Geben ist seliger denn nehmen: Zu Weihnachten mußte zum Stromverkauf noch Geld dazugegeben werden!

Prof. Helmut Alt. Energieexperte aus Aachen, hat sich die Strompreisentwicklung des Jahres 2012 an der Leipziger Strombörse EEX angesehen. Diese wird zunehmend mehr von der unkontrollierten Einpeisung von Zufallsstrom aus den Quellen der Photo-Voltaik und den Windkraftanlegen bestimmt. Weil dieser Strom – dank Vorrangeinspeisungspflicht nach EEG- auch dann anfällt und eingespeist wird, wenn ihn niemand braucht, wird er mit kräftigem Aufgeld versehen, ans Ausland verkauft. Zuvor natürlich mussten die Versorger ihn aber nach den Richtlinien des EEG den Anbietern abkaufen. Beide Kosten dürfen und werden auf die Verbraucher 1:1 umgelegt.


Am ersten und zweiten Weihnachtstag wurden an der Strombörse in Leipzig in der Zeit ab Mitternacht bis 9 Uhr morgens auf dem PHELIX-Spotmarkt 689 Millionen kWh verkauft (verschenkt) und die Käufer (Beschenkten) erhielten aus Dank, dass diese den Strom abgenommen hatten, noch 74,88 Millionen Euro dazu geschenkt.

Da dieser – aus technischen Gründen überschüssige – Stromanteil der Windanlagenbetreiber aber von den ÜNB`s wie Amprion, Tennet, 50 Hertz und EnBW für rd. 70 Millionen € nach dem EEG im Netz aufgenommen, vergütet und an die Börse gebracht werden musste, gehen die insgesamt ent- standenen Kosten in Höhe von 144,88 Millionen € zu Lasten aller Stromverbraucher!

Schade, dass man als Familie an der Strombörse nicht handelsberechtigt ist, dann könnten die Stromverbraucher sich selbst dort ein Weihnachtsgeschenk abholen. Vielleicht sollten sich Hilfswer- ke wie „MISEREOR“ oder „Brot für die Welt“ um diese Handelsrechte bemühen und solche Chancen nutzen, dann könnten sogar die Kirchenglocken zu Weihnachten mit dem festlichen Geläut und dem zusätzlichen Stromverbrauch auch noch ei
nen schönen Gewinn als Spendenbeitrag
erwirtschaften.

.

Bild 1: Ausgewählte Preisverläufe der Strompreise an der Leipziger EEX vom 23.12. bis 30.12.12 

Das auf einen Haushalt herunter gebrochene Ergebnis – "es gibt rd. 40 Mio. Haushalt bei denen das schlussendlich ankommt " – wird man im nächsten Jahr direkt oder indirekt auf der Stromrech- nung wieder finden. Da macht das dann glücklicherweise nur noch 3,62 € für den Haushalt aus, was soll`s, ein kleines un- gewolltes Weihnachtsgeschenk an die Windanlagenbetreiber …..!

Visionäre und "Grüne" sagen nun, der Dank ist die CO2 Ersparnis, denn diese Emissionen seien von ganz großem Übel. Aber das stimmt nicht, weil Kernkraftwerke auch kein CO2 verursachen, aber die legen wir und haben wir still gelegt und ersetzen diese zu Zeiten in denen der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint – das ist über 50 % der Zeit der Fall – durch CO2 emittierende Kohle- und Gaskraftwerke! 
Warum das an der Strombörse in Leipzig so war, können Sie aus der Anlage 123-13 ersehen, es war zu Weihnachten relativ viel Wind, der wegen starker Böen nicht gut vorhergesagt werden konnte. (siehe pdf Dateien im Anhang)

Helmut Alt; Aachen

Leser Johannes Waldmann kommentiert diese Situation so:

In den VDInachrichten erschienen, Quelle BDEW.

Bitte beachten Sie auch am Ende des Berichts den Hinweis auf die sog. Greenpeace-Studie :

Zitat : >>>…verringerte sich der Einkaufspreis für Großabnehmer an der deutschen Strombörse von Anfang 2008 bis Ende 2012 sogar um mehr als ein Fünftel. Im selben Zeitraum sei der Strom dort im Schnitt 7 % billiger als an den restlichen europäischen Energiebörsen gewesen.

Im Vergleich von 2011 und 2012 liegt der Industriestrompreis inklusive aller Steuern und Angaben auf konstantem Niveau.<<<

Die Gründe für diese Entwicklung werden nicht genannt. Sie finden Sie in dem Beitrag von Thomas Mock in den VIK Mitteilungen :

Siehe dort das Zitat aus dem eingefügten Beitrag von Mock

„VIK Mock EEG Systemfrage Nov.2012.A“ entnommene Zitat :

>>>“Die direkten EEG-Kosten stehen außerhalb dieses (EEX-)Systems und werden über die Stromrechnung separat abgerechnet. Sie wirken aber wiederum auf die EEX, indem der EEG-Strom systemimmanent mit 0 €/MWh an der EEX angeboten wird.“<<<

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21 Kommentare

  1. also ich habe am 24.12. alles richtig gemacht. Morgens 4 Uhr habe ich Wasch- und Spülmaschine eingeschaltet sowie die Gans in den Ofen geschoben. Eigentlich wollte ich dann fernsehen – musste jedoch meinem wütenden Nachbarn erklären dass ich das nur tue um uns allen eine Menge Geld zu sparen. Leider wollte er meiner Argumentation, dass der Strom den ich grad verbrauche nicht zusammen mit ein paar Euro verschenkt werden kann, somit natürlich das Geschenk an den potentiellen Abnehmer an der Strombörse auch nicht auf seiner oder meiner Stromrechnung erscheinen wird nicht folgen.

    Bloss gut dass ich kräftiger und jünger bin als mein schlafloser Nachbar 😉

  2. zu #18
    Stimmt, Herr Hofmann
    außerdem kann man mit dem guten Öko-Salz einen guten Teil der Methanfurzer zu hochwertigem Bio-Pökelfleisch verarbeiten 🙂 Dann ist die Statistik Klima sicher gerettet.
    Michael Weber

  3. @Jörg Junkers #17
    Naja, zwischen 0 und 6 Uhr kann man im Winter die Stromerzeugung auch mit einem Diesel-Notstromaggregat fürs kontinuierliche abzocken an der Allgemeinheit überbrücken.
    Ist doch zum Schluss egal, mit welchen Mitteln (Diesel,Sonne,Wind,Wasser,Pflanzen) ich in der Bürgerabzockepoche einer ökosozialistischen EEG-Regierung meinen egoistischen gierigen selbst erzeugten Strom ins allgemeine Stromnetz einspeise. Hauptsache ich kann mit der Unterstützung des EEG soviel wie möglich an Eigenprofit durch Stromerzeugung erwirken. Das EEG unterscheidet nämlich nicht, wie in einer Marktwirtschaft eigentlich üblich, ob dieser Strom jetzt gebraucht wird oder nicht. So oder so fließt mit dem EE-Strom immer auch ein gleichbleibender Abzockerprofitgierstrom auf Kosten der Allgemeinheit.
    Das EEG ist genau das richtige Gesetz für jeden Betrüger, für jeden gierigen Abzocker. Dieses Gesetz ist auf Lug und Trug gebaut und hebelt in massivster Weise die selbstreinigenden Mechanismen einer freien Marktwirtschaft aus!
    Angebot und Nachfrage werden im hohen Masse missachtet!
    Zwangsabgaben und Subventionen bestimmen das Wesen des EEG bzw. der merklischen grünsozialistischen Energiewende!

  4. @Michael Weber #13
    Und für die kommenden Mangelzeiten kann man ja mit diesem Ökosalz auch noch prima ganz biologisch den Hering und das Sauerkraut einstampfen bzw. haltbar machen. 😉

  5. @#14: MEstermeier

    Also Solarzellen traue ich einiges zu, aber im Winter zwischen 0 und 6 Uhr Strom produzieren? Da scheinen die ausgewiesenen 0 GW der EEX plausibel zu sein (Mittagsspitze um die 3GW)

  6. #15 Dr. Paul:

    „… versaut leider nur unser Grundwasser“

    Bei Ökologischem Salz wird es eine Ausnahmeregelung geben. Ist ja schließlich gut gemeint 😉

  7. Lieber Herr Hofmann
    das Ökosalz wird dringend gebraucht um die Folgen der globalen Erwärmung auf Gehwegen und Strassen umweltfreundlichst zu behandeln
    Michael Weber

  8. Der „überschüssige“ Ökostrom kann in großen Pfannen zur Verdunstung des Meerwassers und damit zur Gewinnung von Salz verwendet werden. Das gibt dann echtes „Ökosalz“, gewonnen mit Ökostrom.

  9. @Buchmann #7 Ihre Lösung ist weniger abwegig als sie scheint. Die Stadtwerke Flensburg installieren einen Elektroden-Heißwasserkessel, der ausschließlich dazu dient, Ökostrom abzugreifen, wenn die Preise niedrig oder sogar negativ sind. Das künftige Gaskraftwerk in Wedel bei HH enthält eine ähnliche Einrichtung.
    Es geht buchstäblich darum, überschüssigen Zufallsstrom zu verbraten und damit zugleich Geld zu verdienen.

    Die Landesregierung SH will die Windenergie bis 2015 auf 9000 MW fast verdreifachen. In windreichen Phasen kann der Strom garantiert nicht abgeleitet werden. Außer mit Tauchsiedern vor Inseln und Halligen. Gute Idee.

  10. Dazu passt noch folgende Information:

    Am 12. Januar hörte ich im Deutschlandradio Kultur die Sendung „Nachhaltig leben – ein Selbstbetrug?“ (http://tinyurl.com/axz3vc9), wo es um das Buch des Autors Alexander Neubacher „Ökofimmel. Wie wir versuchen, die Welt zu retten – und was wir damit anrichten“ ging.

    Als Gegenpart war Hermann E. Ott, der klimapolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Gast im Studio. Herr Ott stellte als Beweis für den Erfolg der Energiewende unter anderem dar, dass Deutschland 2012 so viel Strom wie noch nie dank der „Erneuerbaren“ exportiert habe.

    Er hat natürlich nichts über die im Artikel von Prof. Helmut Alt ausgeführten negativen Begleiterscheinumngen dieses Stromexportes, die bis zu einer Zuzahlung für den abgenommenen Strom gehen, gesagt, so dass jeder unvoreingenommene Hörer annehmen konnte, dass die Energiewende eine einzige Erfolgsstory ist.

  11. Wie kann es eigentlich sein das am Spotmarkt um die 30GWh zu negativen Preisen gehandelt werden wenn nur zwischen 10 bis 18 GWh tätsächlich aus Windkraft produziert worden sind? Scheinbar hatte nicht nur die Windkraft Überkapazitäten die an den Spotmarkt gegangen sind.

  12. Die Loesung fuer dieses Problem ist ganz einfach: Zwei grosse Tauchsieder vor Sylt und Nordernei versenken und den Strom dort verbraten. Dann gibt es dort bald keine blaugfrorenen Hintern mehr nach dem Baden, und bald kann man mit der deutschen Karibik Werbung treiben. Spart auch noch das CO_2 von Fernreisen.

  13. Noch scheinen die Ereignisse zu selten zu sein um damit Speicher zufüllen die dann zu höchstpreisen an die Franzosen verkauft werden können (2,40€ sollen da drin sein)

  14. #3:

    Und dann muss man sich mal reinziehen, dass immer wieder noch behauptet wird, für ein gelingen der Energiewende ist auch Stromsparen wichtig.
    Das führt aber nur dazu das noch mehr EE strom überflüssige verschenkt wird und die Kosten einfach auf die übrigen, wenigen KWh die der Dt. Haushalt noch verbracuht, verteilt wird, sprich die einzelne KWh wird noch teurer. Ähnlich wie beim Wassersparen, was dazu führt das die Stadtwerke mehr spülen müssen und die Kosten für Wartung und Reinigung einfach auf weniger Kubikliter umgerechnet werden.

  15. Wer sich mit den Finanzen und den TARGET Forderungen beschäftigt hat weiss das die BRD auch für alles andere zahlt was sie exportiert. Die Forderungenbelaufen sich auf ca. 656. Milliarden. Nur die kann kaum ein Land zurückzahlen. Somit haben wir den Komsum des Südens finanziert.

  16. 690 Millionen kWh, das ist so viel, daß es zur Versorgung von München etwa 20 Tage reichen würde, ganz grob abgeschätzt.

    Und 140 Mill. Euro, das macht 1,7 EURO pro Bundesbürger.

    Und unsere Politik will davon mehr, mehr, mehr,…
    MfG Niemann

  17. @L.Stiller #1
    Da brauchen wir gar nicht mehr solange darauf warten. Das Frühjahr und der Sommer kommen von Tag zu Tag näher und damit steigt auch der Sonnenstand. Mit steigend Sonnenstand steigt dann auch das unkontrollierte Abzockeraufkommen. Die ganzen deutschen Photovoiltaikanlagenabzockerbetreiber werden auf „Teufel komm raus“ Strom produzieren. Egal ob dieser jetzt gebraucht wird oder nicht.
    Wenn dann auch noch die Windmühlen nach und nach ungehindert einspeisen dürfen, dann sind wir in diesem Jahr schon soweit, dass der Strom an der Leipziger Alibibörse mehr negative Schlagzahlen für den Stromendverbraucher in Deutschland zu bieten hat, als positive.
    Weiterhin wollen ja auch noch die Biogasenergieerzeuger am Energieabzockermarkt in Deutschland profitieren.
    Es wird spannend zu sehen, wie unsere grünsozialistische Politik dies alles unter einen Hut bringen will. Wer als nächstes, nach dem Energieendverbraucher, auf der Strecke bleiben….?

  18. Irgendwann wird auch den Grünen Ihr Argument von den „sinkenden“ Strompreisen an der Börse um die Ohren fliegen, Spätestens dann, wenn der Strompreis an der Börse dauerhaft negativ ist wird auch der letzte mit Dyskalkulie sich wundern warum seine Strom in Deutschland immer teurer wird.

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