Fracking lässt die Rohölerzeugung der USA auf das höchste Niveau seit 1989 steigen

Asjylyn Loder
Die Ölproduktion in den USA ist vorige Woche auf ihr höchstes Niveau seit Mai 1989 gestiegen, was den Verbrauch importierter Treibstoffe verringert und die USA der Energie-Unabhängigkeit ein Stück näher gebracht hat.
Bohrtechniken einschließlich Fracking haben die Erzeugung von Rohöl während der sieben Tage bis zum 6. September um 124000 Barrel oder 1,6 Prozent auf 7,745 Millionen Barrel pro Tag steigen lassen, sagte die Energy Information Agency EIA vor Kurzem.

In diesem Video spricht Fatih Birol, Chefökonom bei der EIA über Preise und Nachfrage nach Rohöl. Er spricht am Rande des Weltenergie-Forums in Dailan, China, mit Susan Li in  der Bloomberg-Sendung „Asia Edge“ (Quelle: Bloomberg)

Steigende Rohöl-Vorräte aus Lagerstätten wie dem Bakken-Feld und Eagle Ford in Texas haben geholfen, die USA zum weltgrößten Exporteur raffinierten Treibstoffes werden zu lassen, einschließlich Benzin und Diesel. Texas hat im Juni der EIA zufolge 2,575 Millionen Barrel pro Tag gefördert. Das reicht, um den Staat vor sieben Mitglieder der OPEC-Länder zu positionieren.

„Es ist erstaunlich”, sagt Andy Lipow, Präsident von Lipow Oil Associates LLC, einer in Houston ansässigen Beratungsfirma, die im vorigen Monat vorhergesagt hatte, dass die USA bis zum Jahresende 7,75 Barrel pro Tag fördern würden. „Der [US-Bundesstaat] Texas erzeugt jetzt mehr Öl als Iran.”

Iran erzeugte im Juni 2,56 Millionen Barrel, jedenfalls einer Bloomberg-Übersicht der Ölunternehmen, Erzeuger und Analysten zufolge. Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Venezuela haben in diesem Monat mehr erzeugt als Texas.

West Texas Intermediate, der Bezugspunkt der USA, stieg um 17 Cent oder 0,2 Prozent auf einen Preis von 107,56 Dollar pro Barrel an der New York Mercantile Exchange. Brent stieg um 25 Cent oder 0,2 Prozent auf 111,50 Dollar am ICE Futures Europe in London.

Steigende Vorräte

Den EIA-Daten zufolge konnten die USA in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 2013 selbst 87 Prozent ihres Eigenbedarfs decken, was nahe der höchsten Jahresrate seit 1986 liegt. Die heimische Rohölerzeugung wird 2013 im Mittel 7,5 Millionen Barrel pro Tag betragen, 2014 8,4 Millionen Barrel pro Tag. Dies sagte die EIA kürzlich in ihren Short-Term Energy Vorhersagen.

Steigende heimische Vorräte haben den Verbrauch ausländischen Treibstoffs deutlich reduziert. Die Gesamtimporte von Rohöl und Petroleum werden bis 2014 auf 5,4 Millionen Barrel pro Tag fallen. Das ist ein Rückgang von 12,5 Millionen im Jahre 2005, teilte die EIA, eine Organisation des Energieministeriums, in dem Bericht mit.

Die Verfügbarkeit von Rohöl verschaffte den USA einen zunehmend wichtigen Raffinerie-Schub. Die US-Exporte von destilliertem, zum größten Teil aus Diesel bestehendem fuel oil stieg im Juni auf einen Allzeit-Höchstwert von 1,285 Millionen Barrel an einem Tag im Juni.

Die Anzahl der gecharterten Tanker an der US-Golfküste erreichte vorige Woche den Rekordwert von 42, wie dem wöchentlichen Schiffsverkehrs-Bericht der Charles R. Weber Co zu entnehmen ist. Etwa 15 dieser Schiffe hatten das Ziel Europa, den Daten zufolge ebenfalls ein Rekord.

Link: http://www.bloomberg.com/news/2013-09-11/fracking-pushes-u-s-crude-output-to-highest-level-since-1989.html

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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4 Kommentare

  1. Kommentar: Betrifft den Leitartikel

    Lieber Herr Administrator,
    man sollte den Leitartikel bezüglich der Öl – Fördermengen überprüfen.

    Gefühlsmässig sind einige Kommas an der falschen Stelle.

    z.B. Fördermenge USA: 7,75 Barrel/Tag.

    Texas hat im Juni 2575 Millionen Barrel gefördert.
    Die heimische (USA) Ölförderung in 2013 soll 7,5 Millionen Barrel je Tag betragen?

    ~87% des Ölbedarfs der USA. Dann werden aber 5,4Mio.Barrel je Tag importiert.

    Im Vergleich dazu erzeugt der Iran 2,56 Millionen Barrel in einem Monat. Das ist ein knapper Tanker voll.

    Export USA, 1285 Millionen Barrel an einem Tag. Da sind es dann schon 380 Supertanker an diesem Tag.
    Plausibilitätskriterum: Welttankertonnage

    Gruss
    Paul Gogo

  2. Zitat aus dem Text:

    „Steigende Rohöl-Vorräte aus Lagerstätten wie dem Bakken-Feld und Eagle Ford in Texas haben geholfen, die USA zum weltgrößten Exporteur raffinierten Treibstoffes werden zu lassen, einschließlich Benzin und Diesel.“

    Das Bakken-Oilfield liegt jedoch nicht auf texanischem Territorium, sondern befindet sich u.a. in North Dakota.

    Die Reserven erscheinen gewaltig, jedoch sollte man sich bei allem Enthusiasmus auch die Frage stellen, wieweit die Abschätzungsparameter, vor allem Porosität und Mächtigkeit gut genug aufgeschlossen sind. Hinzu kommen auch eventuell Tendenzen zur Überschätzung der Lagerstätteninhalte. Stichwort „Spekulation“.

    Von hunderten Millionen m3 nach heutigem Stand der Technik gewinnbaren Rohölvorräten ist allein für North Dakota die Rede.

    Es handelt sich nicht um eine Schiefergaslagerstätte i.e.S. Der ölführende Dolomit (Mächtigkeiten um 40m werden genannt) liegt zwischen Schiefern im Hangenden und Liegenden eingebettet. Dieser Dolomit hat eine sehr geringe Permeabilität und muß daher zur Gewinnung gefrackt werden.

    Von Belastungen durch H2S im Zusammenhang mit der Gewinnung ist im Netz die Rede. Nun enthält prinzipiell jede Kohlenwasserstofflagerstätte in Carbonaten H2S (auch in Deutschland), aber die Frage, bei welchen Vorgängen H2S angeblich entwichen sein soll, muß untersucht werden.

    Hat das Fracking selbst dieses giftige Gas zutage treten lassen oder oder sollte bei den obertägigen Anlagen und Prozessen(Ölleitungen, Tanks, etc.) etwas mehr Sorgfalt in den dortigen Bundesstaaten herrschen?

    Letzteres erscheint plausibler.

    In Deutschland kann die Frage nach der Sicherheit für die laufende Erdgasförderung aus dem schwefelwasserstoffhaltigen Staßfurt-Carbonat eindeutig mit „ja“ beantwortet werden.

    Die Antigasbohrer in Deutschland sehen das sicher anders, aber die brauchen auch schon längst keine stichhaltig-kritischen Sachargumente mehr, denn sie fürchten sich vor der Erdgasgewinnung und streben ein anderes „Energie-Evangelium“ an.

  3. #1: Carl Schurz sagt:
    „Die preussisch freiheitsfeindliche Bismarksche Indoktrination auf Reichsversicherungsniveau seit über 100 Jahren ist bei zu vielen Deutschen bereits genetisch fixiert.“

    Hallo Herr Schurz,

    Sie können leicht einen auf lustig machen: sitzen in Los Angeles und lachen sich den A… weg über die blöden Deutschen. Ich sitz hier in München mittendrin und kann leider gar nicht lachen.
    Gemein, das!

  4. Hier in LA zahlt man rund 78 Euro-Cent pro Liter regular/Benzin. Das ist noch noch recht viel, aber schon günstiger als vor wenige Jahren. Die guys kaufen wieder größere Autos. Okay, dafür sind Lavendel im Blumentopf einiges teurer (20$ zu 4€). Die preussisch freiheitsfeindliche Bismarksche Indoktrination auf Reichsversicherungsniveau seit über 100 Jahren ist bei zu vielen Deutschen bereits genetisch fixiert. Später werden Autofahrer-Gene bei den „deutschen“ guys blocked. LOL. Wie passend das password gegen spam-attacks: „radtour“ Your future is green. Have fun 😉

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