klage des ATI erklärt, wie in diese E-Mails, erstellt und versandt auf Kosten der Steuerzahler, zwei Akademiker involviert sind mit:

…einer Historie der Verwendung (öffentlicher) Ressourcen der Universität – einschließlich des Sendens und Empfangens von E-Mails, die für diesen Fall von Belang sind – für die arbeitsbezogene Teilnahme in damit zusammen hängenden Organisationen einschließlich des IPCC, welches Gegen­stand vieler, im Rahmen von Klimagate bekannt gewordener höchst kontroverser E-Mails war, versandt und empfangen auf öffentlich bezahlten Computern.

Durch das Bekanntwerden dieser E-Mails und Veröffentlichungen im Rahmen vieler Gesetze zur Informationsfreiheit [freedom of information laws] hat die Öffentlichkeit von verstörenden Praktiken durch ein Netzwerk öffentlich geförderter Akademiker erfahren. Unter diesen Praktiken waren eine fragwürdige Verwendung von Statistiken, organisierte Bemühungen, Gesetze zur Transparenz in den USA und UK zu unterlaufen, Kampagnen zur Verhinderung der Veröffentlichung abweichender Arbeiten, Rekrutierungen von Journalisten, die sich auf die Gegner einschießen sollten und Rache an Wissenschaftlern und Herausgebern von Zeitschriften, die abweichende Arbeiten bekannt gemacht haben.

Als Teil des Transparenz-Projektes vom ATI hat es nach Informationen verlangt und diese auch erhalten. Dabei geht es um Informationen von öffentlich geförderten Agenturen und Universitäten, die in Beziehung stehen zu der wichtigen öffentlichen politischen Frage einer vermeintlich katastrophalen, vom Menschen verursachten globalen Erwärmung und damit zusammen hängenden politischen Forderungen.

Das ATI ist auch in einen Rechtsstreit involviert, bei dem es um Aufzeichnungen der University of Virginia zu dieser Frage geht. Außerdem hat ATI zahlreiche Anfragen an verschiedene Agenturen und Universitäten gestellt, denen man aber nur teilweise nachgekommen ist. Das ATI hat dem obersten Gerichtshof von Virginia erklärt, warum das Gericht die UVA-Anfrage in Betracht ziehen sollte.

Das American Tradition Institute (ATI) ist eine öffentliche Einrichtung für politische Forschung und die Durchsetzung öffentlicher Interessen. Es befürwortet die Wiedereinsetzung der Prinzipien der Wissenschaft und des freien Marktes, verantwortungsbewussten Landverbrauch, das Management natürlicher Ressourcen, Energie, Eigentumsrechte und Prinzipien der Verwaltungsarbeit. Die Organisation bezieht aus seiner Transparenz-Initiative öffentliche Informationen im Rahmen von Informationsfreiheits-Gesetzen in Verbindung mit Umwelt- und Energiepolitik und darüber, wie politische Entscheidungsträger mit diesen öffentlichen Ressourcen umgehen.

________________________________

[1] Die University of Arizona (U of A) erkennt an, dass „die University of Arizona im Rahmen öffentlicher Gesetze arbeitet. Ziel dieser Gesetze ist es, der allgemeinen Öffentlichkeit, deren Steuergelder die Universität stützen, Einsicht in die Art und Weise unserer Arbeit bekommen. Auf Anfrage müssen die Untersuchung oder Kopien der meisten Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt werden, mit Ausnahme von zwei Kategorien, die nicht öffentlich sind“. http://tinyurl.com/nod76no, S. 5. (Bei diesen beiden Kategorien handelt es sich um Angaben zu Studenten und Personal, die nicht in die ATI-Anfrage involviert sind).

Auf der gleichen Website informiert die U of A neue Mitarbeiter unter der „Arizona Public Service Orientation“. „Innerhalb Ihrer ersten 30 Tage der Mitarbeit lesen Sie bitte die Information in dieser Orientierungshilfe. Am Ende drucken Sie die Checkliste und verifizieren Sie, dass Sie den Abschnitt vollständig bearbeitet haben, und senden Sie es an die für Ihren Arbeitsbereich zuständige Abteilung!“ http://tinyurl.com/p8zsavw, p. 4.

Link: http://wattsupwiththat.com/2013/09/09/ati-files-suit-to-compel-the-university-of-arizona-to-produce-records-related-to-so-called-hockey-stick-global-warming-research/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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2 Kommentare

  1. Lieber Herr Frey

    „[*unübersetzbares Wortspiel: …all-pain, no-gain…]“

    könnte man auch mit

    „ärgerlich und nichtsnutzig“ oder sinngemäss ähnlich übersetzen.

    Auf jeden Fall aber trifft der Sachverhalt zu: Einschüchtetung des unbedarften Bürgers durch links-grüne Fundamentalisten, die in Totalopposition zur Wirtschaft stehen.

  2. Danke an Herrn Frey für die Übersetzung.

    Da wünsche ich mir für Deutschland doch auch ein ähnliche Gesetz, das auf diese ganzen Propagandisten anzuwenden wäre – und dann natürlich auch jemanden, der es nutzt und Forderungen / Anklage erheben würde.

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