Fassadendämmung = Energetische Volksverdummung!

Die staatlich verordnete Fassadendämmung bringt mehr Schaden als Nutzen / Brandgefahr unterschätzt. Es soll den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) vermeiden, zur Neige gehende Energiequellen schonen und die hundertprozentige Versorgung mit regenerativer Energie sichern, wenn endlich alle Fassaden in Deutschland mit „wärmedämmenden“ Schäumen und Gespinsten verpackt sind – das glauben Politiker, die Gesetze wie die Energieeinsparverordnung fast im Jahresrhythmus novellieren. Kann das wirklich gelingen? Erstveröffentlichung in JUNGE FREIHEIT Nr. 49/12 | 30. November 2012

Beeindruckende Einsparpotentiale?

„Gerade die Außenwanddämmung ist eine ganz entscheidende Maßnahme zur Energieeinsparung, Komfortsteigerung und Wohnwertverbesserung“, behauptete die Deutsche Energieagentur (Dena) kürzlich unter dem Titel „Einsparpotential in unsanierten Gebäuden beeindruckend hoch“. Stimmt das? Der Verein Hausgeld-Vergleich, eine Schutzgemeinschaft für Wohnungseigentümer und Mieter, wollte das genauer wissen und fragte die Dena, das Darmstädter Institut Wohnen und Umwelt (IWU) sowie Gerd Hauser vom Institut für Bauphysik der Fraunhofer-Gesellschaft (IBP) nach „Langzeitstudien der realen Energieeinsparung nach Wärmedämmmaßnahmen an Bestandsimmobilien“.

Das IWU antwortete: „Da hier dringender Forschungsbedarf besteht, sind wir bemüht, bei Sicherstellung einer ausreichenden Finanzierung weiterführende Untersuchungen durchzuführen.“ Stephan Kohler, Geschäftsführer der Dena, verwies auf die wissenschaftliche Auswertung an „mehr als 330 Gebäuden“, die für Mehrfamilienhäuser gezeigt habe, daß „eine warmmietenneutrale Sanierung mit rund 70 Prozent Einsparungen möglich ist“. Echte Verbrauchsdaten lägen aber noch nicht vor. Alle Prognosen sind nur Computersimulation. Vom Bauphysikprofessor Hauser kam nicht einmal eine Eingangsbestätigung.

Bild: Unansehnliche gedämmte Häuserfassaden mit Algen- und Schimmelbefall:

Durch die alltägliche Lüftung von Haus und Wohnung gelangen gefährliche Sporenträger in die Raumluft, dort können sie verschiedene Atemwegserkrankungen auslösen

Gibt es vielleicht keine belastbaren Verbrauchswerte, die in irgendeiner Weise die Einsparwirkung von Dämmfassaden belegen? Der gegenteilige Effekt ist hingegen belegt: 1996 veröffentlichte das Hamburger Gewos-Institut die Langzeitstudie „Heizenergieverbrauch von Mehrfamilienhäusern im Vergleich“, die den Verbrauch an 47 gedämmten und ungedämmten Wohngebäuden dokumentierte. Das Ergebnis lautete: „Trotz höherer Wärmedurchgangskoeffizienten für die Außenwand und höherer km-Werte (Wärmedämmwert, heute mittlerer U-Wert) der Hüllflächen weisen die (…) Mehrfamilienhäuser mit monolithischem Außenwandaufbau einen niedrigeren Jahresbrennstoffverbrauch auf als die Gebäude mit zusätzlicher Dämmung der Außenwand.“

Gedämmte Häuser verbrauchen sogar mehr Heizenergie?

Ja, und das entspricht einer Langzeituntersuchung des IBP aus den achtziger Jahren, bei der die bis zu 23 Zentimeter dick gedämmten Versuchsbauten mehr und nicht weniger Heizenergie verbrauchten als die ungedämmten. Leider wurde der maßgebliche dritte Untersuchungsabschnitt bis heute geheimgehalten und erst diesen Herbst auszugsweise im Fachblatt Immobilienwirtschaft veröffentlicht. Auch Jens Fehrenberg vom Institut für Prüfung und Forschung im Bauwesen an der FH Hildesheim belegte an drei Wohnblöcken in Hannover dauerhaft ausbleibende Einspareffekte und sogar erhöhten Verbrauch durch Dämmung.

Grafik: JUNGE FREIHEIT nach Konrad Fischer, Datenquelle IBP-Untersuchung

Energiesparen durch die nachträgliche Fassadendämmung droht demnach zum Bumerang zu werden. Echte Spareffekte bei einer energetischen Sanierung stammen eher von der Heizungsmodernisierung. Noch schlimmer die rechtliche Situation: Da die nachträgliche Fassadendämmung eine wirtschaftlich akzeptable Zehn-Jahres-Amortisation fast nie erreicht, verstößt sie gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot des Energieeinspargesetzes (EnEG). Dafür bietet die Energieeinsparverordnung (EnEV) die „Befreiung“. Wenn nun ein Planer oder Handwerker seinem Bauherrn dennoch unwirtschaftliche Energiesparkosten aufbürdet, droht Schadensersatz. Entsprechende Prozesse sind bereits anhängig.

Auch als Fassadenkonstruktion sind die sogenannten Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) problematisch. Mangels Wärmespeicherfähigkeit werden sie tagsüber sehr heiß und in der Nacht eisekalt. Die im Dämmstoff eindiffundierte Luftfeuchte kondensiert dann oder betaut seine – dank extremer Wärmedehnung – bald korrodierende Oberflächenbeschichtung. Das erfreut Schimmel und Algen. Deshalb werden WDVS-Beschichtungen systematisch pestizidbehandelt. Nach einiger Zeit werden die Giftstoffe aber ausgewaschen und gelangen ins Ab- und Grundwasser. Das Hannoversche Institut für Bauforschung (IFB) hat für die Dämmfassadenquadratmeter knapp zehn Euro mehr an jährlicher Instandhaltung ermittelt als für Putzfassaden auf Mauerwerk. Das soll klimagerechtes Sparen sein?

Viele Dämmfassaden sind zudem aus dem Verpackungsschaum Polystyrol, der mit dem giftigen Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan angereichert wird – das hilft im Ernstfall aber nur wenig. Eindrucksvolle Fassadenabbrände wie am 17. Juli dieses Jahres am Polat Tower in Istanbul, dessen 152 Meter hohe Dämmstoffassade in knapp vier Minuten abgefackelt war, zeigen die Gefahren. Auch hierzulande gibt es schon genug WDVS-Großbrände, teils mit tragischen Todesfällen, die den WDVS-Brandschutz ad absurdum führten.

Giftstoffe sollen Schimmel- und Algenbefall verhindern

Aktuell steht eine EnEG- und EnEV-Novelle an. Der Arbeitskreis „Richtig Bauen“ der vorgenannten Schutzgemeinschaft hat dazu nicht nur Stellung genommen, sondern gleich das vollständige Abschaffen dieser Volksverdummung gefordert. Der Bürger soll selber über die Energiesparmaßnahmen entscheiden, die er sich leisten will. Die über tausend Seiten Energiesparvorschriften im Behördenton, die mit der ins Ungeheuerliche aufgeblähten EnEV verbunden sind, kann sowieso niemand mehr lesen, geschweige denn sinnvoll befolgen.

Hier die  Stellungnahme des Arbeitskreises „Richtig Bauen“ zur EnEG/EnEV-Novellierung.

Weiterführend: Altbau und Denkmalpflege  Informationen

Konrad Fischer, Architekt

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43 Kommentare

  1. Seltsam – alle unsere Baumassnahmen, die regelmäßig auch energetischer Natur sind, verhalten sich bauphysikkonform. Vorher Probleme mit hohem Heizwärmebedarf, feuchte Stellen an den klassischen Wärmebrücken – danach weggezaubert! Allerdings planen wir gewerkeübergreifend und vermeiden EPS + Billig-Kunstharzputze – sondern verwenden (vielleicht sogar im Sinne vom Herrn Fischer, der öffentlich sich erdreistet Architekten als Mörder zu bezeichnen) Lehm, Kork, Holzfasern wo sinnvoll und möglich (z.B. Fachwerkhaussanierung). Auch bei WDVS haben wir bisher gute Erfahrungen gemacht mit Mineralfaser als Dämmung und hochwertigen mineralischen Putzen. Sich aufzuregen, dass bei Planungsverweigerung und Auswahl der billigsten Baustoffe aufgebracht durch Laien Bauschäden entstehen, ist wohl eher die Regel als die Ausnahme – aber kein Grund in dieser Art und Weise gg. Wärmedämmung vorzugehen. Im Übrigen kann man auch Gebäude durch eine Außendämmung gestalterisch hochwertig ausführen – das muss nur entsprechend geplant werden. Hier muss ein engagierte Architekt ins Boot – und bestimmt nicht als erster Ansprechpartner die ausführende Firma. Zudem erlaubt die EnEV für Denkmale und auch für sonstige erhaltenswerte Bausubstanz Ausnahmen. Also dann nutzt die Freiräume, plant angemessen, beauftragt Fachleute – dann werden die Bauschäden auch nicht eintreten.
    Zudem: über eine energetische Sanierung „wirtschaftlich“ 20 Jahre Sanierungsstau beheben zu wollen oder gar vorhandene Bauschäden – das kann nicht gehen. Aber bei vorhandenem Sanierungsstau im Zuge der notwendigen Sanierung (Sowieso-Kosten)auch die sinnvollen energetischen Schritte mit Fördermitteln umzusetzen – da wird ein Schuh draus.
    Bitte weniger hetzen, mehr gesunden Menschenverstand einsetzen (ziehen Sie im Winter eine Daunenjacke an oder schlüpfen Sie in eine Ritterrüstung wegen der solaren Gewinne? Wie war der Besuch in der letzten Burg/ Kirche kühl und feucht? Trotz der tollen massiven Wände?) – und Fachplanung Fachplanern überlassen!

  2. Ein Gedankenspiel im Altbau: Wenn die ersten 6 cm die Heizkosten halbieren sollten, muss ich für eine nochmalige Halbierung weitere 12 cm draufpacken um zusätzlich nochmals die Hälfte der ursprünglichen Einsparung zu realisieren. Dieser abnehmende Grenzwertnutzen lässt sich berechnen. Bei heutigen Energiekosten ist (für Neubau) nach etwa 12 bis 14 cm Schluss mit Amortisation. Im Übrigen, je besser gedmämmt, desto weniger Temperaturdifferent hat die Außenfläche zur Umgebung, desto weniger Abtrockung findet statt. Wie beim Holzbau dürfte auch hier konsequenter konstruktiver Schutz vor Feuchtigkeit Sinn machen (Dachüberstände!) Hygrophobe diffusionsoffene Baustoffe tun ein übriges. Einen Schaden kann ich als Eigentümer auch nachträglich verursachen, indem ich meine Fassade selbst oder vom unwissenden Billighandwerker mit ungeeigneter Farbe richten lasse. Wenn ich sparen will, gehe ich zum guten Fachhandwerker und lasse mir die Farbe zum Nachstreichen von dem besorgen.

  3. #40 ReSi68

    Ein zweischaliges Mauerwerk dürfte Ihrer Vorstellung am nächsten kommen.
    Innenseite aus Hohlblockziegeln,
    Aussenschale aus hinterlüfteten Klinkersteinen.
    Dürfte allerdings bei der derzeitigen Gesetzeslage für die Baugenehmigung einiges an Überzeugungsarbeit erfordern. Man verlässt sich lieber „politisch korrekt“ auf berechnete Wärmedurchgangswerte.

    mfg

  4. hier wird nur über WDVS geschimpft. Gibt es denn keine Alternativen über die man hier positiv berichten könnte? Wie schätzt EIKE denn die VHF Systeme ein oder den Vormauerbau? Da werden doch ganz andere Dämmstoffe genommen und die Auswahl an Dämmstoffen ist sehr groß. Es gibt Ökologische,und welche mit bes. hohem Brandschutzwerten, andere legen mehr Wert auf Schallschutz. Wo sind die Informationen zu den guten Alternativen? Wenn Sie eine Sorte „verteufeln“ würde ich es nur richtig empfinden, den verunsicherten Leser auch auf bessere Alternativen hinzuweisen. Wünsche mir, dass ich in Kürze auf dieser Seite dazu Hinweise finde. Danke für Ihre gute Recherche.

  5. #38: karin,

    nochmal lesen, die 330 sind Theorie = Verkaufsprospekt, Investition gegen evtl. eingesparte Heizkosten.

    Die 47 sind reale Verbrauchskosten, d.h. die Investitionen werden sich nie amortisieren.

    Öko Ing. sind reine Dämmrechner, sie vergessen stets , dass sie mit einer Dämmung den Wärmeeintrag der von ihnen so geliebten Sonne in das WDVS Haus verhindern.

    Die Bauschäden oben auf den Bildern sind normale Folgen, die ich auch hier an den gedämmten MFH sehe. Die Fassaden voller Schimmel und Algen. Das heißt Wasser dringt dann durch Haarrisse in die Dämmung, wenn sie schwer genug sind , fallen die Dämmplatten dann ab.

  6. Wieso lassen sie die Untersuchung des IWO nicht gelten, da „nur“ 330 Gebäude herangezogen wurden, hingegen die Studie des Hamburger Instituts schon – obwohl dabei lediglich 47 Häuser betrachtet wurden?
    Ich habe noch keine Meinung zur Fassadendämmung. Aber eine zu ihrem Text: Billige Meinungsmache, schlechter Journalismus!

  7. Würden sich die Politiker alle Völker einig sein, kein Geld in Massenvernichtungswaffen / Methoden zu investieren Menschen zu töten und sich stattdessen damit beschäftigten die Kernenergie sauber zu bekommen,wäre allen
    geholfen. Die Menschheit wäre heute deutlich weiter und würde nicht damit beginnen Kriege zu führen um an Ressourcen zu gelangen, die das eigene Land nicht hat. Nahrungsmittel zu Kraftstoff machen. Andere verhungern lassen und und und. Großartige, ehrenhafte, saubere Politik. Alles Ethisch korrekt?

  8. #14: Konrad Fischer sagt:
    „Die Basis meiner Ausführungen sind wissenschaftlich begleitete Praxistests ganz unverdächtiger Forschungsinstitute, die alle den Mehrverbrauch durch Außenwanddämmung hundertprozentig belegten – am Testgebäude ohne Nutzereinfluß ebenso wie im bewohnten Massenwohnungsbestand.“

    Sehr geehrter Herr Fischer,
    wenn das Ergebnis einer Studie oder eines Versuchs bereits vorher definiert wird und noch dazu das Gegenteil der tatsächlichen Tendenz belastbar darstellen soll, dann ist das beste Institut gerade gut genug. Es benötigt nämlich Spezialisten, die den Versuch so designen (DOE), dass mittels Messtechnik, Beobachtung, Datenselektion und Datenverarbeitung die gewünschten Ergebnisse erzielt werden.
    Das kann durchaus wissenschaftlichen Ansprüchen genügen. Man hat ja nur die gestellte Frage beantwortet. Und der Rest der Geschichte ist nur moralisch.
    Manchmal ist es sehr aufschlussreich den Weg der Beauftragung eines Versuches zu verfolgen. Das Ergebnis ist bereits in der Fragestellung latent enthalten.

    „….denn ich gehöre zur aufgeklärten Menschheit und setze auf Erfahrung und Praxis, die eben mit einer korrekten Theorie zusammengehen muß.“

    Dann erklären Sie doch Ihre Theorie. Und beachten Sie bitte, wenn diese nicht mit der Physik im Einklang ist, dann ist Ihre Theorie schlicht falsch, selbst wenn sie das Endergebnis aus der Praxis (zufällig) wiederspiegelt.

    Gruss
    Paul Gogo
    p.s.: wenn es um Wärmedämmung mittels geeigneter Verwendung von klassischen Baustoffen geht, dann bin ich mit Ihnen.

  9. #31 Ebel:
    „Wo bitte unterstelle ich Ihnen zu lügen oder beleidige Sie?“
    Die sinngemäße Frage „Lügen Sie Ihre Kunden an?“ dürfte eine Unterstellung sein.

    Herr Ebel, was Sie für „sinngemäß“ zusammen phantasieren und was „dürfte“ etwas sein, ist alleine Ihre Interpretation. Ich bin mir sicher , dass die Mitleser meine Fragen verstanden haben und diese auch nicht als Beleidigung oder sonst was aufgefasst haben.

    …“Das schließt natürlich nicht aus, daß viele, die eine Dämmberechnung machen, dafür nicht ausreichend qualifiziert sind.“

    Herr Ebel, also noch eine Ausrede für die Diskrepanz von Theorie und Praxis? Weshalb gibt es denn die vielen, vielen Energieberater? Der Staat hält das wohl für ausreichend. Oder sollen Ihrer Meinung nach nur Diplomphysiker die Berechnungen anstellen?

    „An zwei Gebäuden habe ich durch Korrelation mit dem Wetter festgestellt, daß der Wärmedurchgangswert etwa auf 10 % mit der Berechnung übereinstimmt und der Solareintrag etwa 50 % über dem berechneten Wert liegt.“

    Wow…zwei Gebäude. Mittlerweile sind hunderttausende Gebäude (oder Millionen?)gedämmt worden. Wo sind die Ergebnisse von nur ein paar Hundert (5 Jahre davor/danach)? Herr Ebel, veröffentlichen Sie die Daten Ihrer zwei Gebäude und zeigen Sie Herrn Fischer wo die Harke hängt. Und vor allem zeigen Sie die Wirtschaftlichkeit!

    MfG

  10. Werter Herr Gogo, wenn Herr Fischer aus Ihrer Sicht von wenigen zu vielen verallgemeinert, dann belegen Sie doch einfach stattdessen plausibel, dass „hunderttausende von aussengedämmten Objekten eine beträchtliche Energieeinsparung aufweisen“.

    Das interessiert sicher viele Leser mehr und die freuen sich gerne darauf, dass die getätigte oder zu tätigende oder die seitens Mietpreisumlegung erfolgte oder kommende energetische Sanierung in Form des WDVS sich wirklich nachhaltig für die das Zahlenden lohnt. Den Nachweis können Sie dabei mit Ihrem Qualitätsanspruch bestimmt wissenschaftlich belegen, also nicht einfach per U-Wert-Rechenmethode und Laborsimulation „nachweisen“, oder?

  11. #14: Konrad Fischer sagt:
    „Die Basis meiner Ausführungen sind wissenschaftlich begleitete Praxistests ganz unverdächtiger Forschungsinstitute, die alle den Mehrverbrauch durch Außenwanddämmung hundertprozentig belegten – am Testgebäude ohne Nutzereinfluß ebenso wie im bewohnten Massenwohnungsbestand.“

    „Wenn man als Physiker an die stationären Formeln unverbrüchlich glaubt, bitteschön. Ich jedenfalls nicht….“

    Sehr geehrter Herr Fischer,
    als Architekt haben Sie ohnehin das Problem, als Angehöriger eines eigenständigen Berufes beachtet zu werden. Architekt, ist auf dem Bau ein verbreitetes Schimpfwort. Die Arbeit, falls es anspruchsvoll wird, müssen dann andere, nämlich Fachleute, durchführen. Selbstverständlich sind auch Genies unter den Architekten, von denen die Schar von Unfähigen seit Jahrhunderten und die nächsten „Jahrhunderte“ profitierte bzw. profitieren wird.

    Kein Fachmann tätigt eine Aussage wie Ihr obiges Zitat.
    Etwas, das fast –jeder– mit in –fast jedem– Haushalt verfügbaren Mitteln und den Kenntnissen der Naturlehre aus der 5. oder 6. Klasse widerlegen kann, ist schlicht Quatsch.
    Wenn man so jemand als Scharlatan bezeichnet, dann zurecht.

    Vor allem verallgemeinern Sie aus ein paar, mit Bedacht ausgewählten Projekten, dass hunderttausende von aussengedämmten Objekten keine beträchtliche Energieeinsparung aufweisen dürfen.
    Ein 3-Scheiben Isolierglasfenster verringert grundsätzlich den Heizenergiebedarf, trotz gegenteiliger Behauptungen, wobei selbstverständlich die Randbedingungen für das Fenster eine wichtige Rolle spielen. Dabei könnte auch herauskommen, dass 2 Scheiben schon genügen.
    Behaglichkeit ist eine wichtige Zielsetzung, das stünde aber auch in einem Physikbuch, (z.B. Gerthsen) und in der Bauliteratur steht das unter Bauphysik häufig etwas komprimiert (Schneider, Wendehorst/Muth). Sehr ergiebig können die Untersuchungen zur sogenannten Osmosis beim FRP Bootsbau sein. (Allerdings glaube ich nicht, dass ein Architekt über das Design der Pantry hinauskommen würde.)
    Dass für die Behaglichkeit in einigen
    ungünstigen Fällen sehr viel Energie aufgewendet werden muss, sollte man sich vorstellen können. Nur liegt das nicht an der Polystyrolschaumisolierung, sondern an der ungeeigneten Architektur.

    Wenn sie aber ausdrücken möchten, dass man auch ohne Polystyrolschäume eine sehr gute Dämmung erzielen kann, bei gleichzeitiger Verbesserung von Behaglichlichkeit, Wohnwert, Nutzwert, Langlebigkeit, dann stimme ich Ihnen zu. Das läuft aber fast immer auf ein höheres Investment hinaus.

    Mit freundlichen Grüssen
    Paul Gogo

    p.s.
    Auffällig ist, dass der Sonnenkollektor „ungedämmte Wand“ und die Einscheibenverglasung hier, perpetuum mobile gleich, funktionieren muss, während der Sonnenkollektor in optimierter Form nicht funktionieren darf.

  12. @ #30: Heinz Reeg sagt am Samstag, 15.12.2012, 19:41
    „Wo bitte unterstelle ich Ihnen zu lügen oder beleidige Sie?“

    Die sinngemäße Frage „Lügen Sie Ihre Kunden an?“ dürfte eine Unterstellung sein.

    @ #30: Heinz Reeg sagt am Samstag, 15.12.2012, 19:41
    „eine billige Ausrede für die vielen Fälle ist, wo die Dämm-Berechnungen in der Praxis nicht zutreffen.“

    Auch wieder Unsinn. Dämmberechnung und Heizverbrauch entsprechend Nutzerverhalten sind zwei verschiedene Dinge. Das schließt natürlich nicht aus, daß viele, die eine Dämmberechnung machen, dafür nicht ausreichend qualifiziert sind. An zwei Gebäuden habe ich durch Korrelation mit dem Wetter festgestellt, daß der Wärmedurchgangswert etwa auf 10 % mit der Berechnung übereinstimmt und der Solareintrag etwa 50 % über dem berechneten Wert liegt.

    MfG

  13. #28 Ebel

    Sehr geehrter Herr Ebel,

    Ihre Antwort grenzt an Unverschämtheit. Wo bitte unterstelle ich Ihnen zu lügen oder beleidige Sie? Lesen Sie noch mal meinen Kommentar #20 und Ihre Antwort #22. Wer hätte da wohl eher Grund beleidigt zu sein?

    Aber keine Antwort ist auch eine Antwort. Ich vermute daher, dass Ihr Kommentar #18 nur eine billige Ausrede für die vielen Fälle ist, wo die Dämm-Berechnungen in der Praxis nicht zutreffen.

    Mfg

  14. @ #27: J. Holzapfel sagt am Samstag, 15.12.2012, 09:49
    „Ich verfolge als Dozent i.R. schon lange die Diskussionen …“

    Als Dozent für was?

    Zwar dämmen trockene Außenwände besser als feuchte – aber das hat wenig mit der Strahlheizung zu tun. Die Wärmemenge, die durch die Außenwände geht, hängt von der Temperaturdifferenz zwischen innen und außen und der Dämmwirkung der Außenhülle ab. Wie diese Wärme bereit gestellt wird, ist dabei unerheblich. Neben Elektrostrahlheizungen können Sie auch Gasstrahlheizungen einsetzen – und da ist der Primärenergiefaktor kleiner.

    Zum geringen Wohnkomfort bei alten Häusern wirken auch die einfachen Fenster als Kühlfalle, d.h. die Fenster sind der kälteste Ort der Außenhülle und dort kondensiert das Wasser und muß zeitweise abgewicht werden, abgesehen von Eisblumenbildung.

    MfG

  15. Ich verfolge als Dozent i.R. schon lange die Diskussionen um das „Energie sparen“ und „Gebäude dämmen“. Mir fällt auf, dass generell bei der Beuteilung der Dämmnotwendigkeit die ursprüngliche Gebäudesituation zu kurz kommt. Massive Außenmauern im Altbestand müssen nur trocken gehalten werden und brauchen i.d.R. keine zusätzliche Dämmung. Erst recht nicht in mehrstöckigen Reihenhäusern der städtischen Bebauung. Selbst die DENA verspricht nur im günstigen Fall 15% Einsparung an Heizwärme. Von Schimmel in diesem Altbestand ist keine Rede, es sei denn es wurde mit dichten Fenstern und Heizungskonvektoren verschlimmbessert. Man sollte das Augenmerk viel stärker auf das Heizsystem lenken. Sogenannte „moderne Heizkörper“ in Form von doppelten oder gar dreifachen Plattenheizkörpern, dazu noch ausschließlich unter den Fenstern, erzeugen nur heiße Luft, die viel Feuchtigkeit bindet und unter die Decke steigt. Wie soll dadurch die Außenwand vor Unterkühlung geschützt werden? Klar, dass dann 2- oder gar 3-fach verglaste Fenster notwendig werden. „Energieberater“ empfehlen dann auch noch Nachtabsenkung oder gar –abschaltung der Heizung. Bessere Lösungen, die auch noch Energie sparen, sind alle mal Strahlungsheizsysteme, die in der vorgeschriebenen Energiebedarfsberechnung mit dem Faktor 2 benachteiligt werden, von der falschen Annahme eines stationären Wärmedurchgangs ganz zu schweigen. Nun mag ich als Lehrer (Ost) schon immer den Anspruch einer allseitigen Bildung angestrebt haben und mich deshalb für kontroverse Betrachtungen (s. K. Fischer, Prof. Meier u.a.) interessiert habe. Deshalb mein Einwurf. Letzte Bemerkung zu diesem Thema:
    Vor 40 Jahren hat A. Eisenschink das Buch „Falsch geheizt ist halb gestorben“ veröffentlicht. Reinschauen kann nicht schaden. Es ist aktueller den je.

  16. #29 Ebel:
    „Diese werfen nämlich einige Fragen auf“ ….bezieht sich auf IHRE Aussage in #18 und nicht auf Fachleute.

    „Welche Berechnung meinen Sie?“

    Na das ist doch nicht schwer zu verstehen. Jemand kommt zu Ihnen weil er Geld durch Wärmedämmung sparen will. Wenn Sie nach Abfrage der Heizgewohnheiten feststellen, dass er Zimmer nicht heizt und er nach Ihrer Aussage (#18) wohl keine Energieeinsparung (im Gegenteil) erzielen wird. Sagen Sie ihm, dass die Maßnahme nichts bringen wird? Machen Sie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung?
    Können Sie nun die Fragen 1-4 beantworten.

  17. @ #23: Heinz Reeg sagt am Freitag, 14.12.2012, 12:06
    „Diese werfen nämlich einige Fragen auf:“

    Was von manchen „Fachleuten“ gesagt wird, geht auf keine Hutschnur.

    @ #23: Heinz Reeg sagt am Freitag, 14.12.2012, 12:06
    „Wie gehen Sie bei der Berechnung des Heizwärmebedarfs mit nicht geheizten Zimmer um?“

    Welche Berechnung meinen Sie?

    Bei einer Änderung, ob man abfragt, welche Zimmer nicht bzw. wenig geheizt wurden oder bei der Wärmebedarfsrechnung für einen Neubau? Da sind Normbedingungen vorgegeben.

    MfG

  18. Irgendwie erschließt sich mir, wahrscheinlich mangels fachlicher Reputation, kein Nutzwert aus Ihrer Auflistung, werter Herr Ebel. Nun, immerhin lassen Sie die Deutsche Burgenvereinigung hochleben…

    Haben Sie nun Häuser geplant und gebaut oder gar in der Kür Bauen im Bestand praktische Erfahrungen? Wenigstens vielleicht in der Hausverwaltung von größeren Wohn- und Gewerbeeinheiten?

    Bevor Sie nun ins Schwitzen kommen, wegen der famosen Wirkung intelligenter oder auf Intelligenz beruhender Dämmungen, gewiss (so ganz klar ist das nicht von Ihnen definiert) – Sie dürfen gerne weiter von sich ablenken. Wir, ich schließ jetzt unerlaubt die zwei mitgenannten und sich etwaig weitere Angesprochene ein, erwarten nichts anderes von Ihnen und Ihren Kampfgenossen. Hoch lebe die Deutsche Dämmstoffindustrie.

    Dabei hat Herr Limburg bereits mit einem Satz ein paar Kommentare zuvor alles dazu geschrieben:
    „Es kommt eben auf den Einzelfall an.“

    (nur leider nicht beim staatlich-gesetzlich erzwungenen Energiesparen, Verwendung erneuerbarer Energien und Dämmzwang möchte ich schreiend ergänzend hinzufügen)

  19. Sehr geehrter Herr Ebel,

    ihr Kleinkrieg mit Herrn Fischer interessiert mich nicht. Meine Frage hatte auch rein gar nichts mit Herrn Fischer zu tun, sondern einzig mit Ihren Aussagen, dass

    #18 „Durch die Dämmung erhöht sich der Wohnkomfort. Die Folge: die Nutzer heizen mehr Zimmer und erhöhen die Zimmertemperaturen. Diese Erhöhung der Behaglichkeit wird nicht immer durch die erhöhte Dämmung abgefangen. Soll nun der die Behaglichkeit reduziert werden?“

    Diese werfen nämlich einige Fragen auf:

    1) Weisen die Energieberater den Dämmwilligen darauf hin, dass sich die Heizkosten damit auch erhöhen können und die errechnete Wirtschaftlichkeit dann nicht gegeben ist?
    2) Weisen die Energieberater darauf hin, dass damit die Ziele Energieeinsparung und Klimaschutz ad absurdum geführt werden können?
    3) Warum sollten Nutzer mehr Zimmer heizen UND die Zimmertemperaturen erhöhen? Reicht der erhöhte Wohnkomfort durch die Dämmung nicht aus?
    4) Nicht geheizte Zimmer: Wie gehen Sie bei der Berechnung des Heizwärmebedarfs mit nicht geheizten Zimmer um?

    Mfg

  20. #19: W.Rassbach sagt am Mittwoch, 12.12.2012, 18:41
    #20: Heinz Reeg sagt am Mittwoch, 12.12.2012, 19:41
    #21: Rainer Manz sagt am Donnerstag, 13.12.2012, 10:46

    Wollen Sie Konrad Fischers treuen Kampfgenossen Prof. Claus Meier nachmachen und Gott um Hilfe anflehen die Physik zu ändern? Meier hat es schon bei seinem Stellvertreter probiert: In „B+B“ 29(2006), H. 2, S. 12 http://www.bauenimbestand24.de schreibt er: Ratzinger, Josef Kardinal

    Dazu ein Auszug aus der db deutsche bauzeitung 136, 12 (2002) Vorblatt zu Seite 81 (si = Klaus Siegele, db-Redakteur für Bautechnik und Details)
    Technik – Schaumstoffschläger
    Auf der Homepage des umtriebigen Architekten und streitbaren Dämmstoffgegners Konrad Fischer (http://home.t-online.de/home/konrad-fischer.de oder http:// konrad-fischer.bei.t-online.de) belegen zahlreiche Beiträge, „dass Dämmkonstruktionen – außer auf dem Papier – keine nennenswerte Energie einsparen. Zusammen mit seinen treuen Kampfgenossen Paul Bossert und Claus Meier wettert er – weniger wissenschaftlich als polemisch – unermüdlich gegen Wärmedämmverbundsysteme, die EnEV, „Klimaschwindel, Naturstromschwindel und sonstigen Abzockschmonz“. Fischers provokante Kommentare und Beiträge zu den „Falschinformationen“ der Dämmstofflobbyisten regen zwar manchmal zum Schmunzeln an, sie erschöpfen sich aber überwiegend in pathetischer Empörung und dumpfer Anklage. Sein fragwürdiges „Lichtenfelser Experiment“ sieht er als endgültigen Beleg dafür an, dass die „künstlichen Leichtbaustoffe dem Energieabfluss verblüffend wenig entgegenzusetzen haben“. Hoch lebe die Deutsche Burgenvereinigung.
    Weitaus überzeugender wirken da Integrale und ökologische Energiesparkonzepte, wie sie zum Beispiel für die Nord/LB in Hannover entwickelt wurden. Oder Dämmungen, die nicht auf Quantität, sondern auf Intelligenz beruhen. si

    MfG

  21. Sie haben zum Thema Dämmen schon genügend Leute in Bauforen beschäftigt, Herr Ebel. Ja, Sie können wunderbar auf der Theorieebene darlegen, warum etwas so sein muss wie Sie es rechnerisch „nachweisen“. Können Sie auch ein Haus planen und bauen? Ein Haus, das den Bewohnern eine sichere und bezahlbare Heimstatt bietet in einer ressourcensparenden Bauweise und Wohlgestalt für die Sinne? Also anders als bei den meisten mit WDVS zugeklatschten Kisten, die im Ergebnis nicht viel mehr als verpackte, dem Schönen zugeneigten Auge Schmerzen verursachende Schachteln sind und sich epidemisch über die gesamte Republik ausbreitend dem Energiesparterror unterordnend. Einheitsbrei mit Nuancen statt die anzutreffende Umwelt berücksichtigend und regionaler Traditionen folgend.

    Nachdem mir aktuell fehlende Reputation in ökonomischen Themen von einem Forumskollegen vorgehalten wurde, verwende ich diesen Weg auch einmal – welche BAUFACH-Reputation haben Sie, Vor-Diplom oder Bachelor würde reichen, um beim Hausbau mitzureden?

    Ich jedenfalls werde, wenn ich mir ein Haus bauen lassen will, nicht zu einem Dipl. Physiker (sind Sie doch, oder?) gehen oder dazu beraten lassen. Und ehrlich gesagt, würde ich mir ernsthaft überlegen zu einem Bau-Architekten, gar Star-Architekten, zu gehen, nachdem der Berufstand sich vom Baumeister und einer auf Praxis basierenden Ausbildung zu einem Obrigkeits- und Normenhörigen gestaltenden Künstler, gesponsert von der Baustoff- und Chemischen Industrie, „weiter“-entwickelt hat und wesentliche Aufgaben anderen Berufsbildern oder eben der Industrie und den Ausführenden überlässt. Ausnahmeerscheinungen wie Herr Fischer muss man als Bauherr erst mal finden. Wie übrigens nicht nur den Architekten.

    Baukultur war einmal und ist und wird dem Altar der vermeintlichen Energieeffizienz und Niedrigstenergie (als zeitgemäße goldene Kälber) geopfert, nachdem das schon unter der Bedarfsnot des Wiederaufbaus nachhaltig gelitten hat. Das frühere war notgedrungen und vielleicht auch nur vorübergehend gedacht, das heutige ist ausschließlich politisch-ideologisch und soll nachhaltig zementiert werden!

    Deswegen werden Leute wie Sie als Kampfgenosse dieses perfide aufgezogenen und Selbstbestimmung, Freiheit, Eigentum und letztlich menschliche Solidarität verachtenden Systems solange Gegenwind erfahren, wie es Menschen mit gesundem Menschenverstand und praktischen Erfahrungsschatz gibt. Ob mit Diplom, Doktor- und Professorentitel oder nicht.

  22. #18 Ebel:

    Meinen Sie diesen Satz ernst?:

    „Durch die Dämmung erhöht sich der Wohnkomfort. Die Folge: die Nutzer heizen mehr Zimmer und erhöhen die Zimmertemperaturen. Diese Erhöhung der Behaglichkeit wird nicht immer durch die erhöhte Dämmung abgefangen.“

    Oder ist das ein nicht gekennzeichnetes Zitat?

    Mfg

  23. Herr Ebel,

    haben Sie auch den Artikel darunter gelesen?

    Manipulieren und desorientieren?

    Beide Artikel ergeben die Anleitung für die Entstehung der Grünen und ihrer Jubel NGOs.

    Sie meinen also, die Bewohner der oben abgebildeten Häuser heizen jetzt ein Zimmer mehr, daraufhin steigt der Energieverbrauch und zur Strafe verschimmeln die WDVS wie dargestellt?

    Herr Ebel,
    hier schimmeln die Häuser auch , die Dämmlüge wird sich selbst entlarven, soviel Chemie können Sie nicht auftragen und irgendwann wird auch der strengläubigste Ökologist aufwachen.

    Letzte Woche schaute ich mir eine Ratgebersendung der ÖRs an.Die Zimmer schimmeln auch innen 😉 Der „Experte“ gab bei ungedämmten Gebäuden den Rat außen dämmen.

    Bei gedämmten Häusern gab er den Rat zwangsbelüften.

    Reine comedy und bald werden es die Kunden merken, leider nur übers Brieftäschchen.

  24. Passend zum Thread ein Beirag der Süddeutschen Zeitung:

    http://tinyurl.com/suedzei

    Durch die Dämmung erhöht sich der Wohnkomfort. Die Folge: die Nutzer heizen mehr Zimmer und erhöhen die Zimmertemperaturen. Diese Erhöhung der Behaglichkeit wird nicht immer durch die erhöhte Dämmung abgefangen. Soll nun der die Behaglichkeit reduziert werden?

    Fischers treuer Kampfgenosse Paul Bossert hat bei der schweizerischen EMPA (Eidgenössische Materialprüfungsanstalt) eine Messung unter definierten Bedingungen erwirken können – an der Bossert selbst teilgenommen hat. Natürlich hat diese Messung die Physik bestätigt.

    MfG

  25. Worauf es wirklich ankommt: Die Behauptungen von Dr. Zernial et al. zur Dämmwirkung stehen nur auf dem Papier und der Softwaresimulation, jeglicher Praxisnachweis fehlt! Da hilft auch keine Vogelstraußerei und Gebetsmühlentaktik zur ach so wirksamen U-Werterei darüber hinweg. Und die bisher unwiderlegten Praxisstudien, die ich in meinem Aufsätzlein anführte, zeigen nur Eines: Außendämmung erhöht die Heizkosten. Da beißt die Maus kein Faden ab.

    Wobei das Fraunhofer-IBP in seiner Geheimstudie auch rausgekriegt hat, daß Außendämmung KEINERLEI Einfluß auf die Innentemperatur der Außenwand nimmt. Alles hübsch in langen Meßperioden experimentell dokumentiert und nur von Papiertigern andersrum propagiert, oft, um den dank Isofenster Schimmelgeplagten noch eine unnütze Außendämmung obendraufzünden zu können. Pfui!

  26. Ich halte viel den davon die Berechnung und die Physik sprechen zu lassen.Ich bin auch froh daß jemand dem idiotischen Energiekonsens wiederspricht. Durch falsche Aussagen und Berechnungen wird die Position allerdings sehr geschwächt.
    Siehe auch die Seite U-Wert Rechner von Dr. Ralf Plag

    mfg
    Franz Xaver Haid

  27. Den Artikel von Konrad Fischer kann man so wirklich nicht stehen lassen, weil Richtiges mit Unrichtigem vermengt: Bezüglich der Einschätzung der Energieeinsparung durch Wärmedämmung ist den Ausführungen von Dr. Zernial nichts hinzuzufügen.
    Brände sind nicht schön und wenn in Istanbul eine 156 m hohe Fassade mit EPS abfackelt, dann entspricht das nicht den deutschen Vorschriften (20 – 22 m sog. Hochhausgrenze). Frage: Sind dabei innen Leute zu Schaden gekommen ? In Deutschland sind über 700 Mill. m2 WDVS eingebaut worden und haben unzweifelhaft den Energieverbrauch reduziert, was ich auch bei meinem Haus feststellen konnte und was im niedrigerem Gesamtenergieverbrauch in D abzulesen ist. Holzhäuser brennen auch, da sie aus einem Brennstoff errichtet sind. Die Gase sind auch giftig. Hier muss man doch die Kirche im Dorf lassen. Dennoch plädiere ich auch lieber für unbrennbare Dämmstoffe z.B. aus mineralischem Material.
    Der Algen- und Pilzbefall ist deshlab so massiv aufgetreten, weil – wie das IBP Holzkirchen in 2005 gezeigt hat – stark hydrophobe Oberflächen wie Silikonfarben und Silikonputze in Deutschland vermarktet werden dank Wacker-Chemie, die besonders lang nass an der Oberfläche bleiben. Algen kann man mit sog. hydrophilen Oberflächen sicher verhindern, Pilzbefall leider nicht. Wer mehr dazu wissen will, kann gerne mal unter http://www.institut-erfurth.de unter Publikationen nachlesen.
    Dass deshalb die hydrophoben Fassaden mit giftigen und auswaschbaren Bioziden ausgrüstet werden und die Umwelt belasten. ist ein Skandal, den man aber schon heute vermeiden kann. Dazu gehören aber auch Dachüberstände und die Abschaffung von Kiesschüttungen auf Flachdächern, die man als Bioreaktoren zur Mikroorganismus-Bildung einstufen muss. Aber damit beschäftigen sich leider unsere Architekten nicht, wenn sie ihre „Kunstwerke“ errichten.

  28. Die Basis meiner Ausführungen sind wissenschaftlich begleitete Praxistests ganz unverdächtiger Forschungsinstitute, die alle den Mehrverbrauch durch Außenwanddämmung hundertprozentig belegten – am Testgebäude ohne Nutzereinfluß ebenso wie im bewohnten Massenwohnungsbestand. Auch die dena kann hierzu nichts Gegenteiliges vorweisen.

    Wenn also der eine oder andere tatsächlich irgendwas beim energetischen Sanieren gespart hat, muß er Löcher gestopft oder radikale Verbesserungen bei der Heizung erzielt haben. Von der alleinigen Außendämmung kann es keinesfalls gekommen sein. So jedenfalls mein Kenntnisstand. Und die Feuchte im Dämmsystem ist aus rein physikalischen Gründen das zentrale Problem.

    Rechnen kann Jeder, was er will. Dazu gibt es Software. Wenn man als Physiker an die stationären Formeln unverbrüchlich glaubt, bitteschön. Ich jedenfalls nicht, denn ich gehöre zur aufgeklärten Menschheit und setze auf Erfahrung und Praxis, die eben mit einer korrekten Theorie zusammengehen muß. Was Sie beim Dämmen zuallermeist nicht tut.

    Konrad Fischer
    Dämmkritiker

  29. Nicht ganz passend zum Thema aber ich möchte es dennoch einmal erwähnen:

    Ich wohne zur Miete. Baujahr des Hauses Anfang/Mitte 70er Jahre. Entsprechend schlecht ist die Dämmung. Und entsprechend hoch sind die Heizkosten. So weit so schlecht.

    Nun hat sich meine Vermieterin (unfreiwillig – Landesgesetzgebung) eine Solarthermieanlage aufs Dach eines Anbaus bauen lassen. Diese soll die Warmwassererzeugung und die Heizung unterstützen.

    Warmwasser ok. Aber die Heizung brauche ich im Winter, wenn der Sonnenstand am niedrigsten ist. Das war auch meiner Vermieterin und dem Handwerker (ihr eigener Sohn) der alles einbaute klar. Aber die Landesgesetzgebung läßt da eben wenig Spielraum.

    Nun sind drei Jahre ins Land und ich kann an meinen Abrechnungen deutlichst erkennen, daß diese Anlage meine Vermietern zwar eine fünfstellige Summe gekostet hat, sie aber praktisch nichts zur Energieeinsparung und damit Kostensenkung beiträgt. Der Effekt ist schlicht nicht feststellbar.

    Der Energiebezug des gesamten Hauses schwankt nach wie vor je nach Winter um einen langjährigen Mittelwert. Die Anlage auf dem Dach hat daran absolut nichts geändert. Sie ist, so läßt sich jetzt feststellen, eine reine Geldverschwendung.

    Das hat übrigens auch mich überrascht, hatte ich doch wenigstens auf einen kleinen Effekt gehofft.

    Aber es kommt noch besser: Zur selben Zeit wurde auch die in die Jahre gekommene Heizungsanlage ausgetauscht. Nun steht ein niegelnagelneuer Gasheizkessel im Keller.

    Aber auch durch den hat sich absolut nichts am Energieverbrauch des Hauses geändert. Und ich beziehe mich hier nur auf die kWh und natürlich nicht auf den Preis, der ja ständig schwankt.

    Auch diese neue Anlage hat eine fünfstellige Summe gekostet.

    Ich fasse also zusammen: Meine Vermieterin mußte unfreiwillig, weil es Politiker so beschlossen haben, geschätzte €50.000 (kann ein wenig mehr oder weniger sein, aber ungefähr kommt es hin) ausgeben für absolut nichts. Es gibt keinerlei meßbaren Effekt. Sie hätte also ohne jedes Problem €50.000 sparen können.

    Glücklicherweise war meine Vermieterin so nett, und hat keine dieser Kosten auf meine Miete umgelegt. Das ist alles andere als selbstverständlich.

  30. Der „Elefant im Raum“ der Dämmschikanen ist die Tatsache, daß man all dies doch nur braucht weil bei uns Energie so teuer ist. Und diese ist nur so teuer wegen den staatlichen Eingriffen und Steuern! Mit billiger Energie könnte man es sich auch leisten ein Haus zu beheizen das sehr viel Wärme abstrahlt, und man könnte sich um wichtigere Dinge kümmern. Aber unsere Parteien, die praktisch alle jetzt „grün“ sind (die ehem. Umweltministerin Merkel arbeitet schon an ihrer Wiederwahl 2013) verfolgen die fixe Idee der Energieknappheit und des Energiesparens praktisch als „Selbstzweck“. Man soll Energie sparen, auch wenn eigentlich genügend Energie zur Verfügung steht – wir tun das alles „nur zur Übung“.

  31. Sehr geehrter Herr Dr. Zernial,

    als sich hier präsentierender Bauexperte für Wärmeverluste und Solargewinne in der Wand sollte es Ihnen ein Leichtes sein, Ihre „moderne moderate Wärmedämmungsphilosophie“ als Artikel zu präsentieren. Ein Dipl. Ing. und Architekt mit jahrzehntelanger Praxiserfahrung im Bauen im Bestand schafft es ja auch, EIKE seine einseitige Meinung unterzujubeln damit wir als Leser gewaltig auf Glatteis geführt werden, oder?

    Schließlich möchte sicher nicht nur ich als vom Dämmwahn betroffener Hausbesitzer endlich die richtigen Entscheidungsgrundlagen erfahren! Nur zu. Schreiben Sie. Wir warten.

    MfG

  32. Mit ein dauerndes Risisko für Immobilienbesitzer bleibt die wohl kaum ungenutzt bleibende „Chance“ seitens der staatlichen Ausbeuter unter legalisierten Recht, nennen wir es nicht mehr BRD „Lastenausgleich“ oder in DDR-Umsetzung „Aufbauhypothek“ sondern „Klimaausgleich“ den Grundbucheingetragenen Zwangshypotheken aufzubürden. „Eigentum verpflichtet“ als sportliche Auslegung eines staatlich-europäischen Nimmersatt und davon gerne profitierender Branchen. (So nebenbei, warum Eigentum „verpflichten“ soll, hat mir noch keiner vernünftig erklären können.)

    Neben den Geldbeschaffungsorgien unserer Umverteilungspolitiker, der dabei auch vorauseilend gehorsam vorbereitenden und umsetzenden Staatsorgane und staatskapitalistischer Unternehmen und Organisationen sind das nachbarliche und familiäre Umfeld des Betroffenen nicht „ohne“ – jeder dämmt und tut sparen, warum DU nicht? Genaues weiß man zwar nicht wirklich, aber „ALLE“ sagen, schreiben und fordern es doch – Dämme und spare so und so viel PROZENT an Energiekosten. Es kann aber keiner genau belegen wie viel denn nun über Jahre und nur auf die Dämmmaßnahme bezogen, zu unterschiedlich die individuell gebauten Gebäude, Nutzer und Einflüsse oder die Vermischung der durchgeführten Baumaßnahmen aus Dämmen, neuer Haustechnik etc., geändertes Verhalten und sich ändernder Bedürfnisse. Von einer Verbrauchsstatistik wie es der Schweizer Bauingenieur Paul Bossert beispielhaft vorgelegt hat, ist weit und breit nichts zu sehen. Stattdessen werden Eigentümer und Mieter mit sog. Energiebedarfsausweisen hinters wohlweislich schimmelnde Licht und daraus abgeleiteten Anspruchsdenken und Nöten geführt. Dämmen oder nicht kann nur am jeweiligen Objekt entschieden werden und nicht pauschal auf Basis fiktiver und simulierter Annahmen getroffen werden. Nur das ist weder der gesetzliche noch der normative Ansatz.

    Wer sich mit dem Dämmwahnsinn beschäftigt staunt wie ich, dass eine vor Jahrzehnten von Baufachleuten entwickelte Rechnen-Annäherungshilfe mit realitätsfernen Laborbedingungen und deswegen nur für internen Fachgebrauch geeignet zu gesetzlich verordneten Zwangsmaßnahmen alla EnEV mutieren kann. Süffisant könnte ich jetzt abwertend triumphieren – der Dämm- „Durchbruch“ gelang als baufremde Maschinenbauingenieure und (Bau-)Laborphysiker das Ruder auf´m Bau übernahmen und Unterstützung von und offene Ohren bei politisch-gesellschaftlichen-bürokratischen Welt“verbesserern“ fanden, eine umgesetzt sehr erfolgreiche Interessenvertretung interessierter Kreise bei der Gesetzes- und Normenentstehung.

    Nun, weil man es von mir gewohnt ist zum Schluss – solange Parteimitglieder in sozialistischen Abstimmverhalten ihre Vorsitzende wählen, solange alle Stimment- und nichtentscheidenden Parteien auf einheitlicher Öko-Linie sind, solange Menschen an den Staat und die heilige Demokratie und den bösen Klimawandel und die notwendige Energiewende glauben – was soll sich ändern in diesem Lande?

    Wir sparen koste es was wolle … Eigentum, Vermögen, Freiheit, Selbstbestimmung, Unterschied, Baukultur, Sinn…
    Erst wenn der Einzelne tatsächlich persönlich von den „Umständen“ daraus betroffen ist und nicht nur der eklige Nachbar oder die eh schon reichen Immobilienbesitzer und eben nicht nur „die da“ mag sich was bewegen, das wie unvertieft lassend. Das Dämm- und Energiewendemonopoly wird vorerst kaum behindert weitergehen, da der Organisationgrad und die Netzwerk-Klüngeldichte bei „kleinen“ und auch großen MännerInnen an Neid, Missgunst (siehe Absatz zuvor) und eigenen Vorteilsdenken nicht das Maß an erforderlicher gemeinsamer politischer Einflussnahme und Willenstärke erreicht, um das Spiel der dagegen Organsierten und Vernetzen zu unterbrechen, zu unterbinden, nicht einmal abzustrafen.

    Perfide? Ja.

    Lösungen? Durchaus.

    Aber nicht mit mehr von Mehrdemselben. Das wäre nämlich das was unsere Dämmfanatiker als Forderer, Förderer, Anbieter wie auch gläubige Käufer praktizieren- immer mehr „Stroper“ (so nannte ein türkischer Kollege Styropor) auf immer mehr Häuser drauf. Warum konnte ich nicht beizeiten auf die Styroporseite wechseln, nun persönliches Missgeschick tut hier nix zur Sache. Obwohl unser Herr Hader interessiert sich ja für die beruflichen Erfolge seiner Forumsgenossen…

    Auf ein funktionierendes Recycling der WDVS-Fassaden warten wir dennoch weiterhin wie bei der vermeintlich ungeklärten Frage der Endlagerung von Kernbrennstäben. Nur, das eine ist politisch-korrekt gut sprich das Dämmen, dass andere politisch-korrekt böse. Während Kernbrennstäbe sehr wohl wiederaufbereitet können, sehe ich das bei dem Verbundmischmasch WDVS nicht. Außer Endlagern und teilweiser Thermobehandlung sprich Müllverbrennung. Vielleicht lässt sich der Dreck dann als CO2-Klimaneutral kaschieren, schließlich konnten ja zuvor so und so viel Tonnen CO2, rechnerisch, eingespart werden…

    Glauben tu ich nicht.

  33. das grössere Problem als drohender Lastenausgleich sind die Banken, die wegen fehlender Sicherheiten, mit Kündigung der Hypothek drohen, ausser Sie akzeptieren einen neuen Kreditvertrag mit 100% Zinsen…
    in diesen Zeiten am besten mit Edelmetallen, anonym bis 15T € zu erwerben, vorsorgen…
    aber nur wenn man das Fiatmoney (Falschgeld, Schöpfen aus dem Nichts, der privaten Zentralbanken) mit seinem zerstörerischen exponentiellen Zinseszinssystem verstanden hat 😉

    übrigens: Irak, Iran, Afghanistan, Nordkorea… sind/waren bis zu den Überfällen/Feindstatus (Achse des Bösen!!also die sich nicht dem kriminellen Schneeballsystem unterordnen) ohne Zentralbanken, ein Schelm wer…

    offtopic ENDE

  34. Hier begibt sich EIKE mit der einseitigen Meinung eines Konrad Fischer gewaltig auf Glatteis, denn die Wärmeverluste einer Wand mit zum Beispiel 8cm Wärmedämmung – es muss kein Kunstschaum sein – sind etwa einen Faktor 4 niedriger als die einer ungedämmten gleich aufgebauten Wand. Die winterlichen solaren Energiegewinne einer Wand sind nahezu vernachlässigbar – Ausnahme vieleicht an den wenigen Sonnentagen, wobei etwa zwei Drittel der absorbierten Sonnenenergie wieder nach außen verloren gehen und der Rest zu einer geringen Temperaturerhöhung der Wand nur tagsüber führt.
    Es ist doch nachgewiesen, dass bei Innentemperaturen einer ungedämmten Außenwand von nur 16 Grad oder weniger eine Raumtemperatur von etwa 23 Grad für die Behaglichkeit der Bewohner erforderlich ist, ähnlich mit Einfachscheiben im Fenster mit einem U-Wert von 5 W/m²K. Der Strahlungsaustausch des Menschen mit seiner Umgebung ist hier verantwortlich.
    Bei der oben beschriebenen Dämmung mit 8 cm und einer modernen sog. low E Zweifachverglasung mit einem U-Wert von 1.1 W/m²K kann die Raumtemperatur für gleiche Behaglichkeit auf etwa 20 Grad abgesenkt werden. Dies führt zwangsläufig zu einer Reduzierung der Heizkosten infolge Tansmission durch Wände und Fenster um etwa den Faktor 3. Nicht verändert sind natürlich die Lüftungskosten (und auch Warmwasserkosten), die leicht 30% der gesamten Heizkosten ausmachen können.
    Andererseits sind sicher Isolationsdicken von 16 oder auch 24 cm Dicke völlig überzogen und auch Dreifachverglasungen mit Kryptonfüllung, einem U-Wert von 0.7 W/m²K aber einem solaren Energiedurchgang von nur noch ca 45 % machen keinen Sinn, denn der zusätzliche Spareffekt ist gegenüber den Kosten marginal und somit aus meiner Sicht unwirtschaftlich.
    Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung sind heute schon überzogen und eine weitere Verschärfung grenzt an Schwachsinn. Eine moderne moderate Wärmedämmungsphilosophie mit entsprechender steuerlicher, damit staatlicher Förderung in Deutschland würde den Energieverbrauch für Heizung halbieren und das wäre genug. Das obige angeführte Beispiel darf übrigens heute nicht mehr realisiert werden, da die Energieeinsparverordnung nicht erfüllt wird. Damit ist natürlich jeder Althausbesitzer gut beraten, gar nichts zu tun, denn es gilt Gerichten sei Dank Bestandsschutz!
    Unsere Republik hat sich energetisch auf gewaltige schwarz-rot-rün-gelbe Irrwege begeben, wie wir bei der Energiewende täglich sehen.

  35. @Raphael Greipel #3
    Noch einen Satz zu ihrem Satz….“Doch der Hohn mancher Bekannten wie blöd ich bin, da so eine Zinsphase nie wieder eintreten wird war groß!!“

    Bedenken Sie, diese niedrige Zinsphase ist zwar „niedrig“ aber mit 0,75% ist noch einiges an Spielraum nach unten offen. Und die EZW hat ja diesen niedrigen Leitzinssatz von 0,75% erst diese Woche noch bestätigt. Der Grund dafür ist die schlechte wirtschaftliche Lage in den meisten europäischen Ländern des EU-Raums.

    Und jetzt blicken wir mal etwas in die Zukunft…
    Frankreich wird nächstes Jahr immer noch eine schwächelnde Wirtschaft haben. Deutschland wird im nächsten Jahr ebenfalls schwächeln und die Energiekosten werden zu dem noch weiter steigen.
    Vor diesem Hintergrund, kann davon ausgehen, dass uns ein wirtschaftlich sehr schlechtes Jahr 2013 bevorsteht und der EZB wird dann nichts weiter übrigbleiben den Leitzins um weiter 0,25 – 0,5% zu senken. Somit werden die Zinsen wohl in den nächsten Jahren weiter niedrig bleiben bzw. sinken.

    Somit können Sie sich beruhigt zurücklehnen und alles auf sich zukommen lassen. Es besteht kein Grund zur Hecktig.
    Und, wer zu letzt lach, der lacht am besten. 😉

  36. Wer sein Gebäude gegen Energieverlust nach außen schützen will, sollte sich auf dieser höchst informativen Seite umsehen, sehr interessant sind auch die „Fachtexte“:

    http://tinyurl.com/atofacp

    Dort wird die grundlegende Problematik der konventionellen WDVS erläutert.

    Das dort vorgestellte Produkt ist in der Lage, selektiv zu isolieren, für mich klingt das sehr plausibel, wobei es natürlich heftigstes Gegenfeuer aus den Mündern der Mainstreamer gibt.

    Ich hoffe der Link fällt nicht unter das Thema „Schleichwerbung“.

    Henrik

  37. #3: Raphael Greipel:

    Eine Immobilie zu kaufen ist sicherlich derzeit keine schlechte Idee, die Zinsen sind sehr niedrig, auch bei langer Zinsbindung.

    Wichtig ist aber, das Sie diese auch dann noch bezahlen können, wenn Sie mal eine Zeit arbeitslos sind.

    Es gibt durchaus gute alternativen, auch ohne WDVS.

    Mein Reihenendhaus wurde 2001 nach dem KFW 70 Standard gebaut (das bedeutet, das es nicht mehr als 70KWh Energie pro qm und Jahr verbraucht werden). Bei 117qm wären das bei mir ca. 8200KWh Heizkosten.
    Tatsächlich verbrauche ich ca. 9500 KWh Gas zum Heizen bei gemütlichen 21,5 grad und rund 650€ Gaskosten. Damit kann ich sehr gut leben. Die Reihenmittelhäuser verbrauchen tatsächlich noch weniger.
    In meiner vorigen Mietwohnung mit 85qm habe ich vorher bei 19-20 Grad das Dreifache an Energiekosten gehabt (Altbau).

    Mein Reihenmittelhaus hat kein WDVS sondern einfach 30cm dicke Porenbetonwände. Wie man sieht, kann man auch sparsame Häuser ohne WDVS finden (und sollte das auch tun). Ich habe keine Probleme mit Schimmel, auch ohne das ich penibel darauf achten müsste zu lüften. Einmal morgens 5 Minuten lüften reicht schon. Und günstig war es auch.

    WDVS haben noch andere Nachteile, versuchen Sie z.B. mal ein Vordach (oder anderes) auf Styropor zu montieren, da benötigen sie Abstandshalter oder sonstige Verrenkungen und müssen dann auch noch aufpassen, das sie keine Wärmebrücken erstellen.

    Nehmen Sie sich einfach die Zeit was gescheites zu finden, ohne WDVS, und dann klappt es auch mit dem Traum vom Eigenheim. Ich habe auch 3 Jahre gesucht bis ich das passende hatte, dafür bin ich aber auch jetzt noch 100% zufrieden.

  38. Es werden sich noch einige wundern über die Schimmelbuden, die sie sich zu gelegt haben. So ist das halt, wenn man sich nicht richtig informiert. Jeder der sich erlaubt gegen den Mainstream zu reden ist doch gleich ein Revoluzzer und wird bestenfalls belächelt.
    Mehr zum Thema dämmen findet sich hier:
    http://tinyurl.com/ytd93r

    Viel Spaß, ist ne Menge Stoff

  39. Sehr geehrtes „Eike Team“ ,

    vielen Dank bzgl. Ihrer Recherchen über den Dämmwahnsinn in Deutschland. Gerade als junger Mensch überlegte ich mir die letzten Monate ob ich für mein Erspartes eine ETW kaufen soll..!

    Laut Mainstream, Presse und Freunden wurde man sehr schnell verführt, in Betongold zu investieren was auch viele meiner Freunde taten. Doch traute ich den voreiligen Entscheidungen nicht und Begann durch die EIKE- Berichte mich ausführlicher mit dem Thema zu befassen. Die vielen Objekte die durchaus Interessant gewesen sind, waren „alle“ mit einem WDVS ausgestattet, egal ob Neubau oder nachträglich installiert ?
    Jetzt wo ich Erahnen kann was da für ein Massenbetrug stattfindet, werde ich meine Ersparten Kröten anderweitig investieren. Doch der Hohn mancher Bekannten wie blöd ich bin, da so eine Zinsphase nie wieder eintreten wird war groß!!

    (Manchmal) muss man anscheinend gegen den Strom schwimmen um die Wahrheit zu erkennen, und einen „Gesunden Menschenverstand“ besitzen.

    P.S. Ich frage mich, wie die Immobilien- Besitzer in „Zukunft“ reagieren, wenn allmählich mit Schimmelbekämpfung zu rechnen ist oder der Staat einen „Lastenausgleich“ wieder einführt..!

    MFG
    Raphael Greipel

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