UN Bericht: Fukushima verursachte minimales Gesundheitsrisko

Nur wenige Menschen, die als Folge des Unfalls im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi im vergangenen Jahr radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren werden an Krebs erkranken – und die wenigen, die es doch tun, werden nie die genaue Ursache ihrer Erkrankung wissen. Diese Schlussfolgerungen basieren auf zwei umfassende, unabhängige Untersuchungen der Strahlenbelastung japanischer Bürger und Tausender von Arbeitern, die die zerstoerten Atomreaktoren unter Kontrolle zu bringen versuchten.

Der erste Bericht, der dem Wissenschaftsmagazin Natur exklusiv vorliegt, wurde von dem “Wissenschaftlichen Ausschuß der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen atomarer Strahlung” (UNSCEAR) in Wien erarbeitet und behandelt umfangreiche Fragen im Zusammenhang mit allen Aspekten des Unfalls. Der zweite Bericht (ein Entwurf der ebenfalls von der Zeitschaft Natur eingesehen wurde), stammt von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Dieser Bericht legt Schätzungen der Strahlendosis vor, die die breite Öffentlichkeit durch Absorption der Strahlung im ersten Jahr nach dem Unfall aufgenommen hat. Beide Berichte werden auf der Jahrestagung der UNSCEAR diese Woche in Wien diskutiert.

Wissenschaftler, die an der Herstellung des UNSCEAR Berichts mitgearbeitet haben, hegen die Hoffnung, dass ihre unabhängige Zusammenfassung der besten verfügbaren Daten dazu beitragen wird, die Angst vor dem nuklearen Fallout, die im vergangenen Jahr gewachsen war, zu zerstreuen.


Die Wissenschatfszeitschrift Nature berichtet ausführlich über beide Beriche der UN und der Weltgesundheitsorganisation hier 

Ist die deutsche Atomhysterie unheilbar?

Hier die internationale Presse: 
Reuters: „Radiation from Fukushima nuclear disaster below cancer-causing level“ 
AP: „UN: Fukushima workers’ deaths not from radiation“ 
BBC: „WHO: Post-Fukushima radiation levels in Japan ‘low’“

Und hier die deutsche: 
BILD: „Fukushima: Strahlungswerte krebserregend“ 
RP Online: „Strahlung bei Fukushima auf krebserregendem Niveau“ 
Welt: „WHO: Strahlungswerte über krebserregendem Niveau in Fukushima“ 
Zumindest der Spiegel kriegt’s richtig: Strahlengefahr durch Fukushima-Gau geringer als befürchtet

Benny Peiser auf ACHGUT 

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  • Strahlen? Bild Frank Schulte /pixelio.de
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17 Kommentar(e)

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1

#16: "Hinzu kommt, dass es KEINE strahlungspezifische Krebsform für den Niedrigdosisbereich gibt im Gegensatz zu chemischen Noxen wie der Blasenkrebs der Anilin-Farbearbeiter, der Hodenkrebs des Schornsteinfegers, der Lungenkrebs durch Asbest und eine ganze Reihe von Krebsformen durch das Rauchen."

Eine Verständnisfrage, Herr Paul, bis zu welcher Höhe würden Sie von einer Niedrigdosis sprechen?

2

zu #14 und #15
Eine Hypothese (LNT) ist einen Hypothese. Sie ist in diesem Fall im Gegensatz zu dem immer noch zitierten Begründungsmodell für die Treibhaustheorie ("schwarze Erde" ohne Atmosphäre) nachprüfbar durch epidemiologische Statistik,
eigentlich das mächtigste Instrument kausale Krankheitsbeziehungen des Menschen nachzuweisen seit dem Ende des 2. Weltkrieges, ausgehend von Havard und der Framingham-Kohorte, einer systematischen Beobachtung einer repräsentativen Bevölkerung über Jahrzehnte.
Sie deckte z.B. den Zusammenhang von hohem Blutdruck oder hohem Cholesterinwert zu Krankheit und Lebenserwartung auf. Aber auch so "Kleinigkeiten" wie Osteoporose (krankhafte Verminderung der Knochendichte) und Aufnahme des Spurenelementes Silizium.
Besonders interessant sind natürlich kausale Zusammenhänge bei der Entstehung bösartiger Tumoren, abgesehen von dem "natürlichen" Alterungsprozess.
Dabei stellte sich z.B. heraus, dass der etwa 10x so häufige Magenkrebs der Japaner, die übrigens heute noch die höchste Lebenserwartung haben, keine "genetische Besonderheit" dieses Volkes darstellt, sondern mit Ernährungsgewohnheiten korreliert. Wandert ein Japaner in die USA aus, und nimmt er die Ernährungsgewohnheiten des typischen US-Amerikaners an, so reduziert sich seine Wahrscheinlichkeit, Magenkrebs zu bekommen auf ein Zehntel seiner Landsleute in Japan, eben auf die des typischen weißen Durchschnittsamerikaners.
Selbst so "Kleinigkeiten" wie der Unterschied von rohem Steak und gut durchgebratenen Steak auf das Risiko eines Dickdarmkrebses kann man bei ausreichend großer Zahl statistisch beantworten.

Bezüglich der LNT-Hypothese für geringe Strahlenbelastung gibt es sowohl eine mehr als ausreichend große Bevölkerungsgruppe in allen Völkern dieser Erde UND wirklich ausreichend verschiedene Exposition von Radioaktivität zur Durchführung solcher epidemiologischen Untersuchungen.
SELBSTVERSTÄNDLICH gibt es die, jedoch werden sie nicht explizit benannt, aber es gibt sowohl ausreichend genaue "Krebsregister" sogar in Deutschland mit vergleichsweise SCHLECHTEN Daten, setzt sich das langsam durch, und es gibt wie gesagt absolut genaue Kenntnisse über Strahlungsbelastung,
einfach deshalb, weil man Strahlung nicht versecken kann und ganz ungewöhnlich leicht und genau messen kann.

Nun muss man lediglich 1+1 zusammenzählen um zu WISSEN, dass es hier KEINE Korrelation gibt, allenfalls eine negative im Sinne der Hormesis, wie wir vor kurzem von einem Holländischen Kollegen erfahren durften.

Hinzu kommt, dass es KEINE strahlungspezifische Krebsform für den Niedrigdosisbereich gibt im Gegensatz zu chemischen Noxen wie der Blasenkrebs der Anilin-Farbearbeiter, der Hodenkrebs des Schornsteinfegers, der Lungenkrebs durch Asbest und eine ganze Reihe von Krebsformen durch das Rauchen.

Damit ist die LNT-Hypothese widerlegt und sie ist deshalb KEINE WISSENSCHAFTLICH seriöse Hypothese, sondern ein politisch rechtliches Konstrukt bis hinein in die Uno,
welche ja bekanntlich den Rest der Welt gelegentlich für ausgemachte Dummköpfe hält.
Allerdings schert sich die reale Natur wenig um menschliche "Definitionen", so dass die Medizin auch in der UNO, die tagtäglich mit energiereicher Strahlung zu tun hat, viel viel mehr als die gut abgeschirmten Kernkraftwerke, sich verdammt schwer tut solche "Spätschäden" oder Folgen von Niedrigdosisbestrahlung überhaupt zu definieren.

In Deutschland (nicht nur da!) gibt es das einfach nicht! Das muss einmal deutlich gesagt werden.

So bleibt den Medizinern oder Strahlenexperten nichts anderes übrig, als HEUTE NOCH auf die Folgen der beiden einzigen Atombombenabwürfen in Japan zurückzugreifen.

Das Wort Strahlenhysterie z.T. in offizieller administrativer Form ist angesichts dieser Fakten berechtigt!
Es ist daher notwendig und lohnend, darüber NICHT zu schweigen, sondern immer wieder darüber zu reden!

Gruß

3
Lutz Niemann

@ Michael Treml
Ihnen ist sehr zuzustimmen, die hauptamtlichen Strahlenschützer wehren sich gegen die Hormesis. Ich habe da Erfahrungen aus der Führungsriege des FS, genauer wage ich nicht das hier an dieser Stelle auszubreiten. Streiterei mit den hauptamtlichen Strahlenschützern lohnt für uns nicht.
Etwas anders sehe ich es mit Ihrem Satz: „Ist die deutsche Atomhysterie unheilbar? Ja !“ Die Klimahysterie schwächt sich ab, da hat EIKE sicherlich zu beigetragen. Die Strahlenhysterie ist unverändert, wird höchstens schlimmer. Allerdings wird nicht dagegen angegangen. Das können wir als Untertan nicht. Zwei Dinge sind wichtig:
1. Der Solomon-Asch-Versuch
Der Mensch verhält sich in seiner Meinung und in seinen Äußerungen so, wie er meint, dass es die Mehrheitsmeinung beim Volke sei. Dieser Versuch von Solomon Asch bildete die Grundlage für die Entdeckung der „Schweigespirale“ von Frau Noelle-Neumann.
2. Der Stanley-Milgram-Versuch
Der Mensch folgt in seinem Denken und Handeln der Obrigkeit, das ist der Herrscher, Pfarrer, Lehrer, Präsident, Bürgermeister, Respektsperson in weißen Kittel, Person auf dem Fernsehschirm. Das kann natürlich heute immer auch eine Frau sein, Geschlecht spielt keine Rolle, sehen wir derzeit in Deutschland.

Diese beiden Versuche sind die wichtigsten Triebfedern in menschlichen Verhaltensweisen, da müsste man ansetzen.
Gruß Niemann

4
michael treml

@Lutz Niemann
Es war mir schon klar das die Hormesis keine Hypothese ist. In Anwendung auf Auswirkungen der Radioaktivität kleinster Dosis wird Sie aber mit allen Mitteln bekämpft. Das ist ja auch für diese Leute ganz wichtig, denn wenn
die Hormesis bestätigt wird und die LNT-Hypothese fällt, dann haben diese Leute nichts mehr mit dem sie ihren Kampf gegen die Nucleartechnik führen könnten. Um der Wahrheit in diesem Wissensbereich zum Durchbruch zu verhelfen braucht man nicht versuchen zu argumentieren. Das geht in Deutschland nur über die sogenannte biologische Lösung strittiger Fragen. Ähnlich ist es bei der Frage : Warum fliegt ein Flugzeug oder ein Vogel. Das haben zwar Otto Lilienthal und Ludwig Prandtl schon mit den Newtonschen Gesetzen erklärt; das wird aber als Unsinn abgestritten und es muss Bernoulli mit seinem Energieerhaltungssatz herhalten. Auch hier ist Argumentation sinnlos. Die Themen, die mit Unsinn erfüllt sind, in den Köpfen mancher deutscher Menschen zu revidieren ist hoffnungslos. Dafür sorgen schon die Medien.
Ist die deutsche Atomhysterie unheilbar? Ja !

5
Lutz Niemann

@ Michael Treml
Es stimmt nicht ganz, Ihr Vergleich Hormesis-Hypothese und LNT-Hypothese. LNT ist in der Tat eine Hypothese, dazu können Sie viel nachlesen auf den Seiten vom Fachverband Strahlenschutz, z.B: die Vorträge von Prof. Breckow und Prof. Michel. Hormesis ist jedoch keine Hypothese, denn kleine Do-sen wirken in der Tat förderlich für die Gesundheit, und das nicht nur bei ionisierender Strahlung. Nur wird über diese Tatsachen heute nicht mehr geschrieben. Der ICRP lehnt jedes Wort dazu ab, na ja, er lebt ja auch von LNT, und das nicht schlecht. Ich habe zu Hormesis viel gelernt von Prof. Wachs-mann nach 1986, aber damals stand schon immer em. bei seinem Titel.
Ich möchte Ihnen sehr zustimmen bei Ihren Vergleich Klimaalarm und Radioaktivitätsalarm. Genau dieselben Ideen sind mir gekommen beim lesen des Buches „Klimahysterie…“ von Michael Limburg. Ich habe aus den damals gemachten Notizen meinen Bericht „Klimahysterie – Strahlenhysterie“ ver-fasst, wurde neulich hier in EIKE gebracht
MfG, Niemann

6
Michael Treml

Zur Ergänzung meines vorigen Beitrages möchte ich auf einen Beitrag des MIT zum Thema hinweisen :
http://tinyurl.com/cwetyxu
Leider nur in Englisch.
Zu Fukushima kann man die aktuellen Messwerte
innerhalb der 20km Sperrzone auf
http://tinyurl.com/d3fbsoo
einsehen. Grosse Bereiche sind schon lange ohne grösseres Gefahrenpotenzial. Wenn doch, dann müsste man ja ganz Finnland entvölkern, denn dort sind ähnliche Werte ganz normal. Weitere Messwerte findet man unter http://tinyurl.com/cjqm5fj.
Wenn man Klimaalarm und Radioaktivitätsalarm miteinander vergleicht so fällt auf das beides
mit Forschungsgeldern des Steuerzahlers finanziert wird. Davon leben schon so viele Menschen das man wohl nie ein Endergebnis finden wird. Der Grossversuch den die Natur schon seit milliarden Jahren ausführt, unter dem das Leben auf der Erde entstanden ist, wird kaum beachtet. Dafür gibt es ja auch kein Geld.

7

#10: Helmut Kunz, Kompliment, das machen Sie ausgezeichnet!
Interessant bei der Antwort ist wieder das Märchen von dem Unterschied von nätürlicher und "künstlicher" Radioaktivität.
Anders können sich die "Grünen" offenbar nicht gegen die Harmlosigkeit niedrig dosierter Radioaktivität wehren.

Zur Erinnerung, es gibt durch den Tsunami in Japan weder einen Strahlentoten noch einen Strahlenkranken. Das ist BERUHIGEND!

mfG

8
Helmut Kunz

Wie ich auf EIKE schon wiederholt postete, mache ich mir die Mühe, auf bestimmte Artikel in der Zeitung bei der Redaktion oder dem Verfasser nachzufragen.

Anbei die Nachfrage zu einem Zeitungsbericht über eine Vortragsreihe der Grünen, Kreisgeschäftsstelle München Land, über den Besuch von Fukushima zum Jahrestag und die dabei gewonnenen Erkenntnisse. Dazu möchte ich bemerken, dass die Beantwortung sehr freundlich und umfangreich ausfiel, was (auf solche Nachfragen) äusserst selten ist:

Nachfrage bei den Grünen:
…..in diesem Artikel wird über Ihren Vortrag der Reise nach Fukushima berichtet. In diesem Bericht werden dazu Fakten genannt, welche ich nicht nachvollziehen kann. Deshalb bitte ich darum, diese Aussagen zu erklären und mit Ihren Fakten zu präzisieren.
Aussage „Beim Besuch in der evakuierten Zone sahen Sie beispielweise verlassene Geisterstädte, in denen die radioaktive Strahlung so hoch sei, dass sie wohl auf Jahrzehnte hinaus nicht abnehmen wird und dort nie wieder jemand leben könnte“.
Dazu folgende Fragen:
Leider sind zu dieser wohl tödlichen Strahlung und –Dosis keine Fakten genannt. Auch im weiteren Bericht finden sich zwar laufend Bemerkungen zu schlimmsten Strahlenbelastungen, allerdings nirgends Wertangaben. Wenn es sich bei der Ursache dazu um das im weiteren Verlauf genannte Cäsium 137 handelt, gilt wohl dessen Halbwertszeit von 30 Jahren. Die Aussage „.. nie wieder“ könnte ich dann nicht nachvollziehen. Können Sie mir deshalb mitteilen, wie es zu dieser Aussage kommt?
Auf Ihrer Homepage habe ich Dosisangaben gefunden. Ich nehme an, dass es die sind, welche im Zeitungsartikel fehlen: „Bis zu 160 µSv/h werden gemessen. Auch im Stadtpark der 250.000 Einwohner zählenden Stadt Koriyama gibt es einen Hotspot, der die Bewohner sehr besorgt. Der Boden ist belastet mit 4 µSv/h. Was wird das Umweltinstitut bei der Analyse finden?“.
Der Wert von 160uS ohne Angabe von Ort und Fläche ist wohl nicht verwertbar. Wenn ich den allerdings den besorgniserregenden Wert im Stadtpark von 4 uS/h auf ein Jahr hochrechne, komme ich auf 34,5 mSievert. Das ist viel, aber nicht im Ansatz tödlich. Man könnte sogar diskutieren, ob es überhaupt gefährlich ist. Zudem ist es nach Aussage ein Spitzenwert.
Vergleiche ich diesen Spitzenwert mit natürlichen Belastungen auf der Erde: China, Indien max. 40 mSv/a, Iran max. 450 mSv/a, Brasilien max. 200 mSv/a) [6]. In Bad Gastein (Österreich), z.B., beträgt die natürliche Dosis in der Ortsmitte mehr als 20 mSv. Für das Personal der Badebetriebe ist der Wert noch deutlich höher,
so leben wohl Millionen von Menschen und sogar in Österreich auf solchen Strahlenniveaus, welche um Fukushima scheinbar nur als Hot-Spot zu finden sind.
Deshalb auch dazu die Frage, wie Sie zu den erschütternden Aussagen über die Unbewohnbarkeit aufgrund der Strahlung kommen.

Dazu die Antwort:
...vielen Dank für Ihre Nachricht.
Eins vornweg, die Berichte in der Zeitung über unseren Vortrag sind sehr oft nicht ganz richtig und unvollständige. Den Journalisten ist da aber kein Vorwurf zu machen, denn in den seltensten Fällen handelt es sich um Berichterstatter, die ausreichend Zeit hatten sich umfassend in die Materie einzuarbeiten und einen Vortrag von mehr als einer Stunde in einem winzigen Bericht unterzubringen beinhaltet, dass Dinge vereinfacht oder ausgelassen werden.
Unsere Werte, die wir in den Vorträgen angeben werden von uns mittels einer Karte genau definiert.
In den von uns angegebenen Orten haben wir hohe Strahlungswerte gemessen und auch die Bodenproben, die wir zur Auswertung im Münchner Umweltinstitut abgegeben haben, lassen darauf schließen, dass über einen langen in den evakuierten Gebieten keine Menschen mehr ansiedeln werden können. Tödlich sind diese Werte nicht, das haben wir auch nicht behauptet. Um die Strahlenkrankheit auszulösen sind wesentlich höhere Dosen nötig. Allerdings ist unbestritten, dass diese Werte sich negativ auf die Gesundheit auswirken - zum Beispiel Herz-Kreislauf Erkrankungen. In vielen Studien werden Belastungen über einen langen Zeitraum als Krebs auslösend genannt.
Eine Halbwertszeit von 30 Jahren bedeutet, dass zum Beispiel von dem Material Cäsium 134 nach 30 Jahren "nur" noch die Hälfte vorhanden ist. Daneben wurden vom Umweltinstitut auch Cs 137 und Strontium 90 gefunden.
Bis alle diese Materialien abgebaut sind, wird es lange dauern. Dort vorher wieder Menschen anzusiedeln ist gesundheitlich äusserst bedenklich, aber nicht unmittelbar tödlich.
Die Aussage nie wieder bezog sich auf die ältere Dame, die wir in der zwangsevakuierten Zone getroffen haben. Sie wird nie wieder in ihr Haus zurückkehren können um dort zu leben.
Die 160 µSv/h haben wir im Vortrag präzisiert. 4 µSv/h in einem Stadtpark in dem Menschen spazieren gehen um Erholung zu finden ist zwar nicht tödlich, aber nicht gesundheitsförderlich.
Die Spitzenwerte, die sie für China, Brasilien und Österreich angeben, werden von ganz anderen Isotopen ausgelöst. Man muss unterscheiden zwischen natürlicher Radioaktivität und künstlich erzeugter und mit welchen Isotopen die Menschen dort in Kontakt kommen können. Ausserdem muss man die verschiedenen Strahlungsarten alpha, beta und gamma-Strahlung unterscheiden.

9

//// #8: Michael Treml sagt:

"Alle Abschätzungen der Schäden durch radioaktive Strahlung beruhen ja entweder auf der Hormesis-Hypothese oder der LNT-Hyphothese.
Wie das entstanden ist, das 2 konkurierende Hypothesen existieren, beschreibt der Artikel:
http://tinyurl.com/3baj6nj
sehr gut. Es wurde 1946 ein Nobelpreis an Hermann J. Muller vergeben für ein Forschungsergebnis von 1927 das zu diesem Zeitpunkt schon als falsch erkannt war." ////

Es sieht so aus, dass Hermann J. Muller ordentlich geschummelt hat.

10
Michael Treml

Alle Abschätzungen der Schäden durch radioaktive Strahlung beruhen ja entweder auf der Hormesis-Hypothese oder der LNT-Hyphothese.
Wie das entstanden ist, das 2 konkurierende Hypothesen existieren, beschreibt der Artikel:
http://tinyurl.com/3baj6nj
sehr gut. Es wurde 1946 ein Nobelpreis an Hermann J. Muller vergeben für ein Forschungsergebnis von 1927 das zu diesem Zeitpunkt schon als falsch erkannt war. Vor dem Hintergrund der Bombenabwürfe auf Japan und dem Nobelpreis für Medizin 1946 war der Boden für die LNT-Hyphothese bereitet auf die alle Gutmenschen aufsprangen. Offenbar hatten sie vergessen das im zweiten Weltkrieg ca.55.000.000 Menschen ihr Leben lassen mussten durch konventionelle Waffen, was ja bis heute anhält. Auch bei anderen Schadstoffen wird nach der LNT-Hyphothse Politik gemacht :
http://tinyurl.com/cemyp84
Die Seite http://tinyurl.com/d5z7nm8 enthält eine gute Einführung in die Materie der Radioaktivität. Im Schlafzimmer eines Kindes in Ramsar herrscht eine Strahlendosis von 28 µSv/h. Da wurde in Japan schon lange die Bevölkerung durch die Politik vertrieben.
Der Link http://tinyurl.com/d28kxfs zeigt den Bericht der IAEO zu Chernobyl. Weiteres zu Ramsar auf http://tinyurl.com/dydkbaz. Und hier ein Bericht der Badischen Zeitung zum Gesundheitswert der Radioaktivität
http://tinyurl.com/63glx8s.
Ist die deutsche Atomhysterie unheilbar? Ja !

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@#1 Klaus Konejung

Ich finde die ganzen Märchen der Atomkraftgegner nur lächerlich:

1. Kernregie nicht versicherbar:
Wir zahlen Jährlich 14 Milliarden für EEG das sind 560 Milliarden in 40 Jahren. Würden alle Länder so reagieren wie D, dann kommen da locker 4000 Milliarden für erneuerbare Energien zusammen. Japan hatte in 40 Jahren eine GAU, geschätzte Kosten 64 Milliarden. Tschernobyl einen weiteren, vielleicht auch noch mal 100 Milliarden. Das soll nicht versciherbar sein?

2. Bei den immer geschätzten(Beweise fehlen, es gibt immer nur Hochrechungen aufgrund verkürzter Lebesnerwartung) Todesopfern durch Kernkraft:
Auch bei Solarenergie sterben Dachdecker. Im Gegensatz zu Kernenergie werden da m.e. nur die Toten direkt berücksichtigt. Das es auch gelähmte gibt die dann später an folgen z.B. mangelnder Bewegung/Fettleibigkeit sterben, bleibt unberücksichtigt.
Während hier gerade zu lesen war, dass die Liquidatoren, also die in Tschernobyl am höchsten belastete Gruppe, hier 25 Jahre danach noch lebt und gerade um Ihre Rentenansprüche kämpft.
Die positiven, lebensverlängernden Aspekte der günstigen Kernenergie werden völlig außer acht gelassen.
560 Milliarden Euro kosten sind immerhin ein Fünftel der Deutschen Staatsverschuldung! Das kann nur blinde Ideologie oder Idiotie sein.
Und die 560 Milliarden sind nur die Kosten für den jetzigen Anteil von wenigen Prozent an EE. Aufwachen!

12
Rudy Tellert

An:#1: Klaus Konejung

"Wie das letzte Jahr gezeigt hat funktioniert unsere Energieversorgung auch ohne Atomkraft"

Ach wirklich? In Deutschland sind noch mindestens 8 KKW in Betrieb. Und In Europa über 100!

Wenn Europa dem "Vorbild" Deutschland folgen würde, und alle KKW'S bis 2022 von Netz genommen würden, gingen die Lichter aber wirklich aus!

Wenn 50% der Fotovoltaik in Deutschland steht, und diese nur 3.1% des Stromverbrauchs liefern, kämen wir auf beachtliche 6.2%, wenn alles in Deutschland installiert wäre.
Das ist weniger als die 7% Energiebeitrag, den die Windkraft leistet.

Warten Sie einmal ab, was passiert, wenn die Schwungmasse der KKW-Stromgeneratoren wegfällt, die für Kurzzeit-Stabilität im Stromnetz sorgen, wenn fast nur noch DC-AC-Wandler der PV-Anlagen den Strom für die Nachbarschaft liefern.

Und ein Null-Energiehaus ist nur ein Haus, was im Laufe der Betriebsdauer so viel Energie erwirtschaftet, das die Anschaffung und die Beseitigung damit gedeckt ist.

Träumen Sie weiter, ich denke so langsam wachen doch mehr Leute auf als Sie denken.

13
Peter Jensen

Viele Leute wollen die Realität offensichtlich nicht akzeptieren:
In Fukushima ist nun wirlich alles zusammengekommen, was man sich an Horrorvorstellungen ausmalen kann. Ein Erdbeben in Rekordstärke und ein Tsunami direkt vor einem AKW, Ausfall diverser Sicherheits- bzw. Kühleinrichtungen und letztlich 4fache Kernschmelze.
Wenn man dieses Szenario früher einem AKW-Gegner vorgelegt hätte, er möge doch bitte mal die Folgen abschätzen... wir kennen alle die Horrorszenarien schon bei weitaus "kleineren" Unfällen.
Und am Ende heißt es dann immer: Atomkraft ist böse, die Energiekonzern wollen nur Profite auf unsere Kosten machen und außerdem könnte ja theoretisch noch mehr passieren. So schön einfach ist doch die Welt. Und dann steigen die Leute ins Auto oder Flugzeug und denken nicht eine Sekunde daran, ob sie am Ziel der Reise auch gesund ankommen, obwohl das Risiko im Verkehr weitaus größer ist.

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@Klaus Konejung #1
Die Bundestagswahl war die letzte Mehrheitsabstimmung über den Weg den die Mehrheit der Gesellschaft gehen will. Und dieser Weg war eindeutig mit der weitern Nutzung der Kernkraft verbunden!!! Nur mal zur Richtigstellung!!!
Es wollte auch damals nur eine Minderheit den Weg einer "irrsinnigen" Energiewende gehen. Die Mehrheit war damals wie auch heute für die Nutzung der fossilen Kraftwerke!!!
Die Politik wollte und hat eigenmächtig ohne nochmalige Abstimmung über die Energiewende und den Atomausstieg entschieden und setzt dies jetzt mit Lügen, Angstmärchen und diktatorisch im Volk durch. Die Propaganda der deutschen ökosozialistischen Zeitungen tut ihr übriges dazu. Eine neue Diktatur ist in Deutschland eingezogen. Jetzt im Grünen Gewand!!!

15
Peter Jensen

Zu Kommentar #1 von Herrn Konejung fällt mir nur ein:

Geht's dem Esel zu gut, geht er auf's Eis.

Wahrscheinlich geht's den meisten Deutschen wirklich noch zu gut, so dass die sich diesen unsinnigen Luxus (von dem übrigens nicht mal irgendwer irgendwas hat, bis auf die Anleger von Wind- und Solarfonds), leisten wollen.

Und leider denken diese Leute auch noch, etwas Gutes zu tun. Nur resultiert diese Überzeugung lediglich aus Magel an Wissen und Mangel an Bereitschaft zum Wissenserwerb.

Wie ich es hier bei EIKE schon mal gelesen hab:

Der einfachste Weg zu einem guten Gewissen ist, es nicht so genau wissen zu wollen.

16
Dietmar Burow

Wundersamerweise ist mein Kommentar bei Welt online sogar durchgegangen:

"Die "German Angst" scheint in Redaktionsstuben besonders prägnant ausgebildet. Die Schlagzeilen sind Ausdruck der frei schwebenden grünen Publizistik hierzulande, die sich von Logik, Erkenntnis und Erfahrung gleich weit entfernt hält. Hauptsache energiewendekonforme Bestätigungen. Seltsam wird es dann, wenn man die Agenturmeldungen der ausländischen Presse damit vergleicht (siehe AP, Reuters, BBC et.al.). Die kommen zu exakt gegenteiligen Bewertungen."

Ich hege ja immer noch die Hoffnung, das sich die Stimmen der Vernunft letztlich durchsetzen werden. Aber um welchen Preis...

17
Klaus Konejung

Wie das letzte Jahr gezeigt hat funktioniert unsere Energieversorgung auch ohne Atomkraft. Und die Landtagswahlen unter anderem in Baden Württemberg haben gezeigt, dass die Mehrheit der Deutschen nicht bereit ist, das Risiko der Atomkraft zu tragen, egal wie real dieses ist und wie dieses Risiko im Vergleich zum restlichen selbst gewählten Lebensrisiko ist. Dass der grüne Gewinn der BW-Landtagswahl nicht auf Stuttgart 21 zurückzuführen ist hat der Volksentscheid ja eindrucksvoll gezeigt. Das heißt, wir wollen keine Atomkraft, am liebsten auch keinen Strom aus modernen Kraftwerken, die fossile Brennstoffe mit hohem Wirkungsgrad nutzen. Also müssen wir etwas tiefer in die Tasche greifen, um uns diesen Luxus zu leisten.