Kernenergie: 100 Gründe und 100 gute Antworten. Fortsetzung #20 bis #24

Ursula und Michael Sladek sind „außergewöhnliche Regelbrecher und Mutmacher, die als Vorreiter oder Vorbilder herausragende Erfolge mit ihrem interdisziplinären Denken und Handeln erzielt haben und bereit waren, mit Herzblut und Mut ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Wege zu gehen” – so die Laudatio des 2010 erhaltenen QUERDENKER®-Awards. Zu Recht, denn die Sladeks geben sich mit einfachem Unsinn nicht zufrieden, erst richtig dreist übertrieben entfaltet er seine volle Wirkung.


Vergessen Sie Logik, Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie. In „Unfall- & Katastrophenrisiko”, der ersten großen Kategorie in Sladeks „100 guten Gründen”, werden diese ausgetretenenen Pfade verlassen, ganz im Sinne eines QUERDENKER®s (hier).Egal ob von der GRS oder der OECD, Gutachten sind für die selbsternannten „Stromrebellen” und ihren Elektrizitätswerken Schönau nichts wert, es sei denn, man schafft es, Worte wie „Schadensfall” als Super-GAU umzudeuten (#20), oder ausgetüftelte Sicherheitsmechanismen als „reines Glück” zu interpretieren (#22). Originell ist auch die Aussage (#21), je länger ein KKW laufe, desto mehr meldepflichte Ereignisse gebe es (richtig, und je älter ein Mensch ist, desto mehr hat er gegessen). In der Welt der Sladeks müssen neue Erstatzteile zwangsläufig schlechter als alte sein (#23), alte Kernkraftwerke hingegen schlechter als neue (#24). Auch wir gratulieren den Sladeks und mit ihnen auch dem QUERDENKER®-Förderer BMW zu ihrem Mut, so viele Regeln der Vernunft auf einmal gebrochen zu haben.

Hundert gute Antworten #20 – #24

#20: Sicherheitsmängel

Behauptung: Keines der 17 Atomkraftwerke in Deutschland bekäme heute noch eine Genehmigung.

Die EWS behaupten

Ob fehlende Schutzhülle, marode Elektrik oder spröder Stahl: Kein einziges Atomkraftwerk in Deutschland ist sicherheitstechnisch auf dem Stand von Wissenschaft und Technik, den das Bundesverfassungsgericht eigentlich fordert. Da helfen auch millionenteure Nachrüstungen nichts.

Als Neubau bekäme wegen der eklatanten Sicherheitsmängel heute keines der 17 Atomkraftwerke in Deutschland nochmals eine Genehmigung.

„Weiterführende Informationen” der EWS und „Quellen” der EWS

Richtig ist …

Ob raffinierte redundante Sicherheitssyteme, gestaffeltes Containment, multiple Notkühlsysteme, regelmäßige Sicherheitschecks, unplanmäßige Stresstests, strenge Grenzwertüberwachungen, IAEO-Kontrolle, umfangreiche Risikostudien und vieles mehr: Kein einziges Kernkraftwerk in Deutschland, das nicht auf dem Stand von Wissenschaft und Technik wäre.

Die Auflagen des Bundesverfassungsgerichts sind bei der Kernenergie auch bei den ältesten deutschen Kernkraftwerken mehr als erfüllt, das haben umfangreiche Studien und Kontrollen immer wieder gezeigt. Selbst nach den Sicherheitsstandards von 1989, als die letzte GRS-Studie zum Risiko von Kernkraftwerken durchgeführt wurde, ist statistisch höchstens ein „Schadensfall” in 33.000 Reaktorjahren zu erwarten. Ein Schadensfall bedeutet noch lange keine Kernschmelze, und eine Kernschmelze noch lange keine Freisetzung von Radioaktivität. Das Risiko für Leib und Leben ist selbst unter konservativen Annahmen mit Abstand geringer als bei jeder anderen Energieerzeugung, sogar Wind und Sonne, das besagen die wissenschaftlichen Fakten.

Beim neuen EPR konnte man die Sicherheit sogar noch mehr verbessern, so dass nur noch alle durchschnittlich 1 Million Reaktorjahre ein Schadensfall eintritt. Aber den wollte Deutschland nicht. Nun wird er in Frankreich, Finnland und China gebaut.

Quellen von KRITIKALITÄT


#21: Altersrisiko

Behauptung: Je länger ein Atomkraftwerk in Betrieb ist, desto unsicherer wird es.

Die EWS behaupten

Technik und Elektronik halten nicht ewig. Schon gar nicht in einem Atomkraftwerk. Rohre werden spröde, Steuerungen fallen aus, Ventile und Pumpen versagen. Risse wachsen, Metalle korrodieren. Im Atomkraftwerk Davis Besse (Ohio/USA) fraß sich ein Loch unbemerkt durch den 16 Zentimeter dicken Stahl des Reaktordruckbehälters. Nur noch eine dünne Schicht Edelstahl an der Innenseite verhinderte das Leck.

Je länger ein Atomkraftwerk läuft und je älter es ist, desto riskanter ist sein Betrieb. Das kann man auch aus der Statistik der meldepflichtigen Ereignisse ablesen: Alte Reaktoren wie Biblis und Brunsbüttel tauchen dort deutlich häufiger auf als jüngere.

„Weiterführende Informationen” der EWS und „Quellen” der EWS

Richtig ist …

Meldepflichtige Ereignisse sind nicht immer Störungen und erst recht nicht immer Störfälle, die es in Deutschland seit 10 Jahren nicht mehr gegeben hat. In der Statistik des Bundesamtes für Strahlenschutz weisen ältere KKWs 2009 und 2010 keine signifikant höhere Rate an meldepflichtigen Ereignissen auf als neuere. Dass sie insgesamt mehr Vorfälle gemeldet haben ist nicht verwunderlich, denn es gibt sie ja länger.

Nicht ohne Grund hat man ein Klassifikationssystem für meldepflichtige Ereignisse eingeführt. Dies dient der stetigen Verbesserung der Sicherheit, was man von anderen Einrichtungen wie Chemiefabriken, in denen auch Materialien für Solarzellen und Windkraftanlagen hergestellt werden, nicht sagen kann. Diesen enormen Sicherheitsvorteil als Beleg für schlechte Technik anzuführen ist ungefähr so logisch, wie jemanden, der vorsorglich häufiger zum Arzt geht, als kranker zu bezeichnen.

Zu suggerieren, kleinere Schäden wie Risse und Lecks, auch im nuklearen Bereich, würden zu katastrophalen Konsequenzen für die Umgebung führen, ist unverantwortlich. Der Vorfall in Davis-Besse zeigte auch, dass zwar eine der fünf Sicherheitsbarrieren versagen kann, aber auch, dass dies noch lange keine Gefahr für die Bevölkerung darstellt. Die redundante Mehrfachabsicherung sowie die passiv wirkenden Sicherheitsbarrieren verhindern effektiv, dass nennenswerte Strahlenbelastungen nach außen treten. Der Aufwand der Nachrüstung und Wartung bestimmt letztendlich die Häufigkeit von derartigen Ausfällen, wie bei allen technischen Industrieanlagen. Der Betreiber musste umfangreiche Auflagen erfüllen und hohe Strafen zahlen.

Bei der „dünnen Schicht” handelt es sich übrigens um die korrosionsfeste Innenwand – es ist also keineswegs glücklicher Zufall sondern gezielte Auslegung, dass diese nicht durchfressen wurde.

Quellen von KRITIKALITÄT


#22: Meldepflichtige Ereignisse

Behauptung: Alle drei Tage kommt es zu einem ›sicherheitsrelevanten Ereignis‹ in einem deutschen Atomkraftwerk.

Die EWS behaupten

Die Störfallmeldestelle des Bundesamts für Strahlenschutz verzeichnet Jahr für Jahr zwischen 100 und 200 Störfälle und für die kerntechnische Sicherheit bedeutsame Ereignisse in deutschen Atomkraftwerken – seit 1965 insgesamt etwa 6.000. Jedes Jahr haben einige dieser meldepflichtigen Ereignisse das Potenzial, einen schweren Unfall auszulösen. Dass es bisher in Deutschland nicht zum Super-GAU kam, war mehrmals nur Zufall und Glück.

„Weiterführende Informationen” der EWS und „Quellen” der EWS

Richtig ist …

Die hier gewählte Formulierung soll suggerieren, dass es jedes Jahr 100 bis 200 Störfälle gibt. Dies ist jedoch falsch. Insgesamt gab es in Deutschland nur 3 Störfälle, wobei die letzten 2 (Philippsburg) 11 Jahre zurück liegen und sich nachträglich als unkritisch, wohl aber nicht vorschriftsmäßig, herausgestellt haben. Der Rest sind „Störungen” und „Vorfälle”, die zwar meldepflichtig, aber sicherheitstechnisch von geringer Relevanz sind. Auf diese Statistik sollte man stolz sein, aber auch froh, dass man durch ein derartiges Meldesystem ständig Verbesserungen vornehmen kann. Dies zeigt sich auch in der stetigen Abnahme der gemeldeten Vorfälle seit 20 Jahren.

In diesem Zusammenhang einen „Super-GAU” zu erwähnen ist ungefähr so, als würde man es als Zufall und Glück bezeichnen, dass ein Auto mit klemmendem Heckscheibenwischer nicht gleich lichterloh explodiert ist. Die mehrfach installierten, vielseitigen aktiven sowie die ausfallsicheren passiven Sicherheitssysteme und -barrieren bewirken eine nur sehr geringe Ausfallrate, klar belegt durch die Berichte des Bundesamtes für Strahlenschutz.

Quellen von KRITIKALITÄT


#23: Ersatzteilmangel

Behauptung: Bei Reparaturarbeiten an Atomkraftwerken entstehen leicht neue Fehler.

Die EWS behaupten

Die noch in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke in Deutschland sind zwischen 1974 und 1989 ans Netz gegangen. Viele Bauteile gibt es heute gar nicht mehr. Für Reparaturen muss also Ersatz gebastelt werden. Ein riskantes Unterfangen, denn wenn sich die Ersatzteile nicht unter allen Umständen genau so verhalten wie das Originalbauteil, kann das gravierende Folgen haben.

„Weiterführende Informationen” der EWS und „Quellen” der EWS

Richtig ist …

Nachbauten arbeiten wesentlich besser als die original konzipierten Bauteile, gut zu sehen z.B. bei Oldtimer-Automobilen. Logisch, denn bei Nachbauten fließt ja nicht nur das Wissen der Originalkonstruktion, sondern auch die langjährige Benutzungserfahrung mit ein. Fachmännisch gefertigt und vor dem Einbau mindestens genauso geprüft wie das Original ist mit einer deutlichen Verbesserung zu rechnen. Warum sollte dies ausgerechnet bei sicherheitsrelevanten Teilen in Kernkraftwerken anders sein?

Jahrzehntelange Material- und Sicherheitsforschung als „Basteleien” abzutun ist ein Zeichen tiefer Ignoranz und Ahnungslosigkeit. Hier informiere man sich erst mal über die technische Realität, statt die persönliche schlechte Erfahrung mit Nachbauten von Druckerpatronen auf Kernkreaktoren zu übertragen.

Quellen von KRITIKALITÄT


#24: Steinzeittechnik

Behauptung: 30 Jahre alte Technik ist nur eins: reif für den Schrott!

Die EWS behaupten

Der Baubeginn der noch in Betrieb befindlichen deutschen Atomkraftwerke lag zwischen 1970 und 1982.

Kein vernünftiger Mensch würde je behaupten, ein Auto wie der VW-411 von 1970 sei heute noch »sicherheitstechnisch auf dem aktuellen Stand« – selbst wenn er in der Zwischenzeit die Stoßdämpfer erneuert, die Bremsen gewechselt und Anschnallgurte nachgerüstet hätte. Und jeder, der ankündigte, seinen Commodore-C64-Heimcomputer (Bj. 1982-93) auf heutige Standards nachrüsten zu wollen, würde lauthals ausgelacht.

Nur bei Atomkraftwerken ist all das nach Ansicht ihrer Betreiber kein Problem …

„Weiterführende Informationen” der EWS und „Quellen” der EWS

Richtig ist …

Das Alter einer Anlage hat nicht unbedingt etwas mit der Sicherheit zu tun. Kein vernünftiger Mensch forderte je, man solle endlich die Pyramiden von Gizeh abreissen, weil sie »veraltet« sind. Solange die Gebäudestruktur intakt ist, ist das Gebäude sicher. Das Innenleben hingegen kann man beliebig austauschen. Auch einen VW-411 könnte man sicherheitstechnisch auf den aktuellen Stand bringen, nur wäre das vermutlich teurer als ein Neukauf. Und jemand, der in sein altes C64-Gehäuse einen moderen Computer einbaut, würde für dieses »Kunstwerk« großen Applaus ernten.

Die Sicherheitsanforderungen werden zuerst formuliert, dann entscheidet man, mit welchem Aufwand die Anlage diese Forderungen noch erfüllen kann. Bei Kernkraftwerken sind hier die passiv wirkenden Barrieren (Beton-/Stahlhüllen, Filter und Brennelementehüllen) besonders wichtig, welche aber meist nicht modernisiert werden müssen. Die sehr strengen KTA-Regeln beschreiben detailliert alle Anforderungen an Bauteile und Verfahren.

Die erst 50 Jahre junge „steinzeitliche” Kerntechnik nutzt bisher nur ein Bruchteil ihres Potentials – und ist damit bereits 20 mal so effizient wie z.B. die „moderne” Windenergie. Letztere wurde tatsächlich schon vor der Bronzezeit genutzt, und ihr technisches Potential ist heute längst ausgereizt.

Quellen von KRITIKALITÄT


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36 Kommentare

  1. @Tobias Beuting #23
    Worin begründet sich Ihre Überzeugung, dass Deutschland mit den Erneuerbaren Energien auf den richtigen Weg ist?
    Warum sind Sie der Meinung, dass ein Kraftwerkparkmix aus Kohle, Gas und Uran unserer industrieller Wohlstandsgesellschaft in Deutschland schadet?
    Ich Bitte um FAKTEN und keine Glaubensbekenntnisse. Danke!

  2. Hallo Herr Jensen,

    scheinbar fällt es Ihnen schwer Diskussionen sachlich zu führen.

    Hallo Admin,

    dann ist ja alles in Ordnung. Ich dachte ich müsste mir Sorgen machen, dass uns Kohle und Uran ausgehen.

    Ich wünsche Ihnen noch viel Glück beim Verbreiten ihrer Ideologien.

    MhG

  3. Peter Georgiev schreibt in #26: „Bevor das Argument mit der Verteuerung des Erdgases und damit der Vorteil des Windstroms kommt: In jedem Material und in jeder Leistung steckt Energie. Also je teurer Erdgasstrom, desto teurer Stahl, Alu und Beton für Windmühlen und damit der Windstrom. Wozu also?“

    Es macht allerdings einen Unterschied aus, ob in dem Material die Stromkosten zu wenigen Prozent oder zu größeren Anteilen drin stecken.

  4. #25: „Die Zahl der E-Techniker die sich für die „Energiewende“ aussprechen, ist aber sehr überschaubar und umgekehrt proportional zur Zahl der Fürsprecher aus den technikfernen Geisteswissenschaften…“

    Herr Pesch, ist das jetzt Wunschdenken Ihrerseits oder eine empirisch belastbare Aussage?

    @Peter Georgiev, #27: „Hader, wenn man dicke ideologische Scheuklappen links und rechts mit sich rumträgt, nutzt kein Titel!“

    Nunja, wenn man Windkraft prinzipiell aus ideologischen Gründen ablehnt, kann ich da auch nix machen. 😉

  5. Achso, Herr Beuting,
    sie haben ja auch noch eine Frage gestellt. Die will ich ihnen natürlich in angemessenem Umfang beantworten.
    Ihre Frage war:
    Haben Sie auch Lösungen parat, wie wir unseren Energiebedarf in Zukunft decken können oder sind Sie hier wirklich ernsthaft der Meinung, dass wir weiter Kohle und Uran nutzen sollten?

    Die Antwort darauf ist: Ja.

    Ich denke, damit ist ihre Frage wirklich umfassend beantwortet. Mehr kann man dazu leider nicht sagen. Also ihnen jedenfalls nicht. Dem fachlich interessieren Mitmenschen könnte man natürlich noch ausführlicher antworten, aber bei ihnen wäre das genauso sinnvoll wie ihr Studium. Das hat ja offensichtlich auch nix gebracht.

    Noch ’ne Frage?

  6. Ich bin mir sicher, dass Sie alle hier auch noch zur Vernunft kommen werden. Vielleicht ist für Sie noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen um weiterzudenken. Aber ich merke, dass die Diskussion hier im Kreis läuft. Machen wir also so weiter wie bisher?
    Haben Sie auch Lösungen parat, wie wir unseren Energiebedarf in Zukunft decken können oder sind Sie hier wirklich ernsthaft der Meinung, dass wir weiter Kohle und Uran nutzen sollten? Sie können noch so sehr im Glauben sein, dass sie hier alle gut in Physik und Chemie aufgepasst haben und es kann noch so viele Argumente gegen die Windkraft geben. Es gibt ein Argument, welches alle anderen in den Schatten stellt: Ein Windrad bringt niemanden um und setzt keine schädlichen Emissionen frei.
    Das habe ich übrigens auch schon vor meinem Studium gewusst, ganz ohne akademischen Titel.

  7. Herr Beuting,
    da haben sie natürlich vollkomen recht. Ein Windrad bringt niemanden um. Im Gegensatz dazu die bösen AKWs. Wir kennen alle die Berichte aus der Zeitung, wo AKWs harmlosen Wanderern auflauern und diese rücklings meucheln oder hin und wieder plötzlich auf die Autobahn springen und Massenunfälle mit vielen Toten provozieren oder einfach nur marodierend durch deutsche Innenstädte ziehen und wahllos Menschen ins Jenseits befördern. Stimmt, sowas macht ein Windrad nicht.
    Und Emissionen verursacht ein Windrad ja auch nicht. Das muss man ja nicht herstellen, so wie ein böses AKW. Nein! Das Windrad wächst im völligen Gleichklang mit der Natur einfach so aus dem Boden. CO2-frei und ohne Rechnung. Man muss es nur ab und zu giessen.
    So ein Pech, dass uns Menschen das nicht schon viel früher aufgefallen ist. Stattdessen versuchen wir, uns vor den randalierenden AKWs zu schützen.

    Kennen sie den Film „Der Dummschwätzer“? Wenn der wieder mal neu verfilmt wird, melden sie sich doch für die Hauptrolle.

    Und was ihr Studium angeht: gibt es einen besseren Beweis für fehlgeleitete Steuergelder in Deutschland?

  8. Herr Beuting, sie schreiben in # 21:

    „Allein die Tatsache, dass hier dafür plädiert wird weiter die Kernenergie zu nutzen, die ohne Zweifel die schlechteste Errungenschaft des Menschen darstellt, macht mich einfach nur sauer. Ich habe das Gefühl, dass hier die Menschen entweder keine Kinder in der Familie haben oder die Hirnwindungen eine zukunftsorientierte Denkweise nicht zulassen.“

    Ihre Gefühle und ihre Sorge um Kinder in allen Ehren, aber können sie mir mal erklären, was das mit der friedlichen Nutzung von Kernenergie zu tun hat? Ich habe gerade heute zufällig ein Zitat von Marie Curie gelesen. Kennen sie, die Dame? Das Zitat lautet:

    „In der Natur gibt es nichts, das man fürchten muss. Man muss es nur verstehen.“

    Das Prinzip der Nutzung der Kernenergie scheinen sie einfach nicht verstanden zu haben, deswegen fürchten sie sich davor. Leider reden hier in Deutschland zu viele Menschen und Politiker über Dinge, die sie nicht verstehen und sich einfach nur davor fürchten.

  9. #24

    „Seltsamerweise gilt dieses Argument nicht mehr, wenn man sich FÜR die Energiewende ausspricht und einen entsprechenden akademischen Grad besitzt.“

    Hader, wenn man dicke ideologische Scheuklappen links und rechts mit sich rumträgt, nutzt kein Titel!

  10. #23

    Hallo Herr Beuting,

    Energie in chemisch gebundener Form als Gas z.B., ist praktisch die einzige Möglichkeit, große Mengen verlustfrei zu speichern. Der Haken ist, dass bei jedem Energieumwandlungsprozess mindestens 1/3 der Energie unwiderruflich verloren geht. Die besten Gaskraftwerke haben einen Wirkungsgrad von 60%, mehr ist unmöglich. Bei der Windgasspeicherung muss 2x verlustreich umgewandelt werden: Ein mal den bereits vorhandene Strom in Gas, da wir eigentlich Strom brauchen wieder zurück in Strom. Dabei gehen 65-80% der Energie verloren. Macht das Sinn oder besser gar nicht erst den überflüssigen Strom produzieren?

    Da das Windgas in Strom umgewandelt werden muss, kann nicht auf die Gaskraftwerke verzichtet werden. Wenn die GKW absolut unverzichtbar sind, ist es nicht so, dass man teuren doppelten Anlagenbau und Wartung nur vermeiden kann, wenn man auf die Windmühlen verzichtet?

    Was man bei der Windmühleneuphorie gern vergisst ist, dass diese riesig groß und damit sehr teuer sind, und im Vergleich zu einer Kraftwerksturbine ein verschwindend mickriges Häufchen Strom produzieren. Sie sind auch keineswegs ewig. So wie bei einem Auto, dessen Kaufpreis man in 20-25 Jahren mehrfach zu Werkstatt trägt, muss man in Windmühlen auch ständig Geld nachschieben. Bevor das Argument mit der Verteuerung des Erdgases und damit der Vorteil des Windstroms kommt: In jedem Material und in jeder Leistung steckt Energie. Also je teurer Erdgasstrom, desto teurer Stahl, Alu und Beton für Windmühlen und damit der Windstrom. Wozu also?

    Schlussendlich kann man günstig Energie gewinnen, wenn man einen konstanten Fluss von hoher Energiedichte nutzt (z.B. Gas oder Dampfstrahl zur Turbine). Den stellt aber die Natur nicht so zu Verfügung, man muss nachhelfen.

    Ist es die Umsetzung oder die Grundphilosophie der Energiewende, die an den Naturgesetzen vorbei beschlossen hat?

    Viel Spaß beim Nachdenken.
    PG

  11. #24: S.Hader sagt:

    am Freitag, 26.04.2013, 09:33

    #22: „Peter Georgiev
    Dipl. Ing. (Fachbereich Energieumwandlung)
    P.S. Es ist nicht meine Art, den akademischen Grad zu unterstreichen, in diesem Falle möchte ich doch zeigen, dass ich zum Thema mehr gelernt habe, als die Pastoren, Soziologen und Juristen, die uns zu Energiewende verdonnert haben. Und noch was, Kinder habe ich auch, daher bin ich strickt gegen die Energiewende, da mir an die Zukunft viel liegt.“

    Seltsamerweise gilt dieses Argument nicht mehr, wenn man sich FÜR die Energiewende ausspricht und einen entsprechenden akademischen Grad besitzt.

    Antwort:

    Die Zahl der E-Techniker die sich für die „Energiewende“ aussprechen, ist aber sehr überschaubar und umgekehrt proportional zur Zahl der Fürsprecher aus den technikfernen Geisteswissenschaften…

  12. #22: „Peter Georgiev
    Dipl. Ing. (Fachbereich Energieumwandlung)
    P.S. Es ist nicht meine Art, den akademischen Grad zu unterstreichen, in diesem Falle möchte ich doch zeigen, dass ich zum Thema mehr gelernt habe, als die Pastoren, Soziologen und Juristen, die uns zu Energiewende verdonnert haben. Und noch was, Kinder habe ich auch, daher bin ich strickt gegen die Energiewende, da mir an die Zukunft viel liegt.“

    Seltsamerweise gilt dieses Argument nicht mehr, wenn man sich FÜR die Energiewende ausspricht und einen entsprechenden akademischen Grad besitzt.

  13. Hallo Herr Georgiev,

    ich bin mir darüber bewusst, dass es noch an Speichermöglichkeiten mangelt. Es geht auch nicht darum, ob ich mit der Umsetzung der Energiewende zufrieden bin. Das bin ich nämlich auch nicht. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir insgesamt den richtigen Weg eingeschlagen haben. Leider ist es nur so, dass Menschen an entscheidenen Positionen sitzen, die keine Ahnung von Energie, Umwelt und Co. haben. Speichermöglichkeiten wird es aber bald geben. Ich sehe da z.B. ein großes Potenzial beim Windgas. Die Funktion muss ich Ihnen ja nicht erklären. Insgesamt denke ich, dass wir uns einfach nicht auf den Dingen ausruhen sollten, die wir fabriziert haben und diese dann auch noch für gut erklären.
    Lust zum Nachdenken habe ich immer und auf gute Fragen und angebrachte Diskussionen ebenfalls. Ich freue mich über Ihre Fragen!

    Viele Grüße

    TB

  14. Hallo Herr Beuting,

    Ich kann Sie ja verstehen. Wissen Sie, ich habe mal unerschütterlich an der Überlegenheit des Kommunismus geglaubt. Und am 20.7.44 haben sich fast alle Deutsche empört, dass es paar Außenseiter gewagt haben, den geliebten Führer töten zu wollen. Nun, ich habe mich geirrt, die Mehrheit der Deutschen auch, und Sie sollten in Betrachtung ziehen, dass Sie sich im Glaube an die Erneuerbaren irren. In allen 3 Fällen war in den Medien immer das Gleiche zu lesen, bei den Erneuerbaren heute noch.

    Nun lassen wir mal die Atomkraft und die Physik beiseite. Eine Frage beantworten Sie bitte: Wollen Sie kochen wenn Sie Hunger haben und fernsehen wenn Fußball läuft, oder nur wenn die Sonne scheint und der Wind weht? Speicher in Größenordnung gibt es nicht und kann es für akzeptable Preise nur geben, wenn man die Grundgesetze der Thermodynamik verändert. Nicht wir, die Natur gibt die vor!

    Wenn Sie Lust zum Nachdenken haben, kann ich Ihnen noch paar kleine Fragen stellen.

    Peter Georgiev
    Dipl. Ing. (Fachbereich Energieumwandlung)
    P.S. Es ist nicht meine Art, den akademischen Grad zu unterstreichen, in diesem Falle möchte ich doch zeigen, dass ich zum Thema mehr gelernt habe, als die Pastoren, Soziologen und Juristen, die uns zu Energiewende verdonnert haben. Und noch was, Kinder habe ich auch, daher bin ich strickt gegen die Energiewende, da mir an die Zukunft viel liegt.
    MfG
    PG

  15. Herr Urbahn,
    ich habe grundsätzlich keine Lust auf solche Diskussionen. Schon gar nicht mit Menschen, die sich in ihrer Meinung festgefahren haben oder dafür bezahlt werden solch einen Unfug zu verbreiten, wie es hier z.T. geschieht. Allein die Tatsache, dass hier dafür plädiert wird weiter die Kernenergie zu nutzen, die ohne Zweifel die schlechteste Errungenschaft des Menschen darstellt, macht mich einfach nur sauer. Ich habe das Gefühl, dass hier die Menschen entweder keine Kinder in der Familie haben oder die Hirnwindungen eine zukunftsorientierte Denkweise nicht zulassen.
    Übrigens brauche ich keine Nachhilfe in Physik.

  16. Herr Beuting?
    schreiben sie doch einmal einen längeren Beitrag über „erneuerbare Energie“, was aus ihrer Sicht eine ernsthafte Auseinandersetzung ist. Allein die Tatsache, daß Sie „erneuerbare Energie“ ohne Anführungszeichen schreiben, daß Sie zu den Ahnungslosen gehören, wenn es um Physik geht. sonst würden sie solchen Propagandaunsinn nicht in den Mund nehmen.
    Was Sie hier von sich gegeben haben, ist schlicht und einfach Dummfug.
    mfG
    H. Urbahn

  17. Mir fehlen wirklich die Worte. Es scheint sich hier eine ganze Menge Intelligenz zu tummeln, aber mir scheint es so, dass diese nicht richtig genutzt wird. Ist das wirklich Ihr Ernst? Mir wird ganz schlecht. Zum Glück sind die Gegner der Erneuerbaren ja in der Minderheit und die Spezies die immer noch Pro Atomkraft Propaganda betreiben, werden bald aussterben. Jedem Menschen, der sich ernsthaft mit den regenerativen Energien auseinandergesetzt hat, sträuben sich hier die Haare.

  18. @#1: H. Börger
    So ist es. Man kann davon ausgehen dass so etwas wie „Vernunft“ sehr stark von der Emotionalen Disposition abhängt. Je nach Gefühlslage ist etwas völlig anderes Vernünftig als dass was wirklich Vernünftig ist.

    Die Aufklärung führte uns in eine grausame Abhängigkeit von der „Illusion der Vernunft“ die nur so lange funktionierte, da Elitegruppen grosse Macht haben. In dem Moment wo die Masse herrscht – und das tut sie jetzt, wird es nur noch ein Chaos geben.

    In übrigen war die Erkenntnis dass Menschen glauben(!) Vernünftig zu sein, ein Grund warum ich mich mit Religion auseinander zu setzen.

    Unsere Vorfahren haben diese Erkenntnis nämlich schon im alten Griechenland gehabt und im scheiternden alten Rom auch. Dieses Wissen führte zur Christianisierung weil man erkannte wie sehr wir „Freiwild“ von Trieben und Gefühlen sind.

    Wer nicht an die Wahrheit als „Element“ glaubt, nicht ein Sklave der Freiheit ist – der ist ein Sklave aller anderen Dinge.

    Darum bricht auch die Europäische Zivilisation zusammen..
    johann

  19. @ A. Schlohr #8

    Wenn Sie E-Technik-Vorlesungen besucht haben, wissen Sie auch, dass WKA´s wegen des kubischen Zusammenhangs zwischen Leistung und Rotationsgeschwindigkeit im jetzigen Wechselstromnetz nicht grundlastfähig sind, genausowenig wie Photovoltaikanlagen, und Sie IMMER eine ausreichend hohe Zahl von schnell regelbaren Schattenkraftwerken brauchen werden.“

    Hätte selten so gelacht, wenn es nicht so traurig wäre, was Sie da geschrieben haben. Die mögliche Energieumwandlung von kinetischer Energie des Windes in sog. „Strom“ steigt theoretisch maximal mit der 3. Potenz (kubisch) der Windgeschwindigkeit, aber nicht in Abhängigkeit von Rotationsfrequenz der Windmühlenflügel.

    Wieso ist es eigentlich so schwer die letztendlich primitive Technik der Windmühlenstromerzeugung zu begreifen, wobei doch Physik Pflichtfach an den Schulen ist?

  20. Welcher Irrsinn inzwischen in den Leitmedien Alltag ist, konnte man im WDR Fernsehen bewundern. Die, optisch ansprechende (Auswahlkriterium?), Moderatorin las von ihrem Blatt ab, dass am Vortag der Sonnen- und Windstrom soviel gebracht hat „wie 26 Atomkraftwerke“…
    Im Land der grünen Schlümpfe gibt es also neue technische Öko-Einheiten; hier wird die Leistung nicht mehr in Watt (W), und die Energie in Leistung x Zeit (Ws) angegeben, nein, die neue Einheit heißt „Atomkraftwerke“. Demnächst fragt ein grüner Schlumpf den anderen ;“Wie viel Atomkraftwerke leistet denn deine PV-Anlage?“ Und in der Schule lernt man natürlich auch nicht mehr was ein W oder eine Ws ist, sondern wie viel „Atomkraftwerkequivalent“ das Schuldach so produziert – wenn die Sonne scheint!
    Die braunen Spinner mit ihrer kranken Rassentheorie haben Deutschland nicht kaputt bekommen, auch die roten Spinner mit ihrer realitätsfernen Wirtschaftstheorie + Schießbefehl hat Deutschland überlebt. Ob wir als Industrieland jedoch die Öko-Spinner überleben, die momentan das Sagen haben, darauf würde ich jetzt nicht wetten….

  21. (ein wenig OT, sorry)

    Liebe Leute von Eike,

    trotz meiner Bitte an Herrn Limburg ist bislang kein Hinweis erfolgt. Ich lasse da aber nicht locker, die Chance ist einfach zu groß.

    Wer ein Zeichen pro Kernenergie setzen möchte, kann das noch bis zum 10.5. bei einem Online-Voting (ausgerechnet zum Thema „Nachhaltigkeit“ – ;)) machen:

    http://www.greentec-awards.com/wettbewerb/online-voting.html

    Hier kann man beim Galileo-Wissenspreis für das hier bei EIKE bereits vorgestellte Konzept des „Dual Fluid Reactors“ eines Berliner Teams abstimmen (ziemlich weit unten auf der Seite). Mit den begrenzten Möglichkeiten bei Science Skeptical haben wir es bereits geschafft, das Projekt auf 9% der abgegebenen Stimmen zu bringen. Wenn wir Kernkraft-Befürworter hier zusammenhalten, ist der erste Platz bei diesem Voting in Reichweite.

    Schirmherr der ganzen Veranstaltung ist BUM Altmaier. Dessen Gesicht möchte ich sehen…

    (Ich hatte darauf schon in einem anderen Kommentar bei dem alten Artikel hingewiesen, das ist aber sicher untergegangen, da der Text nur noch im Archiv zu finden ist.)

  22. Sehr geehrter Herr Burowski,

    Sie verwechseln „werben“ mit „bescheißen“!
    Während Herr Heller dafür wirbt, dass andere Leute ihre Stimme für seinen Favoriten abgeben, wollen Sie bescheißen, indem Sie zwei mal abstimmen!

    Wenn Sie einmal abgestimmt haben, haben Sie doch auch die Bestätigungsemail von „Green Tec Awards“ gelesen, die da lautet:
    „Ihre Stimme zählt.
    Die Bewertung ist nun aktiviert.
    Unterstützen Sie Ihre Favoriten, indem Sie Freunde und Bekannte ebenfalls zum Online-Voting animieren.“
    Genau diese Wunsch hat Herr Heller doch erfüllt!

    MfG

  23. #11: Sie lenken von meiner Frage bzw. meinen Einwänden ab. Lesen Sie die NAEB-website zu den Prognosen der Stromkosten, und schalten Sie Ihr Gehirn ein. Dann wird es vielleicht doch noch „Klick“ machen – die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Ich glaube nicht, dass Sie etwas von E-Technik verstehen.

  24. #4:Peter Heller
    „Liebe Leute von Eike,

    trotz meiner Bitte an Herrn Limburg ist bislang kein Hinweis erfolgt. Ich lasse da aber nicht locker, die Chance ist einfach zu groß.

    Wer ein Zeichen pro Kernenergie setzen möchte, kann das noch bis zum 10.5. bei einem Online-Voting (ausgerechnet zum Thema „Nachhaltigkeit“ – ;)) machen:“

    Absolut seriös – ich habe gleich zweimal abgestimmt – mit zwei E-Mailadressen und da mein Provider es mir ermöglicht 1000 Mailadressen anzulegen, habe ich noch 998 Stimmen frei.
    Wer dem Ergebnis glaubt, ist selbst dran Schuld.

  25. #8: Alfred Schlohr
    „Wenn Sie E-Technik-Vorlesungen besucht haben, wissen Sie auch, dass WKA´s wegen des kubischen Zusammenhangs zwischen Leistung und Rotationsgeschwindigkeit…“

    Wenn Sie das in der E-Technikvorlesung gehört haben, waren Sie in der Faschingsvorlesung. Ich verrate Ihnen ein Geheimnis, aber nicht weitersagen – der kubische Zusammenhang besteht zwischen Leistung eines Windstromes und dessen Geschwindigkeit. 😉

    Ich verrate Ihnen noch ein Geheimnis – http://www.naeb.info sind ganz böse Maulwürfe, die behaupten ganz ernsthaft, dass die Rotationsgeschwindigkeit der E-126 zwischen 8 und 16 Umdrehungen/Minute liegen, wie erklären Sie da den kubischen Zusammenhang zwischen Leistung und Rotationsgeschwindigkeit?

    Haben Sie übrigens schon mal herausgefunden, dass der Wirkungsgrad von Windkraftanlagen nach Erreichen der Nennleistung wieder sinkt?

    ++++++++++++++++++++++++++++++
    … im jetzigen Wechselstromnetz nicht grundlastfähig sind, genausowenig wie Photovoltaikanlagen, und Sie IMMER eine ausreichend hohe Zahl von schnell regelbaren Schattenkraftwerken brauchen werden.“

    Nein. Worin besteht der kubische Zusammen bei PV?

    ++++++++++++++++++++
    „Selbst wenn die technischen Probleme – irgendwann – gelöst werden, explodieren die Energiepreise unweigerlich (auf ca. 50 Ct/kWh in den kommenden 8 Jahren),,,,“

    Sind Sie Prophet oder wissen Sie, was für Komponenten in die EEG-Umlage einfließen?

  26. #4 Peter Heller,

    Ihr Hinweis auf DFR-Kernkraft ist mir schon vorher nicht entgangen.
    Hallo, alle mitmachen!

    Übrigens lohnt sich noch mal zu lesen (wurde hier schon behandelt): WGU Wissenschaftlicher Beirat der Bunderegierung, Globale Veränderungen (2011), Zusammenfassung für Entscheidungsträger.
    2011 als Manifest „Große Transformation“ in eine ÖKO-Diktatur für die Bundesregierung gestrickt. Schon Napoleon scheiterte völlig im kalten Winter und wurde nach Elba verwiesen.

  27. #7: Wenn Sie E-Technik-Vorlesungen besucht haben, wissen Sie auch, dass WKA´s wegen des kubischen Zusammenhangs zwischen Leistung und Rotationsgeschwindigkeit im jetzigen Wechselstromnetz nicht grundlastfähig sind, genausowenig wie Photovoltaikanlagen, und Sie IMMER eine ausreichend hohe Zahl von schnell regelbaren Schattenkraftwerken brauchen werden. Selbst wenn die technischen Probleme – irgendwann – gelöst werden, explodieren die Energiepreise unweigerlich (auf ca. 50 Ct/kWh in den kommenden 8 Jahren), und die Industrie wird weiter abwandern. Diese Zusammenhaenge scheinen die Anhaenger der Energiewende wohl nicht verstehen zu wollen, insbesondere, weil der Rest der Welt – ausser Europa und die Ozzies – eben einen anderen Weg gehen wird. Lesen Sie mal die NAEB-website: http://www.naeb.info . Der Vorsitzende wird Ihnen Fragen gerne beantworten.

  28. #2: Thomas Peschka
    „Man beachte die immense Energie , die zur Herstellung von Silizium und der Permanetmagneten der Windräder benötigt wird.“

    Es wird immer wieder unter den Tisch gefallen lassen, dass Silizium, egal ob aus der Halbleiterindustrie oder aus PV-Modulen, in den Herstellungsprozess für Reinstsilizium zurückgeführt werden kann und energieintensive Arbeitsschritte einspart. Wie das geht, lässt sich ohne Mühe recherchieren.

    Es wird immer wieder unter den Tisch gefallen lassen, dass es nicht notwendig ist Permanenentmagnete zu verwenden. Enercon (Marktanteil in D 60%) baut Windkraftanlagen ohne Neodym. Wie das geht, lernt man in der E-Technikvorlesung.

    ++++++++++++++++++++++++++
    „Das im Fundament eines WIndrades bis zu 30000t
    Stahlbeton stecken setzt dem Irrsinn noch die Krone auf.“

    Eine E-126 (z.z. größter Anlage) braucht ein Fundament von etwa 1500 m3 Beton. Ab einer Dichte von 2,8t/m3 spricht man von Schwerbeton; macht bei mir 4200t Beton. Wie Sie auf 30000t kommen, ist mir ein Rätsel. Können Sie es mal vorrechnen oder Ihre Quelle nennen?

  29. #1 H.Börger

    Ich würde Ihnen liebend gern widersprechen. Leider kann ich nicht. Auch ich muß immer wieder diese verbohrte Ignoranz gegenüber Fakten bei der sogenannten Bildungselite feststellen. Kommt man dann doch mal so weit durch, daß sie über fehlende Beweise grübeln, folgt auch gleich das Endlagerproblem. Und die natürliche Strahlung ist selbstverständlich im Gegensatz zu den KKW-Abfällen eine GUTE Strahlung.

    In einem anderen Artikel hier auf EIKE habe ich gestern eine umwerfend logische Aussage gelesen: Sinngemäß
    „Wir leben auf der Oberfläche eines gigantischen Kernreaktors namens Erde“

    Ich werde mir wohl bei zukünftigen Diskusionen diesen Satz zu eigen machen. Der Urheber wird es mir hoffentlich verzeihen 😉

    mfg

  30. #1 und #2: Ich glaube nicht, dass alle Deutschen so denken, nur werden die Leute durch die grün-rote Dauerindoktrination in den Medien eben in diese Richtung manipuliert. Auf die Lehrstühle werden nicht mehr die hellen Köpfe berufen sondern politisch korrekte gute Diener, die „drittmittelstark“ sind. Damit hat die Politik erreicht, dass der peak-IQ an den Universitäten wohl vor ca. 20 – 30 Jahren überschritten wurde. Es gibt professorierte Physiker, die an die -18 °C „ohne Treibhausgase“ glauben. Dazu kommt, dass zweitklassige Wissenschaftler sich für die Berufung drittklassiger einsetzen. Das wiederum kann ich mir nur mit mangelnder Intelligenz erklären. Ich kenne viele Kollegen, die zwar exzellente Studenten waren, aber trotzdem nur kristallin intelligent sind und nicht die Zusammenhänge verstehen. Genau solch einer ist für mich Schellnhuber, vermutlich fallen auch die anderen PIK-Paten in diese Kategorie. Einen wissenschaftlichen Disput gibt es in der Forschung kaum noch, und seit seiner Pensionierung hält sich Gerhard Gerlich bzgl. des CO2-Schwachsinns leider komplett zurück.

    Ich kann nur hoffen, dass die Grünen mit ihrem arroganten „Vordenker“ Trittin im Herbst einen gehörigen Denkzettel erhalten, denn ohne die rot-grüne Presse, und diese Machtposition werden die Grünen mit aller Gewalt verteidigen, stünden die sehr viel schlechter dar. Die Deutschen müssen verstehen, dass die Grünen ihnen durch eine Umverteilung von unten nach oben das Geld aus der Tasche ziehen wollen.

  31. Viele der AKW Gegner sind (dumme) junge Leute für die alles was älter als 2 Jahre ist, völlig „veraltet“ ist. Teil der Kultur ist es inzwischen auch geworden, auf alles, z.B. Software, ein „Verfallsdatum“ zu festzusetzen, nachdem es vernichtet werden muß, ganz egal ob es noch funktioniert oder nicht, einfach um der Modernisierung Willen (praktisch Euthanasie der alten Technik). Das kommt davon wenn man sich nur mit Elektronik beschäftigt, wo die Entwicklung im Vergleich zum Rest der Welt rasant verlaufen ist. Der erste Schock kommt dann meistens beim Autokauf, wenn man feststellt, daß man sich nur einen Gebrauchtwagen leisten kann, der 10 Jahre alt ist (und ständig noch älter wird – oh Schreck). Viel viel später kauft man vielleicht ein Haus, das 50 Jahre alt ist…

    Und das Dumme ist, daß genau diese Leute (mit Unterstützung der Berufspolitiker wie Merkel, Trittin usw.) den Ton bei der Energiepolitik angeben. Ideen wie die Speicherung von Strom stammen mehr oder minder direkt von den Handy-Akkus (die wirklich beeindruckend sind, nur nicht im großen Stil). Warum werden keine erfahrenen Leute dort eingesetzt? Ganz einfach, weil man diese von vornherein als Lobbyisten verteufelt hat. Nur wer unerfahren ist, darf mitmachen.

  32. Ich kann Herrn Börger nur zustimmen.
    Sobald man übe rdie Kernenregie diskutiert scheint bei der Majorität unserer Landsleute ein pawlovscher Reflex abzulaufen.
    Noch mit so gut überzozeugenden Fakten und Argumenten kommt man gegen diese Gehirnwäsche nicht an.
    Das ohne eine vernünftige Energiepolitik unsere
    Industrie abwandern wird und unsere Arbeitsplätze und Wohlstand gefährdet sind , scheint den wenigsten klar zu sein.
    Windräder und Solarzellen sind keineswegs ökologisch.
    Man beachte die immense Energie , die zur Herstellung von Silizium und der Permanetmagneten der Windräder benötigt wird.
    Das im Fundament eines WIndrades bis zu 30000t
    Stahlbeton stecken setzt dem Irrsinn noch die Krone auf.
    Man kann nur hoffen , daß möglichst viele Menschen ihre Artikel lesen und das Denken nicht verlernt haben.
    Machen Sie bitte weiter!!!
    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas Peschka

  33. Es nutzt alles nichts – auch wenn man in Gesprächen mit allen möglichen Fakten nachweist, daß Fukushima in Deutschland nicht möglich ist, daß diese Havarie nur vorübergehend die nähere Umgebung um das Kraftwerk dort beeinträchtigt, man darauf hinweist, daß glücklicherweise bislang kein Todesfall wegen der ausgetretenen Strahlung zu verzeichnen war, auf die Argumente verweist (ausgedruckt, vorgelesen – zur weiteren Prüfung mitgegeben) – es nutzt alles nichts. Sogar ausgewiesene Physiker lassen nicht mit sich reden (ersdt recht nicht in sachen Klimaerwärmung!). Hysterie in der Stimme: Nur weg mit diesen furchtbaren KKWs. Und her mit Windkraft- und Solaranlagen (die Frage der Speicherung, die kriegen wir schon noch hin, ist nur ne Frage von Zeit). Aber Schluß mit diesen schrecklich gefährlichen KKWs. Sofort.
    Leider habe ich mich noch nicht daran gewöhnt einfach zu akzeptieren, wie sehr gerade auch unter einaschlägig akademisch Gebildeten Dummheit und Unbelehrbarkeit, Ignoranz und die Unfähigkeit, aus 2 mal 2 eben nicht eine 5 zu machen, unerschütterlich verbreitet ist. Nur ist es wirklich schmerzhaft, immer wieder auf diese Wand geschaffen aus Borniertheit zu stoßen, wenn man versucht, zumindest Skepsis gegenüber dem journalistisch massiv verbreiteten Mainstream, Angst und Panik verbreitend, zu erzeugen.
    Wenn Ideologie Wissen und Einsicht, Vernunft und Kritikfähigkeit ersetzt, hilft alles nichts: Es gibt ja heute noch Menschen, die Hitler oder Stalin verehren. Das setze ich hier, wissend es geht dabei um eine andere Dimension, aber aus dem Aspekt des Prinzipiellen gleich.

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