Wenn Blinde nicht sehen wollen… Ausgereifte Nuklear-Endlagerung – direkt beim Nachbarn

von Fred. F. Mueller
Soeben hat die deutsche Politik beschlossen, ein seit Jahrzehnten mit hohen Kosten vorangetriebenes Endlagerprojekt aufzugeben und für weitere 2 Mrd. € die „ergebnisoffene“ Suche nach einem Endlager neu zu beginnen. Wer das bisherige Gehampel in dieser Frage verfolgt hat, dem ist klar, dass man hier lediglich das Problem mit enormen Kosten erneut auf die lange Bank schiebt. Bezahlen sollen dies die angeblich Schuldigen, nämlich die KKW-Betreiber. In Wirklichkeit landet die Rechnung jedoch ausschlie?lich beim Bürger, weil diese Kosten über den Strompreis weitergegeben werden. Dabei gibt es fertig ausgereifte und sehr überzeugende Endlagerkonzepte schon seit langem sozusagen direkt vor unserer Tür – in Schweden und Finnland. In Finnland ist man bereits so weit, dass mit ersten Einlagerungen möglicherweise schon 2022 begonnen werden könnte.

Während im deutschen Sprachraum Vertreter der Öko-Milliardäre und ihre Lobbyisten mit erstaunlicher Unverfrorenheit behaupten, es gebe nirgendwo auf der Welt ausgereifte Endlagerkonzepte, ist man nur einige Kilometer weiter nördlich bereits tatkräftig dabei, die letzten Schritte für die Realisierung eines seit Jahrzehnten sorgfältig ausgetesteten und wissenschaftlich abgesicherten Endlagerkonzepts für hoch radioaktive Abfälle zu gehen. In enger Kooperation haben Schwedens Svensk Kärnbränslehantering AB (SKB) und Finnlands Posiva Oy inzwischen ihr Konzept soweit ausentwickelt, dass bereits konkrete Zeitvorstellungen für die Realisierung ins Auge gefasst werden. In Finnland könnte man bereits in neun Jahren erste Abfälle einlagern, und in Schweden ist das Projekt inzwischen in der Genehmigungsphase.

 

Bild 2. Der 4 Meter lange Brennstab für einen Kernreaktor besteht aus einem Bündel dünner Rohre, in denen sich tausende kleiner Urantabletten befinden

Konsens statt Konfrontation

Weder den Schweden noch den Finnen kann man vorwerfen, ihre Regierungen würden ihre Verantwortung gegenüber Bevölkerung und Umwelt auf die leichte Schulter nehmen. Der hoch entwickelte Industriestaat Schweden mit seinen rund 9 Millionen Einwohnern betreibt zehn Kernreaktoren, deren Anteil an der Stromerzeugung bei 35-40 % liegt. Von diesem Nuklearpotenzial profitiert auch der Nachbarstaat Norwegen, der gerne auf diese sicheren Reserven zurückgreift, wenn den dortigen Wasserkraftwerken im Winter die Zuflüsse einfrieren. In Schweden haben Staat, Industrie und Parteien im Konsens ein umfangreiches, langfristig angelegtes Forschungsprogramm für die Entwicklung eines verantwortbaren Endlagerkonzepts für die ausgebrannten Kernbrennelemente aufgelegt. Die Verantwortung hierfür obliegt der Firma SKB, einer gemeinsamen Tochtergesellschaft der schwedischen Erzeuger von Kernenergie. Finanziert werden die Aktivitäten durch eine Abgabe in Höhe von 0,01 SEK (=1 Öre) auf jede nuklear erzeugte Kilowattstunde. Bemerkenswert ist die große Offenheit der Schweden und Finnen, die sehr darauf achten, dass die Bevölkerung zu allen mit der Lagerung von radioaktivem Material verknüpften Informationen Zugang hat und Bedenken bezüglich möglicher Probleme sehr sorgfältig nachgegangen wird. „Lohn“ dieser Mühe ist der bereits erwähnte außergewöhnlich hohe Grad an gesellschaftlichem Konsens.

 

Bild 3. Blick in einen der Tunnel, die viele hundert Meter tief in den harten Granit getrieben wurden

 
Eine Aufgabe…

Ausgelegt ist das Endlager primär für ausgebrannte Kernbrennstäbe. Dies sind schlanke, rechteckige Rohrbündel von ca. 4 Metern Länge, die viele Tausend einzelne Urantabletten enthalten. Nach Ende des aktiven Einsatzes sind diese Elemente „heiβ“, weil in ihnen zahlreiche Zerfallsreaktionen der im Kernkraftwerk gebildeten Spaltprodukte ablaufen. Sie wandern daher zunächst für mehrere Jahrzehnte in Abklingbecken, bis die kurzlebigeren Isotope zerfallen sind und Radioaktivität sowie Temperatur auf ein vertretbares Maβ gesunken sind. Erst dann ist ein Verkapseln und Endlagern möglich. In Schweden erfolgt die Aufbewahrung in zwei riesigen Kavernen, die rund 40 Meter tief ins Grundgestein getrieben wurden. In tiefen Wasserbecken lagern hier mehr als 10.000 ausgebrannte Brennelemente.

 

Bild 4. Eines der beiden riesigen Abklingbecken, in denen abgebrannte Brennelemente gelagert werden

für die „Ewigkeit“

Während in Deutschland und der Schweiz Berufs-Panikmacher dem Volk einreden, bei der Endlagerung gehe es um Jahrmillionen, hat man in Skandinavien lieber Wissenschaftler gefragt und rechnet daher mit 100.000 Jahren. Auch das ist noch eine ungeheure Zeitspanne, denn der sichere Einschluss soll selbst dann gewährleistet sein, wenn eine neue Eiszeit die Lagerstätte unter einem Eispanzer von 3 km Dicke begraben würde.

Um die tatsächliche Größenordnung der Aufgabe zu verstehen, muss man sich vergegenwärtigen, dass es bisher keine vom Menschen errichteten Bauwerke oder Technologien gibt, die mehr als ein paar tausend Jahre überdauert haben. Zudem zeigt die Erfahrung, dass moderne Konstruktionen in aller Regel sogar noch viel kurzlebiger ausgelegt sind als antike Bauwerke wie z.B. die Pyramiden.

 

Bild 5. Das in Schweden entwickelte Endlagerkonzept für nukleare Abfälle (Grafik: SKB)

Kupfer, Granit und Bentonit

Deshalb dachte man gar nicht erst über Bauwerke nach, sondern konzentrierte sich vor allem darauf, natürliche Materialien und Strukturen zu finden, die ihre Fähigkeit zum sicheren langzeitigen Einschluss von Substanzen auch unter rauesten Umgebungsbedingungen schon unter Beweis gestellt hatten. Die letztlich gewählte Lösung beruht auf der Kombination von drei Materialien, von denen jedes für sich schon für die Erfüllung der Aufgabenstellung geeignet wäre. Entworfen wurde ein dreifacher Einschluss: Tief in massives Granitgestein getriebene Bohrungen umschließen und schützen dicht verschweißte Kupferzylinder, die ihrerseits von einer dicken Packung wasserdichten Bentonits – einem speziellen Lehm – umgeben sind. Das für die Anlage des Endlagers ins Auge gefasste Grundgestein, eine Granitformation mit der Bezeichnung „Äspödiorit”, liegt seit 1,8 Mrd. Jahren unverändert an Ort und Stelle und gehört damit zu den ältesten geologischen Formationen auf unserem Kontinent. Solches Grundgestein hat, wie Wissenschaftler aus Funden in Afrika ermittelten, die Überreste „natürlicher“ Kernreaktoren, die dort vor rund 2 Mrd. Jahren existierten, mit großer Effizienz eingeschlossen. Selbst Plutonium wurde ausgefiltert und an Mineralkörner in Gesteinsritzen gebunden. Der Bentonitlehm, der die Kupferbehälter in ihren Gesteinsnischen umhüllen und u.a. vor Beschädigung durch Gesteinstrümmer schützen soll, ist wasserdicht und hat darüber hinaus hervorragende Absorptionseigenschaften. Im Äspö-Hartgesteinslabor in Oskarshamn wird ein Stück Holz ausgestellt, das nach zwei Millionen Jahre Einschluss in Bentonit noch perfekt erhalten ist. Was das Kupfer angeht, so handelt es sich um ein sogenanntes halbedles Metall. Die Korrosionsbeständigkeit der metallischen Hülle der Behälter ist unter den vorgesehenen Umgebungsbedingungen so gut, dass die Dichtheit der Behälter für weit mehr als die vorgesehene Zeitdauer gewährleistet sein dürfte.

 

Bild 6. Die abgebrannten Elemente werden in dickwandigen Kupferzylindern versiegelt und in einer isolierenden Bentonitpackung in groβer Tiefe in Granitkavernen eingelagert (Grafik: SKB)

Behälter: Aufbau und Verschluss

Der Kupferbehälter dient im Prinzip als gasdichte, korrosionsbeständige Kapsel, die das Entweichen von Inhaltsstoffen in die umliegenden Schichten verhindert. Die Wanddicke liegt bei 50 mm. Den Innenraum füllt ein massiver Kern aus duktilem Gusseisen mit einer Anzahl wabenartiger Aussparungen für die Aufnahme der einzelnen Brennstäbe. Dieser Kern soll zum einen die einzelnen Brennstäbe sicher in ihren Positionen fixieren. Darüber hinaus verhindert seine hohe Festigkeit ein Zerdrücken des Behälters selbst bei extremem Gesteinsdruck. Vor dem Einsatz wird jeder einzelne Behälter einer gründlichen Qualitätskontrolle unterzogen. Beladen werden sie in einer speziell hierfür vorgesehenen Anlage direkt am Zwischenlager. Nach der Beladung wird ein 50 mm dicker Deckel aufgesetzt und dicht verschweißt. Diese Arbeiten werden – unter Beachtung aller für den Umgang mit radioaktivem Material geltenden Vorschriften – mannlos von hoch automatisierten, ferngesteuerten Anlagen durchgeführt. Anschließend werden die fertigen Behälter zum Endlager in 500-700 Metern Tiefe verbracht und in vorbereitete Aussparungen eingesetzt. Der Zwischenraum zwischen Behälter und Wand wird mit Bentonit aufgefüllt. Wenn alle Nischen eines Tunnels belegt sind, wird er mit einer Mischung aus Gesteinstrümmern und Bentonit verfüllt und durch einen massiven Betonpfropfen versiegelt.

Bild 7. Im Inneren des Kupferzylinders befindet sich ein stabiler Gusskörper, in dessen Aussparungen dann die Brennelemente geschoben werden

Fred F. Mueller

zuerst erschienen bei Science Sceptical hier

Anmerkung der Redaktion:

Wie vorsätzlich dumm diese neue "ergebnisoffene" Suche nach einem weiteren Endlager ist hat Ulli Kulke in "Die Welt" in diesem Leit-Artikel aufgezeigt.

Nach uns die Dummheit?

Die Suche nach dem Endlager für den Atommüll geht von absurden Vorstellungen über die Dauer der Strahlung aus. In einigen Jahrzehnten könnte der Abfall in harmlose Materie umgewandelt werden. Die Methode ist erforscht. (Der ganze Artikel hier) Von Ulli Kulke

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19 Kommentare

  1. Vor dem „wie zu lagern ist“ steht „was zu lagern ist: Wenn dem „Uran-Kraftwerk“ das „Plutonium-Kraftwerk“ folgen soll – das war stets und ist noch das Ziel der Welt außerhalb Deutschlands, die langfristig auf Kernenergie setzt. Dann ist das Plutonium in abgebrannten Brennelementen ( und in den Bomben) ein Wertstoff, der die chemische Wiederaufarbeitung hoch wirtschaftlich macht. Dann sind als „radioaktiver Müll“ allein die Spaltprodukte hinreichend lange und sicher zu lagern: Nach etwa 300 Jahren ist die Radioaktivität des „Mülls“ auf das Niveau des ursprünglich der Erde entnommenen Natururans abgeklungen, danach nimmt die Radioktivität weiter ab. Nach der chemischen Wiederaufarbeitung werden die Spaltprodukte bekanntlich in Glaskokillen eingeschmolzen, die grundsätzlich sogar in Trinkwasser gelagert werden könnten.
    Fazit: Das deutsche „Entsorgungsproblem“ war und ist ein wichtiges Standbein der Kernenergiegegner, zu dessen Erhalt der Verzicht auf Wiederaufarbeitung unverzichtbar war und ist.
    Dieser Artikel und die Diskussion sind Bestätigung für ihren Erfolg.

  2. @Thomas Lutz #9:

    Sie schreiben: „Wenn so etwas laufen würde würde ich als nun schon seit 2009 ständig bei EIKE Mitlesender die PDV zumindest in Karlsruhe unterstützen.“

    Eine Möglichkeit wäre, sie bringen sich in die Arbeit der PDV (zum Beispiel als Mitglied) ein. Dann würde aus dem Kritisieren ein Mitarbeiten und aktives Mitgestalten.

  3. @ #10, H. Börger
    Die Medien sind unser Problem. Lassen Sie mich das erläutern. Ich habe einen guten Freund, Österreicher, 1946 in einem Vorort von Wien geboren, dort in Österreich Matura und Studium, seine berufliche Zeit in München, wir waren Kollegen.
    Nun ja, mein Freund ist „Sammler“, er sammelt einfach alles. Das kann ich nicht verstehen, aber der „Müll“ in seinem Hause ist eben seine Sache. Die Sammlung enthielt etwas ganz nützliches, nämlich einen Pack Zeitungen aus Wien und Berlin der Jahre 1938 bis 1943. Weiß der Teufel, wo er die her hatte, das ist uninteressant. Interessant war für mich, diesen Pack Zeitungen lesen zu dürfen, vorsichtig, weil schon die Vergilbung des Papiers so weit war, das es oft zerbrach. Und was ich da lesen konnte, na ja, das war die Verführung der Menschen durch die Politik und folgsame Medien in der damaligen Zeit, die schlimmen Folgen kennen wir.
    Was werden die heutigen Medien noch alles anrichten? Werden sie eines Tages zur Einsicht kommen und nicht gehorsamst der Politik folgen? Die Medien sind eine vierte Gewalt in unserer Gesellschaft, unkontrollierbar, und sie können nur dann leben, wenn sie sich nicht gegen die Mehrheit stellen. Das ergibt einen Teufelskreis.

  4. @ #10: H. Börger sagt:

    Hier mal die Kurzfassung Ihres Beitrags:

    Ich, Thomas Börger, habe zu keinem Zeitpunkt Wissen in mathematischer Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Zuverlässigkeitstheorie erworben.

    Das macht mir den Weg für entschiedenen Glauben. Mir, Thomas Börger, braucht nur jemend den goldenen Kernenergie-Sozialismus zu versprechen und ich bin dabei.

    Und gern bin ich auch bereit, auf alle bösen Kernenergiekritiker zu schimpfen, die mir den Weg zum goldenen Kernenergie-Sozialismus verbauen wollen.

    Ich – Thomas Börger – hab ja keine Ahnung, aber das mit ganzer Kraft.

  5. Es gibt schon einen gewaltigen Unterschied zu den damaligen Roten, Kommunisten und Sozialisten, auch Nationalsozialisten. Bei Allen stand in erster Linie das Vaterland, die Nation und ihre Buerger. Es gibt da jede Menge verbriefte Aussagen der damaligen Fuehrer.
    Die heutigen Roten sowie auch Gruenen aber hassen Deutschland. Wir alle erinnern uns an Trittins beruehmter Aussage ueber Deutschlands verschwinden und seiner Freude darueber.
    Aendern wir es einfach und sagen:
    Gruen war gestern, heute gibt es eine Alternative.
    In diesem Sinne
    Tyron Booker

  6. „Ach ja, das Staatssäckel wird auch noch gefüllt, über die Mehrwertsteuer und die sonstigen Abgaben, die auf Strom erhoben werden.“

    Richtig, und das genau ist die Absicht der „Energiewende“, inklusive all ihrer „Nebenwirkungen“ – neue Steuereinnahmen über die Besteuerung des gewollt immer weiter steigenden Energiepreis zu generieren, sonst nichts! Dieses ist das einzige und ausschließliche Ziel der gesamten deutschen Energiepolitik – vergesst Nebelkerzen, wie „Bezahlbarkeit“ oder gar „Versorgungssicherheit“

    Nachdem es verfassungsrechtlich schwierig ist (Eigentumsgarantie des GG) die Besteuerung der Einkommen oder Vermögen bis ins weiter exzessive zu steigern, geht der Staat in seiner Geldgier den Weg über die Steuern und Abgaben auf Verbrauch und Konsum.

    Dieses ist im Endefffekt nichts anderes als die Zwangskollektivierung der Industrie und Landwirtschaft in der SBZ/DDR der Nachkriegszeit – ein gigantisches, staatliches Sozialisierungsprogramm!

    Die wesentlichen Produktionsmittel, die es zu sozialisieren gilt, sind heute, in einer postindustriellen Gesellschaft nicht mehr Äcker und Stahlwerke, sondern Energie und Geld.

    Und – „Sozialisieren“ heißt, wie es die historische Erfahrung lehrt, nicht irgendeine „Teilhabe am Kollektivvermögen“, wie uns suggeriert werden soll, sondern Übergang des Privatvermögens und des Wohlstandes in die Verfügungsgewalt einer neuen Nomenklatura, welche hierüber ihre Machtbasis sichern will.

    Nach dem gescheiterten Roten und dem gescheiterten Braunen Weg in den Sozialismus sollen wir jetzt den Langen Grünen Pfad wandeln und glauben, mal wieder die Welt vor den Folgen des Handelns des „Monopolkapitals“ zu retten, nur damit eine kleine Clique ihre Machtgelüste ausleben kann.

    Um beim Titel zu bleiben:
    „Wenn Blinde nicht sehen wollen…“

    Es ist eigentlich ganz offensichtlich und in diese fünf Zeilen zu fassen, was hier passiert, dass die vielzitierte „postdemokratische“ Gesellschaft, nichts anderes als eine „prätotalitäre“ Gesellschaft ist – doch offensichtlich wollen wir es nicht sehen, weil es weh tut, weil Einsicht uns eigentlich zum Handeln zwingen würde.

    Wir warten lieber ab – bis es wieder zu spät ist!

  7. zu #7: Das Problem ist nicht das Exportieren von Atommüll; die Russen haben uns schon lange angeboten, unseren Atommüll zu nehmen. Das Problem ist, dass Atommüllexport bei uns verboten ist!

    Warum? Tja, keine Lösung ist die Lösung, denn nur wenn das ‚Endlagerproblem‘ ungelöst ist (bzw. gehalten wird), kann man behaupten keine Lösung zu haben, so dass man Atomkraft sofort abstellen muss. Das ganze ist Politik, also Lüge, Propaganda, Verängstigung und Geschäft!

    Dass es außer der Endlagerung noch andere naheliegende Verwendungsmöglichkeiten für radioaktive Isotope gibt (weiter verbrennen, Atommüll zum Sterilisieren von Stoffen verwenden, usw.) wird in deutschen Qualitätsmedien niemals erwähnt werden. Schließlich kann nicht sein, was nicht sein darf!

    N.B.: Wer von Farben was versteht, weiß das Rot und Grün Braun ergeben.
    Honi soit qui mal y pens!

  8. @ Th. Lutz #9

    Derartige Demonstrationen sind seitens der Politik unerwünscht.

    Schlimmer jedoch ist, daß sich bei Demonstrationen gegen staatlich nicht genehme Demonstrationen Beobachter einer willkürlich motivierten Strafverfolgung aussetzen.

    Wer sich bei der Anti-Brokdorf-Demonstration 1981 als unabhängiger Beobachter aus der Luft betätigte hatte anschließend völlig unberechtigte Straf- und Bußgeldverfahren am Hals. Einer der Vorwürfe war, daß das Sperrgebiet verletzt wurde, wobei das illegale Sperrgebiet am Boden mit dem in der Luft nicht identisch war, welches man als verantwortungsvoller Pilot bei der zuständigen Flugsicherung erfragen konnte, die selbstredend zu Beweiszwecken Tonbandaufnahmen fertigte. Aber das wußten die BGS-Hubschrauber-Piloten nicht. Die wußten auch nicht, daß man den Luftdruck am Höhenmesser auf den des nächstgelegenen Verkehrsfluhafens einzustellen hat. Stattdessen flogen die mit dem Luftdruck des Flugplatzes Hungriger Wolf, der einen um 2 mbar (hPa) niedrigeren Luftdruck hatte (QNH)und 27m hoch über NN liegt. Macht nur schlappe 20m Höhendifferenz nach den luftverkehrsrechtlichen Vorschriften aus, oder dann, wenn der Höhenmesser auf Abflughafendruck eingestellt wird, 57m aus, was dann zu dem völlig unsinnigen Vorwurf der Unterschreitung der Mindestflughöhe führte.

    Außer unnötigen Kosten für den Staat erbrachte das willkürliche Verhalten im Auftrag der „Staatsmacht“ der BGS-Piloten keinen Gewinn.

  9. Wenn ich diesen Beitrag Personen, die nachweislich naturwissenschaftlich bis hin zu professoralen Graden in Physik nachweisen können, vorlegen würde: Hohngelächter. Das kann überhaupt nicht stimmen! Das ist kompletter Unsinn!
    Ich sage dies aufgrund meiner Erfahrung mit solchen wirklich akademisch hochgebildeten Leuten, die andererseits absolute ZEIT-Abonnenten sind. Da komme ich einfach nicht ran:. Wenn sie sich mit einem nicht „satisfaktionsfähigen“ Mitbürger überhaupt abgeben: Von oben herab spricht der Herr, alle unbelegten Argumente ihrerseits sprechen dagegen. Keine Zweifel! (Tausende von Wissenschaftlern können doch nicht irren! So u.a. OB Palmer, so dieser und jener Journalist bei der SWP, bei DLF. Wenn sie überhaupt antworten!) Es gibt keinen Zweifel gegenüber dieser oder jener öffentlich verbreiteten Behauptung wie . Ich höre nur: Tschernobyl und Fukushima. Kein Eingehen auf die Erwiderungen, nicht einmal die Anerkenntnis, daß, wenn man schon meint, diese Technologie sei so furchtbar (sie existiert ja, ohne daß wir daran was ändern könnten, in unserer nächsten Umgebung), dann wäre Forschung und nochmals Forschung und weiter intensive Forschung das einzige Mittel, um dieser behaupteten furchtbaren Gefahr zumindest begegegnen zu können! Wer schaffte das ab? Rot-Grün. Wer setzte das fort: Schwarz-rot/sSchwarz-gelb …
    Keine Bewegung. Stillstand bzw. Abwehr. Um Gottes Willen oder so ähnlich: Nein, doch aber auch gar nichts mehr machen in Richtuing Kernenergie!! Katastrophe! Endzeit! Ich will doch nicht sterben! Alle sterben! Wie in Fukushima!
    Es ist unglaublich, solche hysterischen, politisch induzierten und medial genährten Überzeugungen sind nicht aufzuheben – und die sogar bei Personen, die es beruflich udn von ihrer Bildung her eigentlich anders bewerten und beurteilen müssten.
    Darüber hinaus: Fragen Sie dch mal den oder die Fachverkäufer/in (PC!) mal über auch nur ganz einfache Aspekte wie: Was hat denn die Probleme in Tschernobyl ausgelöst? Welche Rolle spielte der Tsunami in Bezug auf die Fukushima-Havarie? Was wissen Sie über die Frage der Bedeutung von CO2? Wie beurteilen Sie die Einführung des Euro? Ganz einfache Aspekte – so wie sie geschehen bzw. anzuschauen sind.! Fragen Sie mal.
    Und alle diese Leute, die eingestandernermaßen zugeben, sie hätten keine Ahnung, wählen!Auf die Frage, auf welcher Grundlage sie aich denn bei Wahl politisch/inhaltlich entscheiden würden, kommt in aller Regel: „Ich wähle die, von denen ich mir Zukunft verspreche“ (das ist eine von mir gewählte Konklusio der von mir erfahrenen Antworten – keine wissenschaftliche Erhebung!)
    Aber wenn man das prinzipiell vergleicht mit den Ergebnissen der Allensbach-Umfrage zur Bildungspolitik – dann haut meine Analyse auch ganz gut hin: Es gibt, wenn man genau hinschaut, keine Übereinstimmung zwischen der massiv durchgesetzten SED-Politik und dem, was die Bevölkerung meint. Es gibt nur ein übles Spiel zwischen Medien und den vermeintlich alternativlosen politischen Entscheidungen – denn dies gilt ja nicht nur für die angebliche Eurorettung!

  10. #3: Gerhard Bleckmann

    Bei der PDV „Partei der Vernunft“ hat man offensichtlich Angst vor der eigenen Courage und manche glauben dort mit den Themen bzw der Wahrheit keine Stimmen zu bekommen.
    Was dies betrifft steht man hier wirklich vor einem riesigen Problem den die Medien schweigen die Existens der PDV einfach tot.
    Und die 5% Hürde das dürften zwischen 2-3 Millonen Stimmen sein die man braucht.
    Insofern wird uns leider die PDV nicht von diesem Wahnsinn erlösen.
    Das Problem der PDV sind nicht die Themen die sie auf ihrer web seite nennt und auch im Grundsatz Programm verankert hat.
    Das Problem der PDV ist es ihren Bekanntheitsgrad zu steigern effektiv zu steigern.
    Einige Ideen währen hier zb Ständige Info Stände zur Klimalüge zu Kernenergie zur Energiewende zum Geld system.
    Und hier sollte man krass werden.
    Ich spinne mal: auch für ATOMENERGIE Demonstrieren.
    Vielecht würde man die Grünen zum Schreien bringen.
    Und über Umwege in den Medien landen.
    Wenn so etwas laufen würde würde ich als nun schon seit 2009 ständig bei EIKE Mitlesender die PDV zumindest in Karlsruhe unterstützen.
    Aber wenn die PDV jetzt verwässert kann man das vergessen.

    MFG

    PS: Spam abwehr „prinzip“ das passt.

  11. Könnte es vielleicht sein, dass wir die Endlagersuche bei uns so lange herauszögern, bis die Anlagen in Finnland und Schweden fertiggestellt sind um dann (vielleicht auch schon vorher)das Scheckbuch zücken und unsere Bestände dann nach Norden zu verkaufen?

  12. „Bezahlen sollen dies die angeblich Schuldigen, nämlich die KKW-Betreiber. In Wirklichkeit landet die Rechnung jedoch ausschlie?lich beim Bürger, weil diese Kosten über den Strompreis weitergegeben werden“

    Richtig, den Unfug bezahlt in der Tat der Bürger. Aber da das dem dummen Bürger nicht gesagt werden darf, werden die die bösen Stromkonzerne benannt, für die diese Kosten nur Durchlaufposten sind.

    Ach ja, das Staatssäckel wird auch noch gefüllt, über die Mehrwertsteuer und die sonstigen Abgaben, die auf Strom erhoben werden.

    Und selbstredend verdienen die Banken ohne jegliches Risiko, denn die Kommanditisten haften ….

  13. Ich meine, man sollte die abgebrannten Brennelemente nicht allzu tief und auf jeden Fall rückholbar einlagern. Die werden in absehbarer Zeit als wertvoller neuer Brennstoff wieder gebraucht. Es gibt bereits viele Entwicklungen von Reaktoren der Generation 4 mit schnellem Neutronenspektrum, die den „Atommüll“ nicht nur nutzen, sondern wie bei der Transmutation die langlebigen Isotope fast vollständig unschädlich machen können. Um nur einige Beispiele zu nennen: BN300- schon viele Jahre in Betrieb, BN800- im Bau, BREST 300, SVBR-bleigekühlt und in Entwicklung (alle Russische Föderation), ALFRED- in Entwicklung (EU) und weltweit viele andere mehr. Zum Glück gibts auch in Dt. noch ein paar Leute, die sich mit Technik beschäftigen und über Windmühlen und Krähenspiegel nur den Kopf schütteln. Zur Lachnummer werden wir international trotzdem.

  14. Der Artikel von Ulli Kulke in der Welt sagt alles. Unsere Nachfahren werden uns verfluchen, das Geld für die Suche nach Endlagern ausgegeben zu haben, anstatt am Transmutationsverfahren und der Weiterentwicklung von neuen Kernkraftwerken zu forschen.
    Hilfe, welche Partei der Vernunft erlöst uns von dem ideologisierten Wahnsinn unserer Parteien. Die PdV jedenfalls nicht!

  15. Danke für Ihren Artikel,Hr.Müller!
    Solche Informationen und solches Wissen gehört über die deutschen Medien (ARD/ZDF usw.) der Öffenttlichkeit vermittelt.
    Da dies nicht geschieht, ist dies ein Zeichen von abhängigen und ideologisch geprägten Mediengestaltung in Deutschland! Braune und Rote Diktatur lässt GRÜßEN!

  16. Die Schweden und auch die Finnen haben natürlich nur ihre Granitformationen, die immer von Wasser durchflossen sind. Deshalb auch die dicken Kupferschichten. Weder in Schweden noch in Finnland sind die Medien so fest in grün-linker Hand wie in Deutschland. daher ist eine vernünftige Information der Bevölkerung noch möglich. Salz ist eigentlich das wesentlich bessere Endlagermedium. Es ist trocken , gut wärmeleitend und plastisch.
    Die Hirnlosigkeit wenn nicht gar Bösartigkeit unserer Politiker sieht man ja auch daran, daß Endlager für chemische Abfälle in aufgelassenen alten Salzbergwerken genehmigt werden ohne jede Schwierigkeit sogar von diesem Joschka Fischer (Herfaneurode). Ob der sich einmal klar gemacht hat, daß diese Abfälle in 1 Milliarde Jahre noch genau so giftig sind wie heute.
    mfG
    H. Urbahn

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