Ökowahn statt Umweltschutz – Wenn grüne Ideologien zum Dogma werden

Unter den Gästen: Prof. Dr. Vaclav Klaus, Ex-Präsident Tschechiens

Bericht über die Alternative Ökokonferenz der FDP im Sächsischen Landtag am 25. Mai 2013 in Dresden. Von Günter Keil
FDP Landesvorsitzender Zastrow: „Wir teilen das Schicksal mit etlichen renommierten Wissenschaftlern, die sich kritisch über die Klimapolitik geäußert haben.“ Er nannte die neue Broschüre des UBA „Und sie erwärmt sich doch“ als bemerkenswerte Verzweiflungs-Äußerung einer für dieses Thema gar nicht zuständigen Behörde. Dort würden Kritiker an den Pranger gestellt, z.B. Vahrenholt (Die kalte Sonne), Maxeiner und Miersch (achgut.de) und andere. (Anm.: Später kritisierte Alexander Neubacher, daß sein Name dort fehlt und versprach, sich darum zu bemühen, daß er auch endlich in diese Liste aufgenommen wird.)


Die Einladung hatte ich vom Büro des Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag, Holger Zastrow, erhalten. 

Vortragende waren:

–       Holger Zastrow, MdL (s.o.)

–       Holger Krahmer, MdEP, Umweltpolitischer Sprecher der FDP im Europäischen Parlament; demnächst Ausscheiden und Kandidatur für den Bundestag.

–       Dr. Peter Heller, Physiker, Wissenschafts-Blog „Science Skeptikal“

–       Alexander Neubacher, SPIEGEL-Reporter und Buchautor

–       Prof.Dr. Václav Klaus, Wirtschaftswissenschaftler und ehemaliger Ministerpräsident sowie ehemaliger Präsident der Tschechischen Republik.

Moderation: Henning Krumrey, stv. Chefredakteur Wirtschaftswoche.

Es handelte sich um die inzwischen dritte derartige Veranstaltung der sächsischen FDP: Im vorigen Jahr die Alternative Klimakonferenz und im Dezember 2012 die Alternative Energiekonferenz.

Bericht sind erhältlich: E-Mail:  fdp@slt.sachsen.de ,                                             bzw. www.fdp-fraktion-sachsen.de , www.fortschrittsoffensive.de

„Fortschrittsoffensive“ ist der Titel dieser Veranstaltungsreihe der FDP-Landtagsfraktion.

Die Veranstaltung was stark besucht; ca. 300 Gäste.  Darunter der tschechische Botschafter, eine Generalkonsulin für Tschechien, 2 Staatssekretäre aus sächsischen Landesministerien der FDP, der Chef der Brandenburgischen FDP Gregor Bayer.

Die Vorträge hatten sämtlich ein hohes Niveau und der gesprochene Klartext über den Klimawahn und dessen zerstörerische Folgen (Klaus), die Energiewende (Zastrow), die grüne Regulierungswut in der EU (Krahmer), die Mülltrenn-Ideologie (Neubacher) und die Dauerlüge von den sich erschöpfenden Rohstoffen (Heller) war sowohl äußerst lehrreich wie erfrischend. In den anschließenden Diskussionen gab es ausschließlich Unterstützung für die Ansichten der Vortragenden. 

Einige Punkte aus den einzelnen Vorträgen:

o   Zastrow: „Wir teilen das Schicksal mit etlichen renommierten Wissenschaftlern, die sich kritisch über die Klimapolitik geäußert haben.“ Er nannte die neue Broschüre des UBA „Und sie erwärmt sich doch“ als bemerkenswerte Verzweiflungs-Äußerung einer für dieses Thema gar nicht zuständigen Behörde. Dort würden Kritiker an den Pranger gestellt, z.B. Vahrenholt (Die kalte Sonne), Maxeiner und Miersch (achgut.de) und andere. (Anm.: Später kritisierte Alexander Neubacher, daß sein Name dort fehlt und versprach, sich darum zu bemühen, daß er auch endlich in diese Liste aufgenommen wird.) Die Alternative zur Energiewende sei: Es einfach sein zu lassen. Solarstrom sollten sonnenreiche Länder erzeugen. Am Beispiel Windkraft sei erkennbar, daß den Grünen der Umweltschutz egal ist, wenn es um den Profit geht. Die Bemühungen der sächsischen FDP hätten bereits einige Erfolge in der Bundespartei erzielt: So seien einige besonders falsche Formulierungen aus dem Wahlprogramm entfernt worden. Dennoch brauche man mehr Unterstützung.

o   Krahmer: In den jüngsten Verhandlungen zur EU-Energiepolitik hätten die Staatschefs erhebliche Kritik an nationalen Alleingängen in Bezug auf die Themen Klima, CO2, Energie geübt. Das Abschlussdokument sei hart. Grund seien die wachsenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die keinen Raum mehr für kostspielige Experimente ließen. Dennoch plane die Kommission zahlreiche Beschränkungen, Verbote und Gängelungen für Hersteller und Bürger: Die geplante Ökodesign-Richtlinie betreffe Fernseher, E-Motoren, Kühlschränke, Werkzeugmaschinen, Mikrowellen, Kaffeemaschinen, Staubsauger, Computermonitore, Waschmaschinen. Ein Öko-Irrsinn.

Weiterhin werde ein Öko-Label für Hersteller geplant, die einen Umweltnutzen nachweisen müssen. Das verspreche, ein Protektionismus-Thema zu werden.  Geplant sei ferner ab 2017 ein Verbot  „klimaschädlicher Kältemittel“ und ergänzend ein Wartungsverbot für existierende Kühlanlagen, mit dem alle in Betrieb befindlichen Kühlanlagen in kurzer zeit in Schrott verwandelt sein würden. Ein riesiger volkswirtschaftlicher Schaden wird entstehen.

Zum Thema Kunststoffabfälle werde eine neue Steuer auf Kunststoffe geplant. Für PKW solle der CO2-Ausstoß dermaßen reduziert werden, daß nur noch kleine Autos zugelassen würden – eine klare Kriegserklärung an die deutsche Autoindustrie, hinter der die europäische Konkurrenz steckt.

Mit der geplanten Tabakproduktrichtlinie soll eine umfassende Erziehung und Abschreckung der Tabakkonsumenten bewirkt werden – so z.B. durch die Bestimmung, daß 75% der Schachtel-Oberfläche mit Warnhinweisen und Schockfotos bedeckt sein muß.

o   Heller: Die Ökologisten glauben sowohl an die Grenzen der Quellen als auch an die der Senken – siehe Meadows (1970). Alle diese Voraussagen haben sich als falsch erwiesen. In keinem einzigen Falle gebe es für einen Rohstoff diese Entwicklung – im Gegenteil: Trotz z.T. steigendem Verbrauch sind die Reserven sogar weiter angestiegen. Grund ist die erhebliche technologische Weiterentwicklung, die von den Prognostikern nicht berücksichtigt wurde und die auch weiterhin von niemandem vorhergesagt werden kann. Beispiel sein die Technik im Bergbau, insbesondere die Erschließung tief liegender Rohstoffe. Deshalb gehe die Erschließung der ungeheuren, in der Erdkruste vorhandenen Ressourcen immer weiter. Im Gegensatz dazu seien die Möglichkeiten von Biomasse sehr begrenzt. 


Beispiel: Energieerzeugung.

Ø  Sonneneinstrahlung: 1000 kWh/m2

Ø  Nach der Photosynthese: 20 Wh/m2

Ø  Nach der Biogaserzeugung: 7,5 Wh/m2

Ø  Der Gesamt-Wirkungsgrad liegt also bei äußerst geringen 0,75%

Ø  Die Folge: Sehr viel Fläche wird benötigt.

Die Pläne der Regierung laufen deshalb darauf hinaus, daß die dafür benötigte Fläche von 45.000 km2 ebenso groß sein muß, wie die gesamte bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche in Deutschland. Mit konventionellen Kraftwerken würde man für die gleiche Energiemenge ca. 25 km2 brauchen.

Für Biotreibstoff sei der „Treibhausgas“-Ausstoß für sämtliche Energiepflanzen – außer Zuckerrohr – größer als bei der Nutzung fossiler Rohstoffe.

o   Neubacher: Zeigte einen eigenen Film über die Mülltrennung und einen über den Protest in landwirtschaftlichen Regionen gegen neue Biogasanlagen und weiteren Maisanbau. Dazu erläuterte er die Situation in den Medien und das Verhalten von Kollegen, die sich davor scheuten, Nachrichten zu bringen, die nur „der falschen Seite Argumente liefern“ würden.

o   Klaus: Präsident Vàclav Klaus wurde von den Kongreßteilnehmern mit starkem, langem Applaus gefeiert. Über sein Buch „Der blaue Planet in grünen Fesseln“ (2007) hatte er bereits im vorigen Jahr in Dresden gesprochen. Sein Eindruck sei, daß die schweigende Mehrheit nicht mehr so still hält.

Zum Klimathema sagte er, daß die Qualität der Klimamodelle sehr zweifelhaft sei – er könne das als Wissenschaftler beurteilen, weil er als Ökonom mit den gleichen Statistikmethoden gearbeitet habe. Die Entwicklung der Globaltemperatur sei mit den Modellen des IPCC nicht erklärbar. Die Bestrebungen zur Bekämpfung des Klimas führten nur zu einer riesenhaften Verschwendung.

Er sehe in dieser Entwicklung eine Tendenz in Richtung auf eine neue Unfreiheit und eine programmierte Gesellschaft.

Die Veranstaltung endete mit einer Podiumsdiskussion der Referenten.

Im Foyer war Bürgerinitiativen gegen Windkraft – darunter auch eine hessische Gruppe – ein Platz zur Präsentation ihrer Aktivitäten gegeben worden.

In nachfolgenden Gesprächen mit Teilnehmern konnte ich eine völlige Übereinstimmung mit unseren Ansichten feststellen. Was die FDP in Berlin betraf, gab es ausnahmslos härteste Kritik an dem umweltpolitischen Fraktionssprecher Kauch.  

Dr. Günter Keil, Sankt Augustin, 26. Mai 2013

                  

         

        

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16 Kommentar(e)

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1

#15: W. Dillich meint:
"Der Klimawandel ist da schau mal raus was passiert .."

ja, es ist etwas zu kalt für meine unmaßgebliche persönliche Meinung.

weiter meint er:
"..... und sie sind mit verantwortilich."

denken Sie jetzt ich (oder meine Frau) hab zu wenig geheizt, weil es nicht warm genug ist?
Meine Frau wird antworten:
Unverschämtheit, wenn Strom und Öl immer teurer wird und zwar ganz wesentlich durch "grüne Politik", dann sind die "Grünen" verantwortlich für das schlechte Wetter!
-JETZ MAL GANZ OHNE IDEOLOGIE - Herr Dillich!
Sie sind mitschuld! Sie!!!

mfG

2

@Rudolf Heinrich,

Liebe(r) W. Dillich, was eine Partei in ihr Grundsatzprogramm schreibt, ist mir herzlich schnuppe! Man sieht das sie nicht in einer Partei sind, traurig.

Sie haben die Grundsätze nicht verstanden und nicht das Grundsatzprogramm gelesen. Es ist so einfach erklärt sollen die Grünen für sie das noch leichter erklären das sie es verstehen.

Ich setze es noch einmal hier rein:

I. Unsere Werte
Uns eint, uns verbindet ein Kreis von Grundwerten, nicht eine Ideologie.

http://www.gruene-partei.de/cms/files/dokbin/68/68425.grundsatzprogramm_die_zukunft_is[..] Seite 9 Grundsatzprogramm
Da könnt ihr das noch mal selber lesen."

Wird eine Ideologie aber dazu benutzt, wahre Absichten zu verschleiern, so wird dieser Begriff missbraucht.
Im Zusammenhang mit dem angeblich vom Menschen verursachten Klimawandel wird z.B. eine ökologische Ideologie als Angst- und Machtmittel missbraucht.

Der Klimawandel ist da schau mal raus was passiert und sie sind mit verantwortilich. Aber das interessiert sie nicht. Sie sind geanuso einer der jeden Trend mit macht und jeden scheiß aus Bangladesch kauft. Der neue Tagebaue wünscht und Kohlekraftwerke.

3
Rudolf Heinrich

#13: W. Dillich sagt:

am Freitag, 07.06.2013, 19:25

"@ Rudolf Heinrich
Jede politische Partei hat ihre Ideologie

Das stimmt nicht, bei den Grünen steht eindeutig so:

I. Unsere Werte
Uns eint, uns verbindet ein Kreis von Grundwerten, nicht eine Ideologie.

http://www.gruene-partei.de/cms/files/dokbin/68/68425.grundsatzprogramm_die_zukunft_ist_gruen.pd[..] Seite 9 Grundsatzprogramm
Da könnt ihr das noch mal selber lesen."

Liebe(r) W. Dillich, was eine Partei in ihr Grundsatzprogramm schreibt, ist mir herzlich schnuppe!

Ganz wertfrei ausgedrückt gilt, dass "ein Kreis von Grundwerten" als Ausdruck der "Summe der jeweiligen Zielvorstellungen, Grundsätze..." (wie ich bereits ausführte) als Ideologie bezeichnet wird.

Nehmen Sie das doch bitte zur Kenntnis und lernen Sie, dass "Ideologie" nichts an sich Schlimmes ist.

Wird eine Ideologie aber dazu benutzt, wahre Absichten zu verschleiern, so wird dieser Begriff missbraucht.
Im Zusammenhang mit dem angeblich vom Menschen verursachten Klimawandel wird z.B. eine ökologische Ideologie als Angst- und Machtmittel missbraucht.

4

@ Rudolf Heinrich
Jede politische Partei hat ihre Ideologie

Das stimmt nicht, bei den Grünen steht eindeutig so:

I. Unsere Werte
Uns eint, uns verbindet ein Kreis von Grundwerten, nicht eine
Ideologie.

http://www.gruene-partei.de/cms/files/dokbin/68/68425.grundsatzprogramm_die_zukunft_ist_gruen.pdf

Auf Seite 9 Grundsatzprogramm
Da könnt ihr das noch mal selber lesen.

5
Rudolf Heinrich

Liebe(r) Herr/Frau W. Dillich,
schön, dass Sie sich hier nicht beeinflussen lassen möchten.
Allerdings könnten Sie etwas lernen: Dass zum Beispiel nicht immer "Ideologie" draufsteht, wo Ideologie drin ist, ebenso, dass nicht immer Ideologie drin ist, wo es draufsteht:
Jede politische Partei hat ihre Ideologie als Summe ihrer jeweiligen Zielvorstellungen, Grundsätze, Grundwerte.
Diese Ideologien sind durchaus unterschiedlich, obwohl alle Parteien behaupten, dass sie aus einer - wie Sie sagen - "realen Weltanschauung" resultieren.
Man kann die Welt eben aus verschiedenen Blickrichtungen betrachten, man kann unbequeme Wahrheiten ausblenden, man kann auch komplett die Verbindung zur Realität verlieren (z. B. bei Psychosen...)
Wenn aber Ideologien zur Aufstellung von Dogmen führen - und hier beziehe ich mich auf das eigentliche Diskussionsthema - die man glauben MUSS, dann wirds gefährlich, dann passiert das, was Heinrich Böll einmal sinngemäß sagte: Ideologien, gleich welcher Art, müssen zwangsläufig zu Gewalt führen.
Die Warmisten stellen solche Dogmen auf und halten mit einer rattenhaften Zähigkeit daran fest, obwohl das Klima ihnen keineswegs den Gefallen tut, das zu machen, was sie vorhergesagt haben. Trotzig wie kleine Kinder behaupten sie weiterhin: Und sie erwärmt sich doch!
Und wer was anderes behauptet, wird an den Pranger gestellt...

6

Das ist völliger Quatsch was ihr da schreibt. Ideologie ist nichts gutes. Ich lese das ständig im Internet es wird nur als negatives beschrieben. Also ist für mich das Wort Ideologie tabu. Es ist mir völlig egal ob es auch ein positives Wort ist. Warum wird es denn immer nur auf das negative bezogen. Es ist besser wenn man keine Ideologie hat sondern eine reale Weltanschauung ohne Ideologie. Ich lasse mir nichts einreden oder unterjubeln. Bin ein freier Mensch. Von euch lasse ich mich nicht beeinflussen. Das tut die politik schon genug.

7

#7: Hallo, lieber Herr W. Dillich, natürlich muss man nicht umbedingt Ideologie dazu sagen, einen Hund nennt man ja auch nicht Hund.
Was halten Sie denn von meinem diplomatischen Homeland-Vorschlag.
Ich denke, Sie würden doch ganz sicher in so ein Paradies unter dem Gesang der Windmühlen reinziehen wollen, oder?
Man kann es doch mit einigem Recht
DAS ÖKOPARADIES nennen.

Ich geh mal davon aus, dass auch einige draußen bleiben wollen,
wir leben ja schließlich in einer Demokratie,
oder nicht?
Ich z.B. bin aus gesundheitlichen Gründen schon kein Vegetarier und brauch mein Auto dummerweise beruflich, kann also gar nicht ins Paradies.

Gruß

8
Dirk Weißenborn

#7 W. Dillich

"Wenn man alle Grundsatzprogramme der Parteien mal so durchliest steht nirgens wo Ideologie. Also ist Ideologie völliger Quatsch."

Gratulation zu Ihrer politischen Weitsicht!

Wie hätten Sie wohl das Grundsatzprogramm der Faschisten im Jahr 1933 beurteilt?

9
Bernd Hartmann

#7 W. Dillich
Ich fühle mich gezwungen, auf Ihre Bemerkung zu reagieren. Wie und was Sie da so von sich geben, geht so überhaupt nicht! Sie disqualifizieren sich damit vollkommen und geben somit auch Zeugnis über eine unterdurchschnittliche und einseitige Allgemeinbildung ab. Eine Ideologie ist erst einmal überhaupt nichts Schlechtes. Wenn man das Wort analysiert, ergibt sich daraus Idee(griech. Idea) und Logos (griech. Lehre) also in etwa so etwas wie gedankliche/ theoretische Vorstellungen einer idealen Welt (kürzer: Weltanschauung). Eine Ideologie wird erst dann negativ, wenn sie Massen beeinflußt, dabei menschenfeindliche, rassistische, chauvinistische u.ä. u,v.a. Inhalte demagogisch propagiert. Bitte lassen Sie sich das gesagt sein von jemandem, der im Osten einen nicht unwesentlichen Teil seines Erwachsenenendaseins unter ständiger Ideologieberieselung verbracht hat. Ganz offensichtlich hat bei Ihnen diese Berieselung auf der anderen Seite als Resultat des kalten Krieges gefruchtet. Deshalb würde ich meinen Kopf darauf verwetten, dass Ihre Sozialisation im Westen stattfand oder/und Ihr Erwachsensein erst nach 1990 begann, sonst wüssten Sie, wovon Sie reden.
MfG
B. Hartmann

10

Seit wann haben die Grünen eine Ideologie? Ich dachte immer Grundsätze oder Grundwerte wären dies. Gibt es überhaupt eine Ideologie mal die Frage? Nein meines erachtens nicht. Also ich persönlich habe keine Ideologie. Ich habe Grundsätze ode Grundwerte.

Die CDU und Co haben auch keine Ideologie sondern Grundsätze. Die CDU hat selber mal gesagt sie habe keine Ideologie. Also da stimme ich ihr auch zu.

Wenn man alle Grundsatzprogramme der Parteien mal so durchliest steht nirgens wo Ideologie. Also ist Ideologie völliger Quatsch.

11
Bernd Hartmann

Das Verdienst der Grünen besteht m. E. darin, dass es in unserem Land eine effektive für viele andere Länder beneidenswerte Umweltgesetzgebung gibt. Ein weiteres nicht weniger bedeutendes Verdienst ist darin zu sehen, dass sie(die Grünen) für die tiefe Verwurzelung in der Bevölkerung der Bundesrepublik eines positiven Umweltbewußt- seins verantwortlich sind. In dieser Hinsicht haben sie ihre Schuldigkeit getan! Alle in D etablierten Parteien haben außerdem einen obligatorischen grünen Teil in ihren Parteiprogrammen.
Wenn sich Parteien, egal welcher Coleur, "menschenfreundlich" äußern, kommt mir das jedes Mal verlogen vor, oder ist mir zumindest suspekt wie auch im FDP-Fall

12
Peter Heller

@ Herbst:

115 W/qm entsprechen 1050 kWh/qm und Jahr. Die übrigen Angaben im Text oben sind entsprechend ebenfalls pro Jahr anzusehen und das "kilo" muß ebenfalls noch ergänzt werden.

Die Daten für den tatsächlichen Ertrag wurden aus verschiedenen Quellen für verschiedene Energiepflanzen abgeleitet und geben so etwas wie das derzeit maximal mögliche an.

Kern der Aussage im Vortrag waren allerdings nicht die konkreten Zahlen, sondern der Hinweis, daß wir sowohl an der Sonneneinstrahlung, als auch am Wirkungsgrad der Photosynthese nichts ändern können. Nachwachsende Rohstoffe greifen daher immer auf die Ressource zurück, von der wir eigentlich am wenigsten haben: Platz. Daher sind sie prinzipiell begrenzter, als mineralische Ressourcen. Es sollte dem Ökoneusprech von der "unbegrenzt verfügbaren Energie durch nachwachsende Rohstoffe" entgegengetreten werden.

13

Bei der Energieangabe von 1000 kwh pro qm fehlt die Zeit. Ist das pro Jahr oder Tag oder Stunde gemeint?

14
Peter Heller

Nein, ich habe mit Energien bilanziert und nicht mit Leistungen. Dabei wurde eine mittlere Sonneneinstrahlung in Deutschland von 1000 kWh/qm angesetzt. Sie mag etwas höher sein, aber das ändert nichts an der Aussage.

Weiterhin sind 45.000 qkm die Fläche, die in Deutschland für den Anbau von Nahrungsmittelgetreide und Gemüse verwendet wird. Die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche ist viel größer, das meiste ist Weidewirtschaft.

15
K. Allmendinger

Zu Kommentar #1:
Auch die Angabe von 1000 W/m^2 Sonneneinstrahlung ist falsch. Dieser Wert wird nur erreicht, wenn die Sonne senkrecht ueber z.B. einem Solarpanel steht. Mit diesem Wert wird der Wirkungsgrad von Solarpanels berechnet. Er hat wenig mit der Energieerzeugung zu tun.
Der richtige Wert, der in der Aufstellung anzuwenden waere, waere die mittlere Solareinstrahlungleistung, die in Deutschland im Mittelwert ~115W/m^2 betraegt.

16

Der Artikel enthält einen entstellenden Fehler: es muß heißen Sonneneinstrahlung 1000 W/m² näherungsweise) bei 1000 kW/m² wäre die Erde an der Oberfläche zumindest flüssig. Bitte korrigieren wie auch die anderen Zahlen
MfG
H. Urbahn