Tu felix Austria, hast Du es besser?

Gerd Altmann/Mirko,rg1024

In der Klimadiskussion scheinen unsere österreichischen Nachbarn ein wenig offener zu sein als hierzulande, wo Zweifel an einer menschgemachten Erwärmung bekanntlich als anstößig gelten. Der Liberale Club Oberösterreichs (LK OÖ) hat im Oktober 2012 seinen Clubabend in Linz unter das Motto „Künstliche Klimahysterie oder drohende Klimakatastrophe“ gestellt. Die Broschüre dieser Veranstaltung liegt nun vor und ist unten als pdf abgreifbar.


Die Veranstaltung in Linz war zweifellos von einer lokal oberösterreichischen Problematik geprägt. Eines der modernsten Stahlwerke Europas (Vöst-Alpine) ist in Sachen  CO2-Vermeidung und Umweltschutz bemüht mustergültig. Dennoch wird es von der EU mit hohen CO2-Emissionszahlungen belastet, die seine Produktivität, Kostenstruktur und Arbeitsplätze gefährden. Bei dem die Veranstaltug abschließenden Abendessen konnte ich in persönlichen Gesprächen erfahren, wie sehr die grüne EU-Politik dazu beiträgt, den anfänglich guten Willen auf ein weiter zusammenwachsendes Europas auch bei Gutwilligen zu erschüttern. Linz ist definitiv schlecht auf Brüssel zu sprechen. Vermutlich haben die grünen Kommssare der EU in ihrem Sendungsbewusstsein dies noch nicht einmal bemerkt, geschweige denn die Gründe dafür verstanden.

Nach einleitenden Worten des Vereinsvorsitzenden Adalbert Cramer sprachen auf der Veranstaltung des LK OÖ insgesamt vier Referenten in der  Reihenfolge: Horst-Joachim Lüdecke, Wolfgang Neumann, Andreas Unterberger und Manfred Haimbuchner. Die Besucherzahl der Veranstaltung war selbst für den nicht gerade kleinen Vortragssaal zu groß. Die auf die Vorträge folgende Podiums-Diskussion unter Einbeziehung von Fragen aus dem Publikum hatte den Charakter eines offenen Meinungsaustauschs, wie er in Ländern mit gesunden demokratischen Strukturen eigentlich die Regel sein sollte. Es waren leider keine sachkundigen Vertreter einer menschgemachten Erwärmung anwesend, insofern fehlte etwas die Würze von konträren Auffassungen und Diskussionen. Auf Fragen und Anmerkungen aus dem Publikum, die auf Grund der vielen anwesenden Ingenieure und Naturwissenschaftler oft recht interessant waren, konnte wegen des guten Zeitmanagements des Veranstalters ausreichend detailliert eingegangen werden.

Solche Veranstaltungen würde man sich auch hierzulande vermehrt wünschen, insbesondere mit Anwesenheit der AGW-Alarmisten, wie M. Latif, S. Rahmstorf, H. Graßl und weiteren. Dem deutschen Publikum dürfen die Fakten und unterschiedlichen Standpunkte nicht länger vorenthalten bleiben. Freilich kneifen die AGW-Alarmisten erfahrungsgemäß, wenn sie sich der offenen Diskussion mit Klimaskeptikern stellen sollen. Bei ihrer zunehmend brüchigeren Argumentatiosnbasis haben sie allen Grund dazu.

Die fesselnden Vorträge von Dr. Andreas Unterberger und Dr. Manfred Haimbuchner betonten die politischen Aspekte der Klimahysterie. Auf mich persönlich machte der Vortrag von Haimbuchner einen besonders nachhaltigen Eindruck, weil aus ihm die durch die CO2-Hysterie verursachten Probleme in Wohnungsbau und Wohnungsplanung von Oberösterreich dem Publikum sehr plastisch vor Augen geführt wurden. Erst der sachliche Unsinn der täglichen Vorschriftenpraxis beim Hausbau in Sachen "Klimaschutz" zeigt, welchem Abersinn sich Europa hier freiwillig und ohne jeden erkennbaren Nutzen verschrieben hat.

Der Vortrag von Wolfgang Neumann fiel gegenüber den anderen Vorträgen dagegen leider ab, weil er mit dem Thema der Veranstaltung nichts zu tun hatte. Der engagiert vorgetragenen Wunsch und praktisch der einzige Themenpunkt Neumanns, den Entwicklungsländern zu mehr bezahlbare Energie zu verhelfen, wird jeder Anwesende der Veranstaltung aus vollem Herzen und uneingeschränkt geteilt haben. Dieser Wunsch hatte allerdings mit dem Veranstaltungsthema nichts zu tun. Man darf füglich daran zweifeln, ob das Verbot von Glübirnen, der Emissionshandel, schimmelpilzträchtige deutsche Fassadendämmungen oder gar die geisteskranken Pläne einer Verpressung von CO2 in den Erduntergrund einer besseren Energieversorgung in Entwicklungsländern auf die Sprünge helfen können.

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke

EIKE Pressesprecher

Related Files

image_pdfimage_print

Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:

  1. Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
  2. Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
  3. Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
  4. Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
  5. Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
  6. Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.

Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Kontakt"

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

3 Kommentare

  1. Es wäre nützlich, wenn Österreich in ähnlicher Offenheit über seinen Strombezug aus Temelin reden würde. Man kann es ausrechnen, nur auf private Haushalte gerechnet macht dieser Strombezug ein Drittel bis zur Hälfte von deren Stromverbrauch aus.

    So geht den Tschechen die ewige Motzerei Österreichs gegen Temelin langsam gegen den Strich, es hieß neulich aus Prag: Wenn wir Temelin abschalten, wird es in Wien dunkel.
    mfg Niemann

  2. Hallo!

    Meinem Empfinden nach läuft die Klimadiskussion, sofern man das überhaupt Diskussion nennen kann, in Österreich den gleichen Bahnen, wie in Deutschland.

    Die Mainstreammedien, und das sind fast alle, berichten ausschließlich über den bösen Klimawandel. Dem widersprechende Meldungen werden bestenfalls ins Lächerliche gezogen.

    „Skeptische“ Ansichten werden zum allergrößten Teil unter Ausschluss der Öffentlichkeit kundgetan und dikutiert.

    Auch in den Foren diverser Medien läuft es ähnlich wie in Deutschland:
    Wenn man sich erdreistet, dem AGW-Mainstream mit Fakten und dazugehörigen Links zu widersprechen, erfolgen postwendend persönliche Angriffe und Diffamierungen.

    Gegen die „Szenarien“ unserer Chafalarmistin Kromp-Kolb sind ja sogar Rahmstorf und Schelnhuber noch als „Skeptiker“ einzustufen!

    Viele Grüße
    Werner

  3. Horst-Joachim Lüdecke, Wolfgang Neumann, Andreas Unterberger…..

    Hoffentlich können wir die Vorträge dieser hochkarätigen Redner hier anschauen?

    Danke

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.



Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:

  1. Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
  2. Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
  3. Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
  4. Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
  5. Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
  6. Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.

Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Kontakt"

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

*