Klimapolitik erhöht Risiko von Stromausfällen

Bild rechts: Stromleitungsmast – Stromlos (Photo: Wikipedia)

Die Alarmisten versuchen, uns mit der Behauptung zu ängstigen, dass die menschlichen Aktivitäten eine globale Erwärmung verursachen. Ob und wann wir eine neue menschengemachte Erwärmung sehen, wird diskutiert und ist ungewiss. Falls sie kommt, wird die Welt etwas wärmer sein mit mehr Verdunstung und Niederschlägen; die Pflanzen werden besser wachsen und auch Gebiete erobern, in denen es bisher zu kalt oder zu trocken ist; weniger alte Leute werden im Winter sterben und der Meeresspiegel könnte weiter graduell steigen, wie wir es seit dem Ende der letzten Eiszeit beobachten. Es könnte sogar etwas „grüner“ in Grönland werden. Es gibt keinen Beweis dafür, dass das menschliche Kohlendioxid mehr extreme Wetterereignisse verursacht. Jede vom Menschen verursachte Änderung wird graduell sein, und wir werden viel Zeit haben, uns daran anzupassen, wie es die Menschen schon immer getan haben. Die meisten Leute werden sie kaum bemerken.

Sicher ist jedoch, dass politische Maßnahmen hinsichtlich der globalen Erwärmung das Risiko von Stromausfällen erheblich zunehmen lassen, und hier können die Auswirkungen sicher vorhergesagt werden – sie werden plötzlich und ernst sein.

Lokale kurzzeitige Stromausfälle können durch Zyklone, Stürme, Brände, Überschwemmungen, Unfälle, Materialermüdung oder Überspannung auftreten. Die Leute werden damit zurechtkommen. Die weiter verbreiteten Stromausfälle, beispielsweise durch einen Zusammenbruch des Netzes oder unzureichender Erzeugungs-Kapazitäten werden ernstere Auswirkungen haben.

Alle modernen menschlichen Aktivitäten sind sehr stark von Strom abhängig. Stromausfälle werden Aufzüge und Eisenbahnen anhalten sowie Verkehrsampeln, Werkzeuge, Fabriken, Minen, Raffinerien, Kommunikation und Pumpen für Treibstoff, Wasser und Abwasser stilllegen. Die Leute werden gefangen sein in Zügen, auf Flughäfen, in Aufzügen, Hotels, Krankenhäusern und Verkehrsstaus. Geldautomaten, Kreditkarten und Kassen im Supermarkt werden nicht funktionieren. Bargeld, Schecks, Computer und Taschenrechner sind erforderlich, um irgendetwas zu kaufen.

Sobald es zu einem Stromausfall kommt, werden Notstrom-Aggregate und Batterien die Stromversorgung übernehmen.

Aber nach nur sehr wenigen Tagen werden die Batterien leer sein, Treibstoff für Notstrom-Aggregate wird zur Neige gehen und aus den Läden verschwinden, und Wasserpumpen werden nicht verfügbar sein. Molkereien, Brutanstalten, Schweineställe und Futterplätze werden allesamt vor dem Problem stehen, ihren Tierbestand gesund und wohlernährt zu halten.

Sollte der Stromausfall extensiv sein und lange dauern, werden Plünderungen in den großen Städten um sich greifen und dann auf ländliche Gebiete übergreifen. Ältere, kranke, behinderte oder allein stehende Personen werden in Vergessenheit geraten, da die Menschen genug mit sich selbst zu tun haben.

Die wirkliche Bedrohung der Menschheit von heute sind nicht die theoretischen Gefahren einer graduellen, vom Menschen verursachten Erwärmung. Eine weit größere und reale Gefahr ist die wachsende Bedrohung für eine zuverlässige Stromversorgung durch die tiefgrüne Klimapolitik.

Die zuverlässigste Stromversorgung wird durch Kohle und Gas, durch Wasser- und Kernkraft, durch Geothermie und Öl gewährleistet. Fehlgeleitete Politiker und eine Natur, die keine Kompromisse macht, konspirieren um sicherzustellen, dass einige davon verfügbar sind, um Australiens künftigen Strombedarf zu decken.

Die Kohlenstoff-Steuer und die Ziele hinsichtlich der erneuerbaren Energie bedrohen das finanzielle Überleben des Verbrauchs von Kohle, Gas oder Öl zur Stromerzeugung. Banken und Investoren werden ihr Kapital nicht in neuen, mit Kohlenstoffen betriebenen Kraftwerke aufs Spiel setzen, wenn diese in einer instabilen und polarisierten politischen Umgebung stehen. Und die abnehmende Rentabilität der bestehenden Kraftwerke wegen der Kohlenstoffsteuer und vorgeschriebener Marktanteile macht es riskant und unökonomisch, Geld für bestehende, alternde Kraftwerke auszugeben.

Die gleichen grünen Zeloten, die die Zerschlagung der Kohlenstoff-Energie planen, werden auch alles tun, um den Bau neuer Kernkraft- oder Wasserkraftwerke in Australien zu verhindern. Und es ist unwahrscheinlich, dass die australischen geothermischen Ressourcen, allgemein in großer Tiefe und abgelegen,  Jahrzehnte lang signifikant zur Stromversorgung beitragen können.

Also sind wir gezwungen, uns auf unstete Winde und wechselnde Sonnenstrahlen zu verlassen, um sehr teuren und unterbrochenen Strom zu erzeugen. Und es wird nicht wirtschaftlich sein, Gaskraftwerke als Backup zu bauen, die weit unter Kapazität betrieben werden oder im Leerlauf arbeiten. Sie sind defizitär, wenn sie versuchen, die unvorhersagbaren Lücken der Versorgung mit grüner Energie zu füllen. Die Sicherheit der Stromversorgung wird verschwinden.

Also: wenn wir weiterhin zulassen, dass grüne Zeloten unsere Stromerzeugung diktieren können, sind Blackouts unvermeidbar. Britannien und Deutschland stehen bereits vor diesen schlimmen Aussichten.

Alle Aktionen haben Konsequenzen. Wir können nicht damit weitermachen, Milliarden Dollar der Steuerzahler in das bodenlose Loch der Klimaänderung spülen, ohne unsere essentielle Infrastruktur zu gefährden. Wir können nicht weiterhin Steuern erhöhen und die traditionellen Stromgeneratoren dem politischen Risiko aussetzen ohne neue Investitionen in die wirkliche grundlastfähige Stromerzeugung. Und wir können nicht fortfahren, instabile Solar- und Windenergieanteile in unser Stromnetz einzuspeisen, ohne die Stromkosten und das Risiko eines Netz-Zusammenbruchs erheblich zu erhöhen.

Wenn die Lichter ausgehen und die Regale der Supermärkte ausgeräumt sind, werden wir unter hohen Kosten und viel Not zu billiger und zuverlässiger Stromerzeugung zurückkehren – unter Verwendung billiger und zuverlässiger Stromquellen wie Kohle, Gas oder Kernkraft.

Gaia-Pilger werden merken, dass „Earth Hour“ längst nicht mehr so viel Spaß macht, wenn daraus eine „Earth Week“ wird.

Viv Forbes, Rosewood Qld Australia
forbes@carbon-sense.com

Link: http://wattsupwiththat.com/2013/04/01/climate-policies-increase-risk-of-blackouts/#more-83279

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Bemerkung des Übersetzers: Tatsächlich habe ich erst nach näherem Hinschauen bemerkt, dass es sich hier um einen Text aus Australien handelt. Wie sich die Dinge gleichen! Immerhin wird Deutschland als warnendes Beispiel angeführt. Weil man nicht oft genug auf diese Gefahren hinweisen kann, habe ich diesen Text hier übersetzt.

C. F.