Erdgas für immer und ewig?

Matt Ridley
Entsteht Methan im Erdmantel abiotisch aus Karbonaten? In meiner Kolumne [hinter einer Zahlschranke] im Wall Street Journal geht es um abiotisches Methan. Kohle, Öl und Gas sind „fossile“ Treibstoffe, oder? Sie bildeten sich aus früheren Lebensformen und sind nicht erneuerbar; aus prähistorischem Sonnenlicht gespeicherte Energie. Im Falle von Kohle und dem meisten Öl ist das offensichtlich richtig: Man findet fossile Baumstämme und Blätter in Ölschichten sowie Chemikalien im Öl, die von Plankton stammen.

Aber es gibt zunehmende Zweifel daran, ob all das Erdgas (das zu 90% Methan ist) wirklich aus fermentierten fossilen Mikroben stammt. Einiges davon könnte aus chemischen Prozessen tief im Inneren der Erde kommen. Falls das so wäre, könnten die Implikationen für die Klima- und Energie-Diskussionen erheblich sein.

Während der Entstehung der Erde bestanden die auf die Oberfläche prallenden Meteoriten gewichtsmäßig zu 3% aus Kohlenstoff. Einiges von diesem Kohlenstoff lag in Gestalt einfacher Kohlenwasserstoffe vor. Gase wie Methan hätten sich aus den Felsen verflüchtigt, als sich der Erdkern aufheizte. Dieses „Ausgasen“ ist auf Planeten immer noch im Gange. Das erklärt möglicherweise, warum es Seen aus flüssigem Methan und Äthan auf der Oberfläche des Saturnmondes Titan gibt.

Als Geologen damit begonnen haben, nach Öl und Gas zu bohren, begannen sie darüber zu spekulieren, woher diese kommen könnten. Allgemein gesagt, die Amerikaner stützten die Fossil-Theorie, während die Häresie des Ausgasens von einigen Russen vertreten worden ist, geführt von dem großen Chemiker Dmitri Mendeleev. Dieser Gedanke ist später von dem Astrophysiker Tommy Gold wiederbelebt worden. Bis heute hat die Fossil-Theorie gut funktioniert bei der Vorhersage von Öl- und Gasvorkommen dort, wo historisches Meeresplankton in der dünnen Schale eingeschlossen worden ist.

Im Gegensatz dazu erwies sich eine Reihe von Bohrungen bis zu einer Tiefe über 20000 Fuß [über 6000 m] in den achtziger Jahren in Schweden an einer Stelle, an der ein Meteorit die Granitkruste durchbrochen hatte und Methan aus dem geschmolzenen Mantel aus der Tiefe hätte aufsteigen lassen können, als ein teurer Fehlschlag. Die Russen haben Mendeleev jedoch am Leben gehalten, und auf einer kürzlichen Konferenz in Kazan in Russland erhielt der Gedanke, dass einige Gasfelder chemischen und nicht fossilen Ursprungs sind, einige Unterstützung.

Auf der Konferenz wurde auch über ein anderes Thema gesprochen: Das viel Erdgas chemischer Natur ist, aber dass das Leben als eine der Zutaten auch eine Rolle spielt. Der Grund des Ozeans akkumuliert nicht nur die Weichteile des Planktons, sondern auch deren Schalen und Skelette, im Endeffekt aus gelöstem Kohlendioxid entstanden, die sich zu dicken Schichten von Karbonat-Felsen aufgebaut haben (wie die weißen Klippen bei Dover in England).

Wenn der Ozeanboden in den sog. Subduktionszonen tief in den geschmolzenen Mantel gedrückt wird, wo die Kontinente sich ihren Weg über die ozeanische Kruste bahnen, wird dieses Karbonat aufgeheizt und unter hohen Druck gesetzt. Im Jahr 2004 hat Henry Scott mit seinen Kollegen an der Indiana University entdeckt, dass es dabei ideale Bedingungen dafür gibt, dass das Karbonat seinen Sauerstoff verliert und sich stattdessen Wasserstoff anreichert, was zur Methanbildung in großem Umfang führt.

Im Endeffekt würde dieser Vorgang das Kohlendioxid der Erde recyceln, indem es in den Treibstoff zurück verwandelt wird, aus dem es bei der Verbrennung oder durch das Atmen entstanden ist. Vielleicht erklärt dies, warum so viel Methan durch hydrothermische Schlote am Ozeanboden ausgast. Mehr noch, in einer neuen Studie von Vladimir Kutcherov vom Royal  Institute of Technology in Stockholm zeigt er, dass dies auch erklären kann, warum große Mengen von Methanhydraten (bekannt als brennendes Eis) unter dem Meeresboden an den Rändern der Kontinente gefunden worden sind: Vielleicht sind sie aus dem Erdmantel aufgestiegen. Vor Kurzem haben die Japaner bekannt gegeben, dass ein Pilotprojekt zur Extrahierung einiges dieses Methans als Energiequelle erfolgreich verlaufen ist.

Dr. Kutcherov glaubt, dass die Beweise „die Existenz riesiger, unerschöpflicher Ressourcen von Kohlenwasserstoffen in unserem Planeten bestätigen“. Wenn er recht hat – und das neue Deep Carbon Observatory in Amerika hat sich zum Ziel gesetzt, diese Frage während der nächsten Jahre zu beantworten – könnte es sein, dass Erdgas im Endeffekt niemals zur Neige geht.

By: Matt Ridley | Tagged: rational-optimist, wall-street-journal

Link: http://www.rationaloptimist.com/blog/is-gas-made-in-the-earth%27s-mantle.aspx

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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26 Kommentare

  1. #ketterer….anthrazit… ah ok. hat auch bis über 90% C zuweilen, daher meinte ich hochreines, nicht diamant, ist aber dann eher graphit, ok. war auch Nordafrika gemeint, dass dort viel graphiteinschlüsse in altem, aus sehr tiefen schichten emporgekommenem Gestein waren (vermutlich). anders sind die hochreinen Formen wie grahite und diamant nicht gut erklärbar, und es soll ein „Graphit(haltiges)gebirge“ geben, wo noch diamantstruktur erhalten ist, und das ist das interessante, worauf ich abstellen wollte, sorry. Bleistiftminen aus gepressten Sümpfen sind unwahrscheinlich wegen der üblichen Verunreinigungen durch sand/staub—

  2. #22: klaus mager sagt: am Freitag, 14.06.2013, 20:09

    # nette Seite, und weil so hoher druck die „Fossilien“ bis hin zu Anthrazit umwandelt, gibts gratis mittendrin hübsche filigrane echte fossilien hehe selten so gelacht; und wie wird aus deSumpf/Torf der immer auch paar prozente staub und dreck enthält, dann so ein hochreines Anthrazit

    ######## ######
    LOL besser ROTFL

    Sehr geehrter Herr Mager,
    „Hochreines“ Anthrazit: wie hoch ist da nochmals der C-Gehlat

  3. #23; nee, ist nicht neu, aber wird verdrängt was das Zeug hält und in D werden einige unliebsame Bücher nicht verlegt oder neu aufgelegt, obwohl vergriffen…ist schon bedenklich, man bemerkt es nur, wenn man sich im angloamerik.Markt umschaut, da gehts noch. Als ich einer Freundin, die als Übersetzerin für kleinen Verlag arbeitete, der Schulbücher und grad ein Klimahysteriebuch übersetzte nahelegte, doch mal „unstoppable global warming“ von singer+avery(updated+expanded version) zu übersetzen, kam Absage; der Verlag gefährde damit seine öffentlichen Aufträge und damit sein dasein überhaupt am markt!!! auch nicht neu, ich weiß. Aber dieses gute Buch ist bis heute nicht in Deutsch zu haben, oder??? (war übrigens ein New York Times bestseller !)ok. noch einen schönen Sonntag allen, evtl. gründet eike ja auch noch mal nen verlag, gern auch mit industriespenden, denn die ist bald weg, wenn nicht das viele gas ähnlich genutzt wird wie in den usa.ok. mit schutzzonen um städte, falls erdbebebgefahr steigt durch fracking…

  4. #22: hallo Herr klaus mager, vielen Dank für die zusätzlichen infos, ist ja gar nicht so neu.

    Was auffällt bei dieser „Opposition“,
    die WOLLEN gar nicht gerettet werden.

    Da hatte ein gewisser Siegesmund Freud,
    schon tot,
    eine Theorie, er war sehr „trieborientiert“.
    Er nannte das „Todessehnsucht“
    und solche Menschen
    bedürfen natürlich intensiver professioneller tiefenpsychologischer Behandlung.
    Obs was nützt ist etwas umstritten,
    diese Triebe sind manchmal sehr stark.
    Dieser club of rome is ja auch nicht zum Schweigen zu bringen.
    Vielleicht sind Medikamente besser.
    In USA macht man ja beides.
    Also die Besseren nehmen sich ihren Psychiater
    und Antidepressiva gibts im Supermarkt.
    So halten sie sich grad so über Wasser.
    Aber diese Holliwood-Filme zeigen ja,
    wies in Wirklichkeit bei denen so sychisch tief drinnen aussieht.

    Also lieber nicht so viel von den nachfließenden Gas reden,
    das bringt das ganze depressive System durcheinander
    und wovon sollen dann die ganzen so gut ausgebildeten Sychiater leben?

    mfG

  5. # nette Seite, und weil so hoher druck die „Fossilien“ bis hin zu Anthrazit umwandelt, gibts gratis mittendrin hübsche filigrane echte fossilien hehe selten so gelacht; und wie wird aus deSumpf/Torf der immer auch paar prozente staub und dreck enthält, dann so ein hochreines Anthrazit oder steinkohle??? un warum endet nicht steinkohleabbau die methanzufuhr nach entlüftung, wenn doch schon auf dem weg zur steinkohle sich nach oben auf und davon hätte machen sollen? es kommt von tief unten nach, das Methan und je nach untergrund bleibts methan, wird öl oder am ende auchsteinkohle und unter einer tonschicht ist prima ort dafür und bei der inkohlung der schicht werden auch dort lagernde echte fossilien umschlossen, so dass diese gut erhalten sind bis hin zu blattabdrücken…sollte doch jeder nachvollziehen können, auch dass nach oben und seitlich zu die reduktion von H zunimmt…

  6. Ja die Chemie ist für viele Menschen ein wenig abstrakt. Viehleicht hilft hier zu einem Kenntnis zu nehmen, dass ein Kohlenwasserstoffmolekül (und nicht nur das)kann man auf verschiedener Art und weise herstellen. Ein Methan ist ein Musterbeispiel darüber. Er bildet sich in der Gegenwart von Kohle, aber auch in den Müllhalden und sicherlich auch in den Erdinneren. Dort wo die Erdoberfläche für Gas undurchlässig ist wird sich in einem Hohlraum sammeln, wo genug Druck und Temperatur um max 4°C herrscht wie z.B. in Tiefen Seegraben wird zu Methanhydrid und sonst verschwindet in der Luft. Das beste Beispiel ist die Existenz von Schiefergas, aber in der BRD haben wir nur den Methan aus Biogasanlagen, weil er passt in den Grünnem Mainstream.
    MfG

  7. ps. Gold bringt auch Beweise, wieso Steinkohle und Erdgas abiotisch sind, wobei Erdgas dann sicher auch bio-+abio gemischt ist bei tektonischen wälzungen… vulkantriebmittel sin gase wie im golf von mexico wenn man zutief bohrt und gas zunächst flüssig ist und dann das für öl gehatene erbohrte bei der förderung hochgeht wie ne flasche selters die vorher geschüttelt wurde…einmal auf, ists nicht zu halten…

  8. „Im Gegensatz dazu erwies sich eine Reihe von Bohrungen bis zu einer Tiefe über 20000 Fuß [über 6000 m] in den achtziger Jahren in Schweden an einer Stelle, an der ein Meteorit die Granitkruste durchbrochen hatte und Methan aus dem geschmolzenen Mantel aus der Tiefe hätte aufsteigen lassen können, als ein teurer Fehlschlag….“ ja- und nein, im urgestein waren bituminöse Einschlüsse und es wurde nur zum „Fehlschlag“ weil beim hochpumpen das rohr verklebte wegen magnetit- welches wieder von Bakterien gebildet wurde- und den Erfolg des Schwedenstahls begründeten- ansonsten nachlesen bei Thomas Gold, leider nicht mehr unter 99euro gebraucht in Deutsch zu haben, aber für 10pfund aus UK als einfachband „the hot and deep biosphere“ glaub ich war der titel dort… zillmer hats nur geklaut partiell.

  9. #7: Uwe Faulenbach sagt: am Donnerstag, 13.06.2013, 00:47
    So ist es!!! Ich hatte ja bereits bei einem vorhergehende Beitrag im Kommentar angemerkt, daß man bei EIKE allgemein aufhören solle, von der kindlichen „Theorie“ (=Theologie) der „fossilen Brennstoffe“ zu quaken. Ich hatte dabei – wenn ich mich nicht irre – auch mal auf das Buch von Hans-Joachim Zillmer „Der Energie-Irrtum“ hingewiesen.

    Für Braunkohle stimmt es zwar, daß diese pflanzlicher Herkunft ist. Für Ergas, Erdöl und Steinkohle trifft das aber nicht zu! Denn wenn es wirklich so ist, daß Erdgas, Erdöl und Steinkohle i.d.R. stets zusammen auftreten – und das scheint ja zutreffend zu sein, kann das mit der „fossilen“ Herkunft aller dreien nicht stimmen – sie müssen also alle drei (Erdgas, Erdöl und Steinkohle) dann aus der selben Quelle stammen.
    Und da das Methan einen hohen Anteil von Helium enthält, kann dieses nicht pflanzlicher Herkunft sein – weil (soweit mir bekannt ist) pfanzliche Substanz kein Helium enthält.

    #### ##### ####
    Sie meinen das Fachbuch von
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Joachim_Zillmer
    Wenn ich Ihnen nun Belege bringe, die zeigen, dass Steinkohle pflanzlichen Ursprungs ist, darf man dann im Umkehrschluss deduzieren, dass auch alles Erdgas biotischen Ursprungs ist?
    Besonders abenteuerlich wird es beim Punkt Methan: Methan enthält kein Helium; Erdgas mag Helium enthalten, aber Methan?!?! Ich nehme aber der Einfachheit halber an, dass Sie nur ungenau forumlieren.

  10. #7 Uwe Faulenbach,

    Hallo Herr Faulenbach,

    auch ich bin der Meinung, dass der Theorie abiotischer Genese der Inhalte von Kohlenwasserstofflagerstätten mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. „Denkverbote“ sollte es da nicht geben.

    Dennoch einige Anmerkungen.

    Sie schreiben:

    „Für Braunkohle stimmt es zwar, daß diese pflanzlicher Herkunft ist. Für Erdgas, Erdöl und Steinkohle trifft das aber nicht zu! Denn wenn es wirklich so ist, daß Erdgas, Erdöl und Steinkohle i.d.R. stets zusammen auftreten – und das scheint ja zutreffend zu sein, kann das mit der „fossilen“ Herkunft aller dreien nicht stimmen – sie müssen also alle drei (Erdgas, Erdöl und Steinkohle) dann aus der selben Quelle stammen.“

    Ihrer Darstellung muß – mit Verlaub – doch widersprochen werden. Erdöl, Erdgas und Steinkohle kommen nicht immer zusammen vor. Ein klassisches Gegenbeispiel stellen die Rotliegend- Erdgaslagerstätten Nordwestdeutschlands dar, die ihre Herkunft der Inkohlung oberkarbonischer Kohleflöze verdanken. Das kann isotopengeochemisch (z.B. C13/C12-Ratio)und auch strukturell nachgewiesen werden.

    Es handelt sich in diesem Fall um Erdgase, die nichts mit Erdöllagerstätten zu tun haben. Genetisch stehen sie im Zusammenhang mit den wesentlich tieferliegenden Steinkohlevorkommen. Auch ihre Gehalte an Quecksilber (0,6 – 4g/m3) – siehe PHILLIP & REINICKE, 1982) – können gut aus der oberkarbonischen Steinkohle hergeleitet werden.

    Der Korrektheit halber sei jedoch auch die mögliche Herkunft des Quecksilbers aus den in Nordwestdeutschland (einschl. z.B. Thüringen) verbreiteten Rotliegend- Vulkaniten erwähnt.

    Zu den Heliumgehalten dieser Erdgase. Da werden für diese Lagerstätten in der Literatur Werte bis ca. 0,7Vol% genannt. Es muss aber angemerkt werden, dass es sich dabei nahezu ausschließlich um „radiogenes“ Helium 4 aus dem Zerfall radioaktiver Elemente in der „granitoiden“ Kruste handelt. Dieses stammt nicht aus dem Erdmantel.

    Die Gesamt-Gehalte an Helium können weltweit betrachtet jedoch durchaus höher sein. Aus dem berühmten Panhandle Gasfeld im US-Bundesstaat Oklahoma sind Werte bis ca. 7 Vol% berichtet worden. Das sind wirtschaftlich bedeutsame Mengen!

    Ein auch nur minimal erhöhter Heium-3 Anteil an Erdgasen und auch Erdölgasen kann jedoch durchaus auf zusätzliche Zufuhr von Gasen aus dem Erdmantel hindeuten.

    Für den Bereich des Nordseebeckens wurde dies von OXBURGH et.al bereits 1986 nachgewiesen.

    Ob die Methangasinhalte allerdings dann ebenfalls zumindest teilweise aus dem Erdmantel stammen, ist schwierig nachzuweisen. Immerhin verändern sich die dafür u.a. maßgeblichen isotopischen Kohlenstoffverhältnisse schon allein bei ihrer Migration durch die Gesteine des tieferen Untergrundes.

    Es bleibt spannend – auch bei diesem Thema.

    mfG

    Dirk Weißenborn

  11. #9: Günter Ossa sagt:
    am Donnerstag, 13.06.2013, 08:28
    Übrigens hat man in Öl Bestandteile gefunden, die auch in Blut vorhanden sind.
    ### ####
    Meine Freundlichkeit gebietet mir, den größten Teil Ihres Posts zu ignorieren.

    Ihrem letzten Satz hingegen kann ich nur zustimmen: die entsprechenden Elemente werden in der Fachwelt mit „C“ und „H“ abgekürzt.

  12. Sehr geehrter Herr Ossa,

    wieso soll man jemanden beschimpfen, der sich outet? Ich würde Sie eher bewundern bei diesem mutigen Schritt!

    Sie fügen also den bekannten Theorien zur Entstehung von Erdgas/Erdöl noch eine weitere äußerst interessante These hinzu.
    Könnten Sie bei so viel Fachwissen vielleicht auch einmal kurz zu der Frage Stellung nehmen, wie denn die großen Methanvorkommen auf anderen Planeten / Monden entstanden sind (z.B. Titan, Jupiter, Mars, HD189733b):
    – aus abgestorbenen Kleinstlebewesen oder
    – abiotisch oder
    – durch die Sintflut oder
    …?

    Ich bin ja der laienhaften Meinung, dass diese Methanvorkommen nur abiotisch entstanden sein können und dass es keinen Grund gibt anzunehmen, dass solches abiotisches Entstehen von Methan nicht auch auf der Erde stattfindet. Aber vielleicht ist es ja doch die Sintflut gewesen oder abgestorbene außerirdische Algen – wer weiß?
    Sie werden das Problem doch sicher laienverständlich erklären können!

    MfG

  13. @Günter Ossa #9
    Wir sollten mal im „Kohlenstoff-Kreislauf“ denken.
    Der Kohlenstoff ist der zentrale Stoff. Er findet sich an Land, wie auch in der Atmosphäre oder dem Wasser wieder. In seinen verschiedensten Formen.
    Und der Ursprung/Ausgangspunkt dieses Kohlenstoff ist das Feuer. Das Feuer der Sonne oder auch das Feuer des Erdinnerin…..Somit ist der Kohlenstoff in einen ewigen Kreislauf von gebären und vergehen in unseren Erdensystem gefangen/gebunden.
    Erst wenn das „Feuer“ erloschen ist, wird dieser Kohlenstoffkreislauf zum Erliegen kommen….

  14. Seit Darwin und der sogenannten Aufklärung hat der Glaube an die Bibel immer mehr abgenommen, dabei ist sie die einzige Quelle die so ausführlich (es gibt auch etliche andere) über eine weltweite Flutkatastrophe berichtet. Der Flutbericht der Bibel erklärt wie die damalige Welt untergegangen ist. Wenn bei uns im Ruhrgebiet vom Flöz Dicke Bank oder Girondelle die Rede ist, dann waren das riesige Flöße aus entwurzeltem treibendem Holz, die im Gang mächtiger Wellen von Sand und Erde überschüttet worden sind. Diese Wellen entstanden durch tektonische Verschiebungen und Überwerfungen. Die Kraft von Wasser ist riesig. Eine andere Erklärung als die katastrophische für die Kohlevorkommen der Erde gibt es nicht. Die gängige geologische Erklärung eines Sumpfes, der absterbende Bäume versinken lässt und immer höhere Schichten von Kohle wachsen lässt ist reiner Unsinn, da alles abgestorbene Material, wenn es nicht schnell und hermetisch von Sauerstoff abgeschlossen wird verfault und in den Kreislauf der Natur zurückkehrt.
    Ebenso ist es mit den Ölvorkommen, riesige Massen toter Leiber von Menschen, Tieren und auch Fischen wurden während dieser Katastrophe in den Abgrund gezogen und und dort versiegelt bis die Bohrköpfe der Mineralölkonzerne sie für uns wieder zugänglich machten. Sogesehen jagen wir unsere Vorfahren durch den Auspuff.
    Soviel zur Entstehung der Energievorkommen Kohle, Öl und Gas. Übrigens teile ich auch die Meinung, dass Methan in der Erdkruste entsteht. Auch Erdöl kann unter günstigen Bedingungen aus bestimmtem Gestein entstehen. Die immer tiefer liegenden Erdölfunde sind ein Beweis dafür, denn die biblische Flut kann nur einen bestimmten oberflächen nahen Bereich der Erdkruste bearbeitet haben, die Fundstellen in bis zu 3000 m Tiefe erscheinen mir einfach zu tief für eine Flut.
    So, nun könnt Ihr mich beschimpfen.
    Aber schaltet vorher das Gehirn ein, für die Kohleflöze gibt es keine andere Erklärung als eine katastrophische.
    Übrigens hat man in Öl Bestandteile gefunden, die auch in Blut vorhanden sind.

  15. Geobiologie. – Selbst unter Hunderten von Metern Wasser und Meeresboden gibt es noch eine weitere Lebenswelt, die eventuell das größte Ökosystem der Erde darstellt. Geologen haben bei einer Meerestiefbohrung zum ersten Mal die Mikrobenwelt in ozeanischer Kruste erschlossen und im Labor kultiviert. In „Science“ berichten sie darüber.

    „Ich habe aus den Basaltproben DNA extrahiert und darin nach einem Gen gesucht, das für Mikroorganismen charakteristisch ist, die Methan produzieren und konsumieren.“
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/2042794/

    http://www.welt.de/wissenschaft/article114465994/Tief-in-der-Erdkruste-unter-dem-Meer-wimmelt-Leben.html

    Das heisst also das Erdgas eine erneuerbare Energie ist.

  16. #6: O. Müller

    So ist es!!! Ich hatte ja bereits bei einem vorhergehende Beitrag im Kommentar angemerkt, daß man bei EIKE allgemein aufhören solle, von der kindlichen „Theorie“ (=Theologie) der „fossilen Brennstoffe“ zu quaken. Ich hatte dabei – wenn ich mich nicht irre – auch mal auf das Buch von Hans-Joachim Zillmer „Der Energie-Irrtum“ hingewiesen.

    Für Braunkohle stimmt es zwar, daß diese pflanzlicher Herkunft ist. Für Ergas, Erdöl und Steinkohle trifft das aber nicht zu! Denn wenn es wirklich so ist, daß Erdgas, Erdöl und Steinkohle i.d.R. stets zusammen auftreten – und das scheint ja zutreffend zu sein, kann das mit der „fossilen“ Herkunft aller dreien nicht stimmen – sie müssen also alle drei (Erdgas, Erdöl und Steinkohle) dann aus der selben Quelle stammen.

    Und da das Methan einen hohen Anteil von Helium enthält, kann dieses nicht pflanzlicher Herkunft sein – weil (soweit mir bekannt ist) pfanzliche Substanz kein Helium enthält.

  17. Jetzt langsam Leute. Wenn das Teufelszeug von der Erdgöttin Gaia selbst produziert wird, müssen sich einige Leute aber eine andere Religion basteln. Und das geht ja nun gar nicht.

  18. #3: Sven Unterbarnscheidt

    Von Chemie haben Sie offenbar nicht die geringste Ahnung, und die Ausführungen eines Pioniers der Chemie, Dimitri Iwanowitsch Mendelejew, als Amateur-Theorie zu bezeichnen, zeugt von tiefgreifender Dummheit. Lesen Sie die Originalarbeiten von Mendelejew zur abiogenen Synthese von Kohlenwasserstoffen, danach können wir gerne diskutieren. Aber das ist bei Ihnen so, wie Sie sich darstellen, Zeitverschwendung par excellence.

  19. #3: Sven Unterbarnscheidt sagt:
    am Mittwoch, 12.06.2013, 13:35

    „Lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.“

    Vielen Dank, ich schaue immer gerne auf eurer Seite vorbei!
    —————
    Was halten Sie davon, Ihrerseits Ihren Anwurf zu beweisen.
    Gruss

  20. Ein Zitat aus dem vorletzten Absatz des Textes:

    „Mehr noch, in einer neuen Studie von Vladimir Kutcherov vom Royal Institute of Technology in Stockholm zeigt er, dass dies auch erklären kann, warum große Mengen von Methanhydraten (bekannt als brennendes Eis) unter dem Meeresboden an den Rändern der Kontinente gefunden worden sind: Vielleicht sind sie aus dem Erdmantel aufgestiegen.“

    Diese Studie werde ich mir mal ansehen. Wenn das Methan der Methanhydrate zu hohen Anteilen aus dem Erdmantel stammen sollte, müsste sich ein hohes Delta C13/C12 Verhältnis feststellen lassen, möglicherweise im Bereich ca. -4 bis +4 Promille.

    Nachzugehen wäre auch der Frage, ob Methanhydrate an plattentektonisch inaktiven Kontinenträndern solch hohe Werte aufweisen.

    Haben Sie dazu irgendwelche Informationen, Herr Dr. Hartmann? Würde mich freuen, davon mehr zu hören!

    mfG

    Dirk Weißenborn

  21. Ein sehr interessanter Artikel und das mit dem „erdinneren entstehenden Erdgas“ ist nicht mal so abwegig.
    Der Erdkern ist ja nichts anderes als eine große Produktionsstätte von diversen Materialen. In Form von Magma treten diese Materialprodukte an die Oberfläche. Die erst flüssige Magma erstarrt an der Oberfläche und übrig bleibt festes Material in den verschiedenstens Formen. Metalle genauso wie Granitgesteine oder auch Diamanten. Und wenn das Erdinnere mit ungiebigen Nachschub solche Materialen zu tage fördert, warum dann nicht auch Gase. Und das Erdgas ist so ein Produkt der erdinneren Produktionssätte.

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