„Die Zeit“ – Eine Illusion, Leserbrief an die Chefredaktion und den Herausgeber

Am 6.2.12 wird in Berlin das neue Klimasachbuch von Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning mit dem Titel Die kalte Sonne, warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet vorgestellt. Obwohl noch nicht erhältlich, hat es bei Amazon den Rang 2 der Bestseller in der Kategorie Umwelt & Ökologie erreicht. Damit muss jedem klar sein, dass das Thema, nach wie vor, von brennendem öffentlichen Interesse ist. Vor allem dieser Umstand hat wohl die Zeit-Journalisten Stefan Schmitt und Christian Tenbrock veranlasst eine flammende Phillipika gegen Vahrenholt und Lüning und deren Sicht der Dinge zu schreiben. (hier). Der Artikel enthält, wie immer bei der Zeit, nur die üblichen Halbwahrheiten und grünen Verdrehungen, die jedem, der die Doktrin vom menschgemachten Klimawandel in Frage stellt, von den journalistischen Kartellwächtern, um die Ohren gehauen werden. Er zeigt aber auch die zunehmende Verzweiflung derjenigen, die merken, dass ihre Meinungsführerschaft schwindet. Offensichtlich fürchten Sie, dass das Buch dieses anerkannten Öko-Experten und seines Co-Autors, den aktuellen Niedergang des Glaubens an eine menschgemachten Klimakatastrophe beschleunigen wird.
Zudem zeigt der Artikel eine offensichtliche Unkenntnis der Materie, so dass unser Autor Leistenschneider in einem ausführlichen Leserbrief versucht diese etwas zu vermindern.


Betrifft: Ihr Artikel vom 26.01.2012, “Kälte aus dem All? Der RWE-Manager Fritz Vahrenholt zweifelt an der weiteren Erderwärmung“
Die Zeit versucht einmal mehr, den Spagat zwischen Auflagenstärke und Wahrheit zu bewerkstelligen. Ihrer „Biellmann-Pirouette“ in Richtung Auflagenstärke fiel dabei erst jüngst ihr Vorsitzender (Herausgeber), der Altbundeskanzler Helmut Schmidt zum Opfer, als Die Zeit seine Rede vor der ehrwürdigen Max Planck Gesellschaft zensierte und ihr nicht genehme Passagen dem Rotstift opferte (http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/forscher-als-betrueger-helmut-schmidt-fordert-ipcc-untersuchung-die-zeit-zensiert-altkanzler/). Dort forderte unser Altbundeskanzler: "Es scheint mir an der Zeit, dass eine unserer wissenschaftlichen Spitzenorgani-sationen die Arbeit des IPCC kritisch und realistisch unter die Lupe nimmt und so-dann die sich ergebenden Schlussfolgerungen der öffentlichen Meinung unseres Landes in verständlicher Weise erklärt".

Doch nun zu dem „Paarlaufen“, welches das Männerduo Stefan Schmitt und Christian Tenbrock von Die Zeit dem deutschen Publikum darbietet. Bereits der „Mohawk“, der einfache Schritt also, missglückt. Wer sich in die Welt der Wissenschaft begibt, der sollte zumindest, auch wenn er dazu offensichtlich nicht in der Lage ist, deren Inhalte nachzuvollziehen und damit zu verstehen, die Autoren richtig schreiben können. Dies ist wohl das mindeste, was der Zuschauer von einem Pressevertreter erwarten darf. Der Astrophysiker, den die Paarläufer der Zeit bemühen, heißt Svensmark und nicht „Svendsmark“. Vermutlich haben sich die Paarläufer bei „ihrem Schritt“ gegenseitig auf den Füßen gestanden.

Nicht besser wird ihr “Butterfly“, der Einstieg in die Materie, sozusagen. Im Artikel ist über die Arbeiten Prof. Svensmark zu lesen, dass sie am CERN im dortigen “Cloud-Experiment“ überprüft würden: “Cloud erzeugt zwar Kondensationskeime, aber viel zu kleine.“ Für wahr eine grandiose wissenschaftliche Aussage. Was meinen die beiden Paarläufer, die Die Zeit ins Rennen ihrer Auflagenrettung schickte, mit “viel zu kleine“?

Kondensationskeime besitzen einen Durchmesser von einem halben Nanometer (nm) bis einigen Zehnmikrometern (μm). Durch kosmische Strahlung entstehen Vorläufer-Kondensationskeime (Clusters) und CN, = Condensation Nuclei von knapp 0,5 nm, womit sie im Spektrum der typischen Kondensationskeime liegen. Hier insbesondere solche aus Stoffwechselprodukten und Verbrennungsprozessen, die in diesen Größenordnungen von kleiner 1nm zu finden sind. Diese Vorläufer-Kondensationskeime bleiben nicht lange (ms) allein, sondern schließen sich, wie die Paarläufer der Zeit, zu Paaren zusammen. Fachlich, CCN = Cloud Condensation Nuclei, mit einer Größe von 1 – 2 nm (auch “Kritische Cluster“ genannt), womit sie erstklassig als Cloud Droplets dienen. Für elektrisch geladen Kondensationskeime, wie sie beim Svensmark-Effekt entstehen, ermittelte das CERN einen Faktor von bis zu 10. Also eine bis zu zehnfach bessere Wirkung!

Übrigens sind kleine Kondensationskeime generell besser geeignet als größere und nicht, wie die beiden verunglückten Paarläufer der Zeit suggerieren möchten, dafür “viel zu klein“. Dies liegt an dem trivialen Grund, dass kleinere Teilchen länger in der Atmosphäre verbleiben. Ihre Verweilzeit dort demnach größer ist und daher auch ihre Verteilungsrate. Dies deshalb, weil sie sich mit immer kleinerem Durchmesser mehr und mehr wie Gase verhalten. Sich auf das Themenfeld der Wissenschaft zu begeben, ist eben nicht so ganz einfach. Übrigens hat der Autor auf EIKE bereits vor über einem Jahr nachgewiesen (http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/la-nina-und-el-nino-was-sich-dahinter-verbirgt-und-was-sie-wann-ausloest-die-sonne-ist-an-allem-schuld/), dass die Temperaturen in den letzten 30 Jahren allein von der Sonne, über El Niño/La Niña gesteuert werden, was im Januar 2012 das Max Institut für Meteorologie (MPI) für El Niño/La Niña bestätigte (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,808536,00.html). Dass solare Aktivität und Temperaturgang auf der Erde nicht voneinander abgekoppelt sind, zeigt die Tatsache, dass sich die Stärke des solaren Magnetfeldes im 20. Jahrhundert (bis zur Jahrtausendwende) um 100% vergrößerte und dadurch die kosmische Strahlung auf die Erde um 15% abgeschwächt wurde.

Vollends scheitern beide mit ihrem “Flip“. Werfen sie doch Herrn Prof. Vahrenholt vor, er würde von Interessen geleitet und hätte z.B. vor vier Jahren, in 2008, ganz anders “gedacht“. Bekanntlich entwickelt der Mensch sich durch sein Wissen und seine Kenntnisse weiter. Dies ist offensichtlich bei Die Zeit nicht der Fall. Dort ist dann die Zeit stehen geblieben, während dessen sich andere weiter entwickeln. Nun, wäre auch interessant zu erfahren, wie die beiden Paarläufer heraus gefunden haben, was Herr Vahrenholt denkt oder “gedacht“ habe. Dass es mit dem Denken der Zeit-Akteure nicht groß bestellt sein kann, zeigt weiter, dass sie einen Lobbyisten der Windenergie in Sachen Windenergie zu Wort kommen lassen, einer, auf Kosten des Steuerzahlers, hoch subventionierten Branche (Stromerzeugungskosten bis zu 4-fach höher als aus “dreckiger“ Kohle).

Vorbildlich, wenn ein Marktunternehmen, wie die RWE uns Bürger damit nicht auch noch belastet, sondern sich an den Regeln der Marktwirtschaft orientiert. Auf Grund der Energiedichte, wie der Verfügbarkeit und Bedarf (der Wind bläst nun einmal nicht so, wie die Stromabnehmer dies gerne hätten – Wind und Stromabnahme passen nicht zusammen), hat Windenergie, obwohl etwa 28 GW-Leistung installiert sind, nur einen Anteil der zur Verfügung gestellten Leistung von ca. 5 GW. Dies sind sage und schreibe 18% der installierten Leistung. 23 GW sind demnach umsonst installiert, also hinaus geworfenes Geld. Mehr gibt die Auslastung der Windenergie nicht her, weil der Wind über Deutschland nicht öfter bläst. Bei den “dreckigen“ Kohlekraftwerken ist Nennleistung gleich Nennleistung, sofern diese vom Netz abgerufen wird. Selbst solch triviale Zusammenhänge vermögen unsere Zeit-Paarläufer nicht zu erkennen. Aber der Autor möchte nicht zu hart ins Gericht gehen, da auch Zeit-Journalisten ihr privates Vermögen anlegen müssen. Da bieten sich natürlich hoch subventionierte Branchen, die über unsere Steuergelder über sicheres Geld verfügen, lukrative Renditen an und wer möchte nicht, dass sich seine eigene Geldanlage vermehrt. Insofern ist das Arrangement der beiden Zeitläufer erklärbar, abgesehen davon, dass es in Die Zeit passt.

 

Während sich die Welt weiter dreht – von investigativem Journalismus bei Die Zeit  keine Spur! Die Zeit steht still. (Abbildung, Quelle: www.photaki.com)

Die Zeit, ein Begriff, der in der Naturwissenschaft nicht existent ist, da dort keine Zeit existiert (siehe Spektrum der Wissenschaft 09/10 und 10/10) und die Zeit nur eine Illusion ist. Könnte sein, dass für Die Zeit diese naturwissenschaftliche Betrachtung ebenfalls Gültigkeit besitzt. Mit dem Artikel und den Darbietungen der beiden Zeitläufer ist Die Zeit dieser Betrachtung ein gutes Stück näher gekommen.

Raimund Leistenschneider – EIKE

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17 Kommentare

  1. #2: Marvin Müller sagt am Donnerstag, 02.02.2012, 11:22

    „Soviel Zeit, Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) zu schreiben, sollte schon sein, wenn man Kritik an der Rechtschreibung anderer übt.“

    Werter Marvin Müller, sehr interessant – wie ich bemerke, stehen sie „voll in der Materie“! Aber haben Sie noch weitere wertvolle fachliche Hinweise und Kritiken zum Artikel von Herrn Leistenschneider?

    ICH habe vor längere Zeit selber im Leserforum der ZEIT, Artikel oder Kommentare gegen die einseitige Berichterstattung zur angeblichen „Klimaerwärmung“ geschrieben. Es war durchaus üblich, das die Redaktion Beiträge mit fadenscheinigen Gründen gekürzt oder gelöscht hat! Ich hatte das Gefühl, dass die Mitarbeiter der Redaktion des Leserforums, bei kritischen Beiträgen der Leser, besonders „scharf“ werteten.

  2. #15: Norbert Fischer
    wieso „irgendwelche astronomischen Zyklen“

    CO2 kühlt,

    die Frage ist blos, mit wieviel Jahren Verzögerung

    mfG

  3. @ Krishna

    Wie viele Hundert Paper soll ich nennen, zu denen Vahrenholts Behauptung in Widerspruch steht?

    Und nun für dich eine vermeintlich leichtere Aufgabe: Nenne 5 Paper, die Vahrenholts Abkühlungsthese aufgrund von irgendwelchen astronomischen Zyklen stützen.

    Mal schaun, was kommt.

  4. @Norbert Fischer #7
    Zitat
    —–
    wo diese doch im Widerspruch zu allen Erkenntnissen der Klimaforschung stehen?
    —–
    Allen ?
    Du machst Dich mit dieser Aussage mehr als lächerlich.
    Merkst Du nicht, das man sich so langsam daran macht, an „Ausstiegsszenarien“ zu basteln ?

  5. Ach ja Herrn Baecker, den braucht man ohnehin nicht ernst nehmen. Ich war heute mal auf der unsäglichen Seite von Herrn Rahmsdorf. Wenn der Verfassungsschutz die paar Torfnasen von Linken überwacht, wäre der Verein von Herrn Rahmsdorf eher angebracht. Was sich dort in dem Blog an völlig undemokratischem Gesindel herum treibt ist schon sehr gruselig. Immerhin bleibt man unter sich, da jeder kritische Kommentar sofort gelöscht wird.

  6. @ Raimund Leistenschneider

    „Den zweiten Schritt zur Sonne, den hat der Autor aufgezeigt, hergeleitet und begründet, z.B. in (http://tinyurl.com/75kpy4e) und seiner 8-teiligen EIKE-Reihe, über die Auswirkungen der Sonne auf das Klima.“

    Sie meinen ja mit „den Autor“ sich selbst, Herr Leistenschneider. Mein Rat: Vorsicht, wenn man anfängt, von sich selbst in der 3. Person zu sprechen, der Prozess könnte fortschreiten 😉

    Ja, vermutlich haben Sie Recht, es ist in der Tat nur noch eine Frage der Zeit, bis die Welt und die Wissenschaft den Ansichten des Raimund Leistenschneiders folgen wird.

    Nur mal aus Neugierde: Haben Sie in ihrem Brief an die ZEIT ihre Verbindung bzw. Verbundenheit mit EIKE erwähnt?

    PS:
    Herr Lüdecke pflegte bei der Diskussion seiner Paper Diskussionen zu beenden mit den Worten (sinngemäß): „Wenn Sie etwas zu sagen haben, schreiben Sie ein Paper“.

  7. Lieber Herr Leistenschneider,

    Sie sind auch nicht der Erste, der den Untergang des Abendlandes prophezeit.
    Ich interpretiere Ihre und die Bemuehungen anderer, komplexe Wissenschaft durch fade Scheinargumente zu ersetzen, als Auswirkung einer gesellschaftlichen Entwicklung. Dabei fuehlen sich manche Kreise als „nicht mehr gefragt“ und zum Alteisen gehoerig. Die wehren sich dann im Rahmen ihrer begrenzten Moeglichkeiten. Mag sein, dass sie damit letztlich Erfolg haben, dann ist das eben ein
    Mass fuer die Akzeptanz der Aufklaerung und Wissenschaft in der Gesellschaft. Dann wuerde sich Deutschland eben auf dem Aufgeklaertheitslevel von manchen afrikanischen Staaten befinden, nur mit dem Unterschied, dass man sich zur Unvernunft freiwillig entschieden hat und nicht aus Mangel an Angebot nie die Chance zum Erlangen bekommen hat.

  8. Gut zu diesem Thema passt die am 1. Februar auf «Icecap» veröffentlichte Studie:
    «Bicentennial Decrease of the Total Solar Irradiance Leads to Unbalanced Thermal Budget of the Earth and the Little Ice Age»
    Habibullo I. Abdussamatov

    http://tinyurl.com/74k5cfd

    Was eine kleine Eiszeit bedeutet, erleben wir diese Tage. Sie zeigen, wie viel schlimmer Kälte als Wärme ist.

    Zieht euch warm an.
    Gruss vom Guy

  9. Zu #6
    In der Tat, unsere „Freunde“ werden unruhig. Immer mehr Wissenschaftler setzen auch in Deutschland auf natürliche Faktoren, wenn es darum geht, Wetter und damit deren statistische Größe, das Klima zu bestimmen. Übrigens war ein Vorreiter für die Auswirkungen von El Nino, so wie ich dies in meiner erwähnten Abhandlung schrieb, Prof. Brönnimann von der ETH.
    Der erste Schritt in Richtung El Nino/La Nino zur Bestimmung de Wetters/Klimas ist also gemacht, so wie ich dies im Artikel vermerkte. Den zweiten Schritt zur Sonne, den hat der Autor aufgezeigt, hergeleitet und begründet, z.B. in (http://tinyurl.com/75kpy4e) und seiner 8-teiligen EIKE-Reihe, über die Auswirkungen der Sonne auf das Klima. In der nicht nur die vergangenen, die heutigen, sondern auch die zu erwartenden Auswirkungen der Sonne auf das Erdklima aufgezeigt und begründet sind. Nur eine Frage der Zeit, bis sich dies durchsetzt. Die Unruhe unserer „Freunde“ ist also begründet. Während in unseren Nachbarländern deren Untergang bereits eingeläutet und vollendet wurde (z.B.: Kanada) kommt der „Stein“ jetzt auch in unseren Landen so langsam ins Rollen…

    Viele Grüße

    Raimund Leistenschneider

  10. @ Herr Leistenschneider

    Hm, ob ihr Leserbrief die ZEIT überzeugt hat? Schade, dass Sie nicht einfach in den Kommentaren etwas geschrieben haben, dann hätten alle Leser Sie wahrnehmen können.

    Es fällt auf, dass Sie ausführlich eher zu den Randaussagen des Artikels Stellung nehmen, was ist mit den Hauptaussagen?

    Na gut, Sie beginnen mit Helmut Schmidt und der angeblichen Zensur durch die ZEIT. Leider ist Ihnen die Auflösung der „Achgut“-Geschichte entgangen: Der Text, auf den man sich bezog, war das Manuskript, das gesprochene Wort gibt der ZEIT recht. Nun ja, Sie schreiben an die ZEIT, falls wie von mir angegeben ihre Passage tatsächlich gegenstandslos sein sollte, werden Sie dort erst einmal Unverständnis und Kopfschütteln bewirkt haben.

    Dann gab es im ZEIT-Artikel ein paar Sätze zum Cern-Experiment:
    „Cloud erzeugt zwar Kondensationskeime, aber viel zu kleine. »Im Moment sagt das nichts über eine mögliche Wirkung von kosmischen Strahlen auf die Wolken und das Klima aus«, räumte Projektleiter Jasper Kirby in einem Interview ein.“

    Wollen Sie etwa behaupten, Jasper Kirby verstünde nichts von seinem Forschungsgebiet, ein Leser namens Leistenschneider weiß das alles besser? Übrigens ist die Aussage zur Größe der Kondensationskeime in der ZEIT richtig (http://tinyurl.com/3j9kf6v verlinkt zahlreiche Paper dazu).

    Dann kritisieren Sie folgende Passage:

    „In der Verlagswerbung zu Vahrenholts Buch heißt es dazu nur, dass die angeblich kommende Erdabkühlung »Zeit« biete, um »erneuerbare Energieträger zielgerichtet auszubauen und diese Umstellung in ökonomisch vernünftiger Weise und nachhaltig zu gestalten«.
    Dieser Satz bietet Anlass zur Interpretation – nämlich die, dass es Vahrenholt um mehr gehen könnte als nur darum, Zweifel an den gängigen Klimatheorien zu wecken.“

    Man beachte den Konjunktiv „könnte“. Ihre Kritik an dieser Vermutung des Lobbyismus nehmen Sie nun selbst jeden Sinn, wenn Sie schreiben: „Dass es mit dem Denken der Zeit-Akteure nicht groß bestellt sein kann, zeigt weiter, dass sie einen Lobbyisten der Windenergie in Sachen Windenergie zu Wort kommen lassen,…“. Sie werfen der ZEIT also etwas vor, was Sie in diesem Satz selbst praktizieren (und dann noch ohne Konjunktiv, sondern als Tatsachenbehauptung!), überzeugt das wirklich?

    Übrigens hat die ZEIT laut Artikel versucht, die Sichtweise Vahrenholts zu erfahren, die Anfragen sind aber von Vahrenholt abgelehnt worden. Vahrenholt gestattete nicht einmal, ein am Rande der EIKE-Konferenz in München geführtes Interview in den Artikel miteinfließen zu lassen.

    In der Hauptsache ging es im Artikel um anderes:
    1.) Warum Vahrenholts Meinungswechsel, worauf basiert dieser, was sind die Gründe?
    2.) Womit begründet Vahrenholt seine Abkühlungsprognosen, wo diese doch im Widerspruch zu allen Erkenntnissen der Klimaforschung stehen?

    Vahrenholt verweigerte leider die Antworten, ihr Beitrag trägt auch nicht gerade zur Erhellung bei.

  11. #4: Rainer Manz sagte am Donnerstag, 02.02.2012, 12:38

    „Ich lese gleich nochmal den Artikel, vermutlich will uns Herr Leistenschneider noch an anderer Stelle übers Ohr hauen und uns Bären aufbinden… “

    Eine gute Idee. Falls Sie dabei Belege für seine These finden, dass „kleine Kondensationskeime generell besser geeignet [sind] als größere und nicht, wie die beiden verunglückten Paarläufer der Zeit suggerieren möchten, dafür “viel zu klein“[sind]. „, wäre ich daran interessiert, die zu lesen. Momentan sieht es so aus, als könnten sich die beiden Zeit-Redakteure auf ein Zitat des Leiters der Cloud-Experiments stützen, während Herr Leistenschneider eine seiner Thesen in den Raum stellt, ohne die irgendwie zu untermauern.

  12. Man sollte die Herren Becker, Foischer, Müller und Konsotium nicht so ernst nehmen. Sie müssen auch Ihr Geld verdienen (ob verdienen das richtige Wort ist?). Sie werden immer unruhiger was Ihr Lebensplanung betrifft, weil Ihre „Branche“ nicht zukunfstfähig ist.

    Also lassen Sie weiter reden, die Armen!.

    MfG
    M. Craciun-Melder

  13. Herr Müller- Gottseidank, wenn wir Sie nicht hätten, wäre uns dieser Fauxpas überhaupt nicht aufgefallen. Vielen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz im Dienste der gerechten Sache.

    Machen Sie weiter so unbedingt und unerbittlich im Dienste der richtigen Seite.

    Ich lese gleich nochmal den Artikel, vermutlich will uns Herr Leistenschneider noch an anderer Stelle übers Ohr hauen und uns Bären aufbinden…

    Bevor jetzt da die Richtigen was falsch verstehen –

    Ironie Ende!

  14. „Bekanntlich entwickelt der Mensch sich durch sein Wissen und seine Kenntnisse weiter. “

    Wohl war, der eine schneller, der andere langsamer, manche nie. Und es soll sogar welche geben, die meinen, sie hätten die Wahrheit schon immer bei sich selbst gefunden und hätten es nicht mehr nötig, in Lehrbüchern nachzuschlagen und wissenschaftliche Veröffentlichungen zu lesen, um sich weiterzubilden. Denen reichen heimelige Internetforen und Konferenzen, um sich selbst zu bestätigen, dass ihre Meinung „ausgereift“ ist und andere entweder irren oder lügen.

  15. Glückwunsch zu dem satirischen Bericht. Leider ist die Zeit da keine Ausnahme, genug Nachgeplappere von Klimaerwärmungsanhängern infolge CO2 findet sich ja in fast allen Zeitungen, da sie meistens irgendwo „abschreiben“. Die im Vergleich zum Inland etwa doppelt so teuren Windanlagen in der Nord- und Ostsee, wenn sich überhaupt noch Finanziers finden, werden die 18% Jahresanlagennutzung im Inland nur unwesentlich
    übertreffen und sich damit nicht rechnen, außer für die Banken.
    Wie heißt es so schön? Die Sonne bringt es an den Tag. Sie bestimmt unser Klima zu vermutlich über 90%. Und der Tag der Wahrheit rückt immer näher, aber vermutlich wird das in Deutschland im Vergleich zu Nordamerika einige Jahre später passieren, wie bei allen anderen Erkenntnissen auch.

  16. „Wer sich in die Welt der Wissenschaft begibt, der sollte zumindest, auch wenn er dazu offensichtlich nicht in der Lage ist, deren Inhalte nachzuvollziehen und damit zu verstehen, die Autoren richtig schreiben können. … Der Astrophysiker, den die Paarläufer der Zeit bemühen, heißt Svensmark und nicht „Svendsmark“. …
    was im Januar 2012 das Max Institut für Meteorologie (MPI) für El Niño/La Niña bestätigte“

    Bei Svensmark muss ich auch immer einen Augenblick überlegen, aber bei einem Max-Planck-Institut? Das war wohl ein klassisches Eigentor, Herr Leistenschneider … Soviel Zeit, Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) zu schreiben, sollte schon sein, wenn man Kritik an der Rechtschreibung anderer übt …
    (In dem referenzierten Spiegel-Artikel ist übrigens nichts davon zu lesen, „dass die Temperaturen in den letzten 30 Jahren allein von der Sonne gesteuert werden“)

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