Versenkt und vergessen? Wie gefährlich ist der Atommüll vor Europas Küsten!

Bild aus dem ARTE Film vom 24.4.13

Lutz Niemann
Die Atommafia vergiftet die Meere und als Folge auch die Menschen, so lautet die Botschaft, die dem Bürger durch den Fernsehfilm in ARTE mit obigem Titel am 23.4.2013 vermittelt wurde. Tatsächlich passierte jedoch folgendes: Es wurde in den Anfangsjahren der Kerntechnik radioaktiver Abfall in Fässern verpackt und dann im Meer versenkt. Diese Methode der Abfallentsorgung wurde bis 1982 praktiziert und 1993 verboten. Jetzt liegen am Meeresgrund – zum Beispiel auch im Ärmelkanal – und an anderen oft nicht bekannten Stellen schwach aktive Abfälle. Vielleicht sind auch Spaltprodukte dabei, man weiß das nicht genau. Tauchroboter fanden verrostete, defekte und unbeschädigte Fässer, jedoch konnte durch Messungen der Aktivität im Meer nichts festgestellt werden. Die Wiederaufarbeitungsanlagen in Frankreich und England leiten heute ihr Abwasser ins Meer, und zwar durch Rohre, die erst in größerer Entfernung von der Küste im Meer enden.

Es wurde behauptet, daß die radioaktiven Abfälle der Grund für das Auftreten verschiedener Krankheiten seien, so war die Rede von Gehirntumoren, Leukämie, Krebs allgemein, Erbschäden…

Zahlen zu der Menge der versenkten Radioaktivität oder auch Zahlen zu gemessenen Dosiswerten oder der Dosisleistung wurden nicht mitgeteilt.

Was ist zu diesem Bericht zu sagen?

Nehmen wir dazu eine Zahl, die in der Presse erschien: Es sollen sich in 28 000 Fässern 6 * 1013 Becquerel befinden, schwachaktiv. Diese Zahlen passen zusammen, mittel- oder hochaktiver Abfall hätte eine höhere Aktivität. Es steht zu vermuten, daß der Abfall im wesentlichen Uran ist, so wie es in der ASSE der Fall ist. Uran ist schwachaktiv, es wird im Kernreaktor als Oxid UO2 eingesetzt.

Natürlich werden die Fässer irgendwann vom Wasser angegriffen, es können Nuklide in Lösung gehen. Die- se werden im Wasser verdünnt und weiträumig verteilt. Dazu sind Vergleiche mit der normalen Radioaktivität im Meerwasser nützlich:

  1. Meerwasser enthält Radioaktivität, es sind in einem Liter Meerwasser enthalten: 12 Becquerel Kalium-40

    0,075 Becquerel Uran Hochgerechnet auf die Weltmeere sind das:

    1,5 * 1022 Becquerel Kalium-40

    1* 1020 Becquerel Uran
    Wenn die Fässer mit dem Abfall vom Meerwasser zerfressen werden und sich der gesamte Inhalt im

    Laufe der Jahrtausende löst und mit der Strömung weltweit verteilt, wird sich die Radioaktivität im Meer um ca.

    ein Millionstel Prozent

    erhöhen. Natürlich ist dieses weder meßbar noch hat das irgendwelche Folgen. Es spielt auch keine Rolle, ob die Menge der versenkten Radioaktivität vielleicht zu klein angegeben wurde. Es zeigt sich:

    „The solution of pollution ist dilution“.

  2. Aber es gibt noch weiteren Eintrag von Radioaktivität ins Meer, das soll auch gesagt werden. Nicht nur die Natur, auch der Mensch ist radioaktiv. Der Mensch ist auch eine Strahlenquelle. Und der Mensch braucht Nahrung zum Leben, und die ist ebenfalls radioaktiv. Betrachten wir Kalium und Uran. Kalium ist als physiologisches Element zum Leben erforderlich, und Uran ist als Spurenelement überall vorhanden (1). Die Menschen in Deutschland verspeisen im Jahr ca.

    2 * 1012 Becquerel Kalium-40

    1 * 109 Becquerel Uran
    Die gesamte Menschheit verspeist im Jahr rund das Hundertfache an Radioaktivität, das sind

    2 * 1014 Becquerel Kalium-40

    1 * 1011 Becquerel Uran Diese Radioaktivität wird natürlich auch wieder ausgeschieden.

    Alle Kaliumsalze sind löslich, daher wird Kalium in den Kläranlagen nicht zurück gehalten. Aus den ent- wickelten Industrieländern landet Kalium unweigerlich letztendlich im Meer. Man kann mit Recht sagen, daß die Menschheit durch ihre Existenz dem Weltmeer viel mehr Radioaktivität durch Kalium-40 zufügt, als es jemals aus den versenkten Fässern freigesetzt werden könnte.

Der Mensch verändert durch seine Existenz seine Umwelt. In unseren Breiten könnte der Mensch gar nicht in der Natur leben, er braucht die Wärme im Winter, und zur Gewinnung der Nahrung erleichtern ihm heute die Maschinen die Plackerei vom Mittelalter. Energie ist dazu unverzichtbar.

Zuerst brachten die fossilen Energien dem Menschen Erleichterung, allerdings wurden die Abfälle – CO2, CO, SO2, Stickoxyde, Staub – nach dem Prinzip „The solution of pollution ist dilution“ in die Atmosphäre verklappt, es gab keine andere Möglichkeit. Inzwischen werden Abgase in den Industrieländern gut gereinigt, es bleibt im wesentlichen CO2, und das ist weder ein Gift noch ein Klimagift. Nur noch in großen Metropolen gibt es Smog mit Folgen für die Gesundheit der Menschen (z.B. Peking, Teheran…).

Neue Chancen bot die Entdeckung der Kernspaltungsenergien, weil die Abfälle erstens von selber wegen ihrer Halbwertszeiten verschwinden, und weil zweitens diese durch geschicktes verpacken in Glas und Lagerung in großer Tiefe von der Biosphäre fern gehalten werden können. Die Menge an Radioaktivität, die ein Kernkraftwerk westlicher Bauart über den Kamin und Abwasserkanal pro Jahr in die Umwelt frei setzt, ergibt in konzentrierter Form gerade einmal 4 mal eine letale Dosis. Wegen der Verdünnung sind die abgegebenen Aktivitäten unschädlich, es gilt der Satz des Paracelsus. Auch für die Abgase eines Autos gilt der Satz des Paracelsus, obwohl in Realität alle viertel Stunde eine letale Dosis in die unsere Atemluft entlassen wird: „The solution of pollution ist dilution“.

Radioaktivität hält seit über einem halben Jahrhundert die  Pool-position inne unter allen tatsächlichen und scheinbaren Gefährdungen von Mensch und Umwelt. Das wurde den Menschen eingetrichtert, alle glauben es ohne den geringsten Zweifel zu hegen. In Deutschland ist die Kerntechnik nach Meinung von Herrn Kardinal Reinhard Marx (Mitglied der Ethikkommission) ein „Teufelszeug“. Man sollte sehr vorsichtig sein, den Teufel als seinen Zeugen zu nennen. Gerade wegen des Teufels wurden viele Jahrhunderte lang Hexen und Hexenmeister auf dem Scheiterhaufen verbrannt, wodurch auch die christlichen Kirchen Schuld auf sich geladen haben. Im Jahre 1286 war das der fromme Rompilger Nantwein in Wolfratshausen – heute hat sich die Meinung dazu geändert – heute trägt ein Ortsteil von Wolfratshausen den Namen Nantwein.

In Deutschland wird zur Zeit die Kerntechnik auf dem Scheiterhaufen der Geschichte vernichtet, allerdings nur in Deutschland. Die Deutschen wollen den „Übergang vom atomaren und fossilen Zeitalter ins Solarzeit- alter….“ (Grundsatzprogramm BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN 2002), „… ein solares Energiezeitalter“ mit „Ausstieg aus der Atomkraft“ und „weg vom Öl“ (Hamburger Programm der SPD 2007), und die Kernenergie nur noch als „Brückentechnologie“ zum Zeitalter der Erneuerbaren (CDU).

Natürlich geht das alles nicht, denn die Sonne geht abends unter, der Wind hat Flaute, und Strom kann man nicht in großer Menge speichern. Es ist wohl so wie zu allen Zeiten das Geld; es erfüllt seine Rolle im Stillen. Schon 1286 war das ein verschwiegener Grund für die Verbrennung von Nantwein, er trug als vermögender Mensch sein Geld bei sich. Das Geld lockt auch heute die Einspeiser der Erneuerbaren, sie werden durch hohe Vergütung belohnt und bedanken sich bei den Initiatoren für ihre Geldschwemme bei der nächsten Gelegenheit durch ein Kreuzchen an richtiger Stelle.

Die Tricks der Menschenverführung spielen eine entscheidende Rolle bei Deutschlands Ausstieg aus der Kernkraft. Das sind:

  • Unkenntnisse im Bereich Strahlen und Gesundheit
  • Unkenntnisse im Bereich komplizierter Technik
  • Ersetzen der Realitäten von 1 und 2 durch vereinfachende, aber falsche Modellvorstellungen
  • Die Verlockungen von Geld und Macht
  • Die Machtausübung der Medien durch Wiederholung und Bilder
  • Benutzen allgemeiner menschlicher Verhaltensweisen nach den Versuchen von Solomon Asch und Stanley Milgram

Es ist unsinnig, die Abfallfässer aus den Meeren bergen zu wollen, denn sie stellen keine Gefahr dar, weder für die Umwelt, noch für Tiere oder für Menschen. Man kann sich Geld und Mühe sparen und sollte das Geld besser für sinnvollere Maßnahmen im Gesundheitswesen ausgeben. Dort gibt es keinen Mangel an Mög- lichkeiten, Gutes zu tun.

Dem interessierten Bürger sei anstelle der Horrorgeschichten im Fernsehen empfohlen, die Fachberichte zu lesen (2).

Dr. Lutz Niemann, EIKE

Literaturhinweise:
Deutscher Bundestag, Drucksache 17/10548 vom 27.8.2012
(1) P. Roth, E. Werner, H.G. Paretzke, „Untersuchungen zur Uranausscheidung im Urin“, GSF- Forschungszentrum Januar 2001, GSF-Bericht 3 / 01
(2) www.buerger-fuer-technik.de unter dem Thema „Radioaktivität und Strahlung“ Berichte von Prof. K. Be- cker zu Radiophobie 

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11 Kommentare

  1. dilution? echt?

    The solution to pollution is dilution. Nun, das ist bis zu einem Grad richtig. Wenn ich meine Kippe auf der Autobahn aus dem Fenster werfe, dann wird sie kaum einen Einfluss auf die allgemeine Sauberkeit der Umwelt haben.
    Ich habe einige Jahre in Sao Paulo gelebt. Das Trinkwasserreservoir dieser Stadt ist der Stausee Guarapiranga, in dem man Baden und Schiffchen fahren kann. Die Stadt ist – zuerst in Form primitiver Slums – um diesen See herumgewachsen, und die Ufer sind bedeckt vom: Kippen, Plastiktüten, Margarine- und Joghurtbechern, alten Schlappen und allerlei sonstigem Unrat. Es ist nicht unbedingt schädlich, aber sicher häßlich.

    Was tut man also? Man räumt auf und sorgt dafür, daß Abfälle in Zukunft nicht mehr im See landen, sondern auf einem Abfallberg, den man hinterher mit ERde bedecken und zum Rodeln benutzen kann. Braucht man die Rohstoffe aus dem Müll später wieder, kann man einen Plasma Recycler draufsetzen und der Berg schwindet wieder dahin.

    The solution to pollution is concentration.

    Das wunderbare an der Kernenergie ist, daß sie fast keinen „Müll“ in der Umwelt verteilt. Sie ist ordentlich, was uns Deutschen ja gefallen sollte. Lieber ein Millionstel Prozent der Erde komplett „vergiften“ (zumal tief unter der Oberfläche), als die allgemeine „Dreckigkeit“ der Erde um ein Millionstel Prozent erhöhen.

    Ich glaube diese Argumentation würde bei unseren Mitmenschen sehr viel besser ankommen, als das Verteidigen einer scheinbaren Nach-mir-die-Sintflut Verdreckungspolitik.

  2. @ #7: B. Hauptfleisch
    Was ist Abfall? Darüber sollte man sich zunächst einigen. Bei mir sind nur die Zerfallsprodukte Abfall, die Brennstäbe sind Ressourcen, die noch zu verwenden sind. Und ich bin überzeugt, daß diese auch verwendet werden, also Wiederaufarbeitung. Alles U-238 ist doch auch benutzbar als Energiequelle, es muß nur in spaltbare Nuklide überführt werden. Der Brüter kommt, auch der LWR ist zu einem Teil ein Brüter. Die genannten 2,8E10 T Bq sind gerade das Aktivitätsinventar von 1 Mill. Kubikkilometer der Erdkruste (das scheint mir sehr viel zu sein, ich werde die Quelle von der IAEA anschauen). Von Prof. Jaworowski stammt folgende Aussage: Der gesamte Abfall alles KKW’s weltweit bis zum Jahre 2000 ist nach 500 Jahren Abklingzeit gerade einmal das Aktivitätsinventar von 300 Kubikkilometer Erdkruste. Und diese Aussage habe ich nachgerechnet, die stimmt. Was bedeutet die zusätzliche Aktivität von 300 Kubikkilometer Erdkruste? NIX!!! Das ist so viel, als wenn die Erde um 3 Millimeter dicker wäre. Das Vorhandensein von Radioaktivität schadet dem Menschen nicht, das gibt es überall. Er sollte der Aktivität in konzentrierter Form nur nicht zu nahe kommen, und er sollte sie nicht verspeisen. An den giftigen und kanzerogenen Autoabgasen stößt sich auch niemand.
    @ #9: Klaus Jankowsky
    Der Fehler sind unsinnige Gesetze. In den evakuierten Bereichen in Japan hätte die Dosis für die Bewohner 20 mSv im Jahr erreicht, das ist „verboten“. Bei einer CT erhält der Patient in 20 Minuten in etwa solch eine Dosis, das darf sein. Die Strahlenschutzgesetzgebung ist unsinnig. Die Politiker ver-stehen das nicht, und die Vorschläge für die Politik werden von den ausgebildeten hauptamtlichen Strahlenschützern gemacht, die verstehen schon. Diese Leute sichern ihren eigenen Arbeitsplatz durch überstrenge Gesetze.

  3. Sehr guter Artikel!

    Erinnert mich auch an das ganze Trauerspiel in Fukushima. Da lagert man enorme Menge radioaktiven Wassers vor Ort und weiß nicht wo mit hin. Sollten die riesigen Behälter einmal undicht werden, läuft das Wasser in die ganze Gegend, inklusive Grundwasser. Da sist dann wirklich nicht mehr schön.

    Direkt vor der Haustür hat man jedoch etwas, was man Pazifischen Ozean nennt. Dieser ist mit allen anderen Ozeanen verbunden und bedeckt dadurch über 70 % der ganzen Erdoberfläche.

    Würde man das ganze aufwendig gelagerte Wasser in den Pazifik leiten, würde sich dessen Aktivität aufgrund der Verdünnung um genau 0,0 % erhöhen. Allerdings hätte man die reale Gefahr eines Lecks auf Land ausgeschlossen.

    Aber lieber gefährdet man Menschen an Land als die einzig pragmatische und sichere Lösung zu wählen.

  4. „Es wurde behauptet, daß die radioaktiven Abfälle der Grund für das Auftreten verschiedener Krankheiten seien, so war die Rede von Gehirntumoren, Leukämie, Krebs allgemein, Erbschäden… „

    Hier zeigt sich wieder einmal, daß jene Stimmungsmacher über etwas reden, wovon sie keine Ahnung haben. Nicht einmal die Schulmediziner wissen wie Krebs entsteht – besser gesagt: sie wollen es gar nicht wissen. Aber sie behandeln Krankheiten, von denen sie keine Ahnung haben.

    Aber was will man von all den paranoiden Zeilensklaven anderes erwarten, welche auf ihren Toiletten „Heil Hitler!“-Stimmen hören? http://tinyurl.com/cybbayb

  5. „#1: Rüdiger Kuth sagt:
    Habe ich das so richtig verstanden?: Die ganze aufwändige Endlagerung unter Tage, in welcher Form auch immer, ist überflüssig. Alles in Fässer packen und ab in den Ozean. Wird dann alles ohnehin so weit verdünnt dass nichts mehr zu messen ist.“

    Nein, wenn man den gesamten Atommüll der Welt im Meer versenkt, dann wäre eine substanzielle Erhöhung des radioaktiven Inventars des Weltmeeres die Folge. Ca. eine Verdreifachung nach dieser Quelle: http://www-pub.iaea.org/MTCD/publications/PDF/te_1591_web.pdf . Die Quelle nennt eine Menge von 2,8 E10 Terabecquerel Atommmüll, hauptsächlich benutzte Brennstäbe. Wobei eine Verdreifachung der Meeresradioaktivität auf die Landbewohner wie Menschen kaum einen messbaren gesundheitlichen Einfluss hätte.

  6. Man kann auch andere Vergleiche wählen, z.B. was Prof. Jaworowski und Prof. Becker immer benannte: Die ganze normale Erdkruste.
    Im Urgestein des Matterhorns sind 10 hoch 16 bis 10 hoch 17 Bq enthalten. Schön gleichmäßig ver-teilt. So gleichmäßig wird sich auch die Aktivität aus den Abfallfässern verteilen.
    Oder folgendes: In der oberen ein Meter dicken Erdschicht eines normalen Hausgrundstückes von 500 Quadratmeter Fläche sind im Mittel 2 bis 3 kg Uran enthalten, dazu dann noch zusätzlich gut 10 kg Thorium. In einem einzigen Fass in der ASSE sind im Mittel 1 kg Uran und 1 kg Thorium enthalten. Im eigenen Garten wachsen der Salat und gelbe Rüben, mit diesen verspeisen wir auch Uran. Unten in der ASSE wächst nix.
    Das Problem ist eben, das diese Zahlen nicht geglaubt werden. Aber hier in unserem Kreise der Diskutanten sind etliche Personen dabei, die können rechnen. Die wissen um die Richtigkeit der angegebenen Zahlen.

  7. Wann beschreibt mal endlich jemand um wie viele Jahre sich das Durchschnitts-Lebensalter in Deutschland seit der Nutzung der Kernenergie verlängert hat? Hier ist doch der Nutzen im Gegensatz zum imaginären Schaden eindeutig bewiesen. Satirische aber ernst gemeinte Anregung.

  8. zudem mutest es schon extrem dreist an, von einem „Millionstel Prozent“ zu sprechen. Das schlägt dem Plutonium-Fass buchstäblich den Boden weg;) diese Art der verdummenden Argumentation ließe sich ja auch auf Hiroshima anwenden, da die Atmosphäre durch dieses Bömbchen ja sicher noch nicht einmal ein Billiardstel Prozent Strahlungs-Zuwachs mit sich brachte. Relativierbar ist nun einmal Alles…

  9. nur von schwach radioaktiven Abfällen bei der Verklappung zu sprechen, erscheint mir als Augenwischerei. Selbstverständlich wurden auch stark strahlende Abfälle in der Frühzeit der energetisch/militärisch genutzten Kerntechnik ins Meer gekippt. Es gibt darüber keine gesicherten Zahlen, es ist aber davon auszugehen, dass ein Vielfaches der hier genannten Einträge der Realität näher kommen. Das stellt für sich sicher kein Katastrophen-Scenario dar – aber Ignoranz sollte ebenfalls nicht als Argumentationshilfe herhalten…

  10. Hallo Herr Niemann! Zuerst einmal eine kleine Verbesserung, es heißt „Pole-Position“.

    Was die Verklappungen angeht gibt es durchaus Listen mit Zahlen und Versenkungsorten, welche helfen einen Überblick zu behalten. Die Verklappungen waren weder geheim, noch schämte man sich dafür.

    Die IAEA stellte mit TECDOC-588 und TECDOC-1105 Listen zu diesem Thema zusammen. Der Satz „Jetzt liegen am Meeresgrund – zum Beispiel auch im Ärmelkanal – und an anderen oft nicht bekannten Stellen schwach aktive Abfälle. Vielleicht sind auch Spaltprodukte dabei, man weiß das nicht genau.“ ist deshalb falsch.

    Eine Liste der bekannten Verklappungen, basierend auf TECDOC-1105, können sie auch hier einsehen:

    http://tinyurl.com/coomkds

  11. Habe ich das so richtig verstanden?: Die ganze aufwändige Endlagerung unter Tage, in welcher Form auch immer, ist überflüssig. Alles in Fässer packen und ab in den Ozean. Wird dann alles ohnehin so weit verdünnt dass nichts mehr zu messen ist.

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