Ölvorräte für 200 Jahre in einer einzigen Schieferformation

Die Green-River-Formation – eine Ansammlung einer über 1000 Fuß [ca. 300 m] dicken Schicht aus Sedimentgestein, die unter Teilen von Colorado, Utah und Wyoming liegt – enthält die größten Vorräte an Schieferöl weltweit. Es wird geschätzt, dass die Green River Formation etwa 3 Billionen Barrel Öl enthält. Im Mittelpunkt dieser Schätzung steht, dass etwa die Hälfte davon förderbar ist. Diese Menge ist in etwa genauso groß wie die gesamten nachgewiesenen Ölvorräte der Erde.


Die Green River Formation, das größte Schieferölreservoir der Welt, befindet sich in einer weitgehend freien Landschaft am Westrand der Rocky Mountains in Teilen der US-Bundesstaaten Wyoming, Utah und Colorado (siehe die Karte rechts).

Hier folgt ein Auszug aus der Bewertung der Green River Formation von Anu K. Mittal, dem Direktor des General Accountability Office (GAO), Natural Resources and Environment vor dem Ausschuß für Wissenschaft, Weltraum und Technologie mit dem Titel „Unconventional Oil and Gas Production: Opportunities and Challenges of Oil Shale Development":

„Die Green-River-Formation – eine Ansammlung einer über 1000 Fuß [ca. 300 m] dicken Schicht aus Sedimentgestein, die unter Teilen von Colorado, Utah und Wyoming liegt – enthält die größten Vorräte an Schieferöl weltweit. Es wird geschätzt, dass die Green River Formation etwa 3 Billionen Barrel Öl enthält, und dass etwa die Hälfte davon förderbar ist, abhängig von der verfügbaren Technologie und wirtschaftlichen Bedingungen. Die Rand Corporation, eine gemeinnützige Forschungsorganisation, schätzt, dass 30 bis 60 Prozent des Schieferöls in dieser Formation förderbar ist. Im Mittelpunkt dieser Schätzung steht, dass etwa die Hälfte dieser 3 Bilionen Barrel gefördert werden kann. Diese Menge entspricht etwa der Menge der gesamten nachgewiesenen Ölvorkommen in der Welt“.

MP: Überraschenderweise fand sich von dieser Bewertung fast nichts in der Presse, mit einer Ausnahme hier bei CNS News. Ist es nicht erwähnenswert, dass es in den USA 1,5 Billionen förderbares Öl in der Green River Formation gibt, eine Menge, die sogar größer ist als diese Schätzung von 1.392 Billion Barrel nachgewiesener Ölreserven in der ganzen Welt? Das GAO [General Accounting Office?] hat im Oktober 2010 eine Studie ausgegeben, in der die riesigen Vorräte im Green River-Gebiet bereits erwähnt worden waren, also handelt es sich vielleicht um alte Nachrichten, die des Berichtens nicht wert sind.

Aber mit dem gegenwärtigen täglichen Ölverbrauch in den USA von etwa 19,5 Millionen Barrel würden die Vorräte von Green River allein ausreichen, um den heimischen Ölverbrauch 200 Jahre lang decken zu können! Die Bewertung erwähnte auch, dass die Entwicklung des Green River-Gebietes noch 15 bis 20 Jahre dauern könnte, aber es ist unklar, ob dies an der Reglementierung der Regierung oder an Grenzen der heutigen Bohrtechnologie liegt.

Selbst wenn die Entwicklung noch 15 bis 20 Jahre dauern würde, stützen die riesigen, unberührten Energiereserven des Green River-Gebietes, des größten Schieferöl-Reservoirs der Welt zusätzlich den Gedanken, dass „Peak Oil“ in Wirklichkeit „Peak Idiocy“ ist (wie Mike Munger erklärt).

Mark J. Perry [MP], Carpe Diem

Link: http://thegwpf.org/energy-news/5706-200-year-supply-of-oil-in-one-single-shale-formation.html

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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41 Kommentare

  1. Schön, dass man ab und zu auch noch gescheite Kommentare wie die von Hans Muten (#28) und Tom Schülke (#40) lesen darf. Und wie schade, dass die vollkommen ahnungslosen Medien diesen Schieferöl-Schwachsinn immer wieder wie brave Papageien nachschnattern.

    Was uns bevorsteht ist nicht endloser Ölreichtum sondern im Gegenteil das Ende des Ölzeitalters.

  2. Ich bin sprachlos.

    Nach meiner Information liegt dieser Artikel genau dem Mythos auf, der uns verkaufen möchte, dass
    die Green river Formation tatsächlich 3x mehr Öl enthält wie ganz Saudiarabien.

    Das ist jedoch leider grober Unsinn. Die Greenriver Formation enthält nur in geringsten Mengen
    echtes Öl. Tatsächlich sind gigantische Mengen Kohlenwasserstoffe enthalten. Öl aber ist genauso
    viel enthalten, wie ein Torf, Steinkohle enthält.

    Was wir dort finden ist „Kerogen“ !!! ein entscheidender absolut Fahrlässiger Fehler dieses nicht
    so darzustellen. Denn Kerogen ist eine Vorstufe zu Öl und zwar in festem Zustand. Vergleichbar
    Vielleicht mit schlechter Braunkohle, die beim Verbrennen massiv CO² freisetzt.

    In der Tat wird laut über Verfahren nachgedacht daraus dennoch Öl zu gewinnen.

    Dafür wird dann ein Kubikkilometer des Gesteins mithilfe eines 1,2 Gigawatt Kraftwerkes noch im
    Boden für 3 Jahre auf 350 Grad Celsius erhitzt. Erst dann ist der Chemische Prozess beendet durch
    den wir Öl erhalten.

    Es wird behauptet , am Ende erhielte man einen Energetischen Gewinn von 4:1 .. zum Vergleich
    , historisch hatte Öl einen Energetischen Gewinn von 100:1 und heute bei tiefseebohrungen ca. 15:1
    tendenz stark fallend.

    Die angeblichen Ölreserven der Greenriver Formation sind eine Lachnummer.

    Ich denke eine Bessere Recherche wäre für uns alle von Vorteil.

    Entschuldigung für den Verriss. Aber hier wird geradezu Fahrlässig der Eindruck erweckt, wir
    hätten durch Fracking noch viel zeit, dem bereits Stattfindenden Rückgang der konventionellen Öle
    entspannt zuzusehen.

  3. Norbert,

    Begriffsabgrenzungen
    Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover geht von folgenden Definitionen aus:

    Reserven (bestätigte Reserven): Teil des Gesamtpotentials, der mit großer Genauigkeit erfasst wurde und mit den derzeitigen technischen Möglichkeiten wirtschaftlich gewonnen werden kann.

    Ressourcen: Teil des Gesamtpotentials, der entweder nachgewiesen, aber derzeit nicht wirtschaftlich gewinnbar ist, oder geologisch noch nicht genau erfasst ist.

    Gesamtpotential: Die Summe aus Reserven und Ressourcen, also das verbleibende Potential, das für den zukünftigen Verbrauch zur Verfügung steht.

    Neben den konventionellen Kohlenwasserstoffen beinhalten Reserven und Ressourcen die jeweiligen Anteile an nicht konventionellem Erdöl (Schweröl, Ölsand/(Schwerstöl, Ölschiefer) und Erdgas (Gashydrate, Kohle-Flözgas, dichte Speicher, Aquifere).
    http://www.erdoel-erdgas.de

    Ist Ihre Panik nicht übertrieben?
    „Fakt ist: Wenn alle Menschen auf dem Planeten so leben würden, wie die Deutschen, bräuchten wir 3 Planeten.“

    Das denken Sie aus Ihrer Sicht der jetzigen Erkenntnis. Meinen Sie, die Entwicklung wird stillstehen? Wir wüssten alles, was es zu wissen gibt?

    Dann ist Ihre Panik folgerichtig.Die gleiche Panik hatten Ihre Vorgänger vor 150 Jahren, als die industrielle Revolution zu mehr Wohlstand führte und es sich abzeichnete, dass jeder Engländer bald über ein Pferdefuhrwerk verfügen könnte.

    Oder noch 150 Jahre früher, als Holz und Torf auszugehen drohte.

    Wir wissen nichtmal sicher, wie die Kohlenwasserstoffe entstehen und kennen deren Reichweite noch nicht.

    Wir wissen nichtmal, ob in 50 Jahren Öl und Gas noch eine Ressource sind.

    Alle diese Menschenumerziehungsphantasen sind Ideologien, die nur dazu dienen, die Macht zu erhalten bis in alle Ewigkeit. Zum Glück hat sich der Mensch mit seiner Erfindungsgabe nie daran gehalten.

    Letztlich gehen alle diese kruden Überlegungen auf Malthus zurück, der eine Bevölkerungsgrenze bei 500Mio für die Erde sah.

  4. @#35: Ketterer,

    am Anfang meines Posts schreibe ich, dass die Ausführungen aus dem eBook

    Mehr Freiheit
    Einführung in den klassischen Liberalismus von
    von Adolf Rasch

    stammen. Jetzt können Sie sich bei Herrn Rasch beschweren, dass er über Grüne aus den 1960ern schreibt.

    Wenn Sie aber unbedingt mich fragen, dann schreibe ich Ihnen: Es ist damit auch nicht die Partei “Die Grünen“ gemeint, sondern die Glaubensrichtung der “Grünen“ gemeint. Im Artikel auch als “Umweltbewegung neuen Typs“ beschrieben, siehe

    “1962 war aber auch das Jahr, in dem Rachel Carson ihr Buch „Silent Spring“ veröffentlichte, in dem sie DDT beschuldigte, für Krebserkrankungen bei Menschen und die Gefährdung verschiedener Vogelarten verantwortlich zu sein. Die damals sich formierende Umweltbewegung neuen Typs nahm die Thesen des Buchs freudig auf. Der „rebel without a cause“ der 1950er Jahre hatte nun endlich einen Empörungsgrund gefunden.“

    Und mal ganz ehrlich Ketterer. Wenn das alles ist was Sie zu bemängeln haben, dann sieht das für Sie und ihre grünen Freunde aber ziemlich bescheiden aus. Irgendwie scheinen die Realitäten mit eurer Glaubensrichtung nirgends zusammen zu passen. Weder beim DDT, noch bei der Kernkraft und mit den “Erneuerbaren“ setzt ihr auf ein ganz totes Pferd.

  5. Bitte unterscheiden:
    * Ölmengen, die im Boden lagern (Reserven/Ressourcen)
    * täglich förderbare Ölmengen

    Was für Wirtschaft und Gesellschaft RELEVANT ist, sind weniger die lagernden Mengen, sondern die Rate, mit der diese Mengen förderbar sind. Da die Förderung von Öl aus Ölschiefer ein enorm aufwändiger, kosten- und energieintensiver und langsamer Prozess ist, können diese wahrlich großen Ölmengen trotzdem nur einen relativ kleinen Beitrag zu unserem tagtäglichen Verbrauch beitragen. Peak Oil werden diese Ressourcen jedenfalls nicht ad acta legen, dazu ist „die elektrische Erhitzung ganzer Berge“ (in situ-Verfahren) einfach viel zu aufwändig. Siehe auch:

    Unkonventionelles Öl – die Lösung für Peak Oil? Teil 2: Ölschiefer

  6. #32: D. Glatting sagt:am Sonntag, 03.06.2012, 16:20
    In den 1960er Jahren erzwangen die Grünen den Verzicht auf die DDT-Nutzung in der Malariabekämpfung.
    #######

    Wann nochmals wurden die Grünen gegründet?

  7. #29 Alex Schüssler
    Schon oft wurde uns Schädliches als sicher verkauft, z.B. DDT, Zigaretten, Amalgam-
    Füllungen, Holzschutzmittel, etc.. Gerade weil dies schon so oft vergekommen ist sollte, man auch die Kritiker anzuhören. Also Stimme und Gegenstimme.

    Sehr geehrter Herr Schüssler,
    folgen Sie dem Weg des Geldes.
    Dazu gehören auch Technologien, die zu billig sind, z.B. DDT und Holzschutzmittel.
    Die Industrie verdient ja nur Geld mit Verkauf. Wenn also die Mücken und ,Ttermiten tot sind und die Holzbauten 200 Jahre nicht erneuert werden müssen, kann mann nix verdienen.
    Das Fracking findet übrigens in Teufen ab ca. 600 m statt. Die Grundwasserleiter liegen aber je nach geologischen Verhältnissen bei 1- 50 m.

    MfG
    Peter Sachse

  8. @Alex Schüssler,
    Shalegas wurde und wird in den USA weder von Obama noch von seine EPA bevorzugt noch gefördert.

    Trotzdem gab es dort eine Schiefergasrevolution mit unsubventionierter Beschäftigung. Eine neue Petrochemie entsteht gerade. Der Gaspreis ist von $500 auf $90 je 1000Kubikm gefallen, wie auch der Strompreis seit 2008 halbiert wurde auf 8uscent für den Endverbraucher.

    http://tinyurl.com/7hexlwj

  9. @#30: S.Hader,

    haben Sie ein Problem mit DDT? Ich dachte früer auch, dass DDT ein Problem gewesen sei. Doch bei Gelegenheit habe ich mal

    Mehr Freiheit Einführung in den klassischen Liberalismus von
    von Adolf Rasch

    gelesen. Da jedermann aus diesem eBook in beliebigen Medien vervielfältigen, verbreiten und öffentlich wiedergeben darf, so lange er damit keine kommerzielle Absicht verfolgt und als Quelle die Website
    http://www.mehr-freiheit.de nennt, gebe ich hier mal den Beitrag zum Thema DDT wieder.
    Vielleicht hilft es ja ihrer Bildung oder sollte man Propagandahülse auf die Sprünge.

    DDT rettet Menschenleben

    „To only a few chemicals does man owe as great a debt as to DDT… In little more than two decades, DDT has prevented 50 million human deaths due to malaria, that otherwise would have been inevitable.“ National Academy of Sciences der USA, Committee on Research in the Life Sciences, 1970.

    „Today, DDT is still needed for malaria control. If the pressure to abandon this effective insecticide continues, unchanged or declining health budgets, combined with increasingly expensive insecticides and rising operational costs, will result in millions of additional malaria cases worldwide.“ Donald R. Roberts, University of the Health Sciences in Bethesda (Maryland), 1999.

    Das Insektizid DDT

    Dichlor-Diphenyl-Trichloräthan, C14H9Cl5, wurde 1874 erstmals vom deutschen Chemiker Othmar Zeidler synthetisiert, der jedoch die Anwendungsmöglichkeiten der Chemikalie nicht erkannte. 1939 entdeckte Paul Müller in einem Forschungslabor der Firma Geigy in Basel, dass DDT ein hochwirksames Insektizid ist. Für zahlreiche Insektenarten ist es ein starkes Fraß- und Kontaktgift, das bereits bei kurzfristiger Berührung behandelter Oberflächen wirkt.

    Auf besprühten Wänden behält DDT seine Wirksamkeit gegen Mücken monatelang. Paul Müller erhielt 1948 für seine DDT-Forschung den Nobelpreis für Medizin. Nach 1945 wurde DDT großflächig in der Landwirtschaft als Insektizid eingesetzt. Im Jahr 1955 beschloß die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, DDT weltweit zur Bekämpfung der Anopheles-Mücke zu verwenden, die der Überträger des Malariaerregers ist.

    Mit diesem WHO-Programm werden wir uns in einem der folgenden Abschnitte beschäftigen. Den Höhepunkt seiner Anwendung erreichte DDT 1962, als 82 Millionen kg produziert und 80 Millionen kg verbraucht wurden. 99% der DDT-Anwendung erfolgte damals in der Landwirtschaft, der Rest in der Malariabekämpfung.

    Grüne Kampagne gegen DDT

    „DDT and other chlorinated hydrocarbons … may have substantially reduced the life expectancy of people born since 1945.“ Paul Ehrlich, 1970

    1962 war aber auch das Jahr, in dem Rachel Carson ihr Buch „Silent Spring“ veröffentlichte, in dem sie DDT beschuldigte, für Krebserkrankungen bei Menschen und die Gefährdung verschiedener Vogelarten verantwortlich zu sein. Die damals sich formierende Umweltbewegung neuen Typs nahm die Thesen des Buchs freudig auf. Der „rebel without a cause“ der 1950er Jahre hatte nun endlich einen Empörungsgrund gefunden.

    Die machthungrigen Menschheitsretter benötigten ein Thema, mit dem sie in einem Kulturkampf die Dominanz in der Meinungsbildung, die heiß begehrte“ Meinungsführerschaft“, erreichen konnten. Am Beispiel DDT lässt sich zeigen, dass mit Hilfe der Medien eine neue Art von Priesterherrschaft etabliert werden kann, bei der man auf wissenschaftliche Argumente keine Rücksicht nehmen muss.

    „If the environmentalists win on DDT, they will achieve a level of authority they have never had before… In a sense, much more is at stake than DDT.“ Charles Wurster, chief scientist for the Environmental Defense Fund.

    In den Jahren 1971-1972 führte die US-Umweltbehörde EPA umfangreiche Anhörungen zu DDT durch, die mit einem Verbot der Chemikalie endeten, obwohl der mit der Bewertung der Anhörungen beauftragte Richter Edmund Sweeney zum Schluss kam: „DDT is not acarcinogenic hazard to man … DDT is not a mutagenic or teratogenic hazard to man … The use of DDT under the regulations involved here do not have a deleterious effect on fresh water fish, estuarine organisms, wild birds or other wildlife.“

    Es gibt hunderte wissenschaftliche Untersuchungen, die nachweisen, dass die gegen DDT erhobenen Vorwürfe falsch sind. In den folgenden Abschnitten bringen wir einige Beispiele, die zeigen, wie die grüne Propagandamaschine arbeitet.

    Krebserregende Wirkung

    In „Silent Spring“ wird behauptet, dass DDT Leberkrebs hervorruft. Diese Behauptung schien eine Studie aus dem Jahr 1969 zu belegen, die ein höheres Vorkommen von Leukämie und Leberkrebs bei Mäusen feststellte, die mit ihrem Futter DDT aufgenommen hatten. Bei einer Revision der Untersuchungsergebnisse entdeckte man jedoch, dass auch die Mäuse in der Kontrollgruppe eine erstaunlich hohe Anzahl von Krebserkrankungen entwickelt hatten. Weitere Nachforschungen ergaben, dass das Futter, das beide Mäusegruppen erhalten hatten, verschimmelt war und Aflatoxin enthielt, das krebserregend wirkt. Als die Versuche mit sauberem Futter wiederholt wurden, entwickelte sich in beiden Mäusegruppen kein Krebs.

    Das National Cancer Institute der USA zog 1978 nach zweijährigen Versuchen mit mehreren besonders krebsanfälligen Mäusezuchtlinien den Schluss, dass DDT nicht krebserregend ist. Man hat in den Gebieten, in denen DDT über ein Vierteljahrhundert großflächig in der Landwirtschaft eingesetzt worden war, keine erhöhte Krebsrate bei der dortigen Bevölkerung feststellen können.

    Verdünnung der Schalen von Vogeleiern

    In „Silent Spring“ wurde DDT beschuldigt, für dünn werdende und schwache Eierschalen bei vielen Vogelarten verantwortlich zu sein. Eine Verdünnung der Eierschalen kann viele Ursachen haben, wie zum Beispiel Nahrungsqualität (insbesondere ungenügende Aufnahme von Kalzium, Phosphor, Vitamin D und Mangan), Temperaturanstieg, Jahreszeit, Bodenart und Brutbedingungen (z. B. Sonnenlicht, zur Verfügung stehender Brutraum). DDT und seine Stoffwechselprodukte DDD und DDE haben keinen Einfluss auf die Dicke der Eierschalen, auch nicht bei Mengen, die mehrere hundertmal größer sind als die, die wildlebende Vögel in der Natur aufnehmen würden.

    In Kanada wurden während der 1960er Jahre Wanderfalken beobachtet, die normal reproduzierten, obwohl ihr Körper 30mal mehr DDT enthielt als der jener Wanderfalken im mittleren Westen der USA, die angeblich durch diese Chemikalie ausgerottet worden waren. M. L. Scott vom Department of Poultry Science der Cornell University

    „… found no tremors, no mortality, no thinning of eggshells and no interference with reproduction caused by levels of DDT which were as high as those reported to be present in most of the wild birds where „catastrophic? decreases in shell quality and reproduction have been claimed.“

    Rückgang der Vogelbestände

    Die hysterische Behauptung, dass DDT den Frühling stumm mache, trifft nicht zu. Die Rückgänge in den Bestandszahlen einiger Vogelarten erfolgten entweder im Zeitraum vor dem Einsatz von DDT oder in den Jahren danach. In den USA wurde DDT für die Abnahme folgender Vogelpopulationen verantwortlich gemacht:

    Weißkopfadler. Ein Vergleich der Ergebnisse der jährlichen Weihnachts-Vogelzählung der Audubon Society von 1941 bis 1960 ergibt, dass in diesem Zeitraum der Adlerbestand um 25% gewachsen ist, obwohl DDT seit 1946 in der Landwirtschaft eingesetzt worden war.

    Wanderfalken. Der Rückgang dieser Vogelpopulation im östlichen Teil der USA erfolgte lange vor dem Einsatz von DDT. Tägliche Zählungen der Greifvögel am Hawk Mountain in Pennsylvania über einen Zeitraum von 40 Jahren ergaben einen deutlichen Zuwachs bei den meisten Falkenarten während der DDT-Jahre.

    Braune Pelikane. In Texas schrumpfte diese Population von 5.000 Exemplaren in 1918 auf 200 Tiere in 1941. Der Einsatz von DDT in der Landwirtschaft erfolgte aber erst nach diesem Zeitraum.

    Für mindestens 26 Vogelarten wurde eine Erhöhung der Bestandszahlen während der DDT-Einsatzperiode festgestellt.

    Östrogene Wirkung

    Ein moderner Vorwurf lautet, dass DDT zu den endokrin wirksamen Substanzen gehört, die bei Aufnahme in den Körper eine östrogene Aktivität entfalten. Dadurch käme es bei Männern zu einem Spermiensterben und insgesamt zu einer Verweiblichung. Bei grünen Demonstrationen wurde schon der schöne Slogan gesehen: „Du bist nur noch halb soviel Mann wie dein Vater“. Bei Frauen würden diese unwillkommenen Östrogengaben zu einem erhöhten Brustkrebsrisiko führen.

    Daran ist soviel richtig, dass DDT zu den Chlorverbindungen gehört, die tatsächlich östrogenartig wirken können. Was die Grünen nicht erwähnen, ist die Tatsache, dass auch hier die Dosis die Wirkung bestimmt. Um durch DDT einen messbaren Östrogen-Effekt im menschlichen Körper zu erzielen, muss die verabreichte Menge an DDT 40.000.000 mal größer sein als die unter normalen Bedingungen aufgenommene DDT-Menge.

    Steven Safe von der Texas A&M University stellt dazu fest: „… weakly estrogenic organochlorine compounds such as PCBs, DDT, and DDE are not a cause of breast cancer.“

    Die Bedeutung der Malaria

    Die Malaria ist eine durch Anopheles-Mücken übertragene Infektionskrankheit. Die Infektionskeime gelangen durch den Stich der Mücke in die Blutbahn des Menschen, in dessen Leberzellen sie zu vielkernigen Gebilden heranwachsen. Diese Gewebsformen zerfallen in einem ersten Vermehrungsschritt in viele einkernige Abkömmlinge, die in die roten Blutkörperchen eindringen, wo sie sich in einem zweiten Vermehrungsschritt teilen. Die befallenen roten Blutkörperchen werden dabei zerstört, was zu den typischen Fieberanfällen führt. Die Malaria ist eine sehr schwere Erkrankung, denn sie schädigt nicht nur die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die den Sauerstoff in die verschiedenen Teile des Körpers transportieren, sondern auch andere Organe.

    Die Malaria tritt in vier verschiedenen Formen auf, je nach der Unterart des Malariaerregers Plasmodium, der den Menschen infiziert hat. Eine besonders schwere Form der Malaria ist die Malaria tropica, die durch den Erreger Plasmodium falciparum verursacht wird. Seine Vermehrungsformen blockieren häufig die Blutgefäße des Gehirns, was zu Koma, Delirium und schließlich in vielen Fällen zum Tod führt.

    An Malaria erkranken jährlich 300 bis 500 Millionen Menschen, circa 2 Millionen Erkrankte sterben pro Jahr, die Hälfte davon Kinder unter 5 Jahren. Seit 1972 starben 50 Millionen Menschen an dieser Krankheit. Besonders schwer betroffen von der Malaria sind die Länder südlich der Sahara. Das afrikanische Bruttoinlandsprodukt wäre um ein Drittel höher, wenn man nicht die enormen wirtschaftlichen Belastungen dieser Krankheit tragen müsste: Produktionsverluste aufgrund von Todesfällen und krankheitsbedingter Abwesenheit vom Arbeitsplatz, reduzierte Arbeitsproduktivität bedingt durch Erschöpfungszustände, Aufwendungen für Insektizide, Arzneimittel und ärztliches Personal.

    Die Malaria ist in armen Ländern ein erhebliches Entwicklungshemmnis. So muss z. B. Uganda jährlich 420 Millionen Euro wegen dieser Krankheit ausgeben. Circa 40% der Kosten für ambulante Behandlungen werden in diesem Land von Malariapatienten verursacht. Im Jahr 2002 starben 80.000 Ugander an der Krankheit. Die Hälfte davon waren Kinder.

    Die Bekämpfung der Malaria

    Die Malaria ist für tropische und subtropische Länder eine der schlimmsten Krankheiten. Entsprechend groß waren die Bemühungen der Tropenmedizin, eine wirksame Therapie zu finden.

    Seit dem 17. Jahrhundert wird Chinin, ein Extrakt aus der Rinde des Chinarindenbaumes, verwendet. Chinin ist für den Menschen leicht toxisch, unterdrückt aber das Wachstum der Malariaerreger im Blutkreislauf.

    Im Jahr 1930 entwickelten deutsche Chemiker den Wirkstoff Atebrin, der wirkungsvoller und weniger giftig ist als Chinin.

    In den 1940er Jahren wurde Chloroquin auf den Markt gebracht. Dieses Medikament ist wesentlich wirkungsvoller als Atebrin oder Chinin. Es kann deshalb in geringeren Dosen verabreicht werden, wodurch seine Nebenwirkungen minimiert werden. Leider sind die meisten Plasmodium falciparum Stämme inzwischen gegen Chloroquin und andere synthetische Malariamedikamente resistent geworden. In 74 der 92 Staaten mit Malariavorkommen wurden Resistenzen gegen Chloroquin festgestellt.

    In Entwicklungsländern wird der Chinesische Beifuss (Artemisia annua) als preiswerte Malariatherapie eingesetzt. Der in der Pflanze enthaltene Bitterstoff Artemisinin soll beim Zusammentreffen mit Malariaerregern Sauerstoffradikale freisetzen, die den Erreger zerstören.

    Eine Therapie gegen Malaria ist also nur bedingt wirksam. Auch die Versuche, einen Impfstoff gegen die Krankheit zu entwickeln, sind bisher wenig erfolgreich gewesen. Der Malariaerreger Plasmodium existiert in 4 verschiedenen Arten, deren Genstruktur sich häufig ändert. Jede Impfung gegen Plasmodien richtet sich gegen ein Ziel, das sich ständig ändert. Mit der kurzfristigen Einführung eines wirksamen Impfstoffes ist vorerst nicht zu rechnen.

    Eine Chemoprophylaxe (vorbeugende Einnahme von Malaria-Medikamenten) ist nur für Touristen, nicht aber für die einheimische Bevölkerung praktikabel. Der Wirkstoff Tafenoquin bietet nach dreitägiger Einnahme sieben Wochen Schutz. Das in Deutschland

    bisher nur zur Malariatherapie zugelassene Medikament Malarone wird seit einigen Jahren vor allem dort zur Prophylaxe eingesetzt, wo Resistenzen gegen Chloroquin aufgetreten sind. Für die große Mehrheit der Menschen in den Entwicklungsländern sind diese Medikamente unerschwinglich.

    Die Expositionsprophylaxe (Vermeidung von Insektenstichen) ist in der täglichen Praxis weder von den Touristen, noch von der einheimischen Bevölkerung zu bewältigen. Zur Expositionsprophylaxe zählen das Tragen körperbedeckender Kleidung, der Gebrauch von Fliegengittern und Moskitonetzen, sowie die Behandlung von Haut und Kleidung mit Moskito abweisenden Mitteln. Die WHO verteilte 60 Millionen Moskitonetze an afrikanische Kinder, die aber dadurch bestenfalls nachts geschützt werden. Mit Insektiziden imprägnierte Bettnetze schützen nur, wenn sie richtig und regelmäßig benutzt werden. Sie gewähren auch keinen Schutz tagsüber.

    Als die wichtigste Maßnahme in der Bekämpfung der Malaria hat sich aus den oben genannten Gründen die Vektorkontrolle (Bekämpfung des Überträgers) erwiesen. Die Anopheles-Mücke ist nicht nur die Überträgerin des Malariaerregers, sondern auch von Gelbfieber, Dengue und Gehirnhautentzündung. Folgende Insektizide stehen für die Vektorkontrolle zur Verfügung:

    Pyrethroide. Das natürlich vorkommende Pyrethrum wird aus Chrysanthemenblüten gewonnen. Es wirkt als Kontaktgift und gelangt nach Berührung ins Nervensystem des Insekts. Dieser pflanzliche Wirkstoff ist jedoch lichtempfindlich und daher instabil sowie in seiner Herstellung teuer. Die synthetischen Pyrethroide sind dagegen auch im Freien über mehrere Wochen haltbar und außerdem wesentlich billiger herzustellen. Sie werden daher häufig in der Landwirtschaft eingesetzt. Aus diesem Grund sind heute die meisten Anopheles-Mücken gegen synthetische Pyrethroide resistent.

    Organophosphate. Sie sind zwar wirksam und billig, aber für den Menschen hoch giftig. So ist es z. B. bei Parathion, auch als E 605 bekannt, zu zahlreichen Vergiftungen und Tötungsdelikten gekommen. Die Organophosphate sind mit den Kampfstoffen Tabun, Sarin und Soman chemisch verwandt. Sie können daher keinesfalls innerhalb eines Hauses angewandt werden.

    Karbamate. Sie sind wirksam, kaum toxisch, aber teuer. Karbamate sind mindestens fünfmal so teuer wie DDT. Außerdem müssen sie viel häufiger gesprüht werden als DDT, da ihre Wirksamkeit zeitlich eng begrenzt ist.

    DDT. Dieses Insektizid ist sehr wirksam, für den Menschen ungiftig und in Herstellung und Anwendung sehr preiswert. DDT hat eine lang anhaltende Wirkung, die Alternativen haben das nicht. Nur DDT eignet sich wegen seiner fehlenden Toxizität für das Besprühen von Innenräumen. Das ist die einzige Möglichkeit für arme Menschen in den Entwicklungsländern, ihre Hütten insektensicher zu machen. DDT ist außerdem konkurrenzlos billig. Das Sprayen eines Hauses mit DDT kostet pro Jahr circa 1 Euro. Gerade in den am schwersten von der Malaria betroffenen Ländern sind die Kosten der entscheidende Faktor, der über die Durchführbarkeit einer Schutzaktion entscheidet. Wegen seines einzigartigen Preis-Leistungs-Verhältnisses ist DDT bis heute in der Vektorkontrolle unersetzlich.

    Es gab bisher einige Versuche, einen Ersatz für DDT zu finden, die aber nicht erfolgreich waren. So hat man z. B. versucht, den Bacillus thuringiensis gegen die Stechmücken einzusetzen. Dabei wird das Bakterium in kristalliner Form in die von Mücken besiedelten Gewässer ausgebracht. Die Anopheles-Larven nehmen die Bakterien bei der Nahrungsaufnahme in ihren Körper auf. Im Darm der Larven schlüpfen die Bakterien aus ihrer schützenden Eiweißhülle und zerstören in kurzer Zeit durch die Bildung von Endotoxinen den Darm ihrer Wirtstiere, die noch im Larvenstadium sterben. Dieses Verfahren ist ökologisch sehr bedenklich, denn die unkontrollierte Freisetzung von riesigen Mengen eines Bakteriums, dessen Rolle im Ökosystem fast unbekannt ist, stellt ein großes Risiko dar. Es ist möglich, dass sich das Toxin aus den Bakterien im Wasser anreichert. Außerdem ist es unvermeidlich, dass bei dieser Anwendungsform auch nützliche Insektenarten das Bt-Toxin aufnehmen.

    Es gibt aber viel versprechende Forschungsansätze. In Indien versuchte man 1997 die Anopheles-Mücken durch das Aussetzen von sterilen Mückenmännchen zu bekämpfen. Die Biotechnologie eröffnet die Möglichkeit, die krankheitsübertragenden Insektenarten auszurotten, indem man genetisch veränderte Mücken züchtet und in der Natur freisetzt. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization, FAO) finanziert derartige Forschungen. Es ist zu hoffen, dass in Zukunft die Gentechnik neue Möglichkeiten in der Bekämpfung der Malaria eröffnet. Bis dahin bleibt DDT die wirksamste Waffe im Kampf gegen diese Krankheit.

    Die Opfer grüner Politik

    Paul Müller hatte 1948 für seine DDT-Forschung nicht den Nobelpreis für Chemie, sondern den für Medizin erhalten. Das zeigt, dass damals die überragende Bedeutung von DDT in der Eindämmung von Malaria erkannt worden war. Das beruhte auf sehr positiven Erfahrungen mit diesem Insektizid, die bereits in den Kriegsjahren und unmittelbar danach gemacht wurden.

    Die Malaria war zu Beginn der 1950er Jahre immer noch eines der größten Gesundheitsprobleme. An ihr erkrankten damals pro Jahr 500 Millionen Menschen, von denen 4 Millionen starben. 1955 beschloss die 8. World Health Assembly der WHO eine „Global Malaria Eradication Campaign“, die den systematischen Einsatz von DDT in allen Malariagebieten der Welt vorsah. Diese Kampagne war sehr erfolgreich.

    Auch in Europa gab es nach dem 2. Weltkrieg noch viele Gebiete, in denen Malaria übertragen wurde (Endemiegebiete). Durch den Einsatz von DDT konnten in Südeuropa (Italien, Spanien, Portugal), Südosteuropa (Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Jugoslawien) und auch in Mitteleuropa (Holland, Polen, Ungarn) die Malaria übertragenden Insekten bis Ende der 1960er Jahre dauerhaft ausgerottet werden. Heute ist Europa malariafrei. Die Europäer können glücklich sein, dass die kulturelle Machtübernahme der Grünen erst erfolgte, nachdem die Malaria besiegt worden war und deshalb DDT nicht mehr benötigt wurde.

    n den außereuropäischen Endemiegebieten mit hohem Infektionsdruck zeigte der Einsatz von DDT zur Ausrottung der Malariaüberträger ebenfalls sehr positive Ergebnisse. In Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, verminderten sich die Malariaerkrankungen von 2,8 Millionen in 1948 auf 17 in 1963. In Indien konnte durch das Bekämpfungsprogramm die Zahl der jährlichen Neuinfektionen von 100 Millionen im Jahr 1952 auf 50.000 in 1961 gesenkt werden. Auf Sansibar fiel der Anteil von Trägern des Malariaerregers an der Gesamtbevölkerung von 70% in 1958 auf 5% in 1964. Man war damals auf dem besten Weg, die Malaria weltweit auszurotten. Das unmittelbare Ziel, die Erkrankungszahlen um 98% gegenüber dem ursprünglichen Zustand zu senken, war in vielen Regionen bereits erreicht, in anderen in greifbare Nähe gerückt.

    Diese politische Entwicklung bedeutete für die Entwicklungsländer, dass es für sie immer schwieriger wurde, DDT zu erhalten und einzusetzen. Westliche Regierungen benutzen die Entwicklungshilfe als Druckmittel, um eine DDT-Abstinenz von Empfängerländern zu erzwingen. Ein weiteres Erpressungsmittel ist die Drohung, im Falle einer DDT-Ausbringung in Wohngebieten die Einfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus dem Land der DDT-Dissidenten zu verbieten. Da gerade die Staaten mit großen Endemiegebieten stark vom Export ihrer Agrarprodukte abhängen, ist diese Drohung sehr wirkungsvoll. Es ist für Entwicklungsländer ohne eigene chemische Industrie schon technisch schwierig, über DDT zu verfügen, da auf Druck der Grünen ein weltweites Produktions- und Ausbringungsverbot dieser Chemikalie durchgesetzt wurde, das nur wenige Ausnahmen zulässt.

    n den 1960er Jahren erzwangen die Grünen den Verzicht auf die DDT-Nutzung in der Malariabekämpfung. Die Folgen dieser Politik waren und sind katastrophal. Innerhalb weniger Jahre stieg die Zahl der Malariaerkrankungen und der von ihnen verursachten Todesfälle wieder auf das alte Höchstniveau vor dem Einsatz von DDT. Seit 1972, dem Jahr des DDT-Verbots durch die US-Umweltbehörde und der Beendigung des Antimalariaprogramms der WHO, sind 50 Millionen Menschen an der Malaria gestorben.

    Die Grünen behaupten, dass der Einsatz von DDT in der Vektorkontrolle eingestellt werden musste, weil die Anopheles-Mücke gegen das Insektizid resistent geworden sei. Diese Behauptung ist falsch. Die seltenen Fälle von DDT-Resistenz, die in den vergangenen Jahrzehnten beobachtet wurden, waren alle lokal eng begrenzt und ausschließlich durch eine unsachgemäße Verwendung von DDT in der Landwirtschaft hervorgerufen worden. Eine agrarische Nutzung von DDT ist schon lange nicht mehr erforderlich, da es für den Pflanzenschutz heute bessere Mittel gibt. Heutzutage geht es ausschließlich um die Nutzung von DDT zur Bekämpfung der Malariaüberträger. Hierbei wird das Insektizid vor allem auf die Innenwände von Wohnhäusern gesprüht. In dieser Anwendung ist DDT nach wie vor hoch wirksam, für den Menschen ungiftig und außerdem sehr billig.

    Ein Beispiel dafür liefert die Republik Südafrika. Dort hatte man es viele Jahre lang gewagt, DDT einzusetzen. In dieser Zeit gab es knapp 10.000 Malaria-Neuinfektionen pro Jahr. Im Jahr 1996 gab die südafrikanische Regierung dem Druck von grünen Verbänden und ausländischen Politikern nach und stellte den Gebrauch von DDT ein. Die Folgen dieser Maßnahme waren eindeutig: die Zahl der Malariaerkrankungen wuchs sprunghaft. Bereits im Jahr 2000 verzeichnete Südafrika 62.000 Malariafälle. Unter dem Eindruck dieser Entwicklung kehrte die südafrikanische Regierung zum DDT-Einsatz zurück. Innerhalb von 18 Monaten nach dieser Entscheidung sank die Zahl der Malariainfektionen um 80% auf 12.400 Fälle. Der Gebrauch von DDT hat circa 50.000 Menschen pro Jahr eine Malariaerkrankung erspart.

    Ein weiteres Beispiel liefert Ekuador. Dort wird seit 1993 DDT zur Vektorkontrolle eingesetzt. Die Malariafälle sind seither um 60% zurückgegangen. In Bolivien, Paraguay and Peru wurde 1993 die Anwendung von DDT verboten. In diesen 3 Ländern ist seitdem die Anzahl der Malariaerkrankungen um 90% gestiegen.

    Donald Roberts, Professor für Tropenkrankheiten an der Universität für Medizinische Wissenschaften der US-Streitkräfte in Bethesda, stellt dazu fest: „… countries that discontinued their house-spray programs reported large increases in malaria rates. Countriesthat reported low or reduced HSRs [house-spray rates] also reported increased malaria Only Ecuador reported increased use of DDT and greatly reduced malaria rates.“ Der Zusammenhang ist offenkundig. Es gibt „… a causal link between decreased spraying ofhomes with DDT and increased malaria“, so Roberts.

    Die Grünen haben eine ungeheure Schuld auf sich geladen. Wie viele der 50 Millionen Menschen, die seit 1972 an der Malaria gestorben sind, wären heute noch am Leben, wenn es den Grünen nicht gelungen wäre, DDT aus der Malariabekämpfung zu drängen?

    Sicherlich hat die Gleichgültigkeit, Inkompetenz und Korruptheit vieler Regierungen der betroffenen Länder einen erheblichen Anteil an der Malaria-Tragödie. Aber die Hauptschuldtragen die Grünen, ohne die es die Verdammung von DDT nicht gegeben hätte.

    In der DDT-Politik zeigen sich der Dogmatismus und auch der Fanatismus der Grünen inklinisch reiner Form. Mögen noch so viele Menschen an der grünen Politik leiden und sterben, ein Grüner wird niemals seinen Kurs ändern oder gar Selbstkritik üben.

  10. @M.L.: „Und wenn Sie immer noch DDT als schädlich einstufen, dann sollten Sie mal die seriöse Literatur dazu lesen. Tatsache ist, dass das DDT Verbot viele Millionen Tote durch die ungehinderte Ausbereitung der Malaria gekostet hat. Die gehen zulasten von Leuten die diese Lügen un geprüft übernehmen und die Lügner (Umweltverbände wie WWF & Greenpeace) guten Glaubens unterstützen.“

    Also ich hoffe mal nicht, dass Sie jetzt den Einsatz von DDT in Deutschland befürworten. DDT in der DDR (blödes Wortspiel) wurde noch bis in die 80er Jahre massenhaft benutzt, ohne das man vor einer Malariaepidemie stand. Das Zeug will ich hierzulande wirklich nicht mehr sehen. Da sie (EIKE) sich ja für den Umweltschutz einsetzen, würde ich gerne mal Ihre Meinung dazu hören.

  11. Hallo zusammen,

    schade, dass die Diskussion jetzt hauptsächlich über den Übersetzungsfehler geführt wurde. Ist unschön, wird der Übersetzer aber das nächste mal wohl richtig machen. Bei mir gab es Probleme beim Abschicken, hab jetzt den Namen geändert. Falls durch nochmaliges Abschicken ein Doppelpost entstand, diesen bitte löschen.

    Was bei der Diskussion untergegangen ist, ist einer der derzeitigen Umweltskandale, der durch das Bohren nach Schieferöl/Schiefergas entstanden ist/entsteht. Schiefergas wird schon gefördert. In den USA schon etwas länger. In der BRD seit kurzem hauptsächlich noch als Experiment.

    Einen gute Idee von was da an Umweltschäden entsteht, erhält man durch den Film Gasland (z.B. über Youtube zu sehen). Die deutschen Bürgerinitiativen gegen Gasbohren in der BRD findet man unter http://www.gegen-gasbohren.de . Ich bin auf diesem Umweltschutzthema nicht aktiv, dennoch sollte jeder die Problematik kennen. Ich freue mich auf einige Kommentare dazu.

  12. Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Antworten. Danke für den Link Herr Klasen. Die NZZ hat in dem Artikel untertrieben. Leider ist vorallem die Wasserbelastungen durch das Gasbohren ein großes Problem. Der Film Gasland zeigt das sehr eindrücklich und schildert auch was mit einigen Klagen dagegen passiert ist. Und wie sie schon schrieben, leider ließt man darüber auch nichts.

    Meiner Meinung sind sollten keine Hochrisiko-Technologien eingesetzt werden, selbst wenn diese als sehr sicher umworben werden. Allein, dass die Problematiken von den Medien kaum aufgegriffen werden, lässt einen aufhören.

    Schon oft wurde uns Schädliches als sicher verkauft, z.B. DDT, Zigaretten, Amalgam-Füllungen, Holzschutzmittel, etc.. Gerade weil dies schon so oft vergekommen ist sollte, man auch die Kritiker anzuhören. Also Stimme und Gegenstimme.

    Ich sehe Hydraulic Fracturing auch nicht als den schlimmsten Umweltskandal, der gerade läuft, daher bin ich auch auf anderen Themen tätig.

    Danke Herr Muten für die Ausführungen. Wie die direkten Kosten für die Förderfirmen in der USA aussehen, weiss ich nicht. Aber auch die indirekten Kosten müssen eigentlich berücksichtigt werden, wenn man die Kosten für die Gesellschaft als ganzes aufkommen muss. Die sind leider nicht leicht zu bestimmen.

    Ich lade alle Leser ein sich den Film Gasland anzuschauen, was das Thema Schiefergas- und Öl-Förderung angeht. Größere Umweltprobleme sind derzeit die Geoengineering-Programme, die ja die CO2-Lügengeschichte als Ausrede benutzen und die Umwelt- und Gesundheitsschäden durch Mobiltelekommunikation.

    Ein frohes Wochenende an alle

  13. (sorry – ich hab als ichnurich gepostet.)
    das problem stellt nicht die MENGE des noch vorhandenen öls dar – sondern der ERNTEFAKTOR.
    (erntefaktor=EROEI)
    in den 1930iger jahren lag der eroei bei ~100:1.
    das bedeutet das man mit dem energiegehalt von 1 fass öl 1oo fass ernten konnte.
    heute liegt der eroei (im durchschnitt über alle ölderivate) bei nur noch ~7:1.
    man muss also heute bereits 13 mal mehr energie investieren um an die gleiche menge öl ranzukommen wie vor 100 jahren…
    bei 1:1 würde die förderung aus physikalischen gründen endgültig stoppen – als physikalisches gesetz – nicht als finanzielles!!!
    soweit wird es aber nicht kommen – da bei allerspätestens 5:1 die weltwirtschaft kollabieren würde.
    die MENGE des noch vorhandenen öls ist also (fast) irrelevant – der erntefaktor ist das ausschlaggebende…
    bei dem hier beschriebenen feld liegt der eroei unter 1:1 – dort abzubauen verbraucht also mehr energie als es liefern würde – hat man übrigens dort bereits mitte des 19 jahrhunderts versucht…
    bitte die beiden „gesetze“:
    „the best first“ und „eroei“ beachten !

  14. der EROEI dort liegt bei ~ 0,7:1
    das bedeutet das ~30% mehr energie in die ölgewinnung gesteckt werden müsste als dann im endprodukt drinnen wäre.
    mit anderen worten: dort wird nie ernsthaft öl abgebaut werden!
    und: das „feld“ ist seit fast 150 jahren bekannt.
    besser recherchieren meine herren!!!
    mike munger hat offenbar nicht sonderlich viel begriffen oder verwechselt wunschdenken mit realität.

  15. @E-Teufel #24
    Soso…Erdbohrungen (Bergbau) sind für Sie also „Gefärhliche Technologie“. Und diese, ihrer Meinung nach, „Gefährliche Technologie“ soll gefärhlicher sein als die Lagerung von chemische Kampfstoffen im deutschen Boden.
    Mit Ihrer Einstellung wären wir nicht aus der Steinzeit herausgekommen!
    Sie hätten als „Teufel“ ja schon Angst gehabt Erze (Rohstoffe) aus dem Boden zu graben (fördern).
    Ganz zu schweigen von Oel und Gas. Wissen Sie überhaupt, dass Sie diesen (Ihren) Wohlstand, in dem Sie sich momentan befinden, dieser „gerfährlichen Technologie“ zu verdanken haben!?
    Dies kann man auch im allgemeinen unter dem Namen „Fortschritt“ kennzeichnen!

  16. Sehr geehrter Hr. Schüssler,

    einen sehr objektiven Bericht, als mögliche Grundlage einer Diskussion, finden sie auf NZZ-Online (meine bevorzugte nformationsquelle!).

    Textauszug:
    „Umweltdiskussion zu Schiefergas-Bohrungen
    Wissenschafter in den USA dämpfen Befürchtungen wegen neuer Fördertechnik“

    Quelle: http://tinyurl.com/c4ycdy3

    P.S. Und wenn die Förderung so schädlich sein soll, wiesso hat, gerade in den „Klagefreudigen“ USA, noch niemand geklagt? Zumindest liest man darüber nichts.

  17. @#23
    „Das die deutschen Endlagerstätten für chemische Kampfstoffe gefährlicher sind als Schiefergasbohrungen…..
    Das die Energiewende für die deutschen Bürger gefährlicher ist als Schiefergasbohrungen….
    Das Energiemangel für den deutschen Wohlstand gefährlicher ist als Schiefergasbohrungen….“

    Vielleicht:
    Das wir endlich mal damit aufhören, den Einsatz neuer gefährlicher Technologien damit zu begründen, dass wir eh schon gefährliche andere Technologien haben. Und da käme es auf eins mehr nun auch nicht mehr drauf an.

  18. @Umweltaktivist #22
    Was wollen Sie jetzt dazu lesen…!?
    Das die deutschen Endlagerstätten für chemische Kampfstoffe gefährlicher sind als Schiefergasbohrungen…..
    Das die Energiewende für die deutschen Bürger gefährlicher ist als Schiefergasbohrungen….
    Das Energiemangel für den deutschen Wohlstand gefährlicher ist als Schiefergasbohrungen….

  19. @ Sabrina Schwanczar #17
    zitat:
    …..
    eine verächtliche Benennung eines auf niedrige Art seinem Herren schmeichelnden Hofmannes. Eine solche Person weiblichen Geschlechtes nennet Lessing eine Hofschranze.
    …..
    Die Speichellecker der AGW Fraktion

  20. Ich bedanke mich bei Chris Frey für die interessanten Beiträge! Die Übersetzungen haben eine hohe Qualität. Diese Arbeit kann man nicht hoch genug schätzen. Wer mal als Übersetzer gearbeitet hat, weiß wie schwierig es manchmal sein kann, die inhaltliche Aussage eines Textes korrekt in eine andere Sprache zu übertragen. Und das gelingt Herrn Frey fehlerfrei. Deswegen vergebe ich 10 Punkte von 10. Ich möchte noch anmerken, das die deutsche Sprache die „exakteste“ Sprache ist. Das macht eine Übersetzung eines Textes ins deutsche nicht einfacher. Hier kommt es auf „Sprachnuancen“ an. Und auf dieser Klaviatur spielt Herr Frey bestmöglichst und erfolgreich.

    So, das wollte ich schon lange mal los werden.

  21. Möge ein jeder sich zuerst um den Holzbalken in seinem Auge kümmern, bevor er sich am Holzsplitter im Auge des anderen stört. Ein frommer Wunsch und noch immer hochaktuell.

  22. #13
    Danke Herr Laburda,
    so ähnlich wollte ich mich auch gerade ausdrücken.

    Herr Frey macht seine Sache sehr gut,
    wenn ich mir vorstelle ich müsste das alles selbst übersetzen, wäre der Lesefluss längstens nicht so flüssig und die Menge nicht so viel.
    Ich muss nämlich auch noch arbeiten und lese und poste in der Freizeit sprich arbeitslosen Zeit.

  23. @alle
    falls es noch nicht aufgefallen sein sollte: Auch die Übersetzer arbeiten neben ihrem eigentlichen Job freiwillig für unsere Sache. Wer Korinthenkacker dabei Fehler findet, möge er die nächsten Übersetzungen bitte selber machen und das ebenso bitte mit der Qualität des Herrn Frey und seiner freiwilligen Kollegen. Ansonsten die eventuellen Fehler als Geschenk ansehen, behalten, einrahmen und die Klappe halten. Aber es ist typisch „Schland“, über anderer (beachtlicher) Leistung das Maul zu reissen und nicht in der Lage (oder zu faul) es besser zu machen.

  24. Mit Fixed-Font darstellen:

    Zahl deutsch UK-Engl* US-Englisch
    ======================================
    10^6 Million million million
    10^9 Milliarde milliard billion
    10^12 Billion billion trillion
    10^15 Billiarde billiard quadrillion
    10^18 Trillion trillion quintillion

    Usw., das Muster ist klar. Die europäischen Sprachen alternieren die Endungen -ion und -iard, ein neues Präfix daher erst nach 2 1000er-Stufen. US-Englisch verwendet nur -ion und muss daher nach jeder 1000er-Stufe ein neues Präfix einführen.

    * „UK-Englisch“ ist größtenteils veraltet, man hat inzwischen den US-Gebrauch übernommen.

  25. Hallo zusammen,

    SACHLICHE Hinweise auf Übersetzungsfehler sind immer willkommen! Bei meinen Aufenthalten im angelsächsischen Sprachraum habe ich nicht in naturwissenschaftlichen Kreisen verkehrt, sondern war einfach – in den USA – Durchschnittsamerikaner. Als solcher wurde ich mit derartigen Zahlen nie konfrontiert. Außerdem übersetze ich ehrenamtlich neben meiner Vollzeitarbeit – ich habe keine Zeit, alles zu recherchieren.

    Eine Bitte: Kann mir jemand einen Übersetzungskatalog mit so großen Zahlen mal zur Verfügung stellen?

    Lieber Admin, sorry! Das gehört nicht zum Thema, wollte ich aber loswerden!

    Chris Frey, Übersetzer

  26. Das mit den US-amerikanischen Maßen und Zahlen sollte Herr Frey eigentlich mittlerweile wissen. Allerdings ist solch ein Übersetzungsfehler unerheblich.

    Macht also ca. 180 Mrd. Tonnen Öl = Zuwachs der gesicherten Reserven von 40 Jahren bei einem konstanten Verbrauch von 4 Mrd. t/a. Allerdings ist fraglich, ob die Förderung zu heutigen Preisen möglich sein wird.

  27. Ich ärgere mich ziemlich wenn es Eike, nicht zum ersten Mal, es nicht schafft die amerikanischen Einheiten vernünftig in das Deutsche zu übertragen.

  28. Großer Oelschwindel ? – Vielleicht ist es überhaupt Zeit mit dem Märchen (Peak-Oel) aufzuräumen ? Die Behauptung, es gäbe ein Erdoelmaximum wurde bereits 1919 verbreitet. Desgleichen nochmals 1966 – wo von höchstens 40 Jahren Ölvorräten die Rede war.
    Wir müßten längst auf dem Trockenen sitzen, wenn die Meinung der Ölexperten richtig wäre…
    Lesen Sie einmal den wirklich lesenswerten Artikel aus dem Jahre 2007:
    http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ia-erdoel.html – sicherlich keine Verschwörungstheorie !

    Erich Richter

  29. „Das GAO [General Accounting Office?]“

    Erste (!!!) Seite der Studie:

    Government Accountability Office….Ein bisschen mehr Sorgfalt bitte.

  30. Ich zitiere den Artikel:
    „Green River Formation etwa 3 Trillionen Barrel Öl enthält“

    „die Green River Formation etwa 3 Billionen Barrel Öl enthält“

    „Im Mittelpunkt dieser Schätzung steht, dass etwa die Hälfte dieser 3 Trillionen Barrel gefördert werden kann.“

    ist das ein schlechter Scherz

  31. Zusammen mit den Schiefergasvorkommen wären die USA dann so das Land mit den größten Energiereserven (ohne die stillgelegten Windmühlen), bräuchten dann m.E. sich keine weiteren Ölvorkommen auf der Erde mehr sichern, jedenfalls wenn, dann nur sehr ausgewählte.
    Oder wären selbst ein Objekt der Begierde.

    Das GAO ist der Oberste Rechnungshof
    und die Studie kann unmöglich vom Oktober 2012 stammen. Aber wenn ich so den Schluss lese, mit den Quellenverweisen, dürfte der Bericht recht aktuelle sein.

  32. Drei Trillionen Barrel Öl, das wäre ja unglaublich viel, wenn es deutsche Trillionen (10^18) wären. Es sind aber wohl nur amerikanische Trillionen (10^12), also deutsche Billionen. Deutsche und amerikanische Trillionen untescheiden sich um einen Faktor von einer Million! Diese sprachlichen Unterschiede sollte man beim Übersetzen schon beachten.

  33. Da sieht man mal wieder was hier in der Presse für ein Spiel getrieben wird.
    Da schreibt man lieber… „Bild“ – In 18 Jahren brauchen wir eine zweite Erde, weil die Menschheit deutlich über ihre Verhältnisse lebe.
    Eine Kernaussage des letzten WWF-Berichts „Living Planet Report 2012“.
    Vielleicht brauchen wir eine zweite Erde für all diese Lügner aus Wissenschaft, Politik aber auch Profitgeiern aus Wirtschaft, Gewerbe und auch den kirchlichen Instituten, welche mit den Weltuntergangsszenarien ihre „verlorenen“ Schäfchen wieder zurückholen wollen.
    Zum Mond schießen reicht da schon nicht mehr !!!

    Erich Richter

  34. Sehr geehrter Herr Admin

    Ändert bitte die Jahreszahl der Studie von 2012 auf das richtige Jahr. Ein Bericht von Oktober 2012 kann noch nicht vorliegen.

    Andreas Hoemann

  35. Ich möchte nur auf einen Druckfehler im drittletzten Absatz hinweisen: dort steht GOA-Studie vom Oktober 2012. Dies kann nicht sein. Bitte korrigieren.
    MfG
    H. Urbahn

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