Klimaschutz und Energiesparen im Wohnhaus – Vorsicht Schimmelpilzgefahr! Schimmelpilz-Konferenz am 21.3.13 in Berlin

Im Januar machte eine aktuelle Umfrage der Verbraucherschutzorganisation Stiftung Warentest die Runde, wonach etwa 60 Prozent der über 4.000 Befragten von Schimmelpilzbefall in den eigenen vier Wänden berichteten und weitere acht Prozent von verdächtigen Flecken oder muffigem Geruch (hier). Dabei entfiel die Mehrzahl der verpilzten Räume auf das Badezimmer und immerhin 40 Prozent auf die Schlafräume, dann Wohn- und Kinderzimmer sowie Küchen, Flure, Treppenhäuser, Loggien und Wintergärten.

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Die Zeitschrift der Stiftung "test" bemäkelte zwar "Kalte Wände als Hauptproblem" und "unzureichende Wärmedämmung der Außenfassade", vermied es aber, übertrieben dichte Fenster ohne ausreichenden Fugenlüftung, den Nachtabsenkbetrieb der Heizung sowie schimmelfördernde Wandanstriche als eigentliche Ursache für den immer mehr um sich greifenden Schimmelpilzbefall in unseren immer dichter werdenden Wohnungen sachgerecht zu benennen. Dagegen heißt es völlig wirklichkeitsfremd: "Eine gute Wärmedämmung des Gebäudes ist normalerweise auch ein wichtiger Schutz vor Schimmelproblemen. Das Problem der kalten Außenwände gibt es dann nämlich nicht mehr." In der kostenpflichtigen Broschüre "Feuchteschutz und richtige Dämmung" behauptet test: "die Wärmedämmung (reduziert ) drastisch das Risiko von Tauwasser auf den dann deutlich wärmeren Innenseiten der Außenwände." So klingt Dämmstoffmarketing. Die schon Mitte der 1980er Jahre durchgeführten Praxisuntersuchungen des Instituts für Bauphysik der Fraunhofergesellschaft an Fassadendämmungen sind test offenbar verborgen geblieben. Demnach gibt es keine Erhöhung der Innenwandtemperaturen an außengedämmten Fassaden. Und die auch von test wieder mal verdächtigten "Wärmebrücken" sind eben nicht auf fehlende oder mangelhafte Fassadendämmung zurückzuführen, sondern meistens auf die mangelhafte Heizluftversorgung von Raumecken und –kanten durch konventionslastig betriebene Heizung. Sinnvolle Hinweise zur Schimmelpilzanalyse und –vermeidung gibt es dagegen auf der öffentlich zugänglichen Schimmelpilzkonferenz am 21.3.2013 in Berlin:

Den EIKE-Besuchern wird ein 10 % Rabatt auf die Seminargebühr gewährt  werden, der Vermerk "EIKE" ist bei Anmeldung erforderlich.

Hier anmelden.
www.schimmelpilzkonferenz.de

Konrad Fischer

Anmeldung 

www.konrad-fischer-info.de

Programm:

www.schimmelpilzkonferenz.de/Schimmelpilzkonferenz-2013-Berlin.pdf

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11 Kommentare

  1. #9: Dirk Weißenborn sagt:

    am Montag, 17.06.2013, 10:03

    Wer immer nur „Klimakatstrophen“ vor Augen hat, wird leichter geneigt sein, über „einige zusätzliche Euro Miete“ für die Mieter großzügig hinwegzusehen.

    Erkennen wir hier nicht eine Politik gegen weite Bevölkerungskreise?

    mfG

    Dirk Weißenborn

    ———————————————–

    Die derzeitige Politik besteht so glaube ich überwiegend aus wirtschaftlichen Abhängigkeiten und Klientelpolitik. Nicht nur im Bereich Klima – Energie.

    Wirtschaftliche Zwänge und Verflechtungen regieren unser Land. Viele Politiker bekommen ihr zweites Gehalt aus der Wirtschaft und haben jegliche Bürgernähe verloren.

    Eigentlich müsste vor jeder Wahl die finanzielle Abhängigkeit eines jeden Abgeordneten komplett veröffentlicht werden.

    In manchen Ländern nennt man dieses Korruption, bei uns gibt es hoch dotierte Beraterverträge für alle relevanten Fraktionsmitglieder.

    Unbequeme Zeitgenossen und Konkurenten werden einfach wegbefördert und so unschädlich für die eigenen Interessen gehalten.

    So geschehen zum Beispiel in Düren.
    http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/dueren/jens-broeker-am-ende-ohne-beratervertrag-1.446823

    Ich glaube es geht immer nur ums Geld.

    Politiker sollten in einer Demokratie neutral sein. Dies schließt im Umkehrschluß eine einseitige Interessensvertretung, wie die durch die Beraterverträge entstehende Abhängigkeit, in jeder Hinsicht aus.

    Eine unabhängige Kontrollinstanz gegen Filz und Korruption wird es nie geben.

    Die Politik kontrolliert ihre eigene Korruption!

  2. #2 Mühsam sagt: „Die Krönung ist natürlich, zu suggerieren, daß „Dämmung“ trotz Nichtheizens warme Wände schafft. Wers glaubt, mag schimmeln.

    Selbstverständlich führt Außendämmung zu wärmeren Wänden, auch wenn der betreffende Raum nicht direkt beheizt wird. Denn während der Heizperiode ist es auch in einem unbeheizten Schlafzimmer wärmer als draußen.
    Gruß
    Jung

  3. #8 Werner Henke,

    Hallo Herr Henke,

    Sie haben das Grundproblem, dem sich viele Menschen gegenüber sehen, gut beschrieben. Ebenso auch die gesetzgeberischen Fehler (?), die dazu führen.

    Eventuell offenbart sich an diesen Umständen auch:

    Klientelpolitik zugunsten von Vermietern

    Zielkonflikte zwischen Energie-, Klima- und Wohnungspolitik.

    Wer immer nur „Klimakatstrophen“ vor Augen hat, wird leichter geneigt sein, über „einige zusätzliche Euro Miete“ für die Mieter großzügig hinwegzusehen.

    Erkennen wir hier nicht eine Politik gegen weite Bevölkerungskreise?

    mfG

    Dirk Weißenborn

  4. Dirk Weißenborn sagt:

    am Sonntag, 16.06.2013, 11:17

    Wärmedämmung wird staatlicherseits so umfangreich gefördert und damit angeschoben, dass einkommensschwächere Mieter in Ballungsgebieten die Wohnungsmiete bald nicht mehr aus eigener Kraft aufbringen können.

    Dies liegt oft an den Wohnungsbauunternehmen und Vermietern.
    Viele Nutzen bei der nachträglichen Wärmedämmung gleich auch die Gelegenheit,
    Kosten einer längst überfälligen Instandsetzung den Mietern aufzubürden.

    Die Gesamtkosten werden dann unter dem Deckmantel einer „energetischen Sanierung“ komplett auf die Mieter abgewälzt.

    Der Instandsetzungsaufwand zum Erhalt einer Immobilie wird in der gängigen Praxis ja meist nicht vollständig getrennt aufgeführt.

    Da dieser ja allein vom Vermieter zu tragen wäre!

    Das heißt konkret der Sanierungsstau der nichts mit der energetischen Sanierung zu tun hat, wird ohne jegliche Kontrollinstanz 1:1 auf die Mieter übertragen.

    Hier besteht ein dringender Handlungsbedarf seitens der Regierung. Die jetzige Regelung geht leider stark zu Gunsten der Immobilienwirtschaft und deren Lobbyisten.

    In einigen Fällen wird sogar vorsätzlich, zusammen mit einer begleitenden energetischen Sanierung die Instandsetzung aufgerechnet. Und zusammen dem Mieter, über die Miete als energetische Sanierung verkauft.

    Die „Instandhaltungskosten“ einer Mietwohnung sollte bei Neuberechnung der Miete immer von den Kosten einer verbesserten Wärmedämmung sauber getrennt werden!

    Genau hier an dieser Stelle versagt aber, die per Schnellschuss eingesetzte Gesetzgebung der Regierung.

    Auch sollten im Energiepass für Wohngebäude eine differenzierte Angabe über den „Mindestheizwärmebedarf“ enthalten sein.

    Dessen Einhaltung ja erforderlich wäre um die Wohnräume schimmelfrei zu halten. Leider tut sich auch hier nichts von der gesetzgebenden Regierung.

    Mit entsprechender Regelung hätten nicht nur Mieter sondern auch Käufer von Immobilien eine konkrete Aussage in welchem energetischen Zustand sich die Bausubstanz befindet.
    Und weiterhin wie hoch das Risiko eines Schimmelbefalls ist bei nicht ausreichender Beheizung.

  5. Wärmedämmung wird staatlicherseits so umfangreich gefördert und damit angeschoben, dass einkommensschwächere Mieter in Ballungsgebieten die Wohnungsmiete bald nicht mehr aus eigener Kraft aufbringen können.

  6. #3 Werner Henke sagt: „Infolge wird in den meist unzureichend gedämmten Wohnungen nicht mehr ausreichend entsprechend der baulichen Situation geheizt.

    Die Politik ignoriert dieses vollständig“

    Herr Henke, es wird nicht ignoriert. Wärmedämmung wird staatlicherseits umfangreich gefördert.
    Gruß
    Hans Jung

  7. EIKE sagt: “ Dagegen heißt es völlig wirklichkeitsfremd: :“Eine gute Wärmedämmung des Gebäudes ist normalerweise auch ein wichtiger Schutz vor Schimmelproblemen. Das Problem der kalten Außenwände gibt es dann nämlich nicht mehr.“ In der kostenpflichtigen Broschüre „Feuchteschutz und richtige Dämmung“ behauptet test: „die Wärmedämmung (reduziert ) drastisch das Risiko von Tauwasser auf den dann deutlich wärmeren Innenseiten der Außenwände.““

    Diese Darstellung ist nicht wirklichkeitsfremd sondern vollkommen korrekt. Außendämmung ist eine sehr effektive Maßnahme gegen Schimmelbildung.
    Gruß
    Hans Jung

  8. Als eine Hauptursache der ständig zunehmenden Schimmelproblematik kann man in erster Linie die Verteuerung der Heizkosten nennen.

    Seit 2002 hat sich der Preis für Heizöl nahezu verdreifacht.
    Der Heizölverbrauch ist ausgehend durch den wachsenden Kostendruck dabei immer weiter gesunken. Die Schimmelproblematik hat zeitgleich linear zugenommen.

    Um eine Wohnung dauerhaft Schimmelfrei zu halten muss diese entsprechend dem baulichem Zustand „ausreichend beheizt“ und gelüftet werden.

    Weiteres hierzu können Sie hier nachlesen:
    http://www.t-online.de/wirtschaft/immobilien/id_21268752/falsches-heizen-bringt-schimmel-ins-haus.html

    Dabei kann man in diesem Zusammenhang die folgende Regel feststellen:

    Besonders oft betroffen sind sozial benachteiligte Personen in ungedämmten Altbauwohnungen.

    Für zwölf Millionen Haushalte in Deutschland sind die Heizkosten mittlerweile unbezahlbar geworden.

    Infolge wird in den meist unzureichend gedämmten Wohnungen nicht mehr ausreichend entsprechend der baulichen Situation geheizt.

    Die Politik ignoriert dieses vollständig und beschäftigt sich lieber mit der Strompreisbremse.

    Von Seiten der Wohnungswirtschaft ist bei dem heutigen Mietwohnungsmangel nicht mit dem Auflösen des Sanierungsstaus zu rechnen.

    Als Folge ist mit einer weiterhin rasanten Steigerung der Schimmelproblematik zu rechnen.

    Für weiterbildungswillige empfehle ich hierzu folgendes Fachbuch von Helmut Künzel :
    http://www.baufachinformation.de/buch/Wohnungsl%C3%BCftung-und-Raumklima/226442

    Weniger Heizen und Schimmelfrei trotz Wärmedämmung:

    Hier sehen Sie einige Beispiele energiesparender und Schimmelfreier Wohngebäude:

    http://www.henke-daemmtechnik.de/Dach/Referenzen/referenzen.html

    Hier sehen Sie den Wärmeverlust einer ungedämmten Betondecke im Vergleich zu einer gedämmten Fläche auf einer obersten Geschossdecke.
    http://www.henke-daemmtechnik.de/Dach/dach.html

    Mit der Verbesserung des Wärmeschutzes in Gebäuden lässt sich neben der Verringerung des Heizenergiebedarfs auch die Schadensanfälligkeit für Schimmel erheblich senken.

    Sehr viele Gebäude haben auch heute noch nicht den Mindeswärmeschutz ihres Baujahrs.

    Wärmeschutz wurde in Deutschland über viele Jahrzehnte vernachlässigt.

  9. Die Leute sind selbst schuld.
    Wer das Schlafzimmer kaum heizt, brauch sich nicht wundern, wenn an den kalten Wänden der Schimmel blüht.
    Da hilft auch „richtige“ Lüftung nicht. Denn wer wird mahrfach nachts aufstehen und das Fenster aufreißen, damit die kalte Bude dann noch kälter wird?
    Dann kann man ja gleich im Mumienschlafsack draussen schlafen!

    Die Krönung ist natürlich, zu suggerieren, daß „Dämmung“ trotz Nichtheizens warme Wände schafft. Wers glaubt, mag schimmeln.

    Ich spreche aus eigener Erfahrung. Altbau. Feuchtes Eck im Schlafzimmer. Leichter Schimmelbefall. Alles abgerissen. Grund mit Chemie behandelt. Möbel weggerückt. Und ab sofort darauf geachtet, daß richtig geheizt wird. Seit 10 Jahren kein Schimmelbefall mehr.

  10. Ursache für Schimmelbefall sind erhöhte Feuchtigkeitswerte in den betreffenden Räumen, die nicht gut genug entlüftet werden (können) oder, wenn es im Sommer auch draußen hohe Luftfeuchte hat, eine Entlüftung nichts bringt. Da nutzen nur Entfeuchter, die die Luftfeuchte auf etwa 50% halten sollten. Das kostet zwar Strom (oh, Gott, Stromfresser! Ach nee, halb so schlimm: wir haben jetzt ja Ökostrom! Dann ist Stromverbrauch geradezu vorrangig angesagt, nicht wahr.), aber alle anderen Kosten entfallen und die Räume sind nicht mehr gesundheitsgefährdend verpilzt.

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