Energiewende auf Dänisch: Windpionier Vestas macht knapp eine Milliarde Verlust!

Internationale Strompreise 2011 incl. Steuern und Abgaben in US$

Dänemark leistet sich nicht nur den teuersten Strom in Europa, sondern ist auch Heimat des Windkraftpioniers Vestas. Nach eigenen Angaben hat Vestas mehr als 47.000 Windkraftanlagen (WKA) in über 30 Jahren installiert. Irgendjemand muss jedoch bei diesem Megageschäft die Unternehmensaufgabe falsch verstanden haben. Denn der Umsatz erhöhte sich zwar von 5,8 Milliarden in 2011 auf 7.2 Milliarden im Jahr 2012, d.h. um stolze 26 %, doch der Verlust stieg gleichzeitig von 166 Millionen € auf satte 963 Millionen €. Also fast um das Sechsfache, oder 580 %. So etwas leisten sich normalerweise nur Behörden oder Staatsfirmen, die ihre Verluste zu Lasten der Steuerzahler erwirtschaften, natürlich immer für einen guten Zweck. Man wird darauf warten können, dass bald Forderungen erhoben werden, Vestas mit EU Mitteln vom Staat aufzufangen, um weiterhin Gutes zu tun.


So schreibt SPON: Der Windkraftanlagenbauer Vestas steckt in der Krise. Das dänische Unternehmen hat auch das vergangene Jahr mit tiefroten Zahlen abgeschlossen, insgesamt vergrößerte sich der Verlust um ein Sechsfaches von 166 auf 963 Millionen Euro. Damit hatten selbst Analysten nicht gerechnet. Grund für das immense Defizit sind laut Vestas vor allem Abschreibungen. Mit diesem Ergebnis setzt Vestas seinen Abwärtskurs fort, das Unternehmen steckt bereits seit zwei Jahren in Schwierigkeiten. Die Entwicklung von Offshore-Plattformen kam nicht wie geplant voran, der Abschluss neuer Projekte und die Einführung neuer Produkte verzögerte sich. Um den Kostendruck zu bewältigen, hatte Vestas den Abbau von fast einem Drittel seiner Stellen angekündigt, außerdem sollen Fabriken verkauft werden…Weiterlesen hier

Und das Handelsblatt ergänzt:

Vestas kassiert Prognose für 2013

06.02.2013, 11:16 Uhr

Der weltgrößte Windturbinenhersteller Vestas hat das zweite Verlustjahr hinter sich – und macht keine Hoffnung auf Besserung. Die Anleger scheinen dennoch zufrieden. Weniger gefallen haben wird den Anlegern jedoch, dass das Unternehmen seine Prognose für 2013 kassierte. Ende vergangenen Jahres rechnete Vestas noch mit einem Absatz von Windturbinen mit einer Kapazität von fünf Gigawatt. Nun sind die Dänen vorsichtiger und erwarten nur noch einen Absatz von vier bis fünf Gigawatt. ….Es ist bereits das zweite Jahr in Folge, in dem der Windturbinenhersteller rote Zahlen schreibt. Das Unternehmen macht keine Hoffnung auf ein weniger schwieriges Jahr und erwartet einen Umsatzrückgang auf 5,5 Milliarden Euro. …Weiterlesen hier

Michael Limburg EIKE

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2 Kommentare

  1. zu #1 – Sie haben völlig Recht, Herr Meier!
    ——————————–
    Nur sind Sie viel zu höflich und viel zu nett zu dem, was da im Laufen ist.
    Der größte wissenschaftliche und gesellschaftliche Betrug am Volk (aller Zeiten!) – genau der läuft da, ob man das „Transformation“ nennt oder wie auch immer.
    Anderes Beispiel: das politische Wort „Sparprogramm“ heißt in Wirklichkeit „Betrugsprogramm“, um eine Klartext-Übersetzung anzumerken. Das war nur ein weiteres Beispiel aus der „pol. Mottenkiste“.
    In Deutschland brauchen Sie eine Prüfung für den Führerschein, Sie brauchen jedoch keine Prüfung in „Politikkunde“ – ob Sie auch wirklich verstanden haben, worum es geht und genauso sieht die „politische Landschaft“ aus, wie es in diesem Blog bereits öfters nachzulesen war, „ohne jegliche Werte“.
    Genau das trifft den Nagel auf den Kopf und zum Glück bereinigt die Marktwirtschaft diesen Dilettantismus auf gnadenlose Art.
    Heute ist es Vestas – morgen Wacker Chemie, welche den Grundstoff für Solarzellen liefert… stand gestern groß in den Wirtschaftsnachrichten, passt genau ins Schema! Vielen Dank für die deutlichen Ausführungen!

  2. Der künstliche „Markt“ der regenerativen Stromerzeugungs-Anlagen hat sich nur dadurch installiert, das er politisch mit Vergünstigungen bevorzugt wird.
    Der Boom der Solar-Anlagen-Anbieter ist schon in sich zusammen gebrochen, nun folgen die Wind-Anlagen-Hersteller und die Biovergaser werden auch noch folgen.
    Denn allen Herstellern, die sich auf „begrenzte Scheinmärkte“ eingelassen haben, droht das gleiche Ende, die Nachfrage schrumpft, weil das Marktvolumen nicht mehr weiter wachsen wird.
    Ein begrenzter Scheinmarkt, auf dem sich eine Nachfrage für regenerative Stromerzeugungsanlagen nur mit Hilfe von staatlich garantierten Mindestpreisen entwickelt – also über den Stromerzeugungs-Preisen freier Wettbewerber liegt – erzeugt ein eher kurzfristiges „Überangebot“ an Hersteller-Kapazitäten, mit all den Kosten, die nicht mehr durch wachsende Auftrags-Einnahmen gedeckt werden können. Denn als langfristiges Geschäftsfeld ist das tatsächliche Volumen einer politisch begünstigten Entwicklung, absehbar zum Scheitern verurteilt.
    Parallelen, wie sie z.B. aus der EWG-Agrarpolitik resultieren, sind als Butterberge, Fleischberge etc. bekannt.
    Man kann auch feststellen, das Unternehmen die mit „der schnellen Rendite“ spekulieren ein sehr hohes Risiko in Kauf nehmen, um an einem Boom zu partizipieren, bis dieser kippt und ihnen massive Verluste entstehen.
    Klar ist auch, das Anlagenbauer die Technologien anbieten, die nur durch den Nachfrager Staat, wie bei Militärgerätschaft, ihre Akquise in den entsprechenden Ministerien und politischen Gremien positionieren, weil keine reale Konsumenten-Nachfrage auf einem freien Markt, ihr Geschäftsmodell trägt.
    Ob nun nach der Ernüchterung dieser negativen Unternehmens-Entwicklungen eine Rückkehr zu marktwirtschaftlichen Entscheidungen beginnt oder der politische Aktionismus in weitere Schleifen läuft, wird sich zeigen.
    Im Sinn eines größeren allgemeinen Nutzens wäre es rational wünschenswert, wenn die Politik nicht mit planwirtschaftlichen Elementen die Probleme weiter verursachen würde, die sowohl bei den Unternehmen, wie auch den Stromverbrauchern nur Verluste hervorgebracht haben.
    Ein Prozess des Umdenkens, der Abkehr von modischer Euphorie, unsere Gesellschaft „transformieren“ zu müssen, im Glaubenmachen wollen an eine drohende Klima-Veränderung, die vom Menschen mit Treibhausgasen verursacht sei und darum mit verordnetem menschlichem Buß-Verhalten bei der Stromerzeugung, technologisch inclusive höherer Strompreise fällig werde, da gilt es den politischen Fehler der Gegenwart zu erkennen, bei dem Marktwirtschaft und Vernunft verdrängt werden.
    In der Technik macht Transformation Sinn, aber im Sinn so manch politisch motivierter „Transformatoren“, die seit ihren Logik trotzenden Ambitionen schon zu Studentenzeiten, sich auf die „Transformation der Gesellschaft“ als Funktionäre kaprizierten, kommt dabei nur Dilettantismus zum Tragen, so offensichtlich wie im Scheitern aller sozialistischen Experimente an der Realität.

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