Strompreise: Auch Wärmepumpen jetzt unwirtschaftlich!

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Erfahrungsbericht eines Luft-Wasser-Wärmepumpennutzers mit über 30 jähriger Nutzung.

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Vor wenigen Tagen erreicht mich die folgende Mail. Wir wollen sie unseren Lesern,mit Einverständnis des Absenders, nicht vorenthalten.

Sehr geehrte Herr Limburg,

seit Anfang der 1980er Jahre beheizen wir unser Einfamilienhaus mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Dabei hat die gewählte Wärmepumpentechnik bis heute nicht versagt. Dennoch werden wir in der kommenden Heizperiode unsere noch vorhandene Öl-Heizung reaktivieren. Ende des vergangenen Jahres wurde der Wärmepumpenstrom-Preis von derzeit 14,34 Ct/kWh auf 21,48 Ct/kWh angehoben. Dazu kommen noch jeweils 0,71 Ct/kWh als Mess- und Schaltpreis. Bei einer mittleren Leistungszahl derWärmepumpe von 2,5 rechnet sich der äquivalente "Heizölpreis" zu 88,76 Ct/l (10 kWh entsprechen 1l Heizöl). Dagegen betrug der Heizölpreis am 8. Januar 2013 86,60 Ct/l    

In den vergangenen 12 Jahren ist der Preis für Wärmepumpenstrom von 7,2 Ct/kWh auf die genannten 21,48 Ct/kWh gestiegen. (Hervorhebung hinzugefügt Anm. d. Redaktion) Ein Wechsel zu einem anderen Versorger  von Wärmepumpenstrom ist aus technischen Gründen (Abschaltmöglichkeit durch den Versorger) nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.-Ing. Rolf Diederichs

Bue 18

47877 Willich   

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41 Kommentare

  1. In den Kommentaren hier wurde nun ja viel über zu schlechte Wirkungsgrade und die Rentabilität bezogen auf den Wirkungsgrad geschimpft.
    Das sich da gewisse Modelle kaum rechnen ist ja nicht schwer nachvollziehbar. Wenn z.B. eine kWh Heizöl 8,5ct kostet (85ct/l; 1l=10kWh) und der Wärmepumpenstrom im Mix ca. 20ct/kWh dann ist die Rechnung welche Arbeitszahl man für die Wirtschaftlichkeit braucht ja nicht schwer: 20/8,5 =ca= 2,4.

    So bin ich jetzt erstmal auch nur zweitrangig über meine Arbeitszahl der seit knapp 1 Jahr eingebauten WP von 3,76 sauer (Errechnet aus Stromzähler und eingebautem Wärmemengenzähler; versprochen waren um die 4). Ein bißchen Kosmetik der Hersteller war zu erwarten.
    Was mich echt sauer macht ist, daß ich nach ersten Hochrechnungen laut Wärmemengenzähler auf ca. 14000 kWh pro Jahr komme. Mag mancher sagen, ist ja eh nicht viel. Aber im (klimatisch deutlich frostigeren Vorjahr), habe ich auf der 20 Jahre alten Ölheizung nur um die 800l (=8000 kWh) verbraucht. Wo der Rest der Wärmemenge hingekommen sein soll konnte mir bislang niemand erklären. Zumal die Anlage und das Haus isolationstechnisch zwischen den beiden Jahren sogar noch geringfügig verbessert wurden.

    Wirkungsrad ist natürlich auch noch so ein Thema. Wir haben die Heizkurve sogar gegenüber der Prognose nach unten korrigiert weil’s uns zu warm war und die Grundwassertempertur ist höher als erwartet. Irgendwie scheint mir langsam alles was mit WP zu tun hat strotzt nur so vor Lug und Betrug…

  2. zu #38 hermro
    … ja, … und wenn sie die Energie, die das Ding dazu umsetzt anders verfahren um Wärme zu haben, können Sie sogar eben der dazu also – zu Wärme haben wollen – ebengleichen Energie einsparen.

    Wussten Sie bestimmt schon: … weil vermutlich haben Sie ´ne Wärmepumpe.
    Doch passen Sie auf, dass ihres Garten Untergrund nicht zu einem Eisblock wird, sofern Sie denn der Erde Wärme entziehen.

  3. Hallo Ihr Dres und Professoren mit den schlauen Sprüchen.

    Wenn man sich mit der Funktion einer Wärmepumpe und deren optimaler Nutzung ausgiebig beschäftigt und sich nicht jeden Blödsinn andrehen lässt, kommt man schnell darauf, dass man damit auch bei den heutigen gestiegenen Strompreisen noch optimal und günstig heizen kann.

    Schöne Grüße
    hermro

  4. Lieber Herr Dr. Diederichs,
    Ihr Kommentar stand als erstes, die andern habe gar nicht erst gelesen.
    Mit einer Luft-Wärmepumpe sind Sie schlecht beraten, die hat man seinerzeit nur denen verkauft, die keinen Durchblick hatten. Auch Ihr Stromlieferant ist nicht der günstigste, ich bekomme meinen Strom langjährig von RWE, ab dem 01.01.2014 für 19,78 Cent mit Garantie bis 31.12.2016. Ich habe 1981 eine Wasser/Wasser-Wärmepumpe angeschafft, die arbeitet mit einem Erdkreislauf mit eineinviertel Zoll dünnwandigen Rohren und innen sehr eng gelegter Fußbodenheizung. Dafür muss man keine Öl- oder gar Gasheizung anwerfen.
    Wie ich das sehe, sind Sie rundum schlecht beraten.

    Schöne Grüße
    hermro

  5. Ein entscheidender Gesichtspunkt ist bisher zu kurz gekommen:

    Der Energieverbrauch einer Waermepumpe enthaelt sowohl den Anteil an Strom als Primaerenergietraeger fuer die Beheizung, als auch den Sekundaeranteil fuer den Betrieb ihrer Infrastruktur. Die Wartung umfasst begrenzte Arbeiten, die teils auch ausserprofessionell ausfuehrbar sind.

    Oelheizungen und Gasthermen verbrauchen neben ihren Primaerenergietraegern zusaetzlichen elektrischen Strom als Sekundaerenergietraeger im Hunderte-kWh Bereich fuer ihren Betrieb, benoetigen jaehrliche oder zweijaehrliche Wartung zum Erhalt von Sicherheit und Funktion, sind beaufschlagt mit Kehr- und Abgasmesskosten, Oeltanks unterliegen einem Wartungszyklus nebst Haftpflichtversicherung gegen Umweltschaeden.

    Alle diese Posten sind in einem Vergleich der Betriebskosten mit anzusetzen. Eine alternative Beheizung – auch durch eine aeltere Waermepumpe mit einer JAZ von 2.5, bietet dank ihrer wesentlich schmaeleren Kostenbasis weiter eine konkurrenzfaehig Leistung.

  6. #33 Martin

    Ist das denn ein Irrenhaus?
    Mit 15000 € PV Anlage eine unrentable 15000 € Wärmepumpe betreiben und damit eine 3000 € Gastherme ersetzen?
    Und nur dann heizen, wenn die Sonne scheint?

  7. #33 Martin
    Warum mußte ich jetzt beim Lesen Ihres Kommentars an die letzten Jahre des 2. WK denken, wo dauernd erzählt wurde, dass es bald ein Wunderwaffe geben würde, die den Krieg noch für Deutschland entscheiden würde?

  8. Hallo schonmal drüber nachgedacht eine PV Anlage aufs Dach zu packen ??? Die macht nämlich Strom den man auch für die Wärmepumpe nützen kann desweiteren wird es binnen der nächsten 10 Jahre Stromspeicher geben , welche es ermöglichen werden den Eigenverbrauch zu 70-80% zu decken.
    Zugegen PV und Wärmepumpe geht leider für Nov. bis Februar nur sehr schlecht da hier nur sehr wenig Strom produziert wird.
    Interessant wir es in 5-10 Jahren wenn sowohl PV Anlagen+Speicher als auch kleine BHKW`s Plus Wärmepumpe im Preis gesunken sind, dann kann man sich sowohl von der Stromseite als auch von der ÖL/Gasseite zu großen Teilen unabhängig machen!!
    Die Alternative dazu ist immer mehr und mehr für Brennstoff oder Strom auszugeben und zwar mit einer Verdoppelung des Preise ca. alle 10 Jahre 🙂

  9. Als ich vor ein paar Jahren auf meiner Stromrechnung für den Betrieb meiner Luft/Wasserwärmepumpe mit 13 kw bei einem Jahresverbrauch von etwas mehr als 7000 Kilowattstunden mit ca. 250 € Stromsteuer incl. Mehrwertsteuer belastet wurde, habe ich mir die Frage gestellt, ob sich der Betrieb überhaupt lohnt. Dabei bin ich zum Ergebnis gekommen, daß das nicht der Fall ist und habe die Anlage vom Netz genommen. Bei der Berechnung des vermeintlichen Nutzens ist zu berücksichtigen, daß solche Anlagen regelmäßig Wartungskosten verursachen und auch die Grundkosten, die der Stromversorger verrechnet, in den Strompreis einzubeziehen sind. Versteckt entstehen zusätzliche Kosten für die Beheizung des Ölsumpfs von ca. 120 Kilowattstunden im Monat. In den feuchten und kalten Wintermonaten muß der Verdampfer immer wieder kostenträchtig abgetaut werden, damit die Leistungszahl nicht auf weniger als 1 absinkt, was für sich betrachtet bereits ein Verlust ist, denn bei der Herstellung des Stroms aus Primärenergie im Kraftwerk entsteht in Form von Abwärme ein Verlust von etwa 2/3. Rechnet man die Unverzinslichkeit der Investitionskosten in die Gesamtbilanz mit ein wird offensichtlich, daß sich der Betrieb nicht nur nicht lohnt, sondern ein Minusgeschäft ist. Ich habe deshalb meine gesamte Heizung auf Holz umgestellt und benötige für etwa 250 qm zu beheizende Fläche inclusive Warmwasserbereitung im Jahr zwischen 1000 und 1500 €. Damit kann ich weit besser leben, auch wenn das mit körperlicher Arbeit verbunden ist.

  10. #28

    Hallo Herr Stiller,

    das Bauangebot war incl. WP, habe also keinen exalkten Preis. Auf Nachfrage wurde mir ein Preis vom 17 TE genannt. Die WP ist wartungsfrei.

    Es ist wohl so, dass ich mit einer Gastherme besser weg gekommen wäre. Ich hatte aber praktisch keine Chance, der Staat hat mich erpresst: Ohne 30% EE keine Baugenehmigung. Da ich Solar strikt ablehne, blieb nur WP übrig. Auch wenn ich nicht alle Gedanken von Simon in #29 teile, soviel ist klar, dass eine Luftwärmepumpe häufig im Bereich von AZ=1 arbeitet. Also nahm ich die teuerste Variante: WP mit Tiefenbohrung. Dafür sind die laufenden Kosten überschaubar.

    Grüße
    PG

  11. Für uns wird die Wärmepumpe als Ablösung der Fernwärme zunehmend interessanter. In Flensburg besteht Anschluss- und Benutzungszwang bei der Fernwärme. In meinem Fall liegt der Wärmepreis bei ca. 11ct/kWh, wovon der überwiegende Teil als Grundgebühr verrechnet wird, dadurch lohnt sich das weitere Energieeinsparen nicht. Öl- Und Gas-Heizungen sind untersagt, so bleibt nur die Wärmepumpe evt. mit Speicher um zukünftige Tarifsysteme nutzen zu können.

  12. Viele Wärmepumpenistallationen scheitern leider an der Realität: das merkt der Betreiber z.B. dann, wenn die Nachbarn nach mehreren Nächten des Dauerbetriebs (weil unterdimensioniert = billig) mit Symptomen wie spontanen Aufwachreaktionen, Herzrasen, Schwindel oder Sehausfällen auf der Matte stehen und ein Abschalten der rein nach dB(A)-Pegel konzipierten Anlage fordern.

    Dass LWPs aber häufig auch unrentabel (also de facto eine Fehlplanung) sind, zeigt sich eben dann, wenn der Strom zu einem marktüblichen Preis eingekauft werden soll.

    LWP an Altbauten sind eigentlich Geldvernichtungsmaschinen. Die Stromlieferanten und Anlagenbauer wird’s freuen, aber Stromkunden und LWP-Betreiber merken das recht schnell am Geldbeutel.

    Ich lasse unsere Praktikanten immer mal eine Wirkungsgradrechnung zu LWP durchführen: Heizwert einer Schippe Kohle im energetisch sanierten Haus vs. Schippe Kohle im Kraftwerk mit allen Verlusten und einer „Daikon“ LWP am Altbau … da gucken die mich immer so komisch an und fragen mich: Echt, die LWPs werden staatlich gefördert???

    Dass „Heizen mit Luft und Liebe“ allenfalls im hard-core Energiesparhaus funktioniert, sollte jedem klar sein, der die Versprechen der wundersamen Vermehrung der Energie liest. Sicher, rein thermodynamisch betrachtet ein guter Deal – aber wie gesagt, die Realität steht dem Entgegen: 6000 cbm an bewegter Luft / Stunde bei einer 14-KW-Anlage im normalen Wohngebiet? Die ganze Nacht durch? Das ist ein veritabler Sturm und erzeugt massive Emissionen sublimen LFN/NFS, also niederfrequenten Schall knapp unter der Wahrnehmungsgrenze.

    Und dieser „sublime“ LFN macht dann genau das, was hunderte an internationalen Publikationen zur Wirkung von low-level low-frequency noise seit den 1970ern dokumentieren: Irritationen des Gleichgewichtsorgans und damit Schwindelanfälle, massive Herz-Kreislauf-Probleme, Insomnie (Auslösen der fight-or-flight Reaktion), erhöhte Cortisolpegel … alles bestens dokumentiert, nur wird es in Deutschland ignoriert, weil man in den frühen 80ern alle Forschung in dem Bereich eingestellt hat und ausländische Publikationen so einfach abzutun sind…

    Das nur, um mal eine weitere Folge des Energie-Aktionismus zu thematisieren die seit rund 3 Jahren alle Umweltämter und Immissionsschutzstellen ziemlich beschäftigt – ganz zu schweigen von den Folgen für die Betroffenen.

  13. #27: Peter Georgiev

    Das hört sich ja (noch) gut an, zeigt aber auch, das der Abstand von WP zu Gas nicht all zu groß ausfällt (Mit einer modernen Brennwert Gastherme würde ich da auch noch mal knapp 50€ Gaskosten sparen). Natürlich ist es nur eine Grobe Abschätzung, das baugleicher Reihenmittelhaus neber mir mit gleicher Therme braucht nur 6000KWh Gas. Da ich nicht so auf Geld achten muss, verbrauche ich auch eher Überdurchschnittlich 😉

    Das die gesetzliche Verpflichtung WP-Tarife anzubieten weggefallen ist, ist das vermutlich das größte Risiko.

    Was hat denn Ihre WP gekostet (inkl. Einbau etc.?), haben Sie da auch jährliche Wartungskosten?

  14. #24

    Hallo Herr Stiller,

    es handelt sich um ein KFW70 Haus. Letztes Jahr habe ich nur etwas über 600 € bezahlt (wg. WP-Tarif, weniger als 3500 KWh), ein echtes Schnäppchen also. Mein Grundgedanke in #17 war, dass man bei einer guten Anlage nicht ausschließlich auf den WP-Tarif angewiesen ist. Daher habe ich die Rechnung von Herrn Limburg mit Standardpreis akzeptiert.

    Damals waren Energiewende und Schiefergas nicht zu erahnen und ich hielt den Strompreis für eher kalkulierbar als Putins Gas, eine langfristige Entscheidung schien einfach… Nun kann ich nur berechtigt hoffen, dass langfristig die Schere nicht zu sehr auseinandergeht, schließlich geht es ja immer um Energie…

    Nun, auch Ihre Rechnung mit KFW-Zahlen ist eine grobe Schätzung. Ich kenne z.B. Klagen im Bekanntenkreis, dass sich die Warmwasserkosten verdoppelt haben, nachdem ein Familienmitglied mit der beginnenden Pubertät den Badaufenthalt vervielfacht hat. Eine exakte Wärmeproduktionsanzeige wäre mir am liebsten, würde aus verständlichen Gründen kein Hersteller freiwillig machen.

    Es ist also ein subjektiver Vergleich, ob man gut oder schlecht fährt. Ich habe ein gutes Gefühl, da ich im Vergleich zu anderen nie den Heizstab zuschalten muß. Als Ergänzung zu #23, Herrn Endrst: Praktisch alle Anlagen haben einen elektrischen Heizstab, falls das Wasser nicht heiß genug zum Baden oder bei minus 30 die Hütte nicht warm genug wird. Dieser ist immer extra abgesichert. Durch Abschalten im Sicherungskasten kann man ein vorübergehendes Heizen mit AZ=1 verhindern.

    Viele Grüße
    PG

  15. Keine Ahnung ob die Preise hier noch aktuell sind:

    http://tinyurl.com/anvgk7x

    Bei den Preisen stellt sich wirklich die Frage der Wirtschaftlichkeit.

    Selbst wenn ich mit eine WP 50% sparen könnte, würde das bei mir bedeuten das ich nur rund 350€ im Jahr sparen könnte. Da habe ich die Mehrkosten ja schon in 20 Jahren wieder rein 😉

    Die zwei Zitate am Ende der Seite sind auch zum Schmunzeln, insbesondere da sie direkt hintereinander stehen:

    „Von einer Preisexplosion ist man als Besitzer eine Wärmepumpe dann nicht betroffen. Denn hier ist die Wärmequelle, also Grundwasser, Erdreich oder Luft, nach wie vor kostenlos.“

    „Die Wirtschaftlichkeit hängt stark von der Effizienz der Anlage und der Entwicklung der Stromkosten ab.“

  16. @#11: Den deutschen Bürgern solch ungezügelten Energieverbrauch zu beschreiben ist ungefähr so, als würde man den armen Nordkoreanern mitteilen wieviel wir täglich zu essen haben und wie voll unsere Supermarktregale sind.

    Zum Glück tun das die deutschen Medien nicht. Gemäß offizieller Propaganda verbraucht ein 3-köpfiger Haushalt nur 3500 kWh im Jahr. Das entspricht 3,2 kWh die jede Person im Haushalt pro Tag (oder 0,133 kwH pro Stunde) verbrauchen darf, um diese „Norm“ einzuhalten.

  17. #22 W. Millauer
    #23 Václav Endrst
    Ok, das klingt einleuchtend. Bei dem was ich bisher gelesen hatte, wurde die Fußbodenheizung immer im Zusammenhang mit dem ‚Nutzerverhalten‘ gebracht was mich dann wohl irritierte.

    #20: Peter Georgiev
    In meiner 85qm Altbauwohnung habe ich damals auch das 3-Fache verbraucht. Das lag aber nicht an der Gasheizung sondern an der Schlechten Dämmung, deshalb ist es so wichtig zu wissen wie der Energiebedarf des Hauses ist.

    #21:
    Aber das ist doch schon mal ein Wert, 168qm 4 Personen zahlen Sie mit 875€ zwar etwas mehr als ich (650€) haben aber auch mehr qm zu beheizen, bei mir sind es nur 117.

    Wenn Sie jetzt noch wüssten, nach welchem Energiestandard Ihr Haus gebaut wurde, könnte man das noch besser vergleichen, aber wenn Ihr Haus jünger ist als 10 Jahre, sollte es mindestens KFW70 oder besser sein.

    Wie ich bereits schrieb, habe ich ein KFW70 Haus.
    Wenn Sie also einen ähnlichen Standard haben, dann ist Ihre WP vergleichbar mit meiner Gastherme von 2001.
    Ist Ihr Haus aber effizienter als KFW70, wären 875€ schon hoch. Ist Ihr Haus ineffizienter gedämmt, dann wären 875€ ein Schnäppchen.

    Selbstverständlich hängt es auch davon ab wie warm sie heizen und duschen und wie die Wartungskosten im Vergleich zu einer Gastherme sind, aber vielleicht bekommen Sie so wenigstens ein ungefähre Abschätzung ob Sie mit der WP noch gut fahren oder nicht.

  18. #19 Herr Stiller
    Selbstverständlich ist eine Fussbodenheizung günstige als eine die mit Heizkörper arbeitet. Der Witz ist dabei, dass für Fussbodenheizung kommt man mit Vorlauftemperatur von 35 – 38°C zu recht. Da arbeiten die Wärmepumpen mit deutlich besseren Wirkungsgrad als bei Vorlauftemperaturen für herkömlichen Heizkörper die erst mit 55-60°C Ihre Konvektion ausfüren können.
    Bei Warmwasserbereitung (mit eine WP) von cca55°C muss eine el.Zusatzheizungspatrone zugeschaltet werden die den Wirkungsgrad deutlich herabsetzt. Das gleiche gilt für die Heizkörperheizung.

    MfG

  19. „Ich denke das Arguement der Fussbodenheizung ist irreführend. Wenn eine Fussbodenheizung kostensenkend wirkt, dann gilt das ja auch dann, wenn die Wärmeenergie von einer Gas oder Ölheizung erzeugt wird.“
    So ist das eben nicht. Die kostensenkende Wirkung der Fussbodenheizung beruht auf der niederen Vorlauftemperatur und diese erhöht bei einer Wärmepumpe die Leistungszahl. Bei einer Gas- oder Ölheizung bringt das keinen Effekt, allenfalls einen geringfügigen bei einem Brennwertgerät, weil man dort dann eine etwas bessere Kondensation des Wasserdampfes in den Abgasen erreicht.

  20. #18

    Hallo Herr Stiller,

    ich schätze eine JAZ von 3 bis 4, darüber halte ich für thermodynamisch praktisch unmöglich. Eine Messung wäre für mich interessant, die Fläche sagt aber nicht aus, wie oft man duscht und lüftet. Es ist nur eine Schätzung.

    Die 3.500 ist der Durchschnitt der ersten 2 volle Jahre, kann also noch sinken, es sei den man lässt sich mehr Zeit beim Baden.

    Zu Ihre Orientierung: 4 Personen, 168 m2. Der Verbrauch ist m.M. gering, wieviel Isolierung, Wärmepumpe oder schlicht Sparen ausmachen, würde ich auch gern wissen.

    Gruß

  21. #17 Komentar

    Lieber Herr Limburg,

    bevor ich ins EFH umgezogen bin, habe ich mindestens das Doppelte für Warmwasser (E-Durchlauferhitzer) und moderne Gasheizung bezahlt, trotz der sprunghafte Strom-Tariferhöhung danach. Ich kann nicht beurteilen, welche Kosten bei einer Gasheizung entstehen würden, finde aber 875 € p.a. für einen 4-Personen-Haushalt für WW und Heizung nicht besonders viel.

    Tarif „spielt keine Rolle“ bezog sich auf Wärmepumpentarif.

    Im Übrigen habe ich nicht freiwillig die Wärmepumpe installiert (ENEV). Da ich grünen Energieschwindel ablehne, kam für mich nur Solewärmepumpe in Frage, da man in der Tat ein wenig Energie sparen kann. Vorsichtshalber habe ich nicht nachgerechnet, wieviel Jahre ich für die Preisdifferenz für die Installation heizen könnten. Um mich nicht unnötig zu ärgern…

  22. #16: Václav Endrst sagt:

    ——
    „Mein Einfamilienhaus der Marke Eigenbau wurde von dem Anfang an nur mit Fussbodenheizung ausgestatet.“
    ——
    Ich denke das Arguement der Fussbodenheizung ist irreführend. Wenn eine Fussbodenheizung kostensenkend wirkt, dann gilt das ja auch dann, wenn die Wärmeenergie von einer Gas oder Ölheizung erzeugt wird.

    Aber wenn Sie wirklich eine durchschnittliche JAZ von 5,8 haben, dann haben Sie ja noch etwas Luft was die Strompreise angeht.

    Hier noch ein Artikel zu durchschnittlichen JAZ von verschiedenen Wärmepumpen:

    http://tinyurl.com/WP-JAZZ
    „Es wurde kein Geheimnis gelüftet, Sole – Wasser Wärmepumpen erreichen in Verbindung mit einer Warmwasserbereitung durchschnittliche Jahresarbeitszahlen ( nicht Arbeitszahl ) von 3,4 bis 3,6 erreichen.“

  23. #Peter Georgiev sagt:
    #17 M.L.

    Das Gleichnis kann man auch nicht verstehen, weil ein Vergleich ist nur möglich, wenn man den Enegiebedarf des Objekts kennt, den hat Herr Georgiev nicht genannt und kennt ihn auch nicht, weil er die JAZ gar nicht kenn. Ich fürchte so geht es vielen WP Besitzern und so können diese auch gar nicht mehr vergleichen und glauben/hoffen sich auf der sicheren Seite.

    Ich habe auch ein energetisch sehr gutes Haus. Ganz ohne Fußbodenheizung komme ich auf 10000KWh GAS also rund 650€ inkl. Warmwasser.
    Mein haus ist ein KFW 70 haus, also es hat einen Energiebedarf von 70KWh pro Quadratmeter und Jahr. Bei 117 Quadratmetern wären das rechnerisch 8200KWh. Mit 10000KWh liege ich damit leicht darüber, das heisst vermutlich Heize ich meine Räume geringfügig mehr als in der Norm vorgegeben.
    Herr Georgiev: Vielleicht wissen Sie ja den Energiebedarf Ihres Hauses, sowie die Quadratmeter, dann könnte man vielleicht eine Abschätzung machen und sehen ob der Tarif wirklich keine Rolle mehr spielt wie Sie sagen.
    Aber wenn ich mich so um-google, bezweifle ich, das Sie eine JAZ > 4 haben. Selbst wenn Sie DURCHGÄNGIG eine JAZ von 4 hätten, dann würden sie aus den 3500KWh Strom nur 14000KWh Wärmeenergie herstellen. An dieser Stelle erweise ich auf die Rechnung von Herrn Limburg.

    ps: Ihre Uhr Stimmt nicht, das captcha war Samstag 😉

  24. die JAZ kann ich nicht ermitteln, da ich die tatsächlich erzeugte Wärme nirgends ablesen kann. Kann aber bestätigen, dass ein modernes EFH mit Fußbodenheizung und Sole-Wärmepumpe energetisch sehr effektiv ist. Heizung und WW 3.500 KWh/Jahr. Da spielt der Tarif keine Rolle mehr.

  25. Mein Einfamilienhaus der Marke Eigenbau wurde von dem Anfang an nur mit Fussbodenheizung ausgestatet. Vor 4 Jahren habe ich eine Solewärmepumpe instaliert. Weil ich die Ausstatung der zwei Bohrungen mit Rostfreien Stahlrohren gemacht, habe ich der JAZ 5,8. Somit lebe ich auch mit heutigen Strompreisen von 25,6 Cents/kWS noch günstig. Für diejenige Leser, die auch eine Wärmepumpe besitzen und keine Fußbodenheizung haben wird viehleicht eine Instalation sg. Niedertemperaturheizkörpern helfen die derzeitige Situation auf dem Strommarkt zu überwiden, den eine Heizungsvorlauftemperatur ist ua. für den Wirkungsgrad eine Wärmempumpe massgeblich.

  26. Man sollte nicht nur die ökonomische Bilanz von Wärmepumpen betrachten, sondern auch die energetische.

    Eine Leistungszahl von 2.5 besagt ja, dass aus 1kWh Strom 2.5kWh Wärme erzeugt wird. Wenn nun der Strom mit einem Wirkungsgrad von 40% aus Kohle/Erdöl/Gas erzeugt wird, hat die Wärmepumpe einen Vorteil gegenüber der direkten Verbrennung dieser Energieträger von genau Null!

    Tatsächlich haben moderne Kraftwerke einen Wirkungsgrad von nur knapp über 40% (Bestwerte: Braunkohle 43%, Steinkohle ~46%), aber gemessen am Kraftwerkszaun(!). Die Leitungs- und andere Verteilungsverluste müssen davon noch abgezogen werden. Gaskraftwerke, die für die schnelle Regelung der schwankenden Windstrommengen eingesetzt werden, haben sogar nur Wirkungsgrade in den bestenfalls mittleren 30%.

    Offiziell ist das Verhältnis der Brutto-Stromerzeugung zum gesamten Energieeinsatz 41,9% in 2008 (http://www.kraftwerkforschung.info/quickinfo/energieversorgung/in-kraftwerken-steigt-der-wirkungsgrad-und-der-energieeinsatz-sinkt/).

    Mit anderen Worten: der Einsatz von Wärmepumpen führt zu einer HÖHEREN CO2 Emission, als die direkte Verbrennung am Ort des Wärmebedarfs! Auch wenn die CO2-Emission letztlich irrelevant ist – es bleibt der HÖHERE Verbrauch an Primär-Energie durch Einsatz von Wärmepumpen. Nicht die Einsparung.

  27. #10 Fellner:

    Also Sie bezahlen jetzt 1000L Heizöl, eine kurze Recherche ergab jetzt das 100 liter ca. 86€ kosten.
    1000 Liter also 860€
    Dazukommen wie sie Sagen 1220€ WP Strom, macht zusammen
    2080€.

    Vorher hatten Sie also 3500Liter oder 3,5x 860€ = 3010€

    Sie Sparen also derzeit fast 1000€. Allerdings nur weil Sie kostengünstigen WP-Strom beziehen. Nicht berücksichtigt sind hier allerdings noch erhöhte Kosten durch doppelte Wartung (z.B. Schornsteinfeger und Wartung)

    Wie der Autor des Artikels schreibt:

    „Ende des vergangenen Jahres wurde der Wärmepumpenstrom-Preis von derzeit 14,34 Ct/kWh auf 21,48 Ct/kWh angehoben.“

    Der erste Kommentator bekommt überhaupt keinen WP Tarif. Also hoffen Sie, das Ihnen nicht irgendwann die Gleiche Erhöhung ins Haus steht. Aber das sich WP ohne WP-Tarif nicht lohnt haben Sie ja schon selbst erkannt.

  28. Falls sich jemand nen neue Gas oder Öl Heizung kaufen will immer die kleinste nehmen!Reicht zu 99% immer aus-die Super Handwerker wollen aber auch sicher gehen das es bei minus 25Grad 24 Grad warm werden kann.Natürlich verdienen sie auch mehr dran…

  29. Als ich im Mittleren Osten lebte, hatte ich ein Nicht-isoliertes Haus mit 38kW Klimaanlagen.

    Im Winter Jan – Feb. hatten wir das Haus entweder mit der Beleuchtung geheizt, beispielsweise hatten wir im 100m2 Wohnzimmer 3 Kronleuchter mit 12 x 100W Birnen. Daneben haben wir Radiatoren mit ca. 10 kW aufgestellt.

    Aufgrund des sparsamen Umgangs konnten wir den Stromverbrauch auf ca. 6000 kWh/Monat begrenzen. Dafür musste ich dann 300$ bezahlen. Das ist ein Bruchteil dessen was Al Gore als Klimavorbild verbraucht.

    Aktuell bezahle ich in einem anderen Nicht-EU Land einen Arbeitspreis von umgerechnet 7c/kWh (€)(Kernstromtarif). Der Gesamtstrompreis inklusive Grundgebühr und Netzgebühr beträgt ca. 15c/kWh.

    Vandale

  30. Haben seit 3 Jahren eine Luft-Wasser WP für Heizung und eine kleine WW- Wärmepumpe für WWasser. Der Öl- Kessel ist weiterhin in Betrieb : Bivalenter Betrieb. Das hat den Vorteil daß die WP kleiner ausgelegt werden kann, vor allem schaltet die Heizung auf Öl bei Außen-Temp unter ca 0° C um. Die Leistungs-Zahl der WP ist bekanntlich umso günstiger je höher die AT ist und je niedriger die Vorlauf-Temperatur der Heizung. Bei Außentemperaturen unter 0°C ist unsere WP nicht rentabel auch wegen des häufigen Abtauens. Die kleine WWasser WP steht neben dem Heizkessl und bläst die Kaltluft ins Freie.
    Wir haben ein großes altes fränkisches Fachwerkhaus, leidlich gedämmt. Ölverbrauch vor WP-Einbau ca. 3500 ltr pro Jahr. Jetzt Ölverbrauch um 1000 ltr/a und 2012 5300 kWh/a WP- Strom ( bei uns 14,97 / 11,42 ct kWh HT/NT ohne MWst ) insges 1220 Euro WP-Strom incl Grundgebühr, Zählermiete etc. Ohne extra WP-Stromtarif wäre das nicht mehr wirklich rentabel.
    Fazit: Ein WP lohnt nur wenn man Geld übrig hat; die Rendite ist höher als die 1,5% der Bank ( Inst. Kosten ca 15 000,-), eine Amortisation ist frühestens nach 15 Jahren erreicht ( wenn die WP bis dahin noch läuft )
    Mein Rat : Keinesfalls die alte Öl- Gas- heizung ausbauen und für den Energie-black-out einen kleinen Diesel-Stromgenerator kaufen ( ca 1000 Euro für 4 kW ) Der läuft mit den 3000 ltr im Heizöltank viele Wochen und versorgt neben der Heizung auch den Kühlschrank.

  31. Lieber Admin, irgendwie hat Ihr System meinen Kommentar verschluckt, den ich noch vor #8 geschickt hatte, obwohl ich dafür eine Bestätigung per Mail erhalten habe. #8 War eigentlich der Nachtrag zu folgendem Kommentar:

    #5: Lothar Steinbock

    Haben Sie einen Wärmezähler, damit Sie die Effizienz Ihrer Wärmepumpe überprüfen können? Bei einem Stromverbrauchvon 11000KWh und einer JAZ von 3 müsste die Wärmepumpe ja schon 33000KWh Wärmenergie liefern.
    Bei JAZ 4 sogar 44000KWh. Das sollten Sie mal überprüfen, damit man es hier vergleichen kann.

    Außerdem fällt mir auf, das man laut verivox für 11MWh 2500€ Zahlt und nicht 2200. Vielleicht haben Sie noch einen Günstigen Wärmepumpentarif (wie lange noch?).

    Für 2500€ Bekomme ich jedenfalls mit meiner 15 Jahre alten Heizwert Gastherme 40000KWh. Eine Moderne Brennwert Gastherme würde sogar noch ca. 5% effiziente sein.

    An meinen Zahlen können Sie sich vielleicht schon ausrechnen, das weitere Erhöhung des Strompreises vielleicht auch Ihre WP zum Verlierer gegenüber Gas machen könnte.

    Viele Grüße

  32. #5: Lothar Steinbock

    Nachtrag:

    Mit 10000KWh heize ich 117qm für 4 Personen auf gemütliche 21- 21,5 Grad C. Mit 40000KWh könnte ich entsprechend 460qm beheizen. Das wollte ich nur noch mal in Verhältnis zu Ihren 400qm setzen.

  33. Endlich mal eine realistische Leistungszahl von 2,5.
    Ein großer Hersteller von Wärmepumpen wirbt mit einer Leistungszahl von 4,7 und schreibt dazu:
    „Ermittelt wird der COP-Wert unter Prüfungsbedingungen und nach standardisierten Messmethoden (DIN EN 145II), das heißt bei bestimmten Temperaturverhältnissen und zu festgelegten Zeitpunkten. Der COP-Wert stellt damit einen aussagekräftigen und echten Qualitätswert für Wärmepumpen dar.“
    Ohne diese DIN zu kennen, habe ich bei einem solchen schwammigen Gefasel den Verdacht, daß die Werte schöngerechnet sind. Sie haben wohl mit dem Jahresdurchschnitt nichts zu tun. Und nur auf den kommt es an.
    Im Vergleich zur Beheizung mit Gas oder Heizöl (Primärenergie)liegt der Wirkungsgrad einer elektrisch betriebenen Wärmepumpe mit LZ=2,5 bei 70%. Da tut es schon Not, eine LZ von 4,7 aus dem Hut zu zaubern und dem Verbraucher einen Wirkungsgrad von 130% vorzugaukeln.
    Noch dreister sind nur die Dämmstoff- und Fensterhersteller mit ihren bunten Prospekten. Wenn ich alle Einzelmaßnahmen zur Energieeinsparung zusammen rechne, spare ich mindestens 140% Heizenergie ein. Der Energiewende sei Dank geschuldet.

  34. Auch interessant:

    http://tinyurl.com/stromsteuer-senken
    „Die Regierung ist in Sachen Strompreise unehrlich: Sie meckert zwar über die steigende Ökostrom-Umlage, nimmt aber über die Mehrwertsteuer Hunderte von Millionen Euro ein. Diese erhöhten Einnahmen müsse sie an die Stromkunden zurückgeben, betonte Gabriel und forderte eine Senkung der Stromsteuer.“

    Für den Normalbürger erscheint das auf den ersten Blick logisch, denn er geht davon aus, das der Staat dadurch Mehreinnahmen hat. Aber ist das wirklich so? Ich denke das ist die halbe Wahrheit, denn viele Haushalte müssen deshalb an andere Stelle sparen und da geht dann dem Staat auch wieder Mehrwertsteuer verloren.

    Und mal abgesehen davon, hat sowieso keiner was davon, den die 20€ sind spätestens nächstes Jahr mit der erneuten Erhöhung der EEG Umlage wieder weg. Aber es ist ja Wahlkampf, was tut man da nicht alles.

  35. Sehr geehrter Herr Diederichs,
    für eine Luft-WP stimmt Ihre Rechnung.
    Wenn Sie in Willich mal 2 Brunnen bohren (lassen) und vom lokalen Kälte-Fuzzi eine Grundwasser-WP zamlöten lassen, dann können Sie auch heute noch sehr preiswert heizen.
    Zur Erläuterung unsere Daten:
    19 kW Wärmepumpe mit maximal 2000 Betriebsstunden oder ~11 MWh Stromverbrauch im Jahr kostet uns (8 Personen WW +400 qm Wohnfläche) nach neuestem EnBW-Wärmetarif (~0,19€/kWh) 2200€.
    Mit unserer alten Ölheizung verbrauchten wir im Schnitt (91-2001) 6 cbm Heizöl.
    Leider kann man Strom nicht per Schiff aus dem Elsaß importieren, dann würden wir nur ~1000€ Heizkosten bezahlen.

  36. Gerade habe auch ich einen Brief meines Stromversorgers (EWR) erhalten, dass es keinen besonderen Preis für WP mehr gibt. Meine WP, 48 Jahre ohne Probleme, läuft in der Übergangszeit bei >10 gd und im Sommer für Warmwasser. Dafür heizt der Kaminofen regelmäßiger, und das nennt man „Klimaschutz“. In manchen Straßen stinkt es heute wie früher in der DDR. In Frankreich heizt man umweltfreundlich mit Atomstrom. Wer schützt uns vor den Klimaschützern?

  37. Das Problem scheint hier die Effizienz der Wärmepumpe zu sein. Was also vielleicht vor 30 Jahren gegenüber Gas und Öl mal kostengünstig war ist es heute nicht mehr, da hier in D die Strompreise deutlich stärker steigen als Gas und Öl.
    Bei weiteren Strompreisteigerungen wird es zukünftig auch Wärmepumpen treffen die heute noch effizient genung sind:

    http://www.tarife.de/waermepumpenstrom/
    “ Da der Wärmepumpenstrom den größten Kostenfaktor beim laufenden Betrieb der Wärmepumpe darstellt, sollte darauf geachtet werden, wie effizient die einzelnen Systeme den zugeführten Wärmepumpenstrom in Wärme umsetzen….. Bei Luft-Wärmepumpen wird kritisiert, dass sie diese Zahl meist nicht erreichen.“

    http://tinyurl.com/kostenfalle-waermepumpe
    „dass eine elektrische Wärmepumpe erst ab einer Jahresarbeitszahl von 4 als sinnvoll angesehen werden kann – was bedeutet, dass in einem Wärmeertrag von 4.000 Kilowattstunden Heizenergie 1.000 Kilowattstunden zugeführter Strom enthalten sind“

    In älteren Artikeln sieht man noch die Jahresarbeitszahl 3 und zukünftig wird daraus wohl die 5 werden.

    Ich vergleiche das mal mit meinem Haus:
    Ich verbrauche Jedes Jahr 10000 KWh gas zum Heizen. Das heist bei einer Jahresarbeitszahl von 4 benötige ich 10000/4000 * 1000 = 2500KWh Strom um mein Haus zu heizen.
    Beim billigsten Anbieter laut verivox kosten mich diese 628€ im Jahr.
    Die 10000KWh Gas kosten mich 650€. Es wird also nicht mehr lange dauern, bis in D auch eine Jahresarbeitszahl von 4 nicht mehr effizient ist.

    Ich habe diese Berechnungen jetzt auf die schnelle gemacht, vielleicht mag jemand anderes das noch mal überprüfen. Ein vergleich des Wartungsaufwands zwischen eine Gastherme und eine Wärmepumpe wäre sicherlich auch noch begrüßenswert. Meine Gastherme ist das jedenfalls sehr kostengünstig (inkl. Schornsteinfeger).

    Weiterhin kann man dem Internet entnehmen, das Wärmepumpen wohl nur bei gedämmten Häusern mit Fußbodenheizung Sinn machen. Schon interessant, als wenn es nicht so wäre, das Energiesparmaßnahmen nicht auch bei konventionellen Heizungen die kosten senken.

    Wieder bestätigt mich das in meiner Schlussfolgerung, das diese Subvention durch EGG andere Märkte nachteilig beeinflusst.
    – Vermehrter Kauf von Quecksilberlampen zum Stromsparen.
    – Umstieg auf ‚böses‘ ÖL / Gas weil Strom zu teuer
    ….

  38. Folgende Ergänzung:

    1. Wir haben eine Sole/Wasser-Wärmepumpe mit einer angezeigten JAZ von 3,7 und einer gemessenen JAZ von 3,3 – wir wurden von dem Bohrunternehmen und dem Hersteller der Wärmepumpe belogen und betrogen, denn die Maschine sollte mit einer JAZ von 4,5 laufen, hätte ich erhalten, was ich bezahlt habe. Nach Einreichen der Klage durfte ich das deutsche Insolvenzrecht kennenlernen: Das noch vorhandene Kapital kassierte der Insolvenzverwalter, und alle betrogenen Gläubiger gingen leer aus.

    2. Bei uns gibt es keinen Wärmepumpentarif, daher beziehen wir unseren Strom von wechselnden Anbietern, zur Zeit für 21 Ct/kWh.

    3. Die EVU-Sperre gilt nur dann, wenn man „Wärmepumpenstrom“ bezieht. Bei Wechsel zu einem Volltarif eines anderen Anbieters ist auch keine EVU-Sperre mehr erforderlich.

    4. Mein Ratschlag für eine Heizungsmodernisierung ist einfach: die preiswerteste Gas- oder Ölbrennwertheizung einbauen, bloß keine Wärmepumpe oder Biomasse, denn die Holzpreise haben auch mächtig angezogen. Für unseren Pelletsofen, den wir bedarfsweise zuschalten, zahlte ich vor 4 Jahren 230 € für eine Tonne Holzpellets (Sackware), heute sind dafür bei uns rund 300 € zu zahlen, was einer Steigerung von 30% in gerade mal 3,5 Jahren entspricht. Die Preiskurve zeigt eher nach oben als nach unten.

    Und noch ein Ratschlag: Beim Wechsel des Stromanbieters den preiswertesten Anbieter wählen, sich aber nicht von Neukundenbonus, Wechselprämie, Paketpreisen oder Ähnlichem blenden lassen, denn das sind alles Mogelpackungen, bei denen nach einem Jahr draufgezahlt wird.

    Mein Rat: Finger weg von Wärmepumpen und Biomasse. Wärmepumpen entwickeln sich bei der Explosion der Strompreise zu einem finanziellen Grab.

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