Wissenschaft der Klimaänderung ist zu einer teuren Vernebelungsaktion geworden

MAURICE NEWMAN , The Australian
Die sich als „Mr. FOIA“ bezeichnende Person, die die E-Mails der East Anglia University hat durchsickern lassen, was unter dem Begriff „Climategate“ bekannt geworden ist und eine Linie in den Schnee während des Klimagipfels in Kopenhagen gezogen hatte, hat kürzlich einigen wenigen ausgewählten Personen das Passwort zu den Files übermittelt, die 220000 E-Mails enthalten.


Er hat nicht erwartet, dass die restlichen E-Mails noch große Überraschungen bereit halten und gesagt: „Selbst wenn ich das alles falsch verstanden habe und diese Wissenschaftler gute Gründe hatten, uns in die Irre zu führen (anstatt ihre Punkte fest mit realen Daten zu untermauern), so glaube ich doch, dass die Verbreitung der Wahrheit immer noch bei Weitem das Sicherste ist, was man tun kann“.

Das ist völlig richtig.

Dass so viele Wissenschaftler es für notwendig erachtet haben, uns hinsichtlich der anthropogenen globalen Erwärmung so in die Irre zu führen, ist eine Unterwerfung unter politische Intentionen und Folge der fehlenden wissenschaftlichen Motivation. Seit der Veröffentlichung der Original-Klimagate-E-Mails sind immer neue Dinge enthüllt worden, die diese Behauptung stützen.

In dem Buch Delinquent Teenager [deutsch: siehe hier] von Donna Laframboise wurde gezeigt, wie Nicht-Regierungs-Organisationen wie Greenpeace und der WWF das IPCC korrumpiert haben. Das Buch zeigt unwiderlegbare Beweise, dass das, was einmal als „goldener Standard“ der Klimawissenschaft genannt worden war, nichts dergleichen war.

Es gab eine zweite Veröffentlichung verheerend wirkender Climategate-E-Mails und Forschungsergebnisse unter alarmistischen Schlagzeilen, die hastig zurückgezogen werden mussten infolge fehlender Präzision. Es gab einen weiteren Hockeyschläger, der unsinnige Daten verwendet hatte, und es gab ernst gemeinte Warnungen vor Extremwetterereignissen ohne jeden Beweis, dass eine neue Normalität Einzug gehalten hätte.

Trotz all dem waren die Stimmen von Alarm und Autorität nicht in der Lage, die Realität zu verstecken, dass es statistisch gesehen seit 1997 keinen Anstieg der globalen Temperaturen mehr gegeben hat, trotz einer CO2-Zunahme von 8,3 Prozent in der Atmosphäre. Für all jene, die in einigen Aufzeichnung eine Erwärmung sehen wollen: alle Datensätze stimmen darin überein, dass es eine solche seit 2000 nicht mehr gab. Tatsächlich wurde seit 2002 eine leichte Abkühlung beobachtet. Wer davon wusste? Nun, nicht die Warmisten-Wissenschaftler.

Tatsächlich hat ABC berichtet: „Einer Studie zufolge wird vorhergesagt, dass die globale Erwärmung nach 2009 mit Macht einsetzen wird, wobei mindestens die Hälfte der fünf Folgejahre wärmer als 1998 sein werden, welches das bisher wärmste Jahr jemals war“. Falsch! Selbst jüngere Behauptungen über einen „wütenden“ australischen Sommer wurden durch Satellitendaten nicht bestätigt.

Roy Spencer von der University of Alabama verglich 73 Erwärmungs-Prognosen mit aktuellen Daten aus 34 Jahren. Bis Ende 2012 fand er eine außerordentliche Diskrepanz zwischen dem, was die Modelle vorhergesagt haben und den tatsächlichen Beobachtungen von Satelliten und Ballonen. Sämtliche Vorhersagen waren nach oben verzerrt. Sein Kommentar: „ich sehe einfach nicht, wie das IPCC weiterhin behaupten kann, dass die Modelle ‚nicht inkonsistent mit den Beobachtungen’ sind. Jede geistig gesunde Person kann doch erkennen, dass das nicht stimmt!“

Seit Langem haben Wissenschaftler nach einem „Hot Spot“ in der Atmosphäre gesucht. Als man den nicht finden konnte, hieß es, die Wärme muss sich in den Ozeanen verstecken. Und doch, seit dem Einsatz von 3000 ARGO-Bojen im Jahr 2003 (das Nonplusultra der Messungen der Wassertemperatur) haben die Wissenschaftler diese Wärme immer noch nicht gefunden.

Während das CO2 ein Treibhausgas sein kann, sieht es doch so aus, als ob Klimaänderungen durch natürliche Kräfte dominiert werden und nicht durch Emissionen der Menschheit. Henrik Svensmarks Theorie der Kosmo-Klimatologie (die Rolle kosmischer Strahlen) könnte richtig sein.

Mit diesen immer erdrückender werdenden Beweisen ist es schwierig, agnostisch zu bleiben. Und doch, anstatt seine Politik hinsichtlich der Klimaänderung zu überdenken, zieht Präsident Obama es vor, die diskreditierte Forschung in den Vordergrund zu schieben, um weitere Initiativen zu rechtfertigen, die jüngst entstandene Wettbewerbsfähigkeit der USA bzgl. neuer Erdgasfunde zu vergeuden.

Die Deutschen mussten erfahren, dass Windkraft lediglich 17 Prozent der geplanten Kapazität erzeugt und das Einspeisen von Strom aus unterbrochener Wind- und Solarenergie in die Netze zu kostspieligen Unterbrechungen der Versorgung führt, was die CO2-Einsparungen aufhebt. Um die Verlässlichkeit sicherzustellen und wegen der gestoppten Investitionen in die Kernkraft baut Deutschland jetzt Kohle- und Gaskraftwerke [tatsächlich? A. d. Übers.].

Aber selbst mit den zweithöchsten Strompreisen für die Haushalte wird das Land wahrscheinlich die bis zum Jahr 2020 gesetzten EU-Ziele verfehlen. Schlimmer noch, Deutschlands Wirtschaft wird weniger wettbewerbsfähig trotz unakzeptabler Subventionen für energieintensive Industrien. Die deutschen Unternehmen zahlen 2,2 mal mehr für Strom als ihre Gegenparts in den USA.

Aber es ist nicht einfach, einen Trillionen-Dollar-Lastzug mit Fakten zu stoppen. Jedwedes internationale System zur Reduktion von Emissionen, dass die Konformität stärkt, erfordert generöse Subventionen, zentralisiert die Verwaltung, reduziert den Wettbewerb, sichert den Bürokraten und der politischen Klasse Privilegien und bietet den Gläubigen vom Steuerzahler finanzierte Reisen zu exotischen Zielen. Also wird all das mit Zähnen und Klauen verteidigt, während die sichtbaren Härten dieser Politik ausgeblendet werden.

Das also ist die Welt der Klimawissenschaft. Die Wissenschaft ist zu einem teuren Nebelschleier geworden, hinter dem sich handfeste Interessen verstecken.

Früher oder später jedoch werden die Gesetze der Ökonomie, die sicherer sind als die Gesetze der anthropogenen globalen Erwärmung, über diese Maßnahmen die Oberhand gewinnen und deren Nachhaltigkeit bestimmen. Eines Tages könnte die Zeit die Notwendigkeit der Reduktion von CO2-Emissionen rechtfertigen. Heute wissen wir, dass diese Politik basiert auf einer Wissenschaft-zurück-zum-Reißbrett, und wir wissen aus erster Hand um deren das Wachstum verlangsamende, die Wirtschaft verzerrende und die Arbeitsplätze vernichtenden Auswirkungen.

Inzwischen schwafeln die UN von Schäden durch eine „Klima-Ungerechtigkeit mit einer Dimension wie die Menschenrechte“, die böse westliche „Verschmutzer“ den armen Entwicklungsländern aufzwingen.

Sie wollen eine gewaltige finanzielle Kompensation. Legitim oder nicht, jede solcher Behauptungen über Ungerechtigkeit verblasst im Vergleich zu dem fortgesetzten Schaden und der kaltschnäuzigen Gleichgültigkeit, die wohlhabende Regierungen gegenüber ihrem Volk hegen.

Dies, und nichts Anderes, ist die größte moralische Herausforderung unserer Zeit.

Maurice Newman is a former chairman of the Australian Securities Exchange and the ABC.

Link: http://www.theaustralian.com.au/national-affairs/opinion/climate-change-science-has-become-an-expensive-smokescreen/story-e6frgd0x-1226673364237 (paywalled)

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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3 Kommentar(e)

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1
Bernd Hartmann

#2 Dr. Paul
Ich bin da schon lange Ihrer Meinung. Schon zu Beginn meines Berufslebens(im Osten)als jugendlicher Idealist hatte ich gedacht, bemängeln zu müssen, dass sich viel zu wenige Leute mit ihrer Sache identifitieren.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt hat sich diese meine Einschätzung meiner Umgebung gar nicht groß geändert. Gerade im wissenschaftlichen Leben hat sich eine Unkultur der Vallgemeinen Täuschung(u.a. von Wissen),der Heuchelei, des Intrigantentums, des massiven Ellenbogeneinsatzes, des skrupellosen Karrierismus u.v.a.durchgesetzt. Es ist auch leider nicht zu sehen, dass ernsthsft dagegen angekämpft bzw. dass dies irgendwo eine gesellschaftliche Ächtung findet. Nein,im Gegentei, in unserem System, in der gesamten Gesellschaft scheinen diese ekelhaften Manieren auch noch Anerkennung zu finden!
Wie kann daraus nur etwas Gutes entstehen!? Nicht nur für die Wissenschaft ist das extrem schädlich!
MfG
B. Hartmann

2

Ja, ich glaube ein massiver Verfall der Moral ist der tiefere Kern des Klimaschwindels.

3
Rainer Steppan

Ist das nicht wunderbar und so entlarvend:
http://tinyurl.com/q3699xr