Exklusiv-Interview: Fred Singer über die Mythen politisch korrekter Wissenschaft

EINFÜHRUNG: Dr. S. Fred Singer (Siegfried Fred Singer) ist ein amerikanischer Atmosphären-Wissenschaftler, emeritierter Professor der Umweltwissenschaft an der University of Virginia und Präsident des Science and Environmental Policy Project, das er 1990 ins Leben gerufen hat. Dr. Singer ist ein überaus produktiver Autor, der mehr als 200 technische Studien in begutachteten wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht hat, ebenso wie redaktionelle Essays und Artikel, die in führenden Publikationen erschienen sind. Bei Time, Life und US News & World Report erschienene Titelgeschichten haben seine Leistungen unterstrichen.

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Dr. Singer ist Autor, Ko-Autor oder Herausgeber von mehr als einem Dutzend Büchern und Monographien und hat hunderte Vorlesungen und Seminare zum Thema  globale Erwärmung  abgehalten, einschließlich in den Wissenschafts-Fakultäten an der Stanford University, der University of California-Berkeley und vielen anderen. Er ist gewähltes Mitglied der American Association for the Advancement of Science (AAAS), der American Geophysical Union, der American Physical Society und des American Institute for Aeronautics and Astronautics.

Bild rechts: Dr. S. Fred Singer

Daily Bell: Schön, Sie zu treffen! Bitte sagen Sie uns etwas über Ihren Hintergrund. Wo sind Sie aufgewachsen und zur Schule gegangen?

Fred Singer: Ich bin in Wien aufgewachsen, habe die Schule im Alter von 13 Jahren verlassen und eine Lehre bei einem Hersteller optischer Geräte begonnen. Ich habe Wien 1939 verlassen und die Grenze zu Holland überquert, und zwar genau an dem Tag, an dem Hitler in die Tschechoslowakei einmarschiert ist, am 15. März 1939. Ich ging weiter nach England und habe als Teenage-Optiker in Northumberland gearbeitet. 1940 bin ich zu meinen Eltern nach Ohio gezogen, kurz nachdem der London Blitz angefangen hat und nach der Evakuierung der britischen Truppen aus Dünkirchen.

Daily Bell: Sie haben im Jahre 1948 einen Ph. D. der Princeton University in Physik verliehen bekommen. Warum haben Sie sich für Physik interessiert? Welche Art Physik?

Fred Singer: Im Jahr 1941 wurde ich an der Ohio State University eingeschrieben und studierte Elektro-Ingenieurswissenschaft; das ging im Jahr 1943 zu Ende, wonach ich als graduierter Student der Physik an der Princeton University zugelassen worden bin. Dort habe ich den theoretischen Hintergrund für die Ingenieurwissenschaft erlernt. Mein Ph. D. kam nach meiner Militärzeit bei der US Navy während des 2. Weltkriegs und befasste sich mit kosmischen Strahlen, in erster Linie mit Hochenergie-Physik.

Daily Bell: Sie haben die Verbindung zwischen UVB und Melanomen sowie zwischen FCKWs und dem stratosphärischen Ozonverlust in Frage gestellt. Können Sie uns das bitte erklären?

Fred Singer: Die Beziehung zwischen UVB und Melanomen ist problematisch. Es ist möglich, dass die solare UVA-Strahlung der Hauptgrund ist; UVA wird von Ozon nicht absorbiert. Allerdings kann es viele verschiedene Gründe für Melanome geben, eine ernste Form des Hautkrebses. Ich habe die Verbindung zwischen FCKWs und dem stratosphärischen Ozon-Rückgang nie in Frage gestellt; was mich bewegt hat, war einzig die Frage, ob genug FCKWs in die Stratosphäre gelangen, um das Ozon abzubauen.

Daily Bell: Sie sind sehr dafür bekannt, die Gesundheitsrisiken von Passivrauchen zu leugnen. Ist Passivrauchen tödlich? Verursacht es Krebs? Was verursacht Krebs?

Fred Singer: Ich leugne definitiv nicht die Gesundheitsrisiken von Passivrauchen, aber es ist nicht so tödlich wie Rauchen selbst. Ich wäre nicht überrascht, wenn Passivrauchen zu Lungenkrebs und anderen Krankheiten führen würde. Allerdings basiert die Analyse der EPA auf unsauberer Wissenschaft und stimmt nicht mit der Epidemiologie überein. Krebs wird von allen möglichen Gründen verursacht; rauchen ist definitiv einer der Hauptgründe.

Daily Bell: Erklären Sie ihren Standpunkt zur globalen Erwärmung und zur Klimaänderung. Worin besteht der Unterschied und warum?

Fred Singer: Klimaänderungen schließt sowohl globale Erwärmung als auch globale Abkühlung ein, ebenso wie regionale Änderungen. Es ist unbekannt, bis zu welchem Ausmaß menschliche Aktivitäten für Klimaänderung oder globale Erwärmung verantwortlich sind.

Daily Bell: Bitte geben Sie eine Zusammenfassung von einigen Ihrer Bücher. Worum zum Beispiel geht es in Global Effects of Environmental Pollution?

Fred Singer: Mein erstes, sich mit dem Thema Klimaänderung befassendes Buch wurde unter diesem Titel 1970 veröffentlicht. Viele Jahre später ist es aktualisiert worden und hat den Titel The Changing Global Environment erhalten; es wird gegenwärtig digitalisiert und vom Springer Verlag neu gedruckt. In meinem Buch The Ocean in Human Affairs geht es um die Wissenschaft, die Geschichte und andere Aspekte der Ozeane einschließlich seines Einflusses auf die menschliche Forschung. Global Climate Change präsentiert beide Seiten der Debatte um die globale Erwärmung. Mein Buch Greenhouse Debate Continued behandelt hauptsächlich die Schwächen im IPCC-Bericht des Jahres 1990. Mein Buch Hot Science, Cold Science (1997) sowie dessen zweite Ausgabe 1999 beschreibt die Beweise gegen einen wahrnehmbaren menschlichen Einfluss auf das globale Klima. Climate Change Reconsidered, bei dem ich Ko-Autor war, sammelte begutachtete Studien und andere Beweise gegen irgendeinen merklichen menschlichen Einfluss auf das Klima. Es kann daher als Antwort auf die IPCC-Behauptungen bzgl. AGW angesehen werden.

Daily Bell: Danke! Was haben Sie getan während Ihrer Zeit beim Militär, und für was haben Sie in der Regierung gearbeitet?

Fred Singer: Mit 18 Jahren habe ich bei der Navy angefangen mit der Hoffnung, Radaroffizier zu werden; allerdings hat sich die Navy dann entschlossen, mich als Minensucher einzusetzen. Nach dem Ende der Feindseligkeiten habe ich bei dem Mathematiker John von Neumann gearbeitet und einen frühen elektronischen Computer entworfen.

Ich hatte viele Posten bei der Regierung inne: Zuerst im Office of Naval Research als wissenschaftlicher Verbindungsoffizier in Europa, dann im Department of Commerce als erster Direktor des Wettersatelliten-Service, dann im Department of Interior als Assistenz-Sekretär für Wasserqualität und Forschung, dann als Assistenzberater der EPA und schließlich als leitender Wissenschaftler im Department of Transportation.

Daily Bell: Sie waren eine führende Figur in der frühen Weltraumforschung und haben das Satellite Service Center des National Weather Bureau gegründet. Wie ist es dazu gekommen?

Fred Singer: Die Forschung ging allmählich weiter als meine Forschung in größeren Höhen mittels Raketen (1946 bis 1950). Ich habe die Satelliten ins Spiel gebracht und war dann in der Lage, sie als Direktor des Wetter-Satelliten-Programms in Dienst zu stellen. Als Ergebnis meiner Erfahrung mit Satelliten, deren Design und Instrumentierung sowie mit der Physik der Atmosphäre wurde mir angetragen, den Wettersatellitenservice des National Weather Bureau zu gründen, was ich in den Jahren von 1962 bis 1964 getan habe. Von dort ging ich an die University of Miami, um eine neue Schule zu bauen: Sie schloss Ozeanographie und Klimawissenschaft ein – und befasste sich mit den Geowissenschaften allgemein.

Daily Bell: Wie sind Sie zu einem solchen Skeptiker der globalen Erwärmung geworden? Ihre Kritiker sagen, dass Sie mit denen von Ihnen vertretenen Positionen verantwortungslos handeln. Tun Sie das?

Fred Singer: Mein Skeptizismus hinsichtlich der globalen Erwärmung basiert ausschließlich auf den beobachteten Beweisen – die keine messbare Erwärmung zeigen, während die Konzentrationen von Treibhausgasen erheblich zugenommen haben. Ich denke, dass wissenschaftliche Kritik das Verantwortlichste aller Dinge ist – sowohl vom Standpunkt der Wissenschaft aus als auch vom Standpunkt nationaler Politik.

Daily Bell: Im Jahr 2006 hat die Canadian Broadcasting Company CBC Sie als einen Angehörigen der Minderheit von Wissenschaftlern bezeichnet, denen man nachsagte, sich vom Konsens zur Klimaänderung zu distanzieren. War das ein unfairer Vorwurf?

Fred Singer: Die CBC hat vergessen zu erwähnen, dass Tausende Wissenschaftler die gleiche Position vertreten wie ich und ich daher nicht einer „Minderheit“ von Wissenschaftlern angehöre, zumindest keiner kleinen Miderheit.

Daily Bell: Sie sagen, dass es keine Beweise dafür gibt, dass man die globale Erwärmung den vom Menschen in die Atmosphäre gebrachten Kohlendioxid-Konzentrationen zuordnen kann und dass die Menschen von steigenden Temperaturen profitieren würden. Warum glauben Sie, dass diese Haltung verantwortungsvoll ist?

Fred Singer: Soweit wir sagen können, hat die zunehmende CO2-Konzentration nicht zu einer korrespondierenden Erwärmung geführt. Zum Beispiel gab es im 21. Jahrhundert keine globale Erwärmung – trotz der erheblichen Zunahme von Treibhausgasen.

Daily Bell: Sie sind ein Gegner des Kyoto-Protokolls und haben von den Klimamodellen, mit denen die Wissenschaftler zukünftige Trends projizieren, gesagt, dass „die Modelle sehr hübsch, aber nicht die Wirklichkeit sind, und sie sind keine Beweise“. Wie ist es möglich, dass so viele Wissenschaftler falsch liegen, während Sie recht haben?

Fred Singer: Ich bin einer von Vielen, die gegen das Kyoto-Protokoll sind, sowohl aus wissenschaftlichen als auch aus wirtschaftlichen Gründen. Es ist im Grunde ein politisches Dokument, das viel mehr auf Klimamodellen basiert als auf beobachteten Beweisen.

Daily Bell: Man hat Ihnen vorgeworfen, die „Klimaleugnung” und „Müllwissenschaft“ zu vertreten und dafür viel Geld von unternehmerischen Interessengruppen erhalten zu haben. Ist das fair?

Fred Singer: Ich wurde niemals von irgendeinem Unternehmen unterstützt und habe daher meine Arbeiten zur Klimawissenschaft ohne solche Unterstützung durchgeführt.

Daily Bell: Das National Center for Public Policy Research listet Sie als jemanden, den Journalisten hinsichtlich der Politik zur Klimaänderung interviewen können. Warum nennen sie Ihren Namen?

Fred Singer: Es gibt viele Organisationen, die mich als Quelle profunder Wissenschaft hinsichtlich des Themas globale Erwärmung listen.

Daily Bell: In jüngster Zeit scheinen Sie Ihre Ansichten geändert zu haben. Sie haben diejenigen, die behauptet haben, dass (a) der Treibhauseffekt den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik verletze und (b) dass der steigende Kohlendioxidgehalt der Luft keine Erwärmung nach sich zieht, scharf kritisiert. Bitte erklären Sie das!

Fred Singer: Ich bin gegen diejenigen, die die Angstmache vor der globalen Erwärmung aufgrund von etwas kritisieren, das ich falsche Physik nenne. CO2 ist sicher ein Treibhausgas und sollte die atmosphärischen Temperaturen etwas zunehmen lassen, aber nur so wenig, dass wir es nicht messen können. Die CO2-Konzenbtration in der Atmosphäre ist ausreichend, um das Klima zu beeinflussen, aber die Atmosphäre hat sich in eine andere Richtung bewegt.

Daily Bell: … dass natürliche Variationen den menschlichen Beitrag marginalisieren. Kommentar?

Fred Singer: In geologischen Zeiträumen hat es sehr viele Fluktuationen gegeben – viel größere als durch jedweden menschlichen Einfluss. Während der letzten 100 Jahre war die Quelle allerdings zumeist anthropogen.

Daily Bell: Man sagt, dass Sie mit vielen AGW-Leugnern die Geduld verloren haben. Stimmt das? Warum?

Fred Singer: Ich halte nichts von Personen, die aufgrund falscher Wissenschaft gegen das IPCC sind.

Daily Bell: Als Präsident des Science and Environmental Policy Project (SEPP, einer in Fairfax, Virginia, ansässigen Denkfabrik) haben Sie im Jahre 1965 eine Publicity-Kampagne über „die fünf Top-Umweltmythen von 1995“ gestartet, eine Liste, die auch die Schlussfolgerung der EPA enthielt, dass Passivrauchen bei den Menschen Krebs erregt. Was hat Sie zu der Schlussfolgerung kommen lassen, dass die Gefahren des Passivrauchens ein Mythos sind?

Fred Singer: Passivrauchen kann sehr gut krebserregend sein; allerdings steckt die von der EPA durchgeführte statistische Analyse voller Fehler.

Daily Bell: Sie haben auch Radon als Fake-Wissenschaft kritisiert. Können Sie das erklären?

Fred Singer: Es ist die übereinstimmende Meinung von Experten, dass Radon in geringer Konzentration nicht krebserregend wirkt.

Daily Bell: Sie glauben nicht, dass ein Loch in der Ozonschicht eine Gefahr darstellt. Warum nicht?

Fred Singer: Bei dem so genannten Loch in der Ozonschicht handelt es sich um eine temporäre Ausdünnung im Oktober in der Antarktis; ich glaube nicht, dass das gefährlich ist.

Daily Bell: Sie haben kürzlich gefolgert, dass das unkontrollierte Wachstum der das Klima beeinflussenden Verschmutzung „eindeutig eine gute Nachricht“ ist. Warum? Weil „steigende CO2-Konzentrationen das Pflanzenwachstum fördern und Pflanzen widerstandsfähiger gegen Dürren und Krankheiten macht“. Stehen Sie zu dieser Schlussfolgerung?

Fred Singer: Landwirtschafts-Experten stimmen weitgehend überein, dass ein höheres CO2-Niveau das Pflanzenwachstum fördert und die Pflanzen widerstandsfähiger macht.

Daily Bell: Warum gibt es so viele falsche Mythen, die über die Wissenschaft zirkulieren? Welche Agenda haben diejenigen, die weiterhin behaupten, dass sich die Erde bis hin zu katastrophalen Werten erwärmt?

Fred Singer: Es sind viele falsche Mythen über die Wissenschaft im Umlauf – normalerweise basierend auf unzureichender Erfahrung. Ich war einer derjenigen, der als Mitglied einer Nichtraucher-Organisation gegen das Rauchen vorgegangen ist. Zigaretten rauchen ist definitiv ungesund. Es gibt jene, die vor katastrophalen Ereignissen bzgl. der künftigen Erwärmung warnen; ihr Ziel scheint es zu sein, die Bevölkerung zu ängstigen. Ich habe den Verdacht, dass viele dieser Leute von monetären Überlegungen getrieben werden.

Daily Bell: Versinken Inseln?

Fred Singer: Soweit ich weiß, versinken die Inseln nicht.

Daily Bell: Warum haben Sie diesen Kampf gekämpft? Sie wurden mit Dreck beworfen, verhöhnt und sogar verleumdet. War es das wert? Werden die Kräfte der Klimaänderung den Sieg davon tragen?

Fred Singer: Ich denke, dass der Kampf für gute Wissenschaft immer wert ist, selbst wenn man mit Dreck beworfen und verleumdet wird. Ich glaube, dass die Angst vor der globalen Erwärmung in einem Jahrzehnt oder so vorbei ist.

Daily Bell: Werden wir weiterhin Kohlenstoff im Boden vergraben? Sollte man dieses Geld nicht anderswo für bessere Zwecke ausgeben?

Fred Singer: Die Idee, Kohlenstoff in der Erde zu vergraben, ist eine sehr schlechte Idee, und ich hoffe, dass wir solche Projekte niemals durchführen. Es gibt viel bessere Möglichkeiten, das Geld auszugeben; die Welt steckt voller Gelegenheiten, die Unterstützung brauchen.

Daily Bell: Kämpfen Sie einen guten Kampf?

Fred Singer: Ich glaube, dass wir einen guten Kampf gewinnen.

Daily Bell: Nach der Art Idiotie, die Sie bekämpft haben, glauben Sie, dass die Menschheit untergehen wird?

Fred Singer: Ich glaube nicht, dass die Menschheit untergehen wird, selbst wenn das schon oft vorhergesagt worden ist.

Daily Bell: Herzlichen Dank!

Bemerkungen von Daily Bell hierzu

Fred Singer ist einer der Menschen, die sich gegen Machteliten wie die globale Erwärmung gewandt haben, weil sie einen Angriff auf seinen gesunden Menschenverstand und seinen wissenschaftlichen Hintergrund darstellen. Er hat nichts dadurch verdient, aber er fand es offenbar schwierig, zu schweigen.

Es gibt viele Menschen in der ganzen Welt, die die Machtansprüche der Eliten bekämpfen, aber oftmals hören wir nichts von ihnen. Hauptsächlich deswegen, weil die Geschichten  dieser Leute oftmals kein Echo bei den Mainstream-Medien finden. Die Mainstream-Medien konzentrieren sich vorhersehbarerweise auf die Geschichten, die die Mächtigen berichtet haben WOLLEN.

Nachrichten sind normalerweise von der Art „Mann beißt Hund“ – aber nicht in der jetzigen Zeit. Heutzutage wird erwartungsgemäß mehr über Waffengewalt, soziale Zusammenbrüche, politische Superstars und ähnliches Volk berichtet. Die Trennlinie zwischen Nachrichten und Nicht-Nachrichten ist, ob sie eine globale Führung fördern oder nicht.

Ja, was auch immer die Autoritäten unterstützt und den freien Markt verunglimpft, wird oft als berichtenswert angesehen. Personen, die die geistlose wohltätige Heuchelei der UN unterstützen, werden gefeiert. Personen, die profitable Geschäftsbereiche schaffen, die für die Gesellschaft hilfreich sind, arbeiten im Verborgenen und können verschiedener Arten von Ausbeutung angeklagt werden.

Wir sind glücklich, Ihnen Interviews mit Menschen wie Fred Singer präsentieren können. Vielleicht haben Sie nie von ihm gehört – aber er ist einer der guten Leute, wenn es darum geht, gegen die verschiedenen Idiotien unserer Tage vorzugehen. Wir brauchen mehr Fred Singers, nicht weniger. Hoffentlich sorgt das Internet-Zeitalter dafür, dass ihre Zahl immer weiter wächst.

Bemerkung des Herausgebers: The Daily Bell wird von einer gemmeinnützigen Stiftung betrieben, The Foundation for the Advancement of Free-Market Thinking (FAFMT). Interviews wie das Heutige sind ohne Ihre finanzielle Unterstützung nicht möglich. Bitte überlegen Sie sich eine Spende. Hier steht mehr über FAFMT.

Link: http://www.thedailybell.com/28619/Anthony-Wile-Fred-Singer-on-the-Myths-of-Politically-Correct-Science

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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11 Kommentare

  1. @ #9 N. Fischer

    “ In allen Fällen hat in den darauf folgenden Jahren und Jahrzehnten die Wissenschaft Fortschritte gemacht und es wurde klar, dass Singers Bedenken gegenstandslos waren.“

    Soso, Sie können das beurteilen? Aufgrund welcher Qualifikation?

    Für jemanden, der nicht in der Lage ist Theorie von Hypothese zu unterscheiden ein immenser Anspruch …

  2. Interessantes Interview, gute Fragen.

    Aufschlussreich ist doch, auf welchen Gebieten Singer in der Vergangenheit hervorgetreten ist:
    Gefahren des Rauchens
    Saurer Regen
    Ozonloch
    Passivrauchen

    Ein Experte für sehr viele Gebiete, bemerkenswert. Was sind die Gemeinsamkeiten?

    Singers Wirken konzentrierte sich auf Themen, wo die Industrie Regulierungsmaßnahmen des Staates befürchten musste. In allen Fällen bezweifelte Singer die Belastbarkeit der wissenschaftlichen Aussagen und lehnte daher konsequenterweise ein Eingreifen des Staates ab. In allen Fällen endete Singers Interesse für die Wissenschaft auf diesem Gebiet, als schließlich doch Regulierungsmaßnahmen beschlossen wurden. In allen Fällen hat in den darauf folgenden Jahren und Jahrzehnten die Wissenschaft Fortschritte gemacht und es wurde klar, dass Singers Bedenken gegenstandslos waren.

    Und was hat dies mit der Klimadebatte zu tun? Natürlich nichts, alle Ähnlichkeiten sind rein zufällig.

  3. Für diejenigen die Herrn Prof. Singer nicht zuhören können oder wollen hier noch einmal seine Ansichtigen in Kürze:

    – in den letzten 50 Jahren ist der CO2-Gehalt um ca. 80 ppm gestiegen
    – der CO2-Anstieg ist vom Menschen verursacht. Dies kann durch die Isotopenzusammensetzung nachgewiesen werden.
    – CO2 ist ein Treibhausgas. Auch kleine Mengen können zu einer Erwärmung führen.
    – In den letzten 50 Jahren ist die mittlere globale Oberflächentemperatur um ca. 0,5 Grad gestiegen
    – Die globale Erwärmung wurde nicht vom CO2-Anstieg verusacht, sonder hat natürliche Ursachen. Wäre CO2 die Ursache, hätte die Erwärmung anders verlaufen müssen. Außerdem hätten sich höhere Luftschichten anders entwickeln müssen.
    – Der Erwärmungs- Effekt durch den um 80 ppm angestiegenen CO2-Gehalt ist nicht messbar und muss daher sehr gering sein.

    Prof. Singer ist ein in weiten Kreisen anerkannter Fachmann für Atmosphärenphysik. Sein Wort hat großes Gewicht. Die Aufklärungsarbeit, die er trotz seines hohen Alters leistet, ist zu bewundern.

    Menschen, die meinen Prof. Singer in Zeitungen und Internetforen persönlich verunglimpfen zu müssen ohne ein einziges sachlichles Argument gegen ihn anführen zu können, sind für mich armseelig.

  4. @Nico Becker #6
    Zitat
    —–
    Von daher ist es völlig irrelevant, was er da sagt.
    —–

    Dass Sie es wagen, von Irrelevanz zu reden ist schon abenteuerlich, dass Sie sich anmaßen darüber befinden zu können grenzt schon an Größenwahn, Chapeau Herr Becker.
    😀

  5. #3: Krishna Gans

    „Ihr erstes Zitat, „Während der letzten 100 Jahre war die Quelle allerdings zumeist anthropogen“
    bezieht sich auf CO2, nicht auf AGW, solten Sie das ggfs so gesehen haben.“

    Nein, habe ich nicht, ich habe es so gesehen, wie es da steht. Nur leider hat Singer seine Behauptung nie bewiesen. Von daher ist es völlig irrelevant, was er da sagt.

  6. „Ich glaube, dass die Angst vor der globalen Erwärmung in einem Jahrzehnt oder so vorbei ist.“ Dann werden die AGW-Lautsprecher NB&Co stillgelegt und die Arbeitsplätze dahinter werden gestrichen. Ihr Alarmismus bleibt uns hoffentlich noch eine Weile erhalten, denn nur bei Überteibungen wächst die Skepsis weiter.
    Michael Weber

  7. Nico Becker #1

    Wo soll der Fortbildungseffekt ersichtlich sein ?
    Das, was da steht, sagt er eigentlich schon immer.
    Ihr erstes Zitat, „Während der letzten 100 Jahre war die Quelle allerdings zumeist anthropogen“
    bezieht sich auf CO2, nicht auf AGW, solten Sie das ggfs so gesehen haben.
    Und das es unter den Skeptikern Spinner gibt ist nichts Neues, nur im Verhältnis zu den alarmistischen Warmisten sind sie aber weeeeit unterrepräsentiert 😀
    Allerdings hat sich an Singers Sichtweise nie etwas geändert, eher hat sich Ihre Wahrnehmungsfähigkeit verbesser.
    Und bitte, nehmen Sie nicht an, Sie würden Bestandteil des Wissenschaftszuges sein, vielmehr sehen Sie die Rücklichter derjenigen Skeptiker, die auf der Basis der Wissenschaft argumentieren. 😀

  8. Hallo Nico Baecker,

    nun, Fred Singer scheint zu allen Wissenschaftsgebieten eine Meinung zu haben, das sei ihm gegönnt. Ob er auch in allen Bereichen eine Expertise besitzt, die Gewicht hat, steht dann noch mal auf einen anderen Blatt. Aber schon erfreulich, dass er auch „moderat“ kann. 🙂

    „Lob auch fuer die Fragen des Liberalen Weckers. Das geht ja ganz ungezwungen zur Sache und fuer diese Kreise erstaunlich skeptisch nachhakend. Sonst gibt man sich doch mit dem ueblichen Gefaßel zufrieden.“

    Da will ich allerdings etwas Wasser in den Wein schütten. Ich kenne die Daily Bell nicht, aber wenn ich beispielsweise (in der Übersetzung) lese…

    „Nachrichten sind normalerweise von der Art „Mann beißt Hund“ – aber nicht in der jetzigen Zeit. Heutzutage wird erwartungsgemäß mehr über Waffengewalt, soziale Zusammenbrüche, politische Superstars und ähnliches Volk berichtet. Die Trennlinie zwischen Nachrichten und Nicht-Nachrichten ist, ob sie eine globale Führung fördern oder nicht.“

    …dann frage ich mich schon, was wieder dieses latent weltverschwörerische soll? Eine „globale Führung“, die darüber entscheidet, was zur Nachricht wird und was nicht. Die Komplexität von Politik und Medien scheint einige so sehr zu beängstigen, dass sie sich eine Art Organisation vorstellen, die im Hintergrund alle Strippen zieht und darüber entscheidet, was auf die politische Agenda kommt. Dabei nimmt Politik in Wirklichkeit eine oft chaotische Zick-Zack-Entwicklung, weil einfach zu viele politische Akteure auf der Bühne sind, so dass niemand dauerhaft die Oberhand gewinnen kann. Das es Interessensgruppen gibt, die versuchen, die Medien zu beeinflussen, ist bekannt und stelle ich auch gar nicht in Abrede. Konnte man ja wieder prima an der Waffenlobby in den USA sehen, die versuchen den kritischen Trend bezüglich privaten Waffenbesitz in den Medien zu stoppen. Aber letztlich kann eine Organisation nie alle wichtige Medien für sich einnehmen.

  9. war der Singer in einer Fortbildungsveranstaltung?

    „Fred Singer: In geologischen Zeiträumen hat es sehr viele Fluktuationen gegeben – viel größere als durch jedweden menschlichen Einfluss. Während der letzten 100 Jahre war die Quelle allerdings zumeist anthropogen.

    Daily Bell: Man sagt, dass Sie mit vielen AGW-Leugnern die Geduld verloren haben. Stimmt das? Warum?

    Fred Singer: Ich halte nichts von Personen, die aufgrund falscher Wissenschaft gegen das IPCC sind.“

    hat der das endlichnauch kapiert? Ich ja geradezu revolutionieren, was er da von sich gibt, die Schnecke hat endluch auch das Ruecklicht der Wissenschaftzuges gesichtet.

    Lob auch fuer die Fragen des Liberalen Weckers. Das geht ja ganz ungezwungen zur Sache und fuer diese Kreise erstaunlich skeptisch nachhakend. Sonst gibt man sich doch mit dem ueblichen Gefaßel zufrieden.

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