Wissenschaftspressekonferenz fordert Stopp der UBA-Broschüre

Zensur muss weg: Bild © 12_tribes - Fotolia.com

„Die Wissenschafts-Pressekonferenz e.V. (WPK) hält es für inakzeptabel, dass einzelne Journalisten vom Umweltbundesamt öffentlich vorgeführt und als inkompetent dargestellt werden, nur weil sie führende Klimawissenschaftler kritisieren. Die Behörde nennt in ihrer neuesten Broschüre zum Klimawandel (“Und sie erwärmt sich doch”) die Namen von Journalisten, die Positionen vertreten, “die nicht mit dem Kenntnisstand der Klimawissenschaft übereinstimmen”.


“Es ist nicht Aufgabe einer staatlichen Institution festzulegen, welche Meinungen geäußert werden dürfen und welche nicht”, erklärt WPK-Vorsitzender Martin Schneider, “Journalisten dürfen und müssen unterschiedliche Positionen vertreten, und sie dürfen und müssen immer wieder auch etablierte Wissenschaftler in Frage stellen”. Im Übrigen könne es nicht Aufgabe einer Behörde sein, bestimmte wissenschaftliche Positionen quasi amtlich als wahr zu beurkunden. Auch wenn der anthropogen bedingte Klimawandel nicht mehr bezweifelt werden kann, gibt es auch in der Wissenschaft intensive Diskussionen über viele Details, etwa über seine Folgen und die Gültigkeit bestimmter Modelle. „Dieser Diskurs muss innerhalb der Wissenschaft geführt werden, und Journalisten müssen ihn kritisch begleiten“, so Schneider.

Die WPK fordert Umweltminister Peter Altmaier dazu auf, eine weitere Verbreitung der Broschüre in dieser Form zu stoppen."

Zitiert aus der Quelle: http://idw-online.de/pages/de/news536360

Zuerst erschienen auf ACHGUT

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18 Kommentar(e)

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1
Markus Estermeier

Hallo Herr Boettcher,

ich verfolge das Thema "anthropogene Klimaerwärmung" (später umbenannt in Klimaänderung) nun schon seit mehr als 10 Jahren. Anfangs wurde von einschlägigen Treibhäuslern noch frech behauptet, die Rohdaten stünden im Netz frei zur Verfügung. Einige Jahre später folgte dann das Eingeständnis, die Daten stünden nur autorisierten Instituten zur Verfügung.
Begründung: Laien (Nicht-Klima-Experten) könnten mit diesen nicht homogenisierten Daten eh nichts anfangen.

Fragen zur Homogenisierung wurden, wenn überhaupt, stets so diffus (um nicht zu sagen divergierend) beantwortet, daß am Ende noch mehr offene Fragen anstanden.

Meine persönliche Schlußfolgerung: Hokuspokus kann man nicht plausibel erklären.

Und zu den Rohdaten: Faktencheck könnte Störendes aufdecken.

mfg

2
Steffen Boettcher

Sehr geehrte Forenten,
danke für #14 und Nachfrage bei #15 (was genau soll da denn 'elitär' gewesen sein?
und dazu - man verzeihe mir den Verzicht auf die 'Schergen-Nötigung' einer 'Tiny-URL' bei einer innerhalb des Tipp-Volumens liegenden 'Gegenfrage': http://badc.nerc.ac.uk/conditions/badc_anon.html" rel="dofollow" target="_blank">http://badc.nerc.ac.uk/conditions/badc_anon.html ... (müsste man auch erstmal wissen, wie eine _solche_ Seite via 'Tiny-URL' verkürzbar wäre... - abgesehen von der -üblichen- Beschäftigung mit zum Thema irrelevanten bürokratischen 'Auflagen' (was mir nur zu bekannt ist aus meinen beruflichen Tätigkeiten).
(-wenn ich eine 'EIKE' Seite mal wieder auf 'Platte' zwischendrucke bekomme ich übrigens ellenlange URLs mit-ausgedruckt - weswegen ich -leider erneut- EIKE bei mir unter 'fmi' (also Freimaurer-Infiltrated) führen muss.
Da somit Anspruch und Wirklichkeit der Anforderungen und eigenen Umsetzungen sich diametral widersprechen, speziell vom EDV-erfahrenen Standpunkt aus. Abgesehen vom sowieso begrenzten Kommentatoren-Zeichensatz-Platz...
Danke #14, Nachfrage #15 (was war denn Ihrer Meinung nach 'elitär')?
Und besonders: http://badc.nerc.ac.uk/conditions/badc_anon.html" rel="dofollow" target="_blank">http://badc.nerc.ac.uk/conditions/badc_anon.html
-Was halten _Sie_ (alle) denn von -so- einem 'Statement'???
- wo die Rohdaten-Einsicht erneut nirgends ermöglicht wird???
Herzliche Grüße,
srb

3
Steffen Boettcher

in Bezugnahme auf meinen Kommentar #13 nff. möchte ich Sie alle hier herzlich auffordern, unter persönlich nachrechenbaren, mit 'NOAA' etc. - nachgerechneten Rohdaten zu diskutieren bzw. argumentieren zu beginnen.
- ist das eigentlich _so_ schwierig???
- oder geht es gewissen 'Argumentatoren' eher um die Verfestigung von 'Mainstream-Meinungen'?
Ich erbitte dringendst! sich der ursprünglichen Wissenschaftsgrundlagen und deren Argumentationsprinzipien zu erinnern.
Herzliche Grüße,
srb

4
Bernd Hartmann

#13
Ganz schön elitär!
sagt Ihnen mit höflichen Grüßen
Dipl.Berging./Dipl. Geol. Dr.rer.nat.B. Hartmann

5

Lieber Herr Urbahn, es gibt eine öffentliche Wahrnehmung von Zensur und was man darunter versteht und ich habe meine persönliche(!) Sicht hier kundgetan, dass nach meinem(!) Dafürhalten sie sich nicht mit dem deckt, was Sie als Zensur bezeichnen. Das hat nix mit Definitions-Hoheitsrecht zu tun. Wenn Sie keine persönlichen Ansichten verknusen können, dann dürften Sie wohl generell Probleme mit Diskussionen haben.

MfG
S.Hader

P.S.: Sehr geehrter Steffen Boettcher, schön mal eine neue anregende Stimme mit statistischen Background in der Debatte zu hören. Ich fürchte nur, die meisten Leser werden Ihren Beitrag #13 nicht wirklich verstehen. Was hier für viele Leser entscheidend ist, sind sie "Pro-AGW" oder dagegen. Deshalb dürfte Ihr Beitrag die meisten hier verwirren, weil ihre Aussagen nicht zum stereotypen Denkschema passen. 😉

6
Steffen Boettcher

Sehr geehrte Forenten,
abgesehen von den überaus 'erhellenden' Kommentaren, die sich überwiegend mit den 'herausgegebenen Inhalten' und deren 'Interpretationen' beschäftigen (von ungemachen Schmähkommentaren mal ganz abgesehen) -
Man gebe doch in einer Suchmaschine mal ein: 'raw data ipcc' und folge nach Gusto einigen Querverweisen... und finde??!
Wenn ich als zeitreihen-erfahrener Statistiker mal ganz händisch nachvollziehen möchte, was 'derereiner' unsereiner da so 'vorrechnen' möchte (man beachte die immerhin vielen auffindbaren Programmkommentare bzgl. 'exclusions (Ausschlüsse)' und die ebenso schwer bis garnicht auffindbaren tatsächlich 'raw-data'...
...dann möge 'man' sich doch bitte mal überlegen, ggf. persönlich wissenschaftlich-statistisch darum bemühen, -warum- das so ist...
'Könnte' es evtl. sein, dass... (?!) ...ein simples 'zur VerfügungStellen' von ggf. 'labled data' allgemein interessierender Daten auch noch durch steuerfinanzierte Projekte ggf. 'nicht erwünscht' ist?
Man beachte m.E. auch mal die auffindbaren Datenbeschreibungen, deren Inhalte mit 'available - NONE' beschrieben sind. Und vor allem deren 'Labels', die m.E. schon an sich höchst aufschlussreich sind, zumindest für den 'Statistiker', der z.B. bei AR-I-MA-Prozessen auf eben jene 'Impact-Factors' eigentlich angewiesen ist.
Herzliche Grüße und - bitte etwas mehr zur zumindest 'versuchten' Grundlagenforschung zurückkehren zu wollen, bevor gewisse 'Statements' so einfach hier losgelassen werden.
Herzliche Grüße und als ausgebildeter Wissenschaftler der Wahrheitsfindung verpflichtet,
s.b.

7

#7 S.Hader (und Genossen)

"Auch wenn der anthropogen bedingte Klimawandel nicht mehr bezweifelt werden kann..."

Soweit der deutsche Verein "WPK" damit auf einen anthropogenen Klimaeinfluss durch CO2-Emissionen meint, wird das sehr wohl bezweifelt werden! Auf wissenschaftlicher Grundlage. Peer-gereviewed.

Vertreter des WPK werden daran nichts ändern. Sie täten gut daran, sich dieser Tatsache zu stellen, statt sie zu leugnen.

Wer - in welchem Zusammenhang auch immer - mit der Floskel "kann nicht mehr bezweifelt werden" hantiert, IMPLIZIERT EINE ENDGÜLTIGKEIT, DIE ES IM WISSENSCHAFTLICHEN ERKENNTNISPROZESS NICHT GIBT.

8
Kurt Laburda

#10: H. Urbahn sagt:
am Dienstag, 04.06.2013, 09:51

#7 Herr hader,
haben Sie jetzt das Hoheitsrecht zu definieren , was Zensur ist? ich glaube nicht. In meinem Kommentar spreche ich nur für mich. Anderen Leuten zwinge ich die Auffassung nicht auf....
-----------
...und das unterscheidet Sie von Grünen (Informaitkern?)
Gruss

9

#7 Herr hader,
haben Sie jetzt das Hoheitsrecht zu definieren , was Zensur ist? ich glaube nicht. In meinem Kommentar spreche ich nur für mich. Anderen Leuten zwinge ich die Auffassung nicht auf. lesen sie einfach mal nachfolgenden Text von John Stuart Mill und nehmen sich den zu Herzen:
Even if we put the moral objections to state censorship to one side, there's a good practical reason for not muzzling your intellectual opponents. As JS Mill points out in On Liberty, either they are right, in which case you shouldn't try and suppress the truth, or they are wrong, in which case you have nothing to fear from the publication of their views since their wrong-headedness will then be plain for everyone to see. If Ed Davey really believes that the truth is on his side in this debate, he should encourage his opponents to air their views in public as often as possible, not criticise "some sections of the press" for giving them a platform.
MfG
H. Urbahn

10

#8: "warum heben Sie diese Aussage so hervor? Tröstet es Sie, dass es offenbar noch mehr Menschen gibt, die im Glauben genau so fest sind wie Sie?"

Yepp Herr Langer, Sie haben es durchschaut. Genauso wie beim Glauben an die Evolutionstheorie, der Relativitätstheorie, das Rauchen schädlich ist und das tatsächlich Menschen auf dem Mond waren.

11
Alfred Schlohr

Herr Bäumer, Sie schon wieder, in totaler Unkenntnis: EIKE hat leider nicht ganz korrekt zitiert, denn das korrekte Zitat aus dem link wäre das folgende gewesen:

"(EIKE-Anführungszeichen)

03.06.2013 11:25

WPK kritisiert Anprangerung von Journalisten durch das Umweltbundesamt
Geschäftsstelle Wissenschafts-Pressekonferenz Geschäftsstelle
Wissenschafts-Pressekonferenz e.V.

Die Wissenschafts-Pressekonferenz e.V. (WPK) hält es für inakzeptabel, dass einzelne Journalisten vom Umweltbundesamt öffentlich vorgeführt und als inkompetent dargestellt werden, nur weil sie führende Klimawissenschaftler kritisieren. Die Behörde nennt in ihrer neuesten Broschüre zum Klimawandel ("Und sie erwärmt sich doch") die Namen von Journalisten, die Positionen vertreten, "die nicht mit dem Kenntnisstand der Klimawissenschaft übereinstimmen".

"Es ist nicht Aufgabe einer staatlichen Institution festzulegen, welche Meinungen geäußert werden dürfen und welche nicht", erklärt WPK-Vorsitzender Martin Schneider, "Journalisten dürfen und müssen unterschiedliche Positionen vertreten, und sie dürfen und müssen immer wieder auch etablierte Wissenschaftler in Frage stellen". Im Übrigen könne es nicht Aufgabe einer Behörde sein, bestimmte wissenschaftliche Positionen quasi amtlich als wahr zu beurkunden. Auch wenn der anthropogen bedingte Klimawandel nicht mehr bezweifelt werden kann, gibt es auch in der Wissenschaft intensive Diskussionen über viele Details, etwa über seine Folgen und die Gültigkeit bestimmter Modelle. „Dieser Diskurs muss innerhalb der Wissenschaft geführt werden, und Journalisten müssen ihn kritisch begleiten“, so Schneider.

Die WPK fordert Umweltminister Peter Altmaier dazu auf, eine weitere Verbreitung der Broschüre in dieser Form zu stoppen.

"(EIKE-Anführungszeichen)

Damit wäre klar gewesen, dass die Aussage NICHT von EIKE stammt sondern von den Verantwortlichen, auch wenn die offenbar auch keine Ahnung haben. Aber da sind sie in guter Gesellschaft mit ca. 99 % der Deutschen (die die Zusammenhänge wohl auch nicht verstehen).

12

Sehr geehrter Herr Bäumer,

warum heben Sie diese Aussage so hervor? Tröstet es Sie, dass es offenbar noch mehr Menschen gibt, die im Glauben genau so fest sind wie Sie?

MfG

13

"Auch wenn der anthropogen bedingte Klimawandel nicht mehr bezweifelt werden kann..."

Ja, das ist schon eine schwere Kröte, die man da schlucken muss. Und Herr Urbahn, den Unterschied zwischen dem, was das UBA gemacht hat und staatlicher Zensur, sollte man schon kennen.

14
W.Haxthausen

#4:
Nun, dann schauen Sie mal auf die Struktur der WPK e.V.

15
Jochen Bäumer

"Auch wenn der anthropogen bedingte Klimawandel nicht mehr bezweifelt werden kann ..."

Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Wer hätte hier einen solchen Satz vermutet?

16

Es ist zwar zu begrüßen, daß Herr Schneider sich gegen staatliche Zensur wendet, aber seine Aussage, daß es einen anthropogen bedingten Klimawandel gibt - wobei er wohl meint, bedingt durch CO2 - ist entschieden zurückzuweisen. Dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis.
MfG
H. Urbahn
auch hier wieder ein passendes captcha: wissen

17
Alfred Schlohr

Nun gut, die Verantwortlichen der Wissenschafts-Pressekonferenz haben doch ebenfalls eine Entscheidung gefällt, indem sie sagen: "Auch wenn der anthropogen bedingte Klimawandel nicht mehr bezweifelt werden kann,......"

Was ist der anthropogen bedingte Klimawandel ? Der städtische Wärmeinseleffekt ? Der ist zumindest recht sicher messbar, einverstanden. Ein Einfluss von CO2 auf die Temperatur ist dagegen bis heute nicht messbar, er existiert nur in Computermodellen bzw. wird aus Labormessungen abgeleitet. Daher hat die Wissenschafts-Pressekonferenz genauso unrecht wie das Umweltbundesamt, und diejenigen, die CO2 jeglichen Effekt auf die "globale Mitteltemperatur" absprechen, werden indirekt diffamiert.

18
Elmar Oberdörffer

"Auch wenn der anthropogen bedingte Klimawandel nicht mehr bezweifelt werden kann..." es kann nicht bezweifelt werden, daß das Klima sich ständig wandelt. Es kann sehr wohl bezweifelt werden, und mit guten Gründen, daß menschliche Aktivitäten die Ursache des ständigen Klimawandels sind oder ihn irgendwie beeinflussen. Mit welchem Recht maßt sich die WPK an, Zweifel an der anthropogenen Verursachung des Klimawandels als unzulässig darzustellen? Sie ist damit kaum besser als das von ihr kritisierte UBA.