Kernenergie: 100 Gründe und 100 gute Antworten. Fortsetzung #42 bis #45

„Erhalte uns die Unlösbarkeit des Atommüllproblems, und wir ärgern dich nicht bei der Bundestagswahl 2013”, das war der Deal zwischen den Grünen und Bundesumweltminister Peter Altmaier. Für Altmaier ist dieses leidliche Thema damit vom Tisch, und für die Grünen ist die Existenz, die zu wesentlichen Teilen auf dieser zweifelsohne genialen Erfindung gründet, für lange Zeit gesichert. Warum, das erfahren Sie in der nächsten Kategorie „Atommüll & Entsorgung” der „100 guten Antworten”.

Die Erfindung des nuklearen Abfallproblems fußt auf 3 Geboten, die für die ökoreligiöse Bewegung unantastbar sind.

– Nuklearer Abfall ist unglaublich gefährlich und unvorstellbar giftig, jenseits aller bekannter Stoffe, die uns umgeben.
– Es gibt keinen Ort auf der Welt, an dem dieser Abfall dauerhaft gelagert werden könnte.
– Es gibt auch keine technische Möglichkeit, diesen Abfall unschädlich zu machen.

In der realen Welt ist jede einzelne dieser Prämissen falsch, denn die Toxizität endzulagernder nuklearer Abfälle ist eher moderat, die Mengen lächerlich gering, mit der zusätzlichen angenehmen Eigenschaft, sich von selbst aufzulösen. Auch Methoden der Entschärfung waren von Anfang an bekannt. In der phantastischen Welt von Ursula und Michael Sladek und ihren Elektrizitätswerken Schönau (EWS), Kumulationspunkt allen ökologistischen Irrsinns, wird hingegen alles getan, diese Mythen aufrecht zu erhalten – für die Ökoreligion würde sonst ein Weltbild zusammenbrechen.
Die Atommüll-Gebote müssen um jeden Preis verteidigt werden. Ähnlich den ausufernden Institutionen der katholischen Kirche im Mittelalter gibt es dafür inzwischen spezialisierte inquisitorische Einrichtungen wie das „Öko-Institut e.V.” oder das IPPNW, die zu jedem wissenschaftlichen Beleg ein pseudowissenschaftliches Gegenargument konstruieren. Solange der Laie (und inzwischen sogar der ein oder andere fachverwandte Experte) dies nicht unterscheiden kann, stimmt die Balance, und die Gelder fließen zugunsten der Ökoreligion.

Der mittellose Verein KRITIKALITÄT versucht, dieser in Jahrzehnten hauptsächlich durch die Ökoreligion vorangetriebenen und perfektionierten Imitation wissenschaftlicher Methoden durch klare, überprüfbare sowie offen diskutierbare Aussagen entgegenzuwirken. Die gut entlohnten öffentlich-rechtlichen Medien, sowie Bildungseinrichtungen und Politik können oder wollen dies offensichtlich nicht leisten.

An Originalität mangelt es den Ökologisten hierbei nicht. Der im Jahre 2008 kreierte „Asse-Skandal” ist dabei zweifelsohne die beste Erfindung. Sie wurde nur dadurch möglich, dass das Bundesamt für Strahlenschutz, ehemals eine neutrale Aufsichtsbehörde, inzwischen von einem grünen Atomkraftgegner geleitet wird. Andere amtliche Einrichtungen wie die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) oder die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) konnten sich gegen derartige Politisierungen bisher erfolgreich wehren und sind den Ökologisten folglich ein Dorn im Auge. Dies führt sogar dazu, dass ehemaligen verdienten Mitarbeitern von den Grünideologen Worte in den Mund gelegt werden, die sie heute vehement abstreiten.

Alles beginnt aber mit der eigentlichen „Abfall”-Menge, die in der Antwort zu Grund #42 in eine anschauliche Relation gesetzt wird. Bereits hier wird klar, dass es das „Atommüllproblem” eigentlich gar nicht gibt. Zur Aufrechterhaltung des bösen Images der „Atomlobby” gehört natürlich auch, dass diese sich angeblich um die Endlagerung drückt (#43). Auch Ursachenforschung ist nicht gerade eine Spezialität der EWS, denn von Endlagerkonzepten nimmt man immer häufiger Abstand, nicht weil sie „technisch ungelöst” sind (#44), sondern weil sie immer überflüssiger werden. Dies alles wird natürlich wieder begleitet von Übertreibungen, die so grob sind, dass man sie nur noch als Falschaussagen bezeichnen kann (#45).

Nun zu Hundert gute Antworten #42 – #45, die bisherigen Antworten finden Sie in den EIKE-News (Energie) vom 29.3.2013, 3.4.2013, 7.4.2013, 10.4.2013, 16.4.2013, 19.4.2013, 26.4.2013, 3.5.2013, 9.5.2013, 18.5.2013.

Hundert gute Antworten #42 – #45

#42: Atommüllberge

Behauptung: Atomkraft erzeugt jede Menge Atommüll.

Die EWS behaupten

Rund 12.500 Tonnen hochradioaktive abgebrannte Brennelemente sind in den deutschen Atomkraftwerken bisher angefallen. Jedes Jahr kommen rund 500 Tonnen hinzu. Plus Tausende Kubikmeter schwach- und mittelaktiven Mülls. Plus alles, was in Luft und Wasser landet. Plus die Abfälle aus der Wiederaufarbeitung. Plus die Abfallhalden des Uranbergbaus. Plus das abgereicherte Uran aus der Anreicherungsanlage. Plus die Atomanlagen selbst, denn auch die müssen irgendwann »entsorgt« werden.

„Weiterführende Informationen” der EWS und „Quellen” der EWS

Richtig ist …

12.500 Tonnen Abfall – pro Bundesbürger sind das gerade 160 Gramm. Keine Industrie erzeugt so wenig und so gut handhabbaren Abfall.

2,6 Millionen Tonnen chemischer Sondermüll lagern hingegen allein in Herfa-Neurode, der größten Gifmülldeponie der Welt – das ist die 200-fache Menge des gesamten produzierten hochradioaktiven „Atommülls”, der weitaus harmloser ist und außerdem mit der Zeit immer ungiftiger wird.

Im Gegensatz zu nuklearen Endlagern schert man sich um die Lagerung des weitaus giftigeren und in viel größeren Mengen produzierten chemischen Sondermülls herzlich wenig. So wurde Herfa-Neurode damals von Joschka Fischer (Bündnis 90/Grüne) kurzerhand genehmigt, während der Streit um Gorleben noch heute läuft.

Dabei könnte man die ohnehin äußerst geringen nuklearen Abfallmengen praktisch komplett verschwinden lassen. Die dafür nötige Technik, zum Beispiel den „Schnellen Brüter” SNR-300, hatte man schon in den 80er Jahren fertig gebaut. Ausgerechnet dieser extrem umweltfreundliche Reaktor, der aus den „Abfällen” auch noch Energie gewonnen hätte, wurde von der Antiatom-Bewegung noch vor der Inbetriebnahme abgerissen. Nun steht dort ein Vergnügungspark.

Die heute üblichen, radiologisch relevanten genutzten Bauteile eines Kernkraftwerks strahlen wesentlich schwächer als frühere Materialien, sodass der größte Teil nur wenige Jahre bis Jahrzehnte während der Rückbauphase abklingen muss – ohne Zwischen- oder Endlagerung. Lediglich etwa ein Drittel des Reaktordruckbehälters, was zusammengerechnet gerade einmal einem Sechstel des anfallenden hochaktiven "Abfalls" entspricht, muss länger gelagert werden. Dieses Material strahlt nun aber schwächer als Natururan und muss nicht über geologische Zeiträume endgelagert werden. Alles andere kann konventionell entsorgt oder verwendet werden.

Das abgereicherte Uran (über 99% U-238 mit einer Halbwertszeit von 4,5 Mrd. Jahren) ist nun weniger als schwach radioaktiv und somit alles andere als gefährlicher Müll. Es kann problemlos wie Blei gehandhabt werden.

Quellen von KRITIKALITÄT


#43: Entsorgungslüge

Behauptung: Noch kein einziges Gramm Atommüll ist schadlos entsorgt.

Die EWS behaupten

»Zur Frischhaltung von Lebensmitteln« würde er dienen – mit solchen Versprechen wischten Experten Mitte der 1950er Jahre kritische Fragen nach der Entsorgung von Atommüll beiseite. Ohne sich um das Entsorgungsproblem zu kümmern, bauten sie einen Reaktor nach dem anderen. Von den vielen Millionen Tonnen strahlenden Abfalls ist bis heute noch kein Gramm schadlos entsorgt.

Rechtlich gesehen darf in Deutschland überhaupt kein Atomkraftwerk betrieben werden, solange die Entsorgung des Atommülls nicht gesichert ist. Als ›Entsorgungsvorsorgenachweis‹ dienten wahlweise die undichte und einsturzgefährdete Atommüllkippe Asse II, die Erkundungsarbeiten im Salzstock Gorleben, der Bau der Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) Wackersdorf, die Atommüll-Transporte ins Ausland sowie aktuell die ›geordnete Zwischenlagerung‹ der abgebrannten Brennelemente in Castor-Behältern in oberirdischen Hallen.

„Weiterführende Informationen” der EWS und „Quellen” der EWS

Richtig ist …

Tausende von Tonnen schwach- und mittelaktiven Abfalls sind in der Asse bereits schadlos entsorgt – deutlich mehr als „kein Gramm”. Die Asse ist in Bezug auf die eingelagerten Stoffe auch keineswegs „undicht”, wie zahlreiche Gutachten klar belegen. Der Bau selbst ist so eingesturzgefährdet wie jedes andere alte Bergwerk, mit der Sicherheit der bereits eingelagerten Stoffe hat dies jedoch überhaupt nichts zu tun.

Bereits 1959, lange vor Inbetriebnahme der ersten deutschen Leistungsreaktoren, empfiehlt die Bundesanstalt für Bodenforschung die Einlagerung radioaktiver Abfälle in Salzformationen. Sechs Jahre und mehrere Studien später wird die Asse als Forschungsbergwerk gekauft. Dieser kurze Abriss plus die enormen Rücklagen der Energieversorger zeigt bereits, wie unsinnig die Behauptung ist, man hätte Fragen nach der Entsorgung „beiseite gewischt”. Sie war vielmehr von Anfang an Teil des Gesamtkonzepts.

Wiederaufarbeitungsanlagen hätten die ohnehin sehr geringe Abfallmenge nochmals deutlich reduzieren können. Deren Bau wurde aber aus rein politischen Motiven verhindert; Transporte ins Ausland waren die Folge. Ebenso verhindert wurde der „Schnelle Brüter”, der die Abfallmenge um einen Faktor 100 (!) reduziert hätte. Auch das Endlager Gorleben, obwohl durch zahlreiche Gutachten und Erkundungen immer wieder als sicher eingestuft, wurde durch die Suche nach dem „Haar in der Suppe” seitens der Antiatombewegung massiv verzögert. Bis dahin lagert der Abfall eben oberirdisch in Castoren – so wollen es anscheinend die Kernkraftgegner.

Übrigens: Die Bestrahlung von Lebensmitteln gehört zu den ältesten, etabliertesten und effektivsten Methoden der Konservierung.

Quellen von KRITIKALITÄT


#44: Technisch ungelöst

Behauptung: Die Endlagerung ist noch nicht einmal technisch gelöst.

Die EWS behaupten

70 Jahre nach Entdeckung der Kernspaltung ist noch nicht einmal klar, wie man den hochradioaktiven Abfall lagern müsste, damit er nicht zur Gefahr für Mensch und Umwelt wird – geschweige denn, wo.

Anders als die Atomlobby glauben machen will, sind viele Sicherheitsfragen in puncto Endlager weiterhin völlig ungeklärt. So nahmen die USA wegen schwerwiegender Gefahren für Mensch und Umwelt unlängst Abstand von ihrem Endlager-Projekt in den Yucca Mountains. Das schwedische Konzept der Endlagerung in Granit-Urgestein steht ebenfalls vor dem Aus (siehe auch # 61). Und was den Salzstock in Gorleben angeht: Der ist in weiten Teilen von Grundwasser überströmt. Nach den Erfahrungen mit den Wassereinbrüchen in der Atommüllkippe Asse II sollten sich weitere Diskussionen über die ›Eignung‹ Gorlebens als Endlager eigentlich erübrigt haben.

„Weiterführende Informationen” der EWS und „Quellen” der EWS

Richtig ist …

Wer behauptet, die Lagerung hochradioaktiven Abfalls sei ungelöst, stellt die Ergebnisse von Jahrzehnten radiochemischer und geologischer Forschung mit hunderten von begutachteten Publikationen in Frage. Bereits auf der Genfer UN-Konferenz zur friedlichen Nutzung der Kernenergie im Jahre 1955 wurden Salzformationen als Enlagerstätten, die Millionen Jahre sicher sind, vorgeschlagen – dies wurde durch unzählige Gutachten immer wieder bestätigt.

Von der Antiatombewegung wird das Eindringen kleiner Wassermengen in einen Salzstock wie in Asse immer wieder als grundlegendes Sicherheitsproblem dargestellt. Dabei wurde dies von Anfang an in sämtlichen Gutachten berücksichtigt und als irrelevant eingestuft. Daran ändert auch das Überströmen durch Grundwasser nichts.

Dass über Jahrzehnte aufgrund von Erkenntnisgewinn oder veränderten ökonomischen Umständen eine Endlageroption zugunsten einer anderen aufgegeben wird, hat mit der geologischen Eignung nicht das geringste zu tun. Die Beendigung des Endlager-Projekt in den Yucca Mountains beispielsweise hatte keine sicherheitstechnischen, sondern infrastrukturelle und konzeptionelle Gründe, wie das amerikanische Energieministerium ausdrücklich betont. Hier ist in den letzten Jahren vor allem die Weiterverwendung der „Abfälle” in Brutreaktoren vorgesehen, wie sie in Deutschland von der Antiatombewegung boykottiert wurde. Diese Technik macht eine Endlagerung ohnehin überflüssig.

Das schwedische Konzept steht mitnichten „vor dem Aus”. Vielmehr passt man sich auch hier dem internationalen Trend einer Abkehr von Endlagerkonzepten hin zur Rückholbarkeit für Brutreaktoren an. Schade, dass diese Entwicklung an Deutschland vorüber geht, war es doch einst mit dem „Schnellen Brüter” führend.

Bei ASSE II ist objektiv kein radiologisch relevantes Problem vorhanden, siehe auch die Antwort zu #46.

Quellen von KRITIKALITÄT


#45: 1.000.000 Jahre

Behauptung: Atommüll ist eine Million Jahre lang eine strahlende Gefahr.

Die EWS behaupten

Bis die Strahlung der radioaktiven Abfallstoffe aus den Atomkraftwerken einigermaßen abgeklungen ist, dauert es ungefähr eine Million Jahre. So lange muss der Atommüll von Mensch und Biosphäre ferngehalten werden.

Hätten die Neandertaler vor 30.000 Jahren Atomkraftwerke betrieben und ihren Atommüll irgendwo vergraben, so würde er heute noch tödlich strahlen – und wir müssten wissen, wo wir unter keinen Umständen graben dürften.

„Weiterführende Informationen” der EWS und „Quellen” der EWS

Richtig ist …

Das Abklingen dauert nicht eine Million, sondern gut 100.000 Jahre. Und dies auch nur wegen des Plutoniums, welches aber keinesfalls Müll, sondern wertvoller Brennstoff für Schnellspalt-Reaktoren ist. Deren Inbetriebnahme hat die Anti-Atombewegung in der 80er Jahren allerdings erfolgreich zu verhindern gewusst (Kalkar).

Da die Beseitigung und gleichzeitige Nutzung von Plutonium technisch längst gelöst ist bleiben nur die Spaltprodukte als tatsächliches Abfallproblem. Hier ist die Lagerzeit nur noch einige 100 Jahre. Die Abfallmenge ist dabei extrem gering: Ein Mensch, der sein ganzes Leben lang seinen Strom ausschließlich aus Kernenergie bezieht, hinterlässt dabei gerade einmal 100 Gramm. Und die strahlen mit 1 TBq so schwach, dass man sie sich sogar, geschirmt mit einigen Zentimetern Blei, unters Bett legen könnte.

Die in etwa 1 Millionen Jahren dominierenden, wenigen beweglichen Spaltprodukte, die dann vollständig in die Biosphäre übertreten könnten, erhöhen die Belastung um maximal 50% der natürlichen Belastung, wenn sie komplett in die Menschen verteilt gelangen würden – dies ist ungefährlich. Da dies aber eine Überschreitung von radiobiologisch unbegründbaren, politisch motiverten Grenzwerten bedeuten könnte, gibt man mehrere Milliarden Euro für unnötige Endlagersuchen aus und wirft den Energieversorgern auch noch vor, dass sie dafür nicht aufkommen wollen.

Quellen von KRITIKALITÄT


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10 Kommentare

  1. KRITIKALITÄT, der große anonyme Alleswisser – nur bedingt abwehrbereit?
    Dann sage ich es anders:

    KRITIKALITÄT offenbar gar nicht abwehrWILLIG, denn ein Blick auf Sladeks Preissegen würde reichen, sie als Statisten zu erkennen.
    Warum diese Überbewertung von Statisten?
    Weil es der CO2-Chimäre dient???

    Den Goldman-Preis hat Obama eigenhändig Frau Sladek in die Hand gedrückt, wie rührend!
    James Bonds Goldfinger würde sicher blaß vor Neid.

    Auszeichnungen
    2011 Innovationspreis der SPD
    2011 Goldman Environmental Prize – GoldmanFoundation,SanFrancisco
    2010 Querdenker Award 2008 Utopia Award 2008 Ashoka Social Entrepreneur 2007 Deutscher Gründerpreis – ZDF,Stern,Dt.Sparkassen-&Giroverband,PorscheAG
    2006 Preis der Arbeit – ver.dipublik,Taz,vorwärts,BUND-Magazin
    2003 Europäischer Solarpreis – Eurosolar
    1999 Gutedelpreis – MarkgräflerGutedelgesellschaft
    1999 Nuclear Free Future Award – SeventhGenerationFund
    1997 Henry Ford European Conservation Award 1997 Förderpreis „Demokratie Leben“ – DeutscherBundestag
    1996 Ökomanager des Jahres 1996 – WWFundZeitschriftCapital
    1994 Deutscher Energiepreis – DeutscheEnergiegesellschaft

  2. Schon bekannt ?

    Hervorragendes Ergebnis bisher für den DFR
    Die GreenTec Awards sind Europas größter Umwelt- und Wirtschaftspreis, der in den Kategorien Produktion, Energie, Mobilität, Luftfahrt, Recycling, Kommunikation, Bauen & Wohnen sowie in der Kategorie Galileo Wissenspreis von ProSieben gemeinsam mit ProSieben und der Wirtschaftswoche vergeben wird.

    Prädestiniert für den Preis erscheint das Projekt Dual Fluid Reaktor DFR vom Institut für Festkörper-Kernphysik GmbH, denn mit 21% der abgegebenen Stimmen in der Kategorie Galileo Wissenspreis liegt das Projekt mit einem neuen nuklearen Reaktorkonzept derzeit mit großem Vorsprung an der Spitze.

    Der DFR kann langlebigen nuklearen Abfall aus heutigen Reaktoren vollständig nutzen, ohne neuen zu produzieren ein geologisches Endlager wird dadurch überflüssig.

    mehr bei :
    http://tinyurl.com/n7tabpn

  3. Jetzt hört doch endlich mit den unpassenden „Kirche im Mittelalter“ Vergleiche an. Lest doch wenigstens die Wikipravda (wikipedia.de) um wenigstens Ansatzweise zu kapieren dass Ihr auf Medienpropaganda reingefallen seid! Weder war das Mittelalter eine stumpfsinnige und Wissenschaftsfeindliche Zeit noch die Kirche Wissenschaftsfeindlich. Ganz im Gegenteil waren die meisten berühmten Forscher Priester und Mönche und diese haben gigantische Fortschritte für die Forschung erreicht! Papst Sylvester (um 1000) baute Globen! Sie konnten immer mehrere Sprachen und Galileo wurde von der Kirche gefördert und seine Bücher gelesen. Himmel ist es denn so schwer mal zu überprüfen ob die gesamte Vergangenheitspropaganda überhaupt STIMMT? Der Fall Galileo ist grob verfälscht worden, man hat einfach Ignoriert um was es ging und dann auch noch behauptet die Kirche sei gegen Wissenschaft und Forschung gewesen! Ausgerechnet, wie viele schlechte Katholische Schulen kennen Sie denn? Es sind die besten der Welt.

    Hört endlich auf diese Propaganda nachzukauen, es gibt tausende von „Mittelalterforscher“ die schon längst das Gegenteil herausgefunden haben.

    Die Renaissance übrigens (beendet durch den Wahnsinn der Reformation) war ein weiteres Forschungs- und Wissensschaftsboom Zeitalter den die Katholische Kirche förderte. Die Kunstwerke stehen in den Vatikanischen Museen weil der Vatikan sie in Auftrag gegeben und bezahlt hat!

    Hans Müller

  4. Um auf einige hundert Jahre zu kommen reicht es nicht das Plutonium abzutrennen sondern man muss auch die Transactinoiden Neptunium, Americium und Curium extrahieren. Das ist im Gegensatz zum PUREX-Prozess immer noch ein Forschungsgebiet.

  5. An #4: Hanna Thiele:

    Auf der Startseite von „Hundert gute Antworten findet sich folgender

    „Hinweis:
    Die Antworten zu den Gründen #1-#65 sind freigegeben und können diskutiert werden. Die nächste Kategorie „Klima & Strom” (#66-#71) wird voraussichtlich am 21. Juni freigegeben. — Kritikalität, 17.5.2013“

    Die haben von Anfang an die Antworten nur Stück für Stück veröffentlicht.

  6. KRITIKALITÄT, der große anonyme Alleswisser – nur bedingt abwehrbereit?
    Warum darf bei dem entscheidenden Punkt nicht kommentiert werden?

    KRITIKALITÄT und die EWS- Behauptung #69: Klimaschutz – „Atomkraft rettet das Klima nicht“:
    Ist KRITIKALITÄT am Ende mit dem Latein, wenn da zu lesen ist „Grund noch nicht freigegeben?“

    Warum nicht einfach ehrlich sein und sagen „WIR HABEN MITGELOGEN“?
    Bekennen des eigenen Fehlers brächte Ansehensgewinn und würde das Vertrauen in die Kernkraft mächtig steigern.

    Faktenrichtigkeit ist nicht teil bar, kann nicht selektiv angewendet werden, andernfalls wäre die ganze Kritikalität nur Schein.

    Interessant wäre auch zu wissen, ob der Kernphysiker Dr. Armin Huke als Zuarbeiter von KRITIKALITÄT und Mitglied im Kuratorium der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg auch in diesem Kuratorium richtigstellt, was EWS-Schönau verbreitet.

  7. Der Heilige Gral der Grünen ist die “ungelöste Endlagerfrage”. Jetzt haben wir ein “Endlagersuchgesetz”, durch das bis 2031 eine Entscheidung über den zukünftigen Endlagerstandort getroffen werden soll. Bis 2041 wird man dann mit der Einlagerung beginnen können, wenn alles gut geht. Besonders charmant ist die Idee, fünf potentielle Standorte in die Vorauswahl zu nehmen, was Gorleben-Proteste mal fünf bedeutet, ein Transmutationsprojekt für grüne Stammwähler und eine Steilvorlage für medienwirksame Öko-Aktionen für die nächsten 10 Jahre. Sehr clever von den Grünen Parteistrategen.

    Dabei wird das Offensichtliche ganz übersehen. Auch die Forschung und Entwicklung in der Kerntechnik macht global große Fortschritte. Bei diesem Zeitplan ist es sehr wahrscheinlich, dass wir bis dahin gar kein Endlager mehr brauchen, da global praktisch keine Abfälle im Prozess mehr anfallen.

    Was macht eigentlich die Forschung beim zweiten Gral der Grünen, der Speichertechnik für überflüssigen Sonne- und Windstrom? Ohne diesen werden Wind- und Sonnenkraftwerke auf immer und ewig auf atomare und fossile Backup-Kraftwerke angewiesen sein. Da wird noch nicht mal drüber diskutiert. Was wir für die Energiewende wirklich bräuchten, wäre ein “Speichertechniksuchgesetz”.

  8. Rossis E-Cat wird die bisherigen Energieträger alle ablösen.
    Die Reaktoren sind kompakt und die Energieversorgung wird sich dezentralisieren. Teure Überlandleitungen werden hinfällig.

    Ich finde es bemerkenswert das offensichtlich wieder einmal ein Mann Geschichte schreibt. Umso mehr wenn man bedenkt welche aberwitzigen Summen in die Kernfusion gesteckt wurden.

    Der unabhängige Test findet sich auf:
    Arxiv.org

    Title: “Indication of anomalous heat energy production in a reactor device containing hydrogen loaded nickel powder.”

    Authors: Giuseppe Levi (Bologna University), Evelyn Foschi (Bologna, Italy), Torbjörn Hartman, Bo Höistad, Roland Pettersson and Lars Tegnér (Uppsala University), Hanno Essen (Royal Institute of Technology, Stockholm)

    From the Abstract:
    Computed volumetric and gravimetric energy densities were found to be far above those of any known chemical source. Even by the most conservative assumptions as to the errors in the measurements, the result is still one order of magnitude greater than conventional energy sources

  9. Die Schaffung von eigenen Öko-Instituten und Öko-Experten war eine extrem erfolgreiche Taktik der Ökos: Anstatt sich in Debatten zu behaupten, hat man den Gegner (rationale Wissenschaftler) pauschal als eine voreingenommene „Atomlobby“ und „profitgierige Konzerne“ abgestempelt, und so eine Kluft geschaffen, die selten überschritten wird. Für die normal informierte Bevölkerung sind diese von „echten“ Wissenschaftlern nicht zu unterscheiden, wenn in den Medien Interviews zur Kernenergie stattfinden oder eine der vielen Studien zum Thema Energiewende/EEG veröffentlicht wird. Es gibt sogar manche die Karriere als Öko-Experte gemacht haben, und sich darauf spezialisiert haben, Argumente gegen Kernenergie und für Solar/Wind zu finden. Im aktuellen politischen Umfeld ist diesen eine guter Posten in der Politik oder politisch korrekten Unternehmen gewiß.

    Während man früher in der Politik die Öko-Wissenschaft einfach ignoriert hatte, ist nun mit Merkels Energiewende der Umsturz gelungen, und die Öko-Wissenschaft als exklusive Basis der Politik etabliert worden.
    Völlig unlogische und unproduktive Maßnahmen wie der Bau von tausenden von gigantischen Windrädern, die Subvention von Hausbesitzern mit Solardach, Atomaustieg, Energieeinsparverordnung, CO2-Planwirtschaft für Autohersteller, sind jetzt das neue „normal“, während nüchterne wissenschaftliche Kosten-/Nutzen Abwägungen jetzt „böse“ und inakzeptabel sind.

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