Begutachtungen, Veröffentlichungen in Top-Journalen, wissenschaftlicher Konsens und so weiter

Robert Higgs
Beim Verfolgen der Diskussion um die globale Erwärmung und damit zusammen hängende Dinge in den Medien und der Blogosphäre bin ich wiederholt über die Annahmen oder Ausdrucksweisen bestimmter Glaubensdinge gestolpert, die mir hoch problematisch erscheinen. Viele Schreibende, die selbst keine Wissenschaftler sind, handeln mit dem Prestige der Wissenschaft und der Autorität von Wissenschaftlern. Bezüge zu „begutachteter Forschung“ oder auf einen vermeintlichen „wissenschaftlichen Konsens“ werden als veritable Totschlag-Argumente von vielen Kommentatoren benutzt. Doch scheint es mir, dass viele, die diese Referenzen nennen, mehr oder weniger ignorieren, wie Wissenschaft als Form des Wissen Schaffens und Wissenschaftler als individuelle Profis arbeiten, vor allem heutzutage, wenn nationale Regierungen – am meisten die US-Regierung – eine solch überwältigende Rolle bei der Finanzierung wissenschaftlicher Forschung spielen und folglich darüber befinden, welche Wissenschaftler an die Spitze gehoben werden und welche am Rand herunter fallen.


Bild rechts: Autor Robert Higgs

Ich gebe nicht vor, eine Expertise in Klimatologie zu haben oder irgendeine der mit Physik zusammen hängenden Wissenschaften. Daher ist nichts, was ich zu strikt klimatologischen oder damit verbundenen physikalischen Dingen sage, von Bedeutung. Allerdings verfüge ich über 39 Jahre professioneller Erfahrung – 26 als ein Universitätsprofessor einschließlich 15 Jahre an einer maßgebenden Forschungsuniversität, danach 13 Jahre als Forscher, Autor und Herausgeber – in engem Kontakt mit Wissenschaftlern aller Art, einschließlich einiger in biologischen und physikalischen Wissenschaften und vieler in Sozialwissenschaften und Demographie. Ich habe als Begutachter für über 30 Journale fungiert sowie als Begutachter von Forschungsanträgen für die National Science Foundation NSF, den National Institutes of Health NIH sowie einer großen Zahl privater Stiftungen. Ich war leitender Ermittler eines wesentlichen, vom NSF geförderten Forschungsprojektes auf dem Gebiet der Demographie. Also denke ich, dass ich Einiges darüber weiß, wie das System funktioniert.

Es funktioniert nicht so, wie Außenstehende zu denken scheinen.

Wissenschaftliche Begutachtung, auf die Laien großen Wert legen, variiert. Die Bandbreite reicht von einer wichtigen Kontrolle, bei der die Herausgeber und Beurteiler kompetent und verantwortungsbewusst sind, bis zur vollständigen Farce, wo sie das nicht sind. In der Regel und nicht überraschend verläuft dieser Prozess irgendwo in der Mitte und ist mehr als nur ein Witz, aber weniger als das nahezu einwandfreie System olympischer Genauigkeit, eine Vorstellung, die bei Außenstehenden vorherrscht. Irgendein Herausgeber irgendeiner Zeitschrift, der aus welchen Gründen auch immer einen eingereichten Artikel ablehnen möchte, kann dies leicht bewerkstelligen, indem er ihm gut bekannte Gutachter wählt, von denen er weiß, dass sie den Artikel verreißen werden; genauso kann er aber auch Begutachter bestellen, die den Artikel in den Himmel heben. Da ich immer junge Leute beraten habe, deren Arbeit zurückgewiesen worden war, offensichtlich aus vorgeschobenen oder unzutreffenden Gründen, kann ich sagen, dass das System Schrott ist. Persönliche Rachefeldzüge, ideologische Konflikte, professionelle Eifersüchteleien, methodische Widersprüche, übermäßige Selbstdarstellungen  und eine Menge glatter Inkompetenz und Unverantwortlichkeit sind der wissenschaftlichen Welt nicht fremd; tatsächlich ist diese Welt nur zu voll mit all diesen nur allzu menschlichen Eigenschaften. In keinem Fall kann die Begutachtung sicherstellen, dass die Forschung korrekt hinsichtlich der Methodik und der Ergebnisse ist. Die Historie jeder Wissenschaft ist eine Chronik von einem Fehler nach dem anderen. In einigen Wissenschaften werden diese Fehler im Laufe der Zeit ausgemerzt, in anderen bleiben sie für lange Zeit bestehen, und in einigen Wissenschaften wie der Wirtschaft könnte der aktuelle wissenschaftliche Rückschritt noch Generationen andauern, und zwar unter dem irregeleiteten (aber sich selbst zufrieden stellenden) Glauben, dass es sich in Wirklichkeit um Fortschritt handelt.

Zu jeder Zeit kann es in einer bestimmten Wissenschaft in jeder Hinsicht einen Konsens geben. In der Rückschau erscheint dieser Konsens jedoch häufig als ein Fehler. Erst in den siebziger Jahren beispielsweise gab es einen wissenschaftlichen Konsens unter Klimatologen und Wissenschaftlern in angrenzenden Disziplinen, dass die Erde in eine neue Eiszeit eintreten würde. Drastische Vorschläge wurden gemacht wie zum Beispiel Wasserstoffbomben über den polaren Eiskappen explodieren zu lassen (um diese zu schmelzen) oder die Bering-Straße mit einem Damm zu schließen (um zu verhindern, das kaltes Wasser aus der Arktischen See in den Pazifik gelangt), um diese drohende Katastrophe zu umgehen. Angesehene Wissenschaftler und nicht irgendwelche uniformierten Spinner haben diese Vorschläge gemacht. Wie schnell wir vergessen!

Forscher, die sich unorthodoxer Methoden oder theoretischer Grundlagen bedienen, haben unter den gegenwärtigen Umständen große Schwierigkeiten, ihre Ergebnisse in den „besten“ oder – zeitweise – in irgendeiner Zeitschrift zu veröffentlichen. Wissenschaftliche Neuerer oder kreative Exzentriker werden von der großen Masse der Fachleute als Verrückte angesehen – bis es unmöglich ist, ihre Ergebnisse weiter zu leugnen, was jedoch oftmals erst nach dem Aussterben der ersten Generation der Ringträger der Fall ist. Wissenschaft ist ein merkwürdiges Unterfangen: Jeder strebt danach, den nächsten Durchbruch zu erzielen, aber wenn jemandem das dann gelingt, wird er oft behandelt, als trage er das Ebola-Virus in sich. Zu viele Leute haben zu viel in gängige Ideen investiert; für diese Leute ist die Anerkennung, dass ihre eigenen Gedanken falsch sind, das Gleiche wie zuzugeben, dass sie ihr Leben verschwendet haben. Oftmals, vielleicht um erkannte Unstimmigkeiten zu vermeiden, geben sie niemals zu, dass ihre Gedanken falsch waren. Noch wichtiger: Es gilt die Regel – und zwar sowohl in der Wissenschaft als auch anderswo – dass man mit den Wölfen heulen muss, wenn man weiterkommen will.

Forschungswelten sind in ihren oberen Bereichen ziemlich klein. Führende Forscher kennen alle wesentlichen Mitspieler und was jeder davon macht. Sie nehmen an den gleichen Konferenzen teil, gehören zu den gleichen Gesellschaften, schicken ihre Studenten in die Laboratorien dieser Mitspieler begutachten einander ihre Arbeiten für die NSF oder NIH oder andere von der Regierung bezahlte Organisationen, und so weiter. Wenn Sie nicht zu dieser strammen Bruderschaft gehören, wird sich herausstellen, dass es sehr, sehr schwierig für Sie wird, hinsichtlich Ihrer Arbeit angehört zu werden, sie in einem „Top“-Magazin zu veröffentlichen, eine Zuwendung der Regierung genehmigt zu bekommen, eine Einladung zu erhalten für eine Teilnahme in einer wissenschaftlichen Podiumsdiskussion oder Ihre Studenten in angemessene Stellungen zu bringen. Der ganze Klüngel ist unwahrscheinlich inzestuös; die Wechselbeziehungen sind zahlreich, stark und eng.

In diesem Zusammenhang braucht ein aufgeweckter junger Mensch Cleverness, sich an die vorherrschende Orthodoxie anzupassen, aber es geziemt sich für ihn nicht, das Boot zum Schaukeln zu bringen, indem er irgendetwas Fundamentales herausfordert oder es wagt, in die inneren Zirkel derjenigen vorzustoßen, die die Begutachtungsgremien für NSF, NIH und andere Organisationen festlegen. Moderne biologische und physikalische Wissenschaft ist zum überwältigenden Teil von der Regierung finanzierte Wissenschaft. Falls Ihre Arbeit aus welchen Gründen auch immer den relevanten Bürokraten der Agentur oder den akademischen Begutachtungsgremien nicht gefällt, können Sie alle Hoffnungen begraben, jemals Geld zur Erreichung Ihrer Ziele zu erhalten. Erinnern Sie sich an die oben von mir erwähnten Schwachpunkte; sie spielen im Zusammenhang mit Förderung eine genauso große Rolle wie im Zusammenhang mit der Veröffentlichung. Tatsächlich sind diese beiden Zusammenhänge eng miteinander verknüpft: Erhält man keine Förderung, wird man niemals veröffentlichungswürdige Arbeiten erstellen können, und wenn man keine guten Veröffentlichungen nachweisen kann, wird man auch weiterhin keine Förderungen erhalten.

Wenn Ihre Forschung eine „Notwendigkeit” für drastische Maßnahmen der Regierung impliziert, um eine bevor stehende Katastrophe zu umgehen oder um ein schlimmes bestehendes Problem abzumildern, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Regierungs-Bürokraten und Gesetzgeber Förderungen genehmigen. Falls die Manager bei NSF, NIH und anderen Geld gebenden Regierungsagenturen große Summen Geldes an Wissenschaftler vergeben haben, deren Forschung impliziert, dass keine Katastrophe droht oder derzeit kein schlimmes Problem existiert oder, falls das doch der Fall ist, dass keine durchführbare Politik daran etwas ändern kann, ohne in der Folge noch viel größere Probleme zu schaffen, dann wären die Mitglieder des Kongresses viel weniger geneigt sein, der Agentur Geld hinterher zu werfen, mit allen Konsequenzen, die eine Beschneidung der Fördermittel für das Gedeihen der Bürokratie impliziert. Niemand muss alle diese Dinge den beteiligten Parteien erklären; das sind keine Idioten, und sie verstehen, wie die Dinge in ihren kleinen engen Welten laufen.

Und schließlich müssen wir einen viel feineren Sinn dafür entwickeln, über was zu reden ein Wissenschaftler qualifiziert ist und über was zu reden ihm nicht zusteht. Klimatologen zum Beispiel sind qualifiziert, über die Wissenschaft der Klimatologie zu sprechen (wenngleich das auch Gegen­stand aller Eingriffe in die reine Wissenschaft ist, die ich schon erwähnt habe). Sie sind allerdings nicht qualifiziert zu sagen, dass „wir jetzt handeln müssen“ mittels aufgezwungenen „Lösungen“ irgendeiner Art seitens der Regierung. Sie haben kein professionelles Hintergrundwissen darüber, welches Risiko besser oder schlechter ist für die Menschen, die es auf sich nehmen; nur die Individuen, die diesem Risiko ausgesetzt sind, können das entscheiden, weil es eine Sache der persönlichen Vorliebe ist und nicht eine Sache der Wissenschaft. Klimatologen wissen nichts hinsichtlich Kosten-/Nutzen-Überlegungen; tatsächlich sind die meisten Mainstream-Ökonomen selbst in dieser Hinsicht fundamental fehlgeleitet (zum Beispiel wenn sie Prozeduren und Hypothesen über die Summe individueller Bewertungen übernehmen, denen jede wissenschaftliche Grundlage fehlt). Klimawissenschaftler sind am besten qualifiziert, über die Klimawissenschaft zu reden, aber sie haben keinerlei Qualifikation, über öffentliche Politik zu reden, über Gesetze, individuelle Werte, Zeiteinteilungen und den Grad der Risikovermeidung. Wenn sie über wünschenswerte Maßnahmen der Regierung reden, erwecken sie den Eindruck, dass sie entweder Narren oder Scharlatane sind, aber sie reden immer weiter – und am schlimmsten ist, wenn sie mit untergangslüsternen Journalisten reden – nichtsdestotrotz.

In diesem Zusammenhang sollten wir uns gut daran erinnern, dass die UN (nebst seinen Komitees und Büros) keine wissenschaftlichere Organisation ist als der US-Kongress (nebst seinen Komitees und Büros). Wenn von diesen politischen Organisationen Entscheidungen und Ankündigungen kommen, ist es sinnvoll, diese als im Wesentlichen politisch hinsichtlich Ursprung und Ziel anzusehen. Politiker sind auch nicht dumm – bösartig, ja, aber nicht dumm. Eine Sache, die ihnen mehr als alles andere klar ist, wie man Menschenmassen dazu bringen kann, schlecht gemachten politischen Maßnahmen hinterher zu laufen, auch wenn diese langfristig ernsthaft sowohl den Lebensstandard als auch ihre Freiheiten bedrohen.

Robert Higgs

Eine ausführliche Biographie des Autors nebst seiner jüngsten Schriften gibt es hier.

Link: http://www.independent.org/newsroom/article.asp?id=1963

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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20 Kommentar(e)

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1

@ #18
Mit der Logik stehen Sie ganz offensichtlich ebenso auf dem Kriegsfuß wie mit den notwendigen Kenntnissen über die GCM und die Wettervorhersagemodelle.

Sie sollten mal in den Spiegel schauen und sich überlegen, welchen Anspruch Ihr Spiegelbild Ihnen gegenüber vertritt, wenn Sie es als Besserwisser titulieren. Leider ist so, daß Avatare wie Sie und bezahlte oder freiwillige Forenstörer nicht das beherrschen, was Thema ist, und dann solch einen Fauxpas wie den Ihren produzieren.

"Das merkt doch eh keiner mehr, bei dem geringen intellektuellen Niveau, das in Deutschland in den Naturwissenschaften mittlerweile herrscht. Und die 33 Grad Erwärmung durch die Treibhausgase sind durch Gott vorgegeben, wie kann man nur daran zweifeln, der Mensch hat es doch ausgerechnet. Solche Leute wie Sie sind für den Schwachsinn Energiewende und Klimawandelei verantwortlich, weil jeder anders Denkende mit allen Regeln der Kunst diffamiert und mundtot gemacht wird, in Silberrücken-Manier."
Wenn Sie das in einer psychiatrischen Aufnahmeabteilung äußern würden, könnten Sie da glatt ein paar Monate "Urlaub" machen. So geschehen 1985 in einer Reportage über die unhaltbaren Zustände in bundesdeutschen Psychiatrien, wo jemand (Reporter mit versteckter Kamera) mit richterlichem Beschluß zwangsuntergebracht wurde, weil er fiktiv angegeben hatte, unbedingt ins Kloster zu wollen ... .

Das kann Ihnen jetzt auch noch passieren, wenn Sie sich aufgrund von Wahnvorstellungen zu derart irrealen Äußerungen hinreißen lassen.

Ouups, ich übersah, daß Sie ein Avatar sind. Die kann man natürlich nicht zwangsunterbringen.

2

Lieber Herr Staude,

"Für Naturwissenschafter (nicht zu verwechseln mit „Klimaforschern“!) gilt: Wenn elektromagnetische Strahlung einer gewissen Wellenlänge in einem Experiment oder sonstwo nicht nachgewiesen werden kann, dann existiert sie dort auch nicht. "

Oder man misst falsch....
Egal, im Falle der Atmosphaere wird die Waremstrahlung, die von den Treibhausgasen emittiert wird, gemessen. Das macht man seit fast 100 Jahren.

3
Alfred Schlohr

Herr Heinzow: Wie ich schon mal sagte, Sie sind ein unbelehrbarer Besserwisser und Einzeldarsteller, der Freude empfindet, sich durch Finden des Haares in der Suppe über Andere zu erheben. Ja, ja, ich weiß, die Meteorologen sind die einzig wahren Wissenschaftler und Computer die Heilsbringer. Was interessiert uns schon die Physik, die biegen wir schon so zurecht, wie man sie braucht. Das merkt doch eh keiner mehr, bei dem geringen intellektuellen Niveau, das in Deutschland in den Naturwissenschaften mittlerweile herrscht. Und die 33 Grad Erwärmung durch die Treibhausgase sind durch Gott vorgegeben, wie kann man nur daran zweifeln, der Mensch hat es doch ausgerechnet. Solche Leute wie Sie sind für den Schwachsinn Energiewende und Klimawandelei verantwortlich, weil jeder anders Denkende mit allen Regeln der Kunst diffamiert und mundtot gemacht wird, in Silberrücken-Manier. Lassen Sie sich mal Ihren Testosteron-Spiegel messen. Da sind mir ja sogar Nico Baecker und F. Ketterer noch lieber, und da sind die fachlichen Überlappungen wohl noch geringer.

In tiefer Demut verneige ich mich als Dumpfbacke vor Ihrem Alles überragenden Intellekt, der die Welt als Einziger erklären kann. Eine Welt ohne T. Heinzow wäre nicht vorstellbar, Gott bewahre Sie für die Ewigkeit als Vordenker.

Ihr Alfred "65" Schlohr

4
Jürgen Staude

Man muß nicht selbst ein guter Schütze sein, um zu erkennen, ob jemand ins Schwarze getroffen hat.

Für Naturwissenschafter (nicht zu verwechseln mit „Klimaforschern“!) gilt: Wenn elektromagnetische Strahlung einer gewissen Wellenlänge in einem Experiment oder sonstwo nicht nachgewiesen werden kann, dann existiert sie dort auch nicht.
Ausgenommen von diesem Prinzip ist nur der „atmosphärische Treibhauseffekt“. Das hat die Mehrheit der demokratisch gewählten Parlamentarier so entschieden.

Mehr dazu finden Sie hier: http://www.klimaschutzlüge.de

5

Lieber Herr Hader,

das war nichts von Ihnen. Die quasizyklen PDO, NAO etc. sind das interne Rauschen der Atmosphaere, ein exaktes Klimamodell muesste diese aus der Modellphysik reproduzieren koennen. Wenn man dieseextra ins Modell implementieren muesste, waere das Modell Schrott.
Die GCM zur Zeit zeigen zwar ueber den Frequenzbereich akzepable Uebereinstimmung mit der Realitaet, siehe AR4. Aber es reicht noch lange nicht aus, um auf dekadischer Basis Vorhersagen zu machen, denn die Physen werden nicht getroffen.

6

@ #12

" unsere Meinungen gehen so weit gar nicht auseinander."

Wenn Sie sich da mal nicht gewaltig täuschen, Herr Schlohr.

"Ich weiß nicht, wieso irgendjemand annehmen kann, ein hochgradig nichtlineares System wie die Atmosphäre der Erde durch eine dumme Computer-Simulation, die maximal so intelligent sein kann wie ihre Programmierer, simulieren zu können."

Schauen Sie unter wetterzentrale.de nach, was die Vorhersagemodelle inzwischen leisten.

Hinsichtlich des "Klimas" sollten Sie mal hier nachschauen:
Was the Dust Bowl predictable?
http://tinyurl.com/6rmnv5

"
Die mittlere Oberflächentemperatur der Erde von -18 °C ist schon falsch (wie man an Mond und Mars leicht nachrechnen kann), und damit sind auch alle Annahmen der Treibhausmodelle falsch."

Obwohl es eine isotherme Atmosphäre nicht gibt, wird die im 1. Semester Meteorologie abgehandelt. Und es wird der Begriff Sättigungsdampfdruck verwendet, obwohl Wasserdampf in der Atmosphäre nicht gelöst vorhanden ist.

"Diese Simuliererei war schon immer Blödsinn und wird auch bis zum bitteren Ende Blödsinn bleiben, da die Grundannahmen falsch sind."

Welche Grundannahmen sind WARUM falsch?

7

#8: NicoBaecker
" Wer nun suggerieren will, dass das Erwaermungsszenario damals nicht existierte, verkennt die historische Wahrheit."

und Sie vergesse mal wieder WOOD 1909,
danach war die CO2-Treibhaustheorie erst mal wissenschaftlich tot.
Zudem war man davor der vernünftigen Meinung, dass eine Erwärmung nur vorteilhaft sein könnte.

mfG

8

#12: "Ich weiß nicht, wieso irgendjemand annehmen kann, ein hochgradig nichtlineares System wie die Atmosphäre der Erde durch eine dumme Computer-Simulation, die maximal so intelligent sein kann wie ihre Programmierer, simulieren zu können."

Sehr geehrter Herr Alfred Schlohr, kennen Sie eigentlich Hubert Dreyfus und seiner Einschätzung bzgl. der künstlichen Intelligenz? Er war u.a. der Ansicht, dass ein Computerprogramm nie einen Menschen im Schach bezwingen könnte und das Programm auch nie besser als sein Programmierer sein kann.

9
Alfred Schlohr

#10, #11

Ich weiß nicht, wieso irgendjemand annehmen kann, ein hochgradig nichtlineares System wie die Atmosphäre der Erde durch eine dumme Computer-Simulation, die maximal so intelligent sein kann wie ihre Programmierer, simulieren zu können. Diese Simuliererei war schon immer Blödsinn und wird auch bis zum bitteren Ende Blödsinn bleiben, da die Grundannahmen falsch sind. Dabei wurde kürzlich doch veröffentlicht, dass sogar in der Neuzeit die CO2-Konzentration stets der Temperatur gefolgt ist.

Die mittlere Oberflächentemperatur der Erde von -18 °C ist schon falsch (wie man an Mond und Mars leicht nachrechnen kann), und damit sind auch alle Annahmen der Treibhausmodelle falsch. Schließt die Propaganda-Institute und jagt die Forscher dort zum Teufel, Mutti, Roth und Trittin gleich mit. Besser noch auf den Mars, wo sie sich in der CO2-Atmosphäre austoben und ihre Modelle falsifizieren können. Peter Altmaier kann meinetwegen bleiben, er scheint begriffen zu haben, welcher Lug und Betrug in Deutschland abläuft.

Und Nico Baecker hat noch immer nicht die grundlegenden Zusammenhänge verstanden, obwohl der Beitrag zum "peer-review" gar nicht mal übel war. Aber außer Diffamierungen und irgendwelchen "intelligent" klingenden Behauptungen habe ich von ihm hier auch noch nicht viel Sinnvolles gelesen.

Ach, und Herr Heinzow: Wir sind zwar schon mal aneinander gerasselt (Sie wissen ja, meine Freunde nennen mich nur "65"), aber hier stimme ich Ihnen en gros zu, zumal ich eh denke, unsere Meinungen gehen so weit gar nicht auseinander.

10

@ #10

"Mir fehlt ehrlich gesagt die Zeit und die Lust, ihre Aussage nachzuprüfen,"

Ihr Gestammel zeigt, daß Sie es nicht können.

UND:
" nur prinzipiell gefragt, wie soll man etwas in Modellannahmen stecken können, wenn es vorher nicht bekannt war?"

Auch das zeigt, daß Sie von der Materie und den GCM NULL Kenntnisse haben. Besorgen Sie sich mal ein paar Broschüren vom MPI-met in HH über das, was in die GCM eingegeben wird. Vielleicht werden Sie die ja im Gegensatz zu den Papern in den einschlägigen Journalen begreifen.

"Modellierungen bieten immer die Möglichkeit, im nächsten Schritt besser gemacht zu werden, wenn man entsprechend mehr bekanntes Wissen reinsteckt."
Auch wieder so ein typischer haderscher Nullsatz. Denn ob den Modellierern die PDO und AMO bekannt gewesen wären oder nicht, ist so egal, wie der gerade in China umfallende Sack Reis. Erdsystemmodellierung ist primär nicht eine Frage des Wissens sondern der Rechnerkapazitäten. Ein Gebirge sieht natürlich in einer T106-Modellierung anders aus, als in einer T42.

Bereits das hier dürfte Sie m.E. hoffnungslos überfordern:
"1. momentum transfer from the earth to the atmosphere accomplished by orographic gravity
waves and
2. the drag exerted by the subgrid scale mountains when the air flow is blocked at low levels."

Bisher haben Sie überall nur unqualifiziertes Gelaber und unsubstantiierte Unterstellungen abgeliefert, so wie Sie es während Ihrer Sozialisation eingetrichtert bekamen. Immer frei weg nach dem Motto der Gestapo und der Nachfolgeorganisation Stasi: "Irgendwas wird schon hängenbleiben".

Bereits die Jesuiten kannten die Altersspanne, in dem man Kinder nachhaltig und meist irreversibel durch Gehirnwäsche prägen kann. Derzeit findet wieder so ein Programm statt, von dem Sie offensichtlich ein Teil sind, denn Ihre Aufgabe ist m.E. gezielte Desinformation. Allerdings sind Ihre Intentionen wesentlich durchsichtiger, als die der von der HVA und Stasi geführten Spitzel und Desinformanten. Es fehlt halt eben die straffe Führung und Abschaltung von gescheiterten Desinformanten.

11

#4: "In der Tat ist der sog. "Peer-Review-Prozeß" deshalb eine Farce, weil Konkurrenten als "Gutachter" herangezogen werden."

Ach schön. Somit hätte Herr Heinzow auch gleich mal indirekt angedeutet, warum er in seiner wiss. Laufbahn es kaum zu peer-review Veröffentlichungen in Journalen oder Proceedings geschafft hat. Nicht die eigene Arbeit war die Ursache, sondern die "Konkurrenz" an den Gutachterstellen.

"Welcher Klimaforscher wird schon zugeben, daß die AMO erst um das Jahr 2000 entdeckt wurde, aber nicht von den "Klimamodellen" (GCM) modelliert wurde. Gleiches gilt für die PDO, die so in etwa um die zehn Jahre vorher wiederentdeckt wurde."

Was soll jetzt das Besondere sein, was man da angeblich nicht zugeben will?

"Die Frage ist nur, warum das alles erst sehr spät "entdeckt" wurde und die GCM das nicht simuliert haben."

Mir fehlt ehrlich gesagt die Zeit und die Lust, ihre Aussage nachzuprüfen, nur prinzipiell gefragt, wie soll man etwas in Modellannahmen stecken können, wenn es vorher nicht bekannt war? Modellierungen bieten immer die Möglichkeit, im nächsten Schritt besser gemacht zu werden, wenn man entsprechend mehr bekanntes Wissen reinsteckt. Das sollten Sie als ehemaliger Wissenschaftler ja auch wissen.

12

Es wird immer auf die Politiker geschimpft. Die Industrie ist doch auch voll darauf abgefahren. Und die Gewerkschaften stehen auch voll dahinter. Alle schimpfen zwar wegen der Kosten, aber das Thema selbst wird nach allen Kräften bejaht und nicht nur unterstützt, sondern getrieben.
Habe mal dazu die Mitarbeiter-Information eines (sehr) großen deutschen Unternehmens der Elektroindustrie gelistet.

Artikelsammlung aus der letzten Ausgabe der Mitarbeiterzeitschrift

Überschrift: Thermostate für das Treibhaus
Unter-Überschrift: Das Klima wird wärmer. Mit den richtigen Maßnahmen bliebe der Temperaturanstieg begrenzt. Und das macht auch wirtschaftlich Sinn.

….In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Klima der Erde um 0,7 Grad Celsius erhöht. Der Weltklimarat rechnet damit, dass die Temperaturen weltweit in diesem Jahrhundert um weitere 1,4 bis 6,4 Grad steigen werden – je nachdem, welche Maßnahmen gegen den Klimawandel ergriffen werden…

Überschrift: Grünes Portfolio
„Strom aus der Strömung“

...Eine der großen Herausforderungen unserer Zeit
„Der Übergang zu einer CO2-Effizienten Wirtschaft ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit ….“. Siemens war das erste Unternehmen, das ein solches Portfolio regelmäßig durch unabhängige, externe Auditoren bestätigen ließ und bis heute bestätigen lässt. und zwar anhand des des weithin akzeptierten Greenhouse Gas Protokoll zur Bilanzierung von Treibhausgasen.

Überschrift: Der Mann fürs Grüne
Unter-Überschrift: Wann ist ein Produkt „grün“ und wann kommt es ins Umweltportfolio?“

Überschrift: Mit dem Strom schwimmen
Die erste elektrisch angetriebene Autofähre der Welt wird in Norwegen verkehren

13

Der Artikel von Higgs stellt die Verhaeltnisse zwar uebertrieben dar, aber vieles kann ich aus eigener Erfahrung bestaetigen. Auch wenn die Schlussfolgerungen, in den Wissenschaften wuerde es dadurch nicht zum objektiven Erkenntniszuwachs kommen, falsch waere.

In einem Punkt hat Higgs argumentativ allerdings ein Eigentor geschossen. Wenn er ausgehend von seiner allgemeinen inner-wissenschaftlichen Erfahrung, die ich teile, dann aber fuer das Beispiel Kliaforschung jedoch als Ausserseiter auf das Bild in den Medien zurueckgreift, so ist das natuerlich inkonsequent. Schliesslich gab es innerhalb der Klimawissenschaften niemals einen "Paradigmenwechsel" vom Eiszeitszenario zum Erwaermungsszenario. Dies ist historisch falsch! In den siebziger Jahren war es bereits klar, dass einer Erhoehung von Treibhausgasen zu einer Erwaermung fuehrt, eine Erhoehung der Aerosole aber zu einer Abkuehlung. Nur war es eben nicht so llar wie heute, welche Effekt in Zukunft ueberwiegt. Wer nun suggerieren will, dass das Erwaermungsszenario damals nicht existierte, verkennt die historische Wahrheit.

14

#2: eben nicht,
es ist richtig, dass man zwischen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft trennen kann und sollte.
Letztlich ist aber die verbindende Klammer von beiden
KORREKTES DENKEN,
also Logik und Philosophie im weiteren Sinne.

Dabei ist die Logik als Basis der Mathematik das wichtigste "Werkzeug" auch für die Naturwissenschaft, nicht weil sie vom Menschen "erfunden" ist, wie manche Hypothesen, Theorien, oder Hollywood-Filme,
sondern weil sie Teil der Realität ist, die der Mensch nur ERKENNEN kann, oder auch nicht.

Fundament der Logik ist der Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch des Altvater Aristoteles, der besagt,
die Behauptung:
"Dort steht ein schwarzer Schimmel" ist unwahr,
dagegen ist die Behauptung wahr:
"Dort steht ein schwarzes Pferd".

Und zwar ist die zweite Behauptung nicht deshalb richtig, weil die Aussage widerspruchsfrei ist,
sondern weil dort wirklich ein schwarzes Pferd steht.

Zu behaupten also,
dass es kälter wird, weil die Erde sich erwärmt, ist unwahr
(Verstoß gegen den fundamentalen Satz des ausgeschlossenen Widerspruchs)

dagegen zu sagen,
es wird kälter, weil die Erde sich abkühlt ist wahr.

"staatsbeauftragte Klimawissenschaftler" verstoßen also mit ihren Aussagen gegen fundamentales logisch korrektes Denken.

Wenn das "dumme Volk" das erkannt hat, dieser Prozess ist in vollem Gange und nicht aufzuhalten,
wird auch der Staat sich solcher Wissenschaftler schnell entledigen,
ich hoffe unehrenhaft und mit Pensionentzug.

mfG

15
Klaus Metzger

Medienmanipulation oder warum der Schwanz mit dem Hund wedelt!

Die angesprochenen Möglichkeiten wissenschaftliche Artikel durch Selektion der Begutachter zu beeinflussen, gilt für alle Medienformate. Denn der normale Medienkonsument übersieht leicht, dass in jeder Berichterstattung nicht die Realität dargestellt wird, sondern die MEINUNG der Berichtenden. Dabei ist die Vorgehensweise immer gleich:

1. Als Intro wird ein ausgewähltes Einzelschicksal/Fallbeispiel dargestellt
2. Ausgewählte Experten/Professoren verallgemeinern das Einzelschicksal
3. politische Gegner kommen zu Wort
4. Kritiker aus den eigenen politischen Reihen werden zitiert
5. Ausgewählte Stimmen aus dem Volk bestätigen die vorgetragene Tendez der Berichterstattung
6. Gegebenenfalls kann man noch Bürgerproteste zeigen „Hunderte/Tausende in 30 Städten....“
7. Ausgewählte Bilder verankern die Story im Gehirn der Medienkonsumenten, der einsame Eisbär auf der Scholle, der ölverschmierte Reiher im Meer, kalbende Gletscher etc.
8. Ausgewählte Formulierungen bringen Emotionen ins Spiel und unterstreichen die Dramatik, IMMER mehr/weniger, HEFTIGE Kritik, ERBITTERTER Widerstand, WÜTENDE Proteste etc.

So kann jeder Themenbereich mit jeder bliebigen Aussage glaubwürdig präsentiert werden.

Was lernen wir daraus?

Bei wichtigen Themen immer einen eigenen Faktencheck durchführen. Die gesamte Bandbreite der Information/Diskussion ansehen und dann muss jeder leider selbst entscheiden, was er davon für glaubwürdig/wahrscheinlich hält.

16

Ein hervorragender Beitrag, vielen Dank! Über schlimmste inzestuöse Beispiele hinaus gibt es aber immer noch wissenschaftliche Ideale. Sie werden in den Schulen und auf den Universitäten durchaus gelehrt:

- es gibt keine Wahrheiten
- Modelle und Theorien sind nur gut, solange es keine besseren gibt
- Wissenschaftliche Erklärungen müssen immer kritisch hinterfragt werden
- Wissenschaft muss bis ins Detail nachvollziehbar sein. Dies gilt auch für Computersimulationen.

Die meisten Wissenschaftler können sicherlich als seriös gelten. Darüber hinaus gibt es aber auch überall Betrüger und eitle Rechthaber. Manche betreiben leider statt Wissenschaft bloß schnöde Propaganda.

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"Also denke ich, dass ich Einiges darüber weiß, wie das System funktioniert."

Das System funktioniert nicht so, wie es sollte.

In der Tat ist der sog. "Peer-Review-Prozeß" deshalb eine Farce, weil Konkurrenten als "Gutachter" herangezogen werden.

Die Versuchung der Konkurrenten ist groß ihr Augenmerk - was ihre Aufgabe ist - Arbeiten nicht auf formale und wissenschaftliche Fehler zu richten und zu prüfen ob die Arbeit den anerkannten wissenschaftlichen Standards (siehe Wissenschaftstheorie) entsprechen, sondern die Arbeiten inhaltlich beurteilen, was sie aber eben nicht können, wenn es sich um neue Erkenntnisse handelt.

Welcher Klimaforscher wird schon zugeben, daß die AMO erst um das Jahr 2000 entdeckt wurde, aber nicht von den "Klimamodellen" (GCM) modelliert wurde. Gleiches gilt für die PDO, die so in etwa um die zehn Jahre vorher wiederentdeckt wurde.

Man schaue hier mal nach:
The Ocean's Influence on North American Drought
http://tinyurl.com/ydk6mdb

oder hier:
Was the Dust Bowl predictable?
http://tinyurl.com/6rmnv5

oder hier:
The Pacific Decadal Oscillation
http://tinyurl.com/cjsxmh5

Den Rest zu finden dürfte selbst für den unerfahrenen Hobby-Wissenschaftler nicht allzu schwer sein.

Man kann natürlich auch beim IPCC nachschauen:
http://tinyurl.com/cfptcdt

Die Frage ist nur, warum das alles erst sehr spät "entdeckt" wurde und die GCM das nicht simuliert haben.

Eigentlich mehr als peinlich für die Reviewer der Ergebnisse der GCM.

18
Alfred Schlohr

Der Autor spricht mir aus der Seele, genau so ist es in der Wissenschaft. Diejenigen, die vor 5 Jahren vor dem Elektromobilitäts-Hype warnten und mehr zu einer längerfristigen Förderung der Batterieforschung und zu Hybridfahrzeugen rieten, wurden vom BMBF so gut wie nicht gefördert. Man muss ja das planwirtschaftliche Ziel der 1 Million Elektroautos erreichen, was von Anfang an Schwachsinn war. Frau Schavan nutzte ihren Einfluss, um Millionen und Abermillionen nach Ulm zu schleppen, weil man ihr dort nach dem Maul plapperte. Wo ist noch mal schnell ihr Wahlkreis ? Und was ist dabei rausgekommen ? Wie vor 20 Jahren beim letzten Elektromobilitäts-Hype: NICHTS. Deutschland wollte mal wieder die Welt retten, und die Politik hat in der Batterieforschung ein Trümmerfeld hinterlassen. In den einschlägigen Journalen wurden/werden nur politisch korrekte Batterie-Arbeiten veröffentlicht, weil ein Kartell von Gutachtern darüber wachte, dass nur Arbeiten veröffentlicht werden, die den eigenen Status sichern, inkl. Zitierkartellen. Auf diese Art konnte man durch Publizieren in den "high impact factor" Journalen den eigenen Stand sichern und sich die nächsten Millionen beschaffen. Immerhin scheint man nach dem Beinahe-Desaster der Boeing 787 (dreamliner), bei der im Betrieb eine Lithiumionenbatterie einem "thermal runaway" unterlag, aufgewacht zu sein. Der Vogel wäre unsteuerbar vom Himmel gefallen, wäre er noch eine halbe Stunde länger in der Luft gewesen. Der Elektroauto-Hype in Deutschland ist aus und vorbei, und das ist auch gut so. In ca. 20 Jahren, wenn alle Fehler der Politiker vergessen wurden, geht der Schwachsinn dann wieder von vorne los, und bis dahin wird man schon alles tun, um die Restexpertise kaputt zu schlagen. Und die einst so glorreiche deutsche Automobilindustrie ist zumindest auf dem europäischen Markt nur noch ein Schatten ihrer selbst, mit langweiligen Einheitsmotorkonzepten.

Bleibt zu hoffen, dass diese irrsinnige Klimawissenschaft mit dem gigantischen Betrug am Volk genauso schnell in der Versenkung verschwindet wie die Elektromobilität. Und in 20 Jahren wird es dann heissen: "Der Erde droht eine dramatische Abkühlung von bis zu 11 Grad". Alles schon mal da gewesen.

Armes, irres Deutschland. Herr, schmeiß Hirn vom Himmel. Aber so viel Hirn, wie die Deutschen brauchen, gibt es im Himmel wohl nicht.

Eine Anekdote noch. Ich fragte mal einen Kollegen, der sich nur mit Batterieforschung beschäftigt (und sonst wenige eigene Ideen hat), ob er an irgendeinen Klimaeinfluss von CO2 glaube. Als Antwort erhielt ich, dass es nicht wichtig sei, was er glaube, aber er brauche das CO2-Argument, um an Forschungsgelder zu kommen. Immerhin scheint Peter Altmaier zumindest diesen Zusammenhang durchschaut zu haben. Jetzt muss die Zipfelmütze nur noch aufwachen und erkennen, wie sie von allen Parteien an allen Fronten betrogen wird.

Ich zumindest bin der "Alternative für Deutschland" beigetreten, in der Hoffnung, dass das CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜN-Bündnis, welches Deutschland an den Abgrund führt, im Herbst einen gehörigen Denkzettel erhält. Und ich hoffe, dass Trittin mit seinem arroganten Gehabe sowie die Grünen, die prächtig von der Energiewende profitieren und Reiche reicher und Arme ärmer machen, gewaltig auf die Schnauze fallen.

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Die wissenschaft soll ausschließlich ihre wissenschaft zum ziel haben, jene von der wirtschaft (wir wissen seit marx, daß es keine ist, sondern notwendig apologetik) halt ökonomie.
Und Sie hier sollten ausschließlich über naturwissenschaft und technik reden!

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Sehr guter Artikel! Danke für die Übersetzung!
Zusammenfassend möchte ich nochmal sagen....
Die Wissenschaft ist eine Tugend, die IMMER das Wohl des Menschen und die Achtung vor der Natur-Gewalt als Ziel haben muss.

Die Wirtschafts-Wissenschaft muss dementsprechend immer die Technik im Auge behalten. Ist eine Technik wirklich so wirtschaftlich, wie Sie von den technischen Wissenschaftlern/Konstrukteueren angeboten/verkauft wird!? Ist diese Technik wirklich ein Sprung nach vorne in der Innovation oder eher ein Rückschritt!? Diese Fragen hätten die Wirtschafts-Wissenschaftler der Regierung von Europa und USA, bei den Erneuerbaren Energien, längst mit "NEIN" beantworten MÜSSEN!

Das gleiche gilt bei der Frage, ob das menschliche CO2 für eine Klimawerwärmung steht. Hier wurde der Klimawissenschaft bereits durch die Natur das "NEIN" vorgegeben und durch die Realität bestätigt.

Wissenschaften, die auf politischen möchtegern Ideologien "Weltanschauungen" basieren sind keine Wissenschaften, die das Wohl der Menschen oder der Natur respekt und würde zollen!
Solche politischen Wissenschaften sind in einer Diktatur zuhause aber nicht in einer offenen und freien Gesellschaft!