Die gute alte Braunkohle

Bild: Rike/pixelio.de

Ohne sie und die Kernkraft steigt der deutsche Strompreis, wenn die Energiewende-Pläne tatsächlich durchgezogen werden, auf 100 Cent je kWh und mehr..von K.P. Krause


Jede vierte in Deutschland verbrauchte Kilowattstunde Strom basiert auf dem Verbrennen der heimischen Braunkohle. Dieser fossile Rohstoff ist der einzige heimische Energieträger, der in großen Mengen langfristig subventionsfrei und wettbewerbsfähig zur Verfügung steht. Durch den Verbund von Tagebau und thermischen Kraftwerk bietet die Stromerzeugung mit Braunkohle ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit. Auch bestehen keine Transportrisiken.1) Dieser Strom ist zudem der kostengünstigste. Aber Strom mittels Wind, Sonne und pflanzlichen Stoffen soll den Strom aus fossilen Brennstoffen ablösen. So will es die Bundesregierung, so wollen es die öko- und bio-trunkenen Parteien, so wollen es die subventionsverwöhnten Energiewende-Profiteure. Dass damit der Strom für alle Bürger viel teurer und für viele Bürger unbezahlbar wird, rührt sie nicht; es ist, wenn auch unausgesprochen, sogar beabsichtigt.

Wie der „Ökostrom“ 19mal so teuer wird wie Strom aus Braunkohle

Die Ausbaupläne der Bundesregierung sehen für Wind- und Solaranlagen eine installierte Leistung von etwa 240 Gigawatt (GW) vor. Aber Sonne und Wind sind launisch. Daher würde die mittlere tatsächliche Jahresleistung dieser Anlagen weniger als 60 GW betragen. Als Netzleistung durchschnittlich notwendig sind 60 GW. Aber bei Starkwind und viel Sonnenschein würden diese Anlagen viermal mehr Strom liefern als benötigt. Dann müssten drei Viertel dieser Anlagen abgeschaltet werden, um das Netz nicht zu überlasten. Das bedeutet: Für jede erzeugte Kilowattstunde (kWh) Strom muss auf die mögliche Erzeugung von weiteren 3 kWh verzichtet werden. Dieser daher nicht erzeugte Strom ist jedoch nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) trotzdem zu vergüten. Da nun aber für den erzeugten und zwangsweise mit Vorrang abzunehmenden Strom die durchschnittliche EEG-Vergütung 12 Cent/kWh beträgt, muss man diesem Zwangsabnahmepreis noch die (durchschnittliche) Ausfallvergütung für die nicht erzeugten 3 kWh hinzurechnen, also drei mal 12 gleich 36 Cent. Folglich kostet die Kilowattstunde dann horrende (12 plus 36 =) 48 Cent. Folglich ist dieser „Ökostrom“ dann also 19mal so teuer wie der aus Braunkohle.

Andere Kosten kommen noch obendrauf

Außerdem sind dies nur die Kosten der Erzeugung, also ohne die Mehrwertsteuer, ohne die (steigenden) Netzkosten und ohne die (steigenden) Übertragungsverluste. Hinzukommen die Kosten für die „Schattenkraftwerke“. Das sind die, die Strom aus Kohle, Erdgas und Erdöl herstellen und die stets bereitstehen müssen, wenn Wind und Sonne ausfallen. Deren Kosten werden mit dem Ausbau der Wind- und Solaranlagen gleichfalls kräftig weitersteigen. Wenn nämlich Wind und Sonne Strom genug liefern, müssen sie ausgeschaltet werden. Das macht sie unrentabel. Daher wollen immer mehr Betreiber sie stilllegen. Dann aber ist bei Flaute und nächtlich weggetauchter Sonne ein Stromausfall garantiert. Um dies zu vermeiden, sollen deren Betreiber gesetzlich gezwungen werden, die Anlagen betriebsbereit zu halten. Das ist zu bezahlen, und das Entgelt dafür sind Zusatzkosten, die dem Strompreis ebenfalls noch aufgeladen werden. Sollten also die Ausbaupläne der Bundesregierung tatsächlich in voller Schrecklichkeit verwirklicht werden, dann ist nicht mehr abwegig, was der Wirtschaftswissenschaftler und Umweltökonom Prof. Dr. Alfred Endres befürchtet, dass nämlich der Strom auf mehr als 100 Cent je kWh klettert.

Ab-und-zu-Strom taugt für den ständigen Grundbedarf nicht

Es sollte sich herumgesprochen haben, dass Wind und Sonne Strom nur ab und zu liefern, jedenfalls immer wieder nicht dann, wenn er gebraucht wird. Den ständig nötigen Grundbedarf an Stromleistung von rund 40 Gigawatt (GW) kann man mit solchem unzuverlässigen Ab-und-zu-Strom nicht decken, also die sogenannte Grundlast nicht sicherstellen; dafür taugen diese Anlagen nicht, dafür braucht man Kohle- und Kernkraftwerke. Nur diese thermischen Kraftwerke sind in der Lage, für einen stabilen Netzbetrieb zu sorgen. Sie nämlich geben ihre installierte Leistung Tag für Tag ganzjährig ab und exakt in der benötigten Menge. Wind dagegen liefert Strom nur, wenn er (angemessen) weht, Sonne nur dann, wenn sie (hinreichend) scheint; Nennleistung und tatsächliche Leistung klaffen hier weit auseinander. Liefern sie jedoch mehr als gerade benötigt, wird’s im Stromnetz prekär.

Die diffamierte Braunkohle als Gewinner der „Energiewende“

Aber ein Industriestaat und eine Wohlstandsgesellschaft brauchen nicht nur ab und zu Strom, sondern ständig, ohne Unterbrechung, ohne Netzzusammenbruch. Daher bleiben thermische Kraftwerke selbst dann unentbehrlich, wenn immer noch mehr Ökostromanlagen installiert werden. Diese Kraftwerke können den Strom am kostengünstigsten aus Uran oder Braunkohle erzeugen (2,5 Cent/kWh). Da aber die CO2-freien Kernkraftwerke in Deutschland verschwinden sollen, müssen nun vor allem die Braunkohle-Kraftwerke ran. So wird ausgerechnet die als „Dreckschleuder“ und „Klimakiller“ diffamierte Braunkohle zum wichtigsten Stromlieferanten und gleichsam zum Gewinner der „Energiewende“.2) Ein paradoxes Ergebnis. In den vier Abbauregionen der Braunkohle, so las man schon, herrsche Goldgräberstimmung. 3)

Ökostrom sicher? Ökostrom bezahlbar? Der SVR hat’s behauptet

So preisgünstig und sicher wie Strom aus Braunkohle wäre auch der aus Uran. Doch wurde in Deutschland entschieden, sich daraus zu verabschieden, die Kernkraftwerke stillzulegen und den Strom nur noch mittels Wind, Sonne und pflanzlichen Stoffen („Bio-Gas“ aus „Biomasse“) herzustellen. Dafür hatte sich auch der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SVR) in seinem Gutachten von 2010 eingesetzt. Dessen Überschrift lautet: „100% erneuerbare Stromversorgung bis 2050: klimaverträglich, sicher, bezahlbar“. Diese Behauptung hat der Aachener Energieexperte Helmut Alt damals sachkundig und ausführlich zerpflückt.4) In seinem Resümee schreibt er:

Wenn Kohle und Kernkraft fort sind, geht es nur mit Gaskraftwerken

„100% erneuerbare Stromversorgung bis 2050 mag klimaverträglich sein, sicher kann sie nur – bei Abwesenheit von Kohle- und Kernkraftwerken – durch Installation von 100 % Ersatzleistung in Form von Gaskraftwerken sein, deren Erdgas aus Russland mit hohen Preisrisiken bezogen werden muss. Ob die Stromversorgung dann noch von allen als bezahlbar angesehen werden kann, und die zusätzliche CO2 Emissionen aus den Gaskraftwerken (immerhin 1/3 soviel wie aus Kohlestromerzeugung) den Nimbus der Klimaverträglichkeit verdient, sei dahingestellt. Bei Strom aus Kernkraftwerken wären die Kosten der Primärenergiebeschaffung relativ stabil kalkulierbar und weit günstiger und es würde kein CO2 emittiert, allerdings wäre eine weitergehende allgemeine Akzeptanz und Vertrauen vonnöten.“

Ein Irrweg, der am Prellbock enden wird

Für Alt ist es eindeutig, „dass der Weg unserer politisch verordneten Energiewende zu 80 % oder gar 100% aus regenerativer Energie – dominierend als Wind- oder Sonnenstrom – ein Irrweg ist, der an einem Prellbock enden wird.“ So steht es in einer Äußerung Alts über die „Vision und Wirklichkeit der Energiewende“ gegenüber einer Reihe von Fachkollegen am 26. Dezember 2011.

Aufklärung für die nicht sachkundige Öffentlichkeit überfällig

Weiter heißt es in Alts Mitteilung: „Auch beliebig viele Wind- und Sonnenenergieanlagen sind weder notwendig noch hinreichend, eine sichere und bezahlbare Stromversorgung zu gewährleisten, würden allerdings das Stromerzeugungssystem in Deutschland zu dem teuersten und ineffizientesten der Welt machen. … Mir scheint es überfällig, dass alle Verantwortlichen für unsere Energieversorgung und allen voran die Wissenschaft, aber auch die der Wahrheit sich verpflichtet fühlenden Medien mit klaren Worten auf die Zuverlässigkeitsdefizite und den damit verbundenen Irrweg unbezahlbaren Ausmaßes – auch für die nicht sachkundige Öffentlichkeit verständlich – hinweisen sollten. Nach wie vor gilt, dass es ‚absurd wäre, ein Gegner der Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie zu sein, wenn diese bezahlbar wäre’. Zu teuer und aufgrund der Dargebotsabhängigkeit zu unsicher gilt leider nicht nur heute, sondern wird nach allem, was man abschätzen kann, auch 2050 und darüber hinaus noch gelten. Wenn man das so festgestellt und bewiesen hat, ist man kein grundsätzlicher Gegner dieser Technik, sondern Realist hinsichtlich der Nutzbarkeit und Anwendungsbreite.“ 5)

Politiker machen Energie zum Luxusgut

Führen schon die Euro-Schuldenkrise und unsägliche Euro-Rettungspolitik Deutschland in den Ruin, dann geschieht das zusätzlich auch noch mit dieser ebenfalls verantwortungslosen Energiepolitik. In einem Leserbrief vor einem Jahr schrieb Helmut Alt: „Es ist nicht zu fassen, mit welcher bodenlosen Gleichgültigkeit sachunkundige Politiker die Basis unseres Wohlstandes aufs Spiel setzen und die Energie einfach zum Luxusgut erklären.“ 6)

von Gastautor Dr. Klaus Peter Krause; zuerst erschienen auf seinem Blog hier 

Ergänzende Links: Strom wird für Millionen Kunden drastisch teurer

Die Kosten für Strom und Wärme werden zum Jahreswechsel kräftig steigen. Jetzt dreht auch Vattenfall so stark an der Preisschraube wie noch nie zuvor. Und das ist erst der Anfang. Verantwortlich für die Verteuerung ist in erster Linie die staatliche Förderung erneuerbarer Energie wie Sonne, Wind und Biomasse. Bereits vor einem Monat hatten die vier großen Stromnetzbetreiber – 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW – angekündigt, dass die Umlage nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) um fast 50 Prozent steigen wird. Diese Erhöhung geben die Stromversorger nun an die Verbraucher weiter.

Referenzen zum Artikel von. K.P. Krause:

1  Bundesverband Braunkohle, siehe http://www.braunkohle.de     

2  Financial Times Deutschland (FTD) vom 30. Oktober 2012    

3  FTD vom 21. März 2012    

4  Stellungnahme von Prof. Dr. Ing. Helmut Alt vom 10. September 2010.    

5 Zitiert aus einer Antwort-Mail von Professor Alt an mich vom 28. Dezember 2011.      6 FAZ vom  16. September 2011, Nr. 216, Seite 6

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36 Kommentar(e)

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1
Jürgen Wanninger

#35: S.Hader sagt:

'...Als Unternehmer müssen Sie sich ja auch mit dem auseinandersetzen, was Kunden verstärkt in der Zukunft benötigen und nicht nur das, was sie heute wollen.'

Wenn ich Speicherhersteller werden will, ja (aber mit Augenmaß)! Wenn ich verantwortlich für ein funktionstüchtiges und ökonomisch vernünftiges Stromnetz sein will, kann man unmöglich derartige Zukunftsszenarien aufbauen und in das finanzielle Abenteur stolpern, die auf Dinge setzen, von denen wir heute noch nicht wissen, ob und wie sie funktionieren. Ich kann nur immer betonen, hier sind nicht die Visionen einzelner gefragt (Planwirtschaft) sondern die kollektive Erfahrung aller beteiligten Industrien (Marktwirtschaft).

'...Aber dieses Detail tut nicht viel zur Sache.'

Doch genau hierdrum geht es! Und aufgrund dieser praxisfernen Einschätzung Ihrerseits glaube ich ehrlich gesagt, nicht, dass Sie in der Entwicklungsabteilung eines Unternehmens tätig sind/waren, wie Sie an anderer Stelle einmal gesagt haben. Visionen zu haben ist eine Sache. Hätte Daimler aber 1990 eine konkreten Fahrplan beschlossen 'so ab 2010 haben dann alle MB Fahrzeuge die Brennstoffzelle' und massiv Autos hierfür vorproduziert und Verbrennungsmotorenkapazität heruntergefahren, dann wären sie heute pleite.

'Abb.2 zeigt die Ziele der Bundesregierung für den EE-Anteil bis 2050 und nicht den Anteil des Windstroms.'

Sie wissen genau, dass Windstrom gut 60% der EE schultern muss. Dann ergibt sich genau der von mir genannte Widerspruch. Es ist ein Stragiepapier - 'Wir, die Deutshe Bank sind dabei bnei diesem tollen Zukunftsplan, wer braucht Kredit?' - nichts mehr!

Die ganzen Papiere, die Sie da zitierten, sind banale Zukunftspekulationen. Haben Sie in den 70gern damals den Global-2000-Report gelesen? Jetzt stellen Sie sich vor, die USA hätten Ihre Poltiik streng nach diesem Quark ausgerichtet. Ich habe ihn heute noch - sehr amüsant darin zu blättern, was man vor 40 Jahren für unübewindbar hielt!

'Die Speicherabhängigkeit ist keine linearen Funktion der installierten Leistung.'

Selbstverständlich ist es eine lineare Funktion wenn man, wie vordergründig vorgegeben, seine konventionellen Kraftwerke abschalten will! Immer bei der Wahrheit bleiben. Hier interessiert auch nicht das Hader'sche EE-Modell, denn das liegt gar nicht als Gesamt-Konzept vor und selbst wenn hätte es nur gerigne Chancen in die Politik. Also kann es nur um das Konzept der heutigen oder nächsten Bundesregierung gehen. Und da sollen alle konventionellen Kraftwerke so schnell wie möglich vom Netz und deshalb müssten sofort Speicher her. Sonst bleibt das ganze was es jetzt schon ist. Die teuerste Co2- Beibehaltungs-Arbeits-Beschaffungs-Maßnahme der deutschen Geschichte.

'Wenn Sie meinen, Sie könnten mit einem Handstreich alle Aussagen von Fachleuten wegwischen'

Das sind Aussagen von wenigen Leuten. Ob es Fachleute sind, kann ich auf die Schnelle nicht beurteilen. Und auch wenn es Fachleute sind, haben sie ein bestimmtes Eigeninteresse. Es gibt andere Fachleute und das sind unter den anerkannten Fachleuten die eindeutige Mehrheit, die behaupten das Gegenteil Ihrer Papiere. Auch diese Fachleute haben zwar wieder Eigeninteressen, aber ihre Argumente decken sich merkwürdigerweise genau mit den Punkten, die mir aufgrund meiner Kenntnisse selbst in den Sinn kamen.

Lesen Sie beider Richtungen Papiere und bilden sich ein eigenes Urteil. Unterlassen Sie dabei, den Perswonen unlautere Absichten zu unterstellen, vermuten Sie nicht zu viel in die Zukunft.

Nochmal zu Fachleuten: Auch unsere Wirtschaftsweisen sind ja anerkannte Fachleute die aber meist diametral gegenteiliger Ansicht sind Bofinger vs. Raffelhüschen. Und nun?

Ich erinnere nochmal an den Global-2000-Report der von höchstdekorierten Fachleuten verfasst wurde und schon 20 Jahre später nicht mehr das Papier wert war, auf das gedruckt worden war.

2

@Jürgen Wanninger, #34: "Es gibt aktuelle keine Alternative zu PSW. Wenn es übermorgen eine geben mag, können wir neu diskutieren. Momentan gibt es nur Träumereien."

Ich hatte Ihnen mehrere Artikel und Vorlesungsskripte über den Stand bisheriger Speichertechnologien, sowie ihrer Potentiale verlinkt. Das Ganze mit Träumereien abzutun, bedeutet, sich nicht mit der Zukunft auseinandersetzen zu wollen. Als Unternehmer müssen Sie sich ja auch mit dem auseinandersetzen, was Kunden verstärkt in der Zukunft benötigen und nicht nur das, was sie heute wollen.

Es geht nicht darum, dass alle in den Links gemachten Prognosen tatsächlich so eintreffen werden, davon ist nicht auszugehen. Es geht viel mehr darum, in welche Richtung es mit Technologien wie Druckluftspeicher oder Schwungrad gehen könnte, welche Stärken und auch welche Schwächen sie haben. Dann kann man auch besser einschätzen, wo man die Technologien einsetzen kann.

By the way, Daimler hat die Serienfertigung mit der Brennstoffzelle von 2015 auf 2014 vorverlegt. Aber dieses Detail tut nicht viel zur Sache.

"Das Spekulationspapier der Deutschen Bank enthält massive Fehler, z.B. Abb. 2 (Versechsfachung des Windstroms und in Abb. 9 nur wenig über Verdopplung, ähnliche bei Solar) und üble Täuschungsmanöver für Laien (in Abb. 3 und 4 decken sich die Graphen durch wechselnde Ordniatenskalen). Und dann Kurioses: Verdopplung der Speicherkapazität von 2012 bis 2025 dann aber Vervierhundertfachung von 2025 bis 2040 während der Anteil von Wind- und Sonnenstrom von 2012 bis 2040 linear zunimmt (Abb. 2) ??? Die Speicherabhängigkeit ist aber eine lineare Funktion der installierten leistung. Was soll das?"

Abb.2 zeigt die Ziele der Bundesregierung für den EE-Anteil bis 2050 und nicht den Anteil des Windstroms. In den Abb. 3 und 4 geht es um den charakteristischen Leistungsverlauf von Wind und Sonne auf die Monate bezogen und wie sich das mit dem tatsächlichen Stromverbrauch verhält. Hier im Forum gab es schon die Behauptung, dass Wind- und PV-Strom sich gar nicht ergänzen würden, die Abbildungen zeigen aber zumindest auf die Monate bezogen ein antizyklisches Verhalten.

Die Speicherabhängigkeit ist keine linearen Funktion der installierten Leistung. Wie ich Ihnen schon mehrfach erfolglos erklärt habe, sind bis zu einem bestimmten Level an Wind- und PV-Strom keine zusätzlichen Speicher notwendig, weil man die Leistungsschwankungen mit den vorhandenen konv.Kraftwerken abfangen kann. Die Grenze wird vermutlich bei einem Anteil bis 40% liegen. Erst wenn dieser Anteil an Wind und Sonne steigt, helfen konv.Kraftwerke und auch Im- und Exporte nicht mehr, um die Schwankungen auszugleichen. Man benötigt große Stromspeicher! Ab diesem Level steigt der Bedarf an Speicherkapazität, also eindeutig ein nichtlinearer Zusammenhang zwischen Wind+PV-Strom und Speicherbedarf.

"Die anderen Papiere sind im Grunde nichts wert und stellen simple Zukunftsplanspiele dar. Was wollen Sie damit zeigen?? Es handelt sich um persönliche Zukunftsprognosen der Autoren."

Wenn Sie meinen, Sie könnten mit einem Handstreich alle Aussagen von Fachleuten wegwischen und als wertlos hinstellen, werden Sie garantiert jede Diskussion als Sieger verlassen. Der Nachteil ist nur, es wird Sie kaum noch einer ernst nehmen und Ihnen blüht ein ähnliches Schicksal wie Herrn Heinzow. Wenn Sie tatsächlich meinen, es besser zu wissen als der Verband der Elektrotechnik (VDE), die TU München mit dem anerkannten Experten Prof.Wagner oder die Gesellschaft deutscher Chemiker ohne auf deren Inhalt einzugehen, dann begeben Sie sich am Rande der Lächerlichkeit, wenn Sie diese nicht gar schon überschritten haben. Kehren Sie lieber auf die Sachebene zurück, dann kann sich auch für mich noch eine interessante Diskussion ergeben.

MfG
S.Hader

3
Jürgen Wanninger

#33: S.Hader sagt:

Nun, wenn Sie Preissteigerungen ins Kalkül ziehen, müssen wir auch einen kompletten Kraftwerkszyklus kalkulieren. Und da sind beim Kohle-Krfatwerk 40 eher 50 Jahre anzusetzen. Demzufolge muss man Windräder zweimal oder noch häufiger bauen.

'Von welchem Szenario sprechen wir jetzt, 2012? 2030? 2050? Ihre Zahlenangaben bzgl. EE beruhen auf 2012, entsprechend existieren auch Kohlekraftwerke und für 10 Jahre auch AKWs. Also müssen wir nicht den gesamten restlichen Strombedarf mit Gaskraftwerken decken. 2030 und später werden bei weiterem EE-Ausbau natürlich nicht nur 67 Twh durch Sonne und Wind erzeugt,...'

Genau das ist aber das Problem. Ween Sie wieter WInd- und Sonne ausbnauen und andeer kraftwerkstypen reduzieren, werden die Engpässe bei Wind und Sonenmangel immer größer. Deshalb können Sie eben kein konventionelles Kraftwerk abschalten, solange Sie keine Speicher haben. Da diese nicht abzusehen sind, können Sie nicht ein Gigawatt konventionelle Kapazität reduzieren, und wenn Sie Wind verhundertfachen.

'Nirgendwo habe ich geschrieben, PSW in Deutschland auch nur in annähernder Anzahl zu befürworten. Wo bitte soll das stehen?'

Es gibt aktuelle keine Alternative zu PSW. Wenn es übermorgen eine geben mag, können wir neu diskutieren. Momentan gibt es nur Träumereien. SO wie die Brenstoffzelle vor 20 Jahren. Dainmler wollte sie vor zehn jahren serienreif in der A-Klasse haben. Und wo ist sie nun? Und genauso möchten viele Firmen schöne Subventionen haben und versprechen ganz tolle Speichertechniken für vielleicht morgen oder übermorgen.

Das Spekulationspapier der Deutschen Bank enthält massive Fehler, z.B. Abb. 2 (Versechsfachung des Windstroms und in Abb. 9 nur wenig über Verdopplung, ähnliche bei Solar) und üble Täuschungsmanöver für Laien (in Abb. 3 und 4 decken sich die Graphen durch wechselnde Ordniatenskalen). Und dann Kurioses: Verdopplung der Speicherkapazität von 2012 bis 2025 dann aber Vervierhundertfachung von 2025 bis 2040 während der Anteil von Wind- und Sonnenstrom von 2012 bis 2040 linear zunimmt (Abb. 2) ??? Die Speicherabhängigkeit ist aber eine lineare Funktion der installierten leistung. Was soll das?
Die anderen Papiere sind im Grunde nichts wert und stellen simple Zukunftsplanspiele dar. Was wollen Sie damit zeigen?? Es handelt sich um persönliche Zukunftsprognosen der Autoren.

Sie haben ein problem Herr Hader: Sier glauben zu wissen, wo es langgeht und deshalb glauben Sie Planwirtschaft ist die richtige Politik dahin. Das glaubte auch schon einmal ein ganzer Staat auf deutschem Boden. Wo den die Planwirtzschaft hingeführt hat, wissen wir ja.

4

Sehr geehrter Herr Wanninger, Sie schreiben unter #31:

"Kurz zum Mitdenken: Im Jahre 0 bauen Sie ein Kohle-Kratwerk + 2.600 Windräder (+Backup) - im Jahre 20 (Energiekosten haben sich verteuert) bauen Sie 2.600 Windräder ab - im Jahre 21 (Energie hat sich verteuerrt) bauen Sie 2.600 Windräder zum zweiten Mal - im Jahr 40 (Energie hat sich noch weiter verteuert) bauen Sie 2.600 Windräder wieder ab und bauen auch das einm Kohle-Kraftwerk ab. Alle Unklarheiten beseitigt?"

Bei Ihrem bisherigen Beispiel bestanden Sie darauf, nur eine Zeitspanne von 20 Jahren zu betrachten. Man kann natürlich das Beispiel auch auf 40 Jahre erweitern und entsprechend zwei Generationen an Windräder bauen. Der Preis für Beton und Stahl wird vermutlich nicht ganz so stark steigen wie für Kohle, aber sie wird die zweite Windrad-Generation verglichen zu heute teurer machen. Jedoch wirkt sich auf den Baupreis die Kohleverteuerung der Jahre 21 bis 40 nicht aus. Übrigens, selbst wenn man nur von einer jährlichen 5%-Verteuerung der Kohle ausgeht, akkumulieren sich die Brennstoffkosten in den 40 Jahren auf das Dreifache im Vergleich zu konstanten Preisen auf.

Zu Ihren Anmerkungen zur Strombedarfskurve. Ich habe da weitestgehend keine großen Einwände. Nur muss ich Sie da korrigieren, was meine "Visionen" angeht: "Da Kernkraft und Kohle nach Ihren Visionen und denen der Grünen aber vom Netz sollen, bleiben nur noch gaskraftwerke, um die riesigen Flächen unter der Lastkurve, die Wind- und Sonne nicht abdecken, aufzufüllen."

Solange kein wesentlicher Ausbau von EE-Kraftwerken und Großspeicher stattfindet, kann man auch keine Kohlekraftwerke abschalten, vollkommen logisch. Auch relativ neue Kohlekraftwerke wird man nicht auf die Schnelle abschalten können, da das mit finanziellen Einbußen für den Betreiber verbunden wäre, die man ersetzen müsste. 2050 werden auch weiterhin Kohlekraftwerke am Netz sein, da habe ich kein Problem damit. Die Frage ist nur, wie viele.

"Wollen Sie nun allen Wind und Solarstrom im Land verbrauchen, ist weiterer Ausbau gar nicht mehr nötig, denn die benötigte Spitzenleistung liefern Wind und Sonne zwar sehr selten, aber gelegentlich jaschon. Sie müüsen also nur noch die fehlende Strommenge 456.000 GWh mit Gas-Strom auffüllen - QED."

Von welchem Szenario sprechen wir jetzt, 2012? 2030? 2050? Ihre Zahlenangaben bzgl. EE beruhen auf 2012, entsprechend existieren auch Kohlekraftwerke und für 10 Jahre auch AKWs. Also müssen wir nicht den gesamten restlichen Strombedarf mit Gaskraftwerken decken. 2030 und später werden bei weiterem EE-Ausbau natürlich nicht nur 67 Twh durch Sonne und Wind erzeugt, sondern wesentlich mehr. Entsprechend weniger fehlende Strommenge wären durch restliche Kraftwerke abzudecken. Aber auch hier müssen wir nicht alles mit Gaskraftwerken abdecken, sondern können noch verfügbare Kohlekraftwerke nutzen, die neueren Datums sind. Ein sofortiges Abschalten aller Kohlekraftwerke ist weder sinnvoll noch notwendig und schon gar nicht von mir gefordert. Aber die ältesten kann man sukzessive durch neue Kraftwerkparks aus einem Mix verschiedener EE-Kraftwerke plus Speicher (wenn vorhanden) ersetzen.

"Auch hier schreiben Sie ja wieder völligen Unsinn. Heute laufen ja auch noch sämtliche konventionellen Kapazitäten weiter, eben weil wir keine Speicher haben."

Das meine ich doch! Warum soll das dann Unsinn sein, wenn Sie genau dasselbe schreiben?

"Sie sind ein lächerlicher Traumtänzer und wären (oder sind?) ein verantwortungsloser Politiker."

Politiker? Habe ich was verpasst?

"Deutschland hat ca. 50 GWh Pumpspeicherkapazität. Bauzeit für eine Großanlage wie Atdorf mit 10 GWh Kapazität ist weit über 10 Jahre bei Kosten von weit über 1 Milliarde und Bauunmöglichkeit, weil Grüne vor Ort diese projekte torpedieren. Wie wollen Sie 94 weitere Pumpspeicherwerke in 10 bis 15 Jahren bauen. So etwas zu schreiben ist einfach nur noch grenzenlos blöd."

Nirgendwo habe ich geschrieben, PSW in Deutschland auch nur in annähernder Anzahl zu befürworten. Wo bitte soll das stehen?

#32: "Was Sie da Studie, ich vermute Sie meinen das Witz-Pamphlet der FHG ISE vom November 2012, nennen, ist wohl ein schlechter Scherz! Zumindest aus technischer Sicht."

Na wenn Sie schon dem FHG ISE misstrauen (dessen aktuelle Studie ich auch gar nicht kenne), dann schauen Sie doch mal hier rein:

http://tinyurl.com/bld7j4z
http://tinyurl.com/d2qqbpm (speziell Abb.2)
http://tinyurl.com/d8wm6pj
http://tinyurl.com/c83gpxt
http://tinyurl.com/cc4qc4n

MfG
S.Hader

5
Jürgen Wanninger

#30, Herr Daher sagt:

'So ähnlich konnte ich es aus Studien der Fraunhofer-Gesellschaft und dem VDI herauslesen.'

Leider lief da was in meinem Editor schief. Die folgende WICHTIGE Stellungnahme sollte noch zum letzten Post hinzu:

Was Sie da Studie, ich vermute Sie meinen das Witz-Pamphlet der FHG ISE vom November 2012, nennen, ist wohl ein schlechter Scherz! Zumindest aus technischer Sicht. Stammt das ganze hingegen von einem Marketing-Strategen oder gar politischen Propaganda-Schreibling und ist für technische Laien gedacht, dann ist es eine gelungene Arbeit.
Schaut man etwas weiter, als die bunten Bildchen, fällt auf: Null Beschreibungen, null Rechnungen, teilweise fiktive Verfahren, Quellen immer 'eigene Rechnung' und damit werden dann Stromlastkurven gefüllt. Auf merkwürdig niedrigem Niveau von 50GW sogar im Winter. Wer glaubt, dass wir in 40 Jahren erheblich weniger Strom brauchen als heute, der sollte schon mal seine Stiefel für den 6. Dezember putzen. Und dann schauen Sie sich mal die Ertragskurven Wind und Sonne im Januar 2050-Szenario an. Keinerlei Beschreibung, welcher wort-case soll hier abgedeckt sein? Eine echte Lachnummer. Schade um die zeit, diesen Murks gelesen zu haben. Schön, dass sie immer solch herrliche Eigentore schießen.

6
Jürgen Wanninger

#30: S.Hader sagt:

'Hallo? Die WKA bauen Sie doch am Anfang der 20 Jahres-Spanne. Die spätere Verteuerung von Beton und Stahl spielt dann keine Rolle mehr, wenn die Anlagen schon stehen.'

Kurz zum Mitdenken: Im Jahre 0 bauen Sie ein Kohle-Kratwerk + 2.600 Windräder (+Backup) - im Jahre 20 (Energiekosten haben sich verteuert) bauen Sie 2.600 Windräder ab - im Jahre 21 (Energie hat sich verteuerrt) bauen Sie 2.600 Windräder zum zweiten Mal - im Jahr 40 (Energie hat sich noch weiter verteuert) bauen Sie 2.600 Windräder wieder ab und bauen auch das einm Kohle-Kraftwerk ab. Alle Unklarheiten beseitigt?

'Tja, ist halt so eine Sache mit denken und wissen.'

SIE sagen es, siehe zum beispiel oben!

Herr Wanninger, denken Sie doch mal über das nach, über was Sie hier schreiben. Das was die konv. Kraftwerke (insbesondere Gas) auffüllen müssen, sind nicht die restlichen Volllaststunden (warum auch?)'

Darum: Sie wissen sicher, was eine Strombedarfskurve ist. Warum tun Sie dann so, als ob Sie es nicht wüssten. Aber in Kurzform, extra für Sie:
Die Lastkurve (Strombedarf) ist der Leistungsbedarf aller Stromkunden über die Zeit aufgetragen. Sie schwankt in Deutschland je nach Tages- und Jahreszeit zwischen 50 und 85 Gigawatt. Die Fläche unter der Lastkurve stellt also die benötigte Strommenge in Deutschland dar. Genauso kann man die Lesitungabgabe aller Stromerzeuger in Deutschland auftragen. Beide Kurven müssen sich decken. Wenn ich mir jetzt dagegen die Stromerzeugungskurve aber nur von Wind- und Solarstrom über die Zeit ansehe, schwankt diese extrem stark zwischen 0 Gigawatt und 60 Gigawatt, wobei sie sich jahresdurchschnittlich bei etwa 7,5 Gigawatt (9%=850h Vollast von 30 GW Solar plus 16%=1400h Vollast von 30 GW Wind) bewegt. Wenn wir allen Wind- + Solar-Strom selbst verbrauchen (Exporte machen nicht viel Sinn, da der Strompreis bei Überangbeot drastisch fällt), müssen die 0 bis 60 Gigawatt (plus der Strom aus den sinnvollen EE Biomasse und Wasserkraft) also an den jeweils benötigten Lastbedarf (50 ...85 GW) 'aufgefüllt' werden. Das leisten HEUTE alle konventionellen Kraftwerke. Da Kernkraft und Kohle nach Ihren Visionen und denen der Grünen aber vom Netz sollen, bleiben nur noch gaskraftwerke, um die riesigen Flächen unter der Lastkurve, die Wind- und Sonne nicht abdecken, aufzufüllen.
Und jetzt schauen wir in die Ertragsstatistiken (z.B. BMU) Wind erzeugt rund 42.000 GWh im Jahr, Sonne rund 25.500 GWh, macht 67.000 GWh, das ist die kleine Fläche unter der Kurve des erzeugten Wind- und Solarstrom. Etwa die gleiche Menge (aber schön konstant, wie benötigt) leisten Wasserkraft und Biomasse. Deutschland braucht im Jahr aber 600.000 GWh Strom, das ist die große Kurve. Wollen Sie nun allen Wind und Solarstrom im Land verbrauchen, ist weiterer Ausbau gar nicht mehr nötig, denn die benötigte Spitzenleistung liefern Wind und Sonne zwar sehr selten, aber gelegentlich jaschon. Sie müüsen also nur noch die fehlende Strommenge 456.000 GWh mit Gas-Strom auffüllen - QED.

'HEUTE(!) benötigen wir keine zusätzlichen Speicher zum Ausgleichen der Produktionsschwankungen. Oder ist Ihnen aufgefallen, dass es permanent Stromausfälle gab, weil nicht genügend Stromspeicher existierten?'

Auch hier schreiben Sie ja wieder völligen Unsinn. Heute laufen ja auch noch sämtliche konventionellen Kapazitäten weiter, eben weil wir keine Speicher haben. Und sie wedren es auch noch weit über 2030 hinaus tun, egal was die grünen beschließen. Soweit konvetionelle Kraftwerke regelbar sind, können Sie heruntergeregelt werden, wenn es mal ein Überangebot an Wind- und Solarstronm gibt. Oben habe ich Ihnen ja gezeigt, dass 533.000 GWh von 600.000 GWh nicht von Wind- oder Solarstrom stammen.

'Leistungsschwankungen der Windparks werden in der heutigen Zeit genauso wie die Bedarfsschwankungen über den Tag durch den gesamten Kraftwerkspark und Stromhandel mit benachbarten Ländern abgefangen. Soweit die Jetztzeit.'

Wieder Unsinn - und das wissen Sie auch, denn Sie posten ja auch hier http://tinyurl.com/9wsgrgt, also haben Sie wohl auch den Artikel gesehen und auch gelesen (vielleicht aber nicht verstanden? Dann kann ich auch nicht helfen).

'Wenn man in der Zukunft deutlich höhere Wind- und PV-Stromanteile haben will, dann sind großkapazitäre und bezahlbare Stromspeicher unverzichtbar. Das hatte ich schon mehrmals hier geschrieben und Sie haben mir dabei zugestimmt. Diese Speicher in einer Größenordnung von deutlich mehr als 1 TWh werden aber beim gegenwärtigen EE-Ausbautempo und bei einer Moderniersung und Ausbau des bestehenden Stromnetzes vermutlich in 10 vielleicht sogar erst in 15 Jahren notwendig sein.'

Sie sind ein lächerlicher Traumtänzer und wären (oder sind?) ein verantwortungsloser Politiker. Deutschland hat ca. 50 GWh Pumpspeicherkapazität. Bauzeit für eine Großanlage wie Atdorf mit 10 GWh Kapazität ist weit über 10 Jahre bei Kosten von weit über 1 Milliarde und Bauunmöglichkeit, weil Grüne vor Ort diese projekte torpedieren. Wie wollen Sie 94 weitere Pumpspeicherwerke in 10 bis 15 Jahren bauen. So etwas zu schreiben ist einfach nur noch grenzenlos blöd.

Ich hoffe, dass viele Leute hier mitlesen und den Unsinn erkennen, den leute wie Sie ode die Grüne Partei verzapfen und kein Fünkchen Verantwortung für diesen Unfug übernehmen müssen. In #27 hatte ich bereits begründet, warum ich glaube, dass Sie hier eine politische Aufgabe erfüllen.

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#27: "Ja, wirklich schade. In http://tinyurl.com/c7wogoq #96 habe ich Ihnen sauber belegt vorgerechnet, dass Windstrom über die Laufzeit von zwei Windradgenerationen über doppelt so teuer ist wie Kohle-Strom."

Lieber Herr Wanninger, Ihre Berechnungen werden nicht dadurch besser, indem Sie sie ständig wiederholen, sondern durch Beseitigung der Schwachstellen und Verfeinerung der Abschätzungen. Von konstanten Kohlepreisen für die nächsten 20 Jahre auszugehen, ist einfach ein erheblicher Schwachpunkt in Ihrer Argumentation.

"Beispielsweise kamen Sie mit den Personalkosten die ich vergessen hätte - dabei selbst vergessend, dass auch ein Windpark von 2.600 Windrädern + Backup-Infrastruktur Personal und vermutlich weitaus mehr als ein einzelnes modernes Kohle-Kraftwerk benötigen wird."

Ich hatte, nachdem ich selbst die Arbeitskosten des Personals für ein modernes Kohlekraftwerk recherchiert habe, festgestellt und hier auch geschrieben, dass diese in 20 Jahren wohl unter 1 Mrd. EUR liegen und bei der generellen Kostenabschätzung wenig ins Gewicht fallen, was ich anfangs anders vermutete. Der Punkt wäre als abgehakt.

"Dann erzählen Sie etwas vom steigenden Kohlepreis, Gas (ohnehin 3 x teurer) bleibt künftig aber wohl preisgleich, denn sonst trifft Ihren Windstrom ja die gleiche Teuerung."

Dann rechnen Sie die Größe für den benötigten Backup durch Gaskraftwerke mit ein und reden nicht nur davon.

"Ebenso verteuern sic selbstverständlich die Unmengen Beton und/oder Stahl, den die Windräder benötigen."

Hallo? Die WKA bauen Sie doch am Anfang der 20 Jahres-Spanne. Die spätere Verteuerung von Beton und Stahl spielt dann keine Rolle mehr, wenn die Anlagen schon stehen.

"Wenn jemand wie Sie haufenweise Scheinargumente vorträgt, die nur Luft enthalten und sich auf diese Weise permant mit Dutzenden von Beitragschreibern herumstreitet, kann dies aus meiner Sicht nicht normal sein. Deshalb denke ich, dass dies nur einer professionell beabsichtigten Störung des EIKE-Blogs ich denke am ehesten aus einer politischen Ecke dient."

Tja, ist halt so eine Sache mit denken und wissen.

"Wenn Sie sämtlichen Windstrom in DE verbrauchen wollen, ist das leider nicht Realsatire sondern traurige Realität! Dann müssen Sie nämlich das Berggipfelprofil in einem Leistung über Zeit-Diagramm sauber mit konventionellem Strom aus den gut regelbaren Gas-Kraftwerken auffüllen. Und das sind dann eben bei Windstrom (1500 Vollaststunden) 85%, die aufgefüllt werden müssen und bei Solarstrom 91% (850 Vollaststunden). Und genau das ist ja das Szenario, das Grün uns nun für 2030 vorgaugelt."

Herr Wanninger, denken Sie doch mal über das nach, über was Sie hier schreiben. Das was die konv. Kraftwerke (insbesondere Gas) auffüllen müssen, sind nicht die restlichen Volllaststunden (warum auch?), sondern die Lücke zwischen Bedarf und Produktion. Wenn in der Nacht Windstille herrscht und der Bedarf schon durch die konv. Grundlastkraftwerke abgedeckt ist, warum soll man die 100% der Maximalleistung vom Wind (2011 in D) von ca. 29 GW zusätzlich durch Gaskraftwerke erbringen?

"Ach, schauen Sie doch mal bei EEX rein. Sie wissen ja http://tinyurl.com/3yk5esq. Heute haben wir bemerkenswert viel Wind, wird Sie freuen. Es sind zwar nicht die 15-16% Jahresmittel, wie von mir angegeben, sondern nur 10%, aber nach den mauen Tagen zuletzt immerhin. Gestern waren es kaum 5%. Was wir da schon wieder an Speicher bräuchten. Aber für Sie alles kein Problem. Und über Geld sprechen wir ja gerade an anderer Stelle."

HEUTE(!) benötigen wir keine zusätzlichen Speicher zum Ausgleichen der Produktionsschwankungen. Oder ist Ihnen aufgefallen, dass es permanent Stromausfälle gab, weil nicht genügend Stromspeicher existierten? Die Leistungsschwankungen der Windparks werden in der heutigen Zeit genauso wie die Bedarfsschwankungen über den Tag durch den gesamten Kraftwerkspark und Stromhandel mit benachbarten Ländern abgefangen. Soweit die Jetztzeit.

Wenn man in der Zukunft deutlich höhere Wind- und PV-Stromanteile haben will, dann sind großkapazitäre und bezahlbare Stromspeicher unverzichtbar. Das hatte ich schon mehrmals hier geschrieben und Sie haben mir dabei zugestimmt. Diese Speicher in einer Größenordnung von deutlich mehr als 1 TWh werden aber beim gegenwärtigen EE-Ausbautempo und bei einer Moderniersung und Ausbau des bestehenden Stromnetzes vermutlich in 10 vielleicht sogar erst in 15 Jahren notwendig sein. So ähnlich konnte ich es aus Studien der Fraunhofer-Gesellschaft und dem VDI herauslesen. Ich will die Dringlichkeit für den Bau solcher Speicher überhaupt nicht herunterspielen, ganz im Gegenteil. Wenn es sie in der Zukunft nicht geben wird, ist auch ein Ausbau des EE-Anteils über 40-50% nicht machbar. Aber man muss schon eine ungefähre Vorstellung vom Speicherbedarf haben und wann dieser anfallen wird.

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#26: S.Hader beachten Sie besonders
Forenregel 2) und 4)

mfG

9
Markus Estermeier

#25 SHader meint
"Nur ist EDF nicht gewillt, seine Stromüberschüsse für 14ct/kWh auf dem dt. Markt zu verkaufen, wenn es ihn zu höheren Preisen an uns verkaufen kann."

Was soll der Quatsch. EDF währe froh, wenn sie ihre UEBERSCHUESSE zu 14 Cent an deutsche Endabnehmer verkaufen dürften. Stattdessen haben sie nur die Möglichkeit, diese über die EEX zu den gerade aktuellen Kursen abzugeben. Und von diesen Preisen Herr Hader können wir Endabnehmer noch nicht einmal träumen. Wir kriegen nähmlich nix von der EEX.

Wäre ja schön, wenn Sie bei Ihren grandiosen Ideen mal nicht auf halber Strecke zu denken aufhören würden. Dann würden Ihnen vieleicht auch die Schwachpunkte Ihrer kühnen Pläne auffallen.

mfg
Markus Estermeier

10
Jürgen Wanninger

#26: S.Hader sagt:

'...Aber sobald die inhaltliche Argumentation nicht mehr so sitzt, greifen Sie wieder auf persönliche Schmähungen und unbewiesene Behauptungen zurück. Wirklich schade.'

Ja, wirklich schade. In http://tinyurl.com/c7wogoq #96 habe ich Ihnen sauber belegt vorgerechnet, dass Windstrom über die Laufzeit von zwei Windradgenerationen über doppelt so teuer ist wie Kohle-Strom. Das haben Sie mit zahllosen inhaltslosen Einwürfen zu zerreden versucht. Nichts von Substanz. Beispielsweise kamen Sie mit den Personalkosten die ich vergessen hätte - dabei selbst vergessend, dass auch ein Windpark von 2.600 Windrädern + Backup-Infrastruktur Personal und vermutlich weitaus mehr als ein einzelnes modernes Kohle-Kraftwerk benötigen wird. Dann erzählen Sie etwas vom steigenden Kohlepreis, Gas (ohnehin 3 x teurer) bleibt künftig aber wohl preisgleich, denn sonst trifft Ihren Windstrom ja die gleiche Teuerung. Ebenso verteuern sic selbstverständlich die Unmengen Beton und/oder Stahl, den die Windräder benötigen. Alles substanzlose Scheinargumente, die auf dem tumben Propaganda-Satz aufbauen: 'die Sonne schickt keine Rechnung ...'. Leider ist der Satz unvollständig '..., denn die sich an Wind- und Solarstrom dumm und dämlich Verdienenden schicken dafür die umso höhere Rechnung.'

Wenn jemand wie Sie haufenweise Scheinargumente vorträgt, die nur Luft enthalten und sich auf diese Weise permant mit Dutzenden von Beitragschreibern herumstreitet, kann dies aus meiner Sicht nicht normal sein. Deshalb denke ich, dass dies nur einer professionell beabsichtigten Störung des EIKE-Blogs ich denke am ehesten aus einer politischen Ecke dient.

Sie (oder war es jemand anders?) hatte mir einmal vorgeschlagen, in einem Solar-Blog zu posten. Ich käme jedoch nicht im Traum auf die Idee, dort Leute missionieren zu wollen. Selbst wenn ich beste Argumente vortrage, kann ich nie gegen den Selbstbereicherungs-Beton der dortogen Blogger bestehen, die sich munter am EEG bereichern.

'Die Behauptung, dass 85% des Windstroms von Gas-Kraftwerken stammen, ist Realsatire pur.'

Wenn Sie sämtlichen Windstrom in DE verbrauchen wollen, ist das leider nicht Realsatire sondern traurige Realität! Dann müssen Sie nämlich das Berggipfelprofil in einem Leistung über Zeit-Diagramm sauber mit konventionellem Strom aus den gut regelbaren Gas-Kraftwerken auffüllen. Und das sind dann eben bei Windstrom (1500 Vollaststunden) 85%, die aufgefüllt werden müssen und bei Solarstrom 91% (850 Vollaststunden). Und genau das ist ja das Szenario, das Grün uns nun für 2030 vorgaugelt.

Ach, schauen Sie doch mal bei EEX rein. Sie wissen ja http://tinyurl.com/3yk5esq. Heute haben wir bemerkenswert viel Wind, wird Sie freuen. Es sind zwar nicht die 15-16% Jahresmittel, wie von mir angegeben, sondern nur 10%, aber nach den mauen Tagen zuletzt immerhin. Gestern waren es kaum 5%. Was wir da schon wieder an Speicher bräuchten. Aber für Sie alles kein Problem. Und über Geld sprechen wir ja gerade an anderer Stelle.

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#24: "Herr Hader ist ja auch ein bezahlter Forenstörer."

Lieber Herr Wanninger, wenn Sie Ihr Wissen über die Stromwirtschaft genauso beziehen wie Ihr Wissen über andere User, nämlich durch Spekulation und das gleichzeitig als gesichertes Wissen hinstellen, dann erklärt das auch die Entstehung vieler Ihrer Postings. Echt schade, denn im Gegensatz zu Dr.Paul, Hofmann und Heinzow wiesen Sie noch eine gewisse Klasse und Seriosität aus, die ich ernst nahm. Aber sobald die inhaltliche Argumentation nicht mehr so sitzt, greifen Sie wieder auf persönliche Schmähungen und unbewiesene Behauptungen zurück. Wirklich schade.

Um noch auf den Rest inhaltlicher Argumentation einzugehen: "Will die Kohleteuerung als Argument gegen Kohle-Kraftwerke verkaufen, dabei unterschlägt er die Gas-Teuerungen und dass Gas schon heute 3 x mehr kostet als Kohle und dass 85% des Windstroms tatsächlich aus Gas-Krfatwerken stammt und 91% des Sonnenstroms ebenso."

Wenn man für den Windstrom Backup-Leistungen beispielsweise von Gaskraftwerken benötigt, dann muss man nicht in die Kalkulation den gesamten Gasverbrauch des Kraftwerks einrechnen, sondern die gestiegenen Betriebskosten, die durch eine schlechtere Ausnutzung der Kraftwerkskapazität entsteht. Herr Heinzow hat an anderer Stelle eine solche Auflistung bzgl. Volllaststunden gebracht. Zumindest an seinen Zahlen hätten Sie sich orientieren können. Die Behauptung, dass 85% des Windstroms von Gas-Kraftwerken stammen, ist Realsatire pur.

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@M.Hofmann, #23: "Strom bleibt Strom. Entweder ich beziehe es für 14ct/kwh oder für 25 ct/kwh.
Da ich und bestimmt auch der Großteile der Bevölkerung den Strom als Allgemeingut ansehen, würde der Großteil auch den Strom für 14 ct aus Frankreich beziehen wollen, wenn wir denn dürften!"

Nur ist EDF nicht gewillt, seine Stromüberschüsse für 14ct/kWh auf dem dt. Markt zu verkaufen, wenn es ihn zu höheren Preisen an uns verkaufen kann. So ist nunmal die Marktwirtschaft. Ein Stromkonzern versucht eine möglichst hohe Gewinnmarge herauszuholen, was auch sein gutes Recht ist.

"Zum Wettbewerb gehört übrgendes die Wahl des Anbieters. Ohne Wahl eines europäischen Anbieters werde ich NIE einen Wettbewerb in der eruopäischen Energiebranche haben. Die deutsche Politik will kenen Wettbewerb zulassen und versteckt sich weiterhin hinter dem EEG. Die Politik will aber den anderen den Wettbewerb vorschreiben. Dies ist heuchlerisch und pervers!"

Nach den alten nationalen Stromwirtschaftsgesetzen, gab es diese Wahl des Anbieters überhaupt nicht. Regionale Monopole prägten das Bild. Ein Anbieterwechsel, haben Sie das mal früher versucht?

Mit der EU-weiten Liberalisierung der Strommärkte wurde es erst für die Verbraucher möglich, einen anderen Anbieter ohne größeren Aufwand und Restriktionen zu wählen. Nicht nur in Deutschland, sondern auf dem gesamten Gebiet der EU müssen Netzbetreiber den Zugang für Stromanbieter (auch ausländische) ermöglichen. Die Vattenfall GmbH geht zu 100% der schwedischen Vattenfall AB. Die frz. EDF hatte bis vor kurzem 45% Gesellschaftsanteile von EnBW. Ausländische Investoren und Unternehmen können auf dem deutschen Markt tätig sein und deutsche Unternehmen in der gesamten EU. Das ist die normale Praxis.

Haben Sie jetzt allerdings wirklich geglaubt, weil beispielsweise EdF einen Teil von EnBW besass, dass sie ihren in Frankreich produzierten Strom zum Selbstkostenpreis in Deutschland verkauft? Falls wirklich, erklärt das vieler Ihrer Beiträge zur Marktwirtschaft.

13
Jürgen Wanninger

#22: Dr.Paul sagt:

'Hader argumentiert unverdrossen für Preissteigerung und für den Weg in eine TECHNISCHE Sackgasse, denn die Physik lässt sich nicht politisch beeinflussen.
Nachts fließt kein Solarstrom (außer in Spanien für EU-Zuschüsse :-))
und auch Windstrom nicht bei Windstille.'

Herr Hader ist ja auch ein bezahlter Forenstörer. Will die Kohleteuerung als Argument gegen Kohle-Kraftwerke verkaufen, dabei unterschlägt er die Gas-Teuerungen und dass Gas schon heute 3 x mehr kostet als Kohle und dass 85% des Windstroms tatsächlich aus Gas-Krfatwerken stammt und 91% des Sonnenstroms ebenso. Ich kann nur hoffen, dass viele hier mitlesen udn angeregt werden, sich selbst Daten und Informationen zu beschaffen, um zu sehen, was diese Energiewende WIRKLICH ist: Ein Märchen! Und ein besonders schönes Märchen ist es für diejenigen Abzocker in diesem Land, die sich die EEG-Subventionen zu Lasten aller Stromzahler in die Taschen stopfen!

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@S.Hader
Strom bleibt Strom. Entweder ich beziehe es für 14ct/kwh oder für 25 ct/kwh.
Da ich und bestimmt auch der Großteile der Bevölkerung den Strom als Allgemeingut ansehen, würde der Großteil auch den Strom für 14 ct aus Frankreich beziehen wollen, wenn wir denn dürften!
Wenn Sie und ihre Ökospezell den Strom für 25 ct beziehen wollen und damit ein Luxusprodukt bevorzugen, dann ist dies Ihre Wahl und sollte auch nur Ihre Wahl bleiben und nicht dem Rest der Bevölkerung, durch das EEG, mit aufgezwungen werden.
Zum Wettbewerb gehört übrgendes die Wahl des Anbieters. Ohne Wahl eines europäischen Anbieters werde ich NIE einen Wettbewerb in der eruopäischen Energiebranche haben. Die deutsche Politik will kenen Wettbewerb zulassen und versteckt sich weiterhin hinter dem EEG. Die Politik will aber den anderen den Wettbewerb vorschreiben. Dies ist heuchlerisch und pervers!

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#18: Jürgen Wanninger Sie haben völlig recht,
hinzu kommt, dass der Französische Staat die Kraftwerke nicht subventioniert, sondern im Gegenteil noch Stromsteuern kassiert.

Hader argumentiert unverdrossen für Preissteigerung und für den Weg in eine TECHNISCHE Sackgasse, denn die Physik lässt sich nicht politisch beeinflussen.
Nachts fließt kein Solarstrom (außer in Spanien für EU-Zuschüsse :-))
und auch Windstrom nicht bei Windstille.

mfG

16
Jürgen Wanninger

#20: S.Hader sagt:

'Sehr geehrter Herr Wanninger, wenn für Ihre Argumentation ein Strompreis von 14 ct/kWh genauso funktioniert, dann verstehe ich nicht, warum Sie so lange auf den Strompreis eines ausgewählten Haushaltes von 10 ct/kWh als typisch für Frankreich bestanden haben.'

Weil 10,4 ct bzw. 7,6+11,7ct. geteilt durch 2 für mich weiterhin relevant ist. Nur im Disput mit Ihnen jetzt 14 ct., damit ich meine Ruhe habe. Wie Sie selbst sehr treffend formulieren ist der Unterschiede nebensächlich und keine Dutzende Sätze wert. Fazit: Frankreich hat ungefähr den halben Strompreis wie Deutschland und vor 12 Jahren war er in beiden Ländern ungefähr gleich. Irgendetwas läuft da falsch in Deutschland! Welche Wende das wohl sein mag?

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Sehr geehrter Herr Wanninger, wenn für Ihre Argumentation ein Strompreis von 14 ct/kWh genauso funktioniert, dann verstehe ich nicht, warum Sie so lange auf den Strompreis eines ausgewählten Haushaltes von 10 ct/kWh als typisch für Frankreich bestanden haben. Der Unterschied mag nebensächlich sein, aber ein neutraler Leser wird da schon stutzig, wenn man immer wieder versucht, seine Argumentation schön zu rechnen. Genauso kann man da die Annahme nehmen, dass der Kohlepreis die nächsten 20 Jahre konstant bleiben soll.

Sie gehören von den Usern in der Ausdrucksweise noch zu den gemäßigten und sind auch bemüht, wenigstens die Argumente mit Zahlen zu unterlegen, aber ich fürchte, dass ihre oft einseitige Betrachtungsweise viele nicht vollends überzeugen wird. Die Welt ist eben ein "sowohl als auch".

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Auch ich könnte mir als einzige der im Bundestag vertretenen Parteien die F.D.P. vorstellen, die sich von der gegenwärtig praktizierten Turbo-Energiewende lossagt. Wenn sich das im Bundestagswahlkampf noch in Stimmen umsetzen soll, müsste das aber bald geschehen.

Ansonsten wieder ein wunderbarer Beitrag aus dem Blog von K. P. Krause und den Postings. Der gesamte Horror der Energiewende wird treffend dargestellt und es wird zunehmend diskutiert, was kann und muss getan werden, um eine Änderung herbeizuführen.

19
Jürgen Wanninger

Warum soll ich im Netz nach Informationen aus zweiter Hand suchen, wenn ich Daten aus erster Hand habe?
Aber wenn Sie glücklicher sind nehmen wir die 14 ct. Dann ist das nur wneig über der Hälfte des deutschen Strompreises. Da stimmt doch was nicht in diesem Lande hier!

20

#16: "Na Sie wissen es ja wieder ganz genau. Nach meinen Informationen gibt es in Frankreich keine Auswahl. Sie melden sich beim örtlichen Versorger (immer EDF) an und erhalten Strom. Punkt."

Soviel zum Thema Marktwirtschaft, Herr Wanninger, aber das nur am Rande. ;o)

"Und der kostet dann eben wie Ihnen berichtet je nach Hausanschluss 6kVA 10,4 ct oder 9kVA mit NT 7,6 ct und HT 11,7 ct pro Kilowarttstunde."

Selbst wenn alle beim selben Anbieter sind, heisst das doch nicht automatisch, dass alle denselben Stromtarif haben und den selben Preis bezahlen. Das ist doch selbst hierzulande nicht und auch nicht in anderen Sparten. Das was ich an aktuellen Durchschnitts(!)-Strompreisen für den Privathaushalt gefunden habe, lag für Frankreich um die 14 ct/kWh. Schauen Sie selbst im Netz und suchen mal nach Durchschnittspreisen. Wenn Sie da etwas finden, was bei 10 ct liegt, überzeugt mich das eher, als wenn Sie wiederholt eine einzelne Stromrechnung aus Frankreich als Durchschnitt hinstellen wollen. Oder nennen Sie wenigstens mal die Quelle von " je nach Hausanschluss 6kVA 10,4 ct oder 9kVA mit NT 7,6 ct und HT 11,7 ct pro Kilowarttstunde".

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Jürgen Wanninger

#15: S.Hader sagt:

'Ja Herr Wanninger, wenn Sie gezielt einen billigen Stromvertrag eines frz. Haushaltes herauspicken. Wenn man die aktuellen Durchschnittspreise miteinander vergleicht, ist man irgendwo bei 50-55%.'

Na Sie wissen es ja wieder ganz genau. Nach meinen Informationen gibt es in Frankreich keine Auswahl. Sie melden sich beim örtlichen Versorger (immer EDF) an und erhalten Strom. Punkt. Und der kostet dann eben wie Ihnen berichtet je nach Hausanschluss 6kVA 10,4 ct oder 9kVA mit NT 7,6 ct und HT 11,7 ct pro Kilowarttstunde. Alle Preise inkl. 19,6% frz. MwSt. Zählerkosten monatlich 6,30 (6kVA) bzw. 9,06 Euro auch geringer als die bei uns üblichen 11,78 Euro, alles inkl.
Ob Ihnen das nun passt oder nicht. Diese Preise sind (das habe ich Ihnen aber schon das letzte Mal gesagt) von 2011, Preise für 2012 bekomme ich dann demnächst. Das können Sie vielleicht nachvollziehen.
Wir können also festhalten, bis zum 31.12.2011 zahlte ein normaler französischer Haushalt ohne irgendwelche Sonderrabatte rund 40% des deutschen Strompreises, der am 31.12.2011 bei den meisten deutschen Stromkunden so bei 25-26 ct. inkl. Mehrwertsteuer gelegen haben dürfte.

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"Ich habe hier auf EIKE schon mehrfach darauf verwiesen, dass ein französischer Haushalt etwa 40% der Stromkosten eines deutschen Haushalts hat."

Ja Herr Wanninger, wenn Sie gezielt einen billigen Stromvertrag eines frz. Haushaltes herauspicken. Wenn man die aktuellen Durchschnittspreise miteinander vergleicht, ist man irgendwo bei 50-55%.

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@#13: Frank Barth: Volle Zustimmung. Mein Eindruck von der FDP ist auch, daß das freiheitliche und marktwirtschaftliche Gedankengut noch vorhanden ist. Noch nicht lange ist es her (Wahl 2009) da hatte man noch für Steuersenkungen gestanden und sogar den Atomausstieg angezweifelt. Daß das Nicht-Ereignis Fukushima und die Merkelsche "Energiewende" (EEG 2.0) all das in den Köpfen der FDP geändert haben soll, ist unwahrscheinlich. Man wendet sich offiziell davon ab, um politisch korrekt zu sein und nach Merkel's grüner Pfeife zu tanzen. Leider wird das allein viele FDP-Wähler dazu bewegen, die Partei bei der nächsten Wahl sitzen zu lassen - zu recht.
Mich wundert aber auch was die anderen kleinen Parteien betrifft: Es gäbe wohl keine opportunere Möglichkeit, Stimmen zu bekommen, als laut das sofortige Ende von Öko, Energiewende, EEG, und einen Ausstieg aus dem Atomausstieg zu fordern. Auch wenn man selbst nicht daran glaubt, wäre es ein guter Schachzug. Wenn man ein Verschwörungstheoretiker wäre könnte man glauben, all diese kleinen Parteien werden von zentraler Stelle dirigiert, um keine echte Alternative für die Wähler zu bieten.

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#8: A. Bauer
Ergänzung zu #11: Jürgen Wanninger

Das so stehen zu lassen, würde der Sache an sich nicht gerecht und es ist nicht verboten, in der Richtung positiven Entwicklungen Beachtung zu schenken.

Sanieren ist vielleicht nicht das passende Wort, dem Thema hat sich die FDP in Sachsen jedoch bereits seit längerem im Rahmen ihrer Fortschrittsinitiative konstruktiv, sachlich und unvoreingenommen gewidmet und sich hierfür zahlreiche Referenten, sowohl Abgeordnete, Wissenschaftler als auch Journalisten eingeladen, die bereit sind, wider dem Mainstream offen ihre Meinungen zu vertreten.
Freilich bedarf es dafür gegenwärtig Politiker, die sich gesunden Menschenverstand und analytisches Denken bewahrt haben und letztendlich braucht es eine gewisse Distanz zu Berlin.

Sie werden heute einen Aufschrei der Empörung hören, wenn Sie das Argument äußern, dass wir die preiswertestes und umweltfreundlichste Energieversorgung mit dem Weiterbetrieb der Kernkraftwerke in Deutschland haben könnten, aber gleichzeitig werden Ihnen viele im Inneren zustimmen mit „Recht hat er.“ und „Gegenwärtig habe ich größere Bedenken angesichts der steigenden und sich zwangsläufig noch weiter verteuernden Energiekosten als vor dem nächsten Tsunami in Deutschland.“ Nur ist es nicht – derzeit nicht – in unsere Parteienlandschaft vermittelbar - geschweige denn konsensfähig.

Das heißt jedoch nicht, dass das so bleiben muss und wird.
Und deshalb gebührt der sächsischen FDP großer Dank, dass sie mit Ihrer Alternativen Energiekonferenz am 01.12.12 das Thema Energiewende kritisch beleuchtet und einer Diskussionsplattform auf wissenschaftlicher Basis zuführt.

Oder, um es mit den Worten von Dr. Benny Peiser, Direktor der Global Warming Foundation, London, widerzugeben: „Es muss eine Kraft geben, die diese Zweifel repräsentiert. Denn es fehlt eine offene Diskussion, aber das wird populärer werden.“
Und in Ergänzung zum Thema Wählerstimmen "abgreifen" machte er der sächsischen FDP-Fraktion Mut: „Die erste Partei, die das macht, wird erfolgreich sein.“

Hoffen wir, dass sich die Bundes-FDP Ihrem Potenzial in Sachsen bewusst wird und dass sich auch die anderen Landesverbände an dem Erfolg der FDP in Sachsen und speziell auch in Dresden orientieren.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Stadtverwaltung Dresden seit 2008 erst 3 Bürgerkraftwerke als Photovoltaik-Anlagen genehmigt hat. In der vorhergehenden Amtszeit unter OB Roßberg waren es 18 Bürgerkraftwerke.
Manchmal ist die Macht der Bürokratie auch ein Segen. In diesem Fall zum Wohle der Dresdner Bürger, die aufgrund geringerer Einspeisevergütungen die Erhöhung der EEG-Umlage nur zu 80% direkt an die Bürger weitergibt.

Das sind Lichtblicke, die sich nur in Randnotizen unserer Tageszeitung finden und aus denen sich der aufmerksame Leser auch noch selbst die Schlussfolgerungen ziehen muss, aber es werden mehr.
Oder mit den Worten von Wilfried Heck zu sprechen: „Die Einschläge kommen näher.“

25

Aus dem Artikel - „Aber ein Industriestaat und eine Wohlstandsgesellschaft brauchen nicht nur ab und zu Strom, sondern ständig, ohne Unterbrechung, ohne Netzzusammenbruch.“

Ich denke, dass JEDER Staat und JEDE Gesellschaft stets verfügbaren Strom in der notwendigen Menge benötigt. Die Unzuverlässigkeit und dazu Unbezahlbarkeit der Stromversorgung sind ein Hauptproblem in Entwicklungsländern und Krisenregionen. Schöne Aussichten für unser Land… politisch demokratisch mehrheitlich gewollt!

Wie heißt ein aus der Mode gekommener Spruch meiner Kindheit – Auch Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Soll nachher keiner kommen – wir haben das alles nicht gewusst. Solange man nämlich meint, von den Gegebenheiten zu profitieren, wird man in die Energiewendefalle tappen und solche eindeutigen Artikel zur Seite schieben, verniedlichen, abwehren, ablehnen und sich dann wundern über den aufkommenden Gegenwind, um nicht zu sagen Orkan.

2# Herr Meiser BESTENS! Mir fehlt nur noch Schulterschluss in Ihrer famosen Darlegung unserer (vermeintlichen) politisch-gesellschaftlichen Intelligenzschicht zum dafür bestens passenden System repräsentative Mehrparteiendemokratie und zur Staats- und Obrigkeitsgläubigkeit. Das eine bedingt das andere. Launisch, es wächst zusammen was zusammengehört…

3# Herr Hoffmann – Sie dürfen gerne Ihren Schnitt ziehen… vergessen Sie aber nicht dabei, dass Merkel auch als Kohl´s Mädel bezeichnet wurde… und die „natürliche“ negative Auslese in der geliebten Demokratie einige Zeit zur Durchdringung aller über die Gesellschaft bestimmenden Kreise gebraucht hat. Auch eine Krankheit braucht „Reifezeit“. Besonders wenn diese durch ein starkes, gesundes Immunsystem (Wohlsein, Integrität, innere und äußere Konflikte lösbar, funktionierendes Zusammenspiel der Kräfte) im Zaum gehalten werden kann. Die negative Personalauslese gepaart mit einigen weiteren Mechanismen bewirken unsere an allen Ecken und Ende erkrankte und Krisen geschüttelte Gesellschaft. Da helfen auf Dauer kein Wohlstand, kein Konsens und lange gelebte, hm, geglaubte Werte mehr…

6# Herr Stefan Bauer, vermutlich werden die Prügelknaben der Wutbürgernation, die bösen (vier) Energieversorger genötigt, Sozialtarife einzuführen ggf. wird ein Klima- oder Solarcent (als Wiedergeburt des Kohlepfennig) als direkte Abgabe ausgedacht. Nur – WER bezahlt denn jede Subvention an die Un-Vermögenden (Sozialtarife) und an die Vermögenden (EE-Renditen)? Die Chance der WER zu den Renditeprofiteuren zu gelangen ist geringer als Nutznießer von Sozialtarifen zu werden… dadurch wird allerdings die Anzahl der WER-Mitglieder verringert und die Lasten pro Frau, Mann, Familie erhöht. Wie bei der Rente, wie bei…. Jede Revolution keimt aus der Schwäche und fortgesetzten Unfähigkeit der Herrschenden mit den Anforderungen und Umbrüchen der Zeit umzugehen. Wenn ein System (egal welches) im Volk, bei den breiten Massen verankert – sattelfest – ist und für die Massen im Großen und Ganzen rund läuft, besteht keine Änderungsnotwendigkeit, kein Leidensdruck. Scheinbar ist unser Leidensdruck noch nicht hoch genug, auch wenn der Bogen schon lange überspannt wurde. Nur - wir kennen das von unserer Erde – es bauen sich zwischen den Schichten und Platten langsam Spannungen und Drücke auf, es drängen gewaltige Kräfte nach oben, die sich dann explosiv und verheerend entladen. Wir nehmen diese Analogie zur menschlichen Gesellschaft nicht ernst – gerade die besonders, die sich so um unsere Erde und Unwelt so Sorgen machen… wenn wir uns um etwas Sorgen machen sollten, wäre es uns um selbst.

Ach übrigens – Sie sprechen mir mit Ihrem Kommentar aus der Seele!

7# Genau erkannt Herr Niemann – eine staatliche (in einer Demokratie die parteienpolitische) Einflussnahme führt zu höheren Preisen als in einem freilaufenden, sich selbst regulierenden Markt. Das gilt im Übrigen, um wirtschaftlich argumentierend wollenden Scherzbolden vorzubeugen, auch für Monopol- und Oligopolbildungen. Die vier großen Energieerzeuger sind ja erst durch entscheidende politische Geniestreiche gewachsen.

26
Jürgen Wanninger

#8: A. Bauer sagt:

'@#6: Was ich nicht verstehe ist, daß sich nicht eine der Parteien opportunistisch auf die Seite der von hohen Strompreisen und Steuern gebeutelten Leute stellt und diese Wählerstimmen "abgreift". Inzwischen gibt es genug betroffene Verbraucher (sicher mehrere Millionen), damit könnte sich die FDP sanieren - trotzdem richtet man sich nach links und buhlt um die Gunst der linken Wähler.'

Weil es für die Mehrheit (noch) wichtiger ist, etwas 'Gutes' für die Zukunft zu tun. 30 Jahre Propaganda durch die Grünen und weitgehend rot-grün dominierte Medien gehen nicht spurlos an einer Gesellschaft vorüber. Kinder werden ab jüngstem Alter indoktriniert. Und so ist es wichtig, dass die Gesellschaft wieder erkennt, dass das 'Gute' gar nicht so gut ist. Kippen wird die 'Energiewände', wenn Strom anfängt, richtig teuer zu werden, also Verdoppllung bis 2020 und Verwerfugen zum Ausland deutlich werden. Ich habe hier auf EIKE schon mehrfach darauf verwiesen, dass ein französischer Haushalt etwa 40% der Stromkosten eines deutchen Haushalts hat. Das muss eben publik werden.

27

Na endlich schafft die Regierung was sie wünscht: Energieabwende.

Zitat http://tinyurl.com/bg9j9fu
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Steigende Energiepreise können nach Ansicht von VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch dem Wirtschaftsstandort Deutschland schaden. "Deutschland läuft aufgrund hoher Energiekosten Gefahr, Industriezweige wie Gießereien und Metall mittelfristig zu verlieren", sagte er der "Bild am Sonntag". Dies bleibe auch für den Autobauer VW nicht ohne Folgen. "Wir bei Volkswagen merken das beim Einkauf zum Teil schon heute, weil wir aufgrund des Kostendrucks auf Lieferanten aus anderen Ländern umsteigen müssen." VW-Fahrzeuge würden dadurch "tendenziell" teurer.
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Auch "normalen" Energieverbrauchern bzw. Zulieferern reicht's schon. Etwa in einer Lokalzeitung: http://tinyurl.com/aladhqc
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Alle reden von der Energiewende - und (fast) alle bezahlen sie. Wobei die Energiewende als solche deshalb nicht per se verteufelt werden sollte, betonen Bodo Himpel und Rainer Gerloff. Der Geschäftsführer der Halberstadtwerke und sein Vertriebschef stellten gestern die neuen Preise für Strom und Gas vor, die ab 1. Januar von den Kunden der Stadtwerke zu zahlen sind.

"Ohne die steigenden staatlichen Umlagen säßen wir heute nicht hier", sagte Himpel. "Seit 2008 sind unsere Grundpreise beim Strom stabil. Und beim Gas liegen wir trotz der vergangenen drei Preisanhebungen noch fast zehn Prozent unter dem Arbeitspreis von 2008."
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28
Klaus Karl Maier

Die Medien spielen eine äußerst große, meinungsbildende Rolle bei dem ganzen Spektakel. Wahrheitsgebunden oder sich derer verpflichtet, sind die bestimmt nicht, das ist nicht polemisch genug und bringt nicht die Quote.
Bei RTL Aktuell, der Nachrichtensendung, wurde am 13.11 ein Bericht über den Co2 Ausstoß bei Fleischproduktion gesendet. Da wurde dem Zuschauer doch glatt empfohlen, wöchtlich einmal auf eine Wurst zu verzichten und damit das Klima zu retten, weil ja viel weniger Co2 produziert wird.
Mich hat es bei soviel Blödsinn fast aus dem Sessel gehauen.
Bevor sich diese Berichterstattung nicht ändert, werden wir noch soviel auf den Unsinn der Energiewende hinweisen können, es wird nicht bei dem überwiegenden Teil der Bevölkerung ankommen.

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@#6: Was ich nicht verstehe ist, daß sich nicht eine der Parteien opportunistisch auf die Seite der von hohen Strompreisen und Steuern gebeutelten Leute stellt und diese Wählerstimmen "abgreift". Inzwischen gibt es genug betroffene Verbraucher (sicher mehrere Millionen), damit könnte sich die FDP sanieren - trotzdem richtet man sich nach links und buhlt um die Gunst der linken Wähler.

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Ich habe vor einigen Jahren Biblis besichtigt. Dort wurde uns ein Preis von 2,2 ct pro erzeugter kWh genannt, das ist identisch mit den Zahlen von Prof. Alt, er war ja auch dabei.

Bemerkenswert ist der Preis pro erzeugter kWh in den Kernkraftwerken der USA, der beträgt 1,1 ct (so wird es in der Fachzeitschrift atw angegeben, Umrechnung von Dollar-ct in EURO-ct ist durchge-führt). An dem Unterschied ist der Einfluß der vielen Schikanen der deutschen Politik auf den Strompreis von Kernstrom zu erkennen.
Gruß Niemann

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Mit Verlaub, je mehr ich über die Auswirkungen der so genannten Energiewende lese, desto mehr glaube ich an ihr Ende.

Zum einen sind da die sozialen Verwerfungen. Bereits im vergangenen Jahr wurde hundert tausenden von Haushalten wegen unbezahlter Rechnungen der Strom abgeschaltet. Das sind nicht nur Wählerstimmen, sondern jenseits dessen auch ein ungeheures Konfliktpotential. Wenn es keine Sozialtarife geben wird, die zu dramatischen Entlastungen der Geringverdiener führen (deren Anzahl nach politischem Willen jeden Tag zunimmt) müssen die etablierten Parteien mit wahrlich "extremen" Konsequenzen rechnen. Alles andere würde ich – bei allem Respekt – als Wahlfälschung bezeichnen.

Zum anderen werden energieintensive Wirtschaftszweige kurz- bis mittelfristig abwandern oder schließen, was wiederum die Arbeitslosigkeit erhöht und soziale Konflikte verstärkt. Die simple Taktik, mit der einen Hand geben und mit der anderen nehmen, wird dann mit Sicherheit nicht mehr funktionieren.

Strom als reines Luxusgut ist undenkbar. Was zum Alltag gehört muß erschwinglich bleiben. Man braucht nur an die GEZ-Abzocke des kommenden Jahres denken, wenn jeder Haushalt – unabhängig von der Existenz entsprechender Empfangsgeräte – seine Gebühren zu entrichten hat. Wer sich den Strom nicht leisten kann, aber dennoch für Rundfunk und Fernsehen zu zahlen hat, für Dinge also, die in unerreichbare Ferne gerückt sind, wird in immer tiefere Not getrieben und am Ende in jeder Art von Widerstand einen Sinn erkennen.

Eine Politik, die das nicht begreift, sägt den Ast ab, auf dem sie sitzt. Ginge diese Entwicklung weiter, würden Millionen Haushalte ins 19.Jahrhundert zurückgeworfen. So kann es sein, daß die Energiewende ein revolutionäres Klima erzeugt und das wiederum wird man in Berlin schon jetzt einkalkulieren.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Bauer

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WERBESPRUCH : DEUTSCHES GAS FÜR DEUTSCHE WÄRME!!!

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Ich schlage vor, die Mehrkosten von den Bezügen unserer Volksabgeordneten zu bezahlen, da sie uns ja mit ihren Gesetzen das alles bescheren.

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@Hans Meier #2
Ich will hier schon mal einen Schnitt machen. Und zwar den Schnitt der in der Politik stattgefunden hat. Zwischen einer Politik die noch ihrem menschlichen Verstand und Vernunft gefolgt ist, zum Wohle der Bürger und dem Wohlergehen der Partei/Wähler. Und einer Politik die ohne Werte und damit ohne diese Vernunft und Verstand betrieben wird.
Diesen Schnitt würde ich gerne bei am Übergang vom Ende der Ära Kohl zum Beginn der Ära Schröder festmachen. Mit Rot-Grün hat nicht nur ein Werteverfall bei Rot stattgefunden sondern auch und insbesonders bei der CDU und später unter Seehofer und Westerwelle/Rössler auch bei der FDP.
Mit der Verabschiedung konservativer Werte (Standhafigkeit,Berechbarkeit,Zuverlässigkeit,Prinzipientreue usw.) haben diese Partein sich selbst und das Volk verraten.
Helmut Kohl hat zurecht Fr. Merkel für Ihre Energiepolitik (Kernkraftwerksausstieg/Energiewende) gerügt. Er wusste genau, wie wichtig für die deutsche Industrie und damit für den Wohlstandserhalt der Bürger eine billige und zuverlässige Enerigeversorung mit Strom ist. Das wir in Deutschland nur mit einen Kraftwerksmix aus Kohle,Uran und Gas auf der sicheren und kostengünstigen Seite sind. Zum Wohle der ganzen deutschen Gesellschaft. Kohl und seine Vorgänger als Kanzler dieses deutschen Volks hätten nie und nimmer diesen strategisch und wohstandsbasierenden Kraftwerksmix (Kohle,Uran,Gas) einer Indeologie des Glaubens geopfert. Daszu waren diesen Politiker zu sehr patriotische Realisten.

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„Es ist nicht zu fassen, mit welcher bodenlosen Gleichgültigkeit sachunkundige Politiker die Basis unseres Wohlstandes aufs Spiel setzen und die Energie einfach zum Luxusgut erklären.“ 6)

Darum muss man diese Bedingungen analysieren, um die Distanz der Politik gegenüber der Intelligenz, die sich mit rationalen Methoden der Lebenswirklichkeit annimmt zu verstehen.
So wie der Eifelturm in Paris, nicht das Ergebnis von politischen Akteuren ist, die einen Haufen Stahl vernieteten, sondern in seiner statischen Berechnung und seiner konstruktiven Ausführung, das Werk eines Intelligenten, der sich sicher war richtig rechnen und planen zu können.
Genau dieser rationale Typ, hat aber in der deutschen Politik, leider noch nicht mal die Chance als Berater seine Kompetenz einzubringen. Stattdessen verweist man auf finanziell von der Politik abhängige, angeblich wissenschaftliche Auftragsarbeiten von Instituten.
In den Parteien treiben Berufspolitiker, die seit ihrer Jugend überwiegend in politischen Netzwerken wirkeln, ihr makelndes Politik-Geschäft mit samt ihren Karriere-Ambitionen. Die Inhalte, der aktuellen politischen Themen, verblassen vor den persönlichen Ambitionen der Abgeordneten, ebenso wie die Tragweite von Entscheidungen. Jeder hängt als Fähnchen seinen Mantel in den Wind, um nach oben zu kommen.
Bei näherer Betrachtung, was unsere Politiker an praktischer Erfolgsbilanz in ihrer Lebenswirklichkeit erreichten, wird schnell klar, warum sie jeder realwirtschaftlichen Berufstätigkeit nachhaltig ausgewichen sind, dort waren sie definitiv nicht brauchbar.
Diese Einsicht ist zwar erschreckend, erklärt aber wieso solche unsinnigen Entscheidungen (siehe oben, Zitat) im politischen Spektrum frei von jeder Rationalität getroffen werden, und eigentlich nur ein „Lavieren“ darstellen. Also die schauspielerische Aufführung politischer „Vorturner“ die sich vermarkten, und die an den Fäden der Nebeneinkünfte sowie Parteispenden hampeln.
Versucht man in den Reden dieser politischen Akteure einen echten Gehalt, einen durchdachten Plan oder eine nüchterne Rationalität zu finden, stellt sich m.E. eher ein professionelles Schwätzertum heraus, d.h. die politische Klasse, täuscht der Bevölkerung etwas vor, ist aber nur mit sich selbst beschäftigt.

Nun könnte man annehmen, in einem technologischen Zeitalter, in dem die Ingenieurwissenschaften so viele Technologien entwickelten, die den Wohlstand der steigenden Weltbevölkerung unterstützen, wäre das Interesse für diese Wissenschaft von der Technik und ihrer Anwendung, in einem Industrieland wie Deutschland sehr ausgeprägt und es bestehe ein Run auf die Technischen Hochschulen. Um als Ingenieur Probleme der Menschen mittels intelligenter Technik lösen und für Wohlstand zu sorgen. Den Fortschritt durch Weiterentwicklung der Technik, wie all die anderen „Denkmäler menschlicher Intelligenz“ zu realisieren, mit Zuversicht Teil am Fortschritt zu nehmen.
Leider enttäuscht die bundesdeutsche Studienwahl mehrheitlich.

Die Thematik, die analytischen Methoden, die nüchterne Funktionsrealität einer Wissenschaft, die die menschlichen Lebensbedingungen sehr nachhaltig verbessern, schreckt offensichtlich die Mehrheit der studierenden ab, die sich „weicheren Wissenssammlungen“ zuwenden.
In diesem Spektrum von Gesellschaftswissenschaften entwickeln sich modische Strömungen, „Schulen“ und Hypothesen, die sich fundamental von den nüchternen Ingenieurwissenschaften unterscheiden.
Der Fortschritt durch Technik wird kritisierend in Frage gestellt, die Gefahren durch Technik werden thematisiert, ohne den Nutzen mit ins Kalkül zu ziehen, weichen Gesellschaftstheoretiker in emotionale Bewertungen aus.
Die Aufgeklärtheit einer Philosophie eines Immanuel Kant, die die Axiome der Ingenieure bestätigen, weicht romantischen, dialektischen Schwärmereien in visionäre Traumbilder.
Es entwickelt sich eine Ambivalenz, einerseits Verkehrs- und Kommunikationstechnik zu benutzen, aber trotzdem der Technik kein zuversichtliches Vertrauen schenken zu können.
Statt die Optionen, den Überfluss und die Bereicherung der Menschheit durch Technik optimistisch anzuerkennen, entwickelt sich eine pessimistische Tendenz. Werden „gute alte Zeiten“ gelobt, wird Verzicht gepredigt, werden neuen Technologien Gefahren angedichtet.
Eigentlich, als ob Mann, bzw. Frau, sich dafür revanchieren wollten es sich im persönlichen Unbehagen mit Technik einzurichten, da ihnen die Funktionalität technischer Systeme zu abstrakt und beängstigend bleiben und sie sich in persönlichen Haltungen des Zeitgeistes einrichten.
Sicher ist die Intelligenz der Schlüssel zur Lösung von Problemen aber sie scheint wie alles kostbare, durch deutsche Regierungs-Politik, erst die Dimension einer sich wiederholenden deutschen politischen Dummheit in dem Format wahnsinnigen Ausmaßes zu sein, das was deutsche Dummheit wirklich kostet.

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Gute dargestellter Artikel!
Vereinfacht gesagt...Der Strompreis für den Endverbraucher basiert auf einer Mischkalkulation. Wenn in dieser Mischkalkulation jetzt die kostengünstigen Punkte wegfallen, dann wird zwangsläufig immer der nächst höher liegende Kostenpunkt der niedrigste sein. Mit dem streichen der billigen Kernkraftwerkserzeugung wird auch der niedrige Kostenpunkt Kernkraft (2ct) aus der Mischkalkulation fliegen. Mit dem Abschaffen des Kostenpunkts Kohle (4ct) wird auch dieser aus der Kalkulation fliegen. Dieser Wegfall wird dann von den anderen Erzeugungsarten zu tragen sein. Somit verbleibt zum Schluss nur noch die teure Gaskraft (5-6ct) und die Windenergie (ab 9ct), die Biomasse (ab 17ct), die Photovoiltaik (ab 20-50 ct)
Steich ich aus einer Mischkalkulation die billigsten Teile heraus so wird es zwangsläufig teuerer! Somit wird aus dem mischkalkulierten (kohle,Uran und Gas) Allgemeingut Strom ein Luxusgut. Die teuren Erneuerbaren Energien werden mit der Zeit immer mehr die billigen Kohle-Uran und Gaserzeugungspreise ersetzen. Und dies führt mit der Zeit zum Verlust von Wohlstand bzw. Wohlstandschancen für einen sehr großen Teil der deutschen Bevölkerung.