Die Kohlenstoff-Korruption

Die UN kanalisieren handelbare Kohlenstoffzertifikate im Wert von Millionen Dollar für korrupte Nationen weltweit, einschließlich Iran, Nordkorea, Sudan und Usbekistan, und zwar in einem Versuch, Projekte bzgl. sauberer Energie in Entwicklungsländern zu ermutigen. Diese Länder raffen Millionen mit dem Handel von UN-Kohlenstoffzertifikaten zusammen.

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Der Clean Development Mechanism (CDM) wird in Artikel 12 des Kyoto-Protokolls festgelegt. Westeuropäische Länder zahlen für Energieprojekte in Entwicklungsländern, um Certified Emission Reduction Credits (CERs) zu erhalten, handelbare Zertifikate, die es den Europäern ermöglichen, ausländische Emissionsreduktionen mit ihren eigenen Emissionszielen zu verrechnen.

 „Der CDM begann mit eineinhalb Seiten im Kyoto-Protokoll”, sagte David Abbass, ein Sprecher der UNFCCC. „Zu Beginn dachte man, dass es sich um vielleicht 600 Projekte handeln könnte, aber inzwischen sind es über 4000 Projekte“.

Unter den mehr als 70 Ländern mit CDM-Projekten sind Iran, Usbekistan, Sudan und Nordkorea.

Iran liefert mit seinen 16 CDM-Projekten etwa 4,8 Millionen CERs im Wert von etwa 26 Millionen Dollar, jedes Jahr, trotz zahlreicher UN-Sanktionen gegen die islamische Republik.

In Usbekistan, seit zwei Jahrzehnten von dem autokratischen Präsidenten Islam Karimov regiert, gibt es 20 verschiedene CDM-Projekte mit einem kombinierten jährlichen Wert über 7,5 Millionen CERs, oder insgesamt etwa 40 Millionen Dollar.

Im Sudan, dessen Präsident Omar Hassan al-Bashir vor über 20 Jahren durch einen Militärputsch an die Macht gekommen war und der vom Internationalen Gerichtshof unter der Anklage des Völkermords, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen in Darfur gesucht wird, wird es demnächst zwei unterschiedliche CDM-Projekte geben, mit einem Wert von insgesamt über 180 000 CERs entsprechend fast 1 Million Dollar.

Nordkorea betreibt sieben hydroelektrische Staudämme, die jährlich über 1 Million Dollar an CERs erzeugen können.

Nordkorea, Sudan und Usbekistan sind unter den 10 korruptesten Nationen weltweit, jedenfalls dem  Corruption Perceptions Index von Transparency International aus dem Jahr 2011 zufolge.

„Es ist keine Überraschung, dass Nordkorea Gelder der UN benutzt, um seine eigene Infrastruktur zu entwickeln“, sagte Claudia Rosett, Gastjournalistin bei der Foundation for Defense of Democracies.

„Eine der ersten Fragen bei jedem Programm der UN lautet: ‚Wer ist verantwortlich?’“, sagte Rosett. „Sehr oft ist das niemand“.

Die weltweite Ausbreitung des CDM wurde begleitet von „besorglichen Ereignissen in verschiedenen Ländern“, sagte Abbass. „Wenn man über 4000 Projekte hat, dann gibt es darunter einige, die umstritten sind“.

„Wir lernen durch die Tat”, sagte er. „Wir werden besser beim Weitergehen“.

Der CDM ist für jedes Land mit einem geeigneten bürokratischen Apparat offen. Abbass unterstrich, dass der CDM nicht mit Problemen hinsichtlich der Menschenrechte in Zusammenhang steht und dass das Kyoto-Protokoll das System lediglich ins Leben gerufen hat – individuelle Projekte „stammen von Interessenten aus dem privaten Bereich“.

„Das Programm war von der europäischen Selbstgerechtigkeit geboren worden“, sagte Chris Horner, leitendes Mitglied am Competitive Enterprise Institute. „Europäische Regierungen haben ihr Ansehen mit Umweltangelegenheiten verknüpft, können aber die Reduktionsziele bzgl. der Emissionen nicht selbst erreichen“, sagte er.

„Die Europäer kaufen also ‚verlogene Reduktionen’ [phony reductions] durch den CDM”, sagte Horner.

„Im Grunde sagen die Europäer den Entwicklungsländern, dass sie ‚diese dafür bezahlen, dieses Nebenprodukt nicht als Abfall zu behandeln’“, sagte Horner unter Verweis auf die CDM-Projekte, die sich darauf konzentrieren, vermeintlichen Abfall in Entwicklungsländern zu reduzieren. Das reicht vom Abfackeln von Erdgas bis zur Freisetzung von Methan auf Tierfarmen.

Den Daten des UNFCCC zufolge befinden sich über 83% der CDM-Projekte in Asien, während es in Afrika und der Karibik nur einen kleinen Teil davon gibt.

Die CDM-Projekte konzentrieren sich in Asien wegen der katastrophalen Auswirkungen des Kommunismus und der bürokratischen Intelligenz [savvy] in China auf die Umwelt.

„Der Kommunismus hat die schlimmste Wegwerfgesellschaft hervorgebracht, die die Welt je gesehen hat”, sagte Chris Horner als Erklärung, warum frühere Staaten der Sowjetunion wie Usbekistan und Turkmenistan substantielle Unterstützung aus dem CDM empfangen.

Die chinesische Regierung, ein aggressiver Hort für CDM-Projekte, hat das System manipuliert. Sie sind sogar so weit gegangen, bereits stillgelegte Fabriken wieder in Betrieb zu nehmen, um die Europäer dafür zahlen zu lassen, sie erneut zu schließen.

„Die Chinesen verstehen es meisterhaft, die den CDM-Projekten „anhaftenden Ineffizienzen“ zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen“, sagte Horner.

In Haiti wurden die zur Übernahme von CDM-Projekten erforderlichen bürokratischen Systeme geschaffen, obwohl es dort gegenwärtig gar keine solchen Projekte gibt.

Dorine Jean-Paul, ein Energiespezialist am Umweltministerium in Haiti, beklagte mangelnde Unterstützung seitens der UN.

„Ich glaube, dass die UN den Ländern, die es am nötigsten haben, nicht helfen”, sagte Jean-Paul. „Außer ein paar Übungseinheiten im Rahmen der Unterstützung der UN in der (lateinamerikanischen und karibischen) Region bekommen wir keine Hilfe oder Zuwendungen für spezielle und national begründete Notwendigkeiten“.

Abbass räumte ein, dass sich CDM-Projekte in Asien konzentrieren. Er sagte, dass die Unterrepräsentation von Afrika und der Karibik auf dem Rio +20-Gipfel angesprochen werden könnte.

Aber er merkte auch an, dass jedwede substantielle Änderung des CDM sehr lange brauchen dürfte.

Zach Noble

Link: http://freebeacon.com/carbon-corruption/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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9 Kommentare

  1. @Rainer der Weise

    Ach lass mal, wenn es darum geht mich höchstmöglich unbeliebt zu machen, bin ick praktisch schon Weltmeister drin.
    Gott sei Dank ist meine dienstliche Funktion so lüdd, das ick einfach zu uninteressant bin als das man mich an die Öffentlichkeit zerren müsste.

    Und zur not….einen gut ausgebildeten deutschen Techniker nimmt noch so manch ausländisches Land gerne auf….und wenn es ganz schlimm kommt, beantrage ich als Ex-Ossi einfach in China politisches Asyl *grins*.

    Lügen haben kurze Beine, musste auch Mutti Merkel jetzt finster feststellen, weil die Zusage mit den max. 3,5 Cent/kWh für die EEG-Zulage schon nächstes Jahr nicht mehr zu halten ist.
    Ob nun EE-LObbyisten, komische Öko-Institute oder der hauseigene Umweltminister……alle haben dahingehend die letzten Jahre Kokolores von sich gegeben, nachweislich schriftlich und als solches denjenigen um die Ohren zu hauen, die uns bisher beschwindelt haben.

    Ick bin nur meiner Zeit etwas vorraus……..Hellseher nebenberuflich, ergo können se mich nur wegen „dunkler Magie/Hexerei“ uff den Scheiterhaufen werfen, der bestimmt bald eingeführt wird, denn die Physik ist ja auch schon von der Politik ausgehebelt worden.

    Irgendwie passend das Captcha…..“alberne“…..
    MfG
    Onkel Heinz……wieder in Schreiblaune

  2. Uncle Heinz…

    „Oder geht es nur darum mit diesen Unsinn ganz toll Geld zu verdienen, einen Bürokratieapparat aufzubauen und gut bezahlte Posten zu schaffen?
    Die ganze Geschichte ist genauso korrupt und verkommen wie die sogenannte „Entwicklungshilfe“, die bisher in Afrika so gut wie nix erreicht hat, ausser Diktatoren genügend Geld für Luxus und Kriegsgerät zu verschaffen.“

    Ja, das sind zwei der wahren Gründe hinter allen vorgeschobenen Blend- und Machwerken zur Rettung der Welt nein des vermaledeiten Klimas mit politisch-korrekten Energieträgern im ausgemerkelten gealtmeierten ESM-geschredderten DL.

    Einmal strebt jede Bürokratie unabhängig der Staatsform sich zu vervielfältigen und zugleich zu zementieren. Das Peter-Prinzip und Murphys-Gesetze lassen grüßen… in einer sozialistisch agierenden Mehrheitswahlrepräsentationsdemokratenwohlfahrtsstaat mehr als man denkt und glaubt. Formulare, Formulare werden niemals rare… ohne Stempel und Ar… Geburtsnachweis biste nix…
    kriegste nix, darfste nix.
    Und als Waffenexporteur an 3. Stelle der Welt sollen auch die Empfänger am deutschen Wesen nein Feuerkraft profitieren, nicht nur am „Exportschlager“ EE… wobei, man muss Entwicklungshilfe nur richtig interpretieren…

    Aber halt, sag das von Dir geschriebene
    als „Entscheidungsträger oder Person öffentlichen Lebens“ öffentlich! Biste nicht? – vielleicht (noch) Dein Glück, Heinz. Jedenfalls kann die Kritik an politisch-korrekten Verlogenheiten und dem Aufgreifen darüber hinaus evtl. speziell deutscher Tabuthemen existenzgefährdet sein. Da das viele unserer Zeitgenossen auch anhand prominenter Opfer (PC-richtig Täter, Helfer, Leugner…) exempelhaft vorgeführt bekommen, halten diese sich lieber außerhalb der eigenen vier Wände an die in allen schlechten Zeiten bewährte Regel – Reden ist Silber – Schweigen ist Gold. Die eigentliche Existenzvernichtung durch ESM und Co. KG öffentlichen Energiewenderechts der das beschließenden Sittenwächter politischer Korrektheit unwichtig mit Mantel der Zustimmung, Duldung und Applaus, Ohnmacht…

    Geh doch nach drüben – also zu Dir in Dein Dir geburtsmäßig zugeteilten Arbeiter- und Bauernparadies – hieß das vor 1989 bei uns im Wessidemokratadies. Nun, das geht auch mit durchaus weiterbestehenden Mauern in den Köpfen praktisch real nicht – aber warum denn in die Vergangenheit schweifen. Braucht es doch gar nie nemme mer – heute läuft das verfeinert subtiler bis zum, für allerlei gern benutzten Unwort mit N… anfangend, zumindest jedoch einem Statement, Buch etc. ein „umstritten“ voranstellend. Umstritten sein ist wie schuldig sein.

    Also ehrlich Heinz, Du hast hier umstrittene Aussagen getroffen, die gehen mal gar nicht und überhaupt, weiß Du nicht, dass das alles ganz anders ist, als Du behauptest… also hör mal, ich muss Dir das mal sagen –blibablubber…

    Gegenwehr – Herr Jensen einflechtend zitierend – Die einen kennen mich, die anderen können mich…

    Ätsch ich kann´s auch kürzer (es ist nicht zu fassen): WEITER SO!

    Nein, ich habe keine Pillen eingeworfen noch ein Kraut geraucht – ich schaue nur aus dem Fenster auf Nachbars PV-Anlage…

  3. @Hofmann
    Wie man bei den letzten Rio+20 Gipfel ganz gut erkennen konnte, ist es mit dem Klimagebrabbel eh nicht mehr weit her, jetzt gehts ja um „Nachhaltigkeit“, was auch immer die Beteiligten darunter verstanden haben.

    Einzig die bekloppten EU-Bürokraten und vereinzelten Regierungen halten noch an diesen Klimaquatsch fest, weil eben auch starke finanzielle Interessen diesen Hype weiter schön am köcheln halten.

    Der einzige Verlierer auf langer Sicht ist der kleine EU-Bürger, der am Ende mit seinen bisserl gesparten Vermögen für diesen Irrsinn haften muss.
    Politischer Größenwahn, wissenschaftlicher Allmachtswahn, lobbygesteuerter Machbarkeitswahn haben eine Situation erzeugt, die jeden gesund denkenden, technisch ausgebildeten Menschen die Haar zu Berge stehen lassen.
    Wie bei jeden Pyramidenspiel wird es ein paar Gewinner geben und jede Menge Verlierer…….nur das sich die Verlierer derzeit als die großen Gewinner fühlen, bis dann……….das Ende kennen wir ja schon aus der Geschichte.
    Ich habe leider die bitterböse Vorahnung, das auch die kommende, nicht mehr aufzuhaltende Krise, wieder jede Menge menschliches Leben kosten wird und die Verantwortlichen sich auch wieder schön herausreden können mit ihren so-genannten Experten.

    H.E.

  4. @Heinz Eng #5
    Das große Erwachen kommt ja noch erst für uns Deutsche. Wenn die Energiewende und das Märchen vom menschengemachten CO2-Klima zusammenbricht. Die Subventionszahlungen kann die Regierung nicht ewig aufrecht erhalten und spätestens bei der Einstellung dieser Subventionszahlung werden wir wieder mehr Arbeitslose in Deutschland haben. Hinzu kommt die gleichzeitig Einsetzung der Abwanderung unserer Volks-Wohlstands-Industriebranche in politisch berechenbarere Länder dieser Welt. Nach Asien und zunehmend wieder in die USA bzw. Südamerika. Selbst Russland wird für die Industrie berechenbarer als die ökosozialistische marktwirtschaftfeindliche westeuropäischen Industrieländer.
    Egal ob dies jetzt das E-Auto ist oder der Energiesektor oder der Agrasektor. All diese Branchen sind zusehends vom Staat eingenommen worden und werden immer mehr subventioniert. Die Europäischen Politiker wollen nur die Macht üder die Bevölkerung und da stört nur eine freie Marktwirtschaft. Ein freier Markt bedeuter nämlich mehr Verantwortung beim einzelnen Bürger und weniger Verantwortung beim Staat (Politik).
    Zum Schluss wird jedoch, wie IMMER, der freie Markt die Oberhand haben und die Gesellschaft auf den rauen Boden der Wirklichkeit zurückholen.

  5. 500 Millionen Europäer, die gerade vor lauter Schulden nicht mehr aus den Augen gucken können, wollen in ihren Wahn auch noch das Klima retten, wie blöd ist dat denn?

    Oder geht es nur darum mit diesen Unsinn ganz toll Geld zu vedienen, einen Bürokratieapperat aufzubauen und gut bezahlte Posten zu schaffen?

    Die ganze Geschichte ist genauso korrupt und verkommen wie die so-genannte „Entwicklungshilfe“, die bisher in Afrika so gut wie nix erreicht hat, ausser Diktatoren genügend Geld für Luxus und Kriegsgerät zu verschaffen.

    Europa schafft sich ab.
    H.E.

  6. So ist es halt mit diesen „Bauernschlauen“ Chinesen. Die Chinesen verstehen es halt aus jeder westlichen politischen Vorgabe IHREN Vorteil heraus zu ziehen. Ob diese politischen Vorgaben jetzt CDM oder EEG heißen ist da eigentlich egal.

  7. Auch wenn der Artikel das Thema laut Herrn Trummler nur sehr spärlich anritzt, es spricht das in unseren Systemmedien totgeschwiegen oder nur außerhalb üblicher Seh- und Hörgewohnheiten gebrachtes wenigstens offen an.

    „Der CDM begann mit eineinhalb Seiten im Kyoto-Protokoll”, sagte David Abbass, ein Sprecher der UNFCCC. „Zu Beginn dachte man, dass es sich um vielleicht 600 Projekte handeln könnte, aber inzwischen sind es über 4000 Projekte“.
    Die weltweite Ausbreitung des CDM wurde begleitet von „besorglichen Ereignissen“ in verschiedenen Ländern“, sagte Abbass. „Wenn man über 400 Projekte hat, dann gibt es darunter einige, die umstritten sind“.

    4000 oder 400? Ich vermute 4000.

    Unabhängig davon und für mich auf den Punkt bringend:
    Wer „günstige Gelegenheiten“ und (möglichst leistungslose) Begehrlichkeiten weckt, sollte sich über die steigende Nachfrage nicht wundern… (was er dennoch tut).

    Hier wie bei auch z.B. bei den massenhaft zunehmenden PV-Anlagen ist das gleiche Prinzip kurzsichtigen Denkens erkennbar. Ökonomie ist halt anders als es sich die gerne als allwissend sehenden und daraus ableitend alles bestimmenden Staats –und besonders Staatenbundbürokraten in ihren kühnsten Träumen vorstellen wollen.

  8. Der Artikel beleuchtet das hoch interessante Thema nur sehr spärlich.

    Interessant ist die Rolle des Oekofunktionärs Al Gore im Zusammenhang mit den CDM Zertifikaten. Al Gore soll einen wesentlichen Teil seines Wohlstands den CDM Zertifikaten verdanken.

    Gem. anderer Quellen sollen nahezu alle Windmühlen und Solarprojekte in China auf CDM Zertifikaten beruhen.

    Eine gründliche Beleuchtung des Themas kann auch Licht in einen Teil der Finanzierung der Oekosaga einer CO2 Klimahölle bringen.

    Vandale

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