Stefan Rahmstorfs Klage „Droh- und Schmähbriefe gehören leider zum Alltag von Klimaforschern“

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Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke
Diese Beschwerde äußert Stephan Rahmstorf, Professor am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK), in Teil 2 seines Artikels „Paläoklima“ unter der Überschrift „Die Hockeyschläger-Debatte“. Er erschien am 23.Mai 2013 im SciLogs des Spektrum der Wissenschaft. Zweifellos trifft die Beschwerde von Rahmstorf zu – freilich in anderer Richtung als von ihm vermutlich beabsichtigt. Jeder kennt das Sprichwort „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen“. Rahmstorf spart in seinem Blog-Artikel nicht mit Steinen. Wie sich aus Durchsicht seiner Schrift ergibt, kann das eigene Steinewerfen als Musterbeispiel für die von ihm beklagten Umgangsformen unter Klimafachkollegen mit unterschiedlichen Auffassungen gelten. Dem Ruf der Kilmawissenschaft im Allgemeinen und dem PIK im Besonderen ist dies nicht zuträglich.

In dem Blog-Artikel von Stefan Rahmstorf geht es zunächst um Prof. Michael Mann, der von weiten Teilen der Klimafachwelt als ehemaliger wissenschaftlicher Betrüger angesehen wird. Wie zumindest die Statistiker Steve McIntyre und Ross McKitrick an Hand detaillierter Untersuchungen und Belege in begutachteten Fachzeitschriften nachwiesen (ihre beiden Arbeiten sind hier als pdf angehängt), hat M. Mann bei der Erstellung seiner Kurve nicht die wissenschaftlich verbindlichen Regeln eingehalten. Zur Herausgabe seiner Daten war gemäß A.W. Montford (s. weiter unten) sogar ein Gerichtsbeschluss erforderlich.

Wer sich über die "Akte M. Mann" detailliert informieren möchte, dem sei das Buch von  A.W. Montford „The Hockeystick Illusion“ empfohlen. Eine ausführliche Übersicht über den Vorgang in etwas kürzerer Form ist bei Anthony Watts mit zahlreichen Beiträgen auf seinem Blog WUWT zu finden (hier). Die Zahl der WUWT-Artikel zur M.Mann-Affaire ist zu groß, um sie hier alle zu zitieren: Wir bitten daher interessierte Leser, in der Suchfunktion von WUWT den Suchbegriff „M. Mann inquiry“ einzugeben und dann selber die ihnen am interessantesten erscheinenden Artikel herauszugreifen.

All dies ist inzwischen Vergangenheit, denn M. Mann hat seine im IPCC-Bericht von 2001 veröffentlichte Hockeystick-Kurve inzwischen zahlreichen, nur noch schwer überschaubaren Revisionen unterzogen und damit dem heutigen Stand bzw. der Realität Tribut gezollt (grüne Kurve in Bild 1). Entschuldigt hat er sich nach Kenntnis des Autors freilich nicht. Ob hier von Läuterung und Rückkehr zur wissenschaftlichen Ehrlichkeit gesprochen werden darf, kann nicht entschieden werden. Wir wollen es zu seinen Gunsten einfach einmal annehmen.

Für Rahmstorf ist dagegen M. Mann ein „hochrespektierter“ Klimaforscher ohne jedweden Tadel und mit fast beliebig vielen Verdiensten und Ehrungen, kurz, ein lupenreines Unschuldslamm. Hiermit werden angesichts der oben angeführten fragwürdigen Vorgänge viele seiner Fachkollegen nicht ganz einverstanden sein. Der Autor möchte die etwas ungewöhnliche Sicht von Rahmstorf in Sachen M. Mann nicht weiter kommentieren. Immerhin hat sein prominenter Fachkollege Prof. Hans von Storch im SPIEGEL über die ursprüngliche, im IPCC-Bericht von 2001 instrumentalisierte Mann’sche Hockeystickkurve knapp und zutreffend gesagt: „Die Kurve ist Quatsch“ (hier).

Mächtig überrascht dann Rahmstorfs Behauptung, eine jüngste Fachveröffentlichung des PAGES 2k Konsortiums (hier) würde den Hockeystick von M. Mann BESTÄTIGEN. Dies können wir nicht nachvollziehen. Die vom PAGES 2k Konsortium gelieferten Proxy-Daten zeigen nämlich zumindest in der heute wohl besten Temperaturrekonstruktion der Nordhemisphäre von Christiansen und Ljungqvist (die Kurve ist aus 91 Proxy-Datensätzen erstellt), dass das mittelalterliche Klimaoptimum dem aktuellen Optimum gegen Ende des 20. Jh. in etwa gleichkam oder es sogar übertraf. Die rote Kurve in Bild 1 ist aus solchen und weiteren in der PAGES 2k Arbeit angegebenen Rekonstruktionen, an denen der Autor Ljungqvist beteiligt war, erstellt. Alle in Bild 1 veröffentlichten Temperaturganglinien, inklusive einer von M. Mann angepassten neuen Kurve (grün), bezeugen, dass von einer Bestätigung der ursprüglichen Kurve von M. Mann (Bild 2) wohl nicht gesprochen werden kann.

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Bild 1:Bildausschnittt aus Fig. 4 der Publikation des PAGES 2k Konsortiums

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Bild 2: Die ursprüngliche Hockey Stick Kurve von M. Mann. Quelle: IPCC-Bericht des Jahres 2001

In der ursprünglichen Hockeystickkurve von M. Mann, die Rahmstorf in seinem Blog-Artikel gleich in Abb. 1 zeigt und um die es ihm daher offensichtlich geht, ist die Sonderstellung des mittelalterlichen Klimaoptimums nicht zu erkennen, auch nicht das tiefe Minimum der kleinen Eiszeit. Der lange Griff des Hockeysticks ist bemerkenswert gerade und unstrukturiert, nur das Schlägerblatt zeigt dann steil nach oben. Allenfalls der meist übersehene, blau schattierte Unsicherheitsbereich erscheint m.E. realistisch. Die beiden Darstellungen in Bild1 und Bild 2 lassen wenig Ähnlichkeit zwischen der ursprünglichen Hockeystickkurve von M. Mann und den Ergebnissen des PAGES 2k Konsortiums erkennen.

Bei den Schmähungen Rahmstorfs (das Wort "Schmähungen" sei hier als Erinnerung an seinen eigenen Vorwurf gewählt), sind zunächst Prof. Hans von Storch und Dr. Eduard Zorita an der Reihe. Rahmstorf zitiert als Beleg für deren angeblich wissenschaftlichen Unzulänglichkeiten eine Internet-Blog Realclimate. In diesem Blog wird begutachtete Fachliteratur salopp mit technischen Kommentaren (technical comments, hier) durcheinandergeworfen, was durch die Betonung "important comment" noch skurriler wird. Vielleicht schwingt bei "Realclimate" ja ein wenig die Hoffnung mit, der Leser als Laie schaue sich ohnehin die so zahlreich-imponierend zitierten Quellen nicht an und falls doch, dann sei er beispielsweise von „Science“ so beeindruckt, dass er den dort veröffentlichten technischen Kommentar mit einer peer review Publikation verwechselt. Einen technischen Kommentar kann jeder schreiben, mit Peer Review hat dies nichts zu tun. Falls man die kuriosen Belege und Ausführungen von Rahmstorf überhaupt ernst nimmt, sollte man die angegebenen Quellen näher ansehen. 

Die weiteren Abschnitte des Blog-Artikels von Rahmstorf sind mit „Politischer Druck auf Forscher“, „Griff in die Mottenkiste“ und "PAGEAS 2k im SPIEGEL" getitelt. Insbesondere der „Griff in die Mottenkiste“ trifft Rahmstorfs eigenen Artikel erstaunlich genau, wenn er die von allen AGW-Polemikern regelmäßig bemühte Nähe von Forscherkollegen zur Erdölindustrie hervorholt. Man kann hier übrigens umgekehrt auch einmal nach der Nähe von Rahmstorf zur Versicherungswirtschaft fragen. Eine im Ton peinlichen Fachkollegenschelte und ein abschließender Verriss derjenigen deutschen Medien, die die von Rahmstorf angedienten Fragwürdigkeiten durchschaut haben, rundet seine Philippika ab.

In „Ergänzende Anmerkungen“ bekommt schließlich auch noch der Autor sein "Fett weg". Seine und seiner Mitautoren Publikation (hier) in „climate of the past“ wird von Rahmstorf als „methodisch unsinnig“ bezeichnet. Zum Beleg dieser Beurteilung heißt es, die Darstellung einer Kurve mittels Fourier-Transformation sei mit jeder Kurve möglich. Dies ist jedem Physikanfänger geläufig und zweifellos völlig korrekt, aber als Sachkritik ebenso wertvoll wie die ebenfalls korrekte Anmerkung „Die Anwendung des Satzes von Pythagoras ist mit jedem rechtwinkligen Dreieck möglich“. Trivialaussagen verhindern bekanntlich nicht die sinnvolle Anwendung mathematischer Werkzeuge oder machen diese gar wertlos. Mit der in Rede stehenden Publikation hat die daneben liegende Anmerkung von Rahmstorf nichts zu tun. Es darf infolgedessen vermutet werden, dass Rahmstorf die Arbeit überhaupt nicht gelesen hat.

Als weitergehenden Beleg seiner Kritik führt Rahmstorf einen "Science Blog" an, der von dem AGW-Aktivisten Georg Hoffmann mit bewundernswert unterhaltsamer Polemik betrieben wird (hier). Man lese selber, Entertainment ist garantiert, denn der Blog ist buchstäblich filmreif. Jedem Wissenschaftshistoriker sei seine Lektüre empfohlen und dies leider nicht nur zum Amüsement. Es gibt kaum eine bessere Dokumentation, wie AGW-Alarmisten ticken (unter den Kommentatoren sind sogar mehrere Autoren von peer review Publikationen aufzufinden), welche Methoden sie Wissenschaftlern anderer Auffassung gegenüber anwenden und welche Querverbindungen zwischen Teilen der Klimaforschung und den fragwürdigen Betreibern solcher Blogs bestehen.

Bedenklich ist dann der von Rahmstorf in seinem Artikel veröffentlichte Kommentar von Dr. M. Mudelsee

„One may speculate about (I exaggerate for clarity) the hijacking of CP for promoting ‘skeptical’ climate views.“

Eine wissenschaftliche Arbeit, deren Themensetzung das anthropogene CO2 nicht einmal berührt, deren Ergebnisse aber zufällig und unübersehbar keinen oder zumindest einen lediglich vernachlässigbaren Einfluss des anthropogenen CO2 nahelegen (nicht beweisen), wird als hijacking = Piraterie einer Wissenschaftszeitschrift bezeichnet. Offenbar verwechselt Mudelsee den wissenschaftlichen Betrieb in der Europäischen geophysikalischen Union mit dem des piratenverseuchten Somalia.

Die im Hoffmann-Blog zahlreich vertretenen Kommentatoren der AGW-Fraktion mit wissenschaftlichem Hintergrund haben mit Kräften versucht, die Publikation des Autors im Vorfeld der „open discussion“ des cp zu verhindern, man sehe sich dazu ihre Kommentare an (hier). Dies ist natürlich ihr gutes Recht und wird hier ausdrücklich nicht kritisiert. Schließlich hat die bei cp vorgeschriebene öffentliche peer review Phase ihren guten Grund. Zahlreiche, fachlich einschlägige Kritiker sehen mehr als zwei oder drei Peer Reviewer und erlauben es daher, die Qualität einer bei cp eingereichten Arbeit zu verbessern. Dies war auch hier der Fall. Nicht zuletzt deswegen hat cp einen so hohen "citation index".

Freilich waren die Sachargumente der Teilnehmer am Science Blog offensichtlich nicht ausreichend, um die neutralen wissenschaftlichen Kritiker und die Peer Reviewer zu überzeugen. Warum nicht auch Rahmstorf selber eine vernünftige Fachkritik bei cp äußerte, ist angesichts seiner abwertenden Beurteilung unverständlich und bedauerlich. Er dürfte seitens G. Hoffmann über die Veröffentlichung in der cp Diskussionsphase informiert worden sein.

Der letzte Abschnitt der Blog-Arbeit von Rahmstorf darf als implizite Drohung (die Bezeichnung "Drohung" wieder in Erinnerung an den Vorwurf von Rahmstorf) aufgefasst werden, die gegen die Wissenschaftszeitschrift cp der Europäischen geophysikalischen Union und ihren verantwortlichen Editor, Dr. Eduardo Zorita zielt. Der betreffende Passus aus dem Blog-Artikel von Rahmstorf sei seiner Unverschämtheit gegen eine renommierten Fachzeitschrift und deren Editor wegen wörtlich zitiert:

Lüdecke ist Pressesprecher des Klimaskeptiker-Vereins EIKE. Der für die Publikation seines kuriosen Artikels verantwortliche Editor ist Eduardo Zorita. Man kann nur hoffen, dass dies bei dem an sich reputierten Journal ein Einzelfall bleibt.

"Man kann nur hoffen" und "Einzelfall" drückt den Wunsch aus, jeden zukünftig bei cp eingereichten Artikel des Autors ungeprüft abzulehnen und den verantwortlichen Editor E. Zorita abzulösen. Rahmstorf unterstellt implizit, dass das peer review Verfahren bei cp nicht ordentlich abläuft. Öffentlich publizierte Anmerkungen dieser Art sind nicht hinnehmbar und einem Professor einer deutschen Universität sind sie schon gar nicht angemessen.

Es soll schlussendlich daran erinnert werden, dass jede wissenschaftliche Arbeit, die nicht nur Bekanntes bestätigt, Neuland betritt. SACHLICHE Kritik ist hier unabdingbar und stets willkommen. Diese erfolgte hier nicht nur in der öffentlichen Diskussionsphase von cp, sondern mit weltweiter Resonanz auch im australischen Blog von Joanne Nova (hier) und im Blog WUWT von Anthony Watts (hier). In diesen Blogs wurde das gesamte Meinungsspektrum thematisiert, angefangen von Zustimmung, über Missverständnisse wegen nicht ausreichenden Lesens und Unverständnisses der Arbeit, bis hin zu sehr interessanter, substantieller Fachkritik. Grundlegende Mängel der Arbeit stellten sich nicht heraus. Der Autor wird in Kürze auf den sachlichen Inhalt seiner und seiner Mitautoren Arbeit unter Berücksichtigung der wichtigsten Einwände in einer separaten EIKE-News eingehen. Sachliche Kritik, auch seitens von Rahmstorf ist dabei immer willkommen.

Wissenschaftliche Meinungsverschiedenheiten müssen ausschließlich sachbezogen ausgetragen werden. Sie dürfen nicht in Diffamierungen gegen Fachkollegen ausarten, deren Forschungsergebnisse den verschrobenen Weltbildern der Diffamierenden widersprechen.

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24 Kommentare

  1. Aha, der Herr Rahmstorf jammert!
    Vielleicht sollte er an das Leben der Skeptiker denken: Die werden von ihm via Zeitungsartikel und TV beschimpft und verlacht. Sein Gejammer ist also mehr als lächerlich.

  2. @ 15
    Herr Hader, was ist Besitz, auf welche flüchtige Essenz soll ich neidisch sein?
    Ist es nicht ein wesentlich tieferer und wichtiger Wert sich von einer so offensichtlichen Lüge wie die, der sie so kompromisslos hinterher hecheln fern zu halten und den Verstand ein wenig, aber vor allen frei zu gebrauchen?
    Nun ich mag besitzlos an materiellen Werten sein, aber in geistlich oder auch auf intellektueller Ebene kann ich ihnen noch Vieles schenken und mit ihnen teilen, ohne sogleich zu verarmen.

  3. „allerdings fragt man sich, warum die Autoren weiß auf knallgrünem Hintergrund gewählt haben. Schlimmer geht es kaum, nach dem Lesen schmerzen die Augen.
    Die EIKE Redaktion“
    ============================================

    Damit das kollektive Auge der EIKE Redaktion nicht schmerzt, gibt es eine Lösung.

    Installieren Sie zusätzlich den Firefox Portable Browser und ändern Sie dort Einstellungen: Inhalt/Farben/Seiten das Verwenden von eigenen Farben nicht erlauben. Dann können Sie die Farben selbst bestimmen und problematische Seiten in diesem Browser öffnen.

    Falls Sie bereits Firefox benutzen, können Sie dort diese Einstellung ändern. Man kann auch 2 Firefox Browser mit verschiedenen Einstellungen gleichzeitig benutzen, Anleitung hier: http://is.gd/EMKA7Q

  4. #9: Jochen Bäumer
    „Also ergibt von Storchs Formulierung „Skeptiker des globalen Klimawandels“ keinen Sinn, wenn er sich damit nicht auf die Klima-„Skeptiker“ beziehen würde, die Leute also, die den anthropogenen Einfluss realitätsfern als nicht gegeben behaupten.“

    Hier sind Sie mit Ihrem Urteil „realitätsfern“ genau so UNSERIÖS wie dieser Agitator und Faktenmanipulator Rahmtorf.

    Ein Ole Professor of Geosciences aus Oslo ist kein „Skeptiker“ sondern ein mindestens ebenso seriöser Wissenschaftler wie Herr von Storch, der aber blind an einen CO2 Treibhauseffekt GLAUBT, ohne das seriös zu überprüfen, wie das Aufgabe eines jeden Wissenschaftler wäre.
    Etwas, das man NICHT messen kann, darf man nun mal nicht als real behaupten!
    Es geht hier offensichtlich um nichts anderes als Konformissmus, beim dem von Storch halt gewisse peinliche Übertreibungen wie den hockeystick nicht mitmacht.
    Mut gehört aber dazu den ganzen Konformismus als Wissenschaftler zu ignorieren.

    mfG

  5. @SHader #15

    Zitat
    —–
    @Peter Hadler, der Neid eines Besitzlosen?
    —–

    Mit Sicherheit nicht, Ragmstorf entfernt sich mehr und mehr von neutraler Wissenschaft und wird auch von „Kollegen“ nichjt mehr las allzu seriös betrachet.
    „Schießt aus der Hüfte“ (Meeresspiegel)
    „..hat es argumentativ aus der Kurve getragen ( Temperatur)
    etc, etc.
    Er ist verbissen, verbiestert, sieht sein Felle davon schwimmen 😀

  6. #11: „Den Herrn Rahmstorf als Wissenschaftler zu verkaufen kommt eigentlich den Tatbestand des Etikettenschwindels sehr nahe, aber er ist ist unbestritten ein Musterexemplar eines Brotgelehrten, so wie einst Schiller diese Typen beschrieben hat.“

    @Peter Hadler, der Neid eines Besitzlosen?

  7. #12: Greg House

    Sie meinen also, wir hätten heute in Deutschland, das selbe Klima wie z.B. 1630. Wohl eher nicht(?).

    #9: Jochen Bäumer

    Beschränken Sie sich doch bitte auf das, was da steht. Alles andere ist Ihre persönliche Interpretation. Es gibt keinen Anlass dieser zu folgen.

  8. Sehr geehrte Damen und Herren!
    Es sei nur zusätzlich aus wissenschaftlich-statistischer ‚BanalInterpretatorischer‘ Sicht hinzugefügt, dass:
    bei bei einem NLS (nicht-linearem-System)-Prozess generell ‚lineare‘ z.B. ‚lin. Trend-Kurven‘ schlichtweg nicht erlaubt sind und somit als Des-Information zu bewerten sind, weil wiss.-stat. völlig unzureichend.
    Herzliche Grüße,
    srb

  9. #7: Ben Goldberg sagt: „#6: Jochen Bäumer
    Sie verwechseln schon wieder (mit Absicht?) ‚globaler Klimawandel‘ (den es natürlich schon immer gab, und immer geben wird)“

    Jetzt mal abgesehen davon, was Herr Bäumer verwechselt, ich möchte gerne wissen: was für „globaler Klimawandel“? Ich sehe keinen „globalen Klimawandel“. Ich sehe keine wissenschaftlichen Beweise für einen „globalen Klimawandel“. Beweise, die „Klimawissenschaft“ so vorlegt, wie „globale Erwärmung“ sind ein grober Unfug aus meiner bescheidenen Sicht.

    Und wie kommen Sie darauf, dass es so was schon immer gab? Wie soll sich ein grober Unfug von heute plötzlich in ein Fakt aus der Vergangenheit umwandeln?

    Oder sagen Sie mir einfach, wie war die „globale Temperatur“ im Jahre 666 und wie sie berechnet wurde. Danke im Voraus.

  10. Den Herrn Rahmstorf als Wissenschaftler zu verkaufen kommt eigentlich den Tatbestand des Etikettenschwindels sehr nahe, aber er ist ist unbestritten ein Musterexemplar eines Brotgelehrten, so wie einst Schiller diese Typen beschrieben hat.

  11. #4 Ben Goldberg
    Ich bin mit Ihnen voll einverstanden. Auch was den hetzutage inflationären Charakter oft auch hoher akademischer Grade betrifft bin ich konform mit Ihnen. Meine Lehrer, die mich einst gerade im ganz weitgelegenen Osten erzogen, hatten jene Tugenden, die man immer noch „deutsch“ oder „preussisch“ nennt.
    Heute kann schon eine A-Promotion ausreichend sein, um einen Professortitel zu erhalten. Jedenfalls stimmt das mindestens für die Uni im Osten, welche ich ganz gut kenne; man muss nur arrogant genug sein, die richtige Herkunft und die richtigen Beziehungen haben!
    (Manchmal wird es einem Angst und Bange um die einheimische Wissenschaft, wenn man sieht, welche „Flachzangen“ da so am Werke sind.)
    MfG
    B. Hartmann

  12. @Ben Goldberg, #7

    Nein,ich verwechsle da gar nichts. Dass es einen globalen Klimawandel auch ohne unser Zutun gab, gibt und immer geben wird, von doch von niemandem, eagl in welchem „Lager“ er oder sie steht, angezweifelt.

    Also ergibt von Storchs Formulierung „Skeptiker des globalen Klimawandels“ keinen Sinn, wenn er sich damit nicht auf die Klima-„Skeptiker“ beziehen würde, die Leute also, die den anthropogenen Einfluss realitätsfern als nicht gegeben behaupten.

  13. Dass Herr Rahmstorf gerne verbal austeilt und es dabei mitunter übertreibt ist, zumindest in den Kreisen der „Skeptiker“, allgemein bekannt.
    Aber auch andere in diesem „Gewerbe“ sind rhetorisch nicht die feinfühligsten.
    Dem interessierten Leser sei, für weitere Informationen dazu, folgender Link zur TU-Berlin empfohlen:

    Überschrift: „Das Niveau der Klimadebatte …“

    Quelle: http://tinyurl.com/plt3nbg

  14. #6: Jochen Bäumer

    Sie verwechseln schon wieder (mit Absicht?) ‚globaler Klimawandel‘ (den es natürlich schon immer gab, und immer geben wird) mit ‚mensch- gemachtem Klimawandel‘.

    Das ist allerdings nicht sehr glaubwürdig.

  15. Sehr aufschlussreich ist dieses Zitat aus dem verlinkten SPIEGEL-Interview mit Hans von Storch:

    “ Aber wir müssen auf unsere Glaubwürdigkeit als Forscher achten. Sonst spielen wir nur wieder den Skeptikern des globalen Klimawandels in die Hände, die über eine Verschwörung von Wissenschaft und Politik fabulieren.“

  16. Was soll man zu diesem Thema noch sagen? Die Worte und Taten dieses Klimafolgenforschers sprechen für sich. Ich empfehle körperlich wie geistig eine weitgehende Umfahrung einzuplanen. Es gibt genügend ehrliche und seriöse Wissenschaftler mit denen man gefahrlos debattieren kann.

  17. Besagter Herr wird wahrscheinlich sogar irgendwann in seinem Leben nach bestem Wissen und Gewissen Wissenschaftler gewesen sein.
    Die Hypothese vom CO2 als Klimatreiber war sicherlich auch einmal eine von vielen. Dagegen wäre gar nichts zu sagen.

    Dann begann die Liebe zur Hypothese zu überwiegen. Man stellt Behauptungen auf, von denen man weiss, dass man sie nicht beweisen kann. Sie stützen die eigene Arbeit aber so gut. Eventuell hoffte man auch, die Zeit würde einem Recht geben. Politische, zeitgeistliche und eventuell materielle Einflüsse können verstärkend gewirkt haben.
    Schon hat man mit Pauken und Trompeten auf das falsche Pferd gesetzt, und jeder Tage der verstreicht, macht eine Umkehr schwieriger.

    Ich denke, dieser Herr ist eines Tages wach geworden, und hat sehr wohl gemerkt: sein ganzes Tun hat keine wissenschaftliche Basis mehr. Stattdessen gilt es, ein totes Pferd zu stützen, welches jeden Tag schwerer wird. Das Pferd einfach fallen lassen ist keine Option mehr, man würde sofort drunter liegen. Sackgassen soweit das Auge reicht.

    Kein schöner Gedanke, und er tut mir ehrlich Leid, wenn ich mir dieses Dilemma für ihn vorstelle, selbstverschuldet hin oder her.

    Was den ‚Professor‘ angeht, habe ich seit meinem eigenen Studium keine Illusionen mehr. Da gab es Exemplare (neben echten Größen), die waren irgendwie in Positionen gefallen,- ich habe dafür keine Erklärung.

    In gesellschaften Bereichen die durch zu viel Politik beeinflusst werden, regiert mit der Zeit Mittelmaß. Klimaforschung in Deutschland ist eine der akademischen Disziplinen, wo sich das derzeit sehr gut beobachten lässt.

  18. Wenn der Besprochene unter“ ferner liefen“ laufen würde, könnte man gemütlich sagen – ach Gottchen… so ähnlich wie meine Kommentare in der Masse wohl wirken. Ich kann damit gut leben. Nicht leben mag ich, dass solche Menschen wie der Besprochene über einen Einfluss verfügen, der bei weitem nicht dem der Fähigkeiten und Integrität einer wahren Autorität entsprechen mag. Oder gehört zu einer Autorität nicht etwa auch ein respektierender Umgang mit Andersdenkenden und -handelnden dazu? Ein Umgang, der sich auch in entsprechender Wortwahl manifestiert.
    Ich behaupte nicht eine Autorität zu sein und darüber hinaus das Wohl von Millionen Menschen (mit-)bestimmen zu wollen, daher erlaube ich mir manche Flapsigkeit, auch Unachtsamkeit. Bei jemanden, der meint das Gegenteil davon zu sein und zu wollen, sollte man etwas anderes erwarten können als …“ Lüdecke ist Pressesprecher des Klimaskeptiker-Vereins EIKE. Der für die Publikation seines kuriosen Artikels verantwortliche Editor ist Eduardo Zorita. Man kann nur hoffen, dass dies bei dem an sich reputierten Journal ein Einzelfall bleibt.“
    Das ist blanke Diskreditierung, um nicht zu sagen böswillige Herabsetzung durch geschickte Wortwahl wie Weglassens von Herr/Frau, -skeptiker und verknüpft kurios und dazu die abwertende„Sippenhaft“ für Zuarbeitende und Veröffentliche mit an sich anerkannt…

    Es scheint leider in allen Branchen und Bereichen sich das Mittelmaß durchzusetzen, vielleicht anmaßend überheblich, mag ich das besonders in Bereichen mit Staatsknete …äh… -nähe sehen. Der nicht von mir stammende Begriff Negativauslese beschreibt das brutal eindeutig richtig. Ob das eine Folge unserer gesellschaftlich-politischen Struktur ist? Leider durchschauen viele Menschen in Anbetracht jahrzehntelanger Gewöhnung und Verbreitung nie oder zu spät Schaumschläger, Viel-Lärm-Um-Nichts-Macher und noch mehr suboptimale Charaktere dieser Welt. Jede Zeitepoche findet halt ihren Ausdruck… und unsere Ahnen werden nicht nur über ihre Vorfahren staunen…

  19. Hab mir Prof. Rahmstorfs Seite angeschaut. Es gilt die Frage zu klären, ob die derzeitige Erwärmung sich innerhalb der natürlichen Variation bewegt, oder so außergewöhnlich ist, dass man einen menschlichen Beitrag vermuten muss. Also vergleiche ich die derzeitige Erwärmung mit anderen Erwärmungen innerhalb unserer jetzigen Zwischeneiszeit. Ich suche mir unterschiedliche Klimate unserer Erde aus. Das hat Prof. Rahmstorf auch genauso gemacht. Dann nehme ich zum Vergleich alle Erwärmungsphasen innerhalb dieser Klimate für die Zeit der jetzigen Zwischeneiszeit. Das hat Prof. Rahmstorf aber nicht gemacht, er hat nur 1 bis 2 Erwärmungsphasen der Vergangenheit herangezogen, und das ist Quatsch. Zum Beispiel hätte er für das Klima in Europa das Mittelalter, Römerzeit und die beiden Holozän nehmen müssen, also einen Zeitraum von 8000 Jahren. Er hat aber nur 2000 Jahre genommen und 6000 davor liegende Jahre unterschlagen. Es ist aber wissenschaftlich nicht korrekt, wenn er sich nur soweit in die Vergangenheit wagt, dass ein Hockeystick entsteht.
    Natürlich müssen wir die Umwelt schonen und unsere Erde, unseren einzigen Lebensraum, schützen. Aber das heißt doch nicht, dass wir falsche Wissenschaft machen dürfen. Prof. Rahmstorf sollte sich nicht beschweren, wenn sich andere Leute über ihn lustig machen. Durch seine falsche Wissenschaft macht er sich selbst zum … !

  20. Herr Dr. Lüdecke,

    sie haben völlig Recht, mit dem od. den Herren aus dem PIK ist es wahrlich müssig zu diskutieren. Ein paar Beispiele noch dazu.
    Rahmstorf „Verteidigung“ des M. Mann Schlägers darf freilich auch nicht kritisiert werden. Wenn man nur anmerkt, ein gewisser Hans Von Storch hätte diese „Kurve“ schlicht als Quatsch bezeichnet, kann man mit 100% damit rechnen, dass Kommentare nicht erscheinen werden…

    So wurde auch der „Rahmstorfsche“ beschleunigte Meerespiegelanstieg bei Klimazwiebel mal ordenlich über den Tisch gezogen und zwar schön witzig und gleichzeitig wissenschaftlich astrein sozusagen, was den lieben Stefan dann veranlasst hat, seine Arbeit vor die des Herrn Von Storch zu stellen, weil er angeblich mehr Publikationen in nature und science vorzuweisen hätte. Das nenne ich wirklich peinlich.
    Wissenschaftlich gesehen basiert ja der PIK Meerespiegelanstieg bis 2100 zum Teil am Abschmelzen der grönländischen Eismassen usw. Man hat berechnet, dass durch den maximal möglichen Abfluss aus den „Toren“, wo sich die großen Gletscher Grönlands Richtung Ozean zwängen, knapp an dem liegt, was Rahmsstorf und Co als „very likely“ betrachten. Völlig überzogen ganz einfach.
    Jedem Wissenschafter sollte klar sein, dass die Schreckensszenarien eines fast vollständig abgeschmolzenen Grönland völlig absurd sind. Zum Höhepunkt des Eem war es dort über einige tausend Jahre um 2-6°C wärmer als heute und dennoch blieb ca. 1/4 der Eismasse übrig. Sollten die Alarmisten dennoch Recht behalten und wir verfeuern bis gegen Ende des Jahrhunderts den Großteil aller fossilen Stoffe, der CO2 Gehalt steigt auf 800ppm und darüber und auch die T um 4°C ca., so ist danach aber auch mit einem raschen sinken des Anteils zu rechnen und spätestens nach wenigen Jahrhunderten mit einer Stabilisierung der T auf etwa heutigem Niveau. Über diese Zeit kann der Grönland Eispanzer maximal einige % an Masse verlieren (wenige dm Meerespiegelanstieg- Beitrag) und somit ist alles, was aus preisträchtigen Hollywoodtainment Dokus gezeigt wird, primitiver Unsinn von Leuten, die nichts verstehen. Leider verteidigen die Leute vom PIK selbst solch einen Schund und das macht sie schwer verdächtig, politisch abhängig zu sein..no na, beim PIK ist das freilich keine sensationelle Neuigkeit mehr…:-)

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