Sonnenvorhersage für 2012: Eine Überprüfung!

Vor einem Jahr, genauer am 1. Januar 2012 wurde in diesem Artikel mit dem Titel „2012 Prediction: Solar Surprises!“ eine Neujahrs-Vorhersage über die Sonne gemacht. Es ist Zeit, diese Vorhersage zu überprüfen.

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An dem Tag, als jener Artikel geschrieben wurde, hatte es 5 aufeinander folgende Monate mit einer starken Zunahme der Sonnenaktivität gegeben. Während dieser Zeit hat sich die Sonnenfleckenzahl von 37 auf 97 nahezu verdreifacht. Sie sprang über das für den Zyklus 24 vorhergesagte Maximum von 90, das damals für Anfang 2013 erwartet worden war.

Seitdem hat sich eine Menge geändert. Die Überraschungen in der Sonnenphysik gehen immer weiter. Ihre Bedeutung hinsichtlich des globalen Klimas beginnen jetzt erst, sich zu klären.

Sonnenaktivität im Jahr 2012

Die beiden Bilder rechts zeigen die Veränderungen im Laufe des vergangenen Jahres. Sie entzogen sich immer noch der Prognose. In nur drei Monaten zu Beginn des Jahres 2012 ist die Sonnenfleckenzahl stärker zurück gegangen als sie in den fünf Monaten zuvor angestiegen war. Sie blieb seitdem immer niedrig. Heute ist klar, dass sich die Sonne merkwürdig oder merkwürdiger als vor einem Jahr verhält.

Komischerweise wird die Sonnenfleckenzahl im Jahr 2012 um 59,2 liegen, nur wenig mehr als 55,6 im Jahr zuvor. In beiden Jahren blieb sie den offiziellen Aufzeichnungen des Royal Observatorium of Belgium zufolge, die diese Zahl für die ganze Welt dokumentiert, immer noch unter dem bislang niedrigsten Spitzenwert seit 200 Jahren!

Der heutige Wert der Sonnenfleckenzahl beträgt müde 37.

Erkenntnisse des Jahres 2012

2012 hat die STEREO-Mission der NASA ein paar der besten 3D-Videos solarer CMEs überhaupt eingefangen:

Massive Filament Erupts on Sun

One of the Fastest CMEs on Record

Viele große Entdeckungen wurden 2012 gemacht. Eine davon ist der dramatische Sprung der Sonnenaktivität Ende 2011, welcher ein letzter absterbender Atemzug des Maximums der nördlichen Hemisphäre war, die ihr solares Maximum früher als erwartet erreicht hatte. Es wurde klar, dass die beiden Hemisphären der Sonne ihr Maximum zu unterschiedlichen Zeiten erreichen. Das Maximum der südlichen Hemisphäre könnte sich bis 2014 hinziehen.

Zyklus 24 beginnt, sehr dem Zyklus 14 zu ähneln, der vor 105 Jahren, also zwischen 1905 bis 1907, eine Doppelspitze aufwies. Einige Solarphysiker sagen auch diesmal einen Doppelgipfel voraus.

Sollte der Spitzenwert des Zyklus’ 24 unter einer Sonnenfleckenzahl von 60 liegen, wie es derzeit der Fall ist, wäre das das erste Mal seit dem Zyklus 6 im Jahr 1815 während des Dalton-Minimums.

Sonnenphysiker wie Leif Svalgaard, der sich gegen die vorherrschende Denkweise gewandt und eine sehr geringe Sonnenflecken-Aktivität bereits im Jahr 2005 vorhergesagt hatte, wurden 2012 in vollem Umfang bestätigt. Die geringe Sonnenflecken-Aktivität 2012 passt auch gut zu den Aufsehen erregenden Verlautbarungen [„bombshell announcements“] einer Konferenz in Las Cruces, Neu-Mexiko im Juli 2011.

Inzwischen sprechen Sonnenphysiker es laut aus … ein Grand Minimum der Sonnenaktivität ist im Entstehen und wird sich auf den nächsten und möglicherweise auch weitere Zyklen a

Schlussfolgerungen

Die Vorhersage einer Verschiebung des Paradigmas in unserem Verständnis der Sonne hat sich nicht bewahrheitet. Aber die Umkehrung der Sonnenaktivität 2012 bekräftigte dramatisch die überraschenden Ergebnisse der 2011 in Las Cruces verkündeten Entdeckungen.

Eine weitere überraschende Entdeckung 2012 fand sich in den aktualisierten Daten der Luft- und Wassertemperaturen weltweit von HadCRUT, dass nämlich die Temperatur der Erde seit 15 Jahren nicht mehr gestiegen ist.

Sowohl während des Dalton- als auch während des Maunder-Minimums war es kälter als heute. Die Frage ist, ob es auch beim kommenden Grand Minimum kälter sein wird.

Nahezu alle Sonnenphysiker glauben, dass das Maximum des gegenwärtigen Zyklus’ 24 außerordentlich ruhig verlaufen wird und dass im Zyklus 25 eher noch geringere Aktivität herrschen wird, wenn es einen solchen überhaupt noch geben sollte. Das letzte Mal geschah Vergleichbares während des Dalton-Minimums vor 200 Jahren und des Maunder-Minimums vor 400 Jahren.

Das IPCC glaubt nicht, dass es kälter wird, aber es bleibt die Tatsache, dass die gemessenen Temperaturen der Erde unter deren Projektionen liegen.

Was als Nächstes passiert, könnte für die kurzfristige Klimazukunft des Erdklimas sehr interessant sein.

azleader

Link: http://informthepundits.wordpress.com/2012/12/31/2012-sun-prediction-in-review/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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10 Kommentare

  1. Hallo Herr Faulenbach,
    Die Programme sind garantiert Virenfrei.
    Bei kompilierten Labview programmen warnen manche Virenscanner, da unbekannt. Mein Avast macht das auch.
    Ich habe dienstlich schon hunderte von Simulationstool weitergegeben. Keiner hatte Probleme.

  2. @Jürgen Uhlemann,

    Die Winter sind milder geworden. Ja wirklich! Beweis: Als 5-jähriger ging mir der Schnee bis über die Hüfte, heute als 50-jähriger nur noch bis an die Knie 🙂

    “Heftigster Wintereinbruch mit orkanartigen Schneestürmen in Nord-Deutschland führen zum Zusammenbruch des Verkehrs.“

    Die Baumschäden als Folgen dieses Winters wurden dann anfangs der 80er als „Waldsterben“ von bekannter Seite verkauft. Aus dieser Zeit fällt mir noch eine Anekdote ein: Ein damaliger Nachbar zeigte mir mit sorgenvollem Blick einen Baum der „wegen des Waldsterbens“ alle seine Nadeln verloren hatte. Der Baum war eine Lärche…… Heute tritt er in seiner Partei gegen den Klimawandel ein.

  3. Ich kann mich noch gut and the 60iger/70iger Jahre erinnern und damals war es sehr kalt und wir hatten viel Schnee.

    Die Grafik http://tinyurl.com/7qujh2d zeigt daß das Ende von Zyklus 19 und der Zyklus 20 dazu gut paßt.

    Rudi Carrell hatte in 1975 eine Hit mit “Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?”

    Sogar Mojib Latif sagte in “Pelzig hält sich”. “Ich bin jetzt 58 Jahre. Ich habe es selber aktiv miterlebt. Als ich Kind war, war praktisch immer kalter Winter, Eis, Schnee. Das war halt Winter. Und wenn es heute passiert ist es gleich ein Medienereignis. ”.

    Wenn wir jetzt “wieder” schlechte Sommer und kalte Winter haben dann ist es doch irgendwie so wie in den 60iger/70iger Jahren. Oder?
    Mojib Latif “wenn es heute passiert ist es gleich ein Medienereignis” hat vergessen daß es auch damals ein Medienereignis war.

    Vielleicht erinnert sich Mojib Latif, geboren in Hamburg, an den Dezember 1978 “Heftigster Wintereinbruch mit orkanartigen Schneestürmen in Nord-Deutschland führen zum Zusammenbruch des Verkehrs. Viele Orte in Schleswig-Holstein sind von der Außenwelt abgeschnitten, Züge und Autos bleiben in den Verwehungen stecken, die „norddeutsche Schneekatastrophe“, 17 Tote. Während man in München noch bei milden Temperaturen draußen sitzen kann, zieht die Front bis zur Silvesternacht unter Abschwächung bis zu den Alpen”. Ich lebte in München zu der Zeit und wir sahen im Fenseher wie Panzerfahrzeuge zu den eingeschneiten Leuten fuhren.

  4. Hallo zusammen,

    kaum war ich mit der Übersetzung fertig, als man bei EIKE verfolgen konnte, die die Anzahl von Sonnenflecken plötzlich explodierte. Ich habe keine Ahnung von Sonnenphysik (außer dem, was ich von Leistenschneider und Kowatsch gelernt habe). Aber dieses so plötzliche Aufflackern so vieler Flecken kann eigentlich nur eine kurzfristige Erscheinung sein, oder?

    Chris Frey, Übersetzer

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