Ansichten eines grünen Ministerpräsidenten

Sachverstand – so lautet eine gängige Binsenweisheit- ist für einen Politiker und sein Handeln eher nebensächlich, oft sogar auch kontraproduktiv. Und muss daher um fast jeden Preis vermieden, mindestens aber außen vor gelassen werden. Den lebendigen Beweis für diese Binsenweisheit lieferte jetzt der – durch die deutsche Atompanik ins Amt katapultierte- grüne Ministerpräsident des „Ländle“ Winfried Kretschmann. Unser Autor Bernd Hüttner hat einige – nicht mal besondere- Beispiele aufgezeichnet.

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Der MP von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, hat sich an verschiedenen Stellen zu aktuellen Themen geäußert. Schauen wir uns mal einige Punkte näher an.

Kretschmann im SWR2:
"Solch eine gigantische Katastrophe (Fukushima) muss die Politik dazu bringen, dass sie ihren Kurs ändert", sagte Kretschmann. … „Und jetzt erwarten wir, dass die Energiewirtschaft sich kraftvoll an der Energiewende beteiligt, in regenerative Energien investiert, statt zu klagen."

Es gibt zwei unabhängige Berichte vom Wissenschaftlichen Ausschuss der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen atomarer Strahlung (UNSCEAR) und der WHO die besagen, dass nur wenige Menschen, die als Folge des Unfalls im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi im vergangenen Jahr radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren an Krebs erkranken werden – und die wenigen, die es doch tun, werden nie die genaue Ursache ihrer Erkrankung wissen, da sie statistisch signifikant nicht von den „natürlichen“ Krebstoten unterscheidbar sind.

Die gigantische Katastrophe war das Beben und der Tsunami, welche aber nicht zum Zerschlagen einer funktionierenden und zuverlässigen Energielandschaft taugen.

In der "Welt" hätte er am 13.06.12 lesen können:

"Die Angst war schlimmer als die Strahlung"

Der britische Physiker Wade Allison spricht dem Reaktorunglück von Fukushima den Katast- rophen-Status ab. Damit könne man nicht den Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie rechtfertigen weder in Japan noch in Deutschland. (Mehr hier..)

Vierzig Jahre Arbeit auf dem Gebiet der Kernphysik und Nuklearmedizin sind aber sicher kein Argument in den Augen der Grünen. Dafür haben sie ihre eigenen Experten, wie Franz Untersteller Umweltminister in BW und gelernter Landschaftsarchitekt. Der Fukushima als einen Supergau (super größter anzunehmender Unfall) bezeichnet hat. Bei der Angsterzeu- gung sind sie führend die Grünen (Waldsterben, BSE, Ozonloch, Gentechnik etc.).

Übrigens ist Japan wieder eingestiegen in die atomare Stromerzeugung.

Und wie steht es mit dem Vorzeigeobjekt der Vertreter der „erneuerbaren“ Energie Bard I.

Die gesamten Baukosten schätzt die HVB derzeit auf 2,9 Mrd. Euro. Dies ist über 1 Mrd. Eu- ro mehr als ursprünglich geplant. Der erzielbare Verkaufserlös für den Windpark liege jedoch deutlich unter 2 Mrd. Euro, sagen Brancheninsider. Der 2009 gestartete Bau des Riesenkraftwerks mit 80 Windrädern und 400 Megawatt (Spitzen-) Leistung liegt wegen technischer Schwierigkeiten mehr als zwei Jahre hinter dem Zeitplan zurück. Bislang sind in dem Park, der 2011 ans Netz hätte gehen sollen, erst 19 Turbinen und 42 Fundamente installiert. Der aktuelle Plan ist, dass der Park Ende 2013 den Betrieb aufnimmt. (FTD 18.01.12)

Was für ein lohnendes Geschäft. Locker eine Milliarde Euro Verlust. Dies wird nur noch getoppt von den stolzen Kosten von 7.25€ pro Watt. Vergleichen wir dies einmal mit dem AKW Mülheim-Kärlich (Kosten 3.58 Milliarden €, 1.3GW). Dies ergibt 0.36€/W. Damit sind die Baukosten von Bard I 20mal so hoch pro Watt, wie die des AKW. Logischerweise muss der Windstrom viel teurer sein. Hinzu kommt, dass die Windanlagen im Jahr nur knappe 20% der Spitzenleistung liefern, während ein AKW rund 98% am Netz ist und dies konstant und zuverlässig. http://de.wikipedia.org/wiki/Volllaststunde

Und was macht man, wenn der Wind nicht weht? Im vergangenen November war dies mehr als 3 Wochen der Fall. Die Antwort lautet, dann soll gespeicherte Energie genommen werden. Prof. Vahrenholt hat diese Situation einmal für nur 10 Tage durchgerechnet. In 10 Tagen werden rund 12.5 TWh elektrische Energie verbraucht. Dies ist zu vergleichen mit der Kapazität der Pumpspeicherwerke in Deutschland von 7 GW. Daraus kann man bei totaler Entleerung 0.04 TWh Strom erzeugen. Wer diese 3 Promille bekommt wird spannend werden. Aber dies ist alles kein Problem, wenn man dem deutschen Informationsportal zur erneuerbaren Energie http://www.unendlich-viel-energie.de/ glaubt. Ihre physikalischen Kenntnisse haben sie in ihrem Link offenbart. Unendlich viel Energie in einem endlichen System, besagt alles.

Kretschmann in der "Welt" am 14.06.12:
"Wir im Süden brauchen Kapazitätsmärkte für neue Gaskraftwerke. Solche Gaskraftwerke sind bei der Umstellung auf die regenerativen Energien zumindest für eine Übergangszeit nötig, …wenn Solar- oder Windkraftanlagen mal nicht genügend liefern."

Was sind Kapazitätsmärkte? Die „Welt“ wusste es auch nicht und fragte nach.

Welt: Was sind Kapazitätsmärkte?
Kretschmann: "Der Bau von neuen Gaskraftwerken lohnt sich für die Investoren nicht. Deshalb muss man die zuvor als Bedarf errechneten Stromkapazitäten ausschreiben und durch entsprechende Vergütungen dafür sorgen, dass Bau und Betrieb lohnen."

Kann man dies verstehen? Wie kann man einen zukünftigen Bedarf errechnen, wenn man nicht weiß, wann die Sonne scheint oder der Wind weht. Nehmen wir aber trotzdem einmal an, dass die Grünen mehr als Meteorologen wissen, welcher Fabelpreis muss dann gezahlt werden, wenn die Kraftwerke nur im Mittel zu 50% ausgelastet sind? Naiv würde man sagen das Doppelte, aber durch das ständige Auf- und Abfahren haben die Kraftwerke eine kürzere Lebensdauer und höhere Reparaturkosten.

Noch schlimmer ist es, dass sie nicht verstehen (wollen), dass die „erneuerbaren“ Energien nicht grundlastfähig sind und dass deshalb die Übergangszeit nicht enden wird. Ist dies Unwissen, Ignoranz oder Volksverdummung. Vielleicht von jedem etwas.

"Dass man die Vergütung (beim Solarstrom) absenken muss, ist ja Konsens. Aber für die Investoren muss es Berechenbarkeit und Planungssicherheit geben, sonst ruiniert man einen aufstrebenden Industriezweig."

Sollte dem MP entgangen sein, dass es eine Pleitewelle in der Solarindustrie gibt? Ein paar Beispiele: Solarhybrid, Solon, Solar Millennium, Q-Cells , Sovello GmbH , Solarwatt AG, Pairan aus Niedersachsen, Inventux (Berlin) sind alle insolvent und Centrotherm (Maschinen- zulieferer aus BW für Solarindustrie) ist in finanziellen Nöten. Definiert man dies bei den Grünen als aufstrebend?

Passend zum Euro-Rettungsschirm fordert der Sovello-Chef einen Solar-Rettungsschirm.

Wie bitte? 14 Milliarden zahlten wir 2011 für den solaren Irrsinn. Tendenz steigend. Ohne diese Planwirtschaft gäbe es keinen einzigen solaren Vertreter. Wozu Planwirtschaft aber letztlich führt konnte man an Osteuropa lernen.
Bei den Windanlagenbauern gibt es auch schon erste Insolvenzen und finanzielle Probleme.

Bei jährlich 850h geeigneten Sonnenschein von 8760h ist Deutschland wahrlich prädestiniert für Photovoltaik. Als Nebeneffekt steigen die Pachten für Felder, weil die hoch subventionierten Solarenergieerzeuger mehr als normale Bauern zahlen können. Damit finanzieren wir mit Steuergeldern nicht nur extrem teuren Solarstrom sondern auch steigende Lebensmittelpreise. Deutschland im Irrsinnsvollrausch.

Übertrieben? Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) beinhaltet: Entschädigung für die Strom-Nichterzeugung, negative Preise, d.h. wir bezahlen das Ausland dafür, dass es Windstrom abnimmt der momentan nicht gebraucht wird. Der deutsche Stromkunde wird somit doppelt, einmal für die Einspeisung und einmal für den „Verkauf“, zur Kasse gebeten und dies für einen Strom, von dem er gar nichts hat.

Noch ein Beispiel gefällig. Emnid befragte 2010 welche Energieform 2015 die Stromversorgung in Deutschland sichern wird. Die ersten drei Plätze belegten Solarenergie, Windenergie und Wasserkraft. Alle drei zusammen bedecken derzeit im Mittel rund 15% des Verbrauchs.

Ich bleibe dabei: Deutschland im Irrsinnsvollrausch. 

Dr. Bernd Hüttner für EIKE

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31 Kommentare

  1. 30#

    „Da nehmen wir noch den Herrn Glatting dazu sowie die Herren Jensen, Manz, Laburda als Konsortiumssprecher.“

    Schöne Idee – endlich mal ein anständiger Job…

    … und für Sie, Frau Schwanczar, findet sich dann ja auch noch was – vielleicht als Hofnärrin… obwohl den Part üben Sie ja hier schon perfekt aus.

  2. #27: D. Glatting sagt:am Freitag, 29.06.2012, 18:28

    @#19: H. Urbahn,

    „genau meine Meinung Herr Urbahn. Vielleicht findet sich ja noch ein Konsortium, dass die enteigneten Kernkraftwerke nach Brasilien, Argentinien, Vietnam oder sonst wohin exportiert und dabei genügend Erfahrung sammelt um den die Konvoi Anlage mit Core Catcher zu entwickeln.“

    Die abgesägten Chefs von EnBW und RWE könnten ja schon mal ein Kosortium bilden. Da nehmen wir noch den Herrn Glatting dazu sowie die Herren Jensen, Manz, Laburda als Konsortiumssprecher.

    In Fukushima ist ja bereits Kraftwerkskapazität ausgefallen, da müsste sich doch was machen lassen.

    Oder in Forsmark – ein KKW, bei dem die Notstromaggregate nicht ausfallen – wäre doch mal was anderes.

    Und wenn die in Finnland mit ihrem EPR nicht aus dem Knick kommen, könnte man ja mal fragen, ob die was brauchen, was mal funktioniert hat (na ja, so einigermaßen).

    Der Löscher – der mit dem Gesicht des Restrisikos -hat wohl kein Interesse.

  3. @Rainerchen

    Nun ja, seien wir der werten Dame nicht zu sehr gram, gerade Frauen sind besonders dazu prädestiniert sich überschnell ihren Ängste hinzugeben.
    Gab es da nicht kürzlich ne Studie, die besagt, das Frauen viel schneller und viel öfters an gewisse Medikamente wollen und teilweise süchtig danach werden?

    Jeder hat so seine ganz persönlichen Ängste mit sich herumzuschleppen, man darf sich halt nur nicht von diese übermannen lassen, dann klappt dat nämlich auch mit der Nachbarin, *grins*.

    Wenn Religion seelisch hilft, dann lass sie halt beten.
    MfG

  4. @#20: S.Hader,

    da Sie nur ein bezahlter Phrasengenerator sind, der sich nicht mehr an den Unfug erinnern kann, den er mal vom Stapel gelassen hat, helfe ich Ihnen mal auf die Sprünge.

    Ich hatte hinsichtlich der Lebensdauer von KKWs erwähnt, dass man außer dem RDB alle Teile tauschen kann, wie man gerade an den Dampferzeugern in Fessenheim sieht.

    In ihrer Antwort wurden aus diesen Dampferzeugern dann Turbinen. Seit jener Zeit sind Sie uns halt als technischer Volltrottel in Erinnerung.

    Und wie Sie Kühlwasser generieren wollen, müssen Sie uns auch noch zeigen. Das funktioniert bestimmt genauso gut wie das wenden und erneuern von Energie.

    Aber man weiß ja.
    Mars bringt verbrauchte Energie sofort zurück.

  5. @#19: H. Urbahn,

    genau meine Meinung Herr Urbahn. Vielleicht findet sich ja noch ein Konsortium, dass die enteigneten Kernkraftwerke nach Brasilien, Argentinien, Vietnam oder sonst wohin exportiert und dabei genügend Erfahrung sammelt um den die Konvoi Anlage mit Core Catcher zu entwickeln.

    Man sollte vielleicht auch das aktuelle russische Konzept der HKL übernehmen, wie es gerade in Indien verbaut wird. Dazu werden gerade Rohre in KTA Spezifikationen maschinell bei EHR plattiert und anschließend jenseits des Ural passend gebogen. Damit hat man nur noch die Anschlussnähte an die Großkomponenten.

    Vielleicht finden sich noch mehr Detailverbesserungen.

    Grüße

  6. „Ach Sabrinchen, tut dat nich aua, wenn man den ganzen Tag mit der beengenden Anti-Atom-Scheuklappe durch die Gegend rennt?“

    Hallo Heinz, manche braucht DAS AUA fürs Wohlbefinden… den täglichen Schmerz und das persönliche S-M-Spiel… und da die werte Kollegin einiges schreibt, weniger richtig liest und davon noch weniger versteht, bleibt es halt bei der Geißelung.

    Lieber ne eins in Reli* als ne sechs in Bildung könnt man auch glatt schreiben. (*Und das als Atheist.)

    Chaptcha Polente – ein Schelm wer nun Böses denkt..

  7. @#23: Sabrina Schwanczar,

    dies Versprödungsproblematik wurde zum Teil so in einem GRS Seminar September 2009 vorgetragen. Das wäre demnach ein alter Hut für die Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

    Die Laufzeitverlängerungen werden allgemein diskutiert.

    Wo sehen Sie Probleme mit meinen Ausführungen?

  8. Ach Sabrinchen, tut dat nich aua, wenn man den ganzen Tag mit der beengenden Anti-Atom-Scheuklappe durch die Gegend rennt?

    Ick hatte schon mehrfach gesagt, dat ick Atom-Neutral bin, kein besonderer Fan aber auch nur so weit ängstlich, wie vor dem täglichen Benutzen des KFZ.

    Während Dir erbarmungsvoll die Knie zittern vor einer möglichen Verstrahlung, sterben Weltweit täglich tausende Menschan an Hunger, an verseuchten Trinkwasser, an fehlender medizinischen Betreung, an Bürgerkriegen, an Seuchen, an vergifteter Umwelt, an Naturkatastrophen, an unhygiänischen Verhältnissen in Krankenhäusern, an schnöden Unfällen………bleib einfach mal auf den Teppich und halte den Ball schön flach.

    Wenn hier jemand einer fanatischen Religion anhängig ist, dann wohl Du…….typisch deutsch eben, während britische Naturschützer noch lernfähig sind, haben Deutsche ihren Kopp schon lange in den Sand gesteckt, kennen wir schon seit Generationen.

    Lass gut sein, keine Atomdiskussion bitte, die wieder ausartet………denn ick werde diebezüglich in diesen Thread nix mehr sagen, da kannste Dein Frust gefälligst wo anders raus lassen.
    Habe die Ehre
    H.E.

  9. #17: D. Glatting sagt:am Mittwoch, 27.06.2012, 14:26

    „Zur Betriebsdauer möchte ich noch anmerken, dass man in den 60ern und 70ern des letzten Jahrhundert davon aus ging, dass die Versprödung des RDB die Laufzeit auf ca. 40 Jahre begrenzt. Durch geänderte Kernbeladungsstrategien und durch Messung der Versprödung sind die älteren Anlagen schon bei ca. 100 möglichen Betriebsjahren.

    Entsprechende Laufzeitverlängerungen werden in allen Staaten unter Auflagen durchgeführt.

    Da mittlerweile ein größerer Wasserspalt zwischen Kern und Mantel vorhanden ist und die Versprödung proportional dem Logarithmus der Zeit ist, kann man davon ausgehen, dass die Lebensdauer in die Tausenden von Jahren geht. Demnach fault eher der Beton zusammen als dass der RDB versprödet.“

    Genial.

    Das sollten Sie mal der Deutschen Physikalischen Gesellschaft vortragen.

    War es der Eulenspiegel oder die Titanik, mit der Sie einen Vertrag hatten ?

  10. #13: Heinz Eng sagt:am Mittwoch, 27.06.2012, 11:31

    Schöner Artikel, Dank an den Autor.
    Bezüglich Kernkraft habe ich einen schönen Satz gelesen….

    „“““Monbiot drückt das so aus: „Das Ereignis, das mich zu einem Befürworter der Atomkraft machte, war paradoxerweise die Katastrophe in Fukushima. Ein vergammeltes altes Werk mit vorsintflutlichen Sicherheitsmerkmalen wurde von einem der größten Erdbeben sowie einem der größten jemals aufgezeichneten Tsunamis betroffen und nichtsdestotrotz wurde bisher niemand einer tödlichen Strahlendosis ausgesetzt.“ „“““
    http://tinyurl.com/dyzdv8a

    Herr Eng – da kann ich Ihnen nur noch gratulieren.

    In Religion haben Sie sicher die Eins gehabt, so perfekt, wie Sie das Glauben beherrschen.

  11. Hallo, Herr Glatting
    Dr. rer.nat Hader sprach von „Kühlwassergeneratoren“. Soviel Zeit muss schon sein. Mal sehen, wann er einen grünen Reaktor der Generation 5-7 baut. Mit integrierter Zwangs- Isotopenverbiegung zur Vermeidung des Atombombenbauens und Einweihung durch Tritt Ihn…..
    Alles Gute
    Yogi.Baer

  12. #14: „Klar,dass man als Grüner so reagieren muss. Schliesslich ist das Grüne Hauptverursacher der Misere.“

    Herr Laburda, ich bin kein Grüner und daran ändert sich auch nichts, wenn Sie mich trotzdem so bezeichnen. Das Wählerbeschimpfungen generell unter Demokraten verstädnlicherweise nicht gerne gesehen werden, dürfte eigentlich bekannt sein. Wer die Wähler für zu dumm hält, die „richtigen“ Parteien zu wählen, der hält scheinbar auch nicht viel von der parlamentarischen Demokratie.

    „Ach ja, und was machen die Kühlwassergeneratoren und der Turbinentausch zur Laufzeitverlängerung eines Kernreaktors?“

    Kühlwassergenerator war eine Wortschöpfung von mir, die ich natürlich gerne zurücknehme, da sie keinen Sinn macht. Gemeint war schlichtweg das Kühlwassersystem samt Pumpen. Der Turbinenaustausch in Atomkraftwerken ist hingegen ein gängiger Vorgang, der auch schon für Fernsehberichte aufgezeichnet wurde, u.a. im National Geographic Channel (http://tinyurl.com/cjr8tuy), weiss daher nicht genau, warum das bei Ihnen wiederholt Verwunderung auslöst. In Zeitschriften findet man darüber auch Berichte: http://tinyurl.com/cjg4el8

    „und: Getroffene Hunde kläffen….“

    …und 3 Euro fürs Phrasenschwein. :o)

  13. #17: Sehr geehrter Herr Glatting,
    als Ergänzung zu Ihren Aussagen möchte ich noch folgendes erwähnen. Der EPR sollte ja sowohl in Deutschland als auch in Frankreich genehmigungsfähig sein. Ich erinnere mich daran, daß die KWU-Ingenieure immer wieder zu uns Gutachtern kamen und baten durch unsere Vorbehalte gegen bestimmte Vorgehensweise bei der Konstruktion des EPR daß diese wieder rückgängig gemacht werden könnten, da die Franzosen da Mehrheitseigner auf ihre Einwände nicht hören würden. Viele meiner Kollegen halten bis heute eine Konvoianlage mit Corecatcher für ein besseres KKW als den EPR.

    MfG
    H. Urbahn

  14. „Europa leidet an unheilbarer Dekadenz und Deutschland daran, das Mittelmass inzwischen das Mass aller Dinge geworden ist.“
    Genau Heinz – um es alles „gerecht“ zu machen und allem „gerecht“ zu werden (eine Quadratur des Kreises somit zu vollziehen)orientiert sich die politische Richtschnur am Durchschnitt wenn nicht gar darunter und durch den demokratisch bedingten Mehrheitskonsens werden geistige Überflieger und Untertassen gnadenlos weggeputzt. Was bleibt ist die inhaltsleere Mitte – weder Fleisch noch Fisch… Höchstleistungen erwachsen nur Einzelnen oder wenigen gemeinsam, ebenso das Gegenteil. Aber nur in der Menge kann massenhaft dumm reagiert werden.
    „Ausserdem muss ich nochmals anmerken, das was einschlägig „Energiewende“ tituliert wird, ist nix anderes als das sinn- und planlose Verteilen von Zufallsstromerzeugern in der Landschaft, um sich 20 Jahre lang die staatliche garantierte Rendite zu sichern.“
    Einfacher kann man den Run und wahren Grund auf Solarwindbio nicht erklären!

    „Ein System das sich alleine auf die menschliche Dummheit, Gier und Egoismus aufbaut, muss am Ende zusammenbrechen.“ Ja weil das Ende nämlich Armut für alle heißt. Es fehlt noch die Angst weil „Angst essen Seele auf“ ein durchaus passender Filmtitel für allerlei Unterlassungen, Übertreibungen und Einschränkungen aus den drei anderen resultierend…
    Das System kann allerdings lange „laufen“, sehr lange… mit der Macht des faktisch Geschaffenen – der dunklen Macht bei StarWars gleichend – Jahrzehnte. Jedenfalls zu lange, wenn es vom dem zehren kann, das aus Intelligenz, Teilen und Schaffen Einzelner erwachsen ist – Wohlstand.
    Sollen wir den Zusammenbruch herbeisehnen oder uns fürchten vor der geballten Kraft der daraus folgenden Zerstörung der „alten liebgewonnenen Welt“? Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende? Und dann – aus Ruinen auferstanden im neuen Glanz oder in den alten zerrissenen Kleidern? Eine pathetische, dennoch entscheidende Frage nach dem Danach. Weil das Davor rettungslos wie die Titanic oder der Euro in der Versenkung verschwinden wird und alle Maßnahmen den Untergang zu verhindern, zumindest hinaus zu schieben, diesen nur noch verstärken und „nachhaltiger alternativlos“ machen wird. Für nun verstörte Leser – Pessimismus ist eine Form des Realismus, bei man lieber danach lacht (wenn es doch so schlimm nicht kam) als andersherum der Optimist der lacht bevor es kam.

    Eine interessante Sichtweise von Montbiot – völlig anders als die, die apokalyptischen Reiter beschwörenden Atomhysteriker quer durch die Gesellschaft und den Zeitgeist politisch korrekt bestimmenden Protagonisten besonders medialer Welt und derer gutgläubigen Schar!

  15. @#15: Frank Grabitz,

    Hallo Herr Grabitz,

    die Fertigstellung 2014 von Olkiluoto 3 werden hinter vorgehaltener Hand auch politische Gründe genannt. Dass Flammaville vorher in Betrieb gehen soll, auf dass die Grand Nation das erste KKW der dritten Generation hat.
    Zumindest werden dort alle Mängel produziert, die in der konventionellen Industrie durchgehen und in der Kerntechnik zu Beanstandungen führen. Da haben etliche Unterlieferanten aus Unkenntnis viel Geld verloren.

    Die Finnen wollen nicht mit den Russen. Deshalb tun sie sich auch den T€uro an.

    Bei den Kosten haben wohl auch die schwachsinnigen Konstruktionen der Franzosen Vorschub geleistet. Insbesondere die sinnlose Verwendung von Austenit für HKL und DH sind hier zu nennen.

    Zur Betriebsdauer möchte ich noch anmerken, dass man in den 60ern und 70ern des letzten Jahrhundert davon aus ging, dass die Versprödung des RDB die Laufzeit auf ca. 40 Jahre begrenzt.
    Durch geänderte Kernbeladungsstrategien und durch Messung der Versprödung sind die älteren Anlagen schon bei ca. 100 möglichen Betriebsjahren. Entsprechende Laufzeitverlängerungen werden in allen Staaten unter Auflagen durchgeführt. Da mittlerweile ein größerer Wasserspalt zwischen Kern und Mantel vorhanden ist und die Versprödung proportional dem Logarithmus der Zeit ist, kann man davon ausgehen, dass die Lebensdauer in die Tausenden von Jahren geht. Demnach fault eher der Beton zusammen als dass der RDB versprödet.
    Alle anderen Komponenten in einem KKW kann man austauschen. (Wie das natürlich mit Hader’schen Kühlgeneratoren ist, weiß ich nicht).

    Deshalb waren den Grünen ja auch die abgeschriebenen KKW so ein Dorn im Auge. Maschinen, die für Betriebskosten billigen Strom produzieren. Das durfte ja nicht sein. Sie können ja mal so herum rechnen.

    Grüße

  16. #6+9
    richtig, ist mir beim Nachrechnen auch gleich aufgefallen. Irgendwo haperts immer beim dividieren.
    zusätzlich zu den erhöhten Kosten muss man fairerweise anmerken, dass das Kraftwerk in Finnland, Olkiluoto 3 von Areva 2005 schlüsselfertig für 3 Mrd. € angeboten wurde (Russen wären um etliches günstiger gewesen) und 2011 fertiggestellt sein sollte. Jetzt ist man bei 2014. Und die Kosten sind jetzt schon bei 6,6 Mrd. Bei einer Leistung von 1,6 GW, das wären 4,13 €/W. Zu Beginn wurden bereits die Fundamente zu schwach gegossen, und Löhne von poln. Arbeitern mit 2€/Std. wur-den ausgemacht.
    Der Kraftwerksbau und deren ausufernde Kosten sind auch Thema in der frz. Nationalversammlung.
    Betrachten wir die Kraftwerke im Leistungsvergleich :
    Bard 1 mit Nennleistung von 400 MW = 0,4GW. Setze ich hier 3600 Std. Vollaststunden im off-shore Bereich an,
    erhalte ich 1440 GWh für die Jahresarbeit
    Olkiluoto 3 mit 1,6 GW, und angenommenen 90% Auslastung über das Jahr mit 8760 Std. ergeben : 12.614 GWh.
    Hier sieht man den enormen Unterschied. Bard 1 würde nur 11% ausmachen.
    Für einen besseren Vergleich setze ich die Kosten für Bard, auf die Kosten des KKW von 6,6 Mrd. €, was bei 36,25 Mill. € jetzigen Kosten pro Windrad 182 Windräder ergeben würde, somit x 5 MW= Nennleistung von 910 MW.
    Hieraus ergeben sich adäquat zu obiger Rechnung ein Jahresarbeit von 3276 GWh. = 26%, der Leistung von Olkiluoto.
    Also, bei gleichen Gestehungskosten liefert der Wind nur ¼ des Stromes eines KKW.

    Entsorgungskosten, Reparatur, Lebensdauer, etc. sind weitere entscheidende Kostenfaktoren, die aber wesentlich aufwen-diger zum verifizieren sind.
    Wie lange „lebt“ ein Windrad ? 12 Jahre ? bei Förderung mit 15 ct/kwh und dann Grundförderung mit 3,5 bzw. 5,95 (EEG 2004), oder 20, 30 Jahre ?
    jedenfalls wurde die Laufzeit des KKW Okiluoto 3 erstmal auf ca. 60 Jahre festgelegt.
    somit also mindestens nochmals eine Verdoppelung der Amortisation gegenüber Windenergie.

  17. @ Dr. Hader (#12)
    Klar,dass man als Grüner so reagieren muss. Schliesslich ist das Grüne Hauptverursacher der Misere.
    Ach ja, und was machen die Kühlwassergeneratoren und der Turbinentausch zur Laufzeitverlängerung eines Kernreaktors?
    und: Getroffene Hunde kläffen….

  18. Schöner Artikel, Dank an den Autor.
    Bezüglich Kernkraft habe ich einen schönen Satz gelesen….

    „“““Monbiot drückt das so aus: „Das Ereignis, das mich zu einem Befürworter der Atomkraft machte, war paradoxerweise die Katastrophe in Fukushima. Ein vergammeltes altes Werk mit vorsintflutlichen Sicherheitsmerkmalen wurde von einem der größten Erdbeben sowie einem der größten jemals aufgezeichneten Tsunamis betroffen und nichtsdestotrotz wurde bisher niemand einer tödlichen Strahlendosis ausgesetzt.“ „“““
    http://tinyurl.com/dyzdv8a

    Ausserdem muss ich nochmals anmerken, das was einschlägig „Energiewende“ tituliert wird, ist nix anderes als das sinn- und planlose Verteilen von Zufallsstromerzeugern in der Landschaft, um sich 20 Jahre lang die staatliche garantierte Rendite zu sichern.
    Der so-gennante Erfolg der EE ist am Ende ein Pyrrhus-Sieg für die EE-Lobbyisten, denn schon heute ist der Zusammenbruch des Systemes klar vorherzusagen.
    Bisweilen auch, weil geschickte EE-Verkäufer etwas mit den zu erwartenden Erträgen gemogelt haben, was man an einer Vielzahl an insolventen Wind- und Solarparks deutlich erkennen kann.

    Ein System das sich alleine auf die menschliche Dummheit, Gier und Egoismus aufbaut, muss am Ende zusammenbrechen.
    Ihr werdet alle meine Warnung in Erinnerung behalten, wenn ihr im Dunkeln sitzen werdet…….dann ist es aber bereits zu spät für Deutschland.
    Amen

    PS. Europa leidet an unheilbarer Dekadenz und Deutschland daran, das Mittelmass inzwischen das Mass aller Dinge geworden ist.
    H.E.

  19. @Kurt Laburda, #7: „Laut „Sonntagsfrage“ liegt Grün- Rot vor Schwarz- Gelb. Also gehe ich davon aus, dass die Mehrheit der deutschen Zipfelmützen es so will, wie es gerade läuft. Also soll die Zipfelmütze es auch so bekommen- und das in aller Brutalität!! Viel Spass dabei, oder frei nach Sarrazin: Deutschland verblödet!!!“

    …oder anders ausgedrückt, Wählerbeschimpfung pur. :o)

  20. Köstlicher Artikel!
    Habe heute offenbar einen guten Tag und konnte herzlich darüber lachen.
    By the way von wegen Windkraft.
    Ich bin öfter auf der Internetseite transparency.eex.com unterwegs, um zu schauen, was sich in der aktuellen Produktion von Wind und Sonne so tut. Hat nur einen Haken: Die Charts gehen immer nur tageweise und nicht kumuliert. Kennt einer eine Quelle, in der man Jahresübersichten abrufen kann?

  21. Was da unter DIE ENERGIE WENDE läuft, läst sich am besten mit den Worten „Die versammelte Dummheit“ Kommentieren.
    Leider.

    Und Leider wohne ich noch in BW.
    Ich hätte an jenem denkwürdigen März 2011 doch meinen Wahlschein zereissen und in in der CDU Geschäftsstelle dem Herren Wellenreuter auf den Tisch werfen sollen.
    Irgendwie würde ich das immer noch gerne nachholen.
    Für die Dummheit der Windfahnen Politik aus der CDU.
    MFG

  22. „Im Artikel muß sich ein kleiner Rechenfehler eingeschlichen habeb. Den Kraftwerkskosten des AKW Mülheim-Kärlich von 3.58 Milliarden € stehen 1.3 GigaWatt also 1,3 Milliarden Watt gegenüber. Daraus errechnen sich 2,75 Euro pro Watt!“
    Oder nur 468 Millionen € Baukosten bei einem baukosten betrag von 0,36 cent/Watt.
    Wie kommt die Zahl 0,36cent/ Watt zustende ?

    Damit komme Ich bei 3.58 Milliarden € Baukosten auf das 2,633 fache an Baukosten für Bard 1.
    Allerdings liefert Bard 1 wohl kaum 1,3 GW mit der zuferlässigkeit eines KKW.

  23. ….sehr guter Beitrag von Dr.Hüttner, gehört eigentlich morgen auf jede Titelseite.
    Hätte es ,,als ehemaliger DDR-Bürger“ 1990 nie für möglich gehalten, dass in DEUTSCHLAND Sozialismus und (Öko)Diktatur so schnell wieder Fuß fassen!
    Die Parteien wollen eigentlich alle das Gleiche, dass kenne ich auch irgendwo her…..

  24. Laut „Sonntagsfrage“ liegt Grün- Rot vor Schwarz- Gelb. Also gehe ich davon aus, dass die Mehrheit der deutschen Zipfelmützen es so will, wie es gerade läuft. Also soll die Zipfelmütze es auch so bekommen- und das in aller Brutalität!! Viel Spass dabei, oder frei nach Sarrazin: Deutschland verblödet!!!
    Mal sehen, was nach dem ersten Crash des Verbundnetzes geheult wird. Ein Stromausfall von mehreren Tagen (von mir aus auch Wochen) wäre für die Deppen vermutlich eine heilsame Lehre- wenn sie denn überhaupt noch was merken…
    Gruss

  25. Hat sich im Artikel vielleicht ein kleiner Rechenfehler eingeschlichen? Den Kraftwerkskosten des AKW Mülheim-Kärlich von 3.58 Milliarden € stehen 1.3 GigaWatt also 1,3 Milliarden Watt gegenüber. Daraus errechnen sich 2,75 Euro pro Watt!

  26. Die Gaskraftwerke werden wohl das „Erbe“ sein, das uns am Ende der Energiewende erhalten bleibt, wenn Solar und Windanlagen eines Tages ohne Subventionen dastehen, und deren wahrer Wert zum Vorschein kommt, nämlich praktisch Null. Dann wird es uns so ergehen wie Griechenland heute: das Land ist bankrott, aber man muss ja die Gasrechnung bezahlen, um Strom zu haben. Die vielgerühmte Unabhängigkeit von Kohle & Atom wird in die totale Abhängigkeit von Erdgas führen.

  27. „Deutschland im Irrsinnsvollrausch.“ Dem ausgezeichneten Artikel von Herrn Hüttner ist nichts mehr hinzu zu fügen. Außer Sprachlosigkeit über die vermeintliche Kompetenz der Gewählten und zugleich Inkompetenz der Wähler.
    Daher muss Herr Woitoll´s alte Weisheit ergänzt werden um … und die Dummheit der natürliche Freund des Wählers.“ Möge der Aufschrei der Getroffenen kommen.

    Ein unvollständiger Erklärungsversuch – in einer Gesellschaft und System in der der Schimmer und Schein von Kompetenz und Sachverstand durch bloße Selbstdarstellung, hehre Worte, sprachliche Volks- und am besten Medien- und Zeitgeistnähe reicht, muss man sich nicht wundern, dass dies von entsprechenden Charakteren ausgefüllt wird. Wie heißt eine passende Kaubonbon-Werbung adaptiert – Was wollt Ihr dann – GRÜN! (so hallt es halt zur Zeit gerade…)

    Die so mit „Gut und richtig“ in allen gesellschaftlichen Bereichen verankerte Er-Grünen , Green Washing werden vielleicht bald einem nackten Er-Grauen und Ausbleichen weichen…sobald die wahren Folgen und Kosten für viele spürbar werden.

    Gruß aus Baden-Württemberg, dem Musterländle grüner Politik aller Parteien und treuer Wählerschaft.

  28. Bin ich der Einzige, der vermutet, dass unsere Politiker den Abschluss auf der Rütli-Schule mit „Nicht genügend“ abgelegt haben? Eigentlich muss man ja sagen, die sind doof, aber das wäre ja im günstigsten Fall eine Beleidigung; wenn’s hart auf hart kommt, ist es Volksverhetzung nach §130 StGB, WENN diese Politiker eine schützenswerte nicht-deutsche Bevölkerungsgruppe in Deutschland darstellen.

  29. Danke, Herr Dr. Hüttner! Das ist genau die Art von Texten, die ich einigen meiner grünseligen Bekannten unter die Nase reiben werde. Mal sehen, was sie sagen.

    Chris Frey

  30. Eine alte Weisheit, die für die meisten Politiker gilt (für grüne Politiker ganz besonders):

    „DER SACHVERSTAND IST DER NATÜRLICHE FEIND DES POLITIKERS“

    Gruß aus Südhessen

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