Der grüne Dämmwahn wird immer teurer!

Bildquelle: Konrad Fischer

Überall in deutschen Städten sieht man zurzeit eingerüstete Gebäude, an denen fleißige Handwerker damit beschäftigt sind, dezimeterdicke Dämmplatten aus Styropor oder Mineralwolle auf die Fassade zu kleben oder zu schrauben. Offiziell heißt das „Gebäudesanierung“. Doch die Bauherren, die sich durch die allgegenwärtige Klimaschutzpropaganda der Regierung und durch scheinbar günstige Kredite der Staatsbank KfW dazu haben verleiten lassen, können einem nur leid tun. Denn sie handeln sich damit nur zusätzlichen Ärger mit ihren Mietern ein. Oft schon nach zwei Jahren werden die mit einem dünnen Putz und einer leuchtend weißen Kunststoff-Farbe versehenen Fassaden schmutzig grün. Das kommt daher, dass sich in der Dämmschicht Feuchtigkeit aufstaut, die einzelligen Grünalgen der Gruppe Fritschiella gute Vermehrungsmöglichkeiten bietet.


Woher diese Feuchtigkeit stammt, lässt sich leicht erklären: Die Dämmschicht verhindert tagsüber die Aufheizung der Außenmauern durch die Sonnenstrahlen. Nachts geben die Mauern deshalb kaum Wärme nach außen ab. Die Außenhaut der Dämmung kühlt daher rasch so weit unter den Taupunkt ab, dass sich Kondenswasser darauf niederschlägt. Durch unvermeidliche feine Risse in der Außenhaut dringt die Feuchtigkeit in die Dämmung ein, kommt aber am Tage vor allem an der Nordseite des Gebäudes wegen der wasserdichten Kunststoff-Farbe kaum wieder heraus. Einmal vollgesaugt, isolieren die Dämmplatten nicht besser als ein nasser Pullover. Oft sieht man an den grünen Fassaden regelmäßig angeordnete weiße Punkte. Dort sitzen die Dübel, mit denen die Dämmplatten am Mauerwerk befestigt sind. Sie bilden Wärmebrücken, an denen der Außenputz trocken bleibt und Algen nicht gedeihen können. 

Die Dübel deuten somit klar auf den Denkfehler, auf dem die Vorschriften der deutschen Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2004 beziehungsweise 2009 beruhen. Nach dieser Verordnung müssen Immobilienbesitzer beim Fälligwerden einer routinemäßigen Fassadenrenovierung gleich das ganze Haus mit Dämmplatten versehen. Sie können sich aber nach Paragraph 25 der EnEV dieser Pflicht entziehen, wenn ihnen ein anerkannter Architekt oder Bauingenieur die Unwirtschaftlichkeit der geforderten Maßnahmen bescheinigt. Das ist für diese eine leichte Übung, zumal die Schutzgemeinschaft für Wohnungseigentümer und Mieter im vergangenen Jahr auf eine schriftliche Anfrage hin von den zuständigen Ministerien keine Belege für einen Einspareffekt der Fassaden-Dämmung bekam. Diese Belege gibt es nicht! Versuche, die in den 80er Jahren am Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Valley/Oberbayern durchgeführt wurden, haben sogar ergeben, dass der Energiebedarf durch die Fassadendämmung steigt. Seither wurden keine neuen Versuche mehr angesetzt. 

Während auf der Außenfassade Algen gedeihen, machen sich im Innern der vorschriftsmäßig gedämmten Wohngebäude oft Schimmelpilze breit, weil die modernen Isolierfenster mit Dichtungslippe und Dreifach-Verglasung den Luftaustausch unterbinden. Abhilfe soll dann der Einbau einer Zwangsbelüftung schaffen. Hinzu kommt nach einer Untersuchung des Instituts für Bauforschung in Hannover ein deutlich höherer Instandhaltungsaufwand für die Leichtbau-Fassaden infolge von Beschädigungen durch spielende Kinder oder Spechte, die dort gerne ihre Nisthöhlen anlegen. Das alles lässt die Kosten steigen, die von den Hauseigentümern entsprechend der EnEV auf die Mieter umgelegt werden können. Das sorgt für zusätzlichen Ärger, denn viele Mieter gelangen schnell an die Grenze ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit und müssen dann ausziehen.

Die Dämmstoffindustrie, die sich ihren Milliardenmarkt nicht kaputtmachen lassen will, musste auf die inzwischen auch vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen aufgegriffene Kritik reagieren. Um die hässliche Grünfärbung der gedämmten Fassaden zu vermeiden, setzen sie dem Putz und den Anstrich-Farben giftige Biozide zu. Doch diese werden vom Regen ausgewaschen und gelangen in Bäche und Flüsse. Eine Alternative zur Biozid-Behandlung ist die Verwendung teurerer Mineralfarben. Solange sich die Zusatzkosten auf die Mieter umlegen lassen, mag das einige Jahre gut gehen. Viel besser wäre jedoch eine Rückbesinnung auf Jahrhunderte lange Erfahrungen des Bauhandwerks: Doppelte Ziegelmauern mit großem Wärmespeicherpotenzial, zusammengehalten mit porösem Kalkmörtel, Fenster ohne Dichtlippe und Isolierglas, Heizung mit elektrisch betriebenen flächigen Infrarot-Strahlern, sofern ein Kachelofenbetrieb nicht möglich ist. 

Ein besonderes Problem stellt der Brandschutz der mit 20 bis 30 Zentimeter dicken Styropor-Platten gedämmten Fassaden dar. In Frankfurt am Main brannten Ende Mai die mit Styropor gedämmten, aber noch nicht fertig gestellten Fassaden eines zu einem Studentenwohnheim umgebauten Büro-Hochhauses lichterloh. Seither hat es im gleichen Stadtviertel, dem Nordend, weitere vergleichbare Brände gegeben. Das hat in der Main-Metropole, deren städtisches Wohnbauunternehmen ABG die „Sanierung“ ihrer Liegenschaften nach dem so genannten Passivhaus-Standard vorantreibt, zu einer heftigen Debatte über die Vertretbarkeit des vergleichsweise billigen Dämmstoffs Polystyrol (Styropor) geführt. Der Chef der städtischen Feuerwehr Reinhard Ries warnte ausdrücklich vor der Verwendung dieses Dämmstoffs. Doch Frank Junker, der Geschäftsführer der ABG-Holdung versucht abzuwiegeln. In Deutschland käme kein Baumaterial auf den Markt, dessen Entflammbarkeit zuvor nicht ausführlich getestet worden sei, erklärte er gegenüber der Presse. Alternative Materialien wie Mineralwolle oder Zellulose kämen der „gemeinnützigen“ Wohnbaugesellschaft zu teuer. Die Debatte ist noch in vollem Gange, zumal nun auch die SPD, die Partei des amtierenden Oberbürgermeisters, eine kritische Überprüfung der Eignung von Polystyrol als Dämmstoff verlangt. 

Edgar Gärtner EIKE 

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26 Kommentar(e)

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1
Konrad Fischer

@ Grabitz: Auf selbstbestätigende Beschwörungsformeln gehe ich nicht ein. Machbarkeitswahn in allen Ehren, aber für mich zählen nur die Fakten. Und diese veralten nicht automatisch, vor allem, wenn sie täglich neue Bestätigungen aus der Praxis bekommen.

@Herbst: Solche Details mit weitreichenden Folgen können wir nicht in einem Kommentarforum klären. Auf meiner Webseite finden Sie die Alternative.

2
Johannes Herbst

#21 Konrad Fischer

Sehr geehrter Herr Fischer

"Nebenbei: Wer dämmt eigentlich, um es im Sommer "sehr angenehm" zu haben? Wer das will, muß speicherfähig und massiv bauen. Und das hilft dann auch im Winter."

Ich richte grade mein Häusle her: 15cm Massivholz auf den Sparren und 12-15cm Massivholz als Außenwände. Ist das jetzt massiv genug?

Irgendwo auf Ihrer Website zitieren sie eine Berechnung, wonach 9 cm Massivholz schon ausreichend wären.

MfG,

Johannes Herbst

3
Frank Grabitz

Das werde ich gewiß nicht tun, Löcher in meine Fassade (ca. 160 Jahre alt) bohren und den Struktuputz beschädigen zusätzlich müsste ich mir alle Geräte erst kaufen. Außerdem sind meine Wände im EG- Bruchsteinmauerwerk 60 cm - alle Styropor gedämmt. Fenster gibt es wenige. Im Wohnzimmer z.B. mit 27 m² sind 4 Fenster mit insgesamt ca. 3m² Scheibenfläche. Wobei 1 Fenster nach Süden gerichtet ist.
Ich denke man sollte schon wissen wie Schrumpfäpfel und Birnen aussehen um einen Vergleich anzuregen.
Es ist normal dass die Sonne im Winter flacher steht, deswegen ist aber die Heizkraft der Sonne nicht effektiver – auch klar. Fenster sind zum kostenlosen Aufheizen von Wohnräumen ideal – solange sie hauptsächlich nach Süden gehen. Lichtdurchflutet ist heutzutage usos und bringt viel solare Gewinne. Aber auch um die Wärme zu halten – vor allem in der sonnenlosen Nacht – empfiehlt sich ein hochgedämmtes Fenster. Dreifachverglasung lambda = 0,7 ist für einen geringen Mehrbetrag gegenüber zweifach (1,1) zu haben.
Neubauten haben, mit modernem Mauerwerk (d= 36,5cm) ausgestattet, einen äquivalenten Dämmwert wie eine 30 Jahre alte Mauerwerkswand mit 10 oder 14 cm Dämmung. Dann müsste der Algenbefall nach dieser hier vorgetragenen These ständig und überall auftreten.
Sehen Sie nach beim Fraunhofer Institut, hier gibt es aktuelle Literatur die sich mit dem Dämmthema beschäftigt und auch Pfusch und Schadensfälle aufzeigt, wie aus jedem anderen Bereich des Bauens. Wenn man weiß wie, kann man so ziemlich alles beherrschen, jedenfalls sollte sich ein Ingenieur nicht von Negativmeldungen abhalten lassen
Auch die Altliteratur auf die Herr Fischer verweist ist noch zu haben.
Wer nimmt denn Kunstharzputz ?? wie dort erwähnt.

Die Diskussion hier kommt mir vor wie die eines Herrn Fischer, Bäcker + Co, die mit Haken, Ösen und allen Zähnen das CO2 als für die Erwärmung verantwortlich und den Menschen schuldig sprechen wollen. Nur mit umgekehrten Vorzeichen. Nur weil Hausdämmung von der AGW Seite, sprich Regierung gefordert wird, muss das nicht schlecht sein und muss man nicht professionell dagegen sein. Höchstens es fehlt der Durchblick und Erfahrung und man glaubt dem schnellen Wort. Wie gesagt, die Dämmdiskussion kenn ich seit mindestens 25 Jahren – ohne Bezug zum Klima. Meistens wird die ablehnende Sicht von Architekten vorgetragen und nicht von Bauingenieuren.
Eine nachträgliche Dämmung auf altem Mauerwerk amortisiert sich – ich gehe von ca. 80 €/m² Kosten aus. Gleich beim Neubau – Haus- und Wohnungsbau – mit eingebracht, 20 cm Mauerwerk+16 cm Styropor ist günstiger und dämmeffektiver wie 36,5 cm Mauerwerk.

4

@ F. Grabitz #22

"Ansonsten wären ja unsere Photovoltaikanlagen ein Renner und ebenso würde der Sonnenkollektor auf dem Dach sich rentieren bzw. sogar Gewinn abwerfen."

Sie vergleichen da Schrumpfäpfel mit Birnen.

Bedenken Sie mal, mit welchem Winkel des Winters die Sonnenstrahlen gegen Mittag an einem sonnigen Tag die Südwand eines Hauses nebst Fenster treffen. Bohren Sie ein paar verschieden tiefe Löcher in die Wand und installieren Sie dort Widerstandsthermometerfühler und verschäumen oder verspachteln die mit schlecht wärmeleitendem Material.

Dann veranstalten Sie an verschiedenen Tagen unter Messung der Innen- und Außenlufttemperatur ein kleines Meßprogramm. Dürfte Für Sie ja kein Problem sein, dann darüber einen kleinen Artikel zu schreiben.

5

Das Fraunhofer Institut – ich kenne diese Studie von 85 nicht – kann mir hier erzählen was es will. Ich jedenfalls habe die ersten 2 Winter in der ungedämmten EG-Bruchsteinbude (60 cm Wand) nicht genossen. Vor allem ging diese nicht nach Süden, sondern giebelseitig nach Nord-Nord-West, die linke entsprech. nach West und die rechte Seite nach Nord-Ost, und hier kam ebenfalls kaum Sonne hin. Ich möchte damit auch sagen, dass Wohnhäuser nicht nur nach Süden ausgerichtet sind, sondern i.d.R. nach allen vier Himmelsrichtungen. Und das Fraunhoferinstitut mag ja „nachweisen“ dass sogar auf der Nordseite solarer Wärmegewinn entsteht, und auch west-und ostseitig noch genügend, nur glaub ich nicht daran. Genauso wenig wie ich dem Fraunhoferinstitut in Punkto menschengemachtem Klimawandel glaube. Die Verbindungen des Fraunhoferinstitutes zu der Klimamafia sind von H. Ederer in einem Riesen-Organigramm aufgezeigt worden
Das ich bei wärmegedämmten Fassaden einen Teil solarer Energie abziehen muss ist für Leute aus der Branche klar, diese Überlegung geht auch ohne experimentellen Nachweis. Wärme die von der Innenseite nicht nach außen kann, kann auch nicht von außen nach innen., (hat auch Dr. Paul angeführt)
Nur muss ich anführen, dass solare Gewinne – ich gehe jetzt mal nur von der Sonne zugewandten Seite aus – in unseren Breitengraden gering sind. Ansonsten wären ja unsere Photovoltaikanlagen ein Renner und ebenso würde der Sonnenkollektor auf dem Dach sich rentieren bzw. sogar Gewinn abwerfen. Beim Kollektor erhalte ich die meiste Wäremenergie im Sommer, wenn ich sie am wenigsten benötige. Gleiches trifft beim Aufheizen der Mauerwerkswände zu. Jetzt plötzlich in Bezug auf Mauerwerk soll die Sonnenenergie zum Aufheizen geeignet sein und für Photovoltaik nicht mehr ??? Wie viele Wolkentage haben wir ? Wie viele Nachtstunden !! da scheint auch keine Sonne, ist doch alles aus der Solarargumentation bekannt. Die kälteren Tage, also die an denen geheizt werden muss, übersteigen die heizungslosen Tage im Jahr. Kollektoren sind aber wenigstens noch schwarz, damit sie möglichst viel Energie absorbieren. Sind dabei uns die Hauswände dunkel bis schwarz gestrichen ? müssten Sie aber sein. Nein, sie sind hell bis weiß, also reflektieren die Strahlung um möglichst wenig die Wand aufzuheizen. (der Effekt ist bei weißen und schwarzen Autos ebenso vorhanden). Wenn die Speicherwirkung von massivem Mauerwerk so hoch bewertet wird, dann könnte man ja gleich Beton nehmen ? oder Sandsteinmauerwerk, wie bei unseren alten Burgen ? ob es denen im Winter auch genügend warm war ? ich hab das was ganz was anderes gehört.
Eher würde ich dann für hochgedämmte Fensterscheiben plädieren, die den Raum dahinter erwärmen (für den Sommer allerdings unbedingt außenliegende Jalousien einbauen), auch mit der Wintersonne. Bis nämlich die schwache Wintersonne das helle Mauerwerk erwärmt hat (Windstille vorausgesetzt, sonst kann man den Erwärmungseffekt vergessen), wandert die Sonne in den Westen, und dann kommt die lange kalte Nacht in der das Mauerwerk die Wärme gleich wieder verliert.
Somemrliche Hitze in Wohnräumen kommt aber zum allergrößten Teil über die ungeschützten Fenster rein als über Mauerwerk. Durch die Speicherwirkung wird die Wärme erst später, also eher Abends abgegeben. Anders ist das bei den Spanplatten-Fertighäusern. Hier herrscht das bekannte Barackenklima. Die Hitze kommt sehr schnell durch weil massive Speicherwände fehlen.

Draußen ist es bewölkt, 12 °C und jetzt soll sich die Wand mit diffusem „Sonnenlicht“ voll saugen ? und womöglich über 20° C abgeben ?
Das kommt mir wie Werbung für Solarzellen vor. Die absorbieren auch diffuses Sonnenlicht bis zum platzen.

Gegen Schimmel und Algenbildung sollte man natürlich keine Kunstharzputze verwenden. Gleiches gilt aber auch für reines Mauerwerk. Fachlich korrekte Ausführung ist bei Dämmung zu berücksichtigen, dann passiert auch nichts. Und auf Dispersionsfarbe innen (wenn möglich) wie außen verzichten. Die unterstützt Schimmel wie Algenbildung, auch bei ungedämmten Wänden.

Luftdichte Häuser sind natürlich nichts, aber gedämmte sind ja nicht luftdicht. Und Fenster haben sie auch. 16° Innentemperatur wäre mir absolut zu kalt, da nützen auch zwei Pullover nichts. Die Füße und die Hände werden nach ein paar Stunden verdammt kalt.

Diese Thema hier über den „Unsinn“ der Wärmedämmung ist mir seit mehr als 25 Jahren bekannt, lange bevor es das Klimathema gab. Seither wird gestritten, kontrovers diskutiert. Die Protagonisten gegen Dämmung sind in der Regel Architekten. (Allerdings werden dann Einfamilienhäuser in Innen-Sichtbetonweise gebaut, die natürlich von außen wegen der miserablen Dämmeigenschaft des Betons wiederum gedämmt werden).
Die Wasseraufnahmefähigkeit von Styropor ist als gering zu bezeichnen, 2-3% ca. ich kann sogar Platten im Regen draußen liegen lassen, ohne dass die zum Schwamm werden. Wie ist das z.B. bei dem Schwimmer im Toilettenspülkasten, der ist aus Styropor ! und ständig im Wasser. Ansonsten nehme man Styrodur, extrudierten Schaum. („Nasser Pullover“ !! das ist maßlos und übertrieben und ebenso unglaubwürdig)

6
Konrad Fischer

@Dr. Paul: Sie kennen offenbar die hier maßgeblichen Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik - Effektiver Wärmeschutz von Ziegelaußenwandkonstruktionen - Auswirkung der Strahlungsabsorption von Außenwandoberflächen ... auf den Transmissionswärmeverlust und den Heizenergiebverbrauch", Holzkirchen 20. Dezember 1985 - nicht. Genau die haben im reproduzierbaren Experiment an echten Testgebäuden justament das erwiesen, was ich hier aussage. Sobald WDVS: Höhere Heizkosten.

Und bitteschön: Im Sommer kühl, im Winter warm, das ist nicht die gedämmte Pappendeckelbude, sondern das Massivhaus mit aecht Mauerwerk!

Nebenbei: Wer dämmt eigentlich, um es im Sommer "sehr angenehm" zu haben? Wer das will, muß speicherfähig und massiv bauen. Und das hilft dann auch im Winter. Details: http://tinyurl.com/c68ho7v

Wobei die Nässe im Baustoff dessen Speicherfähigkeit und damit dessen Solarabsorption dramatisch erhöht! Was doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Die ETH Zürich hat nach Kollege Paul Bossert in den 50ern experimenmtell bestätigt, daß nassere Fassaden weniger Heizenergieverbrauch bedingen. Bosserts Kontaktdaten für genauere Auskünfte erhalten Sie über seine Webseite http://www.paul-bossert.ch .

7

Zu dem Thema mit dem Brandschutz gebe ich ihne recht.

Vor allem wenn noch eine Solaranlage auf dem Dach ist kann bzw. darf die Feuerwehr gar nicht löschen.

Schonmal gesehen wenn Dämmung brennt? Genau, man sieht nichts mehr wegen dem schwarzen Rauch der bestimmt sehr gesund ist 😉

Bin selbst Handwerker und halte von Luftdichten Häusern gar nix.

Ich halte meine Raumtermeperatur tagsüber auf 16 grad und Abends mache ich den Kamin mit Holz an.

So kann man genug sparen.

In Spanien haben es die Leute besser.

8

#17: Konrad Fischer meint
" "Einmal vollgesaugt, isolieren die Dämmplatten nicht besser als ein nasser Pullover." Jein! Das Entscheidende ist: Die Dämmplatten verhindern vom ersten Tag an - egal ob trocken oder naß, daß die Wandkonstruktion dahinter sich alltäglich mit diffuser oder direkter Solarwärme vollsaugen kann. Die sogenannte Solarblockade."

Hier muss ich leider an die Strahlengesetze erinnern,
was gut absorbiert emittiert auch gut. Die Außenwand kühlt also auch entsprechend durch Strahlung zusätzlich ab und das soll die Isolierung verhindern.
Ebenso wie ich im Hochsommer die stärkste Absorbtion von Sonnenlicht absolut NICHT gebrauchen kann.
Alles kann man nun leider nicht haben.
Im Sommer ist ein gut isoliertes Haus sehr angenehm.

Ob trocken oder nass ist nicht egal sondern geradezu ENTSCHEIDEND. Nass ist die Katastrophe schlechthin,
aus mehreren Gründen.

mfG

9

Hallo Herr Heinzow
So jetzt bin ich an meinem Platz zu Hause und kann den „Wendehorst“ bautechnische Zahlentafel (Standard-Nachschlagewerk für Bauingenieure) wieder ranziehen. Die nachgegoogelten Werte, die ich hier für Beton wiedergab hatten mir zwar auch nicht zugesagt, aber ich hab sie geschrieben weil ich de und revidiere sie entsprechend dem Zahlentafel Fachbuch.
Beton, armiert liegt die Dampfdiffusionswiderstandszahl bei : trocken : 130 und feucht : 80; ca.
Die Werte für Steinmauerwerk (Ziegel,Porenbeton) : trocken : 10, feucht : ca. 5,
Expandierter (nicht extrudiert) Polystyrol Hartschaum bei trocken u. feucht = 60
Dichten spielen natürlich auch eine Rolle und verändern die Zahlen

Aber im Endeffekt sind diese Unterschiede mehr als gering gegenüber einer im physikalischen Sinn wirklichen Sperrschicht die Werte von > 100.000 hat. Und ob nun 5, 4, oder 3% Raumfeuchte (dampf) durch das Mauerwerk nach außen geht bleibt sich m.E. ziemlich egal. Gelüftet muss auf alle Fälle werden, ansonsten ist es falsches Wohnverhalten. Wir haben eben nun mal dicht schließende Fenster, und das seit gut 30 Jahren, und da muss man seine Gewohnheiten (Fenster öffnen) eben ein ganz klein wenig ändern.
Sie können ja mal spaßeshalber über den Dampfdruckunterschied Haus-Innenraum zu draussen die Mengen errechnen die durch die Mauerwand – unter Berücksichtigung der verschiedenen Diffusionszahlen – „hindurchgedrückt“ werden, also diffundieren, für einen Austausch Innen-Draussen sorgen. Im Winter ist dieser Dampfdruck am größten.

Die Sache mit dem Verdunster habe ich nicht weiter verfolgt. Ihre Berechnung stimmt bestimmt. Ich weiß nur – und das ist schon gut 27 Jahre her – dass auf die Wirkungslosigkeit der Verdunster hingewiesen wurde, die eben mehr Show sind als Nutzen. Vielleicht wenn Sie drei oder vier in einem Raum an den Heizkörper hängen bringt das was. Man darf nicht vergessen, dass auch unlackierte Möbel oder andere Stoffe Feuchte aufnehmen. Aber ich geh da mehr nach dem Empfinden meiner Frau. Wenn die sagt es ist zu trocken, würde keine Messung was nutzen.

Wer 9 – 10 tsd. Euro zu viel hat kann sich ja in seinem Neubau eine kontrollierte Wärmerückführungs anlage einbauen. Ist ne gute Sache. Sorgt für die optimale angenehme Raumfeuchte und entsorgt die Küchendüfte. Amortisieren tut sie sich aber nie, das muss klar sein.

Übrigens : bei mir sind es Stare, die drei Löcher in die Dämmwand gehackt haben – durch das Kunststoffnetz durch - und nisten. Meine Frau hat nichts dagegen. Man sieht es auch kaum.
Wie gesagt : es bleibt nicht alles gleich, Alles ändert sich, die Natur, das Wetter, das Klima, die Baugewohnheiten, die Menschen, etc....

10
Konrad Fischer

Nochwas: "Einmal vollgesaugt, isolieren die Dämmplatten nicht besser als ein nasser Pullover." Jein! Das Entscheidende ist: Die Dämmplatten verhindern vom ersten Tag an - egal ob trocken oder naß, daß die Wandkonstruktion dahinter sich alltäglich mit diffuser oder direkter Solarwärme vollsaugen kann. Die sogenannte Solarblockade.

Der somit fehlende Wärmeeintrag muß dann zusätzlich durch die Heizung geliefert werden. Genau das hat das Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Holzkirchen experimentell bestätigt. Das war 1983-85. Und ist seitdem nicht nur nicht widerlegt worden, sondern durch die Großuntersuchung an knapp 50 gedämmten und ungedämmten Ziegelbauten (Gewos-Untersuchung 1996) grausam bestätigt. Immer wenn Dämmung auf der Hütte war, stiegen deren Heizkosten.

@ Schwerdt: "Primärenergiebedarf für diesen Neubau seitdem unter 40 KWh/m2/a.
Mein altes Haus mit zweischaliger Bauweise ca 300 KWh/m2/a." - Da hätten Sie schon dazuschreiben dürfen, was "Primärenergiebedarf" in Wahrheit bedeutet: Das fiktive Ergebnis einer falschen U-Wert-Rechenformel, die bei gedämmten Buden grundsätzlich zu schön und bei ungedämmten zu schlecht rechnet und mit dem HeizenergieVERBRAUCH nix zu tun hat. Was zumindest versteckt in den "DENA-Sanierungs-Studien" zugegeben wird, die alle nur mit dem gerechneten "Bedarf" simulieren, daß sich Dämmung lohne.

11
Konrad Fischer

Ein Detail am Rande: "Oft sieht man an den grünen Fassaden regelmäßig angeordnete weiße Punkte. Dort sitzen die Dübel, mit denen die Dämmplatten am Mauerwerk befestigt sind. Sie bilden Wärmebrücken, an denen der Außenputz trocken bleibt und Algen nicht gedeihen können."

Das stimmt so nicht. Die Vorstellung, die Dübelschräubchen seien in der Lage, so mächtig Wärme aus der Wand zu saugen, daß sie die draufsitzenden Telledübel aus Plaste ausreichend erhitzen, ist daneben. Dieser Blödsinn wird von der Industrie und den fachlich durchgeknallten Scherzperten suggeriert, um dem furchtsamen (Gewährleistung!) Handwerksheini bzw. dessen Auftraggeber nun oberseitig gedämmte Dübel zu verhökern. Die dann tatsächlich genauso verdrecken, wie die Gesamtfassade drumherum.

Die Wahrheit ist viel einfacher: Die Tellerdübel, die in der äußeren Zone des kranken Fassadensystems sitzen, haben selber wesentlich mehr Speicherfähigkeit, als die Dämmstoffe. Außerdem sitzen sie direkt unter dem Putzhäutchen und haben keinen Dämmstoff drüber. Das genügt schon, um einmal weniger auszukühlen und damit allnächtlich weniger Tauwasser reinzusaugen und dann kann sich auch keine Feuchte im Dämmteller anreichern, so wie in der verdämmten Situation drumherum. Ergebnis: Die Dämmtelleroberflächenzone wird weniger verschmuddelt und von Algen angefressen. Das heißt dann im Fachjargon "Leopardeffekt" oder "Leopardeneffekt".

Und zum Thema Tauwasseraufnahme der Dämmschwarten:

Tatsächlich kondensiert auf den Dämmstoffhäuten mangels Speicherfähigkeit in der Nacht Tauwasser, sobald ihre Oberfläche den Taupunkt unterschritten hat. Das kann dann durch das Mikrorißcraquelee auch kapillar eingesogen werden. Und die Brühe staut sich dann unter der Kunstharzschwarte, die übrigens auch etwas Feuchte aufnimmt und dann anquillt und so besten Nährboden für die Algensauerei bietet.

Hinzu kommt aber das Tauwasser, das im feuchtluftgeschwängerten und - bis auf wenige Ausnahmen (Schaumglas) - immer luftdurchlässigem, diffusionsoffenen Dämmstoff selber ausfällt - und zwar in allen Zonen, in denen der Taupunkt gerade mal unterschritten wird. Das kann nun aus dem Dämmstoff nicht mehr entweichen, weil der zwar für Dampfdiffusion offen ist, nicht aber für flüssige Feuchte. Die müßte nämlich kapillar transportiert werden, das kann der Dämmstoff aber mangels Kapillarsystem nicht. Was man hierzu wissen sollte: ~ 1000 : 1 ist das Verhältnis zwischen Kapillartransport und Dampfdiffusion, wenn es um Feuchtetransport in Baustoffen geht. Und wenn sie eben keine Kapillaraktivität aufweisen, bleibt die eingedampfte Brühe eben drin. Verdampfen geht auch schlecht, weil im Dämmstoffschaumbläschen ebensowenig wie im Dämmgespinst oder der Dämmflockenschüttung keine kleinen grünen Männchen mit Tauchsieder drinsitzen, die die zwangsweise angereicherte Flüssigkeit ordentlich verdampfen. Ein Phänomen, das übrigens auch den hinter Dampfbremsen verborgenen Dämmplunder im Dach oder in der Wand betrifft.

Genau diesen Auffeuchtungsprozeß im diffusionsoffenen, aber kapillarlosen Dämmstoff PUR haben wir im Fassaden-Isolierklinkerfall in "45 Minuten - Wahnsinn Wärmedämmung" (NDR) aufgezeigt. Und hinter dem wassergeschwängerten Dämmstoff war die alte Außenwand nahezu komplett vom Schwarzschimmel befallen, wie sich nun beim Abreißen der komplett nassen Dämmhaut bestätigt hat.

Sowas kommt eben raus, wenn intelligenzgeschwängerte Hausverwalter, erfahrene Planer und brave Handwerker dem scherzpertengläubigen Hausbesitzer beibringen, daß er unbedingt dämmen muß.

Konrad Fischer
Dämmketzer

Schreckliche Dämmdetails und -beispiele: http://tinyurl.com/2cfkdtr

12

@ F. Grabitz # 14

"Ich hatte doch geschrieben dass die Diffusionszahl von Styropor 30 beträgt"

Ich habe Angaben zwischen 50 und 150 gefunden, während bei Ziegel, Kalksandstein & Co die Werte zwischen 10 und 20 liegen.
W
"„Wasserbehälter“, vergessen Sie die, das bißchen Wasser was da drin ist."

Ich habe jetzt gerade meine Psychrometertafel nicht zur Hand, aber bei 0 (30) °C kann die Luft aus meiner Ernnerung maximal ca. 6 (30) Gramm Wasserdampf enthalten. In einer 60 m² Wohnung mit 2,7m Deckenhöhe wären das bei 20 °C nach der Magnus-Formel bestenfalls 3 kg. Um 0 °C Außenluft bei 100% Luftfeuchte auf 60% Feuchte bei totalem Luftaustausch zu bringen, bedarf es nur der Verdampfung von 1l Wasser.

13

#13, Herr Heinzow

1)
natürlich gibt es Pfusch, oder falsche Planung, fehlende Erfahrung +Verwendung unpassender Materialien wie sperrende Dispersionsfarbe. Genauso wie es Pfusch auch in Kfz-Werkstätten gibt. Aber keiner kommt auf den Gedanken jetzt vom Auto abzuraten und nur noch Fahrrad oder Bahn zu fahren.
Aber wer was gegen Styropor hat der nehme eben Mineralwolle, wo liegt also das Problem bei Dämmfassaden ? Oder man nehme Multipor.

2)
„Nachweislich“ ??
Ich berichte hier nicht von oder über eine Studie, sondern aus der Praxis.
Das war bei mir privat, d.h. ich weiß es und das genügt mir. Die Liter Öl+ Strom für Elektroheizung habe ich nicht festgestellt, weil, ich zu Beginn kein Buch über die Betriebszeitstunden geführt habe. Außerdem sind die Wetter- bzw. klimatischen Verhältnisse jedes Jahr unterschiedlich (dürfte in diesem Forum bekannt sein), so dass ich quasi erst mittlere Temperaturen feststellen müsste und die in Bezug zum Verbrauch, Öl+elektrisch, setzen müsste. An solche Aufwendungen habe ich vor 17 Jahren nicht gedacht und würde sie auch jetzt nicht durchführen. Jedenfalls, wenn die Temperatur im Raum auf erträgliche Werte, also ca. 20-22 °C ging, und dies bei 12 Std. Heizdauer pro Tag und nicht mit 24 Std. Dauerheizung und trotzdem nur bis max 16° (bei starkem Frost draussen), wenn vor allem keine elektr. Zusatzheizung benötigt wurde, muss die Dämmung was gebracht haben. (Das ist so wie mit der mittelalterlichen Warmperiode. Wenn in Schottland, Südnorwegen und Ostpreussen Wein wuchs, muss es wärmer wie heute gewesen sein. Auch ohne Temperaturmessung.)
Und als Ingenieur nehme ich die bauphysikalischen Werte und berechne den Dämmwert, ohne groß Diskussion, genauso wie man eine Statik berechnet und daraufhin Mauerwerk, Stahl und Beton bemisst. Die physikalischen Werte wie, E-Modul, Dehnungskoeffizient werden ja auch nicht angezweifelt und gelten, also auch die Dämmwerte. Stehen in jedem Bauphysikbuch. Ansonsten müsste man die Tragfähigkeit eines jeden Bauwerkes in Frage stellen. Ein Poroton, (obwohl das kein Ziegel mehr ist, sondern ein mit Perlitte gefüllter Ziegelhohlkörper, also im Grunde eine Ziegel-Mogelpackung) oder Porenbetonstein (Ytong, Greisel,z.B.) hat auch Dämmwerte, genauso wie Polystyrol. Die Dämmwirkung wird hier nicht angezweifelt. Für den Häuslebau oder auch für die Dämmsanierung für Altbauten kann Polystyrol (Verdübelung ab 8 m Höhe), gepresste Mineralwolle oder auch Multipor von Fa. Ytong verwendet werden. Multipor ist dabei ein diffusionsoffenes Material, wie ein Ytong-Stein (oder auch Ziegel), nur leichter und statisch nicht belastbar. Es wird einfach aufgeklebt und dann kann sofort auf der Oberfläche, da die vollkommen eben und bündig ist, der Strukturputz drauf kommen. Der lambda-Wert ist 11% schlechter, 0,045, wie bei Styropor (0,04, oder teurer bis 0,03). Nachteil : Multipor ist – kenn den Preis momentan nicht – ein gutes Stück teurer wie Styropor. Aber es hat alle Vorteile wie ein normales Mauerwerk ! warum spricht niemand davon ? führt es als alternatives Beispiel an, wenn von der sogenannten sperrenden Wirkung des Styropor gesprochen wird ? Passt Multipor nicht ins Bild ? Kennt das der Planer/Architekt nicht ? Ich kenn das seit mindestens 10 Jahren oder länger. (die Fa. Hebel - ist in Ytong aufgegangen - hat´s erfunden.)
Sie können ja versuchen ob sie des Nachts oder bei den zahlreichen bewölkten Himmeln („Sonnenland Deutschland“) ihr Außenmauerwerk mit Sonnenenergie auftanken können. Vor allem wenn es weiß, bzw. hell gestrichen ist ! Das reflektiert die Sonnenenergie, genauso, wie die Sonneneinstrahlung durch die Wolken zurückgeworfen wird und nicht die Erde erwärmen kann- was unsere AGW´ler aber nicht berücksichtigen.
Auf welche Seite schlagen Sie sich jetzt ? auf die der AGW Seite ? oder bleiben Sie Realist ?

Demgegenüber hat heutiges Mauerwerk (Ytong, Ziegel) ohne groß Aufpreis einen lambda-Wert von 0,08, was der Hälfte dem von Styropor entspricht, d.h. eine 36 ger Wand würde einer Dämmung von 18 cm Styropor mit der Wärmeleitgruppe 040 auf einer Betonwand entsprechen (den dämmtechnisch sauschlechten Beton vernachlässige ich mal). In letzterer Kombination würde dann der Beton mit einer Diffusionszahl von 50 die schlechtere Diffusion wie das Styropor haben.
Ich war vor 4 Jahren einige Monate in Kärnten. Dort in Österreich wird mit Polystyrol gedämmt – eine wahre Freude. 16 cm auf 20 od 24 cm Poroton ist usos. Gibt Fördergelder.

Für höhere Wohnhäuser muss ein festerer Stein verwendet werden, der geringere Dämmwerte (0,11 -0,14, 0,16) hat und hier ist es dann ratsam mit Polystyrol oder Miwo zu dämmen (je nach Geldbeutel). Dickere Wände wären teurer und würden obendrein zu viel Wohnraum verschenken wenn man auf der Bebauungsgrenze baut.

3)
„Styropor ist eine Wasserdampfsperre.“
wo haben Sie denn das her ? Das ist ein Irrtum, oder wie ein Studierter sagen würde, das ist Blödsinn.
Ich hatte doch geschrieben dass die Diffusionszahl von Styropor 30 beträgt, d.h. also durchgängig ist, jedenfalls mehr wie Beton (50) oder Holz (50) !!. Eine Dampfsperre ist eine spezielle, für Sperrungen zugelassene Kunststofffolie, oder eine Bitumendachpappe (für Dachabdichtungen), oder Glas, deren Diffusionszahlen liegen bei > 100.000 (Alufolie >0,1 mm : 1.000.000, Asphalt : 3.000, anhydritestrich : 70) oder eher bei unendlich. Dampf steigt im Kochtopfversuch locker und schnell durch Styropor ! Noch nie probiert ?
Dampfsperren setzt man beim Ausbau von bewohnbaren Dachgeschossen ein, bei Spanplattenbuden ein, also den sogenannten Fertighäusern. Hier wird an der Innenseite eine Dampfsperre angebracht (und da ist viel Pfusch möglich, vor allem wenn der Bauherr sich freut wie schnell das alles geht) damit keine Feuchte durch die Wand geht und sich am Taupunkt in der Mineralwolle niederschlägt. Ich würde sogar Polystyrol nehmen (wäre in diesem Fall teurer, da keine Isoverdämmung), aber das nimmt im Fall der Fälle wenig bis kaum Feuchte auf.(brennt aber wiederum besser !)
Also, wenn Sie an die Dampfsperre glauben, dann wundert mich in vielen Äußerungen zu diesem Thema nichts mehr (das 21.Jhdt. ist doch nicht so aufgeklärt). In der Regel sind, und das kenn ich seit ca. 25 Jahren, Architekten gegen Dämmung eingestellt. Wie Sie oben an den Werten sehen wäre Holz sperrender wie Styropor ! Allerdings speichert es wiederum mehr Feuchte, gibt also nicht nach draussen ab, verliert aber dadurch gehörig an Dämmwirkung.
Wie gesagt, Wasserdampf bekommen Sie nur durch Lüftung (Fenster oder Anlage) raus, also Stoßlüftung !!, nie durch die Wand; wie auch schon geschrieben, von der TU Darmstadt ermittelt. Gleiches ist auch bei den Holzfertighäusern der Fall, eher noch mehr, da diese Wände 100% ig dicht sein müssen.
Oder, Tipp : Sie kochen weniger, produzieren weniger Dampf, oder gehen essen.

4)
„Wasserbehälter“, vergessen Sie die, das bißchen Wasser was da drin ist. Wenn, dann müssen Sie eine elektr. Befeuchter mit Ventilator einsetzen (wird aber zur Bakterienschleuder). Ich selber stell auf meinen Kaminofen (Gußofen, reagiert schneller wie Kachelofen) auf die eingebaute Herdplatte eine Keramikschale mit Wasser, wobei hier, gut 2 Liter Wasser pro Tag (ca. 12 Std.) verdampfen, für einen Raum mit 60 m³ Inhalt; allerdings steht die Tür immer offen. (1 Liter Wasser ergeben 1700 Liter Dampf.)
Also aus Ihrem Wasserbehälter reicht die Feuchte für Schimmel nicht. Und wenn doch, dann sollte man ihn nicht benutzen, denn dann ist es bereits zu feucht im Raum. Also wieder falsches Wohnverhalten. Welche Fenster waren eingebaut ? Hat man mehr gelüftet ?
Zu trockene Luft haben Sie in der kalten Jahreszeit. Beim Lüften kommt kalte und somit Luft mit geringem Wassergehalt in den Wohnraum. Wird hier aufgewärmt und somit relativ trocken. M.E. egal ob bei Kaminofen oder Heizkörper, warm ist warm und macht trocken. (die Feuchte im verbrennnendem Holz geht durch den Schornstein.). Das bißchen Feuchte durch Ihren „Wasserbehälter“ wird somit sofort kompensiert. Es kommt auch auf Möbel, Polster und Teppiche an.

Schimmel entsteht auch innen durch gute Dispersionsfarbe die die Feuchte (billige wäre besser) nicht durch das Mauerwerk durchlässt, und wenn dann zu wenig geheizt wird, und wenig gelüftet, dann freut sich die Spore. Oder auch auf Rauhfaser, deren Holzanteile vor allem (auch Papiertapete) saugen die Feuchte auf, geben sie aber verdammt ungern ab und geben damit der Spore ein Zuhause. Beliebt sind Ecken in denen keine Luftumwälzung stattfindet, oder hinter großen Schränken (zwischen Schrankrückwand und Mauerwerk, hier steht die Luft, bleibt die Feuchte) und die zu allem Überfluss an einer Außenwand, am besten sogar noch an einer sonnenarmer Nordwand stehen, sind wie Ferien für Schimmelsporen. Allerdings, so denke ich, wenn diese Wand mit Styropor gedämmt wäre würde das Mauerwerk als Wärmespeicher wirken und weniger Schimmel auftreten, weil der Taupunkt nicht im Stein wäre und durch die Steinwärme mehr trockenere Luft vorhanden wäre.

ob es da verschimmelte Wände gegeben hat weiß ich nicht, hat mich auch nicht sonderlich interessiert und ist wahrscheinlich auch nicht so viel darüber berichtet worden. Die Häufigkeit des Auftretens hängt ja immer mit der Häufigkeit der journalistischen Erwähnung zusammen, ist so wie mit den „zunehmenden Tornados“.

So jetzt reicht´s für heute. Wollte gar nicht so viel schreiben.

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@ F. Grabitz #12

"Seitdem kenn ich dort weder Innen-Schimmel, noch Algenbewuchs noch sich ablösende Platten oder reißenden Putz."

1. Bei korrekt durchgeführter Dämmung ist das die Regel. Es sollte Ihnen aber auch bekannt sein, daß es jede Menge Pfusch am Bau gibt.

2. Wurde denn nachweislich Heizenergie durch die Anbringung Styroporplatten eingespart?

3. "Schon damals war die Isolierverglasung dicht und neue Häuser haben naturgemäß mehr Innenfeuchte. Da ist man schnell bei 65 % Luftfeuchte, d.h. bei dieser Feuchte springen schon die ersten Schimmelsporen an und verbreiten sich."

Styropor ist eine Wasserdampfsperre. Wie also kriegt der "Eingedämmte" den Wasserdampf mit minimalen Energieverlusten raus?

4. Ich kenne noch die an den Heizkörpern angebrachten Wasserbehälter, die zur Verbesserung des Raumklimas immer wieder mit Wasser gefüllt wurden. Hat es da zur Hochzeit des Gebrauchs verschimmelte Wände gegeben? Wenn Nein, warum nicht?

15

Ich bin für Dämmung und habe in meinem Berufsleben nur gute Erfahrungen damit gemacht.
„ … Die Außenhaut der Dämmung kühlt daher rasch so weit unter den Taupunkt ab, dass sich Kondenswasser darauf niederschlägt. Durch unvermeidliche feine Risse in der Außenhaut dringt die Feuchtigkeit in die Dämmung ein, kommt aber am Tage vor allem an der Nordseite des Gebäudes wegen der wasserdichten Kunststoff-Farbe kaum wieder heraus.“
Also was nu ? ist die Außenhaut dicht oder nicht ? nur in einer Richtung geht nicht.
Mit der Zeit sollte man wissen, dass Dispersionsfarbe absperrt also diffusionsundurchlässig ist. d.h. es kommt drauf an, nimmt teure Markenfarbe ist sie undurchlässig, weil mehr Dispersion enthalten ist, in billiger Farbe dagegen weniger- für diesen Fall wäre das also besser.
Silikatfarbe ist diffusionsdurchlässig allerdings 2-3x so teuer. Egalisierung wird i.d.R. bei eingefärbten Putzen genommen um die unvermeidlichen Flecken zu „egalisieren“, also gleichen Farbton zu erreichen. Ich habe meinen mineralischen Putz auf den 10 cm WDVS nicht gestrichen sondern naturweiß gelassen und bis jetzt, seit 15 Jahren keine Algen/Schimmel, weder auf Süd-, Ost-, Nordseite, drauf. Ansonsten bin ich – und vor allem meine Frau hoch zufrieden mit den Wärmedämmeigenschaften der 10 cm. Mein alter Bauernhof hat im EG ca. 60 cm Bruchsteinmauerwerk, eine äußerste Zumutung im Winter (entspricht etwa 4-5 cm Porotonziegelstärke oder 1 cm Styropor), vor allem bei Frost wenn der über Tage und Wochen bis -15 – 18° geht. Es betraf vor allem die Küche als Vorbau die an Nord-, Ost- und Westseite herausragt. Innentemperatur ging max auf 16° - in Raummitte. Die Innenseite der Außenwand hatte 10°C !. d.h. es trat Konvektion auf. Was die Temperatur noch kühler erleben lässt. Der Backherd (es betraf die Küche u.Esszimmer) lief zur Wärme-Unterstützung mit. Nach dem Dämmen, das war 1997, verwende ich den Backherd nur noch zum Backen und man kann es sogar ohne Heizung (wenn man vergisst Öl zu bestellen) locker noch 1 Tag in der Küche und Esszimmer aushalten. Hier bewährt sich die Speicherwirkung des massiven Mauerwerkes.
Allerdings wenn haushohe Bäume, z.B. Tannen in 3-4 m Entfernung zur Hauswand stehen- vielleicht gerade noch die Nordseite dann tritt aus meiner Erfahrung auch Schimmel/Algenbewuchs auf, auch auf ungestrichener Wand. Geht die Entfernung auf 10m so trat kein Algenbewuchs auf. Ich sehe den Grund in der Beschattung durch die Bäume und deren höhere Feuchtigkeitsabsonderung, die die nahe Putzoberfläche noch weniger austrocknen lässt.

Die Neue Heimat hatte in Nürnberg die in unserer Gegend Mitte der 80 ger ihre 1958 erbauten Mietshäuser mit Styropor gedämmt. Seitdem kenn ich dort weder Innen-Schimmel, noch Algenbewuchs noch sich ablösende Platten oder reißenden Putz.
Ebenso überzeugend waren die WDVS Dämmarbeiten die ich in meiner Berufszeit erstellt habe. ich kenn niemanden der schimpft. Im Grunde lese ich davon nur und dann steht meistens ein Architekt dahinter.

Es kommt mir bei der Argumentation für die Speichermöglichkeit des Mauerwerkes so vor, als wenn alle Räume in den Häusern nach Süden oder Westen ausgerichtet wären, und dass in diesem sonnendurchflutetem Land ständig das Mauerwerk von Sonnenenergie erwärmt wird. Besonders im Winter und des Nachts. Bei der Photovoltaik macht man sich darüber lustig, aber beim Hausmauerwerk soll es plötzlich zutreffen, die Sache mit dem Wärme (Strom-)gewinn aus Sonnenenergie.

„…Die Außenhaut der Dämmung kühlt daher rasch so weit unter den Taupunkt ab, dass sich Kondenswasser darauf niederschlägt…“
das würde heißen die Außenhaut wäre kälter wie die Umgebungsluft ?? Sind dann auch die Oberflächen der Eingangstür (Holz) und der Fensterscheiben mit Kondenswasser beschlagen ? Bei mir nicht.
entweder es regnet oder es ist Nebel, dann kondensiert das Wasser in der Luft und somit auf der Oberfläche der Außenhaut.
Hier wird Unsinn geredet oder schlecht ausgedrückt.
Diffundiert Feuchte von innen nach außen so haben sie bei Verwendung von sperrender Dispersionsfarbe den gleichen Effekt auch bei Mauerwerk, jedenfalls bei modernem (Poroton, Ytong, Blähton), denn die Dämmzahlen in Verbindung mit 36,5 oder 50 cm starken Wänden haben gleiche oder ähnliche Gesamtdämmwerte wie bei Wandaufbauten mit Mauerwerk und Polystyrol. Gerade bei Ziegel der 2,5x so hoch hygroskopisch ist wie Porenbeton (Ytong) macht sich eine Durchfeuchtung negativ bemerkbar machen. 5% Feuchte im Stein senken die Dämmfähigkeit um 50%. (gut dabei ist nur, dass es die Bewohner nicht merken wie feucht ihre Ziegel sind).
Das Übel ist die Dispersionsfarbe. Meines Erachtens sollte man auch mit dem Anstrich warten (gut 2 Wochen), bis sich die Putzoberfläche entspannt hat, d.h. Mikrorisse gebildet hat. Der folgende Anstrich lässt die feinen Risse zulaufen, sogar Haarrisse. Geschieht der Anstrich unmittelbar nach dem Putz, macht der Anstrich die Putz-Riß-Bewegung mit. Besser ist man mit Silikatfarbe bedient, die zwar 2-3x so teuer ist aber diffusionsoffen, oder man streicht gar nicht. Der Anstrich mit Thermoshield, noch teurer, soll hier sehr effektiv sein.

„ Fenster ohne Dichtlippe und Isolierglas,… „
also hier verschlägt es mir die Sprache, und so etwas als Empfehlung !. Solche Fenster hab ich auf meinem Hof auch noch, aber hab einen Teil beim Einzug schon gegen Wärmeschutzisoglas getauscht.
Einfachverglasung !! das wird kalt, oder Ölintensiv.
aber zu was ? wegen Zwangslüftung ??
Polystyrol ist diffusionsoffen, mit einer Diffusionszahl von 30-50, Mauerwerk hat 5 (trocken) 10 (feucht). Legen sie eine 5 cm, oder stärkere Polystyrolplatte auf einen Topf mit kochendem Wasser und sie sehen wie der Dampf durch die Platte steigt. Die TU Darmstadt hatte bereits vor etlichen Jahren in einem Versuch ermittelt, dass ca.2-6% der Raumfeuchte durch das Mauerwerk – je nach Beschaffenheit – nach außen dringen. D.h., es, das „Atmen“ (Architekten reden gerne davon)der Wände ist fast vernachlässigbar. Es muss in allen Fällen gelüftet werden um die Raumfeuchte abzutransportieren oder man schafft sich undichte Fenster an. Schon 1983 hatte ich Häuslebauer die sich wegen innen-Schimmel beschwert hatten – in Ziegelhäusern ! aber alles nur falsche Wohnweise. Schon damals war die Isolierverglasung dicht und neue Häuser haben naturgemäß mehr Innenfeuchte. Da ist man schnell bei 65 % Luftfeuchte, d.h. bei dieser Feuchte springen schon die ersten Schimmelsporen an und verbreiten sich. Also : Lüften, Stoßlüften, oder Lüftungsanlage. Extrem gesprochen könnte man auch Betonwände machen (was im Verwaltungsbau auch üblich ist. Gibt es dort Innenschimmel ? nein, weil viel mehr gelüftet wird als zu Hause).

Es ist unwahrscheinlich wie sich die alten Märchen halten, seit über 30 Jahren höre ich davon.Man sollte besser darauf achten, dass die technischen Besonderheiten, Arbeitsabläufe und Kombination von Baustoffen eingehalten und beachtet werden.

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@ W. Pütz #9

Herr Pütz,
die Vorgänge sind komplexer. Unterschreitet, warum auch immer, ein fester Körper die Taupunktstemperatur der Luft, kondensiert der Wasserdampf an der Oberfläche und je nach Eindringtiefe in den Körper bei Gasdurchlässigkeit auch innerhalb. Feine Risse wirken zudem wie Kapillaren und transportieren das flüssige Wasser nach innen.

Gleichzeitig setzen die enschen innerhalb des Hauses Wasserdampf frei, so daß der Taupunkt in der kalten Jahreszeit oberhalb des Taupunktes der Außenluft liegt. Der in der Innenluft vorhandene Wasserdampf diffundiert gen Außenwand, weil der Wasserdampfpartialdruck im Gebäude höher ist, als draußen. An dem Punkt, wo der Dämmstoff die Taupunktstemperatur des Gasgemischs unterschreitet, tritt Kondensation des nach draußen diffundierenden Wasserdampfs ein. Ist erst einmal Wasser im Dämmstoff kondensiert, wird es schwierig, ihn zu entfernen. Man kann natürlich durch Einblasen künstlich getrockneter Luft das Problem vermeiden, aber Trocknen von Luft kostet Energie. ...

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Erich Richter

Was ist das einmal nur für eine "Sch...."?
Es geht doch in erster Linie wiederum darum, dass per Gesetz (hier entwickelt über die EU verfeinert ein weiterer Zwang zum Energiesparen aufgezogen wird, nur um C02 zu sparen...nur um C02 zu sparen...nur um C02 zu sparen !!!
Dämme doch wer will und nicht wer muss !

Erich Richter

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Nach meinem Physikverständnis muss der Vorgang der Wasseraufnahme in der Dämmung, entgegen der Beschreibung von Herrn Gärtner, wie folgt beschrieben werden:

Durch unvermeidliche feine Risse in der Außenhaut dringt am Tage feuchte Luft in die Dämmung ein. Die Außenschichten der Dämmung kühlen nachts rasch so weit unter den Taupunkt ab, dass sich im Innern der Dämmung Kondenswasser bildet, welches aber am Tage vor allem an der Nordseite des Gebäudes wegen der wasserdichten Kunststoff-Farbe kaum wieder heraus gelangen kann.

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Johannes Herbst

Energiesparend heizen und dämmen
#7: W. Schwerdt

Sehr geehrter Herr Schwerdt, ihr Zitat:

"Primärenergiebedarf für diesen Neubau seitdem unter 40 KWh/m2/a.
Mein altes Haus mit zweischaliger Bauweise ca 300 KWh/m2/a."

Das lässt sich ja nicht recht vergleichen. In ihrem alten Haus war bestimmt auch eine andere Heizung drin. Und die Anbringung der und Art der Heizkörper, der Vorlauf, etc. war bestimmt auch anders. Und zählt dann die wegen Warmwasser im Sommer durchlaufende Heizung mit schlechtem Wirkungsgrad auch mit zu den 300 KWH/m2/a?

Mein Bauernhaus mit ca. 300qm und 60-80cm dicken Natursteinwänden verbraucht 6-15 Ster Schwartenbretter pro Jahr. Da komme ich ja fast schon an ihren Neubau ran. Ich habe allerdings eine thermische Solaranlage, die mit dazuheizt. Und wir leben bei recht niedrigen, aber noch angenehm empfundenen Wohntemperaturen.

Die im Text angesprochenen Probleme gibt es wirklich. Wenn Sie auf der Website von Konrad Fischer gucken, gibt es auch Fernsehsendungen darüber. Sehr nett die Sendung, wie einer in eine mineralfasergedämmte Fassade reinflext und das Wasser raustropft... Und dann die Lichterloh brennenden Styropor-Häuser und die Kommentare der Feuerwehr dazu...

Ob Herr Fischer das alles physikalisch richtig einordnet, bin ich mir nicht ganz sicher. Aber die Praxis gibt ihm recht. Massive Bauelemente und Strahlungsheizung sind energiesparend und geben ein gutes Wohnklima. Und Häuser sind nun mal keine statischen Systeme mit gleichbleibender Wärme zu- und Abfuhr, sondern sie sind, zumindest von außen, starken Temperaturschwankungen unterworfen. Baumaterialien reagieren auch ganz anders auf Strahlungswärme als auf Konvektion.

Mich würde aber interessieren, ob es nicht noch besseres als Massivsteinmauerwerk gibt. Ich habe auf die Sparren meines zweiten Fachwerkhauses eine 15 cm dicke Massivholzschicht anstatt einer Dämmung montiert. Zumindest in den Heißen Sommertagen wirkt es gut: Es ist sehr kühl unterm Dach. Im Winter werden wir sehen.

Was vielleicht noch besser isolieren könnte, wäre mehrere Schichten abwechselnd 2cm Holz und 2cm Luft. Also Masse zum Wärmeaufnehmen und dazwischen Luft, die die Weitergabe an die nächste Schicht behindert.

Holz nimmt übrigens Strahlungswärme im Gegensatz zu Dämmstoffen nur sehr langsam auf. Dazu gibt es das Lichtenfelser Experiment auf K. Fischers Website.

Zuletzt möchte ich noch auf die Abfallproblematik hinweisen. Dämmstoffe halten nicht ewig. Und nach 20 Jahren muss das ganze Zeug wieder raus und entsorgt werden. Da liegen wir in Deutschland schätzungsweise im Kubik-Kilometerbereich...

MfG

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Tut mir leid, aber dem Bericht kann ich so gar nicht zustimmen. Nach ca. 30 Jahren Baupraxis und vieler durchgeführter Bauvorhaben, auch mit WdVS verschiedener Hersteller, kann ich eigentlich nur Positives berichten. Zumal die Kosten dieses System sehr niedrig sind.
Negativ: WdVS sind im Bereich von Bäumen problematisch, da sie sehr schnell veralgen. Ansonsten müssen sie auch öfter als geputzte Massivwände gestrichen werden.
Von einer Unwirksamkeit ihrer Wärmedämmungwirkung ist mir nichts bekannt. Auch nicht bei meinem ersten ausgeführten Gebäude vor über 20 Jahren mit WdVS-Fassade zur Westseite hin, die bisher noch im Originalzustand ist. Und zwar ohne Anstrich, da es sich dabei nur um einen sogenannten Egalisierungsanstrich handelt, der aus optischen, nicht aus technischen Gründen Anwendung findet.
Darüber hinaus muss man auch wissen, daß es WdVs auch mit mineralischer Dämmung und mineralischen Putzen gibt, die grundsätlich ohne Anstrich auskommen und auch keine Brandproblematik kennen.
Ein entsprechendes System habe ich für den Neubau meines eigenen Einfamilienhauses vor 6 Jahren verwendet und es befindet sich heute noch im Neuzustand.
Primärenergiebedarf für diesen Neubau seitdem unter 40 KWh/m2/a.
Mein altes Haus mit zweischaliger Bauweise ca 300 KWh/m2/a.

W. Schwerdt (Dipl.-Bauing. TH, Ingenieurbüro)

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Die "Referenz"#1 ist eine ganz einfache, nämlich es bleibt festzustellen, dass die DENA= Deutsche Energieagentur (wer sonst?) schon 2004 diese glorreiche Idee hatte, den sog. Energiepass herauszugeben, der dann mit der ENEV 2007 durch den Begriff Energieausweis ausgetauscht wurde. Für Neubauten war dies schon 2002 fällig. Mittels Gesetz und Verordnung wurde er für Wohngebäude im Bestand schrittweise ab dem 1.7.2008 eingeführt. Wenn der Eigentümer ein Haus oder auch ein einzelne Wohnung verkaufen, verpachten oder vermieten möchte, ist er zwar selbst nicht verpflichtet, aktiv zu werden und den Energieausweis von sich aus ins Gespräch zu bringen. Doch sobald der potenzielle Käufer oder Mieter danach fragt, muss er ihn vorzeigen können ! Bei Neubauten bekommen Eigentümer oder Käufer den Ausweis von ihrem Architekten oder dem Bauträger.
(Anmerkung: Durch Fehl- und Falschinformationen gelang es der Sanierungsbranche den sog. "Dämmwahn" weit verbreitet publik zu machen !
Das sich beispielsweise die Mieter mit einer Befragung nach dem Ausweis ins eigene Fleisch schneiden (Mieterhöhung) ist so manchen bis dto. nicht einmal bewusst geworden.)
Die sog. europäische Richtlinie...was immer auch unter Europa zu verstehen ist, verlangt eine konkrete Umsetzung auf nationaler Ebene bis 9.7.12. Für Verbraucher gilt das neue Recht ab 7.1.2013 - Käufern und Mietern muss eine Kopie des Energieausweises vorgelegt werden können.
Bei Vermietung oder Verkauf muss der Kennwert der Gesamtenergieeffizienz und des primären Energieverbrauchs in kommerziellen Anzeigen genannt werden ! (2. Anmerkung: Dies ist schon die Verpflichtung des Hauseigentümers und Vermieters eine entsprechende "Dämmwahnnisierung" durchzuführen -was einer Verpflichtung gleich kommt.) Auch dies alles wiederum wegen ein bisschen C02...
Eine gute Nachricht diesbezüglich: Vaclav Klaus
lässt sich nicht weiter an die grünen "Ketten" legen und legt sein Veto gegen den Energieausweis für Gebäude ein ! Es handele sich hierbei um eines der schlimmsten Gesetze unter die er ja seine Unterschrift setzen sollte. es bedrohe die Freiheit der Gesellschaft !
Hoch lebe die EUDSSR !
(3. Anmerkung: Vielleicht sollte man sich von EIKE-Seite einmal etwas mehr mit Herrn Klaus beschäftigen ?)

Erich Richter (nicht hummel-hummel - sondern
Schimmel-Schimmel über dieses land !

22

Das Ziel der grünen Politik ist schon seit langem, eine Energieknappheit zu simulieren. Alle Leute sollen Energie sparen, ganz so als ob eine Energie-Knappheit herrschen würde. Woher die Energie kommt, ist dabei nicht wirklich wichtig - man hat zwar den Klimaschutz und Umweltschutz als Gründe vorgeschoben, aber in Wirklichkeit geht es nur um ideologische Opposition gegen Energieverbrauch (siehe Atomstrom-Heizungen in Frankreich).

Der beste Weg um diese künstliche Energiekrise zu simulieren, sind Massnahmen zur Verteuerung der Preise, also steigende Steuern auf Benzin/Heizöl/Gas, das EEG für Strom usw., und gleichzeitige Zwänge und Subventionen für die Dämmung, zwingende Zielvorgaben für die Autohersteller usw. Damit ist die Illusion perfekt: Würde ein Auserirdischer nach Deutschland kommen, würde er denken, wir bereiten uns auf eine massive Energiekrise vor.

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Meine persönliche Erfahrung hierzu:
2011 versuchte ich einen Handwerker zu finden, der meine Fassade OHNE Dämmung erneuert. Fazit: alle haben abgelehnt mit dem Hinweis, dass man als Handwerker bis zu € 15.000 Strafe zu zahlen hätte, wenn eine renovierungsbdürftige Fassade nicht vorschriftsmäßig mit Dämmung versehen werde. Ich müsse schriftlich bestätigen, dass ich dies ausdrücklich nicht wünsche. Gemacht hat es trotzdem keiner (weil kein Geld damit zu verdienen ist bzw. man anderweitig genug Baustellen mit lukrativer Dämmung hat...). Ein alter Maurer, der den ganzen Schwachsinn nicht mehr mitmachen muss, hat letztlich auf seine Rechnung geschrieben: "Fassade zur Wärmedämmung vorbereitet". Das sichert ihn und mich ab !!
Übrigens: mein Nachbar ist Schimmelexperte und bekannt aus Presse und Fernsehen. Er kann sich vor Arbeit nicht retten !!!

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der Beitrag ist meines Erfahrungs nach mit einseitigen Ansichten gespickt und so mit trägt zu noch mehr Verwirrung an diesen Gebiet bei. Heutige Bauweise mit leichtem Baumaterial und relativ schmaler Außerwandstärke kommt ohne zusäzlicher Außenisolierung nicht aus. Alte Bauwerke aus der Vorkriegzeit, die aus Ziegel gebaut worden sind brauchen diese Zusaztisolierug natürlich nicht.Dass man diesen katastrofal schwacher Wissenstand der Bevölkerung ausnuzt um lukrative Geschäfte zu machen ist von der Politik gewollt.
mfG

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Sorry, ich lese zwar immer mit grossem Interesse diesen Newsletter, aber hier liegt ihr falsch. Ihr versteht nichts von Bauphysik. Man man die richtigen Fassaden richtig isoliert, passiert nichts. Unser Haus ist seit 20 Jahren isoliert, nichts ist passiert (ausser massiver Energieeinsparung...)

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In dem Text verweisen Sie auf verschiedene Veröffentlichungen, Berichte, Belege, Versuche etc, ohne aber Referencen anzugeben.

Ich würde es sehr begrüßen, wenn Sie diese Materialien zugänglich machen könnten.
Dr. Ulrich Steiner