Atommüll-Lagerung in der ASSE- eine unendliche Geschichte

Als es 1990 zur Rot-Grünen Regierung in Niedersachsen unter Ministerpräsident Schröder kam, wurde im Koalitionsvertrag festgelegt „eine Gesamtstrategie zu verfolgen, um über eine Blockade der Errichtung von Endlagern den Ausstieg aus der Kernenergie zu erzwingen.“ An diese Vereinbarung haben sich seither alle Rot-Grünen Regierungen gehalten, seit einiger Zeit haben auch die CDU, CSU, FDP sich dem angeschlossen. Es ist zur Zeit in Berlin eine „Lex Asse“ in der in Vorbereitung, ein Gesetzentwurf zur Rückholung der Abfälle aus der ASSE.


Zu diesem Vorhaben stellen sich Fragen, die an die Parlamentarier zu stellen sind:

1.     Überall in der Welt werden schwach radioaktive Abfälle (das ist die überwiegende Menge der Abfälle in der ASSE) oberflächennah endgelagert, z.B. in Frankreich im Endlager „Centre de la Manche“. Nur in Deutschland gibt es ein tiefes Endlager dafür, weil dafür ein still gelegtes Bergwerk zur Verfügung stand.

Bild 1 (wie auch oben rechts): ANDRA, Agence Nationale Pour La Gestion Des Dechets Radioactifs, zur verfügung gestellt von Dr. H. Hinsch

Frage: Warum stellt die tiefe Endlagerung in Deutschland eine Gefahr dar, während in allen anderen Ländern der Erde die oberflächennahe Lagerung ausreichend ist?

2.     Wenn man die schwach radioaktiven Abfälle aus der ASSE herausholt, stände zu deren späterer Endlagerung nur Schacht KONRAD bereit. Dieser Schacht kann jedoch den Abfall aus der ASSE nicht zusätzlich aufnehmen, denn das genehmigte Hohlraumvolumen von KONRAD wird durch den schon vorhandenen und noch anfallenden schwach aktiven Abfall aufgefüllt werden.

Frage:
Man plant offenbar, die rückgeholten Abfälle in oberirdischen Bauten endzulagern [1]. Ist das sicherer als die Lagerung in der Tiefe?

3.     In der ASSE lagern als wesentliche Nuklide Uran und Thorium [2], das sind alpha-Strahler mit einer Reichweite von wenigen Hundertstel Millimeter im Gestein. Für Menschen können alpha-Strahler nur dann gefährlich werden, wenn sie in den Körper gelangen, also verspeist werden.

Frage:
Ist das Risiko des Verspeisens der Abfälle nicht als geringer einzuschätzen, wenn diese in der Tiefe verbleiben anstatt sie an die Oberfläche zurück zu holen?

4.     Der Fachverband Strahlenschutz – das ist der Zusammenschluß der im Strahlenschutz ausgebildeten Fachleute in Deutschland – hat gegen die Rückholung der Abfälle argumentiert, weil damit gegen den Grundsatz des Strahlenschutzes verstoßen wird, jede unnötige Exposition zu vermeiden [3].

Frage:
Warum ignoriert die Politik und das Bundesamt für Strahlenschutz den Rat der Fachleute?

5.     Ebenso wendet sich Michael Sailer, Sprecher der Geschäftsführung vom Öko-Institut Freiburg und Vorsitzender der Entsorgungskommission des Bundes seit längerem gegen die Rückholung der Abfälle, weil diese nicht machbar sei. Das ist eine lobenswert sachliche Bewertung von Seiten der Kernkraftgegner, zu denen Herr Sailer gezählt werden kann.

Frage:
Warum ignoriert die Politik und das Bundesamt für Strahlenschutz den guten Rat vom Öko-Institut?

6.     In die ASSE wurde durch die Abfälle ungefähr genauso viel Radioaktivität hinein gebracht (einige zehn hoch zwölf Becquerel), wie man zuvor durch den Bergbau durch Kali heraus geholt hatte (wenn man bei den Abfällen diejenigen mit kurzer Halbwertszeit außeracht lässt, weil diese schon in etwa 100 Jahren komplett zerfallen sind). Es also bezüglich der Menge von Radioaktivität in der ASSE nichts verändert worden, nur sind es dort anstatt Kalium-40 jetzt mit Uran und Thorium andere Nuklide.

Frage:
Der Mensch hat bezüglich der Menge von Radioaktivität durch die Abfalllagerung in der ASSE nichts verändert – warum soll jetzt durch Rückholung die Erde in über 500 Meter Tiefe frei von Radioaktivität gemacht werden?

7.     In der Landwirtschaft werden in Deutschland jedes Jahr einige zehn hoch zwölf Becquerel in Form von Kalidünger auf den Feldern verteilt. Eine ähnlich große Menge von Radioaktivität (K-40, C-14) wird von den Menschen in Deutschland mit der Nahrung verspeist.

Frage:
Warum ist das verspeisen von Radioaktivität mit der Nahrung gestattet, nicht hingegen die Endlagerung der gleich großen Menge von Radioaktivität in der Tiefe?

8. In der ASSE werden die Abfälle durch das Deckgebirge geschützt, in dem sich hundertmal so viel Radioaktivität wie in der Tiefe befindet [4], wenn man wiederum die in 100 Jahren verschwundenen Nuklide mit kurzer Halbwertszeit vernachlässigt, siehe Skizze (bei diesem Vergleich ist es belanglos, ob man die Radioaktivität in Bq oder in kg misst):

Frage: Wie können die Abfälle in der Tiefe eine Gefahr bedeuten, die 100-fache Menge an Radioaktivität im Deckgebirge darüber jedoch nicht?

9.     Es lässt sich berechnen, welche Menge an Uran die letale Strahlendosis ergibt; es müßten ca. 1 kg Uran verspeist werden. Die letale Dosis von Steinsalz liegt bei ca. 250g. Es ist also die Toxizität des Urans im Abfall geringer als diejenige vom umgebenden Steinsalz.

Frage:
Warum belässt das giftigere Steinsalz in der Tiefe und will das geringer giftige Uran aus dem Bergwerk herausholen?

Die ASSE wird vom Bundesamt für Strahlenschutz betreut, auch die Rückholung der Abfälle wird von dieser Behörde entgegen dem Rat von Fachgremien vorangetrieben. Es wird Werbung für dieses Vorhaben gemacht, das geschieht durch Berichte in vielen Zeitungen [5]. Dabei wird eine einfache Modellvorstellung beschrieben, die auf den ersten Blick für den Bürger einleuchtend ist und daher sofort geglaubt wird. Bei der ASSE ist es die Vorstellung vom Eindringen von Wasser in eine instabile Grube, das Rosten der Fässer, Auflösung des Inhalts, Verseuchung des Grundwassers. Dabei wird vieles falsch dargestellt:

Die Hohlräume der ASSE sind schon zu 90% wieder verfüllt worden, mit der Verfüllung wird das Grubengebäude immer stabiler. Brüchige Stollen und nachbrechendes Deckgebirge sind überall im Bergbau normal, nur bei Salz sehr gering. Für die Menschen im Ruhrgebiet ist es alltäglich, dass durch zusammenbrechende Stollen an der Oberfläche Vertiefungen entstehen, mit weitreichenden Folgen für Bebauung, Landwirtschaft, Infrastruktur, Natur. Für die ASSE wird es wegen der Verfüllung diese Dinge nicht geben. Es dringt kein Wasser ein, sondern Sole, die ist zu 100 % gesättigt mit Salz. Unterirdisch in 500 m Tiefe fließen keine Flüsse, es ist besser von einsickernder Feuchtigkeit zu sprechen. Der Zutritt von 12 Kubikmeter Flüssigkeit pro Tag ist unverändert seit 24 Jahren. Zum Absaufen des schon zu 90% verfüllten Grubengebäudes wären 76 Jahre erforderlich. Die Gefahren zum Absaufen oder für einen „großen Wassereintritt“ (wie das BfS sagt) sind gering. Mit der Verfüllung der Hohlräume wird das Einsickern von allein aufhören, denn nur in Hohlräume kann Feuchtigkeit einsickern. In der Sole ist fast nichts mehr löslich. Die Stahlfässer dürfen rosten, denn in den Fässern ist der Abfall in Beton eingebettet. Beton löst sich nicht in Wasser, noch weniger in Sole. Und auch die Abfälle in den Fässern sind im wesentlichen oxidischer Natur, damit kaum in Wasser löslich. Die Sole hat eine Dichte zwischen 1,2 und 1,3. Diese kann nicht nach oben durch höher liegendes Grundwasser mit der Dichte 1 steigen. Der Salzstock der ASSE ist 240 Millionen Jahre alt. Später im Tertiär war die norddeutsche Tiefebene viele Millionen Jahre vom Meer bedeckt, als sich die viel jüngeren Braunkohlelagerstätten bildeten – ohne Einfluß auf die viele Salzstöcke in Niedersachsen.

Sigmar Gabriel hat den ASSE-„Skandal“ im September 2008 erfunden. Er war zwar zuvor als Minister und als Ministerpräsident in Niedersachsen der zuständige Chef gewesen, aber zuvor war für ihn offensichtlich in der ASSE alles in Ordnung gewesen.

Das Vorgehen der Skandalisierung der ASSE war professionell, Bilder sind Hilfsmittel des Profis. So war in den Medienberichten immer das gleiche Bild zu sehen, nämlich ein Frontlader, der Fässer abkippt. Das sollte „Schlamperei“ bekunden und gelang, wie in vielen Internet-Blogs zu sehen war: Zorn und Emotionen wurden geweckt. Es gibt in der ASSE auch Kavernen mit sorgsam gestapelten Fässern, das wurde aber nicht gezeigt. Es wurde auch nicht gesagt, daß die gestapelten Fässer irgendwann vom sich absenkendem Gebirge zerdrückt werden, die auf einer schrägen Rampe abgekippten Fässern jedoch anschließend mit feinem Salz zugedeckt und wie in Beton für die Ewigkeit einbettet wurden.

Mit dem unsinnigen Gesetz zur Rückholung der Abfälle aus der ASSE macht sich Deutschland ein weiteres Mal vor den Augen der Welt lächerlich. Allerdings lachen nur die wenigen Fachleute mit Verständnis für die komplizierten Zusammenhänge zu Radioaktivität und Strahlung. Und diese Minderheit lacht nur insgeheim, denn sie wurde längst als „Lobbyist“ gebrandmarkt, wagt sich nicht mehr aus der Deckung. Die große Masse der Menschen wird in ihrer diffusen Strahlenangst bestärkt. Mit einfachen Dingen wird eine Massenhysterie erzeugt, ständig wiederholte Schlagworte wie „ungelöste Endlagerfrage“ gehören dazu [6].

Die Ideengeber der Kampagne bleiben unsichtbar. Multiplikatoren sind als „nützliche Idioten“ im Leninschen Sinne tätig, sie lenken bewusst oder unbewusst die Masse der Mitläufer – man sagt Gutmenschen – in die gewünschte Richtung. In der Geschichte wurden die Rezepte der Demagogie immer wieder benutzt, hier und heute zum Nachteil für Deutschland und alle anderen, die vielleicht dem falschen Vorbild folgen werden.

 Dr. Lutz Niemann; EIKE

[1] „Asse_einblicke_17“, eine Informationsschrift des Bundesamtes für Strahlenschutz

[2] „ASSE, Ein Bergwerk wird geschlossen“ Info-Broschüre vom GSF-Forschungszentrum 2004

[3] „Rückholung der Abfälle aus der Schachtanlage ASSE II“ vom Fachverband Strahlenschutz v. 15.2.2011 und „Arbeitskreis des FS, Stellungnahme des AKE zur Schachtanlege ASSE II“ in StrahlenschutzPRAXIS 1/2009 Seite 93, 94

[4] berechnet mit der mittleren Häufigkeit der Elemente in der Erdkruste nach Periodensystem VCH, oder Merck: „Tabellen für das Labor“: U: 3ppm, Th: 12ppm, K: 2,4%.

[5] Zum Beispiel in Süddeutsche Zeitung v. 28.12.2012, „Am Ende wird es immer Widerstand geben“; DIE WELT v. 13.12.2012, „Kaffee, Kuchen, Asse“; Der Spiegel v. 22.9.2012 „Mission Impossible“; u.a.m.

[6] Andere Beispiele: „Risikotechnik Kernkraft“, „Gendreck weg“, „Reichtum für alle“, „Yes we can“, „Erst stirbt der Wald, dann stirbt der Mensch“, „Scheitert der EURO, dann scheitert Europa“. 

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42 Kommentar(e)

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1

#37: A. Marie,
was wollen Sie damit sagen, dass die staatlichen Behörden das Verzehren von radioaktivem Essen erlauben?

mfG

2

#39: Hallo, Herr Niemann,
beim Strahlenrisiko sind wir ja einer Meinung,
deshalb ist "die Natur" aber keineswegs "ungefährlich".
Ein Satz wie Ihrer:
"In der Natur gibt es so etwas nicht, was schädlich sein könnte."
darf deshalb nur ein "grüner Ideologe" aussprechen.

Eine Hand voll Erdnüsse enthält fast immer Spuren von Aflatoxin (ein Pilzgift), das krebserregend ist.

Auch bei den natürlichen Radonquellen in Bad Gastein wird das Personal wie bei den AKW´s mit Dosimetern strahlenmedizinisch überwacht.

Das Problem bei hoch energetischer Strahlung ist die Unsichtbarkeit und die nicht Spürbarkeit,
dem allerdings die wirklich exzellente Messbarkeit gegenüber steht.
Auch Bananen sind radioaktiv wegen ihrem K40-Gehalt.

Küchenherde stellen auch ein Verbrennungsrisiko dar, insbesondere für Kinder.
Deshalb kommt keiner auf die Idee, sie abzuschaffen.

mfG

3

Danke, Herr Paul für Ihre geduldigen Erläuterungen.
Unser Kollege und Mitstreiter Hermann Hinsch hat immer wieder sehr gute Ideen, ich möchte daher im Folgenden einen recht einsichtigen Vergleich von ihm zum Unsinn der LNT-Hypothese wieder geben:
„…dass der Grenzwert von 0,3 Millisievert auf der zweifelhaften LNT-Theorie beruht (Linear no Threshold). LNT geht so: Wenn jemand 5 Liter Blut verliert, ist er tot. Verlieren 1.000 Menschen je 0,005 Liter, dann sind das zusammen wieder 5 Liter, also gibt es auch einen Toten…“.
Wer aus diesem Teilnehmerkreis an ernsthafter Diskussion interessiert ist, wird der zweifelhaften Logik von LNT folgen können. Das A.Marie wird es nicht gelingen, es postuliert die Wirkung sogar noch in späteren 1000 Generation, denn es sagt: „macht sich das in den kommenden paar 1000 Generationen we-gen der ca. 24000 Jahre Halbwertszeit jedoch auch bemerkbar…“, also in jeder der 1000 Generationen wird 0,005 Liter Blut verloren, und dann stirbt nach 1000 Generationen ein Mensch, wau!
Niemann

4

@34 Herr Krause

So ein Thema gibt Mißverständnisse, wenn nur ein Satz gesagt wird.

Auch ich war einmal ein Jüngling, da habe ich mich im Sommer im Schwimmbad in die Sonne gelegt, und dann verschwanden die Pubertätspickel. Ich weiß das noch sehr gut, aber ich weiß nun wirklich nicht mehr, ob die Haut nur gerötet war, ob es gezwickt hat, ob sich die Haut anschließend geschält hat. Das liegt mehr als 50 Jahre zurück, hatte ich einen Sonnenbrand? Wann nennt man einen Sonnenbrand eben Sonnenbrand? Ich entsinne mich an einen Fall eines Kollegen, da war die Haut an den Beinen großflächig fort, riesige Wunden, die behandelt werden mußten (war im Sommer auf dem Gletscher gewesen, ungeschützt!!!). Sonnenbestrahlung in „kleiner“ Dosis ist gut für die Haut, darum geht es.

Andererseits haben Sie natürlich recht, wer sich immer wieder der Sonne sehr stark aussetzt, dessen Haut wird im Alter schnell sehr faltig. Sonnenstrahlung in wiederholter sehr großer Dosis ist schlecht für die Haut. Tja, und wie ist das bei mir? Schauen Sie doch in http://www.buerger-fuer-technik.de unter Autoren nach, da finden Sie meine Rübe und urteilen Sie – ich meine, so schlimm ist es noch nicht bei mir, habe mich nicht so viel in der Sonne aufgehalten daß Langzeitwirkung zu sehen ist.

Es geht um die Grenze zwischen gut und schlecht. Die ist sicherlich individuell verschieden, und die ist nicht so einfach zu definieren.

Und es geht um beides, die Dosis und die Dosisleistung. Nur wenn beides hoch ist, gibt es Schäden. Die Dosisleistung bei Radioaktivität wird bei den hauptamtlichen Strahlenschützern immer unter den Tisch gekehrt, das ist falsch. Radioaktivität in dem Bereich, in dem die per Gesetz festgelegten Grenzen sind, ist niemals etwas schädlich sondern macht gar nichts aus, wäre allenfalls förderlich für Lebewesen. Es gibt auch heute noch Tagungen, die sich nur mit Hormesis befassen. In der StrahlenschutzPRAXIS 2/2012 hat Prof. Ludwig Feinendegen darüber auf zwei Seiten berichtet. Es gibt auch viel Literatur über Hormesis. Strahlung durch Radioaktivität ist (fast) nicht schädlich. In der Natur gibt es so etwas nicht, was schädlich sein könnte. Das ist auch der Grund dafür, daß ein NICHTfachmann unser Bundesamt für Strahlenschutz leiten kann. Da wo es wirklich gefährlich wird, wo es auf Fachwissen ankommt, zum Beispiel bei der Leitung einer onkologischen Klinik, da nimmt man schon einen Arzt und nicht einen Bademeister.
Niemann

5
Lorenz Braren

#34
Das ist doch Haarspalterei.
Eine Brise Salz auf das Frühstücksei ist bekömmlich, bei einenm vollen Esslöffel werden
Sie echte Probleme bekommen.

6

Das Strahlenrisiko durch die Aufnahme radioaktiv belasteter Nahrungsmittel nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima

Die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedstaaten haben sich einer Mitteilung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 8. April 2011 zufolge am selben Tag in Brüssel auf die in Japan geltenden zulässigen Belastungshöchstwerte als neue Grenzwerte für die Radionuklidbelastung von Nahrungs- und Futtermitteln aus Japan verständigt.

Dies sind demnach (Zahlenangaben in Becquerel pro Kilogramm (Bq/kg)):
----------------
Säuglings und Kinderlebensmittel: 75 BqSr90/kg; Plutonium: 1 BqPu239/kg; Cäsium 200 Bq/kg

Milch und Milchprodukte: 150 BqSr90/kg; Plutonium: 1 BqPu239/kg; Cäsium 200 Bq/kg

Andere Lebensmittel außer Getränke: 750 BqSr90/kg; Plutonium: 10 BqPu239/kg; Cäsium 500 Bq/kg

Getränke: 125 BqSr90/kg; Plutonium: 1 BqPu239/kg; Cäsium 200 Bq/kg
----------------
http://tinyurl.com/a792b39

Besonders interessant ist hierbei Plutonium als Alphastrahler. Dieser zerfält bis zum Blei und liefert im Durchschnitt ca. 39 MeV. Sr90 dagegen "nur" 2,9 MeV.

Außerdem ist Plutonium ein Alphastrahler und Alphastrahlen haben einen Wirkungsfaktor von 20.

Somit ist 1 Bq Pu insgesamt etwa so viel wert wie 270 Bq Strontium.

Jedenfalls für den Betroffenen.

Bei den noch nicht Betroffenen macht sich das in den kommenden paar 1000 Generationen wegen der ca. 24000 Jahre Halbwertszeit jedoch auch bemerkbar. Das Plutonium kommt wieder in die Umwelt.

1 Bq Sr90 entspricht 0,2 Pikogramm
1 Bq Pu239 entspricht 423 Pikogramm oder 0,423 Nanogramm

Kernenergie ist Völkermord! Auch Ihre Kinder, Enkel und Urenkel gehören zukünftig zu den Mordopfern!

7

#33: Lutz Niemann sagt:

Oh jeh, welchen Unsinn lese ich da: „Radioaktivität wirkt kumulativ…“
--------------

Sie sind eben ordentlich ahnungslos! Kumulativ bedeutet, daß unabhängig von der Größe der Dosis eine einzige ausgeschenkte tödliche Dosis zu einem einzigen Toten führen wird. Natürlich ist das statistisch gesehen. Sie können auch das Wort "kollektiv" dafür nehmen.

Je 375 J gibt es einen Toten!

Auch bei Ihrer behaupteten wohltuhenden Wirkung, welche keineswegs bewiesen ist sondern nur *angenommen* wird!

Radioaktivität wirkt statistisch und das bedeutet ein Hauptgewinn, also z.B. ein tödlicher Krebs, wird durchschnittlich nach soundsoviel Schüssen erzielt (ca. 8e14 Strontiumschüssen).

Was davor war, ist uninteressant und war bis dahin recht unwirksam. Allenfalls hat man vielleicht einen Kater bekommen, weil das Reparatursystem stark gefordert war, um die reparablen Schäden zu reparieren oder tote Zellen zu entsorgen. Dies gilt bei hohen Strahlungsleistungen.

Aber der *richtige* Treffer ist eben der, welcher keinen reparablen Schaden hinterläßt und auch nicht die Zelle sterben läßt. Das ist ähnlich wie beim Arzt, der den Hauptgewinn dann gezogen hat, wenn der Patient genau so geschädigt ist, daß er möglichst lange lebt, aber dabei andauernd krank ist.

Weder der Gesunde noch der Tote kann einen Arzt am Leben erhalten!

Wenn die Lebensmittel radioaktiv so verseucht sind, daß in der Gesamtbevölkerung täglich 375 J Energie freigesetzt werden (bei Wirkungsfaktor 1), resultiert daraus täglich 1 Toter.

Dazu muß im "stationären" Fall jeder der Menschen in Deutschland sein Quantum abbekommen. Dieses beträgt dann täglich 0,008 Bq Sr90 oder 1,5 Femtogramm je Einwohner in Deutschland oder eben 0,122 Mikrogramm täglich für die Gesamtpopulation in Deutschland. Dann schafft man 1 Toten täglich.

Die Kernenergie in Deutschland produziert täglich etwa 4450 Gramm Sr90. Das reicht für täglich 36 Billionen Tote, wenn das an die 80 Millionen Einwohner in Deutschland direkt verfüttert wird. Klar, natürlich reicht das nicht lange.

Wie unglaublich dicht nun die Endlager sein müssen, damit es nicht zu den täglichen Toten kommt, kann man sich nun vorstellen. Bis jetzt haben sich etwa 50 Millionen Gramm Strontium in den Lagern angesammelt, welche nicht in den Lebensmittelkreislauf geraten dürfen.
http://tinyurl.com/awgqxm9

Kernenergie ist Völkermord!

Sie sollten sich dies hier einmal zu Gemüte führen. Damit Sie zukünftig nicht mehr so viel gewaltigen Unsinn erzählen:
http://www.staff.uni-marburg.de/~kunih/all-doc/igumed.pdf

8

#32: A. Marie das hatten wir doch schon mal:

"Radioaktivität wirkt kumulativ und statistisch. Das bedeutet, unabhängig von der Anzahl Menschen, über welche die tödliche Gesamtstrahlungsenergie von 375 J für einen Toten verschüttet wird, wird immer ein Toter daraus resultieren. Nicht sofort, aber irgendwann."

Was sie behaupten ist keine Realität sondern ein MODEL der biologischen Strahlenwirkung,
bekannt als LNT, neudeutsch Linear no-threshold model, also die lineare Dosis-Wirkungsbeziehung.

Das lässt sich doch statistisch überprüfen und IST natürlich xmal überprüft worden.
Das Ergebnis ist immer wieder:
Es gibt KEINE Linearität, sondern eine Dosisschwelle,
nicht selten in der Biologie,
gerade hier auch zu erwarten, denn es gibt KEINE STRAHLUNGSFREIE UMGEBUNG in der Natur.
Die LNT, die Sie hier fleißig predigen ist also durch die Realität widerlegt.
Unterhalb dieser Schwellendosis hat Radioaktivität immer noch eine biologische Wirkung,
ABER EINE POSITIVE!
Krebsraten steigen nicht, sie sinken.
Das kann man sogar in Wiki nachlesen.

Und für ganz ganz tief Naturverbundene, nicht rational denkende, aber um so "sensiblere"
werden ja "menschlich" erzeugte, oder "künstliche" Strahlung streng unterschieden,
das ist wie bei dem gravierenden (nicht vorhandenen) Unterschied von Vit. C aus "sonnengereiften" Orangen - bei "Sonne" ist natürlich nur unsere eigene Sonne akzeptiert, nicht irgend eine fremde -
zur "menschengemachten" "künstlichen" Synthese aus Zucker
(D-Glucose, 1933, Reichstein-Synthese, Nobelpreis),
oder anderen Verfahren.

Also massiven "natürliche" Strahlung, wie im Schwarzwald darf keinen Krebs verursachen,
während die "menschengemachte" "künstliche" das natürlich muss, insbesondere AKW´s,
denn bei Krebsbehandlung durch Bestrahlung darf man ja nicht so sein.

Also sie muss, laut Marie,
tut sie aber nicht! Das weis man schon länger!
Es ist einfach UNTER der besagten biologischen Schwellendosis.
Im Gegenteil:
"Die Krebsmortalität unter den Nukleararbeitern mit einer durchschnittlichen arbeitsplatzbedingten Strahlenexposition, die nur ein kleines Vielfaches der natürlichen Hintergrundstrahlung beträgt, war in einigen Studien 15 bis 20 % geringer als die in der allgemeinen Bevölkerung."
Quelle:
Kendall, G. M., Muirhead, C. R., MacGibbon, B. H., O'Hagen, J. A., Conquest, A. J., Goodill, A. A., Butland, B. K., Fell, T. P., Jackson, D. A., Webb, M. A., Haylock, R. G. E., Thomas, J. M., Silk, T. J.: Mortality and Occupational Exposure to Radiation: First Analysis of the National Registry for Radiation Workers. Br. Med. J. 304: 220–225 (1992)

Die gleiche Dosisschwelle gilt natürlich auch für Sonnenbestrahlung,
und bei all den Aktionen gegen Hautkrebs darf man nicht aus den Auge verlieren, dass auch Sonnenbestrahlung eine deutliche biologische (immunologische) Wirkung hat, die in der Gesamtbilanz eindeutig POSITIV ist,
Die Darm- und Brustkrebsrate (häufigste Tumoren) sinken.
Ein AKW kann man also wie eine kleine Sonne betrachten.

mfG

9

@33

beim Sonnenbrand haben Sie unrecht. Wer zig Sonnenbrände in seinem Leben bekommt, schädigt damit nachhaltig seine Haut...schauen Sie mal in den Spiegel;)

10

Oh jeh, welchen Unsinn lese ich da: „Radioaktivität wirkt kumulativ…“

So ist das nicht, das ist eine Annahme, die von der ICRP gemacht wird, aus Gründen zum Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes. Radioaktivität hat positive Wirkungen auf Organismenbei niedriger Dosis, das ist in vielen Fällen bewiesen worden. Allerdings sind die Effekte oft klein, daher nicht besonders deutlich nachweisbar. Diese positiven Wirkungen haben in der Medizin den Namen „adaptive Antwort“, und bei Radioaktivität hat sich der Name „Hormesis“ eingebürgert. Die hauptamtlichen Strahlenschützer reden nicht über diese Effekte, bei dem Fachsymposium „Strahlenschutz – Ein Jahr nach Fukushima“ des Deutsch-Schweizerischen Fachverbandes für Strahlenschutz e.V. (FS), 8. und 9.März 2012 in Mainz hat gerade ein Vortragender das Wort ein einziges Mal benutzt. Strahlung zerstört chemische Bindungen, das machen Chemikalien auch, ebenfalls UV-Strahlung. Jedermann weiß, daß ein Sonnenbrand wieder schnell fort ist, nix kumulativ. Ebenfalls ein Schwips durch die Chemikalie Ethanol. Wie wäre es, wenn man aus Analogie bei Sonnenbestrahlung und Ethanol ebenfalls eine Lebenszeitdosis einführt? Sollte jeder machen, der an „Radioaktivität wirkt kumulativ…“ GLAUBT, z.B. das A.Marie.
Niemann

11

#26: Lutz Niemann sagt:

" In der eindrucksvollen Pyramide des Matterhorns (aus Granit) ist 1000 bis 10-tausend mal so viel Radioaktivität enthalten wie tief unten in der ASSE."

Die im Matterhorn verborgene Radioaktivität, wenn ich einmal 10ppm Uran unterstelle, ist in der Tat harmlos. Nehmen wir einmal 10 km³ Material an und gucken mal, wie sich das bemerkbar machen wird.

In 10 km³ sind dann ungefähr 270 Mio kg Uran enthalten. Macht dann 1,3e-9 kg/s Zerfall aus, was bis Blei zerfallen ungefähr 20000 W Zerfallsleistung entspricht.

Jedoch macht sich das nicht so stark für uns bemerkbar, da die Leistung im Inneren freigesetzt wird und die Strahlung nicht weiter als rund 0,1 mm durch das Gestein dringt.

Wir müssen also die Oberfläche der 10 km³ betrachten und als Würfel gerechnet sind das rund 30 km² und die 0,1 mm dicke Schicht enthält dann nur 81 kg Uran und die Zerfallsleistung beträgt dann nur noch 0,006 W.

Wenn Sie dort herumkraxeln und 1 m² "schaffen", bekommen Sie maximal 0,2 Nanowatt ab!
Nach 1 Jahr Bauchkraxeln haben Sie dann schon eine Dosis von 0,08 Milligray geschafft!

Um dieselbe Strahlung wie bei der Matterhornkraxelei mit Strontium 90 zu erhalten, müssen Sie schon 0,09 Nanogramm Strontium 90 inkorporiert haben.

Das dürften Sie nach der Strahlenschutzverordnung ungefähr in 1-2 Tagen zu sich nehmen. Ich habe die Werte gerade nicht im Kopf.

Bekanntermaßen sind 5 Sv eine tödliche Strahlendosis. Bei einem 75 kg Menschen sind das 375 J, wenn man einen Wirkungsfaktor von 1 annimmt.

Hier eine Beispielrechnung für einen 75 kg Menschen, der täglich eine bestimmte Menge SR90 inkorporiert, Wirkungsfaktor 1. Berücksichtigt ist auch die biologische Halbwertszeit:

Nanogramm/Tag: 1,98 Gesamtzufuhr Mikrogramm: 2,79 Tod nach 3,86 Jahren

Nanogramm/Tag: 0,594 Gesamtzufuhr Mikrogramm: 1,56 Tod nach 7,2 Jahren

Nanogramm/Tag: 0,198 Gesamtzufuhr Mikrogramm: 0,936 Tod nach 12,9 Jahren

Nanogramm/Tag: 0,0594 Gesamtzufuhr Mikrogramm: 0,55 Tod nach 25,5 Jahren

Nanogramm/Tag: 0,0198 Gesamtzufuhr Mikrogramm: 0,364 Tod nach 50,2 Jahren

Bei Kindern sieht es natürlich anders aus.

Radioaktivität wirkt kumulativ und statistisch. Das bedeutet, unabhängig von der Anzahl Menschen, über welche die tödliche Gesamtstrahlungsenergie von 375 J für einen Toten verschüttet wird, wird immer ein Toter daraus resultieren. Nicht sofort, aber irgendwann.

Und wieviele Gramm Strontiom 90 erzeugen wir jährlich in den AKWs?

12

@ 23# Herr Niemann, ich möchte an Ihren wohlwollenden Kommentar anknüpfen.

Wir werden mit emotional unterstützen Informationen bombardiert und erleiden schnell Schiffbruch angesichts der Menge und der mit gut und schlecht vorbesetzen Selektion durch Meinungsmacher wie Medien und einer latent wirkenden Gruppendynamik (Umfeld, Öffentlichkeit) bei der eigenen Entscheidung was ist richtig, was ist falsch, besonders bei gemischten Botschaften, bei der Wahres mit Unwahren geschickt, ab- und unabsichtlich vermischt werden und eine eigene Nachprüfung wegen fehlenden, vergessenen oder unzureichenden Wissen erschwert und vermeintliche Experten perfekt das trojanische Spiel spielen. Die kurzgefasste, kaum in Gänze umsetzbare dennoch sinnvolle Abwehr gegen Manipulation lautet: Prüfe alles, glaube nichts.

Dass Botschaftsvermittler Emotionen nutzen, ist Jahrtausende altes Handwerk. Bedenklich wird es, wenn der Inhalt nicht mit der Verpackung übereinstimmt, also ein trojanisches Pferd ist. Wenn Kleber in seiner als sachlich neutral dargestellten Nachrichtensendung permanent seine politische Ansichten dem Zuschauer unterjubelt wie nicht nur die Tage zum staatsrussisch werdenden Depardieu, so gehört das dort nicht hin oder eindeutig als persönliche Meinung des Sprechers gekennzeichnet und aus Sicht des Arbeitgebers bei Ernstnehmen des eigenen Qualitätsanspruches abzumahnen und ein das weiter missachtender Mitarbeiter aus der Position zu entfernen. Es scheint jedoch gerade das ZDF vorbildhaft darin, ein solches Verhalten zu dulden wenn nicht gar dazu zu ermutigen, bestimmte politisch-korrekte Ansichten bei sich jeder dazu ergebenden Möglichkeit kundzutun. In einen die Tage gesehenen Reisebericht über Kanada, auch vom ZDF, wurde natürlich wie jämmerlich gewohnt Klimawandel erwähnt. Es reicht für uns aufgrund der jahrelangen dauerbefeuerten medialen Vorkonditionierung das Stichwort Klimawandel, um damit gewisse negative Bilder und Schuldaussagen zu verbinden. Dabei geht schnell zur richtigen Einordnung der Aussagen unter, wie bei diesem Film-Reiseabstecher an den kanadischen Polarkreis, dass sich das Stichwort Klimawandel und die absichtlich nur wage angedeuteten Auswirkungen, Eis wird immer dünner, auf eine besuchte Küste eines riesigen Gesamtgebietes bezog, dass bei sechsfacher Größe als Deutschland von gerade 30.000 Menschen bewohnt ist. Also das mit Klimawandel unterstellte hinsichtlich der Lebensbedingungen, des Ortes und der Anzahl der Betroffenen zu relativieren wäre.

Ähnlich verhält es sich in ALLEN Lebensfragen und damit ist eine grundsätzliche Schwierigkeit verbunden, zu erkennen, welche möglichen Ziele ein Überbringer in einer emotional aufgeladenen Geschichte versteckt hat. Besonders wenn man der Verpackung des Geschichtenerzählers nicht abgeneigt und damit bereits selektiv vor-urteilend also schlicht befangen ist:

Radioaktive Strahlen sind gefährlich, machen Strahlenkrank und verursachen Krebs, sind die fürchterlichsten Waffen, die Mensch je erfinden konnte. Wir Menschen sollten die Finger davon weglassen, wer mit dem Feuer spielt… ASSE ist abgesoffen, denkt an Tschernobyl, Fukushima und DIE setzen uns aus Profitgier und Verantwortungslosigkeit bewusst dieser unbeherrschbaren und Jahrtausende währenden Gefahr aus…

Es geht aber auch so: Radioaktive Strahlen Stoffe sind gefährlich, töten gefährliche Keime, machen verderbliche Lebensmittel haltbar, können schwerwiegende Erkrankungen und Verletzungen sichtbar machen und den Heilungsprozess unterstützen, entartete Zellwucherungen zerstören, liefern uns sehr viel beherrschbare Energie fürs Produktions- und Antriebsprozesse, die Welt ist radioaktiv und alles was je existiert hat, existiert und existieren wird besteht aus mehr oder weniger noch radioaktiven Spaltprodukten…

Beide polarisierenden Ansichten kenne ich aus meinen schon etwas längeren Leben. Beide sind mögliche Sichtweisen mit vielen Abstufungen, nur was zählt für wen wann und warum?

EIKE e.V. z.B. bemüht sich durch Engagement seiner Mitglieder und Unterstützer etwas mehr Licht ins Wissensdunkel und damit klarere Sicht auf die Dinge zu ermöglichen. Der Fragenkatalog des Artikels ist ein guter Ansatz dazu.

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#27: Dr. Gerhard Stehlik
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"1 kg Uran als Spaltprodukt bedeutet freigesetzt in Deutschland bereits, daß Deutschland evakuiert werden muß und unbewohnbar ist.“

Das erfordert, dass aus 1 kg Uran zwei Atombomben gebaut werden und die dann zur Zündung von zwei Wasserstoffbomben eingesetzt werden. Dann ist Deutschland unbewohnbar.
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Nein. Offensichtlich sind Sie unbeleckt. Mit Wasserstoffbombe hat das nichts zu tun, da hierbei der H nur fusioniert.

Und aus 1 kg in einer Bombe gespaltenem Uran kommt auf der Oberfläche kaum etwas von den Spaltprodukten an! Vielleicht 1 Gramm!

Das geht alle in die Atmosphäre und wird weltweit verteilt.

Haben Sie schon einmal einen Atompilz gesehen?

"„Falsches Zeugnis abgeben über naturwissenschaftlich gesicherte Sachverhalte“ sollte wirklich durch einen neu zu schaffenden Paragraphen im StGB als Betrug strafverfolgt werden."

Das gilt in Ihrem Fall zweifelsfrei! 20 Jahre halte ich für angemessen!

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#28: Thomas Lutz sagt:am Montag, 14.01.2013, 20:07

Zitat:
"Lesen sie mal Radioaktivität - Aberglaube und Wissenschaft von Dr Hermann Hinsch"

Sehr geehrter Herr Lutz,

dieses Buch ist mir, auch Aufgrund der Empfehlungen hier bei EIKE, bereits bekannt. Dennoch vielen Dank für den Hinweis.

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#20: Uwe Klasen

Könnte sein, Physik und Mathe besonders in dieser Kombination und Reihenfolge sind für Gutmenschen unferständliche Fächer mit 777 Siegeln.
Leider.

Und Leider läst sich A Marie wie jeder Grüne nicht zum Denken bewegen.

Denn alle anderen Ingenieure Physiker und Meister die etwas anderes sagen oder nur Denken sind Phöse.
Übrigens gibt Dr Lutz Niemann sich hier schon die größte Mühe.
A. Marie auch ich durfte durch die Fakten die Atom Angst als geradezu lächerlich erkennen.

Lesen sie mal Radioaktivität - Aberglaube und Wissenschaft von Dr Hermann Hinsch
http://tinyurl.com/7fyagw3

Sogar mein Schwiegervater sagte, es nimmt die Angst.

MFG

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Dr. Rer. Nat. Gerhard Stehlik

#7: A. Marie sagt am Sonntag, 13.01.2013, 16:05:
"1 kg Uran als Spaltprodukt bedeutet freigesetzt in Deutschland bereits, daß Deutschland evakuiert werden muß und unbewohnbar ist.“

Das erfordert, dass aus 1 kg Uran zwei Atombomben gebaut werden und die dann zur Zündung von zwei Wasserstoffbomben eingesetzt werden. Dann ist Deutschland unbewohnbar.

Und solche Arten von „hochgerechneten Möglichkeiten“ kann man heute über die Medien den deutschen Abgeordneten verkaufen, die Juristen, Pädagogen, Steuerberater und so weiter sind und die Politik in Deutschland bestimmen.

Die Toxizität von Radionukliden ist heute so was von gut bekannt, weil die radioaktive Markierung von Wirkstoffen, die Methode der Wahl zur Aufklärung ihrer Verteilung im Körper ist. Dazu gehört aber auch die diagnostische Anwendung am Menschen selbst beginnend mit der Schilddrüse, die dann bei der Tumordiagnostik und vor allem bei der Tumorbekämpfung den ganzen Körper umfasst.

„Falsches Zeugnis abgeben über naturwissenschaftlich gesicherte Sachverhalte“ sollte wirklich durch einen neu zu schaffenden Paragraphen im StGB als Betrug strafverfolgt werden. Die gute alte „Freiheit der Wissenschaft“ muss gegen den ideologisch perfektioniert „Freiheit zum Betrug“ geschützt werden.

Dr. Gerhard Stehlik, Hanau

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„…und das ist dann einfach die Rechnung…“

Rechnen ist immer gut, so ergibt sich durch Rechnung: In der eindrucksvollen Pyramide des Matterhorns (aus Granit) ist 1000 bis 10-tausend mal so viel Radioaktivität enthalten wie tief unten in der ASSE. Sollte dann nicht zuerst das Matterhorn tief im Ozean endgelagert werden…. Oh jeh, Marie, überall ist Radioaktivität, in der Natur ist mehr enthalten als der Mensch je erzeugen kann. Rechnen!
Niemann

18

#21: Werner Moß sagt:

"Zum Atommüll: Über die Gefährlichkeit dieser Stoffe kann man sowieso keine klare Aussage machen. Je nach politischer Überzeugung werden diese Stoffe entweder

total verharmlost, oder übertrieben verkatastrophiert."

Leider. Dennoch gibt es massenhaft Erkenntnisse und auch Beobachtungen, welche objektive quantitative Aussagen zulassen. Auch ich hatte früher die Erfahrung

gemacht, daß bei den Menschen das Hirn durchgehen kann, indem sie etwa die idiotische Forderung stellen "ein Toter ist schon zuviel" und damit die Kernenergie

ablehnen. Mit solchen Durchstartpanikern wollte ich nichts zu tun haben. Ich beurteile die Gefahren so objektiv wie möglich und das ist dann einfach die Rechnung.

"Das Bild da oben aus Frankreich sieht doch ganz gut aus. Boden und Wände, so vermute ich, werden wasserdicht gemacht."

Das Problem dabei ist die Dauerhaftigkeit und die Gefährdung von oben wie auch von unten. Sie kennen sicher die Sinkholes, wo sich plötzlich ein Abgrund auftut und

Erdbeben gibt es in einigen hundert Jahren auch einmal. Außerdem muß ein solches "öffentliches" Lager auch bewacht werden.
Um den üblichen Problemen aus dem Weg zu gehen habe ich mir eben meine 3. Möglichkeit überlegt, welche mir sehr vorteilhaft erscheint. Beton ist ein sehr guter

Basiswerkstoff und hält mittlere Ewigkeiten. Und irgendeine Barriere für durchdiffundierende Radioaktivität wird es sicher auch geben und nach einigen hundert Jahren ist die Aktivität sowieso schon sehr stark abgeklungen. Und falls dennoch etwas passieren sollte, bleibt die Radioaktivität in so großen Tiefen, daß sie uns wahrscheinlich auch nicht mehr gefährlich werden kann. Dieses "Lager" ist zudem mobil und kann bei Gefahr auch irgendwohin anders transportiert werden.
Notfalls ist es auch "sauber" zurückholbar.

19

Wenn das alles stimmt dann wissen das auch die Politiker-nur sie trauen sich nicht die Wahrheit zu sagen weil sie dann Wählerstimmen verlieren.

ps:Die Grünen fordern auch alle Gelder zur Erforschung der Transmutation einzustellen bzw. diese in Windkraft etc. zu investieren.

20

Danke, volle Zustimmung Herr Rainer Manz, #19.

Mir fällt zu Asbest gern folgendes ein: In der MAK-Liste, die von Toxikologen gemacht wird, stehen unter III. „Krebserzeugende Arbeitsstoffe“ insgesamt 290 Positionen. Und da steht unter 1) wo Asbest eingeordnet ist, nun ebenfalls Eichenholzstaub und Buchenholzstaub. Alle Arten von Holzstaub wur-den als kanzerogen im Tierversuch festgestellt (steht unter 3B). Asbest im Kindergarten, oh jeh, da kochen die Emotionen. Aber spielen mit Holzspielzeug, das ist gut, am besten ungeschützt durch Farbe (Chemiekalien sind pfui Deibel, igitt).

Emotionen werden absichtlich erzeugt, die Medien machen das. Wie man das bewerkstelligen kann, dazu gibt es von den Leuten im Allensbacher Institut schöne Beispiele.
Niemann

21

Zu #17 F. Weyhers
Es gibt da eine Broschüre „Asse Ein Bergwerk wird geschlossen“, 2004, noch von Leuten der GSF geschrieben. Der Bericht lässt sich auch digital im Internet finden. Auf Seite 16 ist das Aktivitätsinventar der ASSE aufgeführt, gemessen in Becquerel. Ich habe das in Masseeinheiten umgerechnet und schreibe das hier auf:
Pu-239: 10kg; Pu-241: 0,25kg; Ra-226: 0,01kg; Th-232: 100t; U-235: 5t; U-236:5kg; U-238: 100t.

Sie sehen, hier fehlt die Angabe von Pu-240, das wurde schlicht und einfach vergessen und niemand hatte es bemerkt. Jedermann weiß (sollte wissen!!!), daß bei Vorhandensein von Pu-239 und Pu-241 auch das Nuklid Pu-240 zugegen sein muß, es geht nicht anders. So etwas sind kleine Fehler, nie-mand ist fehlerfrei.

Und bedenken Sie bitte: Jedes normale Hausgrundstück von 500 Quadratmeter enthält in seiner oberflächlichen Bodenschicht von einem Meter Tiefe im Mittel etwa 3 kg Uran und 12 kg Thorium. Das folgt aus den mittleren Konzentrationen, wie ich sie übernommen habe aus Tabellenwerken (Zitat 4). In Gebieten mit erhöhter Bodenstrahlung können diese Werte gern um den Faktor 100 höher liegen. Kollegen aus Karlsruhe, die sich auskennen, sind mit dem Meßgerät im Schwarzwald auf die Suche gegangen und natürlich fündig geworden. Es gibt nämlich dort Uran-Lagerstätten. Bodenstrahlung für Menschen in einem Meter über dem Boden 50 mSv pro Jahr, obwohl das nach unseren Strahlen-schutzgesetzen verboten ist. Na ja, diese Gesetze gab es noch nicht, als unser Herrgott die Erde erschuf, sonst hätte er es wohl beachtet.

Niemann

22

an A. Marie
Ich finde es gut, dass Sie hier Ihre Meinung sagen, auch wenn hier scheinbar persönliche Kränkungen mehr zählen, als Argumente. Und hier eine Mitteilung an alle runter gezogenen Mundwinkel: Schämt Euch, sonst wachsen Euch die Mundwinkel fest und ihr seht aus, wie die ... .
Zum Atommüll: Über die Gefährlichkeit dieser Stoffe kann man sowieso keine klare Aussage machen. Je nach politischer Überzeugung werden diese Stoffe entweder total verharmlost, oder übertrieben verkatastrophiert.
Das Bild da oben aus Frankreich sieht doch ganz gut aus. Boden und Wände, so vermute ich, werden wasserdicht gemacht. Solche Lager haben große Vorteile, gegenüber den Tiefenlagern in Salzstöcken, denn die gelagerten Stoffe sind rückholbar und können von unseren Enkeln genutzt werden.
Was die Asse betrifft: Die Rückholung wurde jahrzehntelang politisch erfolgreich verzögert. Somit ist eine Rückholung ist jetzt nicht mehr möglich, weil das zu gefährlich ist. Die Asse müssen wir aufgeben, denn wer will freiwillig da unten rein, buddeln, und vergiftet oder verschüttet werden?

23

#12: Thomas Lutz sagt:am Sonntag, 13.01.2013, 19:27

#7 #11: A. Marie

Unglaublich was Sie hier für einen Schmarren abseuern.

Woher haben Sie eigentlich ihr "Wissen" ?
Das würde mich wirklich mal interesieren.
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Sehr geehrter Hr. Lutz,

ich behaupte, A.Marie hat sich auf folgendem Wiki "weitergebildet":

Quelle: http://tinyurl.com/yym7op

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Bemerkenswert richtige Fragen zum Thema Asse.

Der ganze medial und politisch aufgeblasene Zirkus um die Asse erinnert mich an ein völlig banales Ereignis, dennoch in dem betroffenen Ort Wellen schlagendes Ereignis während einer Bauamtstätigkeit dort. Es ging dabei um asbesthaltige Nachtspeicheröfen in Kindergärten. Gegen alle rational-sachlichen und wirtschaftlichen Erwägungen wurden damals wegen der bei Eltern, Personal und sich teils anschließender Gemeinderäte aufgeheizten Angststimmung auf Rat-Mehrheitsbeschluss im Rundumschlag alle Öfen ausgetauscht, obwohl bei zwei von sieben Kindergärten die Geräte gar nicht Asbesthaltig waren. Mir als das umsetzenden Verwaltungsmitarbeiter wurde auf meine fachlichen Einwände zu diesem unnötigen Gießkannenprinzip deutlich zu verstehen gegeben, die Schnauze zu halten. Warum ich das erwähne?

Gegen emotional aufgebaute und am Laufen gehaltene Ängste und Panikmache ist kein Vernunftkraut gewachsen. Und dabei kommt es nicht darauf an, ob der Angstauslöser nun real ist oder sich nur als Hirngespinst fernab tatsächlicher Lebensgefahr festgesetzt hat. Radioaktivität ist eine solche kollektive und persönlich von vielen übernommene Chimäre, die zwar einen realen und je nach Dosis und Einwirkung tödlichen Kern wie alle anderen Lebensgefahren hat, in der Bewertung hinsichtlich der konkreten Gefahren jedoch stark überbetont wird, wie uns kommentierende Protagonisten auch hier lebhaft und immer wieder vor Augen führen. Durch eine verzerrte Sicht auf die Dinge und Geschehnisse kommt es auf kollektiver Ebene zu sehr teuren, fragwürdigen Fehleinschätzungen und gefährlichen Entscheidungen, wie uns nicht nur die Energiewende und deren Folgen für Wohlstand, Frieden und Freiheit in dieser und für diese Gesellschaft für bereits aufgewachte zeigt und absehbar auch für die Schlafmützen unter uns zeigen wird.

Verschärft wird das Ganze in Deutschland durch Systemstrukturen und menschliche, gesellschaftlich potenziert wirksame Torheiten, die stets latent natürlich mögliche Lebensereignisse wie den Tsunami im fernen Japan oder auch absichtliche Inszenierungen (wie Klimawandelhype) dazu fähiger Kreise ins falsche Licht rücken lassen.

Wenn unsere „Weltverbesserer“ an den Schaltzentralen der Macht und Auslegungshoheit mit der Schar der willig Gläubigen nun ASSE vermeintlich von der bösen Radioaktivität national befreien wollen, dann ist neben den richtigen Fragen des Artikels ganz pragmatisch zu denken, was man mit den dafür dann verbratenen Milliarden alles hätte machen können. Für die Allgemeinheit und besonders für jeden Einzelnen, der für all die unsinnigen politischen Großtaten begleitet von kollektiver wie auch persönlicher Verantwortungslosigkeit und vorrangiger Interessenbedienung im Kleinen wie im Großen zwangsweise zur Kasse gebeten wird.

Einer der größten neuzeitlichen privat organisierten Diebstähle, als 60ziger-Jahre Kassenschlager Die Gentlemen bitten zur Kasse verfilmt, ist als Verbrechen dagegen ein kitzekleiner Ritzer im Weltenlauf staatlicher „Inanspruchnahme“ der produktiv geschaffenen Einkommen und Vermögen. Und dazu noch leistungslos repräsentiert wie durch manch einen der sich zur Wahl erneut stellenden und dennoch wiedergewählten. Aber nicht folgenlos bleibend.

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#16: H. Urbahn sagt:
"#11 A. Marie haben Sie schon einmal von Oklo in Gabun gehört. Dort waren acht natürliche Reaktoren vor gut 2 Milliarden Jahren die etwa 100000 Jahre intermittierend gelaufen sind."

Sicher. Wenn Sie die 2 Mrd. Jahre glauben, so wie die anderen hier mit Sicherheit auch, folgt daraus auch, daß untehalb der Erdkruste nur noch Gas existieren kann. Weil bei Unterstellung von üblichen 4,56 Mrd. Jahren Erdalter alleine die Zerfallswärme von Uran, Thorium und Kalium abzüglich der Wärmeverluste durch die Erdkruste 200 MJ/kgErdmaterial betragen muß und das bedeutet, daß das Material unterhalb der Erdkruste gasförmig sein muß.

#15: U. Langer sagt:

Blubblub

#13: Kurt Laburda sagt:

Blubblub

#12: Thomas Lutz sagt:

"Woher haben Sie eigentlich ihr "Wissen" ?
Das würde mich wirklich mal interesieren."

Wird Ihnen nix nützen, wenn ich das erzählen würde.

26

In der Grafik im Artikel werden 100 Tonnen Uran, 100 Tonnen Thorium und 10 kg Plutonium als Abfallmenge im Endlager (ASSE) genannt. Woher stammen diese Zahlen?
Der TÜV SÜD hat den Inventarbericht des Helmholtzzentrums geprüft und dabei andere Werte gefunden.
http://tinyurl.com/b9dlzya
MfG
F. Weyhers

27

#11 A. Marie haben Sie schon einmal von Oklo in Gabun gehört. Dort waren acht natürliche Reaktoren vor gut 2 Milliarden Jahren die etwa 100000 Jahre intermittierend gelaufen sind. Alle nicht flüchtigen Spaltprodukte sowie alle Transurane haben sich vom Entstehungsort nicht mehr als maximal einige Meter entfernt ohne daß irgendwelche Schutzmaßnahmen getroffen wurden. die Uran-Lagerstätte, wo die Reaktoren gelaufen sind, war bis heute immer von Wasser durchflossen.
mfG
H. Urbahn

28

Wer also der Meinung ist, man könnte mit Leuten wie A. Marie diskutieren, muss sich auf dieses Niveau herablassen:

„Spaltprodukte unterhalb der Erdkruste verbringen. Dort ist Gas und die schweren Spaltprodukte "verflüchtigen" sich Richtung Erdzentrum. Dort wütet sowieso ein gigantischer Kernreaktor.“

Viel Spaß!

29

Im März 2013 soll das Gesetz zur ASSE im Bundestag beschlossen werden, so ist der Zeitplan. Wie es aussieht, werden wohl wieder alle dafür stimmen, mit Ausnahme von 10 bis 20 Gegenstimmen.
Die von mir benannten Fragen sollten an die Parlamentarier gestellt werden. Ich werde meine Wahlkreisabgeordnete (das ist Frau Ministerin Ilse Aigner) dazu fragen, indem ich ihr meinen Text mit der Bitte um Stellungnahme zuschicke. Mal sehen, ob/was sie antwortet.
Vielleicht könnte der eine oder andere der EIKE-Leser ebenso verfahren beim eigenen Abgeordneten. Das wäre eine Bitte von mir. (Die Skizze ist nicht so recht gelungen in der Darstellung, bitte bei mir oder admin das Original anfordern).
Niemann

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#11: A. Marie sagt:am Sonntag, 13.01.2013, 16:23

Es gibt m.E. nur 3 Möglichkeiten der Endlagerung.

Fürs Funkenmariechen gibts nur eine:
02421 40 ext. 0
Da werden sie geholfen.....

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#7 #11: A. Marie

Unglaublich was Sie hier für einen Schmarren abseuern.

Woher haben Sie eigentlich ihr "Wissen" ?
Das würde mich wirklich mal interesieren.

MFG

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Es gibt m.E. nur 3 Möglichkeiten der Endlagerung.

1. Spaltprodukte ins Weltall schießen

2. Spaltprodukte unterhalb der Erdkruste verbringen. Dort ist Gas und die schweren Spaltprodukte "verflüchtigen" sich Richtung Erdzentrum. Dort wütet sowieso ein gigantischer Kernreaktor.

3. Einen mit Spaltprodukten gefüllten sicheren dickwandigen Betonbehälter oberhalb des Meeresbodens vertäut frei schwimmen lassen. Dimensionierung so, daß die Kühlung ausreichend ist und Mantelung so, daß Spaltprodukte nicht ins Wasser gelangen. Das ganze in vielleicht 5000 m Tiefe und 100 m über Grund. Dann gibt es auch keine Probleme mit Erdbeben und wenn irgendetwas kritisch wird, können die Behälter auch leicht bewegt werden.

33

Ganz heisser Lesetip: Das Märchen von der ASSE
Zu bestellen hier (rechts oben). Das Werk eines Insiders.

34

Zu unserem Freund Siggi Pop:
Fettel Gabriel hat doch auch VW um 100.000 abgebettelt, als das niedersächsische Wahlvolk ihn aus dem Amt gejagt hat.
100.000 Euro von VW
“Um Cones rankten sich in Hannover Gerüchte. Die Zwei-Mann-Firma, die Gabriel
zusammen mit einem Anwalt in Halle betrieb, sei nur gegründet worden, damit der damalige Oppositionschef im niedersächsischen Landtag eine Geschäftsbeziehung zum Landesunternehmen VW verschleiern konnte.”
http://tinyurl.com/a3bqee5
und:
Sigmar Gabriel: Ballermannflug

Hallo,
falls noch nicht gepostet:
http://tinyurl.com/ye42nd2
Kurz vorher brabbelte diese verlogene Trommel:
Wenn wir nicht sofort etwas gegen das CO2 tun, werden uns unsere Enkel dafür verfluchen.
Weiteres zu diesem verlogenen Gewerf: Eingabe auf Google: Sigmar Gabriel Flug Mallorca.
Gibt ganz schön Lesestoff!
Und damit kein Grüner auf dumme Gedanken kommt:
http://tinyurl.com/yatl57z
Geht um den Brasilienflug der grünen Künast und Tritt Ihn.
Die gleichen, verlogenen Ratten
Gruss

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Kristin Scharnowski

Kürzlich im Fernsehen: „Der Asse-Skandal“ http://tinyurl.com/bu32tsm. Nur geeignet für Leute, die unter niedrigem Blutdruck leiden und den ein wenig höher bringen wollen.
Schwülwarm sei es da unten, hieß es gleich zu Anfang. „Hä?“ fragte ich meinen Mann (wir waren mal dort), „kannst du dich erinnern, daß es SCHWÜL war?“ Nein, konnte er nicht. Warm war es unten, aber nicht schwül.
Herr König führte dramatisch eine bröselnde Mauer vor, die vom Salz zusammengedrückt wird, und andere Stellen, an denen die Stollen deformiert sind.
Die furchtbaren 12 m2 Wasser, die täglich in die Grube sickern (früher: „Die Asse säuft ab!“). Und großes Geschrei darüber, daß sie zum Verfüllen in die Grube Mariaglück gebracht werden und daß das den Steuerzahler, den armen Hund, 900.000 Euro im Jahr kostet. Ach, wenn das alles wäre, wofür wir sinnlos blechen müssen! Scheinheiliges Getue, das Wasser wäre mit nichts belastet, man könnte es auch für viel geringere Kosten in einen Fluß einleiten. Na, das Theater möchte ich erleben, wenn das wirklich gemacht würde.
Gelacht habe ich über die Leute, die meinten, beim Hauskauf in der Asse-Gegend das Geschäft ihres Lebens zu machen, weil sie meinten, das Haus Jahre später mit Riesengewinn weiterverkaufen zu können. Nun soll es angeblich nichts mehr wert sein wegen Zeugs in 800 m Tiefe, von dem niemand etwas merkt. Selber schuld, wenn man keine Ahnung hat und auch keine haben will.
Tränenreiche Filmsequenz über den Kindergarten, weil doch in der Asse-Gegend die Kinder wegen der radioaktiven Strahlung aus der Asse angeblich sterben wie die Fliegen. Dafür wirkte die Atmosphäre im Kindergarten leider zu entspannt. Keine Spur von permanenter Trauerfeier.
Was mich bei solchen Paniksendungen immer wieder wundert: Die Leute, die in der Asse oder Kernkraftwerken arbeiten/gearbeitet haben, müßten doch wegen der täglichen Nähe zur Gefahr erst recht schnell an Strahlenkrankheiten sterben. Das wäre das gefundene Fressen für alle Ökoreligiösen! Wieso sterben diese Leute nicht schneller als alle anderen?

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#2: Götz Woitoll sagt
"Wartet nur bis die Atomhysteriker wie A. Marie hier aufschlagen, da gibts dann pro Zeile mindestens eine Million Tote!"

Bin schon da 🙂

Aus dem Artikel:

"9. Es lässt sich berechnen, welche Menge an Uran die letale Strahlendosis ergibt; es müßten ca. 1 kg Uran verspeist werden. Die letale Dosis von Steinsalz liegt bei ca. 250g. Es ist also die Toxizität des Urans im Abfall geringer als diejenige vom umgebenden Steinsalz."

25 MBq Uran, entsprechend 1 kg Uran, sind also tödlich. Schön, daß das einmal zugegeben wird. Das schaffe "ich" jedoch mit weitaus weniger. 25 MBq Uran entsprechen ungefähr 10 Mikrogramm Strontium 90, wenn ich dieselbe Energiedosis zugrundelege.

Natürlich sind 10 Mikrogramm Strontium sogar sehr schnell tödlich. Wenn man sich etwas Zeit läßt, also vielleicht 30 Jahre, genügen auch 0,2 Mikrogramm. Über den Daumen gepeilt. Und natürlich nur für Erwachsene. Kinder, Babys und Föten kommen mit einem kleinen Bruchteil davon aus.

Der Artikelschreiber klammert vollständig das Spaltproduktproblem aus! Und nur die Spaltprodukte sind die echte Gefahr!

Sein "1 kg Uran" als Spaltprodukt bedeutet freigesetzt in Deutschland bereits, daß Deutschland evakuiert werden muß und unbewohnbar ist.

Wir haben aber noch mehr als nur 1 kg Spaltprodukte. Bei 18 GWel und 30% Wirkungsgrad fallen jährlich etwa 23500 kg Spaltproduke an.

37

#2: Götz Woitoll sagt:am Sonntag, 13.01.2013, 12:56

...
Wie sicher ist doch dagegen der Welt größte Giftmülldeponie in Herfa-Neurode. Eingebettet in einen bombensicheren Salzstock (hoppla: Salz? So wie in der Asse oder in Gorleben?), völlig ungefährlich für das Grundwasser, weil 800 m tief (Äh, wie tief liegen Asse und Gorleben?).
...
Einziger Unterschied zu Gorleben und der Asse: Der Müll in Herfa-Neurode ist politisch nicht giftig. Und nur das zählt.
#### #### ##

Sehr geehrter Herr Woitoll.

Was Sie gezeigt haben ist, dass Sie von geologischem Fachwissen ziemlich unbelastet sind.

Fangen Sie doch mal bei den Geologischen Schnitte durch diese Lager an...

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Es darf alles nicht eingelagert werden, weil es um Ideologie geht. Und gegen Ideologie ist eben anfangs kein Kraut gewachsen. Die Dinge werden sich erst dann wieder ändern, wenn auf Grund der Ideologie alles den Bach runter geht, und rundherum der Verfall offensichtsichtlich wird.
Das beste Beispiel war schließlich der real existierende Sozialismus. Schon 23 Jahre haben ausgereicht, dass die Deutschen mittlerweile die Auswirkungen von Ideologie vergessen haben. Sie wissen gar nicht, oder wollen es nicht wissen, aus welcher politischen Ecke diese Weltretter und Gutmenschen stammen. Auch unsere Bundeskanzlerin ist von solchen Ideologen erzogen worden. Das schüttelt man nicht bestimmt nicht alles ab.

"Es war schließlich nicht alles schlecht!"

Sie merken anscheinend garnicht die immer stärkere Bevormundung durch diese Ideologen. Auch dieser Artikel wird die breite Masse nicht erreichen.
Wir sind satt, und uns geht es schließlich noch gold.

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Markus Estermeier

Die machen mit ihren "guten" Ideen alles falsch, was man nur irgendwie falsch machen kann. Für was brauchen wir eigentlich noch Schulen und Universitäten, wenn die selbsternannten Experten doch alles besser wissen?

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Mir kam gleich zu Beginn der Lektüre dieses Artikels ein ganz anderer Gedanke: Gibt es nicht bald eine marktreife Technik, aus diesem "Abfall" nicht auch noch Energie zu gewinnen? Natürlich nicht in Deutschland. Hat man das im Ausland vielleicht schon im Blick, wenn man dieses Zeug oberflächennah lagert?

Und das mit der Kindheit? Ich möchte meine eigene Kindheit nicht nochmal erleben! Für EIKE Übersetzen macht aber trotzdem Spaß!

Chris Frey

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Wartet nur bis die Atomhysteriker wie A. Marie hier aufschlagen, da gibts dann pro Zeile mindestens eine Million Tote!
Wie sicher ist doch dagegen der Welt größte Giftmülldeponie in Herfa-Neurode. Eingebettet in einen bombensicheren Salzstock (hoppla: Salz? So wie in der Asse oder in Gorleben?), völlig ungefährlich für das Grundwasser, weil 800 m tief (Äh, wie tief liegen Asse und Gorleben?).
Na egal, Hauptsache der Müll strahlt nicht! Arsen, PCB, sonstige Gifte (auch aus der Solarzellenproduktion, wie pikant aber auch!) haben auch in 1000 Generationen nichts von ihrer Gefährlichkeit eingebüsst, da gibt es keine Halbwertszeiten.
Einziger Unterschied zu Gorleben und der Asse: Der Müll in Herfa-Neurode ist politisch nicht giftig. Und nur das zählt.

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Sehr guter Artikel - vielen Dank.
Bzgl. Gabriel:
Er hatte doch eine so schwere Kindheit, da passieren später schon mal einige Aussetzer.