Klimaforscher Nuccitellis Feiertagstipp: Um schneller nüchtern zu werden: etwas weniger Rum in den Eierflip!

Mit seiner Argumentation, dass eine Reduktion des Antriebs Abkühlung bringen wird, spricht Dana Nuticelli eigentlich nicht vom Trinken. Er spricht über den solaren Antrieb der globalen Temperatur, aber die Analogie mit dem Trinken ist ein einfacher Weg, um zu verstehen, wo seine Argumentation vom Wege abkommt.


Mr. Nuticelli, der auf dem konsens-erprobten Skeptical Science-Blog schreibt, hat sich über Henrik Svensmarks Wolken-Theorie des indirekten solaren Antriebs ausgelassen, deren Hypothese zufolge kosmische Hintergrundstrahlung (GCR) die Wolkenbildung begünstigen soll. Falls Svensmark recht hat, sollte ein starker Sonnenwind die Hintergrundstrahlung stärker daran hindern, die Erde zu erreichen, was zu weniger Wolkenbildung und damit zu einer Erwärmung der Oberfläche des Planeten führt.

Das kann unmöglich die Erwärmung zum Ende des 20. Jahrhunderts erklären, sagt Nuticelli, weil geschätzt wird (siehe die Krivova-Solanki-Graphik oben rechts), dass die GCR um das Jahr 1980 ein Maximum erreicht haben. Die RohDaten zeigen, dass das Maximum zehn Jahre später aufgetreten war, doch legen wir dies erst einmal beiseite. Nuticelli glaubt, dass die Änderung des Antriebs-Niveaus und nicht das Niveau des Antriebs bestimmt, ob sich das Klima erwärmt oder abkühlt.

Wenn also die GCR wirklich den solaren Einfluss auf die globalen Temperaturen verstärken, verstärken sie seit 1980 einen Abkühlungseffekt.

Die Abkühlung beginnt, sowie ein Antrieb das Maximum durchlaufen hat? Fehlanzeige. Die Tagestemperatur beginnt nicht ab 12 Uhr mittags zu fallen, sondern steigt noch weiter bis zur Mitte des Nachmittags. Der wärmste Tag des Jahres ist nicht der Tag der Sommer-Sonnenwende (nach dem die Tage kürzer werden), sondern die Tage im Mittsommer. Wenn man glaubt, dass die Abkühlung gleich nach Durchlaufen des Maximums beginnt, ist so ähnlich wie der Glaube, dass man nüchterner bleibt, wenn man etwas langsamer trinkt.

Hier kommt ein Ratschlag für Dana, an den er sich Silvester erinnern sollte: Es ist das Niveau des Alkoholpegels, der zählt. Falls Sie den Alkohol schneller trinken als Ihr Körper ihn wieder ausscheidet (nicht so, wie die Erde die Wärme ausscheidet, aber ähnlich genug), dann steigt der Alkoholspiegel im Blut. Man wird betrunkener, selbst wenn Sie die Rate, mit der Sie trinken, erniedrigt haben! Das stimmt – etwas weniger Rum in Ihrem Eierflip wird Sie nicht nüchtern machen. Ihr zunehmender Rausch kommt lediglich nicht ganz so schnell, und das gilt auch für den solaren Antrieb.

Wenn die Spitze des Antriebs im Rückschau-Spiegel erscheint, führt der Beginn des Abwärtstrends an diesem Punkt des Antriebs nicht zur Abkühlung. Er sorgt lediglich dafür, dass die Erwärmung etwas weniger rasch erfolgt. Erst wenn der Energie-Input in das Klimasystem auf das Niveau der abgestrahlten Energie zurückfällt, hört das System auf, sich zu erwärmen. Empirisch stellt sich dieser Zeitpunkt zur Mitte des Nachmittags, im Mittsommer und angenähert in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts ein.

Drei blinde Mäuse

Dana Nuticelli erzeugte drei weithin zitierte Zurückweisungen meiner Aussage, dass ein neuer Satz, der dem zweiten Entwurf (SOD) des AR 5 hinzugefügt worden ist, ein Satz, der starke Beweise für einen substantiellen Mechanismus der solaren Verstärkung einräumt, ein „Game Changer“ ist. Dieses Eingeständnis steht auf Seite 7-43 des SOD:

Viele empirische Beziehungen wurden zwischen der GCR oder kosmogenischen Isotopen-Archiven und einigen Aspekten des Klimasystems genannt … Der Antrieb von Änderungen durch die Gesamt-Solarstrahlung (TSI) scheint für diese Beobachtungen nicht in Frage zu kommen, was die Existenz eines Verstärkungs-Mechanismus’ impliziert wie der hypothetisierte Wolken-link.

Das ist deswegen ein Game Changer, weil der einzige solare Antrieb, der Eingang in die IPCC-Computermodelle gefunden hat, die sehr leichte Schwankung der TSI (oder „Solarkonstante“) ist. Falls andere solare Antriebe im Spiel sind durch Variable, die substantiell mit der Sonnenaktivität variieren, ist das das Aus für das Schlüsselergebnis des Berichtes (auf Seite 8-4), das wir „sehr hohes Vertrauen haben können, dass natürliche Kräfte ein kleiner Bruchteil des anthropogenen Antriebs sind“.

Die beiden am meisten erwähnten Zurückweisungen, die ich in der vorigen Woche [auf Deutsch bei EIKE hier]  beantwortet habe, stammen beide von Leitautoren des IPCC. Steven Sherwood, einer der 15 Leitautoren von Kapitel 7, tat so, als ob es bei dem Eingeständnis nur um „einen verstärkenden Mechanismus“ über den GCR-Wolken-Link gehen würde. Dann ging er weiter zu der Behauptung, dass der Beweis für den Link GCR-Wolken auf einen schwachen Mechanismus hinweist und benutzte das als Begründung, den Gedanken zu verwerfen, dass irgendein substantieller Antrieb außer der TSI wirksam sein könnte.

Das geht nicht auf. Der Beweis für „einen verstärkenden Mechanismus“ (Hervorhebung hinzugefügt) ist vollkommen getrennt vom Beweis des GCR-Wolken-Mechanismus’. Ersteres ist ein Paläo-Beweis, für den zahlreiche Studien geologischer Aufschlüsse starke Korrelationen zwischen Sonnenaktivität und Klima gefunden haben, die viele tausend Jahre zurückreichen. Der Beweis für den GCR-Wolken-Mechanismus stammt aus Kammerexperimenten und anhaltenden Beobachtungen der Mikrophysik von Wolken.

Es spielt keine Rolle, wie wenig Sherwood vom Beweis des GCR-Wolken-Links überzeugt ist. Dieser Beweis liefert nichts, was den im Berichtsentwurf erwähnten Paläo-Beweis widerlegen könnte, dass nämlich irgendein Mechanismus verstärkten Solarantriebs wirksam sein muss. Indem er sein Missfallen der GCR-Wolken-Theorie dazu benutzt, den Paläo-Beweis zurückzuweisen, kehrt Sherwood die wissenschaftliche Methode in ihr Gegenteil um, und er belügt die Öffentlichkeit hinsichtlich dessen, was in dem Bericht steht, was ihn zu einem ernsthaften Bösewicht macht.

Offensichtlich denken niedere Geister ähnlich, weil Nuccitelli das Gleiche wie Sherwood getan hat, nur einen Tag früher. Danas Beitrag schaut nur auf den GCR-Wolken-Mechanismus und ignoriert vollständig das Eingeständnis irgendeines starken Mechanismus’ der solaren Verstärkung im Entwurf. Es liegt im Kontext dieses noch fundamentaleren Fehlers, dass Nuccitelli auch weiterhin den Beweis für den GCR-Wolken-Mechanismus komplett fehlinterpretiert und behauptet, dass alles unterhalb des Spitzenwertes des Antriebs Abkühlung verursacht. Dies gleicht im Endeffekt der Aussage, dass er nüchtern werden kann, wenn er etwas langsamer trinkt. Man erzähle nur dies dem Funktionär Dana. Er würde einem nicht einmal ein Alkohol-Pusteröhrchen geben.

Mehr Beweise dafür, dass niedere Geister ähnlich denken, ist die zweite halboffizielle Erwiderung auf meine „Game Change“-Behauptung von Joanna Haigh, einer Leitautorin des dritten IPCC-Berichtes. Haigh bedient sich der gleichen Unehrlichkeit wie Sherwood, wenn sie dem Magazin NewScientist sagt, dass es bei dem neuen Satz im Berichtsentwurf nur um GCR-Wolken geht, den sie dann mit dem gleichen Fehler wie Dana verwirft, indem sie behauptet, dass falls das Klima von der Sonnenaktivität getrieben wäre, es auf der Erde hätte kälter werden müssen, nachdem die Sonnenaktivität ihr Maximum durchlaufen hatte:

Haigh sagt, dass die Sonne Mitte der achtziger Jahre sich allmählich zu verdunkeln begann, wenn wir über ihren 11-Jahres-Zyklus mitteln, so dass weniger GCR von der Erde weg gelenkt worden sind und sich mehr die Erde kühlende Wolken gebildet haben sollten. „Falls kosmische Strahlen wirklich eine Klimaänderung bewirken können, hätte nach 1985 eine Abkühlung einsetzen müssen“.

Werde nüchtern, Joanna. Nimm einen Einfachen statt eines Doppelten. Das funktioniert immer.

Für welche Theorie ist der flache Temperaturverlauf des 21. Jahrhunderts problematischer?

Es ist amüsant, wie Dana Nuccitelli durch schiere Inkompetenz in der Lage war, auf die hoch belobigten Qualifikationen von beiden dieser IPCC-Betrüger hinzuweisen. Schließlich muss man auch Nuccitelli selbst zumindest ein wenig Fehlverhalten vorwerfen, weil er nicht damit zufrieden war, seinen leichtgläubigen Lesern zu versichern, dass die Abkühlung beginnt, wenn der Antrieb sein Maximum erreicht hat. Dies stellte lediglich eine Entschuldigung dafür dar, die solare Erklärung für die Erwärmung zum Ende des 20. Jahrhunderts zu verwerfen, was das verdächtige Fehlen jeder Erwärmung im 21. Jahrhundert immer noch übrig lässt. Danas Lösung? Man tue so, als ob der flache Verlauf im 21. Jahrhundert gegen einen solaren Antrieb des Klimas spricht:

Tatsächlich hat die die Erde erreichende GCR vor Kurzem ein rekord-hohes Niveau erreicht (Figure 4), und doch sind die Temperaturen immer noch sehr hoch.

Der Temperaturverlauf ist flach geworden, die Temperatur ist noch nicht zurückgegangen, und kein Leser von Skeptical Science wird je erfahren, dass genau das von den entdeckten Korrelationen zwischen Sonnenaktivität und Klima zu erwarten ist. Die stärkste Reaktion der Temperatur auf Änderungen des solaren Antriebs weist eine Verzögerung von etwa 10 Jahren (Usoskin et al. 2005) oder von einem Sonnenzyklus (Solheim et al. 2012) auf. Die Theorie, die wirklich Problem mit dem flachen Temperaturverlauf im 21. Jahrhundert bekommt, ist die Theorie, die CO2 als Ursache für die Erwärmung annimmt, der zufolge es zu immer weiter steigenden Temperaturen kommen müsste.

Dana könnte vielleicht denken, dass der flache Temperaturverlauf im 21. Jahrhundert Schwierigkeiten für die Theorie des solaren Antriebs bedeuten könnte, jedoch kann er unmöglich glauben, dass er weniger Schwierigkeiten für die CO2-Erwärmungstheorie bringt. Wenn er wirklich so tut, als ob der Temperaturverlauf des 21. Jahrhunderts die CO2-Theorie stützt, ist das unentschuldbar unehrlich, aber wie üblich sind die Profis sogar noch schlimmer. Sehen Sie dieses kleine Juwel aus dem SOD (Seite 7-44):

Das Fehlen eines Trends in der Intensität kosmischer Strahlen während der letzten 50 Jahre (Agee at al. 2012, McCracken and Beer 2007) ist ein weiteres starkes Argument gegen die Hypothese eines wesentlichen Beitrags der kosmischen Strahlen zur stattfindenden Klimaänderung.

Das heißt, dass alle 15 IPCC-Leitautoren den verrückten Gedanken akzeptiert haben, dass man nur betrunken werden kann, wenn man immer mehr trinkt. Die ständige Exposition auf das hohe Niveau der Sonnenaktivität in den fünfziger Jahren wird Sie vor der Erwärmung bewahren, genauso wie das stetige Konsumieren von Alkoholika auf hohem Niveau Sie ständig stocknüchtern bleiben lassen wird. Aber wo Dana nur von „immer noch sehr hohen Temperaturen“ gesprochen hat (wobei er implizit einräumt, dass sie nicht noch weiter steigen), behauptet der Entwurf hier, dass die Temperaturen immer noch steigen („stattfindende Klimaänderung“).

Das muss ein Steven-Sherwood-Satz sein. Er muss nur auf Seite 10-3 im Entwurf schauen (Hervorhebung hinzugefügt):

Während der Trend der globalen Mitteltemperatur seit 1998 nicht signifikant von Null abweicht, ist er auch konsistent mit der natürlichen Variabilität, die den von den Computermodelle projizierten langzeitlichen anthropogenen Erwärmungstrends überlagert ist.

Man beachte, dass der Term „konsistent mit der natürlichen Variabilität” fast einem Ruf gleicht, nachdem die NOAA im Jahre 2008 eingeräumt hatte, dass 15 Jahre ohne Erwärmung die gegenwärtigen Modelle falsifizieren würden. Aber was soll’s, wir wollen erst einmal weiter so tun, dass es die Sonnentheorie ist, die mit dem Fehlen von Erwärmung in letzter Zeit Schwierigkeiten hat.

The Guardian, Andrew Sullivan, DeSmog, Romm etcetera, alle wurden von Dana Nuccitellis mit Fehlern gespicktem Beitrag geleimt

Der nachfolgende Newsletter von Skeptical Science (SkS) hat damit geprahlt, wie viele Öko-Propagandisten sich auf Nuccitellis Non-Stop-Unsinn gestürzt haben, und die Liste ist in der Tat beeindruckend, ein schimmerndes Testament der totalen Abwesenheit von Sorgfalt auf Seiten dieser „Journalisten“, von denen kein einziger daran gedacht hatte, Danas Ratschlag zum schneller nüchtern werden in Frage zu stellen. Hier folgt die Liste von SkS:

Das war eine große Woche für SkS in den Nachrichten.  Danas durchgesickerter IPCC-Bericht zeigt, dass die globale Erwärmung NICHT von der Sonne kommt, ist von folgenden Medien erwähnt und/oder verlinkt worden: The Guardian, New York Times Green, New York Times Dot Earth, Huffington Post, Climate Progress, Mother Jones, Climate Crocks, Carbon Brief, Grist, Daily Beast, DeSmogBlog, Graham Readfearn, Der Spiegel, Maribo, Learn from Nature, Alternative Energy in the 21st Century und Motherboard.  Er wurde unter vielen anderen auch von Michael Mann und Chris Mooney aufgegriffen.

Der einzige „Konsens”-Journalist auf dieser Liste, der überhaupt etwas Integrität zeigte, war Andrew Revkin, der bereits nach meiner Bekanntgabe des Entwurfs einen Beitrag geschrieben hat. Nachdem er diesen Beitrag mit einem Link auf Nuccitelli aktualisiert hatte, aktualisierte er den Beitrag später noch einmal mit einem Link zu der Zurückweisung, die Jo Nova und ich über Steven Sherwood geschrieben haben. Danke, Andrew, dass Sie ein wirklicher Journalist sind.

Um ihre große Woche” in die richtige Perspektive zu bringen, haben die Leute bei Credulous Science [etwa: leichtgläubige Wissenschaft] für hinreichende Worte sehr hoch gegriffen:

Die „Wahrheit” in ihren Anwürfen ist, welche offensichtlichen Falschheiten auch immer benutzt werden können, um die Ignoranten zu der Einsicht zu bringen, dass sie das CO2 fürchten sollten. Man hat hiermit keine Ausnahme von Churchills Ausspruch geschmiedet. Man hat hier ein Lehrbuchbeispiel dafür geliefert.

Dana ist ein Aushängeschild für alle, die einen moralischen Imperativ fühlen, den „Wissenschaftlern zu glauben“.

Während der letzten zwei Jahre hatte ich viel Spaß damit, die große Anzahl von Spitzen-Klimawissenschaftlern bloßzustellen, die behaupten, dass es nicht das Niveau des Antriebs ist, dass die Erwärmung verursacht, sondern der Trend des Antriebs. Sie schauen alle in das falsche Derivat (eins anstatt null).

Angesichts des enormen Drucks auf die Öko-Linken zu akzeptieren, was diese von der Regierung geförderten Klimatologen sagen, ist es nicht überraschend, dass jemand wie Dana Nuccitelli den Gedanken schluckt, dass die Temperatur wirklich vom Trend im Antrieb beeinflusst wird, und ein besonders verrücktes Segment in seinem Beitrag zeigt, dass er wirklich akzeptiert, dass Physik so funktioniert. Lässt man einen Wassertopf auf einer steten Flamme, wird er sich nicht erwärmen. Wenn man das Wasser erwärmen will, muss man die Flamme fortwährend immer weiter aufdrehen. Der Abschnitt trägt den Titel: „Physical Reality Intrudes on Rawls“ [etwa: physikalische Realität fällt auf Rawls zurück]:

Rawls hat entgegengesetzt argumentiert mit der Behauptung, dass das Klima immer noch auf die Zunahme der Sonnenaktivität des frühen 20. Jahrhunderts reagiert, und dass die GCR diese solare Erwärmung von vor 60 Jahren verstärken. Dieses Argument ist ganz einfach physikalisch falsch. Wie Abbildung 2 zeigt, folgt die Temperatur sehr rasch einem Anstieg der Sonnenaktivität. Tatsächlich sind Mitte des 20. Jahrhunderts sowohl die Sonnenaktivität als auch die globalen Temperaturen abgeflacht. Sollen wir glauben, dass der Planet von 1975 bis 2012 plötzlich auf die Zunahme der Sonnenaktivität vor 1950 reagiert, nachdem es von 1940 bis 1975 nicht wärmer geworden ist? Das Argument macht physikalisch keinen Sinn.

Offensichtlich habe ich nie gesagt, dass die Erwärmung zum Ende des 20. Jahrhunderts durch die Sonnenaktivität Anfang des 20. Jahrhunderts verursacht worden ist, und Dana nennt keine Quelle, auf welches Argument von mir er sich bezieht, aber das kann man leicht herausfinden. Ich habe sehr oft argumentiert, wenn man die starken Paläo-Korrelationen zwischen Sonnenaktivität und Klima kombiniert, und zwar mit der Tatsache, dass die Sonnenaktivität sich von 1920 bis 2000 im „Grand Maximum“– wie Iliya Usoskin es nannte – befand, dann ist es sicherlich plausibel, dass vieles der Erwärmung im 20. Jahrhundert einschließlich der Erwärmung zum Ende durch die Sonne verursacht sein kann. 80 Jahre auf einem hohen Niveau verstärkter Sonnenaktivität können die Stelle vielleicht ein wenig erwärmen (und es ist wirklich nur ein wenig wärmer geworden, nämlich um etwa 0.8 °C während des Jahrhunderts).

Wenn ich die Erwärmung Ende des 20. Jahrhunderts der hohen, bis zum Jahr 2000 anhaltenden Sonnenaktivität zuordne, warum glaubt Dana, dass ich sie dem solaren Antrieb von vor 60 Jahren zuordne? Er muss besessen sein von dem Gedanken, dass nur eine Änderung des Niveaus des solaren Antriebs eine Erwärmung verursachen kann. Das ist es, was all diese Spitzenwissenschaftler jedem gesagt haben, und es gab keine Erhöhung der Sonnenaktivität nach 1950, so dass folglich jede solar verursachte Erwärmung von dem Anstieg der Sonnenaktivität vor 1950 herrühren muss.

Aber hören Sie mal, Dana, das ist doch gar nicht das, was ich sage. Das sagen sie, und ich habe mein Bestes versucht zu zeigen, dass dies eine eklatante Falschdarstellung ist. Ich ordne die Erwärmung zum Ende des 20. Jahrhunderts nicht dem Anstieg der Sonnenaktivität vor 1950 zu. Ich ordne sie der Tatsache zu, dass die Sonnenaktivität bis zum Jahr 2000 (oder 2003) auf dem gleichen hohen Niveau seit den fünfziger Jahren verharrt hatte. Es ist das Niveau des Antriebs, das die Erwärmung verursacht, und nicht der Trend des Antriebs.

Ich habe Mitleid mit Dana zu diesem Punkt. Es ist nicht seine Schuld. Er wurde systematisch überlistet von dieser Parade so genannter Wissenschaftler, die ihm allesamt gesagt haben, dass ein persistent hohes Niveau des Antriebs keine fortgesetzte Erwärmung verursachen kann. Das bringt mich dazu, ihn auf Milch zu setzen. Der arme Kerl hat sich nicht einfach verirrt, er wurde gekidnappt. Willst du ein Stück Süßes, kleiner Junge? Wirklich Credulous Science.

Alec Rawls

Link: http://wattsupwiththat.com/2012/12/28/dana-nuccitellis-holiday-trick-for-sobering-up-quick-put-a-little-less-rum-in-your-egg-nog/#more-76061

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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14 Kommentar(e)

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1
Klaus Plöger

Das Spamwort unklar#
DR. Paul:
Stirnhöhe finde ich eigentlich "OK. Vergessen wir nicht, dass die Temperatur in 2m Höhe gemessen wird." LoL 5 cm fehlen. Ist bei mir 5cm Überkopfhöhe. Komm ich cherade noch an. Paulus, paulus, wann wirst Du zum Saulus?
Klaus

2
Klaus Plöger

@10 Krishna Gans
Wie kommt man am besten auf 0,5 ‰ ?
Cybernautiker sagt: Physiologische Meßgrenze beachten! (Biochemie ist nicht Ihr Lieblingsfach?)
Klaus

3
Klaus Plöger

Ich konnte den Versuch mangels Masse nicht nachvollziehen, da ich nur nur noch 4,3 Liter Wodka aus den Vorräten meines Weibes abziehen konnte,leider russischer, nur 59½ . Aber, wie hieß der noch mal, Fourier? Wellenaddition? Aber Statistik finde ich gut. Man kann alles behaupten, aber nichts beweisen. Wenn ich den Pegel halten kann, mach ich mir keine Sorgen um das neue Jahr. Doch wenn die Wiese weiter so unter Wasser steht, werde ich dieses Jahr mienen Knaster wohl wo anderst anbauen müssen.

4
Rainer Steppan

@Innerhofer
Ich happps middd 1 Liddderr auf ex probbbiert, und was soll ich sagen, plötzlich schienen mir Latif, Rahmstorf, Schellnhuber hochgradig plausibel ja selbstverständlich.W enn man es sich langsamer zu Gemüte führt funzt das nicht!

5

@Gunnar Innerhofer
Wie kommt man am besten auf 0,5 ‰ ?
.
.
.
.
.
.
.
.

3 Tage nichts trinken.....
Prost !! ata !!

6
Juergen Uhlemann

"Wenn man glaubt, dass die Abkühlung gleich nach Durchlaufen des Maximums beginnt" wäre nur denkbar wenn jemand zu diesem Zeitpukt das Licht ausschalted wird.

Die Sonne sendet weiterhin die selbe Energie und die Abkühlung muss warten. Natürlich werden andere Faktoren den Start der Abkühlung beinträchtigen und der Standort ist auch wichtig.

7

#1: Oliver Hartmann, natürlich ist sie gefälscht!
Nicht nur der fehlende Temperaturanstieg der letzten 15 Jahre, auch die Vergangenheit hat man gefälscht,
insbesondere den Temperaturabstieg bis 1940 und die anschließende deutliche Abkühlung von 1940 bis 1978

http://tinyurl.com/a3q2edf

mfG

8

#2: Gunnar Innerhofer meint:
"Zitat:
Wenn man glaubt, dass die Abkühlung gleich nach Durchlaufen des Maximums beginnt, ist so ähnlich wie der Glaube, dass man nüchterner bleibt, wenn man etwas langsamer trinkt."

nein, nein, eher darauf, dass elektromagnetische Strahlung Lichtgeschwindigkeit besitzt.
Anders ist es mit Wärmeleitung und Konvektion, die verläuft zeitlich WESENTLICH langsamer.
Also die strahlende Erde beginnt SOFORT mit der Abkühlung und die (nicht strahlende) Atmosphäre darüber folgt zeitlich verzögert.
Vergessen wir nicht, dass die Temperatur in 2m Höhe gemessen wird.

Deine promille Rechnung (Alkohol) mit dem kontinuierlichen Abbau könnte man mit dem Kühleffekt durch Konvektion vergleichen, sie verhindert eine höhere Erdtemperatur bei Sonneneinstrahlung,
etwa wie auf dem Mond.

mfG

9

Die globale Temperaturen (und vermutlich auch die kosmischen Strahlen) variieren von Monat zu Monat erheblich. Um eine halbwegs glatte Kurve zu erzeugen werden gleitende Mittelwerte oder Gaußsche Glättungen (im Prinzip das Gleiche) angewendet. Die dabei entstehende Kurve ist im Prinzip ein Integral. Wenn die Kurve steigt, steigt nicht die Temperatur, sondern das Integral, was etwas anderes ist. Wenn die Kurve ab einem Zeitpunkt linear ansteigt, dann gab es ab einem anderen Zeitpunkt (je nachdem wie weit der gleitende Mittelwert reicht) einen Temperatursprung und keinen linearen Anstieg. Die Geschichte vom langsamen Temperaturanstieg seit 1970 ist daher ein Märchen. Tatsache ist, dass der globale Temperaturmittelwert seit 1998 bis heute etwa 0,5 Grad über dem Mittelwert von 1950 bis 1979 liegt. Innerhalb der beiden Perioden gab es keinen Trend. Ich empfehle immer die Rohdaten genau zu analysieren, und auf langjährige gleitende Mittelwerte möglichst zu verzichten, es sei denn man will wie Rahmstorf und co. die Menschen wider besseren Wissens beschwindeln.

CO2 oder kosmische Strahlung? So ganz einfach scheinen die Zusammenhänge nicht. Ohne ehrliche und nüchterne Analyse wird man keine vernünftigen Antworten finden. Die CO2-Fraktion hat sich im ideologischen Keller verrannt, und kann zur Zeit kaum etwas zur Aufklärung leisten. Dies bedeutet nicht, dass CO2 nicht doch erheblich zur globalen Erwärmung beitragen könnte. Überzeugende Argumente gibt es bisher jedoch nicht und sind aufgrund ideologischer Verbohrtheit leider auch nicht zu erwarten.

Auch die Sonnen-Theorien haben noch Schwächen. Immerhin wird eine Abkühlung vorhergesagt. In Deutschland ist das Klima seit Sep 1987 sehr stabil (keine Erwärmung, keine Abkühlung). Irgendwann wird es wärmer oder kälter. Es bleibt spannend.

10

"..., um die Ignoranten zu der Einsicht zu bringen, dass sie das CO2 fürchten sollen."

Um was und wieviel davon geht es denn?
Nicht mehr als 0,038% CO2-Anteil ist in der Atmosphäre, nicht mehr als 4% davon ist anthropogen, somit ist der anthropogene Anteil am CO2 in der Luft nur 0,00152%.
Wer hat Furcht vor der Kohlensäure im Sprudelwasser?
Das Mengenverhältnis kann jeder leicht nachprüfen, aber es kann nicht oft genug wiederholt werden.

11
Markus Estermeier

#2 Hallo Gunni

Aber selbst bei ex setzt der Rausch erst zeitverzögert, und dann noch nicht mal schlagartig ein.

mfg

12
Markus Estermeier

Das erinnert mich doch sehr an das Wettangebot Rahmstorf an Latif. Der hatte doch auch mit einer direkten Temperaturreaktion argumentiert. Offensichtlich ist diesen selbsternannten Klimaexperten die Trägheit dieses Systems noch nicht aufgefallen.

13
Gunnar Innerhofer

Zitat:
Wenn man glaubt, dass die Abkühlung gleich nach Durchlaufen des Maximums beginnt, ist so ähnlich wie der Glaube, dass man nüchterner bleibt, wenn man etwas langsamer trinkt.

Man bleibt tatsächlich nüchterner, wenn man langsamer trinkt!
Alleine schon weil man pro h knapp 0,2 Promille abbauen kann.
Kann jeder im Selbstversuch testen. 1/4 Liter Schnaps ex od. auf 5 Stunden verteilt...viel Spaß!

14
Oliver Hartmann

Die Temperaturkurve in der obigen Grafik ist gefälscht.

http://tinyurl.com/http-www-woodfortrees-org-pl