DWD: Europa-Dürre ein Wetter-Phänomen, keine Klima-Katastrophe

Seit etlichen Monaten herrschen im Mittelwesten der USA* sowie verbreitet in Südeuropa und strichweise bis in das südliche Mitteleuropa hineinreichend erhebliche Niederschlags-Defizite bis hin zu stark ausgeprägter Dürre. Diese Witterungs-Verhältnisse gehen zeitlich insbesondere in Südwest- und Süd-Europa schon bis in das Jahr 2011 zurück. In einer ausführlichen Publikation weist der Deutsche Wetterdienst darauf hin (www.dwd.de, 15.08.12), daß es sich hier um ein historisch keineswegs ungewöhnliches Wetterlagen-Phänomen handelt, folglich nicht etwa um das Signal irgendeiner „Klima-Katastrophe“: „…dass in allen diesen Fällen ein über 2 Jahre anhaltender La Niña-Einfluss bzw. zwei direkt aufeinanderfolgende La Niña-Ereignisse die Hauptursache dafür waren, in Verbindung mit einer positiven Nordatlantik-Oszillation.“

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Seit Jahrhunderten und selbst seit Jahrtausenden gibt es in allen Regionen der Erde Zirkulations-Schwankungen in der Atmosphäre, die zu länger anhaltenden Phasen von Niederschlägen oder – im Gegensatz dazu  –  zu Dürren führen können. Die alten Chroniken sind voll von derartigen Ereignissen, und die seit etwa 150 Jahren existierenden Archive der staatlichen Wetterdienste dokumentieren das auch. Solche "Großwetterlagen" können über Monate, ja sogar über einige Jahre anhalten, bzw. einen starken Trend zur Regenerierung zeigen. Die strengen naturwissenschaftlichen Ursachen und Zusammenhänge sind allenfalls in Ansätzen erschlossen.

Jedoch  – immerhin wissen wir zum Beispiel, daß es in nahezu allen Breiten unserer Erde atmosphärische Oszillationen gibt, die über Jahre oder gar Jahrzehnte bestimmte Strömungs-Muster in der Troposphäre "bevorzugen", und damit auch bestimmte Wetterlagen in Bodennähe: Phasen mit zeitlich und räumlich mehr oder eben weniger stark ausgeprägte Hochs und Tiefs. Als Beispiele seien hier genannt: Die Nordatlantische Oszillation (NAO), die Arktische und die Antarktische Oszillation (AO +AAO), die ElNino-SouthernOszillation-Schwankung (ENSO), die Pazifische Dekadische Oszillation (PDO im Pazifik) …u.a.m.

Leider zeigen alle diese Oszillationen keine auch nur annähernd zeitlich stringenten Perioden derart, daß man sie terminlich prognostizieren könnte! – ein Zustand, der im Übrigen ein bezeichnendes Licht auf die Zuverlässigkeit von Klimamodellen wirft.

In den Rahmen dieses atmosphärisch-chaotischen Witterungs- und Wetter-Geschehens sind auch wieder kehrende Regen- und Dürre-Perioden einzuordnen. Darüber muß man sich im Klaren sein, das sollte man wissen, wenn demgegenüber von Medien und von einigen Klima-Alarmisten immer wieder irgend welche Extrem-Wetter-Ereignisse zu angeblich "AGW-bedingten" Klima-Katastrophen-Signalen hoch-stilisiert und im Grunde genommen dafür "mißbraucht" werden.

V e r l i n k u n g e n:

(1)         http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/extrem-wetter-hysterie-und-kein-ende-oder-neues-aus-der-anstalt/

(2)         http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/aktuell-zur-durban-un-klimakonferenz-neuer-ipcc-bericht-zunahme-von-extremwetterlagen/

(3)         http://www.kaltesonne.de/?p=2962

(4)         http://wattsupwiththat.com/2012/08/16/quote-of-the-week-what-planet-does-michael-mann-live-on/

Zur aktuellen Situation:

Die Abbildung 1 zeigt die Niederschlags-Verhältnisse in Europa im Zeitraum November 2011 bis Mai 2012: In einem breiten Streifen von der Iberischen Halbinsel über Südfrankreich, die Alpenländer, das südliche und westliche Deutschland, Italien bis hin nach Griechenland und den Nahen Osten herrschte ein erhebliches Niederschlags-Defizit :

               

Abbildung 1

Niederschlags-Anomalie Nov. 2011 – Mai 2012

(nachzitiert nach: DWD, Trockenheit in Europa im Frühjahr 2012, www.dwd.de)

Handelt es sich dabei um ein "nie-da-gewesenes Rekord-Ereignis" ? Nein! …keineswegs, wie ein Autoren-Team des DWD sehr ausführlich dokumentiert (Trockenheit in Europa im Frühjahr 2012, 15.08.2012, www.dwd.de) :

"Rekorde der Trockenheit waren für 2012 kaum zu verzeichnen. So lag z.B. in Uccle (Belgien), wo die Zeitreihe im 19. Jahrhundert beginnt, selbst im trockenen März 2012 sowohl die monatliche Niederschlagsmenge als auch die Anzahl der Niederschlagstage noch deutlich höher als der Niedrigrekord von 1993. In Deutschland war der Frühling 2012 der 6. trockenste seit Beginn des 20. Jahrhunderts; die Niederschlagsmengen erreichten dort rund 60% des vieljährigen Flächenmittels (sowohl für 1961-90 als auch für 1981-2010)."

Und wie steht es mit den von Klima-Alarmisten und Medien so gerne behaupteten Langzeit-Trends?

Auch hier glatte Fehlanzeige:

"Langfristige Veränderungen : Die Zeitreihen der Gebietsmittel der Niederschlagssummen in den einzelnen Jahreszeiten (in Abb. 9 für Winter und Frühjahr dargestellt ; Anm.: a.a.O.) zeigen für keines der Gebiete einen markanten Trend, sondern eine mehr oder weniger ausgeprägte Jahr-zu-Jahr-Variabilität. Jahreszeiten von unter- und übernormalem Niederschlag wechseln in der Regel häufig ab." (vgl. Abbildung 2).

(Quelle: DWD a.w.o.a.O.)

 

Abbildung 2

Niederschlags-Trends Frühjahr 1901-2012

(Quelle: DWD, Trockenheit in Europa im Frühjahr 2012, www.dwd.de)

Und weiter der DWD a.a.O.:

"Die Ausprägung der einzelnen relativ trockenen und nassen Jahreszeiten variiert zwischen den einzelnen Gebieten und auch im zeitlichen Verlauf seit Beginn des 20. Jahrhunderts."

Oder doch noch ein Hoffnungs-Schimmer für die "Katastrophiker" ?

"Es deutet sich also an, dass zumindest regional, jedoch nicht generell die Anomalien extremer geworden sind." (DWD a.a.O.).

Dieses als Trostpreis für Alarmisten? Wohl kaum, denn ein "Global-Warming" ("AGW") wählt sich keine "Inseln an Land" und keine Provinzen aus für ausbleibende Niederschläge. Dieses hat eher etwas mit meteorologischen Luv- und Lee-Effekten, Topographischen Besonderheiten, Vegetations-Unterschieden, Eingriffen in die Landschaft etc. zu tun.

So ist auch kaum flächendeckender Dauer-Streß für Portugal zu erwarten (DWD a.a.O.) :

"Langzeittrends von Dürre-Ereignissen in Portugal wurden z.B. kürzlich von Martins et al. (2012) anhand von verschiedenen Dürre-Indizes für den Zeitraum ab 1941 untersucht. Dabei ergaben sich keinerlei Anzeichen für eine Veränderung der Dürrehäufigkeit. Dies steht im Einklang mit den o.g. weitgehend fehlenden jahreszeitlichen Trends des Niederschlages auf der Iberischen Halbinsel."

Doch immerhin auch hier ein kleines Schlupf-Loch für Alarmisten (?):

"Für den westlichen und zentralen Mittelmeerraum haben Sousa et al. (2011) jedoch für den PDSI und eine modifizierte Version davon einen Trend zu stärkerer Dürre gefunden."

Hier schließlich noch die Kern-Aussagen aus "Zusammenfassung und Fazit" des DWD (a.a.O.):

Zitat: "Langfristig seit Beginn des 20. Jahrhunderts zeigt sich zumindest großräumig kein signifikanter Trend zu mehr Trockenheit in Europa. Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass gebietsweise sowohl Trocken- als auch Starkniederschlagsperioden in den letzten ca. 35 Jahren eher extremer geworden sind, vor allem auf der Iberischen Halbinsel im Winter."

Reicht dieser Nebensatz für die Verifizierung der "Klima-Katastrophe" aus ? Wohl kaum, denn in jedem Fall macht selbst über längere Zeiträume von Jahren (vgl.w.o. "Oszillationen") insbesondere auch regional das Wetter die Dürre, nicht das Klima:

"…Die hauptsächliche meteorologische Ursache der Dürre wie auch der vorherigen im Frühjahr und im Herbst 2011 war ein ausgedehnter und verstärkter Hochdruckeinfluss in diesen Gebieten. Nach Sichtung der entsprechenden Daten und auch nach einigen neueren Untersuchungen in der Literatur besteht ein dringender Verdacht, dass in allen diesen Fällen ein über 2 Jahre anhaltender La-Niña-Einfluss bzw. zwei direkt aufeinanderfolgende La-Niña-Ereignisse die Hauptursache dafür waren, in Verbindung mit einer positiven Nordatlantik-Oszillation."

Dem DWD-Autorenteam gebührt m.E. Aufmerksamkeit und Anerkennung für diese sehr gut recherchierte, faktenreiche, fundierte und meteorologisch sehr interessante und auch spannende Arbeit mit zahlreichen vorzüglichen Graphiken. Es lohnt sich schon aus fachlichen Gründen, das zu lesen.

Darüber hinaus lohnt es sich auch, das zu lesen, bevor – wie leider zu erwarten ist  –  Klima-Alarmisten und Medien die Dürre 2012  zum Katastrophen-Signal für die "AGW-CO2-Treibhaus-These" erklären und somit "mißbrauchen".

Daher ist es auch bemerkenswert und anerkennenswert zugleich, daß die DWD-Autoren auf den heutzutage sonst genauso üblichen wie überflüssigen "CO2-Klima-Rettungs-Schwanz" in ihrer Publikation verzichtet haben.

Umfassendes Kompliment für diese Arbeit, liebe Kollegen. So bringt man Meteorologie spannend, anschaulich und glaubwürdig "unter’s Volk" !

Klaus-Eckart Puls,  EIKE

)*  H i n w e i s :

Auch die Dürre-Periode in den USA ist  k e i n  "nie-da-gewesenes Ereignis", sondern hat Vorläufer im 20. Jahrhundert !

Vgl. dazu z.B. :

(1)         http://www.kaltesonne.de/?p=5112

und hier eine sehr umfangreiche undefinedLinksammlung zu Dürren der Vergangenheit. Mit Dank an Sebastian Lüning

K.E.Puls EIKE

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38 Kommentare

  1. @ M. Schmitz #35

    „Und was machen Sie mit der Überproduktion falls die Landflächen, die jetzt zu 20% in den USA zur Ethanolherstellung zur Verfügung stehen, wieder der Nahrungsmittelproduktion zufallen?“

    Wo steht geschrieben, daß man Landflächen ökonomisch nutzen muß?

    #36
    „Ihrer eindemensionalen Denkweise ist schwer zu folgen“

    Liegt wohl daran, daß Sie nicht erkennen wollen, daß das Problem eindimensional ist. G.W. Bush wollte Wählerstimmen der armer, Obama auch. Die kriegt man dann, wie in Deutschland auch, wenn die Farmeinkommen erhöht werden.

    Wie erhöht man die Farmeinkommen? Durch staatliche Zahlungen an die Farmer. Mittlerweile ist das verboten, so daß man darauf kam über die Subventionierung von Ethanol und staatliche Festsetzung von Ethanolbeimischungsquoten den Farmern die Subventionen direkt zukommen zu lassen. Das ist nämlich nach den WTO-Regularien erlaubt.

  2. @ M. Schmitz #36

    „Nur der kleinere Teil entfiel auf den Anbau von Energiemais für Biogasanlagen.“
    Das ist eben ein kleiner teil zu viel. Unfug bleibt nun einmal Unfug. Der Anbau von Mais zur Strom und Wärmeproduktion ist nun einmal Unfug.

    Ökologisch wird massiv die Umwelt geschädigt, ökonomisch das Volkseinkommen und ethisch wird der Hunger in der Welt „gefördert“.

    „Sie haben immer noch erklärt warum Futtermittelproduktion nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen soll , aber Bioethanol nach Ihrer Meinung schon .“

    Offensichtlich können Sie nicht lesen: „Bei permanenter Überproduktion von Getreide etc. zur Ernährung des Menschen mit ständig sinkenden Preisen gibt es keine Konkurrenz zwischen Futtermittel- und Nahrungsmittelproduktion.“

    Denken Sie doch mal nach und setzen Ihre Ideologiebrille ab. Futtermittelproduktion ist Lebensmittelproduktion zur Erstellung höherwertiger Lebensmittel. Wie und wo sich das Verhältnis der jeweiligen Produktion einpendelt, bestimmt der Markt über den Preis. Die Produktionsmenge ist auch preisabhängig. Je niedriger die Preise, desto mehr wird produziert und nachgefragt.

    Die Produktion von Ethanol – Bioethanol ist ein Marketingname zur vorsätzlichen Täuschung des Bürgers – zur Nutzung als Treibstoff wird subventioniert, was zur Aushebelung der Marktmechanismen führt, so daß es für den Futtermittel- und Nahrungsmittelproduzenten lukrativer ist, den Mais an die Destille zu verkaufen. Damit verschwindet je nach Kapazität der Destillen Angebot vom Nahrungsmittelmarkt und die Preise steigen gen Subventionsniveau.

  3. 34 Heinzow :
    Ok
    Das Schweigen zu den zentralen Punkten spricht ja Bände:
    -Subventionierte Überschussproduktion kann auf dem Weltmarkt zu Verdrängung lokaler Strukturen führen während Energiepflanzen nur ein Teil des Problems darstellen .
    ZB: 2010 wurde in Deutschland auf 2,3 Mio. Hektar Mais angebaut. Über drei Viertel dienten der Futtermittelproduktion. Nur der kleinere Teil entfiel auf den Anbau von Energiemais für Biogasanlagen.

    Ihrer eindemensionalen Denkweise ist schwer zu folgen und für einen Ökonomen ein Armutszeugnis.

  4. @Heinzow
    Ok, Sie haben immer noch erklärt warum Futtermittelproduktion nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen soll , aber Bioethanol nach Ihrer Meinung schon .
    Verstehen Sie jetzt, dass ich mit Ihren widersprüchlichen Argumentationen ein Problem habe?

    Und was machen Sie mit der Überproduktion falls die Landflächen, die jetzt zu 20% in den USA zur Ethanolherstellung zur Verfügung stehen, wieder der Nahrungsmittelproduktion zufallen?

    Wenn es sich um ein simples Problem handelt warum klären Sie das nicht genauso simpel?

  5. @ M. Schmitz #32

    „Dann liegt doch die logische Schlussfolgerung nahe “

    Entweder es ergibt sich die Schlußfolgerung oder eben nicht. Allerdings kann man nur anhand von Tatsachen Schlußfolgerungen ziehen und nicht aufgrund ideologischer Vorstellungen. Tragen Sie also erst einmal die Fakten zusammen und finden Sie heraus, was die Maispreise bewegt bzw. in der Vergangenheit bewegt hat. Allerdings müssen Sie da bis in die Zeit des New Deals zurückgehen. Vielleicht finden Sie ja auch den Zusammenhang zwischen Getreidepreisen und den Folgen des Dust Bowls heraus.

    „Aber offenbar sind Sie nach Ihrer Argumentation sowieso nicht der Meinung , dass Hunger durch Landflächenkonkurrenzen entstehen , dann müsste für Sie das dem Ethanol angelastete Problem eigentlich erledigt sein .“

    Der Hunger in der Welt hat viele Väter, im jetzigen Fall die völlig schwachsinnige Ethanolproduktion zum Antrieb von Fahrzeugen.

    „Sie gehen auf meine anderen rationalen Schlussfolgerungen gar nicht ein .“

    Welche rationalen Schlußfolgerungen?

    „höre nur einfache Erklärungsmuster ohne auch nur den geringsten Ansatz von Differenzierungen.“

    Da gibt es nichts zu differenzieren. Das Erklärungsmuster bzgl. der ökonomischen und ökologischen Schädlichkeit nebst Verursachung bzw. Verstärkung von Hunger und Armut in der dritten Welt durch Biosprit ist nun einmal simpel.

  6. @31
    Na schön .
    Dann liegt doch die logische Schlussfolgerung nahe , dass permanente Überproduktion mit ständig sinkenden Preisen ebenfalls keine Konkurrenz zwischen Bioethanol und Futtermittel/Nahrungsmittelproduktion herrscht vor allem wenn ohnehin der Ertrag ständig steigt . Oder wie??
    Aber offenbar sind Sie nach Ihrer Argumentation sowieso nicht der Meinung , dass Hunger durch Landflächenkonkurrenzen entstehen , dann müsste für Sie das dem Ethanol angelastete Problem eigentlich erledigt sein .
    Tut mir Leid Sie sind mir ein Rätsel

    Hätten Sie diese Entgegnung von mir nicht vorhersehen können?
    Sie gehen auf meine anderen rationalen Schlussfolgerungen gar nicht ein .
    Sie schmeissen einfach ein Fragment Ihrer Meinung hin ohne über die Schwachpunkte aufzuklären.

    Ich will noch einmal klarstellen : Ich bin kein Fan von Bioethanol aber Ihren Standpunkt sind Sie nicht in der Lage schlüssig zu erklären und höre nur einfache Erklärungsmuster ohne auch nur den geringsten Ansatz von Differenzierungen.

  7. @ M.Schmitz #30

    Bei permanenter Überproduktion von Getreide etc. zur Ernährung des Menschen mit ständig sinkenden Preisen gibt es keine Konkurrenz zwischen Futtermittel- und Nahrungsmittelproduktion.

    Die Hungersnöte in den armen Ländern sind ein Verteilungsproblem und natürlich auch ein Korruptions- nebst Bildungsproblem. Bestimmte Hungersnöte wurden und werden von den sog. Hilfsorganisationen ausgelöst. Lesen Sie dazu mal Hoimar v. D..

    „Was ich meine, ist, dass Sie sich auf einzelne Feinbilder fokussieren um Alleinschuldige (in diesem Fall Bioethanol) im Sinne Ihrer Anschauung blosstellen wollen .“

    Was wollen Sie? Etwa behaupten, daß Ethanolproduktion aus Nahrungsmitteln gut für die Umwelt und die Menschen ist?

    Der Ideologe sind Sie, denn rationale ökonomische und naturwissenschaftliche Tatsachen und die daraus resultierenden Schlußfolgerungen lassen Sie nicht zu.

  8. Naja herr Heinzow
    wieder geschickt mein Problem umgangan.
    Also gibt es keine Anbauflächenkomkurrenz durch Futtermittelproduktion damit wir hier billiges Fleisch zu essen bekommen ? Hmmm
    Ich muss die Maispreise nicht wirklich kennen um diese Ungleicheiten in Ihren Argumenten zu erkennen.

    Ihren Ausführungen zur Folge ist der Weltmarktpreis für Mais seit der Bioethanolproduktion gestiegen mit dem Effekt, dass Überproduktion abgebaut wurde, welche damals zu sinkenden Farmeinkünften führte .
    Ist das die bessere Alternative gewesen?
    Und was ist mit der massiven Ertragssteigerung in den letzten 20 jahren , welche grösser war als die Bioethanolproduktion wieder geschluckt hat ?
    Sie sind tatsächlich der Meinung massive Maisüberproduktion sollte auf dem Weltmarkt verschleudert werden um lokale Bauern zu schädigen ?
    Sie machen es sich zu einfach ..

    Was ich meine, ist, dass Sie sich auf einzelne Feinbilder fokussieren um Alleinschuldige (in diesem Fall Bioethanol) im Sinne Ihrer Anschauung blosstellen wollen . Ökonomie ist keine Ideologie, richtig, aber Ihr Fokus schon ,

  9. Vielen Dank herr Mendel
    Ihre links sind informativ. Beim überfliegen habe ich festgestellt, daß die Fragestellungen stark Klima- und CO-2-ausgerichtet sind. Dagegen wird die Brandlast weitgehend ignoriert. Die umgesetzte Energiemenge hat ja sofort Einwirkung auf das lokale Wetter zur Folge. Dafür ist kein Interesse vorhanden-oder keine Finanzierung. Die Forschung steht immerhin am Anfang dank der reichlich fliessenden Klimaforschungsgelder. So erkläre ich mir die reichlichen Bezüge auf „das Klima“ und das CO-2. Grossfeuer und Wetter hätten es auch getan.
    nochmal Danke
    Michael Weber

  10. @ M.Schmitz #21

    Herr Schmitz,

    von Qualitäten habe ich nichts geschrieben, sondern nur was vom Ertrag, denn die USDA/NASS Daten geben keine Auskunft über Qualitäten. Über Aflatoxinbelastungen wird beispielweise nicht berichtet.

    „finde ich es bedenklich wie zielbewusst Sie die Produktion des Biosprits als Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion ausmachen aber den von Ihnen erwähnte Futtermittelanbau nicht denselben Effekt zuschreiben (oder verschweigen?)“

    Sie sind offenkundig kein Ökonom, der sich mit den Gegebenheiten der US-Getreide- und Soja-Produktion befaßt hat, die trotz dauernden Interventionen der Regierung zur Reduktion der ständig steigenden Überproduktion zu ständig sinkenden Farmeinkünften und Weltmarktpreisen geführt hat. G. W. Bush hat mit der Subventionierung der Ethanolproduktion zur Nutzung als Kraftstoff abrupt dafür gesorgt, daß die Maispreise gestiegen sind und trotz gesteigerter Produktion die Vorräte sanken.

    Offensichtlich kennen Sie die Fakten nicht, die die Maispreise steuern.

    „Man kann von Biosprit halten was man will aber Ihrer ideologischen Rosinenpickerei für die eigene Anschauung kann ich oft nicht folgen.“

    Ökonomie ist keine Ideologie. Biosprit ist nun einmal ökonomisch Unsinn. Ökologisch auch, denn die Umwelt wird stärker belastet, als mit herkömmlichen Treibstoffen.

    „In der Tat sind nicht die einzelnen Erignisse für die Bewertung der Klimaerwärmung entscheidend sondern interessant ist die Gleichzeitigkeit extremer Wetterereignisse und deren Bewertung.“

    Haben Sie denn einen Standard entwickelt zur Ermittlung und Bewertung von sog. „Extremereignissen“. Nehmen Sie den 16/17. Febr. 1962 und erklären Sie, warum es sich standardisiert um ein „Extremereignis“ gehandelt hat. Nennen Sie die Standards.

    Ich habe die Befürchtung, daß Sie scheitern werden.

  11. @ N.Fisher #25

    Sie sollten nicht versuchen irgendeine These aufzustellen und sich dann nicht darum kümmern wollen, wie man die beweisen kann.

    Das hier ist Ihre These:
    „Nehmen wir einmal an, es gäbe eine Dürre in einem Land X im Jahre 20YY, die es so ohne anthropogene Einflüsse nicht gegeben hätte.“

    Die Richtigkeit einer These hat derjenige zu beweisen, der sie aufgestellt hat oder er hat klar zu stellen, daß er sie nicht beweisen kann. Allerdings ist ja bekannt, daß ie Hypothese von Theorie nicht unterscheiden können.

    Ich bin nicht derjenige, der für Sie die Arbeit erledigt. Soweit ersichtlich vertreten Sie die Behauptungen des IPCC, insbesondere die bzgl. der absurden Grafik zum „Beweis“ einer beschleunigten Erwärmung. Sie können natürlich klarstellen, daß die Grafik Quatsch ist.

  12. Hallo Herr Weber,

    nun ich finde da schon etwas vielleicht kann Ihnen das weiterhelfen:
    http://tinyurl.com/9kmq7xl
    http://tinyurl.com/8peb339
    Allerdings verstehe ich Ihre Fragen nicht so ganz. Der Einfluss der Witterungsbedingungen sollte unabhängig davon sein ob ein Feuer vom Menschen oder der Natur entzündet wurde. Mit Brandexperten meinen Sie also Experten für Brandlegung und Gebäudeschäden, ich meinte Wissenschaftler. Und meinten Sie tatsächlich Einfluss auf Klima oder des Klimas? Falls ersteres gibt es auch dazu Studien z.B. http://tinyurl.com/963qwxt

  13. @ T. Heinzow

    Ich habe Ihnen in #12 und #17 eine Frage gestellt.

    Ihr Kommentar in #18 hat diese beantwortet, danke dafür. Das waren ja große Töne, aber wenn man nachfragt, geht Ihnen ziemlich schnell die Luft aus.

    PS:
    An der Diskussion zu linearen Regressionen habe ich mich überhaupt nicht beteiligt, Sie verwechseln mich mit Herrn Heß. Aber ich verstehe, warum Sie ablenken wollen.

  14. Lieber Herr Mendel
    Zu Ihrer Frage: Weil ich nichts gefunden habe
    was das Thema angeht.Die Fragestellung: Wieviele natürliche Brände entstehen in einem Gebiet von xxxx qkm innerhalb von
    xx Jahren? Wie ist die Quantifizierung von leichtem Kokeln bis zum Flächenbrand? Welche
    Witterungsbedingungen fördern,dämpfen natürliche Feuer? Brandexperten werden im Schadensfall tätig, der meistens an Gebäuden eintritt.Bei einem natürlichen Moorbrand in der Tundra sind sie daher nicht vorhanden. Ein Einfluss auf Wetter und Klima ist möglich aber mangels Daten nicht quantifizierbar.
    MfG
    Michael Weber

  15. Brandrodung als Zweck von Baulanderschließung ist in Südeuropa sehr stark ausgeprägt. Das begürndet sich in der regionalen polischen Gesetzgebung dieser Länder.
    In Griechenland ist dies zum Beispiel gängige Praxis, dass man sich einfach ein Stück Land absteckt und dann zum Bauen anfängt. Ist dieses abgesteckte Land mit Baumbestand, dann muss man erst diesen Baumbestand auf „natürliche“ Art und Weise wegbekommen. Und da bieten Sie die trockenen und heißen Sommer regelrecht dazu an. Auf einmal ist das nicht, zuvor bebaute Waldland zum Bauland aufgestiegen. Gegen einen „natürlchen“ Waldbrand kann jetzt auch die angelichen Naturschützer nichts mehr einbringen.
    Zusammengefasst kann man sagen…Mit Wald KEIN Bauland ohne Wald Bauland. Und wie gesagt, in den südeuropäischen Ländern wird dann da einfach mal darauf losgebaut (entsprechendes Kleingeld vorausgestzt;). Das wäre in Deutschland bzw. Nordeuropa nicht denkbar. Da muss alles seinen doppelten und dreifachen Behördengang gehen, bevor man überhaupt mal einen Bauantrag stellen darf.

  16. Hallo Herr Weber,

    wie kommen Sie darauf dass natürlich entstandene Brände noch nicht untersucht worden sind? Welche Fragestellung überhaupt? Wie sie entstehen? Wie sie das Klima beeinflussen? Wieso sollen „Brandexperten“ nicht in diese Gebiete gehen? Eisbohrkerne oder Sedimente aus der Sahara hat man ja auch gewonnen?

  17. Herr Heinzow
    Abgesehen davon, dass die Güte der Mais und Sojabohnenbestände (entgegen Ihrer veralteten Information) in den Usa zurzeit eine ähnlich schlechte Qualität wie 1988 aufweist (ich weiss nicht was Sie da recherchieren) finde ich es bedenklich wie zielbewusst Sie die Produktion des Biosprits als Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion ausmachen aber den von Ihnen erwähnte Futtermittelanbau nicht denselben Effekt zuschreiben (oder verschweigen?) . Man kann von Biosprit halten was man will aber Ihrer ideologischen Rosinenpickerei für die eigene Anschauung kann ich oft nicht folgen.

    In der Tat sind nicht die einzelnen Erignisse für die Bewertung der Klimaerwärmung entscheidend sondern interessant ist die Gleichzeitigkeit extremer Wetterereignisse und deren Bewertung. Insofern führt die zitierte Arbeit des DWD natürlich nicht zum Zweifel an der Klimawandeltheorie wie es Herr Puls gerne hätte.

  18. Zu #6 und #16. Diese Angaben sind wie valide? Kann man ausschliessen auf eine „Sündenbockbenennung“ die mehr im Glauben begründet ist aufzusitzen. Flora und Fauna mussten schon vor dem homo sapiens sapiens mit
    Feuern zurechtkommen. Sequoia brauchen einen Waldbrand um keimen zu können! Ohne nicht von
    Menschen gelegten Bränden hätte diese Evolution nicht stattfinden können. Das gibt mir zu denken. Zu denken gibt mir auch die Tatsache, daß Feuer nicht nur zu 90% gelegt wird von Menschen, sondern auch gelöscht. Natürlich entstandene Brände sind meines Wissens noch nicht untersucht worden, weil da wo sie stattfinden eben keine Menschen und erst recht keine Brandexperten sind. Wir wissen nicht genau wie die Natur mit Feuer umgeht und ob Riesenbrände nicht von jeher einen Einfluss auf Wetter und Klima haben. Da sind viele Fragen offen, die von Computerspielern nicht beantwortet werden können. Aber ein paar Faktensammler und Spurensicherer wären auf dem Gebiet nicht schlecht-denk ich mal.
    Michael Weber

  19. Liebe Leute:
    Mein Kommentar betrifft nicht den obigen Artikel, sondern die allgemeine Diskussion über die so genannte „Klima-Wende“ :
    Ich habe einen Artikel von Prof. Dr.-Ing Küppers als Sonderdruck von 2005 aus: Zeit und Raum.
    Darin wird erklärt, dass die Meere unbegrenzte Mengen an CO2 aufnehmen können. Die gesamte Diskussion über CO2 ist demnach unnötig!
    Wenn Sie mir eine E-Mail-Adresse zuschicken, sende ich Ihnen diese 8 Seiten zu.
    mfg
    Rolf Riehm

  20. @Rainer Olzem: „Weltweit haben Waldbrände zu 95% nicht natürliche Ursachen, sie werden vorsätzlich durch Brandrodung, Brandstiftung oder durch Unachtsamkeit, Lagerfeuer und weggeworfene Zigarettenkippen verursacht.“

    Vermutlich wird es nicht lange dauern, bis die ersten Verschwörungstheorien hier auftauchen werden, dass man wieder mal den Menschen als Sünder an der Natur hinstellen will und diese Propaganda genau von der Ecke käme, die auch uns den anthropologischen Klimawandel einreden will. Und das Hauptargument wird sein „Waldbrände hat es schon immer gegeben, selbst als der Mensch noch nicht auf der Erde war“.

    Wer die Ironie an diesem Posting findet, darf sich freuen. ;o)

  21. @ N. Fischer #17

    Für Sie gilt insbesondere der Spruch: „Vor Betätigung der Replytaste erst einmal das Gehirn einschalten.“

    Wer die Annahme tätigt, es könne eine menschengemachte Dürre geben, muß schon wissen, wie er diese auch im Fall der Existenz beweisen kann. Wissenschaftstheoretisch und auch juristisch gibt es den Negativbeweis nicht. ber das sind ja Wissenschaftsfelder, die Ihnen zutiefst fremd sind.

    Beim Beweis der angeblich beschleunigten Erwärmung haben Sie und NicoBaecker schlichtweg versagt, weil Sie nicht wissen, daß man mit linearer Regression nicht die 2. Ableitung einer Funktion bilden kann.

    Und nun betteln Sie wieder um Nachhilfeunterricht?

  22. Herr Heinzow

    Sie schrieben:
    „BTW: Ich kenne natürlich jede Menge von menschengemachten Dürrefolgen, aber eine vom Menschen gemachte Dürre im meteorologischen Sinn ist mir noch nicht untergekommen.“

    Ich fragte darauf:
    Das ist genau meine Frage aus #2: Woran würden Sie eine „vom Menschen gemachte Dürre im meteorologischen Sinn“ festmachen bzw. erkennen?

    Schade, dass Sie in #15 die Antwort schuldig bleiben. Ich bin mir sicher, dass es auch viele andere Leser gibt, die Ihnen nicht folgen können und an einer Antwort interessiert wären. Falls ich mich irre, wäre ich natürlich auch für Antworten dieser Leser dankbar.

    Oder ist die Frage gar nicht so einfach zu beantworten und Sie haben den Mund ein wenig zu voll genommen? Herr Kipp schweigt sich auch aus, vielleicht ist es ja doch einfach so, dass die Argumentation ein Loch hatte, dass nicht so einfach gefüllt werden kann.

  23. #6 Chris Frey

    Eine Untersuchung von Waldbränden an der Südseite der Alpen zeigte, dass mehr als 90% der Brände durch den Menschen absichtlich oder unabsichtlich gelegt wurden, 8,6% wurden durch Blitzeinschlag und der Rest durch Sonneneinstrahlung in Verbindung mit großer Trockenheit verursacht.

    Weltweit haben Waldbrände zu 95% nicht natürliche Ursachen, sie werden vorsätzlich durch Brandrodung, Brandstiftung oder durch Unachtsamkeit, Lagerfeuer und weggeworfene Zigarettenkippen verursacht.

  24. @ N. Fischer #12

    „Meine Frage ist aufrichtig und ernst gemeint, ich würde mich daher über eine sachliche Antwort freuen.“

    Denken Sie erst einmal selber nach, wie denn ein Beweis aussehen könnte.

  25. @ N. Fischer #11

    „Ja, richtig, es gab eine extreme Dürre in den USA schon einmal in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts,“

    Das war zwar eine langanhaltende Dürreperiode, aber keine „extreme“. Allerdings waren die Folgen dieser natürlichen Dürreperiode durch menschliches Fehlverhalten fatal.

    Die schwerste Dürre der Neuzeit fand 1988 im Cornbelt statt, wo es im Mittel Ertragseinbußen von mehr als 50% gab. Die jetzt prognostizierten 20% bewegen sich im normalen Rahmen. Allerdings sind die Folgen für die Preise aufgrund des Biospritwahns der US-Regierung und der EU fatal. Wegen des Biospritwahns gibt es nicht die Reserven an Mais mehr, die noch 1988/89 eine Kompensation der Ernteverluste aufgrund der Jahrhunderdürre ermöglichten.

    Die einzigen, die sich jetzt richtig freuen sind die US-Farmer, die künstlich bewässern können und damit ihre Gewinne massiv erhöhen können.

    Für alle anderen wird es extrem teuer, vor allen Dingen für Südkorea und Japan, denn dahin gehen die meisten Mais-Exporte der USA zur Verfütterung an das Geflügel.

  26. @ axel, norbert Fischer #10

    schau axel. dass ist genau das, was ich hier am meisten bemängle. Husch Pfusch, Hauptsache schnell wieder was „Neues“. Es bleibt meist kaum Zeit für eine sachliche Diskussion, auch weil die Artikel zum Teil furchterregende Fehler bzw. Oberflächlichkeiten enthalten. Das ist mal das Eine.

    Das Andere wäre, dass man pauschal sagen darf, es gibt keinen glaubhaften Ansatz, dass wegen der erfolgten Erwärmung das Wetter generell extremer geworden sei und schon gar nicht wegen dem erhöhten CO2 Gehalt und der daraus differentiellen Erwärmung, welche eher zu einer Abnahme von extremen Wetterlagen in mittleren Breiten führen muss, wenn man die Synoptik erst nimmt. Das man mehr sg. heisse Tage od. Hitzeperioden feststellt, als im Mittel zum 20 Jhdt. ist trivial und nicht unbedingt schlecht. Auch wen von euch „Warmisten“ freilich immer nur die negativen Seiten einer Erwärmung hervorgekramt werden.
    Klimaforschung lässt viel Spielraum zu.
    Hansen, sozusagen godfather of global Warming mit seinem politischen Anhängsel Gore gehört meiner Meinung nach zum Erbärmlichsten, was die Klimadebatte und Forschung heute ausmacht. Glich dahinter folgen die Konsorten vom PIK und hunderte andere, welche oft alleine wegen den Förderungen sozusagen Projektforschung betreiben. Grundlagenforschung gab es in der Klimatologie, als diese noch ein „Schmetterlingsfach“ war. Man sehe nur mal den neuen Rahmstorf Beitrag auf Klimalounge und dessen arktische Meereisbedeckung bis irgendwann zurück. Mehr Ausdehnung über die MWP als über die LIA, da kommt einen das Kotzen, wenn man sich ein bisschen „Umschaut“. Dennoch steht dahinter eine peer reviewte Arbeit (wie von G&T…:-)…) und der Alarmist Stefan nimmt freilich immer nur solche Studien zur Hand, welche seine fest eingebildete Meinung vom großen AGW unterstützen könnte und genau solche Fanaten beraten Regierungen usw. Das ist bitter böse und falsch und so gesehen, ist mir ein oberflächlicher „Forecaster“ wie Herr Puls, der von Strahlungsphysik wohl genau so wenig versteht, wie ein paar andere Laien hier, beim A lieber, als der Hansen, der Schnelli od. der Rahmi im Gesicht.

  27. Herr Heinzow

    „BTW: Ich kenne natürlich jede Menge von menschengemachten Dürrefolgen, aber eine vom Menschen gemachte Dürre im meteorologischen Sinn ist mir noch nicht untergekommen.“

    Das ist genau meine Frage aus #2: Woran würden Sie eine „vom Menschen gemachte Dürre im meteorologischen Sinn“ festmachen bzw. erkennen?
    Meine Frage ist aufrichtig und ernst gemeint, ich würde mich daher über eine sachliche Antwort freuen.

  28. Vielleicht kann ich meine Bedenken mit ein paar Temperaturgraphiken besser erläutern:

    Hier ist eine Darstellung der globalen Temperaturabweichungen vom Juni 2012 (http://tinyurl.com/brd3cdq) und Juli 2012 (http://tinyurl.com/cqj2644)

    Dürre hat zwar primär etwas mit Niederschlagsmustern zu tun, verschärfend wirken sich aber hohe Temperaturen aus wegen der steigenden Verdunstung. Man erkennt auf einen Blick, dass die gegenwärtigen Dürre- und Waldbrandereignisse (die größten Waldflächen brennen momentan übrigens in Sibirien, worüber in den Medien wenig zu lesen ist) sehr gut zu den dunkleren Orange- und Rottönen auf der Weltkarte passen.

    Ja, richtig, es gab eine extreme Dürre in den USA schon einmal in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, eine wahre Jahrhundertdürre. Zum Vergleich zwei Bilder von Juli 1934 (http://tinyurl.com/bmhzowd) und Juli 1935 (http://tinyurl.com/cfacewa).

    Dass damals in den USA ganz vergleichbare Wetterlagen zur Jahrhundertdürre geführt haben, das glaube ich gerne. Beim Vergleich der globalen Karten fällt aber auch sofort der Unterschied auf, nämlich dass es heute im Juli deutlich mehr Gebiete sind, die GLEICHZEITIG von extremen Temperaturen betroffen sind.

    Sicherlich, wenig überraschend. Wenn sich die Erde erwärmt, werden mehr Gebiete von Hitzeereignissen betroffen sein, wer würde dies bestreiten wollen? Es ist daher auch nicht besoners kühn anzunehmen, dass ohne global warming momentan wahrscheinlich nicht so viele Gebiete von Dürre und Waldbränden betroffen wären, womit ich nun bei einer diametral anderen Schlussfolgerung als Herr Puls lande.

    Sicherlich, ich habe jetzt bestimmte Jahre herausgepickt, man müsste dies jetzt viel umfassender untersuchen. Dann müsste man noch etwas untersuchen: Ist die Verteilung der Temperaturabweichungen dieselbe wie früher, nur eben um etwas weniger als 1°C in Richtung höherer Temperaturen verschoben? Oder hat sich auch die Form der Verteilung dahingehend verändert, dass extreme Hitzeereignisse noch häufiger werden als es bei Beibehaltung der alten Verteilung zu erwarten wäre?

    All dies hat Hansen in seinem neuen Paper rein empirisch aus vorhandenen Temperaturdaten untersucht, keine Modelle und nix. Der erste Teil, dass es nun viel mehr Regionen gibt, die gleichzeitig von Hitzewellen betroffen sind, wurde wenig überraschend bestätigt.

    Interessanter ist die Untersuchung meines letzten Punktes, ob sich die Form der Verteilung ebenfalls verändert hat. Hansen meint, dies bestätigt zu haben. Die Diskussion ist schon längst in vollem Gange darüber, ich habe da noch so meine Zweifel.

  29. Sehr geehrter Administrator

    Ihr in #2 angefügtes Nagelbeispiel verstehe ich sofort, das ist genau dies, was ich meinte, als ich im selben Kommentar schrieb, die Wissenschaft bevorzuge daher statistische Methoden. Ein jüngstes Beispiel dafür ist das vor kurzem erschienene Paper von Hansen et al., wo genau solche Verteilungen und ihre Veränderungen untersucht werden.

    Leider beantwortet dies aber meine Frage an Herrn Puls nicht, da in dessen Artikel überhaupt keine statistischen Argumente untersucht werden. Herr Puls erklärt uns die Wetterlagen, die zu diesen Extremereignissen führten. Er merkt zwar an, dass es solche Wetterlagen bzw. LaNina-Einflüsse früher schon gab, wir erfahren aber nichts darüber, ob sich deren Häufigkeitsverteilungen (zeitlich wie auch räumlich) verändert haben.

    Meine Frage an Herrn Puls bleibt also weiter im Raum: Woran würde Herr Puls mit seiner verwendeten Argumentationskette ein Extremwetterereignis mit anthropogenem Einfluss erkennen können?

    PS:
    Herr Keks, ihr Einwand in #7 ist ähnlich zweckmäßig wie eine Forderung, man möge eine Gedankenexperiment erst einmal real aufbauen, vorher dürfe es nicht gedanklich durchgespielt werden.

  30. Auch die Dürre-Periode in den USA ist k e i n „nie-da-gewesenes Ereignis“, sondern hat Vorläufer im 20. Jahrhundert !

    Nicht nur im 20sten Jahrhundert. Baumringuntersuchen zeigen, daß es in Nordamerika immer wieder Perioden mit höheren oder niedrigeren Niederschlägen gibt, die sich in Abhängigkeit von den periodischen Schwankungen der Ozeantemperaturen im Pazifik und Atlantik regional und überregional manifestieren.

    Wer zuviel Geld hat, kann sich z.B. hier schlau machen, was an Dürren in Nordamerika so normal ist:

    http://tinyurl.com/cy2uwsx

    20% Ernteverlust im Cornbelt oder im Breadbasket sind durchaus normal. 1988 gab es ne Dürre, die war mit 50% Ernteverlust verbunden.

    Unter USDA/NASS findet man übrigens zuverlässige Zeitreihen über die Ernten in den USA.

  31. @ N. Fischer

    „Nehmen wir einmal an, es gäbe eine Dürre in einem Land X im Jahre 20YY, die es so ohne anthropogene Einflüsse nicht gegeben hätte.“

    Logik ist wohl etwas, was Sie nie gelernt haben. Wenn Sie logisch Schlußfolgern wollen oder dies von anderen erwarten, müssen Sie auch die wesentlichen Parameter genau definieren bzw. festlegen.

    Was also sind anthropologische Einflüsse?

    BTW: Ich kenne natürlich jede Menge von menschengemachten Dürrefolgen, aber eine vom Menschen gemachte Dürre im meteorologischen Sinn ist mir noch nicht untergekommen.

  32. @#2: Norbert Fischer sagt:

    „Nehmen wir einmal an, es gäbe eine Dürre in einem Land X im Jahre 20YY, die es so ohne anthropogene Einflüsse nicht gegeben hätte“

    Lieber Herr Fischer,
    da müßten Sie erst mal beweisen, daß es „anthropogene Einflüsse“ auf Wetter/Klima überhaupt gibt. Dieser Beweis fehlt, daher ist Ihr Beitrag nur Gelaber auf scheinwissenschaftlichem Niveau

  33. Lieber Admin, der folgende Kommentar gehört nur indirekt zum Thema, aber die Frage in diesem Zusammenhang bewegt mich schon lange.

    Hallo zusammen,

    man erkläre mir mal bitte Folgendes: Wenn es bei uns heiß und trocken ist, fängt der Wald hinter mir nicht gleich zu brennen an, wenn ich darin spazieren gehe. Am Mittelmeer sicher auch nicht. So heiß bin ich nicht (mehr!)
    Ursache der Brände ist nicht die Dürre, sondern natürlich Brandstiftung von Landspekulanten (die natürlich den Umstand der Dürre ausnutzen). Warum wird das in den Medien eigentlich nie hervorgehoben? Sind die Medien etwa Komplizen der Spekulanten?

    Immer diese Laienfragen…

    Chris Frey

  34. Herr Fischer #2 sagt:

    „Wie möchten Sie die rein natürlichen Ereignisse von den anthropogen beeinflussten Wetterlagen unterscheiden können? Die Wissenschaft kann dies meines Wissens nach nicht (man bevorzugt daher statistische Ansätze), können Sie es? Der Schlussfolgerung ihrer Überschrift zu urteilen anscheinend ja.“

    Wozu ist diese Unterscheidung nötig? Die im Artikel beschriebenen Wechsel gab es doch schon immer, auch und gerade vor dem Auftritt des Menschen. An diesen Wechseln selbst hat sich nichts geändert, warum also soll nun plötzlich der Mensch schuld sein?
    Der Mensch zerstört die Natur (u. a. für Windräder, wogegen offenbar niemand etwas einzuwenden hat!), aber das führt doch nicht zu einer Dürre!

    An Alle!
    Im Übrigen: Haben wir nicht schon in der Schule gelernt, dass es im Sommer im Mittelmeer (fast) nie regnet? Schon mal was von der jahreszeitlichen Verschiebung der Hadley-Zirkulation gehört?

    Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt

  35. #2: Norbert Fischer, ich stimme zu.
    Viel mehr als Statistik haben wir bis jetzt nicht. Und die sagt, dass CO2 keine Rolle spielt.
    Also, wo genau soll dann Ihr vermuteter anthropogener Einfluss herkommen?

    mfG

  36. Sehr geehrter Herr Puls

    Ich kann ihre Darstellung der zugrundeliegenden Wetterereignisse gut nachvollziehen, nicht aber ihre daraus resultierende Schlussfolgerung, laut der die genannten Dürren keinen Zusammenhang zum Klimawandel hätten.

    Nicht dass ich behaupten würde, es gäbe einen (ich weiß es nicht), ich würde nur gerne die Logik ihrer Schlussfolgerung verstehen.

    Nehmen wir einmal an, es gäbe eine Dürre in einem Land X im Jahre 20YY, die es so ohne anthropogene Einflüsse nicht gegeben hätte.
    Hätten Sie dann nicht auch die zugrundeliegenden Wettereinflüsse etc. nennen können. Wie möchten Sie die rein natürlichen Ereignisse von den anthropogen beeinflussten Wetterlagen unterscheiden können? Die Wissenschaft kann dies meines Wissens nach nicht (man bevorzugt daher statistische Ansätze), können Sie es? Der Schlussfolgerung ihrer Überschrift zu urteilen anscheinend ja.

    MfG

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