Aktuelles aus der Klimaforschung: Klimaentwicklung ist keine Einbahnstraße

Bild: Michael Bührke / pixelio.de

Eine jünst in der renommierten Zeitschrift nature veröffentlichte Publikation von Prof. Heiko Pälike (Univ. Frankfurt) wurde auf der Webseite der Universität Franfurt unter dem Titel „Klimaentwicklung ist keine Einbahnstraße“ am 30.8.2012 vorgestellt. Dieser interessante Bericht ist hier unverändert wiedergegeben.


Wie sich die Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre im Verlauf der Erdgeschichte entwickelte, lässt sich langfristig an den Kalkablagerungen in der Tiefsee ablesen. Durch die Verwitterung von Gesteinen wird nämlich der Luft Kohlendioxid entzogen. Über die Flüsse gelangt das chemisch gebundene Treibhausgas ins Meer und wird dort als Kalkablagerung gespeichert, zum Beispiel in kalkigen Mikrofossilen. Dieser Prozess führt langfristig zu einer globalen Abkühlung. Das konnten Forscher des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BIK-F) und der Goethe-Universität für die letzten rund 55 Millionen Jahre anhand von Tiefseebohrungen im äquatorialen Pazifik mit bisher unerreichter Genauigkeit belegen.

Parallel zum Übergang vom Supertreibhaus zum Eiszeitalter fiel auch die Meerestiefe, unterhalb der das Kohlenstoffmineral Kalkspat vollständig aufgelöst wird (Karbonat-Kompensationstiefe). Das berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature. Die Daten stammen aus Tiefseebohrungen in der Region beiderseits des äquatorialen Pazifiks, die für den globalen Kohlenstoffkreislauf äußerst produktiv ist. Während einer viermonatigen Expedition des US-amerikanischen Bohrschiffs JOIDES Resolution im Jahr 2009 bohrten die Expeditions-Teams in Wassertiefen von 4.300 bis 5.100 Metern. Sie entnahmen die Bohrkerne an acht Orten und über insgesamt 6.3 Kilometer Länge. Damit steht ein Klimaarchiv zur Verfügung, das die letzten 55 Millionen Jahre umspannt.

„Wir reden heute viel über das vom Menschen kurzfristig produzierte Kohlenstoffdioxid und die dadurch ausgelöste Klimaerwärmung“, sagt Prof. Heiko Pälike, einer der Expeditionsleiter. Er arbeitet seit Juni 2012 im MARUM – Zentrum für Marine Umwelt der Universität Bremen. „Über Jahrmillionen gesehen bestimmen allerdings andere Prozesse den Kohlenstoffkreislauf.“ Zum Beispiel Vulkaneruptionen, die große Mengen Kohlendioxid in die Atmosphäre ausstoßen. Andererseits sorgt die Verwitterung kalkhaltiger Gesteine dafür, dass Kohlendioxid wieder gebunden und dem Klimakreislauf entzogen wird. Die Bilanz des Kohlenstoffkreislaufs spiegelt sich im Ozean, und zwar in der Karbonat-Kompensationstiefe. Unterhalb dieser Grenze bleiben keine kalkhaltigen Partikel wie Kalkschalenreste von Meeresorganismen erhalten.

Im äquatorialen Pazifik lag die Grenzlinie vor rund 55 Millionen Jahren in 3.300 bis 3.600 Meter Tiefe. Zwischen 52 und 47 Millionen Jahre vor heute, als es auf unserem Planeten besonders warm war, flachte sie sogar bis auf 3.000 Meter Meerestiefe ab. Als die Erde vor 34 Millionen Jahren allmählich abkühlte und sich in der Antarktis erste Eisschilde bildeten, senkte sich die Karbonat-Tiefenlinie im Pazifik ab, und zwar auf bis zu 4.800 Meter vor 10,5 Millionen Jahren.

Die Tiefseeablagerungen belegen eindrucksvoll, dass Klima und Kohlenstoffkreislauf nie eine Einbahnstraße waren: „In den Ablagerungen aus der Zeit, die der großen antarktischen Vereisung vor 34 Millionen Jahren voranging, haben wir fünf Ereignisse beschrieben, in denen sich die Karbonat-Kompensationstiefe kurzfristig zwischen 200 und 900 Metern nach oben und unten bewegte“, sagt der Geowissenschaftler Prof. Jens Herrle, einer der Expeditionsteilnehmer: „Diese Ereignisse, die oft für Erwärmungs- und Abkühlungsphasen stehen, dauerten zwischen 250.000 und einer Million Jahre. Sie sind durch einen Wechsel innerhalb des marinen Planktons von kalkigen zu kieseligen Mikrofossilien gekennzeichnet.“

Aber auch für die jüngere Vergangenheit sind vergleichbare Episoden belegt. So vor rund 18,5 Millionen Jahren, als besagte Karbonat-Tiefenlinie um rund 600 Meter Richtung Meeresoberfläche anstieg – um zweieinhalb Millionen Jahre später wieder auf 4.700 Meter abzusinken. Heute liegt sie im Pazifik bei etwa 4.500 Meter.

Um die Ursachen dieser Schwankungen zu bestimmen, setzte das internationale Wissenschaftlerteam auf Computermodelle, die das System Erde und die wesentlichen dort ablaufenden Prozesse nachbilden. Dies war eine der Forschungsarbeiten der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dr. Cecily Chun aus der Arbeitsgruppe Paläontologie und Biogeochemie von Prof. Jens Herrle an der Goethe-Universität.

Publikation: Heiko Pälike et al.: A Cenozoic record of the equatorial Pacific carbonate compensation depth, in Nature DOI: 10.1038/nature11360

Veröffentlichung auf der Webseite der Universität Frankfurt mit weiteren Hinweisen zur Arbeitsgruppe Prof. Jens Herrle hier.

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57 Kommentar(e)

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1

Ja Herr Hofmann, das ist mir aber nicht erst seit Ihren Geistesblitzen aufgefallen 🙂 Aber wir versuchen und ja alle uns weiterzuhelfen und dazu zu lernen. Daher nochmal meine Frage welche wissenschaftliche Veröffentlichung Ihre Behauptungen stützt? Ihr geposteter Text gibt das wohl nicht her. Und auch bei Ihren Entdeckungsreisungen im Wald werden Sie die Antwort nicht finden.

2

#43

Sehr geehrter Herr Dr. Paul,

"Wo bitte gibt es in der ganzen wissenschaftlichen Welt eine einzige Statistik, die eine klare Korrelation zwischen CO2 und Meeresspiegel zeigt???

Und welche EXISTIERENDEN Erkenntnisse haben wir über den pH-Einfluss von Meerwasser."

Nun, es gibt aus der Paläoklimatologie genügend Nachweise über den Zusammenhang von CO2 und Meeresspiegel, z. B.

Prof Dr. Dr. Falkenburg, Prof. Dr. Gößling, TU Dortmnund:

http://tinyurl.com/8c45tkn, Seite 16

Der Zusammenhang zwischen CO2-Konzentration der Atmosphäre und pH des Meerwassers ergibt sich nicht allein aus der Logik der Chemie von CO2 und Wasser, sondern ist ebenfalls durch zahlreiche Untersuchungen bestätigt.

Ich fürchte, Sie sind mit Ihrer Argumentation nicht ganz auf der Höhe der Zeit.

Was Indien anbetrifft, so ist dort immer noch ein starkes Wachstum der Bevölkerung vorhanden. In etwa 20 Jahren wird Indien das bevölkerungsreichste Land der Welt sein. Wächst die Bevölkerung weiter, wird auch notwenidgerweise eines Tages die Situation eintreten, dass das Land seine eigene Bevölkerung nicht mehr ohne Nahrungsimporte ernähren kann.

Erschreckend ist, dass Indien inzwischen seinen Holzbedarf nicht mehr selbst decken kann und sogar aus Deutschland Holz importiert.

3

@Gregor Mendel #52
Anscheinden ist die Fähigkeit 1 und 1 zusamennzuzählen und allgemeines erlangtes Wissen mit einer zu verknüpfen nicht Jedem zu teil geworden. Sie müssen nur gewillt sein mit offenen Augen, Neugier und Offenheit durch das Leben zu gehen. Das Leben ist weder alternativlos noch beständig. Also machen Sie das Beste daraus und gehen auf Entdeckungs- und Erfahrungstour.

4

@H.Urbahn #53
Da ist mir wohl beim Schreiben das "k" in die Quere gekommen. Muss natürlich 10 m heißen. Habe mal den Artikel aus dem Jahre 2006 rauskopiert (Quelle N-tv/Panorama). Aber lesen Sie selber....

Montag, 20. März 2006

Ursache unbekannt
Sonne und Erde entfernen sich
.Der Abstand zwischen Sonne und Erde nimmt pro 100 Jahre um zehn Meter zu. Darauf hat der Bremer Forscher Claus Lämmerzahl am Montag in München bei der 70. Jahrestagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) hingewiesen. Dies hätten neuere Berechnungen mehrerer Forschergruppen ergeben, bei denen die Daten zur Beobachtung der Himmelskörper aus den vergangenen 120 Jahren noch einmal systematisch ausgewertet worden seien. Die Ursache für das Auseinanderdriften von Sonne und Erde könne mit den herkömmlichen Methoden und Kenntnissen der Gravitationsphysik nicht erklärt werden.

Der Experte vom Zentrum für Angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) an der Universität Bremen beruhigte zugleich alle Sonnenanbeter. Der zunehmende Abstand zur Sonne werde keine Auswirkungen auf das Klima haben. Dafür sei die Veränderung angesichts der kosmischen Dimensionen viel zu klein. Unklar sei zum Beispiel auch noch die Ursache für die so genannte Pioneer-Anomalie, berichtete Lämmerzahl. Dieses Phänomen sei nach den beiden Pioneer-Raumsonden benannt worden, die Anfang der 70er Jahre die Erde verlassen und inzwischen die Grenzen unseres Sonnensystems erreicht hätten. Dort würden die Sonden nun aber von einer unbekannten Kraft abgebremst, eine Erklärung dafür sei bisher nicht gefunden worden.

DPG-Präsident Prof. Knut Urban vom Forschungszentrum Jülich forderte unterdessen mehr staatliche Mittel für die Forschung. "Wir müssen uns im internationalen Wettbewerb richtig aufstellen, und dazu gehört eine ganze Menge Geld." Vor allem müsse sich die Erkenntnis durchsetzen, dass in der Forschung eine Situation erreicht sei, in der man erst einmal über lange Zeit erhebliche Mittel einsetzen müsse, bevor sich ein Nutzen für die Industrie einstelle. Das könnten durchaus Zeiträume von 15 bis 20 Jahren sein. "Die Bereitschaft, dieses Risiko einzugehen und Gelder über lange Zeit zu investieren, entscheidet über unsere Zukunft."

An der Physiker-Tagung, die am Montag eröffnet wurde und die bis zu diesem Freitag dauert, nehmen rund 700 Wissenschaftler aus ganz Deutschland teil. Die Themen reichen von der zukünftigen Stromversorgung über Klimaschutz und neue Erkenntisse über Atomkerne sowie Elementarteilchen bis hin zur Frauenförderung in der Wissenschaft.

5

Sehr geehrter Herr Hofmann,
vielen dank für Ihre Antwort. Der Wert von 10km in 100 a scheint mir aber viel zu hoch und zwar aus folgendem Grund. Da dieser Effekt auch in der Vergangenheit gewirkt hat, müßte die Erde vor 1 Milliarde Jahren in der Merkurumlaufbahn gewesen sein. Da aber zu dieser Zeit schon Leben auf der Erde in den Ozeanen existierte, kann dies nicht so gewesen sein. Bei diese Umlaufbahn hätte es kein flüssiges Wasser auf der Erde gegeben. Mit der geringeren Schwerkraft haben Sie prinzipiell recht. der Effekt ist aber weniger als 1 Promille. (Massenverlust 1,5 E14 t/a). Die nuklearen Verschmelzungsreaktionen finden im Sonneninneren statt. Temperatur im Innern 1,5 E7 K, Druck 2,0E11 bar. Nur dort findet die Kernverschmelzung statt. Direkte Auswirkungen der Kernreaktionen auf das Vkuum im Weltall z.B. zwischen Sonne und Erde keine.
MfG
H. Urbahn

6

Herr Hofmann,

hmmm wieso schreiben Sie denn nicht gleich dazu welches Paper Sie meinen? Oder haben Sie die Information nur vom Blog Ihrer Wahl, ohne weitere Angaben? Überhaupt, woher kommen Ihre Erkenntnisse von der großen Abkühlung und der Quantifikation der genannten Ursachen? Sagt Ihnen das Ihr gesunder Menschenverstand während dem Waldspaziergang?

7

@H. Urbahn
Entschuldigung, da habe ich noch einen Gedanken, den ich gerne nachschieben möchte....
Wissen wir eigentlich, wie sich eine "nukleare ablaufende Reaktion" im Weltall (luftleerer Raum mit -270 Grad) auswirkt? Oder anders gefragt, wie und was passiert unter diesen Weltallbedinungen genau....?

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@H. Urbahn #49
Wissenschaftler haben (2006) herausgefunden, dass sich die Erde mit einer Geschwindikeit von 10km in Hundert Jahren von der Sonne entfernt. Auch verliert die Sonne tag täglich an Masse und somit wird die Gravitation immer mehr nachlassen und damit die Bindung der Erde an die Sonne. Alles deutet somit auf ein ständiges Auseinanderdriften der Planeten Sonne und Erde an. Und auch der Mond driftet von der Erde ab, da haben sie ganz recht. Somit ergibt sich doch zurecht die Frage, welche Auswirkung sich, von den zukunftigen neuen Konstulatioen der Planeten, sich für das Klima auf Erden ergibt. Welchen Einfluss haben die großen Gasplaneten tief im Sonnensystem auf die Erde. Jetzt und dann in Zukunft...?

9

Sehr geehrter Herr Hofmann, wen ich Sie recht verstehe, meinen Sie so etwas wie die allmähliche Entfernung des Mondes von der Erde auf Grund der Gezeitenwechselwirkung. Die Frage ist, wie groß ost dieser Effekt. Ich habe hierfür im Moment keinen Zahlwert. dieser Effekt muß aber deutlich unter 1 km pro Jahr sein, denn sonst befände sich die Erde in 100 Millionen Jahren in der Marsumlaufbahn. Wenn ich mich recht erinnere, liegt die Zunahme der Mondumlaufbahn im Bereich von einem Millimeter /a (bin aber in keiner Weise sicher). Da die Gezeitenwirkung Erde Mond etwa so groß ist wie Sonne /Erde sollte die Zunahme des Abstandes Erde/Sonne pro Jahr in der gleichen Größenordnung liegen. für den Aufenthalt der Erde in der habitablen Zone nichts ausmachen.
Wie schon gesagt, habe ich im Moment keine belastbaren Kenntnisse über diesen Effekt.
MfG
H. Urbahn

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@H. Urbahn #47
Sie haben nur einen anderen (Finalteil) beschrieben.
Am Ende, da haben Sie Recht, wird die Sonne und Erde in einen riesigen Feuersturm untergehen.
Zuvor jedoch wird sich die Erde soweit von der Sonne entfernt haben und der Erdkern soweit abgekühlt sein, dass es auf der Erde eisigkalt (unbewohnbar) geworden ist. Zu Kalt für das Leben, dass wir fürs Überleben benötigen. Somit wird zwar der Planetentod Erde in einem Feuersturm stattfinden (Feuerbestattung;) aber weit vorher wird es schon kein (uns bekanntes) Leben mehr geben, weil die Erde zu sehr abgekühlt ist.

11

sehr geehrter Herr Bartsch und sehr geehrter Herr Hofmann,
leider sind Ihre Aussagen zum kälter werden der Erde vom Standpunkt der Astrophysik. Die Sonne wird auf Grund der ablaufenden nuklearen Reaktionen in ihrem Kern heißer und in etwa 1 Milliarde Jahre wird sei so heiß sein, daß Leben in unserer heutigen Form auf der Erde nicht mehr möglich sein wird. In etwa 4 Milliarden Jahren wird sich die Sonne zu einem roten Riesen aufgebläht haben, der auch die Erde umfaßt und das wars dann mit dem leben auf der Erde.
MfG
H. Urbahn

12

@C. Bartsch #42
Da stimme ich Ihnen zu. Nicht nur die ständige Entfernung von der Sonne wird uns den "Kältetod" auf Erden bringen, sondern auch das ständig konstante Abkühlen des Erdkerns.
Ohne diese beiden Wärmequellen (Sonne,Erdkern) wäre die Erde ein eiskalter Planet im Weltall.

13

@E-Teufel #40
Ich frage mich nur, warum sie in die Tiewelt abgleiten.
Oder wollen Sie bewusst das Wort "Rasse",als ideologische Hetzpropaganda, in meine Kommentare infiltrieren?!

14

@Jochen Bäumer #39
Sie haben das Leben, die Evolution nicht verstanden!
DER MENSCH HATTE NOCH NIE EINFLUSS AUF DIE EVOLUTION. Evolution ist eine Reaktion auf die Umwelt. Die Zusammensetzung unserer Atmosphäre war und ist hier ein zentraler Punkt. In den Anfängen des Lebens auf Erden war dieses Leben auf CO2 angewiesen. Dies hat sich erst mit der Zeit geändert. Mehr und Mehr Sauerstoff gelangte in die Atmosphäre. Das Leben hat sich schon immer, von Anfang an, anpassen müssen. Und dies nennt man im allgmeinen Evolution.

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#39: Jochen Bäumer, Sie sind ja ein ganz Hartgesottener, allen vorgetragenen Argumenten gegenüber offenbar immun, wie die Wiederholung dieser schon widerlegten Aussage zeigt:

"Wesentlich über dem heutigen CO2-Wert liegende Verhältnisse würden aber ganz anders geartete Ökosysteme zur Folge haben, das fängt schon mit einem höheren Meeresspiegel und niedrigeren pH-Wert des Meerwassers an."

Wo bitte gibt es in der ganzen wissenschaftlichen Welt eine einzige Statistik, die eine klare Korrelation zwischen CO2 und Meeresspiegel zeigt???

Und welche EXISTIERENDEN Erkenntnisse haben wir über den pH-Einfluss von Meerwasser.

Sie arbeiten also mit faktisch leeren Schlagwörtern!
Abenteuerliche allarmistische Mutmaßungen sind genau das was wir hier nicht hören wollen, kappieren Sie das endlich!

Und für die drohende Unterernährung darf ich das Beispiel Indien anführen:
Als ich noch Student war, hatte Indien ca. 400 Millionen Einwohner und galt als ein Paradebeispiel für Überbevölkerung Armut und Hungersnot. Es gab Abschreckungsbilder von Kindern, denen ein Hand oder ein Fuß abgehackt worden war, damit sie besser betteln konnten. Indien musste Nahrungsmittel IMPORTIEREN.
Heute EXPORTIERT Indien Nahrungsmittel bei über 1 Mrd. Einwohner.

Damit Deutschland "der Welt" weiter "nützlich" sein kann,
sollte sich Deutschland um sich selbst kümmern,
also um Deutschland,
wäre doch schade, wenn es sich sich so langsam selbst verabschieden würde.

mfG

16

Mensch und Auto: Die 7 Milliarden Menschen atmen mehr CO2 aus als sämtliche Autos der Erde im gleichen Zeitraum emittieren. Die zunehmende Zahl der Autos wird durch sinkenden Verbrauch und durch kürzere Fahrstrecken (Kraftstoffpreise!) kompensiert, während die Menschheit weiter wächst und noch nicht gelernt hat, weniger CO2 auszuatmen. Auch die Frage, warum sich die Erde im Lauf der Jahrmilliarden abgekühlt hat, ist einfach zu beantworten. Sie verliert mehr Wärme an den Weltraum, als ihr die Sonne zuführen kann. Außerdem nimmt die Wärme "von innen" aus dem Erdkern allmählich ab, der Kern kühlt aus. Warmzeiten, wie sie die Erde in der Vergangenheit erlebte - siehe Palmen in der Antarktis - wird es leider nicht mehr geben.

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@ E. Teufel #37

Wow! Welch perfekte Nullsatzkonstruktion:

"Mir ist die Evolutionstheorie sehr wohl bekannt. Nur ich erkenne auch die Konsequenzen Ihrer Forderungen. Und entweder erkennen Sie diese nicht oder Sie gehören zu einer Gruppe von Personen, die ich hier nicht erwähnen möchte."

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@Herr Hofmann,

Ich bin sprachlos ob Ihrer Rassen - Verzeihung Evolutionstheorien. Herr Hader hat Recht behalten, so etwas besser nicht zu kommentieren.
Never argue with idots, they lower you to their level and beat you with experience.

Ich frage mich nur, warum da kein anderer Kommentator der üblichen Verdächtigen drauf einsteigt. So eine Theorie eines Gesinnungsgenossen muss doch verteidigt werden...

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Sehr geehrter Herr Hoffmann,

"Warum sollte das Leben in 100.000 Jahren auf Sauerstoff angewiesen sein. Vielleicht ist ja dann Sauerstoff schädlich und CO2 ein wichtiger Lebensbestandteil."

Von anaeroben Bakterien abgesehen, wird das Leben auch noch in 5 Milliarden Jahren (falls es dann überhaupt noch Leben auf der Erde gibt) auf Sauerstoff angewiesen sein, denn Sauerstoff ist der einzig denkbare Stoff, der in der Atmosphäre als Reaktionspartner für Energie liefernde Reaktionen zur Verfügung stehen kann. (Fluor käme theoretisch auch noch in Frage, ist aber als Element viel zu selten.)

CO2 ist aber auch jetzt schon ein wichtiger Lebensbestandteil, denn er stellt neben Wasser den Ausgangsstoff für die Photosynthese dar.

Wesentlich über dem heutigen CO2-Wert liegende Verhältnisse würden aber ganz anders geartete Ökosysteme zur Folge haben, das fängt schon mit einem höheren Meeresspiegel und niedrigeren pH-Wert des Meerwassers an.

Das Problem liegt darin, dass der Anpassungsfähigkeit von 7 Milliarden und bald 9 -10 Milliarden Menschen sehr enge Grenzen gesetzt sind.

Ein paar hundert Millionen Menschen mit unseren technischen Fähigkeiten könnten sich an fast alles anpassen, was in Zukunft an Änderungen der Ökosysteme denkbar ist, bei 7 - 10 Milliarden dürfte aber allein schon die Nahrungsbeschaffung bald zum unüberwindbaren Problem werden.

MfG

20

@E.Teufel #37
Was soll das unterschwellige Geeier!
Ich schreibe hier von der natürlichen (naturbestimmenden) Ausles und nicht von irgendeiner ideologiebasierenden menschgemachte Auslese!
Diese ideologische menschliche Auslese findet gerade unter dem Deckmantel dem "menschengemachten CO2-Klimawandelangstmärchen" in Verbindung mit einer in Deutschland eingeläuteten "Energiewende", hin zur "diktierten Mangelwirtschaft" statt.
Hier wird die Streu vom Weizen getrennt. Umverteilung im großen Stil von unten nach oben, damit die Reichen noch Reicher werden und die Armen früher sterben (aussotiert werden).

21

@Herr Hofmann,

Mir ist die Evolutionstheorie sehr wohl bekannt. Nur ich erkenne auch die Konsequenzen Ihrer Forderungen. Und entweder erkennen Sie diese nicht oder Sie gehören zu einer Gruppe von Personen, die ich hier nicht erwähnen möchte.

22

@E-Teufel #34
Haben Sie sich schon mal dem Wort/Inhalt "Giftresistenz" (=Anpassung) beschäftigt....
Der Mensch ist das Produkt einer natürlichen Auslese. Evolution/Entwicklung ist nichts anderes als "Auslese".
Oder glauben Sie daran, dass der Menschen vom Himmel gefallen ist...?!

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@S.Hader #33
Zu einer guten menschlichen physischen Verfassung gehört auch immer eine gute menschliche Psyche.
Wenn Sie keine CO2 Grenze wollen, dann ist doch auch ein Wert von 1000 ppm in Ordnung!
Jetzt schalten Sie doch mal IHRE Psyche an und machen sich über das Thema "Anpassung" mal einige Gedanken...Wie schaut das Leben bei einem Wert von 1000 ppm aus? Was hat sich wie angepasst/entwickelt? Hat sich evtl. die Lunge des Menschen vergrößert? Ist der Mensch an sich größer geworden? Kann der Mensch evtl. das CO2 besser verwerten bzw. zu seinem Vorteil verwerten?

Können Sie mir noch folgen Hr. S.Hader....?
Es scheint nicht immer alles so eindeutig zu sein, wie es in Zukunft kommen wird. Das Leben ist eine ständige "neu" weiterentwicklung vom Status Quo.
Warum sollte das Leben in 100.000 Jahren auf Sauerstoff angewiesen sein. Vielleicht ist ja dann Sauerstoff schädlich und CO2 ein wichtiger Lebensbestandteil. Die Evolution schreibt Ihr eigens Buch und das Tag für Tag, Stunde um Stunde über Millionen von Jahren. Da ist und wird viel passieren in Anbetracht der Zeit. Anpassung und Weiterentwicklung ist bei der Evolutionsgeschichte der Kern alles Seins.

24

"Wenn Sie hier bei EIKE mal richtig aufgepasst hätten, dann würden Sie auch etwas über die lebenswichtige Fähigkeit der "Anpassung" wissen!"

Erinnert mich an die Evolutionstheorie von Lamarck. Wusste gar nicht, um was sich EIKE noch so kümmert.
Oder wollen Sie sagen, dass alle, die mit einem erhöhen CO2-Gehalt in der Luft nicht klar kommen, bitte sich nicht fortpflanzen sollen?

Derartige Auslesevorschriften scheinen uns Deutschen ja innezuwohnen.

25

Herr Hofmann, nicht Psychologie, sondern Physiologie. Ich halte auch nicht viel von CO2-Grenzwerten. Und ehrlich gesagt, ihre Aufforderung zur Anpassung bei zuviel CO2 in der Atemluft kommentiere ich jetzt mal besser nicht.

26

@S.Hader #30
Auch recht, dann legen Sie halt eine Grenze über 1000 ppm fest....
Was wollen Sie eigentlich immer mit Ihrer menschlichen Psyche?!
Wenn Sie hier bei EIKE mal richtig aufgepasst hätten, dann würden Sie auch etwas über die lebenswichtige Fähigkeit der "Anpassung" wissen!

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#30: S.Hader "Schön für die Pflanzen, für die menschliche Physiologie sieht das bei 1000 ppm etwas anders aus."

1000 ppm gilt immer noch als gute Raumluft (Pet- tenkofer-Zahl).
In Schulklassen kann man bei geschlossenen Fenstern und mehrstündigem Unterricht am Vormittag durchaus Werte von ca. 5.000 bis 6.000 ppm für CO2 messen.
Dabei ist CO2 nur EIN Indikator für "schlechte" Luft. Der Lufthygienewert nach DIN 1946-2, auch nur ein Indikatorwert, liegt übrigens bei 1.500 ppm CO2, das reicht völlig für die Pflanzen.
"Giftiger" als viel CO2 ist dagegen das Fehlen von Sauerstoff (hohe Berge).

mfG

28

Tja, wie es so aussieht, gibt es neben dem Klimaskeptizismus auch einen CO2-Skeptizismus, der die anthropologische Ursache für den jahrzehntenlangen Anstieg des CO2-Anteils in der Atmosphäre abstreitet. Wie weit diese Ansichten bei EIKE reichen, war auch mir neu.

@M.Hofmann, #27: "Was haben Sie gegen die 1000 ppm Grenze?
Bei der "2 Grad Erwärmungsgrenze" seit Ihr Klimaangstpropheten doch auch nicht so zimperlich!?"

Grenze? Herr Limburg sprach in #22 von 1000 ppm als Optimum fürs Pflanzenwachstum. Schön für die Pflanzen, für die menschliche Physiologie sieht das bei 1000 ppm etwas anders aus.

29

Sehr geehrter M. L.,

ich versuche es noch einmal, den Fehler in Ihrer Logik aufzuzeigen, diesmal mit einer Analogie:

Angenommen ich habe ein Girokonto, auf dem unregelmäßige Zahlungen ein- und ausgehen, die ich also nicht abschätzen kann. Meine Frau einnimmt dem Konto aber regelmäßig jeden Monat 1.000 €.

Nach 6 Monaten weist das Konto einen Saldo von - 5873,29 € auf. Dann kann ich doch wohl annehmen, dass ohne die Entnahmen meiner Frau das Konto deutlich im Plus wäre, oder?

Sehen Sie, entsprechend verhält es sich mit dem CO2-Gehalt der Atmosphäre. Hätten wir Menschen in den letzten 250 nicht mehr als 1 Billion Tonnen CO2 aus der Verbrennung fossiler Energieträger in die Atmosphäre gepumpt, läge der CO2-Gehalt deutlich niedriger als er es tatsächlich ist, aller Wahrscheinlichkeit nach unter 300 ppm, wie in vielen Jahrhunderten zuvor.

Deshalb ist es nicht weit hergeholt, wenn man den Anstieg der CO2-Konzentration zu 100% den Menschen zuordnet, selbst wenn Zu- und Abgänge aus anderen Quellen nicht bis ins letzte Detail bekannt sind. Die beinahe-Konstanz in vorindustrieller Zeit legt den Schluss nahe, das sich die natürlichen Zu- und Abflüsse in etwa die Waage halten.

30

#18: H. Urbahn sagt:am Samstag, 15.09.2012, 12:13

sehr geehrter Herr Ketterer,

der größte Speicher für Co2 auf der erde ist Kalziumkarbonat. er übertrifft alle anderen Speicher um Größenordnungen.
Auf der rechten Seite der Reaktionsgleichung befindet sich als Ion in der flüssigen Phase. Wie lange wird es darin bleiben? Ganz sicher nicht solange, daß es zu einer dauerhaften Verringerung des CO2-Gehalts der Luft kommt.
MfG
H. Urbahn

###### ###### ###

Eine kleine Konkretisierung, nur dass wir beide vom gleichen reden: es ist die wässrige Phase in der sich die Ionen befinden. Flüssige Phase würde ich erher für Magma verwenden.

Es ging doch nur darum, dass Her Ewert behauptet, dass bei der Verwitterung CO2 frei wird und dass hier nun in einem Bereicht bei EIKE dies nun richtig gestellt wurde. Natürlich wird das bei der Carbonatverwitterung gebunden CO2 wiede freigesetzt, wenn das Hydrogencarbona (als Coarbonat) ausfällt.

Captch absinkt: passt ja....

31

@S.Hader #24
Was haben Sie gegen die 1000 ppm Grenze?
Bei der "2 Grad Erwärmungsgrenze" seit Ihr Klimaangstpropheten doch auch nicht so zimperlich!?

32

@ P. Große #25

"Wieder mal typisch Dr. rer.nat. S.Hader."

Nicht ganz richtig, denn S. Hader ist Forenstörer - ob nun mutmaßlich bezahlt oder halt "ehrenamtlich" aus Überzeugung.

Die Forderung nach Umkehr der Beweislast wird im Handbuch für Forenstörer mehrfach abgehandelt.

Was die Forenstörer bzw. Handbuchschreiber nicht beherrschen, ist die wissenschaftliche Beweistechnik.

Das Mauna-Loa-Problem entspricht dem Badewannenproblem, wo jemand anhand von Zufluß und Abfluß bei gegebenem Volumen der Badewanne in Abhängigkeit vom Wasserstand die Anstiegsgeschwindigkeit des Wasserspiegels bestimmen soll.

Ist simpler Dreisatz. Lernt man so um die 6. bis 7. Klasse im Gymnasium.

Das Problem ensteht erst, wenn man zwar einen Zufluß kennt, aber die anderen nicht. Und dann gibt es ja noch die Abflüsse, die auch unbekannt sind. Und dann gibt es da noch die Speicher im Tiefenwasser - unterhalb der Inversion -, die auch niemand kennt, die aber mit dem Auftriebswasser das gespeicherte CO2 an die Meeresoberfläche transportieren, wo es bei der dann folgenden Erwärmung freigesetzt wird.

Spätestens im 3. Semester BWL lernt man korrekt zu bilanzieren, wobei bereits im 1. Semester Buchführung ansteht.

Das, was die Naturwissenschaftler hinsichtlich der CO2-Bilanzen abliefern, würde nie ein Wirtschaftsprüfer durchlassen dürfen.

Die Komplexität einer derartigen Bilanzierung können oder wollen Hader & Co nicht nachvollziehen. Denn entweder reicht die Allgemeinbildung nicht aus oder es ist gegen Ihren Auftrag (der auch selbstgewählt sein kann) gerichtet.

S. Hader, NicoBaecker oder J. Ebel werden nie begreifen, daß die Bildung einer blockierenden Hochdruckzelle von der Lage und der Krümmung der jeweilig beteiligten Rossby-Wellen bestimmt wird, die auch den oder Orte vorgeben, wo die Hochdruckzellen entstehen. Der Einfluß auf das Klima (als statistisches Konstrukt) ist den Herren auch unbekannt.

33

#24: S.Hader sagt:am Sonntag, 16.09.2012, 14:09

Wieder mal typisch Dr. rer.nat. S.Hader.

In drei Punkten vorgestellter Fragekatalog ala Sören Hader mit der Feststellung das Hernn Bäumers Frage berechtigt war.
In Frage 1 stellt Dr. rer.nat. S.Hader seine eigene Kompetenz in Frage denn welche Publikationen stützen seine Behauptungen?

MfG

P.Große

34

Sehr geehrter Herr Limburg, zu Ihren Kommentar aus #22.

1.) Das ist Ihre Behauptung, dass man die Verbrauchswerte nur ungenau erfassen kann. Interessant dabei wäre zu erfahren, in welcher Größenordnung sich der vermutete Fehler beläuft und welche Publikation Ihre Aussage bestätigt.

2.) Selbst wenn man sich bei den Verbrauchswerten um fast den Faktor 2 verschätzt hätte, hat man heute eine geringere CO2-Konzentration als man ohne(!) Kompensationsprozesse vermuten würde. Das legt ja zumindest die Vermutung nahe, um es mal ganz vorsichtig zu formulieren, dass es diese Kompensationsprozesse gibt. Eine Reihe von denen kennen wir auch, die Aufnahme von CO2 in den Meeren, Vegetation, Sedimente. Von daher ist die Frage von Herrn Bäumer sehr wohl berechtigt, wie lange diese Kompensationsprozesse in dieser Form existieren werden, denn die wachsenden Emissionen in den kommenden Jahren werden nicht vermeidbar sein.

3.) Was hat das konkret mit den Aussagen von Herrn Bäumer zu tun? Es geht ja nicht darum, welche Konzentration für Pflanzen am günstigsten sind. Es sei auch daran erinnert, dass rein physiologisch(!) das Optimum für den menschlichen Organismus sicher nicht bei 1000 ppm liegt, da dort bei empfindlichen Menschen schon Konzentrationsschwächen und Müdigkeit auftreten.

35

Sehr geehrter M. L.

"1. Sind die Verbrauchswerte nur äußerst ungenau zu erfassen.
2. Ist die Emission eine Sache und die Änderung der Konzentration eine andere. Wie stark das eine vom anderen abhängt ist ziemlich unklar, eben wegen der unbekannten Anteile der jeweiligen Quellen und Senken und deren Verweilzeiten in der Atmosphäre."

ad 1. Zumindest für die Zeit nach dem 2. Weltkrieg wissen wir doch ziemlich genau, wie viel Kohle, Öl und Gas gefördert und verbrannt wurden, falls Ungenauigkeiten bestehen, dürften die erfassten Zahlen aber allenfalls zu niedrig und nicht zu hoch sein.

ad 2. Ist es doch wohl logisch, dass der Anstieg ausschließlich anthropogen verursacht ist, wenn der Anstieg insgesamt geringer ausfällt (sogar um die Hälfte!), als unseren Emissionen entspricht.

Bestenfalls kann ich noch nachvollziehen, dass es nicht unbedingt die selben Moleküle sein müssen, die - aus den Emissionen stammend - auch in der Atmosphäre verbleiben. Es kann doch sein, dass die Vegetation in der Nähe von Ballungszentren zumindest im Sommer verstärkt CO2 aus der Verbrennung fossiler Energieträger verstoffwechselt und sich dann ein größerer Anteil aus dem natürlichen Kreislauf in der Atmosphäre vewirbelt, so dass das C12/C13-Verhältnis keinen konkreten Rückschluss auf die Herkunft des CO2s liefert.

Wenn aber allein die Massenbilanz schon zeigt, dass wir Menschen mehr Kohlenstoff zu CO2 verbrennen, als in der Atmosphäre verbleibt, ist es doch sher weit hergeholt zu behaupten, dass nur ein Teil des Anstiegs anthropogen ist.

MfG

36

Sehr geehrter M. L.,

"Der gemessene Mauna Loa Anstieg beträgt ca. 70 ppm seit 1960. Daran hat die anthropogen Emission sehr wahrscheinlich einen Anteil. Wie groß dieser ist, weiß niemand."

Diese Aussage kann ich nicht nachvollziehen. Nach allen mir zur Verfügung stehenden Informationen ist doch die Summe der anthropogenen CO2-Emissionen seit 1960 so groß, dass diese einen wesentlich (etwa doppelt so hohen) Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre hätten verursachen können.

Es lässt sich doch ganz gut erfassen, wie viele Tonnen Kohle, Öl und Gas wir in den letzten 250 Jahren verbrannt haben und dann berechnen wie viel ppm CO2 das ausmachen würde, wenn alles in der Atmosphäre gebleiben wäre.

Es geht also gar nicht um die Frage, OB wir einen Anteil am Anstieg haben (denn der liegt bei 100%), sondern wie lange das System Erde noch etwa die Hälfte unserer Emissionen der Atmosphäre entziehen kann?

MfG

37

Sehr geehrter Herr Limburg, als Ergänzung zu Ihrem Kommentar zu Herrn Bäumer 20 möchte ich noch darauf hinweisen, daß das delta C13/C12 einen wichtigen Hinweis darauf gibt, daß das CO2, das zusätzlich in die Atmosphäre gelangt ist, nicht nur aus der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen durch den Menschen stammen kann, wie das Jaworowski gezeigt hat.
MfG
H. Urbahn

38

@Dr. Paul,

Sehr geehrter Herr Dr. Paul,

"Herr Jochen Bäumer, Ihre 40% sind sicher falsch ..."

Wie sieht denn der Wert aus, den Sie für realistisch halten?

Können wir uns wenigstens darauf einigen, dass der CO2-Gehalt seit Mitte des 20. Jhdts. um mindestens 80 ppm angestiegen ist und dass durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas sowie die Waldrodung sich der Anstieg beschleunigt fortsetzt? Dies ist schließlich durch Messungen belegt.

MfG

Jochen Bäumer

39

#17: Sehr geehrter Herr Jochen Bäumer, Ihre 40% sind sicher falsch, Ihre Vorstellungen über die "Konstanz" sehr hypothetisch, denken Sie nur an die vielen noch unbekannten CO-2 -Vulkane des Meeresbodens und an die starke Temperaturabhängigkeit vom Meerwasser.
Zudem ist nicht nur diese Temperatur offensichtlich veränderlich, sondern auch die Vegetation selbst:
steigt also das CO2, wird es grüner auf der Erde
und genau das kann man vom Satelliten aus auch beobachten. Grüner bedeutet eine Reduzierung und etwas mehr Sauerstoff.

Nur keine Angst vor diesem wichtigen Spurengas!

mfG

40

sehr geehrter Herr Ketterer,

der größte Speicher für Co2 auf der erde ist Kalziumkarbonat. er übertrifft alle anderen Speicher um Größenordnungen.
Auf der rechten Seite der Reaktionsgleichung befindet sich als Ion in der flüssigen Phase. Wie lange wird es darin bleiben? Ganz sicher nicht solange, daß es zu einer dauerhaften Verringerung des CO2-Gehalts der Luft kommt.
MfG
H. Urbahn

41

@A. Heinz,

Sehr geehrter Herr Heinz,

Sie haben bei Ihren Rechnungen einen fundamentalen Zusammenhang übersehen und offensichtlich auch nicht den diesbezüglichen Hinweis von Herrn Ketterer verstanden:

Menschen, die anderen Tiere sowie alle Lebenwesen, die nicht selber Photosynthese betreiben, veratmen lediglich Kohlenstoff aus Biomasse, also den Kohlenstoff, den die Pflanzen vorher aus dem CO2 der Luft durch die Photosythese isoliert haben:

6 CO2 + 6 H2O reagiert (mit Lichtenergie) zu C6H12O6 + 6 O2

Hier existiert also ein Kreislauf, der den CO2-Gehalt der Atmosphäre über lange Zeiträume konstant halten könnte, wenn es nicht andere Prozesse gäbe, die ebenfalls CO2 hinzufügen (z. B. Vulkane) oder entziehen (Verwitterung (s. o.), Sedimentation kalkhaltiger Lebenwesen.

In den letzten 250 Jahren kommen wir Menschen als zusätzliche Quelle hinzu, indem wir die vor Jahrmillionen abgelagerten fossilen, kohlenstoffhaltigen Energieträger fördern und verbrennen. Dadurch haben wir den CO2-Gehalt der Atmosphäre seit dieser Zeit schon um ca. 40% angehoben (von vorindustriell ca. 280 ppm auf heute knapp 400 ppm).

Mit Ihrer Ausführungen vergleichen Sie also Äpfel mit Sanduhren, wenn Sie den natürlichen CO2-KREISLAUF und den anthropogenen ZUSÄTZLICHEN Eintrag in einen Topf werfen.

MfG

Jochen Bäumer

42

#15: H. Urbahn sagt:am Freitag, 14.09.2012, 13:53

...
...
Auch ist Frage,wie groß ist die Menge an Carbonatgestein, daß zur Umsetzung zur Verfügung steht. Kann also diese Reaktion einen wesentlichen Beitrag im Vergleich zu den Ozeanen oder auch Vukanausbgrüchen, die den CO2-Gehalt der Luft steuern, beisteuern? Die Zeitskala für die Verwitterung ganzer Gebirge dürfte im Bereich von Millionen Jahre und mehr liegen.
MfG
H. Urbahn
####### #####

Sehr geehrter Herr Urbahn,
Die Menge an Carbonatgestein ist nicht der begrenzende Faktor. Denken Sie an die Alpen, den Jura, Schwäbische und fränkisch Alb, um nur einige der hiesigen Kandidaten zu nennen. Aber daurm geht es ja gar nicht.
Mein Ausgangspunkt war, das im Gegensatz zu Herrn Erwerts Aussagen (Verwitterung von Gestein setzt CO2 frei) dies hier nun richtig dargestellt wird. Und dafür hatte ich mich bei EIKE BEDANKT!!
Auch Sie sehen ja mittlerweile ein, dass ich recht hatte.

By the way: Gasphasenreaktionen mit Gesteienen kommen nur bei sehr hohen Temperaturen zustande. Aber muss man solche Trivialitäten hier im einzelnen Erwähnen?
Bei Ihrem Einwurf #6 war ich mir nicht sicher ob sie nur mein Wissen antestn wollten oder ob da eine Kritik an meinem Statement dahinterstand. Aber das spielt eigentlich auch keine Rolle.

MfG

43

Sehr geehrter Herr Ketterer,
Sie beschreiben ja richtig, daß die von Ihnen aufgeschriebene Reaktion im Wasser abläuft, d.h. mit dem im Regenwasser gelösten CO2. Es handelt sich ganz sicher nicht um eine Gasphasenreaktion. Es ergibt sich doch dann die ganz wichtige Frage hinsichtlich der Mengen des im Regenwasser gelösten CO2 in Bezug auf die in der Luft vorhandene CO2-Menge., d. h. die Reaktion, die zur Verwitterung führt ist in Bezug auf das Gestein sehr langsam. Auch ist Frage,wie groß ist die Menge an Carbonatgestein, daß zur Umsetzung zur Verfügung steht. Kann also diese Reaktion einen wesentlichen Beitrag im Vergleich zu den Ozeanen oder auch Vukanausbgrüchen, die den CO2-Gehalt der Luft steuern, beisteuern? Die Zeitskala für die Verwitterung ganzer Gebirge dürfte im Bereich von Millionen Jahre und mehr liegen.
MfG
H. Urbahn

44

@Ketterer:

"Dann fragt sich nur woraus Sie das CO2 Produzieren: Was war das CO2 das Sie ausamten von 1,2,3 Jahren?"

Was habe ich geschrieben, was Ihnen gegen den Strich ging? Ich hab lediglich auf eine Frage geantwortet.

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#11: Emil Thomas sagt:am Freitag, 14.09.2012, 11:17

@Fridolin X

Ein erwachsener, nicht sporttreibender Mensch produziert im Jahr allein durch Atmen ca. 380 kg CO2. Das kann man dann für die gesamte Menschheit mit 7 Mrd multiplizieren.
Macht derzeit in etwa ein Zehntel der Industrie aus. Die Emmision der Tiere ist mit dem Menschen vergleichbar.
#### ####

Dann fragt sich nur woraus Sie das CO2 Produzieren: Was war das CO2 das Sie ausamten von 1,2,3 Jahren?

Nun zu den sogenannten "anthropogenen" CO2 Quellen: wo war das CO2 vor 1,2,3, 3000, 3.000.000, 30.000.000 Jahren?

ooops...

46

@Fridolin,
Schauen Sie sich mal folgenden Artikel an:
http://tinyurl.com/9u98s5x

Auszug aus jenem Artikel: "CO2-Produzenten

Das IPCC (Inter Governmental Panel of Climate Change) schätzt, dass die anthropogene, also menschliche CO2-Emission bei 22 Mrd. to./a liegt, also CO2 aus Industrie, Haushalten, Autos. Folgender Vergleich überführt die Apokalyptiker:

Der Mensch atmet ca. 600 kg/a CO2 aus, beim Schlafen weniger, beim Arbeiten mehr. Angesichts der 6,7 Mrd. Menschen, ca 3,5 Mrd. to. CO2. Es würde also höchste Zeit, dass nicht nur Filter in unsere Autos, sondern vor allem Filter in unsere Atemwege eingebaut werden. Aber dieser CO2-Ausstoß ist noch harmlos gegenüber dem CO2-Ausstoß von Insekten. Man müsste alle Ameisen, Termiten, Heuschrecken, Blattläuse, Bienen, Fliegen, Käfer, Schmetterlinge
usw. der Welt exterminieren. Der Dipl.-Biologe Ernst Georg Beck hat mit dem
Spirometer – einem medizinischen Gerät zur Messung des ein- bzw. ausgeatmeten Luftvolumens (Atemluft!) – die Insekten vermessen.

Ein fliegender Maikäfer atmet z. B. pro Stunde rund 2.000 Mikroliter CO2 (spez. Gewicht von CO2 = 1,997 kg/m³ = 4 mg/h – Luft wiegt bei 20° C 1,2 kg/m³) aus; eine einzelne Ameise oder Blattlaus pro Stunde 5 Mikroliter (1 Mio. Mikroliter = 1 Ltr.). Das heisst, allein die Insekten emittieren ca. 350 Mrd. to. CO2, d.h. hundertmal soviel wie der Mensch ausatmet, oder 15 mal mehr als Industrie, Haushalte und Autos in die Luft blasen (22 Mrd. to.).

Wenn man dann noch errechnet hat, dass in der Atmosphäre ca. 1.800 Mrd. to. CO2 vorhanden ist und in den Ozean etwa 2.300 Mrd. to. CO2 gebunden sind, dann ist dieses Geschwätz, dass CO2 einen Klimakiller darstellt, bodenloser Unsinn.

Allein die Bodenorganismen, bei denen die Bakterien die höchste Verbreitung haben, treten laut offiziellen Modellen des UN-Weltklimarates mit etwa 50 Mrd. to. CO2 pro Jahr in Erscheinung und dabei sind die Tiere, die die Erde bewohnen noch nicht einmal mitgerechnet."

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@Fridolin X

Ein erwachsener, nicht sporttreibender Mensch produziert im Jahr allein durch Atmen ca. 380 kg CO2. Das kann man dann für die gesamte Menschheit mit 7 Mrd multiplizieren.
Macht derzeit in etwa ein Zehntel der Industrie aus. Die Emmision der Tiere ist mit dem Menschen vergleichbar.

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#8: F.Ketterer sagt:am Freitag, 14.09.2012, 07:29

gebunden: Hier die Reaktionsgleichung (in Wasser):
CaCO3 + CO2 + H2O "reagiert zu" [Ca2+] + 2[HCO3-]

Leider wurden meine "Reaktionspfeile" vom der Blog-software verschluckt...

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Es gibt ja für alles Mögliche und Unmögliche Statistiken, Studien etc. Es sind ja unzählige mehr oder weniger kompetente ‚Wissenschaftler‘ damit beschäftigt, die Menschheit mit Studien und Abhandlungen zu überschwemmen, besonders wenn es um die ‚Klimahysterie‘ geht. Nun würde mich interessieren, ob es auch Studien/Statistiken darüber gibt, wie viel (ach so schädliches) CO2 eigentlich jeder Mensch täglich durchschnittlich so ausstösst. Dabei frage ich mich vor allem, ob man dies auch mit dem Betrieb eines Autos vergleichen könnte? Beim Auto scheint ja der CO2-Ausstoss pro gefahrenen Km heute fast wichtiger zu sein als die restlichen technischen Daten!
Man müsste sicher berücksichtigen, dass ein Auto vielfach höchstens ein paar Stunden pro Tag unterwegs ist und nur dabei CO2 ausstösst, während der Mensch 24 Stunden atmen muss. Ich stelle mir vor, dass dies doch recht beachtliche Zahlen sein könnten. Gemäss Wikipedia beträgt der Anteil von CO2 in der Ausatmungsluft 4%. Ich nehme an, dass sich gescheite Köpfe darüber sicher schon Gedanken gemacht haben, doch die Resultate vielleicht aus ‚klimatechnischen‘ Gründen besser zurückhalten?! Spannend wäre es, mehr zu wissen…

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#6: H. Urbahn sagt:am Donnerstag, 13.09.2012, 14:28

hallo Herr Ketterer,
statt sich auf irgendwelche Autoritäten zu berufen, was eigentlich nur AGW-Vertreter tun, erzählen sie uns doch einmal, welche Gesteine durch Verwitterung CO2 aufnehmen, schauen Sie auch einmal nach , was mit Hydrogencarbonaten passiert, wenn dies mit Wasser in Berührung kommen. Überlegen Sie sich einmal die Mengenverhältnisse von diesen Reaktionen und teilen dies uns dann mit.
MfG
H. Urbahn

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Sehr geehrter Herr Urbahn,
Waren Sie mal in den Dolomiten? Dort gibt es den Dolomit. Ein Erdalkali-Carbonatgestein und als solches annähernd unlöslich in Wasser. Bei der (chemischen) Verwitterung wird CO2 aus gebunden: Hier die Reaktionsgleichung (in Wasser):
CaCO3 + CO2 + H2O [Ca2+] + 2[HCO3-]
Zugegeben mit diesem Editor hier wird das nicht gerade schön.
Wie Sie sehen können verbraucht die (Erdalkali-) Carbonatverwitterung CO2.
Was meinten Sie nun mit „Mengenverhältnissen dieser Reaktion“? Die stöchiometrische Formel? Das Löslichkeitsprodukt von CaCO3 und Ca[HCO3]2 ?
Ihre „Frage“ „was mit Hydrogencarbonaten passiert, wenn dies mit Wasser in Berührung kommen“ ließ mich schmunzeln. Unter Normalbedingungen finden sie die Erdalkali-Hydrogencarbonate i.d.R. nur in wässrigen Bedingungen. Aber ich glaube das wussten Sie schon und Sie wollten mit der Frage nur testen. Andere Carbonate sind als (Oberflächen-) Gesteinsbildner nur marginal von Bedeutung.
Eines der wenigen Gesteine, die bei der Verwitterung CO2 freisetzen ist Anthrazit.

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#6: H. Urbahn sagt:am Donnerstag, 13.09.2012, 14:28

hallo Herr Ketterer,
statt sich auf irgendwelche Autoritäten zu berufen, was eigentlich nur AGW-Vertreter tun, erzählen sie uns doch einmal, welche Gesteine durch Verwitterung CO2 aufnehmen, schauen Sie auch einmal nach , was mit Hydrogencarbonaten passiert, wenn dies mit Wasser in Berührung kommen. Überlegen Sie sich einmal die Mengenverhältnisse von diesen Reaktionen und teilen dies uns dann mit.
MfG
H. Urbahn

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Wie sagte Herr Prof. Ewert bei EIKE:

"Das außerdem stets neu in den Kreislauf kommende CO2 anderer Zulieferer kennen wir nicht: die Verwitterung der Gesteine setzt CO2 frei,...."

Und was sagt Geochemiker Herrle Uni Frankfurt (Arbeitsgruppe Paläontologie und Biogeochemie) dazu?
"Andererseits sorgt die Verwitterung kalkhaltiger Gesteine dafür, dass Kohlendioxid wieder gebunden und dem Klimakreislauf entzogen wird."
Allem Anschein nach hält hier die Vernunft Einzug. Danke.

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Manche Formulierungen sind unlogisch, z.B.:
"Über die Flüsse gelangt das chemisch gebundene Treibhausgas ins Meer und wird dort als Kalkablagerung gespeichert, zum Beispiel in kalkigen Mikrofossilen. Dieser Prozess führt langfristig zu einer globalen Abkühlung."

Warum soll das zu einer Abkühlung führen ? Doch nur, wenn man an den fiktiven Treibhaus-Effekt glaubt.

Richtig ist aus thermodynamischer Sicht, dass kältere Meere mehr CO2 aufnehmen können als wärmere Meere. Da CO2 im Gleichgewicht zu Hydrogenkarbonat und Karbonat steht, gilt nach Le Chatelier, dass eine eine Konzentrationserhöhung auf einer Seite des Gleichgewichts dieses Gleichgewicht etwas auf die andere Seite verschiebt. Also gibt es bei mehr CO2-Eintrag ins Meer auch eine dickere Karbonatschicht. Bei Erwärmung der Meere gilt das Umgekehrte. Die Wanderung der Karbonat-Kompensationstiefe ist also eine Folge der wechselnden Temperaturen der Meere - mehr nicht. Also mal wieder viel Lärm um nichts. Ich weiß nicht, was an dem Artikel so aufregend sein soll. Selbst Quarks & Co. haben schon darüber berichtet, dass es in kalten Meeren mehr Korallen gibt als in warmen Meeren.

Also bestätigt dieses "Forschungsergebnis" die lange bekannte Temperaturabhängigkeit der Henry-Konstante für CO2 und das Prinzip von Le Chatelier. Donnerwetter !

Aber selbstverständlich bekommt man heutzutage für so eine "bahnbrechende Forschung" Fördermittel, weil als Überschrift das Wort "Klima" vorkommt.

Nun sollten CO2-Alarmisten wenigstens die Konsequenzen aus dem Ergebnis ziehen, die lauten:

1. Die Temperatur der Meere bestimmt im Wesentlichen den CO2-Gehalt der Luft.
2. Eine sich abkühlende Erde führt dazu, dass zu wenig CO2 in der Atmosphäre ist, wenn nicht Vulkane und Mensch etwas CO2 nachliefern würden.
3. Mehr CO2 in der Atmosphäre führt nicht zu einer "Versäuerung" der Weltmeere.

Freundliche Grüße
M. Wehlan

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hallo Herr Ketterer,
statt sich auf irgendwelche Autoritäten zu berufen, was eigentlich nur AGW-Vertreter tun, erzählen sie uns doch einmal, welche Gesteine durch Verwitterung CO2 aufnehmen, schauen Sie auch einmal nach , was mit Hydrogencarbonaten passiert, wenn dies mit Wasser in Berührung kommen. Überlegen Sie sich einmal die Mengenverhältnisse von diesen Reaktionen und teilen dies uns dann mit.
MfG
H. Urbahn

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Zitat:
"Durch die Verwitterung von Gesteinen wird nämlich der Luft Kohlendioxid entzogen. (...) Dieser Prozess führt langfristig zu einer globalen Abkühlung."

Führt dann ein Eintrag von CO2 zu einer globalen Erwärmung? Und wenn ja, ist sie dann in ein paar Millionen Jahren wieder vorbei?

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nur eine kurze Anmerkung zum ersten Satz Eine jüngst in der renommierten Zeitschrift Nature.. in diesem Artikel. Nature ist in Bezug auf die Klimawissenschaft keine renommierte Zeitschrift, sondern ein einseitiges Propagandablatt der postnormalen AGW-Wissenschaft.
MfG
H. Urbahn

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Eine weitere Frage, die sich für mich bei diesem Artikel aufwirft ist diese...
Warum hat sich die Erde eigentlich abgekühlt? Ist es, weil sich die Erde über die Millionen von Jahren immer mehr von der Sonne entfernt hat? Wenn ja, würde das nicht bedeuten, dass wir auf Erden für die Zukunft (in 10.000 Jahresschritten betrachtet) mit mehr Kälte als mit Wärme zu kämpfen hätten...?