Textilfirmen verweigern Ökostrom-Umlage

Nein zur Ökostromumlage Bild S. Hofschlaeger / pixelio.de

Wie das Handelsblatt heute berichtet widerspricht die Ökostrom-Abgabe – nach Ansicht dreier deutscher Textilunternehmen- der Verfassung. Als Konsequenz verweigern sie deshalb die Zahlung der Umlage an ihre Stromversorger – und warten nun auf die Klagen. EIKE wünscht vollen Erfolg, und dass sich weitere Unternehmen der Verweigerung anschließen mögen.

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Drei deutsche Textilunternehmen halten die Ökostrom-Umlage für verfassungswidrig und verweigern die weitere Zahlung. Nun warten sie auf Klagen der Stromversorger, wie der Gesamtverband der Textil- und Modeindustrie am Mittwoch mitteilte. „Wir sind bereit zu kämpfen und die Sache notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zu bringen“, sagte Bernd Drechsel, Geschäftsführer der Textilveredelung Drechsel im oberfränkischen Selb. Er habe bereits die erste Mahnung seines Stromversorgers erhalten.

Weitere Details dazu finden Sie im Handelsblatt

Mit Dank an Spürnase A. Bauer

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10 Kommentare

  1. Wolfram Latschar in seinem Blog Digitalhandeln.de beeithcrt, steigt das Volumen der nicht mehr beitreibungsf higen Forderungen in Europa auf 2.4% vom Umsatz in 2009. Dies ist eine relative Steigerung von mehr als 20% (Zahl korrigiert nach Info

  2. #2 Hans Maier

    Und wie wollten Sie das denn praktisch machen – ohne selbst klagen zu müssen und ohne daß man Ihnen den Strom abdreht?
    Außerdem kenne ich meine persönliche EEG-Umlage nicht. Mir ist nur der öffentlich bekannte Satz bekannt: 2011 3,51 Ct/kWh, 2012 3,59 Ct/kWh. Die zwar eigentlich ziemlich detaillierte Abrechnung bei Vattenfall für ein Verbrauchsjahr weist dennoch die EEG-Umlage nicht als einen eigenen Rechnungsbestandteil aus. Ich kenne also ´meine´ EEG-Umlage aus der Rechnung gar nicht, sondern kann sie mir nur mutmaßlich errechnen.

    MfG, Rainer Jacob

  3. #5: „Ab dem nächsten Jahr darf ich einen Schornsteinfeger aus Griechenland meinen Kamin putzen lassen. So will es die EU. Freie Marktwirtschaft nennt man das.
    Warum dürfen wir nicht unseren Strom dort kaufen wo er am billigsten ist. Hier im Saarland böte sich das Kraftwerk Cattenom an.“

    Hallo Hans Spaniol, im Vergleich zum letzten Jahrhundert wurde der Stromhandel innerhalb der EU liberalisiert. Ein Land darf den Zugang für ausländische Anbieter nicht ohne weiteres verwehren. Man mag darüber diskutieren, ob man die Regelungen nicht noch freizügiger hätte gestalten können. Aber abgesehen davon, ich glaube kaum, dass man auf frz. Seite als Verbraucher sagen kann, man wolle nur den Strom von einem ganz bestimmten Anbieter erwerben. Also jetzt weniger wegen rechtlicher Schwierigkeiten, sondern eher aufgrund des fehlenden Anreizes für die AKW-Betreiber. Warum sollen die ihren Strom verbilligt an Privatkunden abgeben, wenn sie ihn genausogut teurer an die Allgemeinheit verkaufen können? Damit würden die nur ihr eigenes Geschäft kaputt machen.

  4. Man müsste über eines der sog. „sozialen Netzwerke“ zum Boykott jeglicher Zusatzzahlungen aufrufen…aber ich sehe da Schwierigkeiten in der
    Aufnahme der Angelegenheit – einen Versuch wäre es allerdings mit Sicherheit wert.

    Erich Richter

  5. Ab dem nächsten Jahr darf ich einen Schornsteinfeger aus Griechenland meinen Kamin putzen lassen. So will es die EU. Freie Marktwirtschaft nennt man das.
    Warum dürfen wir nicht unseren Strom dort kaufen wo er am billigsten ist. Hier im Saarland böte sich das Kraftwerk Cattenom an.

  6. Ganz im Sinne der Weigerung Öko-idiologische Abgaben zu bezahlen:

    Wäre es rechtlich möglich grenznahe Industrieparks mit einer HGÜ zu EdF nach Frankreich zu versorgen?

    Warum nicht ein grosses Gewerbegebiet in Saarbrücken im Inselbetrieb an eine direkte HGÜ nach Cattenom anschliessen? Es handelt sich um 80 km, das wird sicher schon sehr teuer, aber trotzdem, geht das rechtlich?

    Wenn also schon die Netzagentur einen Freifahrschein bekommt unser Land mit Hochspannungsleitungen zu verschandeln, statt auf eine verbrauchernahe, effiziente Energieversorgung zu setzen, warum darf ich dann nicht 80 km Überlandleitung bauen und mir den Strom aus z.B. Frankreich holen?
    Solche Initiativen sollte und müsste es geben, damit die Regenerativen dem Wettbewerb in der EU unterliegen.

    Sollte nicht eigentlich der dezentrale Öko Traum zum Verschwinden aller gefährlichen und hässlichen Stromleitungen führen? Waren denn Starkstromleitungen nicht eigentlich brandgefährlich für die Gesundheit?

    http://www.netzentwicklungsplan.de — Bitte, haut sie alle mit Petitionen und Klagen voll, jetzt wird es den Grünen heimgezahlt! Aber mit Stil, sachlich und ohne Schaum vor dem Mund. Danke.

  7. Die EEG-Umlage, sollte die Kosten, die einzelne (regionale) Energieversorger auf Grund der EEG-Einspeiser haben nur auf alle verteilen. Dann eben nicht, bezahlen die Fischköppe mit ihren vielen Windmühlen die Einspeisevergütung eben allein. So lässt sich aus dem oberfränkischen natürlich gut jodeln.

  8. Sehr schön! Weiter so!
    Wünsche den Textilern viel Erfolg!
    Bin mal gespannt, wann das restliche Handwerk in Deutschland aus den Schlaf gerissen wird und ENDLICH aufwacht!
    Auch das Handwerk, das momentan von diesen Subventionen profitiert wird für die Zukunft die Rechnung präsentiert bekommen!
    Spätestens wenn die staatliche Subventionszahlungen nicht mehr fließen wird die Marktrealität gnadenlos zuschlagen.
    Bei den Solarfirmen in Ostdeutschland ist es ja schon soweit!

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