Neuer IPCC-Bericht: Treibhausgase waren für 140% der Erwärmung seit 1951 verantwortlich

Dem durchgesickerten IPCC-Bericht zufolge „…haben Treibhausgase zu einer globalen mittleren Erwärmung beigetragen, die wahrscheinlich im Bereich zwischen 0,5 und 1,2°C liegt, (Mittel 0,9°C), und zwar während des Zeitraumes 1951 bis 2010“. Allerdings zeigt der am meisten verwendete globale Temperatur-Datensatz (HADCRU4) einen Temperaturanstieg von 0,64°C während dieser Periode. Folglich macht das IPCC für 140% der mittleren Erwärmung von 1951 bis 2010 Treibhausgase verantwortlich, was jedwede Beiträge der natürlichen Variabilität sowie natürlicher Antriebe dazu mehr als ausschließt. Gemeint sind Beiträge u. A. durch Sonnenaktivität, solare Amplifikation, ozeanische Oszillationen und globale Aufhellung [global brightening]. Jüngste begutachtete Studien haben Dr. Judith Curry zu der Schlussfolgerung gebracht, dass „mehr als signifikant die Hälfte der beobachteten Erwärmung“ natürliche Gründe hat und nicht durch anthropogene Treibhausgase verursacht ist.


Bild 1: Der Datensatz HADCRU4 der globalen Mitteltemperatur zeigt zwischen 1951 und 2010 eine Erwärmung um 0,64°C mit einer linearen Steigung von 0,0107°C pro Jahr.

Der neue Bericht „macht für die beobachtete Verlangsamung der Erwärmung von 1998 bis 2012 – ein Phänomen, das von Skeptikern als Beweis angeführt wird, dass die Erwärmung nicht vom Menschen verursacht ist – einen vorübergehenden Abkühlungszyklus im Wettersystem und eine geringer als erwartete Sonnenaktivität verantwortlich“. Allerdings zeigen Satellitendaten, dass das, was das IPCC als „beobachtete Verlangsamung der Erwärmung“ nennt, in Wirklichkeit eine Abkühlung war. (Vielleicht sollte das IPCC den Terminus „negative Erwärmung“ übernehmen?).

Bild 2: Satellitendaten zeigen globale Abkühlung von 1998 bis 2012 mit einer Steigung von –0,0044°C pro Jahr.

Wachsende Sicherheiten zur globalen Erwärmung und die Rolle der Menschen
AFP, 21. September 2013

Während der vergangenen 23 Jahre haben die UN-Wissenschaftler immer sicherer werdende Erklärungen zur Klimaänderung veröffentlicht.

Anfangs war lediglich von einer oberflächlichen Warnung die Rede, dass Wärme zurückhaltende Kohlenstoffemissionen aus der Verbrennung fossiler Treibstoffe einen „Treibhauseffekt“ auslösen könne. Heute wird die Überzeugung geäußert, dass dieser Effekt inzwischen einen Einfluss auf das Klima der Erde ausübt.

Hier folgen Auszüge aus den IPCC-Zustandsberichten, der jüngste davon aus dem letzten Bericht.

Erster Zustandsbericht (1990):

„…Emissionen durch menschliche Aktivitäten lassen die atmosphärischen Konzentrationen von Treibhausgasen allmählich zunehmen… Diese Zunahme wird den Treibhauseffekt verstärken, was sich im Mittel in einer zusätzlichen Erwärmung der Erde bemerkbar macht“.

Zweiter Zustandsbericht (1995):

„Die meisten dieser Studien haben eine signifikante Änderung gefunden und zeigen, dass es unwahrscheinlich ist, dass der beobachtete Erwärmungstrend ausschließlich natürlichen Ursprungs ist… Die Vielfalt der Beweise zeigt, dass es einen wahrnehmbaren menschlichen Einfluss auf das globale Klima gibt. … Die mittlere Erwärmungsrate (in Projektionen für das 21. Jahrhundert) würde vermutlich größer sein als jemals während der letzten 10000 Jahre, aber die aktuellen und dekadischen Änderungen würden eine merkliche natürliche Variabilität einschließen“.

Dritter Zustandsbericht (2001):

„Es gibt neue und stärkere Beweise, dass der größte Teil der beobachteten Erwärmung während der letzten 50 Jahre auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist … die projizierte Erwärmungsrate ist viel größer als die beobachteten Änderungen während des 20. Jahrhunderts und sehr wahrscheinlich ohne Beispiel zumindest während der letzten 10000 Jahre, basierend auf paläoklimatischen Daten“.

Weiter heißt es in dem Bericht, dass die Temperatur zwischen 1901 und 2000 um 0,6°C gestiegen ist. Menschliche Aktivitäten waren „wahrscheinlich“ der Grund für die Erwärmung, ein Terminus, der gewöhnlich eine Wahrscheinlichkeit über 66 Prozent ausdrückt.

Vierter Zustandsbericht (2007):

Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig, wie inzwischen klar aus Beobachtungen der globalen Luft- und Wassertemperaturen hervorgeht sowie aus verbreitetem Schmelzen von Schnee und Eis und steigendem globalen Meeresspiegel. Der größte Teil der beobachteten Zunahme der globalen Mitteltemperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist sehr wahrscheinlich auf die beobachtete Zunahme anthropogener Treibhausgase zurückzuführen“.

Dem Bericht zufolge hatte die Erwärmung während der 100 Jahre zuvor 0,74°C betragen, und 11 der 12 vorhergehenden Jahre waren die wärmsten jemals.

Menschliche Aktivitäten waren „sehr wahrscheinlich“ der Grund der Erwärmung, was gemeiniglich eine Wahrscheinlichkeit über 90% bedeutet.

Fünfter Zustandsbericht (von AFP eingesehene Version):

In der Nordhemisphäre war der Zeitraum von 1983 bis 2012 sehr wahrscheinlich der wärmste 30-Jahres-Zeitruam der letzten 800 Jahre und wahrscheinlich die wärmste Periode der letzten 1400 Jahre.

„…Treibhausgase haben im Zeitraum 1951 bis 2010 wahrscheinlich zu einer globalen Erwärmung zwischen 0,5°C und 1,3°C beigetragen“.

„…Es ist sehr sicher [there is high confidence], dass dies zur Erwärmung der Ozeane geführt, Schnee und Eis geschmolzen hat, den globalen Meeresspiegel hat steigen lassen und zur Änderung einiger Klimaextreme in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geführt hat“.

Menschliche Aktivitäten waren „äußerst wahrscheinlich“ der Grund dieser Erwärmung, was eine Wahrscheinlichkeit zwischen 95 und 100 Prozent bedeutet.

In der Version wird die beobachtete Verlangsamung der Erwärmung von 1998 bis 2012 – ein Phänomen, das von Skeptikern als Beweis für die nicht-anthropogene Ursache der Erwärmung angeführt wird – auf einen vorübergehenden Abkühlungszyklus im Wettergeschehen und auf eine geringer als erwartet auftretende Sonnenaktivität zurückzuführen ist.

Die Temperatur ist seit dem Jahr 1901 um 0,89°C gestiegen, heißt es darin.

Vier Projektionen zufolge, die auf der Menge des emittierten Kohlenstoffes basieren, wird die zusätzliche Erwärmung in diesem Jahrhundert abgeschätzt mit einem Bereich zwischen 1,0°C bis 3,7°C und einem Meeresspiegelanstieg von 40 bis 62 cm.

Wie in den vorherigen Berichten auch sind diese Schätzungen Mittelwerte. Jede Projektion zeigt eine große Bandbreite auf beiden Seiten des Graphen.

[Die Kommentare zu diesem Beitrag sind m. E. genauso beachtenswert. Daher füge ich deren Übersetzung hier an:]

Anonymus:

Einen Moment! Im 3. Zustandsbericht (gemeiniglich TAR genannt) heißt es, dass die Temperatur im Zeitraum 1901 bis 2000 um 0,6°C gestiegen ist.

Jetzt im 5. Zustandsbericht heißt es, dass die globale Mitteltemperatur (vermutlich bis 2012) um 0,89°C gestiegen ist.

Folglich hat die globale Mitteltemperatur der letzten 12 Jahre seit 2012 um 0,29°C zugenommen? Ich dachte, es hätte einen Stillstand gegeben?

Eco-Geek

„…ein vorübergehender Abkühlungszyklus im Wettergeschehen und einer geringer als erwartet auftretenden Sonnenaktivität”.

Moment, so wie ich das IPCC verstanden habe, wird die globale Temperatur hauptsächlich durch Treibhausgase und der Gesamt-Solarstrahlung bestimmt? Führt das nicht zu einer ganz neuen Wissenschaft? Ich meine, sie sagen jetzt zum Beispiel, dass geringere (das „als erwartet“ kann man ignorieren) Sonnenaktivität die globalen Temperaturen beeinflusst, oder?

Ich vermute, dass sie damit einräumen, dass alle Berichte zuvor signifikant fehlerhaft waren, weil man die Sonnenaktivität nicht beachtet hatte.

Na schön! Das IPCC veröffentlicht neue Zahlen, die auf neuen Modellen basieren, in denen die Sonnenaktivität enthalten ist.

Was? Das haben sie gar nicht getan? Sie behaupten, dass die Sonnenaktivität die Temperaturen signifikant beeinflusst, ohne sich damit befasst zu haben, in welchem Ausmaß?

In diesem Falle müssen wir alle „Maßnahmen zur Reduktion des globalen Kohlenstoff-Ausstoßes“ aufgeben, bis man etwas über Klimaänderung erfahren hat.

Link: http://hockeyschtick.blogspot.de/2013/09/new-ipcc-report-claims-greenhouse-gases.html

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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22 Kommentare

  1. Hallo Gunnar,

    ich finde es auch unverständlich, dass der eigentliche Bericht der WG1 erst am Montag erscheinen wird. Das ist es doch, was mich interessiert: Wissenschaft pur, ohne jegliches Mitspracherecht politischer Delegationen.

    Ansonsten habe ich einen sehr positiven Eindruck vom AR5: er ist noch konservativer und vorsichtiger geworden. Er lässt sich m.E. z.B. auch prima dafür nutzen, alarmistischen Übertreibungen z.B. bei Meeresspiegelanstieg oder Temperaturen, entgegenzutreten.

    MfG

  2. hi norbert: (ja eh)

    …the observed warming to the reference period
    1986?2005 is 0.61 [0.55 to 0.67] °C for 1850?1900, and 0.11 [0.09 to 0.13] °C for 1980?1999, the AR4
    reference period for projections….“

    wie auch immer, habe mir gerade diese summary ausgedruckt und komme aus dem staunen nicht raus.
    das ganze ist die übelste scheisse, sorry, aber eine bessere bezeichnung fällt mir nicht ein, die je vom ipcc raus gelassen wurde.
    ich weiß gar nicht wo anfangen. zb. die referenzperioden sind ein einziges wirr warr, die ganzen likely und medium confindence etc. formulierungen usw usw.
    warum das ipcc noch immer zuerst die summaries raus bringt und erst deutlich verspätet den eigentlichen report, trotz breiter kritik vieler klimatologen, bleibt ein sonderbares rätsel.
    der wisch ist fürs wc, meine meinung und ich glaube, genau das mache ich jetzt mit meinem ausdruck davon, ich gehe…

  3. @ Gunnar (#14)

    Schon bemerkt? Ich hatte tatsächlich etwas übersehen: Die von mir zitierten Erwärmungen sind bezogen auf die Referenzperiode 1986-2005. Wir müssen also noch 0,8°C jeweils addieren, um die Werte mit den AR4-Aussagen zu vergleichen.

  4. „Lieber Herr Lüdecke,

    nochmals betone ich, um was es mir geht, nämlich die Aussage hier im EIKE-Beitrag:
    „Folglich macht das IPCC für 140% der mittleren Erwärmung von 1951 bis 2010 Treibhausgase verantwortlich, was jedwede Beiträge der natürlichen Variabilität sowie natürlicher Antriebe dazu mehr als ausschließt.“

    In einem großen Kasten im Draft der SPM steht als zusammenfassende Hauptaussage der in #9 und #10 genannten Details:

    „It is extremely likely that human influence on climate caused more than half of the observed increase in global average surface temperature from 1951-2010.“

    Wie unschwer zu erkennen ist, bedeutet dies mögliche natürliche Beiträge im Bereich von 0 bis 50%, das IPCC schließt also natürliche Beiträge überhaupt nicht aus.

    Es steht Ihnen frei, das IPCC oder die Ergebnisse von Modellen kritisch bzw. skeptisch zu betrachten. Zu einem aufrichtigen Dialog gehört aber, den Anderen wahrheitsgetreu wiederzugeben. Sind Sie ebenfalls der Meinung, das IPCC hätte in der SPM natürliche Einflüsse ausgeschlossen, oder teilen Sie meine Darstellung?

    MfG

  5. hi,

    #17:…wir orientieren uns am Geld, denn Geld ist fiktiv also Mathematik.*

    zum Thema Geld seien sie unbesorgt, in näherer Zukunft werden wir keins mehr haben!

    http://tinyurl.com/europoly

    Was jetzt kommt kann die Politik nicht mehr aufhalten das sie die Befugnisse abgegeben hat, wenn Geld erforderlich ist müssen die Gelder innerhalb von sieben Tagen geleistet werden egal in welcher Höhe.
    Dafür hat die Regierung der EZB unter ESM direkten Zugriff auf die Steuereinnahmen(2010) der Bundesbürger gegeben und 2013 sogar direkten Zugriff auf die Deposite der Bürger, Deposite sind natürlich Spareinlagen, Girokonten, Wertpapiere usw….
    Wenn diese nun möglichen Optionen aktiviert werden ist das Geld weg, die Einlagensicherungsfonds sind nämlich leer.

    mfg

  6. Endlich mal Relationen … womit dann also gemäß der Grundsätze für das Anwenden von Normen:
    http://tinyurl.com/ndu2uwm
    :Grundsatz III.
    aufgrund von Normen zu :Klima Wissen haben wollen: ebennicht haben – der Pik Mitarbeiter bestes Wissen und Gewissen zu Gemeinfreiheit Schutz Maß haben heranzuziehen ist,
    … vor dem Bundesrechnungshof, klar.

    Aus diesem Verantworten ist ja dann auch zu schlussfolgern:
    Die Atmosphäre muss also nur genügend CO2 enthalten, dass wir also CO2 der Atmosphäre nicht mehr zufügen müssen, wenigst um es warm zu haben, wozu ja in Frankreich Strom – also fälschlicher Weise auch noch aus Kernenergie – verwendet wird.
    Und weil es dann überall warm ist, brauchen wir glücklicher Weise auch nicht mehr in Urlaub sogar nichtmal mehr fliegen, also technischen Fortschritt zu CO2 Erzeugen überhaupt.

    Aber das ist noch ein ganzes Stückchen Arbeit all dieses CO2 in die Atmosphäre zu leiten, warum sollen uns die Menschen beispielsweise in Afrika nicht dabei helfen mit deren fossilen Kohle und Erdgas, was die noch so alles haben, ja wenigst haben die es schon lange warm, wie hoch ist denn dort der Luft CO2 Konzentration? Vielleicht haben ja die das CO2 am Nordpol weggenommen, weil da ist jetzt gradmal mehr Eis, also kälter.

    … was meinen Sie die Herren Ramstorf und Schellnhuber oder der “Meterologie“ Moderatoren P(B)lög(d)er (sein), kleinert, Schwank(en)? … denn wissen sie nicht was sie uns so erzählen tun?

    Und frieren tun wir ja dann nicht mehr und genügend Nahrung gibt ja CO2 auch. … ups,… und wenn dann jemand ein Stück davon aufisst?
    … wird´s wieder kälter :obwohl es Wärmt, die Verdauung!
    Also die angeblichen 80 W Leistung an Wärme eines Menschen müssen ja auch berücksichtigt sein beim Aufheizen der Atmosphäre. Sind Seitens Deutschland wohnenden immerhin 6,4 GW Wärmeleistung – also delta h über t negativ – also exothermen Vorgang – aus dem Erzeugen von CO2! … also Hoffentlich wissen die das bei den ICE Klimaanlagen, vermutlich ist dort der Regelkreis was da nicht funktioniert, weil die Mechanik ist ja eindeutig, oder? … wenn da mal nicht Radioaktivität – also der Quanten Vorkommens Mechanik – im Spiel ist!

    … wen interessiert denn in Deutschland Physik, wir orientieren uns am Geld, denn Geld ist fiktiv also Mathematik, aber nichtmal das verstehen die Deutsche, – nichtmal deren dämlichste Bundeskanzlerin, die ich nichtmal wählen durfte, und nichtmal eine Quote für Frauen war.

    Soviel Dünnschiss kann man nu(h)r erzählen, wenn man wenigst (k)eine Ahnung hat: … da ist was, nur was?

    … und als da ein Mensch Sprach es ist das Licht,
    wussten viele nicht mal (mehr) was ein Schalter ist!

  7. #11:polemischer Treibhausvertreter Gunnar Innerhofer, wie es aussieht möchtest du die Seite wechseln????

    Das mit der Schwerkraftwirkung auf die Temperaturverteilung hast du allerdings anscheinend noch nicht kappiert,
    weil du krampfhaft versuchst, dich darüber lustig zu machen.
    Ohne Sonneneinstrahlung gäbe es überhaupt keine gasförmige Atmosphäre und ohne Horizontalzirkulation wäre es auch mit dieser Sonne noch ca.50°C kälter über den Polen.

    mfG

  8. @ Gunnar

    Keine Ahnung, vielleicht übersehe ich einfach etwas. Man beachte aber, dass ein Vergleich dadurch erschwert wird, dass die alten SRES-Szenarien durch representative concentration pathways abgelöst worden sind. Da müssen die Spezialisten mal schauen, welches Szenario zu welchem RCP am ehesten passt.

  9. hi Norbert „Axel“ #13

    also diese:
    1.1°C to 2.6°C (RCP4.5), 1.4°C to 3.1°C

    im Vergleich zum vorindustriellen Niveau sind ja ziemlich genau das, was Leute wie Lindzen, Spencer, Akasofu und Co auch „raus bekommen“

    Habe ich da was übersehen? Ok, ich habe mir die neuen IPCC „leaks“ noch nicht angesehen, ich warte mal auf das offizielle Zeugs. Wenn dem aber so ist, wie oben im Auszug, ist es doch ein Zurückrudern?
    Übrigens bin ich ja der Überzeugung, dass die Temperaturen über das 19. Jahrhundert zu kühl waren und schätze das Mittel der letzten 50a als vorteilhafter für die meisten Regionen der Erde ein.
    Die aktuellen Werte der letzten 20a machen aber zB. im Alpenraum eher mehr Probleme als Nutzen. Zwar haben keine „Unwetter“ zugenommen, was durch die ZAMG eindeutig festgestellt wurde, aber alleine der tauende Permafrost verursacht gewaltige Kosten. Das mag global ein Klacks sein, in den Alpen aber geht es hier nicht nur um läßtige Kleinigkeiten. Hunderte Millionen werden investiert, um Sicherheit zu gewähren, wie sie vor 30a noch selbstverständlich war.

    In Summe ist es wahrscheinlich so, dass die heutige Welt am besten funktioniert, wenn das Klima extrem konstand wäre. Zum Glück sage ich mal, war es das aber nie, nicht mal über das Holozän, wenngleich diese Epoche wohl zu den längsten, recht stabilen Epochen aller bekannten Interglaziale gezählt werden kann.

    Im Falle einer Abkühlung würde es wohl auch ein IPCC geben und die gleichen Freaks würden mit Überzeugung vom Schrecken des Klimas berichten.
    Es bleibt eine politische Farce, die Klima Grundlagenforschung wurde durch den IPCC Prozess arg geschädigt.

  10. Hallo Gunnar,

    zu deinem #11: Im SPM-Draft finde ich für RCP4.5 und RCP6.0 (die anderen beiden betrachte ich als konstrastriende Extremfälle):

    „Increase of global mean surface temperatures for 2081–2100 for the CO2 concentration driven RCPs is projected to likely be in the ranges derived from the CMIP5 climate models, i.e., […] 1.1°C to 2.6°C (RCP4.5), 1.4°C to 3.1°C (RCP6.0),[…]“

    „With respect to preindustrial conditions, global temperatures averaged in the period 2081?2100 are projected to likely exceed 1.5°C above preindustrial for RCP4.5, RCP6.0 and RCP8.5 (high confidence) and are likely to exceed 2°C above preindustrial for RCP6.0 and RCP8.5 (high confidence). Temperature change above 2°C under RCP2.6 is unlikely (medium confidence). Warming above 4°C by 2081?2100 is unlikely in all RCPs (high confidence) except for RCP8.5 where it is as likely as not (medium confidence).“

    Wenn man die unrealistischen RCP2.6 und RCP8.5 beiseite lässt, ist das wirklich so völlig unversöhnlich mit deinen Vorstellungen? Skeptische Untertreibungen und alarmistische Übertreibungen werden da ganz klar in die Schranken verwiesen.

    Zu deinem #12:
    Ich habe auch gelesen, dass die Wirkung von Methan heraufgesetzt wurde wegen bestimmter Reaktionen der Stratosphäre (betrifft Ozon und H2O, wenn ich es richtig behalten habe). Keine Ahnung, ob dies die stratosphärischen Temperaturen maßgeblich beeinflusst, ich schlage vor, wir schauen nächste Woche mal im WG1-Bericht im betreffenden Kapitel nach.

  11. Sehr geehrter Herr Lüdecke,

    zu ihren Anmerkungen in #1:

    Das IPCC gibt für die Erwärmung seit 1951 folgende Beiträge als wahrscheinlich an:

    Treibhausgase: +0,6 bis +1,3
    anthr. Aerosole: -0,6 bis +0,1

    Natürlich wird man Kombinationen der beiden Beiträge finden, wo kein Raum mehr ist für natürliche Erwärmungsbeiträge. Fakt ist aber, dass es ebenso Kombinationen gibt, die Raum lassen für natürliche Beiträge.

    Und mein in #5 präsentiertes Zitat aus der SPM zeigt ja, dass das IPCC in der Gesamteinschätzung vorsichtig agiert und eine ganze Menge Raum lässt für natürliche Prozesse.

    Die Aussage hier im Artikel (grüner Text oben) „Folglich macht das IPCC für 140% der mittleren Erwärmung von 1951 bis 2010 Treibhausgase verantwortlich, was jedwede Beiträge der natürlichen Variabilität sowie natürlicher Antriebe dazu mehr als ausschließt.“
    ist somit schlicht falsch, das IPCC schließt solche Beiträge wie gezeigt überhaupt nicht aus.

    Ich finde es auch nicht sinnvoll, mit Verweisen auf Nebenthemen wie Hot Spots etc. von diesem Unstand abzulenken.

    MfG

  12. @ Ebel and all:

    Hier eine interessante und übersichtliche Klimaanalyse des Hadley Centers:

    http://tinyurl.com/q584boa

    Herr Ebel, siehe ua. Fig. 11.

    Wir erkennen in der Stratosphäre seit nun knapp 20a keinen Temperaturtrend.
    Wie auch sie immer wieder korrekt anführen, kommt es in Folge der Anreicherung von natürlichen wie auch anthropogenen Treibhausgasen nicht nur zu einem Anstieg der Tropophause, sondern auch zu einer Abkühlung der Stratosphäre. Dieser Berreich sollte jedoch weit weniger vom „Klimarauschen“ der Oberfläche beeinflusst sein, abgesehen von explosiven Vulkanausbrüchen bzw. Ozonkonzetrationen.

    Wie erklärt man nun diese ca. 20a Stagnation der Stratosphären T?

    MfG

    Gunnar

  13. @ Paul #8:

    „und die natürliche Temperaturverteilung
    durch Schwerkrafteinfluss.“

    Genau, Antarktis -60°C 1050hPa Druck, Tropen +35°C 990hPa Druck. Pauls „natürliche T Verteilung“…es wird immer besser…:-)

    Egal, was das IPCC weitehin untedrückt, ist die Erwärmung von zB. 1910 bis 1940. Diese ist vergleichbar mit jener von 1980 bis 2010 und die sg. Treibhausgase können über diesen Zeitraum nur eine minimale Rolle gespielt haben. Es bleibt dabei, dass IPCC unterdrückt natürliche Variationen, weil nur so kann man auf +3-4°C und mehr bis 2100 kommen.
    Die meiner Meinung nach viel wahrscheinlicheren +1-2°C wären zu wenig Alarm für diese gesamte CO2 Propaganda.

  14. @ admin

    „Und wie berechnet? Im AR4 war es noch das „Bauchgefühl“ von „Experten“.“

    Zunächst gestatten Sie mir die Bemerkung, dass die Anführungsstriche bei „Experten“ unangebracht sind, es handelt sich schließlich um führende Klimaforscher.

    Die Einschätzung beruht auf dem Ergebnis von Modellläufen. „Abschalten“ des CO2-Zuwachses ergibt eine Spannweite für plausible Werte der natürlichen Variabilität, Läufe mit dem gemessenen Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen liefert einen Bereich für die Wirkung derselben.
    Klar, Modelle sind nicht die Realität und es zeigt sich gerade, dass Modelle die natürliche Variabilität vermutlich unterschätzen.
    Das ist den Autoren des AR4 und AR5 natürlich bewusst, man hat sich in der Formulierung daher auf das sehr vorsichtig konservative „most“ (mehr als die Hälfte) zurückgezogen. Da man die Untergrenze hierbei herabgesetzt hat, steigt im Gegenzug die Wahrscheinlichkeit für die Richtigkeit der Aussage. Das ist vermutlich der Prozess, den Sie als „Bauchgefühl“ bezeichnen.

    Ich füge noch die im Draft der SPM des AR5 genannten Bereiche an (s. S.10):

    „The observed warming since 1951 can be attributed to the different natural and anthropogenic drivers 41 and their contributions can now be quantified. Greenhouse gases contributed a global mean surface 42 warming likely to be in the range of 0.5°C to 1.3 °C over the period 1951?2010, with the contributions 43 from other anthropogenic forcings, including the cooling effect of aerosols, likely to be in the range of 44 ?0.6°C to 0.1 °C. The contributions from natural forcings are likely to be in the range of ?0.1°C to 0.1 45 °C, and from internal variability likely to be in the range of ?0.1°C to 0.1°C. Together these assessed 46 contributions are consistent with the observed warming of approximately 0.6°C over this period.“

    Nebenbei erkennt man, dass das IPCC nur Temperaturspannen angeben kann. Ich halte es für höchst problematisch, diese Bereiche wegzulassen und wie in der Überschrift geschehen durch eine feste Zahl zu ersetzen.

  15. #3: Alfred Schlohr:
    „Dabei fußen alle Annahmen auf der (höchst problematischen) Berechnung der globalen Mitteltemperatur von -18 °C ohne bzw. von +15 °C mit „Treibhausgasen“.

    Völlig richtig,
    das kann man schon lange nicht mehr „Wissenschaft“ nennen.

    Anders ausgedrückt:
    Man beschränkt sich bei der Erklärung des Unterschiedes einer nicht existierenden (falsch berechneten) Modellerde ohne Atmosphäre
    auf einen einzigen Faktor:
    das CO2,
    meist als „die Treibhausgase“ bezeichnet.

    Alles andere wird ignoriert:
    insbesondere die nicht strahlende Atmosphäre selbst
    mit Wärmeleitung und Wärmespeicherung
    und die natürliche Temperaturverteilung
    durch Schwerkrafteinfluss.

    mfG

  16. als Alternative zur „negative Erwärmung“ könnte auch der Betrag einer „komplexen Erwärmung“ in Frage kommen, die sich aus real- und imaginärem Anteil zusammensetzt.

  17. Doch, es bleibt Raum für Beiträge natürlicher Variabilität und der Sonne. Übersehen wird, dass sich der anthropogene Einfluss nicht nur auf Treibhausgase beschränkt, sondern auf kühlende Aerosole. Diese maskieren pi mal Daumen die Hälfte der anthropogenen Treibhausgasemissionen, also bleiben grob geschätzt 30% der gemessenen Erwärmung für natürliche Einflüsse übrig.

    MfG

  18. #3: Alfred Schlohr sagt: „Dabei fußen alle Annahmen auf der (höchst problematischen) Berechnung der globalen Mitteltemperatur von -18 °C ohne bzw. von +15 °C mit „Treibhausgasen“.“
    ====================================

    Diese Berechnung ist einfach falsch u.a. weil sie auf der etwas versteckten Annahme bzw. deren Äquivalent basiert, dass die Temperatur der dunklen Seite der Erde ohne „Treibhausgase“ 0°K bzw -273°C ist.

    Das steht dort so explizit natürlich nicht, da wird die Sonneneinstrahlung so „gemittelt“, dass es der Temperatur 0°K auf der dunklen Seite äquivalent ist.

  19. Gerade habe ich bei WUWT den geleakten Draft der Summary for Policymaker (SPM) des AR5-WG1 gefunden. Hier findet sich eine Aussage für den kombinierten Einfluss wärmender anthropogener Treibhausgase und kühlender anthr. Aerosole:

    „It is extremely likely that human influence on climate caused more than half of the observed increase in 23 global average surface temperature from 1951?2010.“

    Im Prinzip genau dasselbe wie im AR4, aber der Grad der Gewissheit wurde auf „extremely likely“ erhöht.

    MfG

  20. Wie ich früher schon mal sagte: Die Klimalügner und Profiteure von Energie- und Klimalüge werden sich die Butter so schnell nicht vom Brot nehmen lassen, und die Politiker erst recht nicht, gestärkt durch die grün-rot-linke Presse. Dabei fußen alle Annahmen auf der (höchst problematischen) Berechnung der globalen Mitteltemperatur von -18 °C ohne bzw. von +15 °C mit „Treibhausgasen“. Nun kann man die Arbeiten von Gerlich nach Belieben kritisieren (ohne ihn zu widerlegen), aber es bleibt als Fazit, auch unter Berücksichtigung der widerlegten positiven Rückkopplung durch Wasser, sowie unter Berücksichtigung des Modells des „Treibhauseffkts“, dass diese Annahmen alle höchst zweifelhaft sind. Aber der deutsche Michel wird natürlich auch die neuen Lügen schlucken und bereitwillig für die Rettung der Welt zahlen. Da wird mir doch gerade wieder schlecht !

  21. Notrickszone gibt eine Hintergrundinfo dazu, dass die deutsche Delegation Einfluss auf das „Summary for Policymakers“ des AR5 zu nehmen versucht, indem die derzeitige Stagnation der Temperatur verschwiegen werden soll:

    http://tinyurl.com/kenzvxe

    German Green Party politician Hermann Ott, on the other hand, is satisfied with Germany’s conduct in the negotiations. Since Helmut Kohl’s government, Ott says, there has generally been consensus on the significance of climate protection, making it possible for “a great deal of continuity and a high level of expertise” to develop within Germany’s Federal Ministry for the Environment.

    Despite resistance from many researchers, the German ministries insist that it is important not to detract from the effectiveness of climate change warnings by discussing the past 15 years’ lack of global warming. Doing so, they say, would result in a loss of the support necessary for pursuing rigorous climate policies. “Climate policy needs the element of fear,” Ott openly admits. “Otherwise, no politician would take on this topic.”

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