Betrugsfall des IPCC läuft heiß, nicht das Erdklima

Datenfälschung und Betrug, so sieht es im IPCC aus, wie Lord Monckton meint. Er glaubt, den Nachweis führen zu können, dass vorsätzlicher Betrug zu Gunsten weniger Klimawandel-Profiteure und zu Lasten vieler Steuerzahler stattfand. Doch eigentlich geht es ihm um die Richtigstellung des folgenschweren Irrtums des IPCC von der sich beschleunigenden Erderwärmung.

Von Christopher Monckton of Brenchley (20.5.2013)

Vor zwei Wochen habe ich den Hauptfehler im 2007er Vierten Zustandsbericht (AR4) an das Sekretariat des IPCC gemeldet. Nachdem die Wissenschaftler ihren Schlußentwurf übergegeben hatten, haben die Bürokraten und die Politiker den HadCRUt3 Graphen der globalen gemessenen Temperaturen seit 1850 „nachbehandelt“ und vier Trend-Linien der Anomalie-Kurve hinzugefügt, von deren relativen Steigungen die ungerechtfertigte und statistisch unhaltbare Schlussfolgerung gezogen wurde – gleich zweimal im Bericht -, dass die Erderwärmung „sich beschleunige“ und dass wir für die „Beschleunigung“ verantwortlich wären.

Die Erderwärmung beschleunigt sich nicht. Die Erde wird nicht heiß. Seit 17 Jahren gibt es keine Erwärmung mehr, nirgendwo – selbst der IPCC-Klimatologie-Vorsitzende gibt es inzwischen zu. Das betrifft auch die Hadley/CRU Daten. Den RSS-Satelliten-Daten zufolge gibt es seit 23 Jahren keine Erwärmung.

Die zentrale Vorhersage des IPCC für die Erwärmung seit 2005 (hellrot), aus dem demnächst herauskommenden Fünften Zustandsbericht (Fifth Assessment Report) weicht deutlich sichtbar ab vom linearen Regressionstrend (hellblau) der aktuellen Version (HadCRUt4) der Kurve der monatlichen globalen Mitteltemperatur-Anomalie (dunkelblau):

Auf meine Meldung über die falsche IPCC-Schlussfolgerung von der „sich beschleunigenden“ Erderwärmung erhielt ich keine Antwort. Also habe ich dem IPCC wieder geschrieben:

“Ich bin Fachgutachter für den Fünften Zustandsbericht [Fifth Assessment Report] des Intergovernmental Panel on Climate Change. Vor zwei Wochen habe ich Sie angeschrieben, um einen schwerwiegenden Fehler im Vierten Zustandsbericht [Fourth Assessment Report] zu melden. Bis heute habe ich keine Antwort. Mein Brief von vor zwei Wochen ist beigefügt, zusammen mit einem Brief, den ich an den Inter-Academy Council gerichtet habe mit der Bitte, sich bei Ihnen für eine Antwort an mich einzusetzen. Ich habe auch einen Brief an die Genfer Polizei geschickt – derzeit nur zur Information – dass hier womöglich ein Betrug vom IPCC begangen würde.
In meinem Brief an die Genfer Polizei habe ich geschrieben: – eine Kopie ging auch an das Büro zur Verfolgung schweren Betrugs in London und an das Büro des Leitenden Oberstaatsanwalts des U.S. Bundesstaates Virginia (Serious Fraud Office in London and the Office of the Attorney General of the Commonwealth of Virginia) –
Die beigefügten Schriften begründen einen Betrugsverdacht, begangen vom IPCC. Dessen Sekretariat hat meine Meldung über einen Fehler in dessen viertem Zustandsbericht [Fourth Assessment Report] nicht beantwortet. Der Fehler ist schwerwiegend. Ich kann beweisen, dass er vorsätzlich begangen wurde. Der Fehler ist so konstruiert, dass mit einer Täuschung vorgespiegelt wird, die Erde erwärme sich sogar noch schneller, als auf uns zurückgeführt werden kann. Dies ist ein Betrug aus einer Folge von geschickten und zusammenhängenden Betrügereien, die Einigen Wenigen große Profite zu Lasten von Vielen verschafft haben.
Die Betrügereien sind vorsätzliche Täuschungen, die darauf abzielen, Verluste bei Steuerzahlern zu verursachen, indem wissenschaftliche Daten und Ergebnisse so verfälscht werden, dass die Rate der Erderwärmung und damit auch der Folgen übertrieben wird.
Wissenschaftliche Auseinandersetzung ist legitim: nicht aber die einseitige Verzerrung der objektiven wissenschaftlichen Erkenntnis aus Profitgründen.
Dieser Brief soll Sie zunächst nur in Kenntnis setzen. Wenn ich nach einer weiteren Woche vom IPCC (es erhält eine Kopie dieses Briefs) entgegen dessen Regularien keine Antwort erhalten habe, möchte ich Sie bitten, Ermittlungen zu eröffnen über diesen Betrug und weitere damit zusammenhängende Betrügereien, bei denen es um große Summen in noch nie dagewesener Höhe geht.”

Diesmal beeilte sich das IPCC mit einer Antwort:

“Wir bestätigen den Eingang Ihrer Mitteilung, wie unten abgedruckt, und Ihres Briefes vom 4.3.2013, den wir früher erhalten haben, als Anlage zu jener Mitteilung. Ihre Email von heute mit Anlagen ist die erste von Ihnen im IPCC Sekretariat eingegangende Mitteilung in dieser Angelegenheit.
“Wir möchte Sie in Kenntnis setzen, dass der Fehler, auf den Sie hinweisen und den Sie melden, nun wie vorgesehen im IPCC Protocol for Addressing Errors in IPCC Assessment Reports, Synthesis Reports, Special Reports or Methodology Reports behandelt wird, zugänglich auf der IPCC Website. Die Schritte 1 und 2 des Protokolls sind jetzt abgeschlossen; die IPCC Working Group I wird sich mit den nächsten Schritten wie vorgesehen befassen. Wie im Protokoll vorgesehen, wird Sie das IPCC Sekretariat über die Ergebnisse aus dieser Vorgehensweise informieren.”

Ich habe dem IPCC für die Weiterleitung meines Berichts über seinen Irrtum im Vierten Zustandsbericht (Fourth Assessment Report) gedankt und der Polizei mitgeteilt, dass das IPCC nun geantwortet hätte. Es ergibt sich aus der Antwort des IPCC Sekretariats, dass Dr. Pachauri, den ich schon 2009 schriftlich und persönlich über diesen Fehler in Kenntnis gesetzt habe, die Meldung über den Fehler nicht an das Sekretariat weitergegeben hat, wozu er verpflichtet gewesen wäre. Zweifelsohne wird es jetzt eine interne Untersuchung zur  Aufklärung geben, warum er nicht weitergeleitet hat.
Nach Abschluss der Untersuchung und der Rückmeldung des IPCC darüber werde ich Sie über das Ergebnis informieren – und die Strafverfolgungsbehörden der drei Staaten.

Original hier auf WATTSUPWITHTHAT

Übersetzung: Helmut Jäger, EIKE

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17 Kommentare

  1. Die Eike Redaktion kommentierte:

    „Danke, zweifellos sehr „wertvolle“ Links, die Sie uns da andienen. Leider können wir in ihnen keine „Widerlegungen“ von Moncktons Sachaussagen auffinden. Was Sie zitieren, ist das übliche Blog-Kommentar-Gequatsche, das Sie überall finden, auch auf unserer Seite. Es ist weitestgehend wertlos.

    Sie schienen da was zu verwechseln. Was hat dieses Gequatsche mit substantiellen Widerlegungen zu tun? Unter „belegen“ verstehen wir seriöse Quellen, bevorzugt wissenschaftliche Fachartikel, kein gegenseitiges Anschreien.“

    Hmmm, gehe ich recht in der Annahme, dass Sie keinen einzigen Blick auf die Videos geworfen haben? Und kann es sein, dass Sie jetzt von etwas anderem reden, als ich? Ich sagte ursprünglich:
    „Es gibt ettliche Videos auf Youtube, die die Aussagen Monktons mit den tatsächlichen Gegegenheiten vergleichen“. Und das kann man in den Videos gut sehen. Ich weiss nicht, warum Sie das Thema jetzt plötzlich auf die Ebene von wissenschaftlichen Fachartikeln verschieben. Monckton ist ja primär sichtbar auf Blogs und Vorträgen, warum sollte sich jemand die Mühe machen, einen wissenschaftlichen Artikel über eine Vortrag oder einen Blog-Beitrag machen.

  2. Lord Monckton hat einen ausgeprägten Sinn für Geometrie und Zahlen. Er ist einfach erfrischend intelligent und deckt gnadenlos die unlogischen Schwachstellen der Klimakatastrophenprediger auf. Zeitgenossen, die lieber ideologisch als logisch denken wollen (oder können) müssen sich halt ärgern. Die anderen können sich freuen.

  3. Die Eike Redaktion kommentiert
    „Ihre Behauptung sollten Sie besser belegen, anstatt von „etlichen Videos zu sprechen“.

    Die EIKE-Redaktion“

    Ich dachte nicht, dass das Konzept der Suche nach einem vorgegebenen Stichwort so eine Herausforderung ist. Die Suche ergibt „Etwa 6.920 Ergebnisse“. Aber es geht auch viel einfacher, es gab sogar eine Diskussion auf WUWT zu diesen Videos: http://preview.tinyurl.com/6rqzp2s „Monckton responds to Peter Hadfield aka “potholer54? – plus Hadfield’s response“ Das Antwortvideo ist etwas versteckt in der Antwort, daher hebe ich es nochmal hervor: http://preview.tinyurl.com/ohtsmua

  4. #10: Ben Goldberg sagt am Mittwoch, 29.05.2013, 12:01:

    „Ich habe noch nie erlebt, dass Herr Lord Monckton seine Behauptungen nicht felsenfest unterbauen konnte.“

    Da rennen Sie aber mit verschlossenenen Augen durch die Gegend. Es gibt ettliche Videos auf Youtube, die die Aussagen Monktons mit den tatsächlichen Gegegenheiten vergleichen und da liegt er dann auffällig oft daneben. „Monckton bunkum“ wäre das passende Stichwort für eine Suche auf youtube…

  5. #7: Hans Jung , meinen Sie nicht, dass die Landtemperatur entscheidend ist?
    Das Meer hinkt immer etwas hinterher:

    http://tinyurl.com/qfpw7f8

    nimmt man als Ausgangspunkt der „rasanten Erwärmung“ 1979 so zeigen alle offiziell verfügbaren Globalwerte „eine bedrohliche“ Temperaturerhöhung UNTER 0,4°C.

    Etwas wärmer wäre also besser!
    Besonders seit 1998

    mfG

  6. #7: Hans Jung

    Werter Herr Jung,
    Dann tun Sie bitte folgendes (wenn Sie es nicht schon getan haben):

    Konfrontieren Sie Herrn Lord Monckton in einem netten Brief mit seiner Behauptung und diesem Graph.
    Ich habe noch nie erlebt, dass Herr Lord Monckton seine Behauptungen nicht felsenfest unterbauen konnte.

    Lassen Sie uns danach seine Antwort wissen.

    mfG

    B.G.

  7. #4 Rainer Hoffmann

    Hallo Herr Hoffmann,

    ich teile Ihre Einschätzung der „Pythia aus Potsdam“.

    Wenn man sich Habitus, Ausstrahlung und Sprache dieses Menschen genau anschaut, so kann m.E. festgehalten werden:

    1. Er ist sich des Erfolgs „seiner“ Mission sehr sicher. Das kann man seiner Ruhe und den sehr wohlgewählten Worten anmerken.

    2. Dafür spricht auch, dass er gegen Ende des Interviews von Vorhaben der nächsten Legislaturperiode spricht, die unabhängig vom Ausgang der Bundestagswahl in Angriff zu nehmen wären. Er stellt sich damit mindestens auf die Stufe von Bundeskanzlerin Merkel und in jedem Fall über das Volk. Der Begriff „alternativlos“ hat noch gefehlt, waberte jedoch im Raum. Mir lief ein Schauer über den Rücken und ich mußte an den Begriff „Machtergreifung“ denken.

    3. Seine Augen schlossen sich beim Sprechen oft, so als würde er einer inneren, „höheren“ Eingebung lauschen. Diese Art teilt er mit dem noch wesentlich arroganteren Jürgen Trittin.

    Wir können hier rauf und runter Einzelheiten diskutieren – Prof. Schellnhuber ist schon längst weiter. Mit CO2-Steuern o.ä. ist obendrein schon aufgrund der Situation bei den Staatsfinanzen zu rechnen.

    Was tun?

    mfG

    D.Weißenborn

  8. Interessant, dass Schellnhuber nun wieder von einer „Prognose von 4°C“ spricht, aber im Sommaer 2012 auf arte klarstellend behauptet hatte, er würde „keine Prognosen“ erstellen, sondern „Szenarios“ !!

    Es wird wohl nun wirklich an der Zeit, die Lügen und Widersprüche dieses Klima-Scharlatans Schellnhuber der letzten Jahre in einem Video nun endlich mal transparent und anschaulich zu machen..

  9. Der Mann ist Spitze. Er findet immer genau die wunden Punkte der „Qualitätsberichterstattungen“. Leider gibt es davon noch zu wenige.
    Ich wünsche ihm viel Glück und beste Gesundheit.

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