Bemerkungen zum Unsinn der Energiepolitik am Beispiel von British Columbia, Kanada

Hier folgen zwei Beiträge von Willis Eschenbach zum Unsinn der Energiepolitik. In British Columbia hat man eine Kohlenstoffsteuer eingeführt. Im ersten Beitrag macht sich Eschenbach Gedanken darüber, wie es heute aussähe, wenn man schon im Jahr 1850 die heutigen Maßnahmen eingeführt hätte. Im zweiten Beitrag zeigt er wieder einmal die Unsinnigkeit, ja Gefährlichkeit der Maßnahmen in dieser Hinsicht.
Chris Frey, Übersetzer


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British Columbia, British Utopia

Willis Eschenbach

Ein Kommentator hat mich auf einen anderen Blog der kanadischen Provinz British Columbia (BC) hingewiesen. Dort hatte man im Jahr 2008 eine auf Kohlenstoff basierende Energiesteuer eingeführt. Bevor ich auf die Kosten oder die aktuellen Ergebnisse dieses Vorgangs eingehe, möchte ich einen Blick auf die möglichen Vorteile werfen. Ich meine: wenn es keine Vorteile bringt, liegen die Kosten irgendwie neben den Gleisen. Die kohlenstoffbasierte Energiesteuer in BC wurde mit der Begründung propagiert, dass sie helfen würde, die vermeintliche durch CO2 verursachte globale Erwärmung zu bekämpfen. Um wie viel also werden die Aktionen unserer nördlichen Nachbarn die Welttemperatur beeinflussen?

Nun, das ist schwer zu beantworten, aber wir könnten mit einem Gedankenexperiment eine obere Grenze der möglichen Abkühlung festlegen. Dem gegenwärtigen Klima-Paradigma zufolge bestimmt CO2 die globale Temperatur, und die Temperaturänderung für jede Verdoppelung des CO2-Gehaltes betrage etwa 3°C. Das heißt, wenn wir die Emissionen kennen, können wir die resultierende Temperaturänderung berechnen.

Das Gedankenexperiment geht so: Man nehme an, dass British Columbia im Jahr 1850 als separater Staat gebildet worden wäre mit dem hohen ethischen Ziel, sich von den teuflischen kohlenstoffbasierten Treibstoffen freizumachen. Und anstatt diesen Staat „British Columbia“ zu nennen, haben sich die frühen Kolonisten entschlossen, ihn „British Utopia“ zu nennen, weil sie dabei waren, gegen das böse Kohlendioxid das ultimative Opfer zu bringen. Sie würden niemals wieder fossile Treibstoffe verwenden, ihr Land wäre ein wirkliches Utopia. Also haben sie eine Mauer um British Utopia errichtet und mit niemandem Handel getrieben, um den lästigen Kohlenstoff aus dem Handel herauszuhalten. Um CO2-Emissionen zu vermeiden, haben sie keinerlei Öl verwendet, weder ihr eigenes noch solches von anderswo her. Sie haben kein Zement hergestellt oder importiert, weil dabei zu viel CO2 in der Manufaktur freigesetzt worden wäre. Die Utopisten haben keine Kohle zur Heizung oder für Transporte oder die Herstellung von Stahl benutzt, sondern ausschließlich wunderbares erneuerbares Holz. Da der Kohlenstoff im Holz zuvor aus der Luft geholt worden war, würde das Verbrennen kein zusätzliches CO2 in die Atmosphäre blasen, sondern es würde lediglich genau die Menge ersetzt werden, die zuvor im Holz eingelagert worden ist. Und man nehme weiter an, dass sie das alles bis heute durchgehalten hätten.

Für mich klingt das so, als hätten sie nur kurze Zeit gelebt unter brutalen Bedingungen. Sie hätten infolge der vielen Holzfeuer eine dunstige braune Atmosphäre geatmet. Und wenn man sein Land aufgrund von Holz verwaltet, könnte es am Ende so aussehen wie in Haiti … [auf Deutsch bei EIKE hier]. Aber lassen wir das für den Moment und stellen die wichtige Frage:

Falls die Bewohner von British Utopia der Menschheit dieses noble Opfer im Jahre 1850 dargebracht und den fossilen Treibstoffen abgeschworen hätten … um wie viel wäre es heute in der Welt kühler?

Bild rechts: um wie viel es auf der Welt kühler wäre, falls die britischen Utopisten den teuflischen Kohlenstoff-Gewohnheiten im Jahr 1850 abgeschworen hätten.

Mit den Hypothesen des IPCC unter dem gegenwärtigen Paradigma können wir glücklicherweise berechnen, um wie viel es heute kühler wäre, wenn es die Bewohner von British Utopia aufgegeben hätten, CO2 zu emittieren. Das CDIAC [Carbon Dioxide Information Analysis Center] hat Daten sowohl für Kanada als auch für die Welt, die die CO2-Emissionen seit 1750 zeigen. Und da für ein gegebenes Land die CO2-Emissionen eine Funktion der Bevölkerungszahl ist und wir die historische Population in BC als Bruchteil des Ganzen kennen, können wir die Gesamtemissionen von BC herausfiltern und folglich auch die Größe der utopianischen Abkühlung. Hier also wird der wahre kanadische Hockeyschläger gezeigt, der uns sagt, um wie viel kühler es Jahr für Jahr in der Welt wäre mit dem Selbstopfer der British Utopianer:

Die blaue Kurve in der Abbildung zeigt, um wie viel sich der Planet während der letzten eineinhalb Jahrhunderte abgekühlt hätte durch die virtuosen Aktionen der British-Utopianer. Wenn sie einfach „nein“ zu fossilen Treibstoffen gesagt hätten, zeigt die blaue Linie, um wie viel es heute kühler wäre. Das wären etwa fünf Tausendstel von einem Grad … Mann, diese Utopianer wissen wirklich, wie man die größte Ausbeute für sein Geld bekommt, oder? Man gebe sämtlichen modernen Komfort für eineinhalb Jahrhunderte auf, man lebe Jahrzehnt für Jahrzehnt in einem Dunklen Zeitalter, während überall sonst Party herrscht – und was haben sie als Folge von 150 Jahren Selbstentbehrungen vorzuweisen?

Fünf Tausendstel Grad Abkühlung!

Aber Moment, es wird noch schlimmer … man denke an die Enkelkinder!

An der rechten Seite der Graphik habe ich weitere fünfzig Jahre projizierter Emissionen gezeigt. Ein junges Paar, das heute eine Familie gründet – in fünfzig Jahren werden deren Enkelkinder in den Dreißigern sein. Was also könnte man mit der kohlenstoffbasierten Energiesteuer in BC für diese Enkelkinder erreichen?

Ich habe zwei mögliche Zukunftsszenarien gezeigt. Eines ist das „Business as Usual“-Szenario in rot. Dabei setzt sich der Trend nach 1970 fort, der sich auf etwa 1,5% jährlicher Zunahme der Emissionen in BC beläuft. Das kann man pessimistischerweise erwarten, wenn es keine Energiesteuer irgendeiner Art gäbe. Das ist der Worst-Case.

Und in grün habe ich das absolute Best-Case-Ergebnis einer solchen Energiesteuer gezeigt. Das ist das totale Phantasie-Ergebnis, bei dem die BC-Emissionen auf ihrem Niveau aus dem Jahr 2008 verbleiben (dem Datum der Einführung der Steuer), und sie nehmen fünfzig Jahre lang überhaupt nicht zu. Natürlich würde der atmosphärische CO2-Gehalt weiterhin steigen infolge der konstant sich fortsetzenden Emission der im Jahr 2008 emittierten CO2-Menge, aber nicht so stark wie im „Business as Usual“-Szenario.

Die Differenz zwischen diesen beiden Szenarien, dem Worst Case und dem Best Case zeigt die theoretisch maximal mögliche Abkühlung, die aus einer kohlenstoffbasierten Energiesteuer resultieren könnte. Das repräsentiert die schwarze Linie in der unteren rechten Ecke … und diese Abkühlung beträgt drei Tausendstel Grad.

Da also haben wir es! All die Pein, die die Bevölkerung von BC erduldet, all die Meilen Papierkram, alle Opfer, alle Schädigungen der Armen, alle gesammelten Steuern und die gehätschelten Bürokraten für all das – alles, was das gute kanadische Volk für ihre Enkelkinder erreicht hat, bewirkt eine Abkühlung um drei tausendstel Grad!

Alles, was ich sagen kann, ist, dass ich sicherlich hoffe, dass die Enkelkinder eine angemessene Dankbarkeit zeigen für dieses Inter-Generationen-Geschenk und dass sie den alten Knackern eine nette Dankeskarte schicken, wie es Miss Manners verlangt [?]. Schließlich zählt der gute Wille, und man bekommt nicht oft ein Geschenk von so großer Bedeutung…

Aber ernsthaft, Leute: Die Anti-Kohlenstoff-Zeloten müssen die Massen hypnotisiert haben. Ich weiß keine andere Erklärung für eine solche Idiotie. Beispiel:

Nehmen wir mal an, es käme jemand und sagte „Ich kann garantieren, dass ich den Planeten während der nächsten fünfzig Jahre um drei tausendstel Grad kühlen kann“. Und nehmen wir weiter an, man hätte das überprüft und gefunden, dass dieser Jemand die Wahrheit sagt, dass er nämlich wirklich eine Abkühlung um drei Tausendstel Grad während der nächsten fünfzig Jahre garantieren kann.

Wie viel würden Sie persönlich dafür bezahlen wollen?

Würden Sie eintausend Dollar für eine garantierte Abkühlung um drei Tausendstel Grad zahlen, die nicht heute, sondern in fünfzig Jahren stattfindet?

Ich würde das nicht tun. Das ist es nicht wert. Zu viel Geld für zu wenig Nutzen.

Aber die kollektive Verrücktheit der Einwohner von BC hat einen Punkt erreicht, an dem sie gewillt sind, eine die Wirtschaft beeinträchtigende Steuer zu etablieren, und zwar durch eine komplette Bürokratie, mit Vollstreckungsbeamten und Stapeln von Papierkram. Und an dem sie gewillt sind, Millionen und Abermillionen Dollar auszugeben in dem wahnsinnigen Bemühen, dem Best Case-Szenario einer Abkühlung um drei Tausendstel Grad zu folgen; nicht jetzt, sondern in fünfzig Jahren.

Alles, was mir da zu tun übrigbleibt ist, meinen Kopf zu schütteln und mich über die Verrücktheit von Massen zu wundern. Ein Plan wird vorgeschlagen, jemand nimmt eine Kosten-Nutzen-Analyse vor, der Nutzen ist zu gering, um die Hoffnung zu hegen, dass er auch nur gemessen werden kann und sich noch mehrere Jahrzehnte nicht einstellt … und die Reaktion der Leute besteht darin zu sagen „toller Plan, los, lasst ihn uns sofort umsetzen!“

Nun ja … ich bin ein Optimist und hoffe, dass an irgendeinem Punkt unsere kanadischen Nachbarn aufwachen werden und sagen „Was?!“

P. S. Wie oben erwähnt, möchte ich einen Blick auf den Nutzen, die Kosten und die Auswirkungen einer kohlenstoffbasierten Energiesteuer werfen. In diesem Beitrag habe ich nur den (fehlenden) Nutzen angesprochen, so dass man erwarten kann, dass es noch ein paar weitere Beiträge geben wird, in denen es um die Auswirkungen und die Kosten geht. Tatsächlich sind diese Beiträge schon weitgehend geschrieben, weil ich eigentlich nur einen Beitrag schreiben wollte, der jedoch unerträglich lang geworden ist … also werde ich über die Kosten und den Nutzen einer Steuer in BC später sprechen [siehe nächsten Beitrag! A. d. Übers.]

P.P.S. Bitte sagen Sie mir nicht, dass dies lediglich der erste Schritt ist. Die Steuerzahler in BC haben bereits eine halbe Milliarde Dollar für diese Farce ausgegeben, und das ist noch nicht einmal die Hälfte. Falls der erste Schritt eine Milliarde Dollar kostet, um eine Abkühlung von 0,003°C zu erreichen, will ich nicht wissen, worin der zweite Schritt besteht, egal wie er aussieht.

Link: http://wattsupwiththat.com/2013/07/11/british-columbia-british-utopia/

Der zweite Beitrag wurde einen Tag später ebenfalls bei Wattsupwiththat veröffentlicht:

Treibstoff auf der Autobahn in British Pre-Columbia

Willis Eschenbach

Unterstützer der kohlenstoffbasierten Energiesteuer in BC, über die ich oben geschrieben habe, haben behauptet, dass diese Steuer den Daten zufolge ein Erfolg war … und da ich immer ein Mensch bin, der lieber immer alles überprüft, habe ich beschlossen, einmal selbst auf diese Daten zu schauen. Ich habe nicht gedacht, dass die Steuer größere Auswirkungen hätte, aber ich war darauf vorbereitet, irgendetwas zu finden. Die Wirklichkeit ist in dieser Hinsicht komisch. Ich mag manchmal gar nicht wissen, wo der Hund begraben liegt … wie auch immer, eine typische Behauptung lautet:

MOTORENBENZIN (VERKEHR)

Die obigen Abbildungen zeigen Änderungen des Gesamtverbrauchs aller Produkte aus Petroleum-Treibstoff (Gegen­stand der Kohlenstoffsteuer). Um etwas darüber zu erfahren, wie die Kohlenstoffsteuer das Verhalten der Fahrer beeinflusst hat, kann man einfach die Änderungen beim Verbrauch von Motorenbenzin untersuchen (eine Komponente des Gesamt-Ölverbrauchs). Seit 2008 ist der Pro-Kopf-Verbrauch in BC um 7,3% stärker zurückgegangen als im übrigen Kanada – ein substantieller Unterschied. Schon in den Jahren von 2000 bis 2007 war der Benzinverbrauch in BC rascher zurückgegangen als im übrigen Kanada.

Die Steuer gilt für alle kohlenstoffbasierten Treibstoffe, Heizöl, Flugzeugbenzin, Kerosin, Erdgas, alles. Für einige dieser Arten sind keine Daten verfügbar, also habe ich mir den Verbrauch auf Autobahnen angeschaut, Benzin und Diesel, um zu sehen, ob die Steuer irgendwie Auswirkungen darauf hat, wie die Menschen in den gefrorenen Norden fahren.

Statistics Canada hat eine ausgezeichnete Website, von der ich die meisten meiner Daten hinsichtlich des Treibstoffverbrauchs habe. Als erstes kommen hier die Änderungen vom Pro-Kopf-Verbrauch von Benzin und Diesel (als Kombination) pro Provinz für die Jahre 1993 bis 2011. Diese Analyse betrifft nur den Benzin- und Dieselverbrauch auf den Straßen und nicht für Benzin oder Diesel, um Traktoren und landwirtschaftliche Geräte auf den Äckern zu betreiben. (Man beachte, dass die Kohlenstoffsteuer auch für Treibstoffverbrauch in der Landwirtschaft und alle anderen Verbraucher gilt, für alles).

Abbildung 1: Pro-Kopf-Verbrauch von Benzin und Diesel in Kanada, unterteilt nach Provinzen. Nur Treibstoffe auf Autobahnen wurden gezählt. Die dicke rote bzw. blaue Linie zeigt den Treibstoffverbrauch in BC bzw. Kanada. Nunavut und die Nordwest-Territorien sind nicht mitgezählt, weil von dort Daten aus den frühen Jahren fehlen, bevor Nunavut gegründet worden war. (Datenquelle)

Das sieht zwar interessant aus, gestattet aber noch keine Einsicht in die subtilen Änderungen Jahr für Jahr. Dafür müssen wir auf die Änderungen der Prozentanteile hinsichtlich der Emissionen pro Provinz, um zu erkennen, wo der Verbrauch steigt und wo er fällt.

Wenn man sich die prozentualen Veränderungen von irgendwas anschaut, lautet die erste Frage, welchen Startpunkt man als Ausgangspunkt für die prozentuale Veränderung nimmt. Weil die Steuer im Jahre 2008 eingeführt worden ist, habe ich jenes Jahr als Startpunkt gewählt. Abbildung 2 zeigt das Ergebnis, und angesichts der Behauptungen der Befürworter dieser Steuer ist das Ergebnis ziemlich komisch … außer man lebt in BC. Ich denke, wenn man Ziel des Witzes ist, verliert dieser seine Komik. Wie auch immer, hier folgt die prozentuale Änderung im Pro-Kopf-Verbrauch von Benzin und Diesel auf Autobahnen.

Abbildung 2: Prozentuale Änderung des Treibstoffverbrauchs mit dem Jahr 2008 als Startpunkt. Die blaue Linie zeigt die korrespondierende prozentuale Änderung im wirklichen (inflationsbereinigten) Bruttoinlandsprodukt in Kanada. 2011 ist das letzte Jahr, in dem in StatCan Daten vorliegen.

Das erste, was auffällt, ist ein Phänomen, das ich auch in meinen Analysen der Fahrgewohnheiten in den USA gefunden habe – die Amerikaner fahren mehr in guten wirtschaftlichen Zeiten und weniger in schlechteren Zeiten. Ähnlich ist es beim Treibstoffverbrauch sowohl in BC als auch in Gesamt-Kanada. Der Verlauf war ähnlich der nationalen ökonomischen Lage.

Danach fiel mir auf, dass es in BC von 1993 bis 2008 den geringsten Zuwachs im Treibstoffverbrauch auf Autobahnen gegeben hatte, verglichen mit allen anderen Provinzen.

Als nächstes sind die Änderungen des Autobahnen-Treibstoffverbrauchs nach Einführung der Steuer interessant. Abbildung 3 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt von Abbildung 2 und stellt die jüngste Periode von 2004 bis 2011 in den Mittelpunkt stellt.

Abbildung 3: Vergrößerter Ausschnitt von Abbildung 2, die die Änderungen im Straßen-Treibstoffverbrauch nach Einführung der Steuer zeigt. Die kohlenstoffbasierte Energiesteuer in BC war 2008 eingeführt worden.

Also … genau wie im übrigen Kanada (dicke schwarze Linie) ging der Treibstoffverbrauch in BC von 2004 bis 2008 zurück, als die Steuer eingeführt worden ist … außer dass der Rückgang schneller erfolgte als im nationalen Mittel.

Und auch wie im übrigen Kanada erreichte der Treibstoffverbrauch in BC im Jahr 2009 seinen Tiefpunkt, also im Jahr nach Einführung der Steuer. Ich kann nur vermuten, dass dies mit der blauen Linie zusammenhängt, die das reale Bruttoinlandsprodukt von Kanada repräsentiert.

Und genau wie im übrigen Kanada ist der Straßen-Treibstoffverbrauch in BC bis zum Ende der Aufzeichnung wieder gestiegen … außer dass der Anstieg schneller erfolgt ist als im nationalen Mittel.

Das also ist der Witz des Ganzen: Von 2004 bis zum Steuerjahr 2008 zeigte der Straßen-Benzinverbrauch in BC die schnellste Abnahme des Treibstoffverbrauchs im Land. Der Verbrauch fiel dreimal so stark wie im restlichen Kanada während dieses Zeitraumes. Das war vor der Steuer.

Nach Einführung der Steuer setzte sich der Rückgang fort, aber nur für ein Jahr. Das gilt auch für das übrige Kanada und die USA. Dies zeigt, dass der Rückgang seine Ursache zumindest teilweise in den globalen wirtschaftlichen Schwierigkeiten hat.

Und seit 2009 zeigt BC zusammen mit dem Yukon-Territorium und Neufundland/Labrador den stärksten Anstieg des Treibstoffverbrauchs im Lande. Der Autobahn-Benzinverbrauch seit 2009 stieg in BC viermal schneller als im übrigen Kanada.

Und schließlich ist der Straßen-Energieverbrauch seit 2008, also seit der Einführung der Steuer, in BC gestiegen, nicht gefallen. Und nicht nur das, seit Einführung der Steuer ist der Verbrauch in BC am viertschnellsten im Vergleich mit allen anderen Provinzen gestiegen.

Kann man sagen, dass die kohlenstoffbasierte Energiesteuer den Treibstoffverbrauch in BC beeinflusst hat? Nein, denn wir haben ja nur den Straßen-Treibstoffverbrauch betrachtet … aber der Verbrauch auf den Autobahnen in BC hat sich sicher nicht geändert. Nun, das stimmt nicht ganz.

Vor der Steuer ging der Pro-Kopf-Verbrauch von Starßen-Treibstoff in BC schneller zurück als in fast allen anderen Provinzen.

Nach der Steuer war dieser Verbrauch in BC schneller gestiegen als in fast allen anderen Provinzen.

Also – ja, ich würde sagen, dass ich unrecht hatte; die Steuer hatte einen Einfluss auf den Straßen-Treibstoffverbrauch in BC … aber wahrscheinlich nicht den, den die Befürworter erwartet hatten.

P. S. Man erinnere sich daran, dass die Befürworter den Rückgang des Benzinverbrauchs auf Autobahnen in BC in höchsten Tönen gepriesen hatten … warum bin ich nicht zu diesem Ergebnis gekommen? Warum zeigt sich bei mir eine Zunahme?

Nun, weil ich den gesamten, auf den Autobahnen verbrauchten Treibstoff gezeigt habe, nicht nur den von Benzin. Und obwohl es eine kleine Abnahme des Benzinverbrauchs in BC gegeben hatte, gab es einen größeren Zuwachs beim Dieselverbrauch. Als Ergebnis ist der Straßen-Treibstoffverbrauch in BC nicht 7,3% geringer als im übrigen Kanada, wie sie es glauben machen wollen, indem sie die Zahlen für den Dieselverbrauch einfach weglassen – der Verbrauch ist in BC um 4,2% stärker gestiegen als im übrigen Kanada. Wie ich sagte, es zahlt sich aus, misstrauisch gegenüber Statements von solchen Leuten zu sein, engstirnige Fanatiker.

P.P.S. In meinem obigen Beitrag zur kohlenstoffbasierten Energiesteuer in BC sagte ich, dass ich (das Fehlen von) Vorteilen, die Kosten und die Folgen der Steuer diskutieren wollte. Jener Beitrag zeigte, dass der größte mögliche Vorteil der BC-Steuer eine Abkühlung um drei Tausendstel Grad nach fünfzig Jahren war. In diesem Beitrag geht es um die kuriosen Folgen der Steuer, nämlich um die Tatsache, dass der Autobahn-Treibstoffverbrauch (Benzin plus Diesel) vor der Steuer zurückgegangen und nach deren Einführung gestiegen war, und zwar stärker als im übrigen Kanada.

Link: http://wattsupwiththat.com/2013/07/12/fuel-on-the-highway-in-british-pre-columbia/#more-89728

Alles übersetzt von Chris Frey EIKE

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2 Kommentare

  1. „Da der Kohlenstoff im Holz zuvor aus der Luft geholt worden war, würde das Verbrennen kein zusätzliches CO2 in die Atmosphäre blasen, sondern es würde lediglich genau die Menge ersetzt werden, die zuvor im Holz eingelagert worden ist.“

    Diese Aussage hat auch nur theoretischen Charakter. Wenn wir das Gedankenexperiment machen, alle Wälder British-Columbia’s zur Energiegewinnung abholzen zu lassen, wäre die CO2 Bilanz eventuell doch nicht neutral, da eben diese große Wälder nicht mehr zur „Wiederaufnahme“ des CO2 zur Verfügung stehen.

    Aber selbstverständlich steht dem CO2 der Weg in die Senken Sümpfe, landwirtschaftliche Produkte und die Ozeane frei.

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