Immer wieder: Was die „Energiewende“ bringt…

Über den Öko-Blödsinn – und wie sich unsere Zukunft in Rauch auflöst wenn wir Milliarden zahlen, um am größten Kraftwerk in UK von der Verbrennung von Kohle zur Verbrennung von Holzpellets wechseln.

Christopher Booker

Es könnte kein besseres Symbol für den Blödsinn der britischen Energiepolitik geben als das, was in dem riesigen Drax-Kraftwerk in Yorkshire passiert – dem größten Kraftwerk in UK.

Tatsächlich ist es eines der größten und effizientesten Kohlekraftwerke der Welt. Sein fast 1000 Fuß [rund 300 m] hoher Schornstein ist der höchste des Landes, und seine 12 Monster-Kühltürme (jeder einzelne größer als die St. Pauls Kathedrale) dominieren viele Meilen im Umkreis das Landschaftsbild im östlichen Yorkshire.

Jeden Tag werden bei Drax 36000 Tonnen Kohle verbrannt, angeliefert von 140 Kohlezügen jede Woche – und es stellt sieben Prozent des verbrauchten Stromes in UK zur Verfügung. Das reicht, um viele unserer Großstädte zu versorgen.

Aber als Folge einer Änderung der Regierungspolitik, ausgelöst durch EU-Regeln, wird es bei Drax eine wesentliche Veränderung geben, die alle in Erstaunen versetzen dürfte, die dieses Kraftwerk in den siebziger und achtziger Jahren gleich neben dem Selby-Kohlevorkommen erbaut haben. Dieses Feld war seinerzeit hoch produktiv, ist aber seitdem geschlossen.

Vom nächsten Monat an wird sich Drax einer 700 Millionen Pfund teuren Änderung anschließen, d. h. es wird sich von der Kohleverbrennung, für die es gebaut worden war, verabschieden, um zur Verbrennung von Millionen Tonnen Holzpellets pro Jahr in seinen sechs kolossalen Boilern zu wechseln.

Die meisten dieser Chips werden von Bäumen stammen, die in einem atemberaubende 4600 Quadratmeilen [ca. 11000km²] bedeckenden Wald gefällt worden sind. Von dort werden sie über 3000 Meilen [fast 5000 km] über den Atlantik nach UK verschifft.

Der Grund für diese extreme teure Entscheidung ist, dass Drax zu einer Schlüsselkomponente in der sog. ‚grünen Revolution‘ geworden ist, die jetzt im Zentrum der britischen Energiepolitik steht.

Weil dort so viel Kohle verbrannt wird, ist Drax der größte Einzelemittent in UK von Kohlendioxid (CO2), dem Gas, das vermeintlich für die globale Erwärmung verantwortlich ist.

Die Theorie lautet, dass Drax durch die graduelle Konversion zu Holz – oder ‚Biomasse’, wie es offiziell heißt – eventuell Millionen Tonnen CO2 einspart, die jedes Jahr in die Atmosphäre entweichen, womit es hilft, die Klimaänderung zu verhindern und den Planeten zu retten.

Anders als Kohle, die jetzt als ein dreckiger, den Planeten bedrohender Verschmutzer dämonisiert wird, betrachtet man Biomasse als ‚nachhaltig‘, weil sie vermeintlich bei der Verbrennung nur genauso viel Kohlendioxid in die Atmosphäre entweichen lässt, wie es vorher während der Wachstumsphase der Luft entzogen hat.

Tatsache bleibt jedoch, dass Kohle immer noch der bei Weitem billigste Rohstoff zur Stromerzeugung ist. Aber die Regierung ist so besessen davon, seine eigenen Ziele und die Ziele der EU hinsichtlich der Reduktion der britischen ‚Kohlenstoffemissionen‘ zu erreichen, dass sie jetzt das Problem mit voller Kraft an zwei Fronten angeht – die beide die Änderungen bei Drax erzwungen haben.

Erstens, die Regierung möchte eine Kohlenstoffsteuer dazu verwenden, das Verbrennen fossiler Treibstoffe wie Kohle so teuer zu machen, dass es sich in nicht allzu ferner Zukunft für die Stromunternehmen von selbst verbietet, sie weiter zu verwenden.

Eine neue Kohlenstoffsteuer wird in drei Wochen eingeführt und auf jede Tonne Kohlendioxid angewendet, die bei der Stromerzeugung anfällt. Die Steuer wird auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau starten, dann aber jedes Jahr steil ansteigen, so dass sich die Kosten der Stromerzeugung innerhalb der nächsten 20 Jahre verdoppelt haben werden und das daher nicht länger ökonomisch ist.

Zweitens, die Regierung ist entschlossen, all  jene ‚kohlenstoffneutralen‘ – aber gegenwärtig viel teureren – Mittel zur Stromerzeugung zu fördern, als da wären Windparks, Kernkraft und das Verbrennen von Biomasse. Sie hofft, dies mittels einer Reihe von Subventionen für jeden Haushalt und jedes Unternehmen zu erreichen.

Was Drax dazu gezwungen hat, auf diesen Zug der Konversion von Kohle zu ‚Biomasse‘ aufzuspringen, war die Entscheidung des Ministers im vorigen Jahr, jedem kohlebetriebenem Kraftwerk, das zu ‚Biomasse‘ konvertierte, die gleichen, fast 100% Subventionen zu zahlen, die sie bereits an Eigentümern von Windparks onshore zahlt.

Die Experten bei Drax rechneten das Ganze durch und konnten dann sehen, wie sie graduell über die Preise durch eine Kohlenstoffsteuer aus dem Geschäft gedrängt werden würden, wenn sie bei Kohle verbleiben würden. Die Erzeugung von Strom würde dadurch doppelt so teuer werden.

In der Sprache nackter Tatsachen: Die Regierung hat Drax kaum eine Wahl gelassen.

Aber es ist schwierig, den Wahnsinn dieses Drax-Deals zu übertreiben. Zunächst einmal sind einige der Umweltaktivisten, die normalerweise der ‚erneuerbaren‘ Energie fanatisch das Wort reden, stark gegen die Verbrennung von Holz als Mittel zur Stromerzeugung.

Kampagnen durchführende Gruppen wie Friends of the Earth ächten den Gedanken, dass Holzpellets ‚kohlenstoffneutral‘ sind oder dass das Fällen von Millionen Quadratmetern amerikanischer Wälder, die Umwandlung der Bäume in Pellets und der nachfolgende Transport über Tausende Meilen nach Yorkshire dazu führt, dass insgesamt keinerlei Reduktion der ‚Kohlenstoff‘-Emissionen erfolgen wird.

Diese Kritik deckt sich mit der Ansicht von Sir David King, ehemals der wissenschaftliche Chefberater der Regierung, der diese Woche in der Sendung Today auf BBC 4 gesagt hat, dass er bei Betrachtung des vollen ‚Lebenszyklus‘‘ dieser Holzpellets bezweifelt, dass die Maßnahme zu irgendeiner wirklichen Einsparung von CO2-Emissionen führen wird.

Kraftwerke wie Didcot in Oxfordshire und Cockenzie in Schottland (im Bild) werden die Erzeugung als Folge einer Anti-Verschmutzungs-Direktive der EU stoppen.

Drax stimmt damit nicht überein, obwohl alles, was King im Sinn hatte, alle die zusätzlichen Emissionen aus den aufwändigen Prozessen waren, die erforderlich sind zwischen dem Wachstum der Millionen Bäume in Amerika und dem Moment, in dem sie alle in Rauch aufgehen.

Die Bäume müssen erst gefällt werden, dann zu Holzpellets verarbeitet werden in zwei dafür vorgesehenen Werken, die Drax in Amerika baut. Die Pellets müssen dann in riesigen Schiffen tausende Meilen über den Ozean transportiert werden bis zu den Häfen in Yorkshire. Dann müssen sie in riesige Güterzüge geladen und zum Kraftwerk gefahren werden.

Selbst dann müssen die Holzpellets in gigantischen, nur zu diesem Zweck gebauten Hallen gelagert werden, bevor man sie zu Pulver für den Gebrauch verarbeitet. Dort müssen sie befeuchtet werden, um die Selbstentzündung zu verhindern – wofür Holz 1000 mal anfälliger ist als Kohle.

Das hat bereits zu verheerenden Bränden in anderen Kraftwerken geführt, die zu Biomasse übergegangen sind, wie beispielsweise ein Feuer, das vor Kurzem Schäden in Höhe von Millionen Pfund im Tilbury-Kraftwerk in London angerichtet hat.

Wie Drax einräumt, bedeutet all das, dass die Erzeugung der gleichen Menge Strom aus Holz etwa zwei bis drei mal so teuer ist wie aus Kohle. Das wiederum bedeutet, dass sich die Treibstoffkosten verdoppeln oder verdreifachen werden – so dass es nur eine einzige Maßnahme gibt, um dies möglich zu machen, nämlich massive Subventionen, vermutlich im Wert von über 1 Milliarde Pfund pro Jahr.

Das sind kaum gute Nachrichten für uns Stromverbraucher. Wir haben bereits jetzt erlebt, dass die Rechnungen über 1 Milliarde Pfund pro Jahr gestiegen sind, weil wir gezwungen werden, Windparks zu subventionieren. In den kommenden Jahren, wenn diese riesigen Subventionen an Drax gehen, werden sie sogar noch mehr steigen.

Und doch, während die Verbraucher derartig gebeutelt werden, sind die Minister der Regierung erfreut über die Hinwendung von Drax zu Holzpellets. Grund: Das wird zu einem signifikanten Beitrag führen, die von der EU vorgeschriebenen Ziele zu erreichen, denen zufolge Britannien verpflichtet ist, innerhalb von sieben Jahren fast ein Drittel unseres Stromes aus ‚Erneuerbaren’ zu erzeugen.

Derzeit produzieren wir nur einen Bruchteil hiervon, weit hinter fast allen anderen Ländern in der EU.

Trotz der riesigen Subventionen, die für Windparks ausgegeben worden sind, ist deren Beitrag vernachlässigbar. An einem windstillen Tag in dieser Woche zum Beispiel betrug die generierte Strommenge der 4300 Windturbinen in UK lediglich ein Tausendstel – bloße 29 Megawatt – des Strombedarfs.

Aber wenn die Konversion von Drax zu Biomasse abgeschlossen ist, wird es aus eigener Kraft in der Lage sein, 3500 Megawatt Strom zu erzeugen, verlässlich und kontinuierlich, und mehr als ein Viertel unserer gesamten EU-Ziele hinsichtlich der Verwendung erneuerbarer Energie beitragen.

Die Theorie lautet, dass Drax durch die allmähliche Konversion zu Holz – oder ‚Biomasse’, wie es offiziell heißt – Millionen Tonnen CO2 einsparen wird, das sonst jedes Jahr in die Atmosphäre gelangen würde.

Fragen: Sir Daid King hat der Radiosendung Today auf BBC Radio 4 gesagt, dass er bezweifelt, dass es zu wirklichen Einsparungen an CO2-Emissionen kommen wird, wenn erst einmal der gesamte ‚Lebenszyklus’ der Holzpellets durchlaufen wird.

Und doch stellt uns die unabänderliche Tatsache, dass die Regierung so verzweifelt bestrebt ist, von CO2 emittierenden fossilen Treibstoffen wegzukommen, vor eine andere verheerende und viel unmittelbarere Konsequenz ihrer Energiepolitik.

In diesem Monat werden mehrere unserer verbleibenden Kohlekraftwerke geschlossen. Kraftwerke wie Kingsnorth in Kent, Didcot A in Oxfordshire und Cockenzie in Schottland (in der Lage, fast 6000 Megawatt Strom pro Jahr zu generieren – ein Siebentel unseres mittleren Bedarfs) werden die Erzeugung einstellen als Folge der Anti-Verschmutzungs-Direktive der EU. Dies bedeutet, dass wir schon bald abhängiger denn je von teuren Gaskraftwerken sein werden, wenn die Lichter in UK nicht ausgehen sollen.

Das Problem ist, dass unsere Gasversorgung immer prekärer wird. Erst diese Woche hat man uns gesagt, dass UK nur noch für zwei Wochen über Gasvorräte verfügt – der niedrigste Wert jemals.

Unsere einstmals reichlichen Gasvorräte aus der Nordsee sind so schnell dahin geschwunden, dass wir zunehmend abhängig sind von teuren Importen aus Ländern wie Quatar und Algerien sowie in geringerem Ausmaß Russland – Vorräte, auf die wir uns nicht notwendigerweise zu einer Zeit verlassen können, in der die Weltnachfrage nach Gas stark steigt.

Warnung: Alistair Buchanan, der demnächst zurücktretende Leiter unseres Energieregulierers Ofgem hat kürzlich davor gewarnt, dass unsere Stromvorräte derzeit so niedrig und so nah am ‚Gefahrenpunkt’ liegen, dass es zu massiven Stromausfällen kommen könnte.

Die Tragödie liegt in Folgendem: Wenn man unseren Politikern wie Ed Davey, dem Minister für Energie und Klimaänderung der Liberal-Demokraten zuhört, ist es nur allzu offensichtlich, dass sie nicht die leiseste Ahnung haben, wovon sie überhaupt reden.

Angesichts dieser Tatsache ist es kaum überraschend, dass Alistair Buchanan, der demnächst zurück tretende Leiter unseres Energieregulierers Ofgem kürzlich davor gewarnt hat, dass unsere Stromvorräte derzeit so niedrig und so nah am ‚Gefahrenpunkt’ liegen, dass es zu massiven Stromausfällen kommen könnte. Einige von uns haben schon seit Jahren davor gewarnt, mussten wir doch die rücksichtslose Kaperung unserer Energiepolitik durch die Umweltaktivisten und ihre Feindschaft gegenüber fossilen Treibstoffen mit ansehen.

Entscheidend ist, was viele Leute vergessen, dass wenn es zu wesentlichen Stromausfällen kommt, wird dies nicht wie während der ‚Drei-Tage-Wochen’ ablaufen, die es in UK Anfang der siebziger Jahre gegeben hat.

Damals hat unser Land es geschafft, damit fertig zu werden, als die Menschen bei Kerzenlicht lebten und arbeiteten oder sich an Kaminfeuern eingekuschelt haben. Aber heute, vierzig Jahre später, leben wir in einer Welt, die fast vollständig von konstanter Stromversorgung abhängt.

Computer steuern alles, von unseren Büros und Fabriken über Registrierkassen und den Tiefkühlern in unseren Supermärkten bis hin zu den Verkehrsampeln und Signalsystemen, die den Verkehr auf Straße und Schiene gewährleisten.

Die Tatsache, dass Drax durch diese lächerlichen Verzerrungen gehen muss, um im Geschäft zu bleiben, ist ein perfektes Symbol des katastrophalen Durcheinanders, in das uns die Politiker aller Parteien gebracht haben.

Es ist alles in Butter für die Minister der Regierung, von Windparks und anderen ‚erneuerbaren’ Energiequellen besessen zu sein, aber Tatsache ist, dass der Wind oftmals gar nicht weht – so dass wir ein stets verfügbares Back-up brauchen, das früher oder später nur noch von Gaskraftwerken gewährleistet werden kann.

Und der Clou, die Ironie über all dem ist, dass das Gas selbst Gegen­stand dieser rapide steigenden neuen Kohlenstoffsteuer ist, weil es wie Kohle ein fossiler Treibstoff ist – obwohl es zugegebenermaßen weniger CO2 emittiert, wenn man es verbrennt.

Die Folge dieses heillosen Durcheinanders einer Energiepolitik ist, dass wir uns einerseits auf ewig steigende Stromrechnungen freuen dürfen, während wir andererseits vor lähmenden Stromausfällen stehen.

Die Tragödie liegt in Folgendem: Wenn man unseren Politikern wie Ed Davey, dem Minister für Energie und Klimaänderung der Liberal-Demokraten zuhört, ist es nur allzu offensichtlich, dass sie nicht die leiseste Ahnung haben, wovon sie überhaupt reden.

Sie leben in einem solchen Wolkenkuckucksheim eines grünen Glaubens, dass sie keinen Kontakt mehr zur Realität haben – und unfähig scheinen, die nationale Energiekrise zu begreifen, die mit der Geschwindigkeit eines Hochgeschwindigkeitszuges auf uns zurollt.

Die Tatsache, dass Drax durch diese lächerlichen Verzerrungen gehen muss, um im Geschäft zu bleiben, ist ein perfektes Symbol des katastrophalen Durcheinanders, in das uns die Politiker aller Parteien gebracht haben – alles im Namen des Versuchs, unseren Planeten zu retten, indem wir unsere CO2-Emissionen weiter und schneller reduzieren als jedes andere Land in der Welt.

Deutschland, das bereits über fünf mal so viele Windturbinen wie UK verfügt, baut jetzt verzweifelt 20 neue Kohlekraftwerke in der Hoffnung, dass die Lichter nicht ausgehen. Das erste, eröffnet im letzten September, generiert bereits 2200 Megawatt; fast so viel wie die mittlere Menge aller Windparks in UK zusammen.

China, schon jetzt der größte CO2-Emittent der Welt, plant 363 neue Kohlekraftwerke zu bauen, ohne jede Rücksicht auf die riesigen Emissionen, die daraus resultieren.

Indien ist dabei, 455 neue Kohlekraftwerke zu errichten, um eine Wirtschaft mit Energie zu versorgen, die so schnell wächst, dass sie bald unsere eigene Wirtschaft überholen könnte.

Falls diese Länder geruhen zu bemerken, wohin wir in UK steuern, wo wir in dieser Woche eine weitere unserer Handvoll verbleibenden Kohleminen verloren haben, werden sie Schwierigkeiten haben, ein ungläubiges Lächeln zu unterdrücken.

Aber die traurige Wahrheit lautet, dass wir selbst weder lachen noch weinen sollten. Wir sollten uns in Protest erheben, mit echter Wut, gegen jene Politiker, deren kollektive Flucht aus der Realität uns rasant in eine so verheerende Krise führt, wie es dieses Land noch nie erlebt hat.

  • Christopher Booker’s The Real Global Warming Disaster is published by Continuum at £11.99.

Read more: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2290444/Madness-How-pay-billions-electricity-bills-Britains-biggest-power-station-switch-coal-wood-chips–wont-help-planet-jot.html#ixzz2NM803bk3

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The crazy climate change obsession that’s made the Met Office a menace

So much for global warming! Four out of the last five winters have been COLDER than average

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Soweit dieser Artikel von Booker. Wie eingangs schon erwähnt, hat auch die Journalistin Donna Laframboise dazu Stellung geommen, und zwar folgendermaßen:

Grün zu sein ist nicht harmlos

Donna Laframboise

Wir alle sorgen uns um die Umwelt. Aber jetzt gehen wir auf närrische Extreme zu. Und reale Menschen kommen zu Schaden.

In Gesprächen mit Alt und Jung begegnete mir immer wieder das gleiche Thema. Vielleicht habe ich versucht zu erklären, warum ein spezieller grüner Vorschlag unsinnig ist, sobald unbegründete Hypothesen von harten Fakten getrennt werden. Vielleicht habe ich erwähnt, dass grüne Aktivisten mich alarmieren, weil sie nicht gewählt und unberechenbar sind.

Die fahrlässige Position, auf die gute, solide Personen mit den besten Absichten gewöhnlich zurück fallen, lässt sich so zusammenfassen: „Nun, ich glaube, es ist wichtig, die Umwelt zu schützen.“

Ja, wir alle lieben die Umwelt. Als Gärtnerin und Fotografin gibt es nur wenige Dinge, die mich mehr erfreuen als gesundes, frisches Grün.

Aber im Bereich der Politik gebrauchen Leute, die behaupten, für die Umwelt zu kämpfen, dies oft als Deckmantel für etwas anderes. Sie versuchen, uns an den Vegetarismus zu verkaufen. Sie glauben, dass der Kapitalismus hinweg gefegt werden muss. Sie hängen der Nostalgie einer einfacheren Existenz nach Art des Gartens Eden an.

Sie versuchen, sich selbst davon zu überzeugen, dass sie Superhelden sind, die den Planeten retten, und nicht normale Arbeiter.

Oder sie zahlen einfach die Rechnungen, die ihre eigene Maschinerie füttern. All die Anwälte als Mitarbeiter großmächtiger Grüner kosten Geld. All diese Gelder für Büros in vielen Ländern sind nicht billig.

Wenn die Leute sagen, dass es wichtig ist, die Umwelt zu schützen, müssen mir mit Nachdruck antworten: Ja, aber jetzt kommen wir zu idiotischen Extremen. Und wirkliche Menschen kommen zu Schaden.

Kürzlich hat Christopher Booker, dieser bilderstürmende Großpapa aller Zeitungskolumnisten in UK, den [oben übersetzten] Essay geschrieben.

Das ist ein Knüller. Es ist genau die Art von Essay, die wir brauchen, um zurechtzukommen, weil er ohne jeden Zweifel klarmacht, dass Regierungen dabei sind, verrückte Dinge im Namen des Umweltschutzes zu tun.

In diesem Beispiel versucht man in UK, Emissions-Reduktionsziele zu erreichen – ebenso wie solche hinsichtlich erneuerbarer Energie. Daher wird das größte Kohlekraftwerk des Landes während der kommenden Jahre statt Kohle mehr und mehr Holzpellets verbrennen.

In dieser kühnen neuen Welt, die wir im Bestreben, unsere Umwelt zu retten erschaffen haben, wird Holz „Biomasse“ genannt. Grüne Genies haben beschlossen, dass das CO2, das bei der Holzverbrennung entsteht, gar nicht zählt. Sie haben eine magische Wand errichtet und beschlossen, dass es gar nicht existiert. Wie Booker erklärt:

Biomasse wird als ‚nachhaltig‘ angesehen, weil sie vermeintlich bei der Verbrennung nur genauso viel Kohlendioxid in die Atmosphäre entweichen lässt, wie es vorher während der Wachstumsphase der Luft entzogen hat.

Man nehme diesen Bilanztrick und füge die Bürokratie hinzu, dass Holz gut ist, weil es eine „erneuerbare“ Energiequelle ist und Bingo! wir kommen genau dorthin, wo UK sich heute befindet. Nach Bookers Worten werden die meisten der in UK verbrannten Holzpellets von Bäumen aus Wäldern stammen, die 4600 Quadratmeilen in den USA bedecken, von wo sie 3000 Meilen über den Atlantik bis nach UK verschifft werden.

Wie in aller Welt kann dass auch nur ansatzweise sinnvoll sein, wenn wir gedrängt werden, unseren persönlichen Kohlenstoff-Fußabdruck genau zu verfolgen?

Obendrein stellt sich heraus, dass riesige Haufen von Holzpellets ein signifikantes Risiko der Brandentstehung darstellen (die Industrie nennt das „spontane Entzündung” oder „spontane Verbrennung“). Und habe ich schon erwähnt, dass jeder weiß, dass obiger Plan die Stromrechnung des Normalbürgers verdoppeln wird?

Die britische Regierung – verantwortlich für das Erlassen der Regeln und Regulierungen, die uns in diese Lage gebracht hat – ist vom Wege abgekommen. Sie zwingt jetzt Energieunternehmen, unglaublich dumme Sachen zu machen im Namen, grün zu sein. Sie spielt Spielchen mit einem Grundpfeiler, auf dem Leben und Arbeitsplätze ruhen.

Eine Verdoppelung der Stromrechnungen wird Pensionäre schädigen, ebenso wie verarmte Kinder. Sie wird Arbeitsplätze vernichten. In dem man auf diese Weise Härten auf Härten stapelt und so tut, dass normale Menschen nicht wirklich leiden werden, ist moralisch nicht zu vertreten.

Nicht einmal im Namen, die Umwelt zu schützen.

Link: http://nofrakkingconsensus.com/2013/03/11/being-green-isnt-harmless/

Beides übersetzt von Chris Frey EIKE