Es ist die Kälte und nicht die Wärme, die wir fürchten müssen

Niemand scheint sich darüber aufzuregen, dass im modernen Britannien ältere Menschen erfrieren, weil versteckte Steuern den Brennstoff immer teurer machen. Vor einigen Monaten hat eine Gruppe Studenten ein brillantes Parodie-Video aufgenommen, in dem die Wohltätigkeit des Genre Pop verspottet wird. Es zeigt eine Gruppe junger Afrikaner, die zusammenkommen, um Spenden für Menschen wie uns zu sammeln, die im Norden frieren. „Viele Menschen bemerken gar nicht, was da derzeit vor sich geht“, sagte das afrikanische Äquivalent Bob Geldof. „Die Menschen ignorieren nicht hungernde Menschen, warum also sollten wir frierende Menschen ignorieren? Erfrierungen töten auch. Afrika: wir müssen einen Unterschied machen!“ Das Lied – Africa for Norway – wurde online zwei Millionen mal angeklickt, was es zu einem der populärsten Videos in Europa machte.


Bild rechts: Unbequemes Leiden: Der Gedanke, dass Menschen (besonders alte Menschen) in ihren Wohnungen durch Wetterbedingungen sterben, die uns allen vertraut sind, scheint relativ langweilig zu sein. Foto: ALAMY

Ziel des Videos war es, die bevormundende, klischeehafte Art und Weise bloßzustellen, mit der der Westen nach Afrika schaut. Norwegen kann es sich leisten, solche Witze zu machen, weil die Leute dort nicht dazu tendieren, vor Kälte zu sterben. In Britannien ist dies jedoch immer noch der Fall. Jedes Jahr wird eine offizielle Schätzung vorgenommen über die „exzessive Wintersterblichkeit“ – das heißt, die Anzahl der Menschen, die vor Kälte oder an mit der Kälte zusammenhängenden Krankheiten sterben. Der vorige Winter war ziemlich mild, und dennoch sind 24000 Menschen gestorben. Es gibt Hinweise, dass dieser Winter, der so lange mit solcher Brutalität gedauert hat, 30000 Todesopfer fordern wird, was ihn zu einem der größten Killer im Lande macht. Und dennoch, niemand scheint sich darüber aufzuregen.

Irgendwann zwischen der Veröffentlichung der Single Band Aid im Jahre 1984 und Al Gores Dokumentation eine unbequeme Wahrheit hat sich die politische Aufmerksamkeit von derartigen Problemen abgewendet. Der Gedanke, dass Menschen (besonders alte Menschen) in ihren Wohnungen durch Wetterbedingungen sterben, die uns allen vertraut sind, scheint relativ langweilig zu sein. Vieles der politischen Aufmerksamkeit gilt immer noch der globalen Erwärmung, und während Programme gekürzt werden, die Britannien auf die Kälte vorbereiten sollen, wird das Budget für Hilfe in Übersee massiv ausgeweitet. Die Rettung älterer Briten ist irgendwie zum geringsten Gegenstand politischer Maßnahmen geworden.

Die Reaktion auf die Hitzewelle des Jahres 2003 war außerordentlich. Sie wurde für 2000 Tote verantwortlich gemacht und als Warnung verstanden, dass Britannien schrecklich unvorbereitet in die kommende Periode schneeloser Winter und Barbecue-Sommer geht. Der wissenschaftliche Chefberater der Regierung, Sir David King, erklärte später, dass die Klimaänderung „sogar noch ernster sei als die Bedrohung durch Terrorismus“ hinsichtlich der Anzahl der möglicherweise auftretenden Todesopfer. Diese Sprache wird niemals verwendet, wenn es um Kälte geht, die in jedem Winter mindestens zehnmal so viele Menschen tötet.

Seit den Mahnrufen von Sir David sind etwa 250.000 Briten durch Kälte und etwa 10.000 durch Hitze umgekommen. Es zeigt sich in erschreckender Klarheit, dass wir uns auf den falschen Feind konzentriert haben. Anstatt sicherzustellen, dass Energie bezahlbar ist, haben die Minister versucht, sie immer teurer zu machen, durch Kohlenstoff-Steuern und Emissionshandel. Treibstoffpreise haben sich innerhalb von sieben Jahren verdoppelt, was Millionen gezwungen hat, sich zwischen Wärme oder Nahrung zu entscheiden – und die Regierung fand sich selbst als einen wesentlichen Teil des Problems wieder.

Allmählich scheint all dies auch Ed Davey zu dämmern, dem Staatssekretär für Energie und Klimaänderung. Er hat versucht, mit dem Finger auf Energieunternehmen zu zeigen, aber seine eigene Abteilung ließ die Wahrheit durchsickern in Gestalt eines kleinen Abdrucks eines Berichtes, der vorige Woche veröffentlicht worden ist. Darin wird der Erwartung Ausdruck verliehen, dass die jährliche Brennstoffrechnung bis zum Jahr 2020 um 70 Pfund gestiegen sein wird. Nimmt man jedoch Daveys versteckte Steuern (Kohlenstoffsteuer, Emissionshandel usw.) aus, würden wir im Mittel 123 Pfund weniger zu zahlen haben. Seine Abteilung hat versucht, das Heizen der Wohnungen billiger zu machen, und in einer geistig gesünderen Welt wäre dies seine einzige Aufgabe: Die Versorgung nicht mit der grünsten, sondern mit der sichersten und preiswertesten Energie sicherzustellen.

Inzwischen wird der Energieminister auch eine andere unbequeme Wahrheit erkannt haben – dass nämlich zumindest in UK die globale Erwärmung mehr Leben rettet als sie bedroht. Man vertiefe sich tief genug in die Vorhersagen der Regierung, und sie spekulieren darauf, dass die globale Erwärmung zu 6.000 Toten weniger pro Jahr führt, im Mittel, bis zum Ende des Jahrzehnts. Folgende Bedrohung steht vor uns: Kinder werden weniger wahrscheinlich Weihnachten im Schnee spielen können, aber wahrscheinlicher Großeltern haben, die sie Ostern besuchen können. Kein schlechter Handel. Die größte Unsicherheit besteht darin, ob die globale Erwärmung, die 1998 zum Stillstand gekommen ist, schnell genug wieder einsetzt, um einen Unterschied zu machen.

Es ist bescheuert, irgendwelche Schlussfolgerungen aus diesem komischen, gefrorenen Frühling zu ziehen. Aber ganz allgemein scheinen die vom Computer simulierten Vorhersagen nicht so zuverlässig zu sein als zu der Zeit, als Al Gore sie benutzt hat, um uns zu Tode zu ängstigen. Vor einigen Wochen haben Wissenschaftler an der University of Washington herausgefunden, dass der menschliche Beitrag zur globalen Erwärmung übertrieben worden sein könnte – um einen Faktor zwei. Der natürliche Zyklus von Erwärmung und Abkühlung, entdeckten sie, spielt eine viel größere Rolle, als sie sich vorgestellt hatten. Mr. Daveys Treibstoffsteuern könnten nichts für den Planeten tun. Aber sie werden mit Sicherheit zu ärmeren, kälteren Haushalten und kürzeren Leben führen.

Unser Verständnis der Klimawissenschaft mag gering sein, aber unser Verständnis für grundlegende Arzneien ist es nicht. Tiefe Temperaturen lassen den Blutdruck steigen und schwächen das Immunsystem, was jedermann anfälliger für Krankheiten macht. Für Ältere kann das tödlich sein. Die Leute sterben tatsächlich nicht an Erfrierungen, wie das norwegische Video herausfordernd zeigte. Sie sterben an Schnupfen oder Thrombose oder unter anderen Bedingungen, die es nicht geben würde, wenn es in den Wohnungen wärmer wäre. Viel weniger Skandinavier sterben im Winter, weil sie herausgefunden haben, wie man die Kälte in Schach hält: Heizungen aufgedreht lassen; Häuser isolieren. Es ist wirklich so einfach.

Was also hindert uns? Seit Jahren haben viele Programme der Regierung danach getrachtet, Dachböden oder Heizkessel zu isolieren, aber nirgendwo auch nur annähernd schnell genug. Als sich Abgeordnete des Parlaments vor drei Jahren näher mit dieser Materie beschäftigt hatten, hörten sie von einem Mr. P. aus Cornwall. „Das Angebot eines Heizkessels ist sehr willkommen“, sagte er. „Wir hoffen, dass wir noch am Leben sind, wenn wir ihn etwa Ende Februar bekommen“. Angesichts dessen, dass im Winter alle sieben Minuten jemand erfriert, war das vielleicht nicht einmal ein Witz. Das moderate Isolierungs-Programm war von Kürzungen betroffen, während Zahlungen für den Wintertreibstoff unangetastet bleiben. Das Wort „Treibstoff“ ist natürlich überflüssig: es ist ein einfacher, an alle Pensionäre gezahlter Stöpsel – die wahrscheinlicher zur Wahl gehen.

Einst kam ich in den Genuss einer Winter Brennstoff Beihilfe. Sie wurde gezahlt an einen Möchtegern-Millionär, der erschrocken darüber war, dass Menschen wie er einen Scheck ausgestellt bekommen, und er hat ihn genutzt, um einen Magnum-Rotwein als Protest zu kaufen. Er war ein eingefleischter Philanthrop, wollte aber seinen Gästen seinen Standpunkt klarmachen: Die Zahlung einer Winter-Heizungshilfe ist ein Skandal, dessen bloße Existenz zeigt, dass es die Regierung nicht ernst damit meint, den Menschen durch den Winter zu helfen.

Niemand würde ein Armband oder eine Brosche am Band tragen für die älteren Opfer der Kälte – und doch tötet das eisige Wetter mehr Menschen als Diabetes oder Brustkrebs. Die Todesursache ist vielleicht zu vertraut und die Rezepte dagegen zu offensichtlich, um viel Aufmerksamkeit zu erregen. Falls das Geld für die Winterhilfe stattdessen benutzt werden würde, um zu helfen, die Häuser zu isolieren, könnten wir – wie Norwegen – in der Lage sein, über den Winter Witze zu machen. Wie die Dinge stehen, bleibt der Kältetod eine schreckliche britische Krankheit.

Fraser Nelson

Fraser Nelson is the editor of ‚The Spectator’

Link: http://www.telegraph.co.uk/health/elderhealth/9959856/Its-the-cold-not-global-warming-that-we-should-be-worried-about.html

Anmerkung des Übersetzers: Über dieses Thema hat sich auch die Journalistin Donna Laframboise aus Kanada Gedanken gemacht. Dabei bezieht sie sich auf diesen Artikel von Fraser Nelson. Sie schreibt:

Neubeginn

Donna Laframboise

Wir haben Frühling. Hier kommt Hoffnung, dass sich uns die Augen zusammen mit den Blüten öffnen.

In dem Teil der Welt, in dem ich lebe, ist Ostern assoziiert mit Frühling. Grüne Schösslinge kommen aus dem Boden. Blumenzwiebeln, Weinstöcke und Bäume erwachen aus der Winterruhe. Dies ist ein Augenblick der Erneuerung, der Hoffnung und der Gelegenheit, in eine neue Richtung aufzubrechen.

An diesem Osterwochenende sehe ich vielversprechende Anzeichen, dass wir unseren eigenen Weg beschreiten, klüger zu werden, wie wir über Umweltdinge denken. Hier folgt daher eine Palette von gründen aus UK, um Hoffnung zu haben:

Bei Spiked hat Rob Lyons eine längere und informative Rezension eines Buches mit dem Titel The Age of Global Warming: A History geschrieben. Es wurde vor Kurzem in UK veröffentlicht und ist in Nordamerika noch nicht erhältlich. Sein Schwerpunkt liegt auf der Geschichte der Gedanken, die die heutige grüne Bewegung ausmachen, und es könnte einen wichtigen Beitrag zu unserem Verständnis leisten.

Lyons Rezension (hier) betont, wie stark die grüne Bewegung derzeit mit reichen Eliten verknüpft ist. Seinen Worten zufolge:

Westliche Politiker und Entscheidungsträger, das Management riesiger Unternehmen wie BP und die Nachkommen der Reichen und Mächtigen wie Zac Goldsmith und Robert F. Kennedy Jr. haben wieder und immer wieder erklärt, wie wichtig es ist, die Klimaänderung zu bekämpfen.

Dass vielen dieser Leute fundamental das Bewusstsein – oder das Mitleid – für die Sorgen und Nöte der allgemeinen Bevölkerung fehlt, die mühsam ihren Lebensunterhalt sicherstellen müssen, ist grell offensichtlich, wenn man untersucht, wie sich die klimapolitischen Maßnahmen, die sie gefördert und propagiert haben, in der realen Welt auswirken.

Fraser Nelson hat dies auf exzellente Weise illustriert in seinem Beitrag mit dem Titel It’s the cold, not global warming, that we should be worried about. [oben]

All die vergeudete wertvolle Zeit und das ganze verschwendete Geld, nur um sich auf eine spekulative heiße Zukunft einzustellen, ignoriert vollständig die Tatsache, dass Zehntausende Menschen in UK hier und jetzt vorzeitig durch die Kälte ums Leben kommen. Wie in aller Welt ist es möglich, dass die heutigen Tragödien weniger besorglich sind als hypothetische Todesfälle irgendwann in der Zukunft? Nelson:

Die Reaktion auf die Hitzewelle des Jahres 2003 war außerordentlich. Sie wurde für 2000 Tote verantwortlich gemacht und als Warnung verstanden, dass Britannien schrecklich unvorbereitet in die kommende Periode schneeloser Winter und Barbecue-Sommer geht. Der wissenschaftliche Chefberater der Regierung, Sir David King, erklärte später, dass die Klimaänderung „sogar noch ernster sei als die Bedrohung durch Terrorismus“ hinsichtlich der Anzahl der möglicherweise auftretenden Todesopfer. Diese Sprache wird niemals verwendet, wenn es um Kälte geht, die in jedem Winter mindestens zehnmal so viele Menschen tötet.

Seit den Mahnrufen von Sir David sind etwa 250.000 Briten durch Kälte und etwa 10.000 durch Hitze umgekommen. Es zeigt sich in erschreckender Klarheit, dass wir uns auf den falschen Feind konzentriert haben. Anstatt sicherzustellen, dass Energie bezahlbar ist, haben die Minister versucht, sie immer teurer zu machen, durch Kohlenstoff-Steuern und Emissionshandel. Treibstoffpreise haben sich innerhalb von sieben Jahren verdoppelt, was Millionen gezwungen hat, sich zwischen Wärme oder Nahrung zu entscheiden… (Hervorhebung hinzugefügt, Backup backed up here).

Wir können uns fragen, welcher Fluch über unsere Gemeinden gelegt worden ist, dass wir gescheitert sind, das Offensichtliche zu erkennen. Lassen Sie uns stattdessen die Tatsache feiern, dass Worte wie diese endlich ausgesprochen werden:

Folgende Bedrohung steht vor uns: Kinder werden weniger wahrscheinlich Weihnachten im Schnee spielen können, aber wahrscheinlicher Großeltern haben, die sie Ostern besuchen können. Kein schlechter Handel.

Andrew Orlowski bei Register hat ebenfalls ein Augen öffnendes Stück geschrieben mit dem Titel The UK Energy Crisis in 3 simple awareness-raising pictures [etwa: Die UK-Energiekrise in drei einfachen, Aufmerksamkeit erweckenden Bildern].

In UK geht das Gas zur Neige. Wirklich sehr schnell. So schnell, dass kurz nach Ostern Einschnitte und Rationierungen eingeführt werden könnten, wobei industrielle Verbraucher und Krankenhäuser bevorzugt bedient werden.

Grüne Politik klingt fast immer wunderbar. Aber sie führt häufig zu schlimmen, unbeabsichtigten Konsequenzen. Das ist eine harte Lektion, die man da lernen muss – und eine teure.

Vielleicht geht unser langer, dunkle Winter zu Ende, und eine ausreichende Zahl von Augen beginnt sich zu öffnen.

Link: http://nofrakkingconsensus.com/2013/03/29/new-beginnings/

Beide Artikel übersetzt von Chris Frey E

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10 Kommentar(e)

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1
Axel Schweiss

@6 S.Hader

Noch Fragen? Aber jede Menge! Dafür reicht der Platz nicht.

Wo sind denn Ihre Fakten oder gar Beweise? Ihre Kreativität beschränkt sich auf das Werfen von Nebelkerzen. Aber da schreib' ich glaub' ich nichts Neues.

Dabei gibt es - nicht nur nach meiner Auffassung - durchaus greifbare Bedrohungsszenarien, die wir ernst nehmen sollten (s. gleich hier der Beitrag von Gerd Bleckmann), anstatt möglicherweise ein Phantom zu jagen. Aus den Aufzeichungen der europäischen Geschichte gibt es ausreichende Erkenntnisse darüber, welche Auswirkungen etwa die kleine Eiszeit hatte. Aber das wissen Sie ja selbst.

Axel Schweiss

2

@Gerhard Bleckmann #8
Gut geschrieben, Hr. Bleckmann!
Die Gedanken der deutschen Bevölkerung müssen genau auf diesen Weg gebracht werden.
Der schlimmste Fall für uns Menschen in der gemäßigten Klimazone ist nicht die Wärme, sondern die Kälte. Für die Wärme sollten wir Menschen in den gemäßigten Klimazonen IMMER dankbar sein. Die KÄLTE ist es, vor der wir gewarnt sein sollten! Auf die KÄLTE MUSS die deutsche/europäische Politik eine Antwort finden! Mit einen Kraftwerksparkmix aus Kohle-Gas-Uran passen wir uns Menschen optimal an die kalte Natur an. Mit den Erneuerbaren Energien (wetterabhängige Windmühlen und PV-Anlagen bzw. Pflanzenvergaser) werden wir dies NICHT schaffen!

3
Gerhard Bleckmann

Diesen Leserbrief habe ich dem Mannheimer Morgen auf einen Artikel: Erdgasspeicher leer, geschrieben:
Während hierzulande hunderte Milliarden gegen eine, durch (windige) Modellrechnungen erwartete "gefährliche" Klimaerwärmung ausgegeben werden, erwarten seriöse Wissenschaftler eine neue Kaltzeit. Immerhin sind die Temperaturen in den letzten 15 Jahren nicht weiter gestiegen. Was ist, wenn die Winter noch kälter und länger werden. Wenn das letzte Kernkraftwerk abgeschaltet, die Windmühlen vereist, die Solarmodule mit Schnee bedeckt, Flüsse und Talsperren wegen Eisgang nicht mehr betrieben werden, die Energiepflanzen nicht mehr reif werden und der letzte Baum im Ofen verbrannt ist? Dagegen müssen wir gewappnet sein, das ist die Aufgabe unserer Politiker.
Gerhard Bleckmann

4

@S. Bruenler #4
So ist es!
Und die deutsche Kanzlerin hat diesen Volksverrat auf die Spitze getrieben. Der Verrat an den Werten ihrer Partei und damit an ihren Wählern! Den Verrat an eine der besten Energieerzeugungs- und Verteilungsstrukturen der Welt. Einführung der ökosozialistischen Diktatur per EEG und Energiewende! Zulassung einer fiktiven Wirtschafts-Umwelt und Wissenschaftspolitik! Egoistischer Verrat an einem Volk um des macherhaltungs Willen einer Person namens MERKEL!

5

#5: "Dr. Axel Schweiss"

Noch Fragen? Und da war der gewählte Nick noch das Kreativste am gesamten Text. 😉 Zurück zum Thema...

6
Axel Schweiss

ad 3# S.Hader

Also Herr Dr. Hader,

ich finde es empörend, wie Sie immer und immer wieder versuchen, die Aufmerksamkeit von dem offensichtlichen Versagen der AGW-Theorie abzulenken und dadurch nachdrücklich heutzutage vermeidbare Todesopfer ignorieren und damit verunglimpfen, ohne Ihre eigene Auffassung mit Fakten zu begründen - das tun ihre Gesinnungsgenossen leider auch.

Schämen Sie sich eigentlich nie?

Das war wohl eine dumme Frage! - Denn Manche, die die AGW-Theorie vertreten, haben handfeste finanzielle und nicht philantrope Interessen.

Pfui! - Ich hätte nicht gedacht dass ich dieses moralische Wort jemals in den Mund hätte nehmen müssen, denn es liegt mir normalerweise fern, mich mit Moralismen zu äußern, aber bei Ihnen fällt mir nichts Alternatives ein. Was Sie hier versuchen unters Volk zu bringen, ist so weit weg von
Allem, was messbar und schlussendlich relevant ist, dass auch ich mich veranlasst sah, diesen Blödsinn nicht unkommentiert der weiteren Öffentlichleit zu überlassen.

Dr. Axel Schweiss

7

Die erste Pflicht eines Politikers hat den Menschen zu gelten die ihn gewählt haben, im Falle der britischen Politiker also dem Volk Groß-Britanniens. Diese Pflicht mißachten die dortigen Politiker (wie auch unsere eigenen Politiker ihre Pflicht gegenüber uns) in einer Art und Weise, daß einem normal denkenden Menschen dafür nur noch die Bezeichnung des Verrats einfällt.

Natürlich haben britische Politiker ihren Fokus auf das Wohlergehen des britischen Volkes zu richten, das ist schließlich der Kernpunkt ihres Arbeitsvertrages. Wenn die Menschen in Groß-Britannien also mittel- oder unmittelbar an der Kälte und ihren Folgeerscheinungen sterben und das durch eine entsprechende Politik zu vermeiden gewesen wäre, dann haben die Politiker in ihrer Pflichterfüllung kläglich versagt. Wenn sie dagegen noch daran arbeiten, daß die Probleme verschärft werden (wie es zur Zeit ja geschieht) dann haben sie nicht nur versagt, sondern sie haben sich zudem noch in eklatanter Art und Weise der Untreue gegenüber ihren Wählern schuldig gemacht.

P.S.: Das Captcha ist ja recht passend gewählt: mordest

8

Klar, wenn man den Fokus nur aufs eigene Land zieht und alles andere ausblendet, dann haben Kälteeinbrüche eine verherrende Wirkung. Nur, die Briten sind nicht allein auf der Welt, auch wenn Sie auf einer Insel leben. Zudem wird keine einzige Quelle für die genannten Zahlen genannt. Wir kommt man auf solche Werte von angeblich 24.000 Todesfällen pro Jahr? Zählt man all diejenigen zusammen, die in den Wintermonaten an Versagen des Herz-Kreislaufsystems gestorben sind und behauptet dann, es handele sich um eine mit der Kälte zusammenhängende Krankheit? Internetartikel übersetzen erübrigt nicht eine eigene Recherche und Prüfung der Zahlen.

9

So bitter das auch ist, aber Tote sind nur dann politisch interessant wenn sich daraus entweder politisches Kapital schlagen läßt oder aber wenn sie sich, über eine entsprechende mediale Rezeption, nachteilig für die Regierung auswirken. Da Tote die mittel- oder unmittelbar ihr Leben durch die Kälte verlieren weder zur einen noch zur anderen Kategorie gehören, für sie interessieren sich weder Regierung noch Medien ernsthaft, sind sie schlicht uninteressant. Unsere Regierungen haben die gesellschaftlichen Verträge die sie mit ihren Völkern hatten längst gekündigt und interessieren sich nicht länger für unser Wohlergehen. Wichtig ist stattdessen ausschließlich das Wohlergehen des einzelnen Politikers, woran sich auch auf absehbare Zeit nichts ändern wird. Die Toten die in diesem Artikel angesprochen werden illustrieren dies nur zu deutlich.

Eine Änderung könnte, im derzeitigen politischen System, allenfalls durch den sogenannten "Druck von der Strasse" erfolgen. Erst wenn Politiker sich unmittelbar gezwungen sehen sich mit den praktischen Auswirkungen ihrer Politik zu beschäftigen, erst dann werden die erwähnten Toten (und der Grund warum sie starben) zu einem politischen Thema. Solange aber die Massen den ökologischen Endzeitpredigern hinterherlaufen und es wahrscheinlicher ist, daß man eine Mahnwache zum Thema der imaginär versinkenden Inseln organisiert bekommt als eine zum Thema unserer eigenen höchst realen Toten, solange wird sich da nichts ändern.

Die ökologische Einheitsfront hat wirklich ganze Arbeit geleistet.

10

Jetzt könnte man ja wieder auf den Gedanken kommen, dass die ganze Choose mit AGW und grüner Energie Bestandteil des großen Planes sind, die Weltbevölkerung auf Kosten der Industrienationen zu reduzieren, also mehr Tote in den Industrienationen, dafür ein größerer Bedarf an Einwanderern usw.

Wie lautet doch gleich die Inschrift beim englischen Hosenband-Orden: Ein Schelm wer Arges dabei denkt?...

P.S. passendes Captcha: stehlen