Schwächelnde Sonne: Wann wird die Abkühlung anfangen?

David Archibald: Meine Studien und die von Jan-Erik Solheim et al sagen im Vergleich zum Sonnenzyklus 23 eine signifikante Abkühlung während des Zyklus’ 24 voraus. Solheims Modell zeigt, dass es auf der Nordhalbkugel während des Zyklus‘ 24 etwa 0,9°C kälter sein wird als im Zyklus 23. Bisher hat die Abkühlung noch nicht eingesetzt, und wir befinden uns bereits seit dreieinhalb Jahren im gegenwärtigen Zyklus. Je länger die Temperatur auf dem gegenwärtigen Niveau verharrt, umso stärker muss demnach die Abkühlung während des Restes dieses Zyklus‘ ausfallen, um die vorhergesagte Abkühlungsrate zu erreichen.

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Wann also wird es kälter? Wie Nir Shaviv und andere angemerkt haben, sind der größte Kaloriemeter auf dem Planeten die Ozeane. Meine Arbeit zur Reaktion des Meeresspiegels auf die Sonnenaktivität (http://wattsupwiththat.com/2012/02/03/quantifying-sea-level-fall/) hat ergeben, dass der Übergang von einem Anstieg zu einem Absinken des Meeresspiegels bei einer Sonnenflecken-Amplitude bei 40 erfolgt:

Wie die folgende Graphik vom SIDC zeigt, beträgt die gegenwärtige Solaramplitude etwa 60 auf dem Weg zum solaren Maximum, das im Mai 2013 erwartet wird:

Die beiden restlichen Variablen in unserer Forschungsreise sind die Abschätzung des Zeitpunktes, an dem die Sonnenfleckenzahl unter 40 sinkt und die Länge des Sonnenzyklus’ 24. Bislang verläuft der Zyklus 24 fast exakt genauso wie der Sonnenzyklus 5, die erste Hälfte des Dalton-Minimums:

Der Neigungswinkel der gegenwärtigen heliosphärischen Kurve [The heliospheric current sheet tilt angle] hat ein Niveau erreicht, bei dem es zum solaren Maximum kommt. Normalerweise verharrt es ein Jahr lang auf diesem Niveau, bevor die Kurve wieder fällt:

Parallel dazu zeigt die die Stärke des solaren Polarfeldes (vom Wilcox Solar Observatory), dass es noch bis zu einem Jahr dauern könnte, bis das solare Maximum erreicht ist:

Obwohl das solare Maximum der aus den beiden o. g. Parametern abgeleiteten Vorhersage noch ein wenig in der Zukunft liegt, dürfte die Sonnenflecken-Amplitude des Sonnenzyklus‘ 24, sofern sie weiter dem Verlauf des Sonnenzyklus‘ 5 gleicht, ab Mitte 2013 unter 40 fallen. Das Green Corona Emissions Diagramme von Altrock (http://wattsupwiththat.com/2012/01/08/solar-cycle-24-length-and-its-consequences/) legt nahe, dass der Zyklus 24 17 Jahre lang dauern wird und 2026 zu Ende geht. Das bedeutet zwölfeinhalb Jahre Abkühlung ab Mitte 2013.

Aus all dem folgt, dass die Abnahme ab Mitte 2013 im Mittel etwa 1,2°C während der dann verbleibenden zwölfeinhalb Jahre betragen wird, um der von Solheim vorhergesagten Temperaturabnahme von 0,9°C während des gesamten Zyklus 24 Rechnung zu tragen. Zweifellos wird die Abkühlung nachwirken, so dass für den Zyklus 25 eine weitere Abkühlung relativ zum Zyklus 24 wahrscheinlich ist.

David Archibald

Link: http://wattsupwiththat.com/2012/08/13/when-will-it-start-cooling/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Ergänzung:

In der Sendung vom 20.8.12 versucht 3SAT NANO, ziemlich bemüht, den Einfluss der Sonne auf das Klima zu widerlegen. Schön einfach dargestellt, damit auch der nur geisteswissenschaftlich  gebildete normale ZEIT-Leser es versteht:

 Urteilen Sie selbst.

Mit Dank an R. Hoffmann

Weiterführende Links zum Thema schwächelnde Sonne : Hier auf "Die kalte Sonne"

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28 Kommentare

  1. „…Bisher hat die Abkühlung noch nicht eingesetzt, und wir befinden uns bereits seit dreieinhalb Jahren im gegenwärtigen Zyklus….“, behaupten die beiden Autoren. Ich muss noch einmal betonen für die beiden, dass der Abkühlungstrend längst begonnen hat, weltweit im Jahre 1998 und in Deutschland seit 2000. Nicht nur von den flächenhaft aus Menschenhand geschaffenen Wärmeinseln wird die Abkühlung gebremst, sondern auch die Digitalisierung der Thermometer, sowie die zeitliche Änderung und Umstellung bei der Erfassung der Tagesmittelwerte führten im letzten Jahrzehnt zu scheinbaren Erwärmungen, die ebenfalls den Abkühlungstrend statistisch wärmer gemacht haben. Täglich werden in Deutschland 108ha überbaut, Beton macht wärmer als die zuvor dagewesene Wiese/Wald und weltweit gehen täglich 50km2 Regenwald mit seiner Verdunstungskälte verloren. Vergessen werden darf aber auch nicht die Wärmemenge, die von der Fotosynthese benötigt und verschluckt wurde, um Nährstoffe/Holz aufzubauen. Trotzdem sinken die Temperaturen seit über einem Jahrzehnt.

  2. Kalter Winter auf der Nordhalbkugel nach El Nino

    Könnte stimmen, dass es ein recht kalter Winter wird. Forscher aus Hamburg und Cambridge haben einen Einfluss von El Nino soger auf das Winterwetter in Mitteleuropa hingewiesen.

    http://tinyurl.com/96xk8gu

    Englisches Abstract hier:

    http://tinyurl.com/d97x935

    Ein El Nino-Phänomen über dem Zentralpazifik mit hohen Temperaturen erzeugt Jet-Streams, die bis zum Atlantik reichen und dort das Azorenhoch schwächen. Folge: 3-4 °C kältere Winter in Europa. Wenn es jetzt sowieso kälter wird und dann noch das dazu kommt … Ich glaub, ich besorg mir ein paar Ster Holz mehr für diesen Winter.

    MfG

    Johannes Herbst

  3. Der Neigungswinkel der gegenwärtigen heliosphärischen Kurve [The heliospheric current sheet tilt angle] hat ein Niveau erreicht,…..

    beim Tiltangle handelt es sich um den Neigungswinkel der Symmetrie-Ebene der Heliosphärischen Stromschicht zur Äquatorebene. Diese Schicht trennt die großräumige magnetische Polarität des interplanetaren Magnetfeldes. „Neigungswinkel“ ist richtig!!

  4. Ich verstehe die Überschrift des Artikels nicht. Die Abkühlung hat bereist eingesetzt und zwar seit 1998. Das habe ich mir vom Deutschen Wetterdienst schriftlich bestätigen lassen: „Weltweit war 1998 das wärmste Jahr und in Deutschland ist es 2000. Das ist kein Geheimnis und das darf jeder wissen.“ Dieser leichte Temperaturrückgang ist in Wirklichkeit viel stärker als die Temperaturkurven dies zeigen, weil die Wärme aus den inzwischen flächenhaften angewachsenen Wärmeinseln den Temperaturrückgang bremsen. Sonst wäre dieser noch deutlicher in den Graphen erkennbar. Die stärkere Abkühlung ist aber in der freien Fläche, abseits der Wärmeinseln leicht erkennbar, und zwar jedes Frühjahr an der Vegetationsverspätung der Flora gegenüber den wärmsten Jahren, an der Froschlablaiche, beim Einftreffen der Zugvögel. z.B. War die Froschablaiche im Jahre 2010 erst Ende April bei uns am Bächweiher, während Sie ein Jahrzehnt davor noch Mitte März war. Neben dem Vegetationsvergleich läßt sich die Abkühlung seit 13 Jahren auch leicht bei Klimastationen zeigen, die außerhalb der flächenhaften Wärmeinseln stehen, ich verweise jedesmal auf die Virginia Dale Enterprise Station mit ihrem deutlichen Temperaturrückgang. Insgesamt zeigen auch alle 2100 deutschen Wetterstationen diesen Temperaturrückgang, aber je nach Nähe zu einer Wärmeinsel eben unterschiedlich stark.

  5. @Weber und Fischer: Wollt ihr euch absichtlich nicht verstehn? Bei dem Bischen Erdwärme (ca. 0,5W/m2) ist die Sonne der Energielieferant der Erde. Die Frage ist nun wie stark wirkt sich eine Änderung der Aktivität der Sonne auf eine Änderung des Klimas aus. Im Laufe eines Jahres schwankt z.B. die Bestrahlungsstärke zwischen 1325 und 1420W/m2. Von einem Klimatreiber kann man aber erst sprechen wenn ein Parameter sich über Jahre und Jahrzehnte ändert und diese Änderung einen Effekt auf das irdische Klima hat. Das Albedo der Erde liefert von sich aus keine Energie, aber hat Einfluß auf die Temperatur, denn je niedriger das Albedo ist, desto mehr heizt sich die Oberfläche tagsüber auf. Ändert sich das Albedo ändert sich die Oberflächentemperatur. Somit kann das Albedo (messbar!) ein Klimatreiber sein. Wenn man unter Klimatreiber einen Effekt versteht der das Klima ändert.

  6. @A.Heinz #20
    Entschludigung, da habe ich im „Eifer des Gefechts“ über die Kommentare hinausgelesen. Habe hier den Kommentar von „Stefan Kämpfe #3“ mit Ihren etwas verquirlt.;)
    Nicht nur in der Schweiz hält der Schnee einzug. Auch in den bayerichen und östereichischen Alpen.
    Auch was in Ihrem Link als „Hochsommerhitze vorbei“ bezeichnet wird, war in Wirklichkeit eine Hitzeströmung aus der Sahara, die zwei-drei Wochen konstant hatte. Diese Hitze war so zu sagen keine von sich aus europäisch Kontinetalhitze sondern ein Hitzewarmstrom vom afrikanischen Kontinent. So zu sagen ein heißér Gruß aus der afrikanischen Wüste (Sahara).

  7. @Hofmann,
    Lieber Herr Hofmann, ich denke, es macht keinen Sinn, meinen „Landesverband für Naturschutz“ irgend etwas zu fragen. Ich war in Meckpom nur im Urlaub 🙂
    Zu Ihrer „Winteranalyse“ passend hier ein netter Link in die Schweiz: „Am Wochenende Schnee bis auf 1000m und Lawinenwarnung“…
    http://tinyurl.com/8s2nky7

  8. Lieber Herr Fischer
    Angesichts der Tatsache, daß Sie festgestellt haben, daß die Sonne keine Energie liefert, weil Sie kein einziges Paper dazu finden können, finde ich es um so wichtiger, daß Sie wenigsten den Energielieferanten der anderen Klimatreiber per „wissenschaftlichem paper“ belegen.Dürfte Ihnen ja ein Leichtes sein bei Ihrem Wissensstand.
    MfG
    Michael Weber

  9. Info von Irland

    Von April bis heute zu kalt und zuviel Regen. Ich warte nur noch auf den offiziellen August Report fuer die korrekten Daten.

    Mein Kirschbaum hatte fuer mich nur eine (!) Kirsche da die Kraehen die unreife Kirschen gepickt und abgerissen hatten. Warum? Der Boden ist zu kalt und die Insekten sind nur minimal vorhanden.
    Ich beobachtete einmal ueber 50 Kraehen wie sie auf ein Stueck Grasflaeche (~ 4x4m) nach Insekten pickten nachdem diese Grasflaeche etwas mehr Sonne abbekommen hatte.
    Der Rasen in meinem Garten wurde dieses Jahr nur etwa 1/3 oft gemaeht. Deutliches Zeichen das der Boden zu kalt ist.
    Wir hatten anfang Juni noch geheizt! Das erste Mal in 19 Jahren.
    Ich hoffe das war ein Einzelfall aber nach dem Winter 2009/2010 der der kaelteste war in 130 Jahren bin ich nicht so sicher.

  10. #16 Thomas Lutz

    „Die Sonne ist nunmal DER Klimatreiber und danach kommt lange nichts.“

    Mit Verlaub, ich würde mir das ja auch wünschen, aber leider kenne ich kein einziges wissenschaftliches Paper, das ihre Behauptung stützt. Wissen Sie eines?

    So, wie Sie das schreiben, klingt das somit nach ihrem persönlichen Glaubensdogma, da helfen auch Großbuchstaben nichts.

    Seit global warming diskutiert wird, gab es immer schon Leute, die einer Abkühlung das Wort geredet haben. Ein Jahrzehnt später wurden ihre Prophezeiungen immer mitleidig belächelt.

    Und nun präsentiert David Archibald seine Thesen, kein Klimaforscher, ein jedermann, der nicht einmal versucht, seine Thesen in einem Paper einzureichen und sich der wiss. Diskussion zu stellen.

    Und da halten Sie es für völlig ausgeschlossen, dass sich Archibald einfach irren könnte? Die Möglichkeit besteht für Sie nicht einmal?? Besonders kritisch finde ich diese Geisteshaltung nicht.

    PS:
    Im Text steht der Link zu WUWT. Schauen Sie sich einfach mal dort die Kommentare des bei WUWT stets respektierten Solarforschers Leif Svaalgard an. So spricht ein wahrer Skeptiker.

  11. #6: Norbert Fischer

    Wie immer Bullshith !!
    Bin gespannt ob Sie in fünf Jahren immer noch solchen..(Siehe Oben).. verbreiten.
    Die Sonne ist nunmal DER Klimatreiber und danach kommt lange nichts.
    Und schon gar nicht der die das Klimagas !
    (Der die das erinnert an was ?)
    Sorry das mußte sein !

    Übrigens, für mich hat die Abkühlung auch schon, beobachtbar und Messtechnich erfassbar begonnen.
    Siehe http://tinyurl.com/bvkwzjm
    Die UAH Temberaturen.
    Des weiteren die mich umgebende Natur.
    Im obigen Artikel get es aber wohl darum, ab wann sich das Solare Minimum so richtig auszuwirken beginnt.

    Danke an EIKE, auf diesen Artikel habe ich schon gewartet.

  12. langfristige Trends!

    auch was die Sonnenaktivität betrifft, muss man lange Zyklen betrachten. Der Unterschied zwischen einem „normalen Zyklus“ ist strahlungstechinsch so minimal, dass kaum messbare T Änderungen über diese einige Jahre zu erwarten sind. „Schwächelt“ sie Sonne aber einige Dekaden, so kommt so langsam auch das „Feedbackwerkl“ in Schwung und das macht zumindest in den höheren nördlichen Breiten am meisten aus.

  13. Kleine Korrektur: bei weniger als 40 Sunspots hält sich Anstieg und Absinken des Meeresspieges etwa die Waage. Da das Bestimmtheitsmaß (R2) nur 0,5381 beträgt können auch nur 53% der Variation der Pegeländerung erklärt werden.

  14. Lieber Herr Fischer
    Zu Ihrem Satz in #6 „Solheims Modell ist falsch, er überschätzt die Wirkung der Sonne und unterschätzt andere Klimatreiber.“ nur eine einzige Frage: Mit welcher Energie arbeiten denn Ihre anderen Klimatreiber? Ohne Energie kann das Klima nicht getrieben werden und der einzige Lieferant ist die Sonne.
    MfG
    Michael Weber

  15. Herr Hofmann und Herr Heinz,
    im Frühjahr war es zur Blütezeit der Apfel- und Kirschbäume kalt und naß, folglich weder Bienen noch Hummeln flogen. Ergebnis: ganz wenige Kirschen und zwei Äpfel auf drei Bäumen. Zu dem hat mein Wallnußbaum auch keine Nüsse im Gegensatz zum Vorjahr.
    MfG
    H. Urbahn

  16. @A.Heinz #8
    War der April dann wohl etwas verregnet und zu kühl für die Bienen. Sie sagen es, Hr. Heinz. Kalten Regen mögen die Bienen halt nicht beim Bestäuben. Übrigends sind Kirchen ein „Frühobst“ und kein „Spätobst“.
    Die späten Früchte im Jahr bitte berückstigen. Diese bereiten uns (Tier und Mensch) auf den Winter vor.

    Wenn Sie in Meck-Pom waren, dann haben Sie ja die Ansammlung der Zugvögel ganz gut beobachten können. Und dies schon vor zwei Wochen. Das gleiche hat sich auch in Thüringen vor zwei Wochen abgespielt. Fragen Sie mal bei Ihrem Landesverband für Naturschutz nach…

  17. @Emil Thomas #7
    Warten Sie es ab. Verlassen Sie sich nicht nur auf die Statistikwerte sondern entwickeln Sie ein Gespür bzw. beobachten Sie auch die Naturabläufe.
    Gehen Sie raus in die Natur und bekommen Sie wieder ein Gespür für das „Natürliche“. Nehmen Sie die jeweiligen Jahreszeitlichen (Frühjahr,Sommer,Herbst,Winter) Naturzustände mit all Ihren Sinnen (sehen,hören,riechen,fühlen,schmeken) in sich auf.
    Statistiken und Werte sind manipulierbar. Der menschliche Instinkt ist bei der Einordnung von manipulierten Werten/Computerszenarien eine sehr wertvolle Hilfe.

  18. @Baumobst,
    Mein Kirschbaum war dieses Jahr voll mit Blüten. Warum hatte trotzdem kaum Kirschen? Antwort: Zur Blütezeit gab’s 2 Wochen Regen, ergo: Kaum Bienenflug, ergo: Wenig Obst. An der Temperatur lag’s definitiv nicht.

    @Zugvögel: Ich war bis letzte Woche in Meckpomm (Seenplatte). Dort waren noch ziemlich viele Störche unterwegs. Nur so zur Info.

  19. @#1, #3:
    Ist hier nicht eher entscheidend, welches Wetter zur Zeit des Wachstums und der Blüte herrschte?
    Kein Wunder, dass die Prognosen von der Frucht auf den folgenden Winter so unterschiedlich zutreffen…

    Wann wird es kühler? Bei der Abschätzung ist auch entscheidend, was die AMO macht. Die ist noch nicht richtig auf Umkehr eingestellt. Das dauert noch 5 bis 10 Jahre. Früher kann es also nicht grundlegend kühler werden…

  20. „Solheims Modell zeigt, dass es auf der Nordhalbkugel während des Zyklus‘ 24 etwa 0,9°C kälter sein wird als im Zyklus 23. Bisher hat die Abkühlung noch nicht eingesetzt, und wir befinden uns bereits seit dreieinhalb Jahren im gegenwärtigen Zyklus. Je länger die Temperatur auf dem gegenwärtigen Niveau verharrt, umso stärker muss demnach die Abkühlung während des Restes dieses Zyklus‘ ausfallen, um die vorhergesagte Abkühlungsrate zu erreichen.“

    Warum nicht auch die naheliegendste Alternative betrachten? Solheims Modell ist falsch, er überschätzt die Wirkung der Sonne und unterschätzt andere Klimatreiber.

  21. Ich kann dieses „zu-warm/zu-kalt“-Gefasel nicht mehr hören. Nur weil ein Monat wärmer oder kälter als das vergangene 30-Jahre-Mittel ist, ist er noch lange nicht ZU warm oder ZU kalt. Was soll der Quatsch? Nur weil wir kleinen Menschlein das jetzt so in unser dümmliches Welt-/Gedankenbild hinein stampfen müssen. Selbst wenn ich die Juli-Minima/Maxima seit Beginn der Erdgeschichte als Ober- und Untergrenze nehmen würde und der diesjährige Juli ausserhalb des Limits notieren würde (wir sprechen von Temperaturen, bei denen biologisches Leben auf dem Planeten noch problemlos möglich ist), wäre dies lediglich ein Hinweis darauf, dass es sehr warm oder kalt ist. Bis jetzt ist mir noch kein Monat/Jahr bekannt, der zu warm oder zu kalt gewesen wäre – sei es gefälschte, oder ungefälschte Temperaturreihen.

  22. @Stefan Kaempfe #3
    Sie müssen schon warm von sonnig unterscheiden. Dieses erste Halbjahr war zwar sonnig aber nicht warm.
    Außerdem war es zu verregnet und zu kühl.
    Und bei Obst müssen Sie schon zwischen „Frühobst“ und „Spätobst“ unterscheiden.
    Weiterhin fragen Sie mal bei ihren Naturbundschutz in Thüringen nach, wann sich die Störche dieses Jahr auf die Reise gemacht haben…das waren 2 Wochen früher als sonst.
    Alles andere werden Sie diesen Winter noch zu spüren bekommen. Ziehen wir uns alle schon mal warm an.

  23. @ #1 Hofmann, M:
    Ihre Aussagen bezüglich der Temperaturentwicklung 2012 sind doch etwas korrekturbedürftig. Zumindest in Thüringen waren Januar, März, Mai und August deutlich zu warm, der März war sogar der wärmste seit mind. 40 Jahren. Erheblich zu kalt war der Februar, April, Juni und Juli waren fast temperaturnormal. Ihre Herbst- und Wintervorhersage halte ich für sehr gewagt, denn wenn der Fruchtbehang auf einen harten Winter hinweisen würde, dann hätte dem guten Obstjahr 2006 nicht ein extrem milder Winter 2006/07 folgen dürfen. Dass die Bäume heuer reicher fruchten, liegt am CO2, weil dieses essentielle Gas nach den Ertragsgesetzen noch immer zu wenig in der Luft enthalten ist (jetzt etwa 400ppm, optimal für viele Pflanzen wären um 1000ppm), aber die Zunahme bereits deutliche Ertragszuwächse verursacht. Übrigens vermute ich einen eher normalen bis etwas zu milden September mit noch einigen Schönwetterphasen, und die Hochwinterwitterung (Jan/Feb) lässt sich frühestens Ende Dezember/ Anfang Januar einigermaßen abschätzen („Siebenschläferregel“ des Winters).
    All das ändert nichts daran, dass die Sonnenaktivität der dominanteste Klimatreiber ist. Wann der Temperaturrückgang einsetzt und wie stark er ausfällt, lässt sich aber nur schwer vorhersagen, doch die Klimakatastrophisten bei GISS & Co. sollten schon mal vorsorglich kleine Heizungen in ihre Wetterstationen einbauen, um die „Globaltemperatur“ bei Bedarf weiter zu steigern (es gibt doch bestimmt Fördermittel von den Umweltministerien dafür!)
    Frühherbstliches Wochenende
    Stefan Kämpfe

  24. Die 3sat-Sendung zeigt die journalistische Qualität sehr schön. Ab etwa 4:40 wird die kleine Eiszeit mit Vulkanausbrüchen erklärt. Ab 10:20 sehen plötzlich viele Forscher einen Zusammenhang zwischen der kleinen Eiszeit und der geringer Sonnenaktivität. Nicht einmal in einer Sendung ist die Darstellung konsistent.

    Und warum zeigt das Diagramm ab 2:10 den Verlauf der Kurven nur bis 2000 und nicht bis 2012? 🙂

  25. Die Abkühlung hat für mich schon Anfang dieses Jahres (2012) begonnen. Das Frühjahr war zwar sonnig aber zu kühl. Der Sommer war überwiegend zu kühl. Und der Herbst hält rechtzeitig und kühl Einzug. Haselnuss und Eicheln sprießen im Überfluss. Auch Äpfel und anders „Jahresspätobst“ wie Zwetschge und Birne sprießen reichlich. Dies alles deutet auf einen kalten und langen Winter hin. Auch sind die Zugvögel wie Storch schon auf den Weg in den Süden.

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