Elektromobilitätsgipfel: Die Götterdämmerung findet nicht statt Ein an der TU Wien durchgeführter Vergleich von Elektroautos offenbart altbekannte Schwächen

1888 Flocken Elektrowagen, Bildquelle: Wikipedia

Anfang September präsentierte Volkswagen in Berlin den neuen Golf – es ist die siebte Modellreihe, seit 1974 mit dem ersten Golf der Abschied vom legendären Käfer eingeleitet wurde. „4,8 Liter Verbrauch sind für ein nigelnagelneues Fahrzeug dieser Klasse allerdings auch nur in Ordnung, mehr aber auch nicht“, kommentierte Spiegel-online und monierte zugleich, „daß der Golf in Sachen alternativer Antriebstechnologien etwas hinterherhinkt: Erdgas-, Hybrid-, Elektroantrieb – beim Golf gibt es das alles frühestens ab 2013“.

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Doch das ist kein böser Wille von VW – lediglich 4.020 Hybrid- und 694 E-Autos wurden im ersten Quartal diesen Jahres in Deutschland angemeldet – bei insgesamt 737.636 Neuzulassungen. In Frankreich sanken die Verkaufszahlen sogar, und das trotz staatlicher Kaufprämie von 5.000 Euro. Seit Juli 2012 ist diese Subvention sogar auf 7.000 Euro erhöht worden – doch bei einem Preis von knapp 37.000 Euro für einen Nissan Leaf bleibt unterm Strich immer noch die Kaufsumme von zwei viel geräumigeren Nissan Note übrig. Dennoch wird Angela Merkels Vision, 2020 eine Million E-Autos auf deutschen Straßen zu haben, weiter ernst genommen. Dabei gibt es genügend Untersuchungen, die den Elektrotraum auf den Boden der Realität holen. Die jüngste Studie ließ der Österreichische Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK) zusammen mit dem Autoklub ÖAMTC am Institut für Fahrzeugantriebe von Professor Bernhard Geringer an der TU Wien durchführen.

Die Studie „Batterieelektrische Fahrzeuge in der Praxis“ vergleicht vier handelsübliche E-Autos mit dem VW Polo 1,2 TDI Bluemotion. Seine elektrischen Kontrahenten waren Mitsubishi i-Miev, Mercedes A-Klasse E-Cell, Smart Fortwo Electric Drive und der Nissan Leaf. Um eine Vergleichbarkeit herzustellen, wurden die Versuche auf dem klimatisierbaren Rollenprüfstand nach einem eigens entwickelten Testprogramm durchgeführt. Dabei legten die fünf Pkws insgesamt 35.506 Kilometer zurück.

Natürlich interessierte die Prüfer besonders, wie sich die Außentemperatur auf die Reichweite auswirkt, um entsprechende Zweifel auszuschalten. Das ernüchternde Ergebnis zeigt die Tabelle. Der VW Polo als Großserienauto eignet sich von der Größe her für den Vergleich am besten. Mit dem Dreizylinder-Diesel wird der Verbrach vom Hersteller mit 3,3 Liter pro 100 Kilometer angegeben – ein praxisferner Wert, wie alle Angaben nach EU-Zyklus. Für die Reichweite in der Tabelle wurde von der TU Wien daher der tatsächlich gemessene Verbrauch des Polo von im Mittel 4,34 Litern Diesel zugrunde gelegt. Mit dem EU-Normverbrauch wäre der Polo mit den 45 Litern Tankinhalt 1.363 Kilometer weit gekommen. Sein Gewicht von 1.150 Kilogramm wird vom nicht so geräumigen Mitsubishi mit 1.100 und dem nur zweisitzigen Smart mit 1.010 Kilogramm unterboten, während der Mercedes 1.635 und der Nissan 1.665 Kilo auf die Waage brachten. Die geringe Reichweite des Nissan ist der viel zu kleinen Batterie geschuldet.

Geringer und seine Ingenieure haben nicht untersucht, welchen Leistungsabfall ständig hohe Leistungsanforderungen zur Folge haben, etwa bei Bergauffahrt. Darüber geben Versuchsfahrten der Zeitschrift Auto Motor und Sport auf dem Hockenheimring Auskunft. Hohe Leistung erwärmt die Batterie, deren Regelung kontinuierlich die Stromabgabe reduziert, um die Batterie nicht zu überhitzen. Beim Verbrennungsmotor steht die volle Leistung bis zum letzten Tropfen aus dem Tank zur Verfügung.

Zu den Betriebskosten schreibt die Studie, daß eine von Steuern und Abgaben bereinigte Betrachtung einen Kostennachteil für E-Autos im Stadtverkehr ergibt. Die Anschaffungskosten eines Elektroautos liegen auch mittelfristig über den kundenseitig tolerierten Zusatzkosten. „Derzeit liegen die Mehrkosten der uns bekannten verfügbaren Elektroautos bei rund dem Doppelten von vergleichbaren konventionellen Personenwagen.“ E-Autos taugen so allenfalls als teure Drittwagen. Selbst in den USA, wo der Kauf von E-Mobilen staatlich gefördert und von Hollywood-Größen beworben wird, mußte General Motors die Produktion des Chevrolet Volt (in Deutschland als Opel Ampera für ab 43.900 Euro angeboten) wegen zu geringer Nachfrage im August erneut unterbrechen. Kein Wunder: Ein Opel Astra kostet nur die Hälfte.

Der größte Energiefresser in den kühleren Jahreszeiten ist die Wagenheizung, die etwa die Hälfte der Batterieladung beansprucht. Hinzu kommen Scheinwerfer und Scheibenwischer. Gegenwärtig werden für die Heizung Hochvolt-PTCs (Halbleiter, 300 Volt) verwendet, deren Bedarf an E-Leistung im Interesse des Innenraumkomforts nicht reduziert werden kann. Einen spürbaren Entwicklungssprung bei den Lithium-Ionen-Batterien zu höherer Kapazität bei konstantem Volumen wird es nicht geben, Physik und Chemie lassen sich nicht überlisten. Ebenso verbietet sich aus Sicherheitsgründen eine Anhebung der Spannung über die heute üblichen 300 bis 400 Volt.

Und was passiert, wenn der Fahrer im dichten Verkehr alle Warnungen vor dem Ende der Batterieladung übersieht und die Batterie von der Elektronik abgeschaltet wird? Bleibt das Vehikel abrupt stehen, wenn die Rekuperation zusätzlich für Bremswirkung sorgt? War das der Grund für den tödlichen Unfall mit einem BYD-Elektroauto in China, auf das ein Sportwagen mit hoher Geschwindigkeit aufgefahren sein soll?

Selbst bei konventionellen Autos wird die Frage der Klimatisierung immer prekärer. Start-Stopp-Automatiken und „Segeln“ unterbrechen den Betrieb des Klimakompressors und verlangen zudem von den Motoreningenieuren Klimmzüge zur Überbrückung der Kaltphasen. Hier gibt es etwa von der Firma Behr neue Entwicklungen, die aber nur indirekt mit E-Autos zu tun haben. Ob das E-Auto dennoch seine Nischen findet, bleibt abzuwarten.

Die vorgestellte Studie kann beim ÖVK unter info@oevk.at kostenlos bezogen werden.

Autor Christian Bartsch; zuerst erschienen auf Junge Freiheit 38/12 

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13 Kommentare

  1. Vielen Dank Herr Georgiev,

    die Bestätigung von Ihnen lassen aus Vermutungen Gewissheit werden.
    Schade, daß in meinem persönlichen Umfeld keiner versteht, was hier passiert.
    Nun ja, das ist kein Beinbruch…
    Die Elektromobilität erledigt sich wohl von selbst aufgrund ihrer Unattraktivität für den Verbraucher.

    Viele Grüße…

  2. 1 Million Elektrofahrzeuge:
    Sollte so schwer nicht sein. Es müssen halt nur alle Elektrogabelstapler, -flurförderfahrzeuge, -hubwagen, -rollstühle usw. eine Straßenzulassung (zumindest auf dem Papier) bekommen und schon ist das Ziel erreicht. 😉

  3. Hallo Herr Strunz,

    als ich studiert habe, kam 30% der Primärenergie in der Steckdose an, davon geht noch die Hälfte im Elektromotor verloren. Also 15% der Verbrennungsenergie werden bei einer E-Lok gegenüber 38% bei einer Diesellok in Bewegung umgewandelt. Die Zahlen sind heute besser, das Verhältnis dürfte gleich sein. Beim Elektroauto kommen noch 2 verlustreiche Energieumwandlungen dazu: rein in die Batterie und zurück und noch Ladungsverluste. 4 zu 1 für den Verbrennungsmotor ist real.

    MfG

  4. @Oliver Strunz #9
    Es geht diesen ökosozialistischen Ideologen, die das EEG eingeführt haben und das Märchen am menschengesteuerten Klimawandel per CO2 unters Volk und in die Bundesregierung infiltriert haben nicht um die Sache „schädliches menschengemachtes CO2 für das Klima“ sondern um eine Transformation und bei machen um die Abschaffung der westlichen Konsum- und Fortschrtittswelt. Deutschland hat es hier mit einer manipulierbaren (weil machtbessen) Kanzlerin Merkel sehr hart erwischt.
    Dieser Ökosozialistische Plan sieht ja vor, unsere Konsumwelt zurück in das vorindustrielle Zeitalter zu katapultiern. Dazu müssen ja erstmal alle Kraftwerke abgeschaffen werden. Dann dürfen natürlich auch nicht soviele Autos unterwegs sein. Egal ob jetzt elektrisch oder anders wie betrieben. Auto ist eben keine Pferdekutsche (Ökoromantik).
    Den Grünsozialisten ist es egal ob dies oder jenes, was wir heute als Wohlstand ansehen, zukünftig noch funktionierd. Denen ist es sogar sehr recht und die werden alles daran hängen, dass unsere Wohlstandgesellschaft im Chaos versinkt. Nur so können die Ihre ideolgische Traumwelt der vorindustriellen Zeit verwirklichen.
    Einfach mal aufpassen, wenn die Grünen oder Sozis vor die Kamera tretten. Die sind immer nur dagegen und wenn die mal für was sind, dann nur mit Vorschlägen, wie Sie uns Bürger und die Wirtschaft schaden/mehr belasten können. Diese radikalen Ökosozialisten wollen den bewussten Zusammenbruch unserer westlichen Konsum- und Wohsltandsgesellschaft!
    Eine Diktatur der Ideologie lebt von Angst und Chaos. Logik,Verstand und Vernunft ist der größte Feind dieser diktatorischen ökosozialistischen Ideologie.
    Vernichtung, Angst und Chaos steht auf den Fahnen der Grünen und Linken geschrieben. Und dass schlimme ist unsere machtbesessen Kanzlerin Merkel, die diesen Ideolgen aus der Hand frisst! Einfach nur abstossend und beschämend dieser Regierungsstil!

  5. Warum stehen eigentlich nur die Probleme der Elektromobilität im Alltagsbetrieb im Vordergrund. Noch wichtiger wäre doch die Frage nach der wirklichen CO2-Einsparung nach der Umstellung. Das wäre doch das, weswegen die Sache überhaupt irgendeinen Sinn ergäbe.
    – Mal von der Fragwürdigkeit der CO2-Klimawirkung abgesehen.
    In keinem der üblichen Medien ist darüber etwas zu erfahren.

    Ich bezweifele, daß CO2 eingespart wird.
    Aber selbst wenn: Nach dieser unsinnigen Energiewende sollte doch diese nun knappere elektrische Energie für allen anderen elektrischen Verbrauch genutzt werden.

    Mich würde interessieren wie viel Verluste vom Kraftwerk bis zur voll aufgeladenen Batterie auftreten.
    Im Handelsblatt habe ich vor kurzem in einem Nebensatz gelesen, daß der CO2-Ausstoß 4mal höher wäre, wenn sämtliche elektrische Energie für die Elektrofahrzeuge aus Kohlekraftwerken stammen würde und diese die herkömmlichen Kraftfahrzeuge mit Otto- und Dieselmotoren ersetzen würden.
    Das würde bedeuten, daß der Wirkungsgrad eines Elektromotors vom Kraftwerk aus gerechnet, ungefähr 4mal schlechter wäre, als bei einem durchschnittlichen Motor eines Kraftfahrzeugs!

    Aber dort ist man nicht näher darauf eingegangen, obwohl diese Aussage das Einführen von Elektromobilität vollkommen widersinnig, ja sogar zu einer Klimasünde( welch eine Wortschöpfung…) machen würde – um mal in die Sprache der Ökoromantik zu verfallen, da ja in Deutschland jedenfalls mehr als die Hälfte der Energie aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird.

    Ist dort niemandem aufgefallen, welche Konsequenzen diese Aussage hätte, wenn sie stimmen würde?

    Ohne Überprüfung wird einfach vorausgesetzt und bereitwillig von den Verbrauchern angenommen, daß Elektromobilität das ist, wodurch die Menschheit wieder ohne schlechtes Gewissen leben kann.

    Weiß jemand näheres über die Wirkungsgradkette vom Generator bis zur Batterie?

    Grüße !

  6. #6

    Danke Herr Manz.

    Die humane Option, die in der philosophischen Konsequenz eines Immanuel Kant, der Rationalität und dem Fortschritt, dem Wirken der Realisten, die die Lebensbedingungen verbessern, und der Unvernunft diesen ihnen widerfährt, zeigt sich, dass diese Auseinandersetzung, ein stetiger Prozess in der Menschheitsgeschichte ist.
    Darum haben wir beste Argumente, zuversichtlich konstruktiv zu sein, denn in dieser Kontinuität, entstand unser Wohlstand, unser Wissen und unsere Kultur, in der permanenten Auseinandersetzung mit dem Teil der Bevölkerung, der verbiestert reagiert.

  7. Das heutige Elektroauto ist bestenfalls etwas für die Ökospinner der Großstädte für den Verkehr in den Innenstädten. Und selbst dort ist es noch das teure Luxusauto. Selbst wenn man die Elektrik und Elektronik im Griff haben sollte – die Kosten für eine Batterie werden nicht fallen – eher steigen. Ein brauchbares Auto für den Stadtverkehr wird also nicht unter 50T-EURO Herstellungspreis zu haben sein. Das Auto für längere Fahrten nicht unter 100T-EURO.

    Allein das für diese Wahn-Idee notwendige Lithium bremst den Unfug aus. Wollte man nur die BRD auf Elektroautos umstellen, bräuchte man dafür das gesamte aktuelle Lithium-Vorkommen der Erde.

    UF

    PS: Für Sie intern! Der Verweis zu der PDF-Datei „Batterieelektrische Fahrzeuge in der Praxis Kosten, Reichweite, Umwelt, Komfort“ stimmen nicht mehr. Die aktuellen Verweise sind in Original-Lang:
    http://tinyurl.com/8mw4hvj
    Oder/und:
    http://tinyurl.com/8zr2ujt

  8. Herr Kunz, ich würde Ihnen liebend gerne widersprechen. Zum eigenen Seelenheil und Wohlbefinden. Ich kann es nicht, da Sie den Zustand besonders in Kreisen der sogenannten Bildungselite bestens schildern. Den ich genauso erlebe. In meinem Bekanntenkreis auch zu den sog. „kleinen“ Leute vernehme ich erschreckend den Ruf, ja nicht nach Freiheit sondern es muss mal wieder ein H… her, wenn auch nur ein kleiner. Oder enteignen, wegnehmen, verstaatlichen… und sonst was.

    Für mich sind nicht dumm-dreiste Politiker das Problem, die bringen uns „nur“ um unsere Freiheiten und Wohlstand. Und schließlich wurden die auch gewählt, oder? (wenn auch vordergründig nicht gerade dafür. )
    Brandgefährlich ist die Mischung aus allem: Die das Öko-ist-machbar-Märchen und den Gleichheitswahn geschickt unter Ausnutzung willfähriger, zur Distanz unfähiger Medien verbal und visuell an den Mann und Frau, und schon Kleinkind bringen, die das bestens für ihre eigenen Zwecke nutzen oder sich im vorauseilenden Gehorsam beugen, die, die das unbedacht und wider besserer Erkenntnismöglichkeiten und aufgrund der Ausbildung voraussetzbaren Grundwisssens (!) dennoch unterstützen, ja gar fordern und fördern. Ich habe den Begriff Verzwergung zum ersten Mal im Zusammenhang mit einer Negativauslese von Repräsentanten in der Demokratie gelesen. Er scheint mir auch für eine Vielzahl meiner Zeitgenossen zu gelten, die eigentlich zu anderen geistigen Ergüssen als „da müssen die halt was erfinden“ fähig sein sollten. Die uns täglich zur Schau gebrachten politischen Akteure und auf den Zug aufspringender Schauspieler, Künstler und sonst-was-Möchtegerne sind nur die Spitze des Dummheitsberges. Verzwergung – das sitzt heftig eindeutig.

    Alles was uns die Aufklärung an menschlichen Möglichkeiten und Sichtweisen gedanklich nahegebracht hat, scheint unter den goldenen Kälbern gottesersatzreligiöser Ideologien erstickt und gestorben zu sein. KANT als Inbegriff deutschen Humanismus ist uns ferner als die politischen Demagogen des 19+ 20. Jahrhunderts. Auch gerade weil eine kurze Zeit davon uns als das Beispiel des perfekten Bösen mit immerwährender Schuld aller nachfolgenden Generationen als säkulares Glaubensbekenntnis abverlangt wird. Das ständige vorgekaute Überhöhte übt eine morbide Faszination aus. Mit folgenschwerer Wirkung auf unser Gemüt.
    Nicht nur der damalige Glaube an die „Wunderwaffen“ lebt in der Energiewende und den erneuerbaren Energien weiter. Wir haben mehr geerbt als das was Zeitgeistig offiziell „anerkannt“ ist.

    Am Ende soll KANT auf uns wirken:
    „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“
    Und passend zur selbstverschuldeten Unmündigkeit:
    „Faulheit: der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit.“

    Nachdenken mit zu den Geschehnissen erforderlicher Distanz, Raum und Zeit ist ganz praktisch Arbeit und Energieverbrauch. An dieser Wahrheit scheitern ist die täglich seh-, hör- und erlebbare Konsequenz unserer Gesellschaft.

  9. Ich lese hier immer von den dummen Politikern, aber mündigen Verbrauchern.
    Für mich ist die Autoindustrie „dumm“. Denn wider besserem Wissen sind sie auf den (sicher noch kommenden) Subventionstopf E-Auto aufgesprungen und preisen diese in großen Anzeigen als Mobilität der Zukunft an.Nirgendwo auch nur die Spur kritischer Aussagen.

    Dagegen der „mündige Verbraucher“.
    Selbst in meinem technisch-akademischen Bekanntenkreis finde ich kaum jemanden, der das E-Auto (und die Energiewende) kritisch beurteilt. Fast alle sind überzeugt, dass wenn man den Ingenieuren „etwas mehr auf den Kopf haut“, diese in naher Zukunft wie selbstverständlich die Probleme Speicher usw. lösen werden. Es wurde doch in der Vergangenheit auch alles gelöst, siehe die Leistungssprünge in der Kommunikationstechnik. Das wird quasi automatisch auch bei der Energie erwartet. Haben die bösen Konzerne bisher nur verhindert.

    Inzwischen hat Greenpeace die Öko-Stammtischhoheit erobert. Alles, was von denen publiziert wird, wird geglaubt und gilt als Leitlinie (und kommt kritiklos im Fernsehen).

  10. … neulich, im Morgen Magazin, war Herr Zetsche zu Gast, donnerwetter.
    In der Runde wurde diskutiert, dass nun doch keine 1 Million Elektroautos, sondern nur 600.000 Stück bis 2020 auf der Strassen laufen.
    Und dass da noch Anschubfinanzierung von 7000€ oder freies Parken in Städten gemacht werden solle.
    Meine Güte, kann dieser Chef nicht einfach hinstehen und sagen, dass nur diese Autos gebaut werden die verkaufbar sind?
    Die Diskrepanz des „Guten Tuns“ zum Käuferverhalten ist doch so offensichtlich und auch so ein Konzernchef, will es sich mit den Weltenrettern ja nicht verscherzen.
    Die Daimler Werbung von tanzenen Hirschen im Wald, ist ja sowas von daneben.
    Der normal denkende Mensch kann da nur den Kopf schütteln.
    Herr Zetsche ignoriert, politisch korrekt, die nüchteren Kunden und deren tatsächlichen Kaufmotive.

    Gruß Gerhard Schweickhardt

  11. Das Dumme an der Planwirtschaft, die den Verbraucher einengt ist, das sich Politiker für klug halten, wenn sie leider nur einer zeitgeistigen Schimäre aufsitzen, die der Realität eines freien Wettbewerbs, die ideologische Kandare aufzwingen will.

    Die sozialistischen Planwirtschaften waren nicht erfolgreich und die öko-sozialistischen Kopien werden es auch nicht sein können.
    Wenn also mit Hartnäckigkeit der gleiche Versuch praktiziert und trotzdem ein anderes Ergebnis erwartet wird, dann verhält sich – laut Einstein – in diesem Fall, die Politik wie ein Idiot.
    Man kann zwar auf der Kirmes mit dem Autoscooter herumkurven und sich das für das Straßennetz halluzinierend vorstellen aber dann brauchte man auch ein Oberleitungsnetz.
    Alle Autobauer, die bisher Planungsressourcen in Elektro- und Hybridtechnologie investierten verloren am Markt. Welcher Käufer bezahlt freiwillig ein Mehr an Öko-Illusion für Weniger realen Nutzen, nur weil physikalischer Unverstand sich mit Ideologie brüstet?
    Dummheit im Einzelfall, scheitert an der Realität und zeigt sich im Ergebnis. Dummheit als politische Vision, sammelt eben die Dummen, um als deren Anführer den Preis von Dummheit zu kassieren.
    Man kann das als gerissene Taktik betrachten, um an Subventionen zu kommen aber eine langfristige Strategie, in der die Verbraucher frei entscheiden und damit den Fortschritt lenken, der unseren Wohlstand kennzeichnet, braucht keine staatliche Bevormundung der Verbraucher.

  12. Das E-Auto war, ist und bleibt eine Luxusvision. Geringe Reichweite, zu unsicher im Winter, hohe Aufladezeiten, allgemeine Anfälligkeit „Batterie“, zuviel Elektronik und dadruch sehr viele teure Werkstattaufenthalt.
    Wir sollten uns doch die Realtiät immer vor Augen halten…
    Die beste (weil billig und rund um die Uhr verfügbar) Stromversorgung gewährt nur ein fossiler Kraftwerksmix! Danch kommen, für den indiviuellen Gebrauch, das dieselbetriebene Notstromaggregat. Danach kommt dann mal die Batterie/Wasserstoff und danach kommen die sog. erneuerbaren Energien.

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