CO2 und die Ideologie der Klimaänderung: Die Kräfte hinter dem „kohlenstoffzentrierten Umweltaktivismus“

James F. Tracy
Am 25. Juni 2013 hat Präsident Obama seine langfristige Agenda zur Reduktion der „Treibhausgas-Emissionen durch Industrie und Verbraucher erläutert. Am 11. Juli warnte das US-Energieministerium, dass mit der „Klimaänderung“ in Zusammenhang stehende Ereignisse die traditionellen Quellen der Energieerzeugung bedrohen und zu mehr Unterbrechungen der Versorgung führen werden. Dabei basiert die Maßgabe, dass ungewöhnliche oder extreme Wetterereignisse hauptsächlich infolge exzessiven CO2-Ausstoßes und des daraus folgenden „Treibhauseffektes“ auftreten, viel stärker auf langzeitlichen politischen und ökonomischen Moden als auf echter Wissenschaft [sound science].

Als Folge der dringenden Appelle aufgrund der vermeintlich gründlichen und unverzerrten Forschungen von Wissenschaftlern am IPCC, das danach trachtet, die Klimaänderung den menschlichen und industriellen Aktivitäten in die Schuhe zu schieben, ist eine Flut von Programmen per Gesetz eingeführt worden, und zwar sowohl in Europa als auch in den USA.

Diese Programme werden den Lebensstandard von jedem Einzelnen in der entwickelten Welt drastisch ändern. Tatsächlich gab es eine markante Verschiebung innerhalb der CO2-Öffentlichkeit von „globaler Erwärmung“ hin zu „Klimaänderung“, weil die Temperaturen einfach nicht mit dem Anstieg des CO2-Gehaltes der Atmosphäre korrelieren wollen.

Die wirkliche Agenda hinter dieser internationalen Agenda und die Beförderung seiner fast religiösen „Ideologie der Klimaänderung“ bildet die argumentative Grundlage für massive Regelungen und Besteuerungssysteme, um das menschliche Verhalten und den Lebensstil zu verändern, zusätzlich zu einer vollkommen neuen Ära technologischen Aufwands und finanzieller Spekulation mittels Sicherheiten und Derivativen, die mit Kohlenstoff zusammenhängen.

Getarnt als angeblich nicht kommerzielles Unterfangen ist die Verkündigung des Glaubens an die Klimaänderung auch zu einem lukrativen Abenteuer geworden, mit immensen finanziellen Ressourcen für dessen fortgesetzte Missionierung. Tatsächlich bilden die klimabezogenen, von Steuern befreiten 501C3-Organisationen eine Multimilliarden schwere Public Relation-Maschine, um ein zentrales Anliegen zu verankern: dass nämlich die Menschen für jede Wetterkatastrophe verantwortlich sind. Das wird graphisch in jeder elektronischen Nachrichten-Plattform präsentiert. Ein so verlogener Umweltaktivismus schließt intensive Bemühungen ein, die öffentliche, auf einer zweifelhaften Wissenschaft beruhende Politik zu transformieren, während wirkliche Umweltbedrohungen ignoriert werden.

Während diese 501C3-.Organisationen die Öffentlichkeit um Spenden bitten, auch kleine, reicht die Bandbreite der jährlichen Finanzquellen und Zuwendungen von Individuen mit sehr tiefen Taschen bis hin zu Institutionen mit Blickwinkel auf den Kauf von Regierungsfunktionären. Der Öffentlichkeit wird weisgemacht, dass fast jedes ungewöhnliche Wetterereignis die Folge von Treibhausgas-Emissionen ist.

Die folgende Liste nennt nicht kommerzielle Organisationen, die sich der Propagierung der Klimaänderung und Nachhaltigkeit verschrieben haben – die bei Weitem nicht vollständig ist – und die von den 990 Steuerformularen für das Jahr 2010 ausgenommen worden waren. In jenem Jahr erzielten diese 501C3s über 1,7 Milliarden Dollar Einkommen (1.472.350.656 Dollar), wobei die Organisation Nature Conservancy unter Führung des ehemaligen Managers von Goldman Sachs Mark Tercek allein über die Hälfte dieser Summe erhielt. Die Daten in der vierten Spalte zeigen das Ausmaß des öffentlichen Bekanntheitsgrades dieser Organisationen. Einigen wurde größere journalistische Aufmerksamkeit zuteil, während andere weitgehend anonym arbeiteten.

[Aus technischen Gründen musste die Tabelle hier geteilt werden. Im Original ist es nur eine Tabelle. A. d. Übers.]

Zum Beispiel wurde das von Al Gore finanzierte Climate Project zunächst für „Bildungszwecke“ ins Leben gerufen, wobei im Prinzip gemeint war, die Botschaft des Films Eine Unbequeme Wahrheit in die Klassenzimmer der USA zu tragen. Eine andere Organisation, Association for the Advancement of Sustainability in Higher Education [etwa: Assoziation für das Vorankommen von Nachhaltigkeit bei höherer Bildung], arbeitet ähnlich wenig prominent bei der Verbreitung der grünen Agenda innerhalb von Colleges und Universitäten. Alles in Allem werden diese Ressourcen genutzt, um die vermeintlichen Gefahren von Treibhausgas-Emissionen unmittelbar für die Zivilisation und das Leben selbst zu betonen. Das Ausmaß solcher Ressourcen ist vergleichbar mit dem, was transnationale Unternehmen jedes Jahr für Werbung ausgeben.

Im Licht dieser stattfindenden Katastrophen und der mächtigen finanziellen Interessen hinter der auf Kohlenstoff konzentrierten Umweltbewegung können Obamas Auslassungen zur anthropogenen Klimaänderung und die gut finanzierten Maßnahmen der Umweltaktivisten als das gesehen werden, was sie wirklich sind – nämlich sichtbare Komponenten eines komplexen sozialen Engineering-Programms, das schon weit vorangeschritten ist bei der Überzeugung der Öffentlichkeit, dass die Umkehr zu einer vor-feudalen Existenz nicht nur wünschenswert, sondern für ein höheres Gut absolut notwendig ist.

Link: http://www.globalresearch.ca/co2-and-the-ideology-of-climate-change-the-forces-behind-carbon-centric-environmentalism/5342471

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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9 Kommentare

  1. #8: Greg House

    Sie gehen nicht auf das Thema ein.

    Es noch einmal zu erklären ist mir eigentlich zu mühselig. Streichen Sie den Satz mit Judentum und Kommunismus und setzen statt dessen zB. Nazidiktatur ein – war ja auch so´ne schlechte Idee mit klarem Ausgang.

  2. #7: B.Neelen sagt: „Daher der Vergleich mit anderen Dogmen. Es geht mir um den dahinter liegenden Mechanismus das wir mit einer offensichtlichen riesigen Fehlannahme leben WOLLEN!“
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    Leider waren beide Vergleiche falsch.

    „ANGST vor Judentum“ als Bewegungsgrund ist so gut wie nicht existent und „Angst vor Kommunismus“ ist berechtigt und keine Dogma oder Fehlannahme.

  3. @ #3: Greg House

    Hallo Herr House

    Sie sagen: „…Falls sie auf Judenverfolgung anspielen, sollen Sie zwischen der Angst und dem Hass mit religiösem Hintergrund unterscheiden“.

    Das Judentum oder der Kommunismus waren für mich nur Beispiele für
    Massen-Positionen. Die Ansichten – Meinungen ob religiös oder politisch die wir Menschen annehmen sind stark von der Gesellschaft bestimmt in der wir uns befinden. Man könnte auch sagen;
    Tauschen Sie den Geburtort – tauschen sie alle Ansichten.

    Mir geht es um den abstrakten Mechanismus der dahinter steckt.

    Die Klimahysterie basiert offensichtlich auf fehlerhafte Annahmen, und kann sich trotzdem mit einer fast religiös wirkenden Überzeugungskraft halten. Über diesen Klimaspuk darf man kaum im Freundeskreis diskutieren.

    Ich glaube nicht das es einen großen Plan mit einer riesigen Verschwörung gibt das diesen Blödsinn am Leben hält. Das wäre auf Dauer viel zu kompliziert. Es ist ja viel einfacher.
    Im Übertragenden Sinn kann man sagen: Das Thema selbst hält sich am leben. Alle die vielen Klimainstitute, mit ihren Jahresverträgen – leben ja von diesem Blödsinn – werden es nicht in Frage stellen! All die vielen Politiker die dafür Gelder bereit stellen oder Steuergelder erheben – werden es erst recht nicht in Frage stellen. Das gleiche gilt für den Wähler der sich nicht eingestehen mag blödsinnig gewählt zu haben, stellt widerum die absurden Ergebnisse der Klimainstitute somit auch nicht in Frage. Und all die Firmen die den Blödsinn mit der „CO² -Neutralität“ auf Ihre Werbung schreiben – wollen doch nicht zurückrudern müssen.

    ES HAT JETZT SO ZU SEIN.

    Daher der Vergleich mit anderen Dogmen.

    Es geht mir um den dahinter liegenden Mechanismus das wir mit einer offensichtlichen riesigen Fehlannahme leben WOLLEN!

  4. @#4: Rainer Manz
    Im Sozialismus gab es eine solide naturwissenschaftliche Schul- und Volksbildung. Wenn auch die Gesellschaft starke Defizite hatte – physikalische Gesetze wurden nicht mit Füßen getreten. In die giftgrüne Ökoreligionsfalle wäre z.B. der DDR-Bürger nicht getappt. Dazu war er zu materialistisch und zu gebildet.
    Insofern geht die Suche nach den Wurzeln der heutigen Übel in die falsche Richtung.
    Bleiben wir bei der Markwirtschaft oder der Demokratie oder dem Kapitalismus: Es geht wie immer ums große Geld! Und dazu braucht man das kleine Geld der großen Masse.

  5. @Rainer Manz #4
    Demokratie ist immer ein Drahtseil Akt. Demokratie ist immer ein Kampf um Argumente, Gut und Schlecht, links oder rechts usw.usw.
    Das Leben ist keine Einbahnstraße und eine heile Welt gibt es so oder so nicht. Das Leben ist ein ständiger Kampf um den richtigen Weg. Egal ob es jetzt die Demokratie als „Wort“ gibt oder nicht. Den „argumentativen“ Kampf werden Sie in einen gesellschaftlichen Leben IMMER haben.

  6. Im Grunde bestätigt dieser US-amerikanische Artikel, wieder bestens von Herrn Frey übersetzt, die gut geschmierte Maschinerie eines globalen, vorrangig jedoch in USA-geprägten westlichen Staaten etablierten Social Engineerung. Die UdSSR und andere sozialistische Katastrophen mögen vergangen sein. Die Ideen dahinter sind es nicht und kommen im „grünen“ Gewande erneut daher. Das zeigt den Grad der erreichten Sozialdemokratisierung ganzer Staaten, als Vorstufen der sozialistischen Heimsuchung. Das zeigt aber auch, dass kollektivistische Formen wie es Demokratien nun mal sind, gefährliche Entwicklungen zu totalitären Gesellschaften nehmen können. Oder will jemand diese Tendenz noch bestreiten?

  7. #1: B. Neelen sagt: „Das kann zB. die Angst vor dem Judentum oder dem Kommunismus sein die alle Vorsicht oder Erfahrung vergessen lässt und uns mal wieder gradewegs ins Chaos führt.“
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    Der Unterschied ist, Herr Neelen, dass die Angst vor dem Judentum krank ist, dagegen ist die Angst vor dem Kommunismus gesund. Wir wissen, was alles Kommunisten so begangen haben in den Ländern, wo sie an der Macht waren. Falls sie auf Judenverfolgung anspielen, sollen Sie zwischen der Angst und dem Hass mit religiösem Hintergrund unterscheiden.

  8. „das schon weit vorangeschritten ist bei der Überzeugung der Öffentlichkeit, dass die Umkehr zu einer vor-feudalen Existenz nicht nur wünschenswert, sondern für ein höheres Gut absolut notwendig ist.“ Was soll das heißen: „vor-feudale Existenz“? Das Zeitalter des Feudalismus ist doch längst vorbei, der Feudalismus ist doch für uns nicht mehr relevant. Sinnvoll und wahrscheinlich auch gemeint wäre „vor-industrielle Existenz“. Die vor-feudale Existenz war zwar auch vor-industriell, aber die grünen Weltretter beabsichtigen nicht die Abschaffung des nicht mehr existierenden Feudalismus, sondern der noch existierenden und für das Leben und Überleben der 7 Mrd. Menschen auf der Erde die Voraussetzung bildenden Industrie. Wenn die grünen Weltretter es schaffen, die Industrie zu vernichten, dann erreichen sie auch ihr eigentliches, ungenanntes Ziel: die Vernichtung der Menschheit.

  9. Wenn dieser Klimaalarmismus nur auf wissenschaftliche Annahmen fußen würde, bräuchte man sich eigentlich keine Sorgen machen. Irgendwann käme die Wahrheit sowieso für Jedermann offensichtlich von selbst ans Licht und der ganze Spuk wäre vorbei. Aber dieser “Glaube” sitzt so fest in den Köpfen der Leute, dass selbst die offensichtlichste Wahrheit scheinbar keine Chance mehr hat.

    Mich erinnert das jetzige Szenario an mittelalterliche Verhältnisse. Auch damals war der religiöse Glaube so unbändig fest in der Gesellschaft verankert das selbst kleine Ortschaften sich die größten Kirchengebäude geleistet haben. Und, obwohl man doch nicht töten sollte – wurden Andersdenkende Verbrannt – Ablassbriefe bezahlt und Kriege geführt. ( Wer denkt da nicht an die CO² Ablasszerifikate)

    Mir ist klar das dieser Glaubens-Vergleich sehr drastisch anmutet. Aber es geht mir dabei um den abstrakten Vergleich der Mechanismen. Es scheint so zu sein, dass eine bestimmte Meinung die von einer großen Menge Menschen geglaubt wird fast immer absolutistische Formen annimmt – vor allem sobald diese von dritter Seite aus nutzbar ist. Das kann zB. die Angst vor dem Judentum oder dem Kommunismus sein die alle Vorsicht oder Erfahrung vergessen lässt und uns mal wieder gradewegs ins Chaos führt.

    Diesen abstrakten Mechanismus aufzuklären halte ich, neben der reine und wichtigen “Klimaaufklärung” für den und vielleicht bedeutendsten Teil der EIKE-Arbeit. So könnte ich mir denken das hier auch Soziologen, Philosophen oder Wissenschaftstheoretiker ein geistiges Zuhause finden könnten, um den nächsten Schritt der “Aufklärung” herauszuarbeiten.

    Ich meine es wäre langsam an der Zeit, dass wir Menschen schon im Vorfeld begreifen wie solche Meinungsfallen aussehen.

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