Vergangen oder aktuell? Der SPIEGEL warnte 1974 und 1977 vor einer drohenden Kaltzeitkatastrophe

Eiszeit oder Warmzeit kommt ? Bild Ruth Rudolph /pixelio.de

Das IPCC und die ihm zuarbeitenden Klimaforscher werden nicht müde zu berichten, anthropogenes CO2 habe im 20. Jahrhundert zu einer bedrohlichen globalen Erwärmung geführt. Von sehr hohen Wahrscheinlichkeiten ist die Rede, kein Zweifel sei mehr möglich. Wirklich? Die heute schon rd. 1000 Fachveröffentlichungen, die diese Katastrophensicht an Hand gegenteiliger Ergebnisse nicht teilen, werden von den Medien ignoriert (hier) , auch die zahlreichen Petitionen und Manifeste von Fachwissenschaftlern, die sich gegen den vorschnellen Schuldspruch gegen das menschgemachte CO2 wandten und immer noch wenden (hier) .

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So ist es erheiternd – schließlich ist momentan Narrenzeit – zwei ehemalige Berichte des SPIEGEL über eine drohende globale Abkühlungskatastrophe zu lesen. Sie sind im Internet abgreifbar hier und hier. Man genieße diese Artikel, auf die uns unser Leser Winfried Klein aufmerksam machte.

Aber: ist nicht schließlich die Wissenschaft heute viel weiter als vor 40 Jahren? Schaut man sich den Zustand der aktuellen Klimaforschung an, die inzwischen bekanntlich das platte Gegenteil der damaligen Abkühlungsbefürchtungen vertritt, entstehen Zweifel. Die im Folgenden skizzierten beiden Hauptmerkmale der modernen Klimaforschung – Zyniker sprechen von „postmoderner Forschung“ – sprechen für sich.

An erster Stelle ist eine bereits als grenzenlos zu bezeichnende Modellhörigkeit zu nennen. Ist diese ein Akt der Verzweiflung, weil der unsere Atmosphäre erwärmende Einfluss des anthropogenen CO2 nicht direkt messbar ist? Erwärmung durch zunehmendes CO2 muss es zwar aus guten physikalischen Gründen geben (auch Dr. Link zusammen mit dem Autor haben hierüber publiziert), aber insbesondere in Temperaturreihen der Atmosphäre ist dieser zu schwache Effekt bis heute partout nicht aufzufinden.

Dieser für die Katastrophenanhänger höchst ärgerliche Sachverhalt, den man zwar den Medien, nicht aber den Fachleuten vorenthalten kann, wird in der Fachliteratur als das „attribution and detection problem“ bezeichnet – eine Formulierung, die für sich spricht. Auch der Autor, zusammen mit Dr. Link und Prof. Ewert haben sich an diesem „Attribution und Detection-Problem“ versucht, aber außer einem relativ schwachen, unnatürlichen Erwärmungstrend unbekannter Ursache keine „smoking gun“ auffinden können.

Für Wissenschaftler sind solche „Negativergebnisse“ Normalität, für die berichtende Presse aber unbefriedigend. Doch zurück zu den Klimamodellen. Sie sind zweifellos wertvolle Hilfsmittel für Detailfragen. Man tut ihnen indes Unrecht, mehr zu verlangen. Sie können weder die großen dekadalen Oszillationen, noch den El Nino vorhersagen, sie können ohne massive Korrekturen die Klimavergangenheit nicht beschreiben und sie wissen nichts über den Feedback-Faktor. Auf solchen Modellen und Vorhersagen „erster und zweiter Art“ beruht also das so viele Menschen ängstigende Drohgebäude einer gefährlichen globalen Erwärmung. Zweifellos gibt es konkretere Gefahren für die Menschheit!

An zweiter Stelle endlich ist der desaströse Zustand der heutigen Klimaforschung zu nennen. Von einer objektiven Geisteshaltung, sachlichen Beurteilung oder gar fairen wissenschaftlichen Diskussion ist sie inzwischen meilenweit weit entfernt. Die Szene ist vielmehr dominiert von Advocacy-Klimatologen, die grob gegen die wissenschaftliche Ethik und das Ockham-Prinzip verstoßen. Über den Skandal der durchgesickerten CRU-Mails wurde vielfach berichtet. Offiziell gab es bislang nur „Freisprüche“, was sich aber noch ändern kann, denn der Fundus an belastendem Material scheint noch nicht ausgeschöpft. Wir wollen auf diese unerfreulichen Vorgänge hier nicht weiter eingehen. Entscheidend ist, dass einflussreiche Forscher eine von der Politik offenbar gewünschte Linie in einer Weise unterstützen, die mit wertfreier Forschung nichts mehr gemein hat. Neben offensichtlichen Betrügern gibt es noch die Advocacy-Forscher, die konsequent das Ockham-Prinzip ignorieren. Dieses für die moderne Naturwissenschaft wichtigste Paradigma besagt, dass zur Erklärung eines Naturphänomens zuerst einmal die bekannten Gesetzmäßigkeiten heranzuziehen sind, bevor man eine (unnötige) neue Theorie aufstellt oder ein fragwürdiges Modell verwendet.

Zwei stellvertretende Beispiele: Die Eisbohrkern-Analysen der Vostok-Station in der Antarktis zeigen einen engen Zusammenhang zwischen globalen Mitteltemperaturen und CO2-Konzentrationen. Hat daher in der Vergangenheit das CO2 die Globaltemperaturen gesteuert? Bei besserer Zeitauflösung der Reihe klärt sich das Rätsel: die CO2-Konzentrationen hinken den Temperaturen grob um 1000 Jahre hinterher (hier und hier). Dem Prinzip von Ockham fogend findet man: Bei zunehmender Erwärmung wird aus den Weltmeeren mehr CO2 ausgegast, und da ein Weltmeer grob 1000 Jahre braucht, um sich vollständig umzuwälzen – ist der Nachhinken-Effekt bestens erklärt. Nicht für die wissenschaftlichen Anhänger der CO2-Katastrophe! Hier werden verwickelte Rückkoppelungs-Klimmzüge gemacht, um in umgekehrter Richtung einen maßgebenden CO2-Einfluss zu „retten“. Da dies im beschriebenen Fall kaum möglich ist, ignoriert man schließlich das einfachste Argument.

Ein weiteres Anschauungsbeispiel bot sich dem Autor kürzlich beim Autoradio hören. Eine Reporterin berichtete sichtlich besorgt, dass infolge des Klimawandels die Starkregenfälle in Deutschland zunehmen würden. Ein bekanntes deutsches Klimainstitut (leider ist der Name des Instituts beim Autofahren untergegangen, der Autor meint das AWI oder das Kieler Institut gehört zu haben) hätte es zweifelsfrei an Hand von Modellrechnungen belegt. Das besagte Institut erarbeite nunmehr an Hand seiner Modelle Szenarien und Schutzmaßnahmen gegen Überschwemmungsereignisse an deutschen Flüssen, Schutzmaßnahmen gegen Überschwemmungen sind immer gut, den Kollegen sei dieses Zubrot gegönnt. Ist aber auch die wissenschaftliche Begründung gut? Der Laie als Hörer ist vielleicht beeindruckt, auch der Fachmann?

Immerhin belegt inzwischen sogar das IPCC in seinem jüngsten Extremwetterbericht von 2011 keine Extremwetteränderungen, die über die bisher als natürlich beobachtete Variabilität hinausgehen. Nur – schon wieder Modelle! – in fernerer Zukunft gäbe es eine vermutete Zunahme, es wird die Jahreszahl 2100 genannt. Lassen wir diese unrealistischen Modellspielereien jetzt besser beiseite!

Es gibt aber auch von kompetenter Stelle Entwarnung. Die Persistenzanalyse von Niederschlagsreihen zeigt für weltweit alle Messungen, dass diese Reihen „kein Gedächtnis“ haben. Im Klartext: Ihr Auftreten und ihre Heftigkeit ist zufällig. Gäbe es im 20. Jahrhundert infolge irgendeines anthropogenen Effekts eine Veränderung dieses Zustands, hätte man es in den unzähligen Autokorrelationsanalyse von Niederschlagsreihen sehen müssen. Nichts! Die Wissenschaftler des hier in Rede stehenden Instituts haben in ihrer Modellbegeisterung diese grundlegende Arbeit übersehen, EIKE leistet daher Hilfestellung. Auf S. 83 der grundlegenden Arbeit von Kantelhardt findet sich das zugehörige Kapitel über die Autokorrelation von Niederschlagsreihen.

Die modellhörigen Forscher hätten sich aber auch nur in der Vergangenheit kundig zu machen brauchen. Aus der mittelalterlichen Warmzeit sind keine ungewöhnlichen Niederschlagsereignisse tradiert. Im Gegenteil: in den heissen Sommers dieser Zeit waren Rhein und Donau fast ausgetrocknet. So konnte die  Regensburger Steinbrücke in der trockenen Donau gebaut werden und zu Köln überquerten die Leute zu Fuss den Rhein. Es wäre daher interessant zu erfahren, was die modernen Modelle zu den damaligen Zuständen sagen.

Für den an Details weniger interessierten Leser zum Abschluss eine Zusammenfassung:

Der Unterschied zwischen CO2 als katastrophaler Gefahr oder einem für das Pflanzenwachstum wünschenswerten Naturgas der Photosynthese, dessen geringfügige anthropogene Erwärmungswirkung für die Menschheit erwünscht ist, liegt ausschließlich in fragwürdige Klimamodellen. Nur wenn man diesen glaubt, sind kostspielige Vermeidungsmaßnahmen erforderlich, deren Kosten dann dem wirklichen Naturschutz verloren sind. Politik und die sie unterstützenden Advocacy-Wissenschaftler sind für eine Entscheidung keine Hilfe. So wurde von einem wissenschaftlichen Institut, dem Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ein 2 °C Ziel „erfunden“, das die Fachliteratur nicht kennt und ausschließlich politischer Natur ist. Der Direktor dieses Instituts (Prof. Schellnhuber) gibt Zeitungsinterviews, die mit den Resultaten seiner wissenschaftlichen Veröffentlichungen – um es vorsichtig auszudrücken – nur schwer in Zusammenhang zu bringen sind (im summary der Arbeit nachzulesen). Statt den Messungen und der Klimahistorie Priorität einzuräumen, greift man zu fragwürdigen Modellen, die ihre Zuverlässigkeitsnachweis bislang schuldig geblieben sind.

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke

EIKE-Pressesprecher

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29 Kommentare

  1. Dr.rer.nat.S.Hader
    sagt:am Donnerstag, 02.02.2012, 09:53 zu Rainer Manz:ich darf mal ein Kinderlied zitieren: „Wer wie was, der die das, wieso weshalb warum, wer nicht fragt bleibt dumm!“ ;o)

    Was möchte uns Dr.rer.nat.S.Hader damit sagen?

    Ich befürchte, wieder einmal nichts.

    MfG

    P.Große

  2. Sehr geehrter Herr Dr. Paul #23

    „#3: S.Hader, soviel kann man jedenfalls aus der „Erdgeschichte“ ablesen, dass der Wieder-Absturz in die Eiszeit immer aus den höchsten CO2-Werten erfolgte.“

    erfreulich, dass ich doch mal wieder mit Ihnen übereinstimme – und ich möchte noch ergänzen: Nach einer die Warmzeit abschließenden kurzen Temperaturspitze!

    Bitte ganz normal darüber nachdenken 🙂

    Ja, und ich erinnere mich, das auch in einem der interessantesten Vorträge vom Münchner EIKE-Kongress hervorgehoben wurde.

    Viele Grüße
    Michael Klink

    Mir ist es warm übrigens lieber warm als kalt – in dem Zusammenhang – noch steigt der Wärmeinhalt der Ozeane – und bemerkenswerter Weise in 0-2000m Tiefe stärker als in 0-700m(!)

  3. #24 S.Hader

    „Hallo Herr Olzem, wenn es dazu eine geschaffene Wissenschaftlergruppe beim CIA gab, entnehme ich dem mal, dass es keine Mainstream-Ansicht in der damaligen Forschergemeinde war.“

    Genau wie das eigens zum Nachweis des AGW geschaffene IPCC. Ist ja auch keine Mainstream-Ansicht in der heutigen Forschergemeinde.

  4. Hallo Herr Olzem, wenn es dazu eine geschaffene Wissenschaftlergruppe beim CIA gab, entnehme ich dem mal, dass es keine Mainstream-Ansicht in der damaligen Forschergemeinde war.

    @Rainer Manz, ich darf mal ein Kinderlied zitieren: „Wer wie was, der die das, wieso weshalb warum, wer nicht fragt bleibt dumm!“ ;o)

    In diesem Sinne
    S.Hader

  5. #3: S.Hader, soviel kann man jedenfalls aus der „Erdgeschichte“ ablesen, dass der Wieder-Absturz in die Eiszeit immer aus den höchsten CO2-Werten erfolgte.

    Bitte ganz normal darüber nachdenken 🙂

  6. Am 13.05.1980 (!) konnte man in der WAZ lesen:

    „Die Experten vertreten dazu die Ansicht, dass die schädlichen Auswirkungen des Kohlendioxids auf das Klima keine Aufschiebung der Expansionspläne für die Kohleproduktion und den Gebrauch rechtfertigen.“

    Die „Experten“ einer damals veröffentlichten Studie waren damals insgesamt „80 Experten“ unter Leitung eines Professor Wilson vom Massachusetts Institute of Technology.

    Mich interessiert nachwievor die Antwort auf die Frage, ob man damals (1980) mit „schädlichen Auswirkungen“ eine „Abkühlung“ oder „Erwärmung“ durch CO2 meinte.

  7. Zu Ketterer 13′ eine vom Artikelthema abschweifende etwas längere Antwort:

    Ach, ich verfolge nicht jeden Ihrer Kommentare und
    Dispute mit Forenkollegen, auch weil nicht jeder Artikel mein Interesse hervorruft. Das erschwert eindeutig eine Bewertung Ihrer Mythen.

    Einen haben Sie in Ihrem Kommentar 8 übrigens selbst präsentiert.

    Eine Frage kann Mann oder Frau beantworten oder es sein lassen. Aber eine Frage muss auch keine Frage sein sondern kann das bedeuten was Sie vielleicht mit Ihrer Gegenfrage bezwecken wollen.

    Machen wir es schlichter – manchmal will eine gestellte Frage nur zum Nachdenken anregen ohne das darauf dem Fragestellenden geantwortet werden muss.

    Die Art und Weise Ihrer Reaktion habe ich übrigens so ähnlich erwartet, bestätigt sich so das Bild das ich von Ihnen gewonnen habe. Vielen Dank.

    Jeder hier Schreibende hinterlässt mit seinem Stil, seiner Art und Weise, seiner Reaktionsweise bei den anderen ein inneres Bild über den Schreiber. Das kann bei persönlichen und näheren Kennenlernen bestätigt oder erstaunt oder erschreckend verworfen werden. Das ist ein völlig normaler Vorgang menschlicher Kommunikation.

    Beispiel zum Schluss – Ihr „Nennen Sie mir einen Mythos…“ erinnert mich z.B. irgendwie an Lehrer und ein ständig im Abwehrkampf Befindlicher. Das kann muss aber nicht so sein. Ist einfach mein ganz persönlicher Eindruck.

    P.S.
    Mann oder Frau – da bitte ich um Nachsicht anhand Ihres Nachnamens erschließt sich mir das nicht und ich kann den Forenkollegen glauben wenn diese Frau Ketterer schreiben, ich kann es aber handhaben wie es für mich richtig ist. Und wenn Sie sich da nicht outen ist es für Sie richtig wie es ist.

    Ende.

    Widmen wir uns nun wieder den Themen die uns beschäftigen.

  8. Man weiß ja, dass „Mann beißt Hund“ für die Medien interessanter ist als der umgekehrte Fall. Ich verhehle nicht eine gewisse Schadenfreude, dass der SPIEGEL damit aus heutiger Sicht kräftig auf die Nase gefallen ist.

    Noch tollkühner ist es, mit den heutigen Erkenntnissen Abkühlungsprognosen zu wagen. Und da fällt mir Vahrenholt (siehe ZEIT), die Daily Mail vor wenigen Tagen oder z.B. Easterbrook, über den wir auch hier lesen durften. Wir werden in 10-20 Jahren ebenfalls darüber lachen, ich beginne schon jetzt damit.

  9. #3 Hader
    #8,15 Ketterer

    Die Eiszeittheorie wurde damals nicht nur von einer kleinen Anzahl von Wissenschaftlern und von den Medien verbreitet, sondern es gab eine eigens dazu geschaffene Wissenschaftlergruppe des CIA. Weiterhin vertraten beispielsweise der amerikanische Chemiker und Nobelpreisträger Linus Pauling, Nigel Calder, der Klimatologe Prof. R. A. Bryson von der Wisconsin-Universität, der Klimatologe George J. Kukla von der Columbia University Abt. Satelliten-Wetterdaten, Murray Mitchell, Chefklimatologe der nordamerikanischen Environmental Sciences Services Administration und viele, viele andere die damalige Eiszeittheorie.

  10. 12: Andreas Demmig sagt:am Mittwoch, 01.02.2012, 12:36

    Herr Demming,

    Dieses Zitat aus dem Wlet-Artikel:
    „Anzumerken ist: Es gab damals auch Gegenstimmen, und seit Ende der 70er Jahre mehrten sich dann die Warnungen vor der Erwärmung “

    zeigt doch, dass der Autor an Mythen bastelt, da die sachliche Realität nicht so reizvoll wäre.
    Im AMS Artikle steht klar, dass es mehr als Gegenstimme waren: Wie „Warmisten“ waren nie in der Minderheit. auch nicht zu den Zeiten, als die Coolisten besser Chancen hatten an Fördermittel zu kommen.

  11. zu 3#

    Herr Hader warum denken Sie eigentlich nicht selbst?

    Sie suchen und suchen und suchen und finden doch nie Ihren heiligen Gral.

    Vielleicht sollten Sie woanders suchen und fragen, wenn Ihnen die vielen Antworten aus Artikeln, Kommentaren und Buchempfehlungsliste auf Ihre Fragen hier nicht reichen?

    Also, warum arbeiten sprich recherchieren Sie eigentlich nicht selbst auf Ihre Fragen?

  12. #6: Rainer Hoffmann sagt:am Mittwoch, 01.02.2012, 09:24
    //////////////////////

    Sehr geehrter Herr Hoffman,

    Sie haben bestimmt recht, dass die Medien in den 70er Jahren auf den Einzeitzug aufsprangen.
    Wie Sie hier aber bei der American Meteorological Society nachlesen können

    http://tinyurl.com/mythofcooling

    ist und bleibt es ein von Skeptikern gerne kolportierter Mythos, dass in den 70er Jahren eine Mehrheit der Weissenschaftler der Meinung waren, eine globale Abkühlungsphase stände unmittlebar bevor.

  13. Interessant ist ein Artikel in der aktuellen Ausgabe von Focus: „Schwenk zur Sonne: Umweltschutz-Vordenker Fritz Vahrenholt glaubt nicht mehr an die Klimaprognosen“. Lesenswert!

    Bin auf die Reaktionen gespannt.

    MfG
    M.Craciun-Melder

  14. zu#2
    Es ist wirklich sagenhaft, wo sich heute überall Nannies herumtreiben. Das Buch von Vahrenholt hat es schon vor dem Erscheinen bei Hofmann und Campe auf den Index der Gutmenschen geschafft.
    Damit haben sie auch Sarrazins Buch in die Bestsellerliste gebracht. Eigentlich ganz praktisch solche netten Helfer zu haben. Es sieht so aus als ob die CO-2-Fassade zusammenfällt.
    Michael Weber

  15. Modell: Großes Becherglas mit Mineralwasser und Säure-Indikator. Gasbrenner drunter. Sobald das Wasser sich umwälzt, Brenner aus. Das CO2 verschwindet mit Verzögerung. Eisbohrkernanalyse: CO2 folgt der Temperaturerhöhung nach 1000 Jahren. Wissen: Im Mittelalter gab es ein Prima Klima und es braucht 1000 Jahre für eine „Rundfahrt“ der Meeresströmungen. Messung: Meernahe Messstationen zeigen einen steileren CO2-Anstieg, als inländige. (Bestimmt nicht, weil wir so viele Fabriken in denn Meeren haben!) Logik: Fällt aus, wegen antropogenen Klimawandels.

  16. Sehr geehrter Herr Prof.Lüdecke,

    ihm Rahmen dieses Threads würde ich gerne zwei Fragen aufwerfen. Zum einen wäre die Frage zu stellen, ob die oben genannten Artikel von 1974 und 1977 den „Mainstream“ der damaligen Forschung wiedergegeben haben, oder ob es sich um eine These handelte, die eher von einer Gruppe von Forschern wiedergegeben wurde? Oder ging es gar in den Berichten viel mehr um die Ursachen von wiederkehrenden Eiszeiten in der Erdgeschichte? Letzteres würde man eher vermuten, wenn man die Artikel überfliegt (insbesondere den 77er). Aber die Frage können vermutlich Wissenschaftshistoriker am besten beantworten.

    Die andere Frage betrifft die kausalen Zusammenhänge zwischen CO2-Gehalt der Atmosphäre und den Globaltemperaturen. Sie haben darauf hingewiesen, dass der CO2-Gehalt Jahrhunderte später nach der Erwärmung anstieg. An anderer Stelle weisen Sie auf die Aussagen Ihrer Erklärungen hin, nachdem rechnerisch ermittelt eine Verdoppelung des CO2-Gehalts ein Erwärmung von 1,1°C ergibt. Dann sagen Sie auch, es würde sich um verwickelte Rückkoppelungs-Klimmzüge handeln, wenn man den Einfluss in umgekehrter Richtung ebenfalls beachtet. Warum? Ist es nicht die logische Folge beider Aussagen? Einmal die vermehrte Ausgasung der Weltmeere durch dessen Temperaturerhöhung und zum anderen die CO2-Sensitivität auf die Temperaturen. Das beide Kausalitäten bestehen, wird ja von Ihnen nicht angezweifelt, Streitpunkt ist doch eher die Quantität dieses Effekts, oder?

    MfG
    S.Hader

    P.S.: Wenn ich noch eine dritte Frage aufwerfen darf, die ich recht spannend finde, durch welche Vorgänge in der Erdgeschichte war es möglich, relativ kurzfristig den CO2-Gehalt in der Atmosphäre zu erhöhen? Nach dem bisherigen Ausführungen ist das Ausgasen der Weltmeere nach dessen Erwärmung zu nennen. Gab es noch weitere solcher Effekte?

  17. Prof. Dr. Fritz Vahrenholt sollte am 8.02.2012 an der Universität Osnabrück einen Vortrag zum Thema „Optionen für die zukünftige Energieversorgung Deutschlands“ halten. er änderte dieses Thema jedoch ab. Jetzt hieß es „Die Klimakatastrophe findet nicht statt“. Davon waren die Veranstalter nicht erbaut und sagten den Vortrag ab, weil ohne Gegenrede von kompetenter Seite dies der Zuhörerschaft nicht zuzumuten sei.
    Wie oft werden wir jedoch täglich von Alarmisten mit Horrormeldungen überfallen, ohne dass ein Moderator der Gegenseite dies ins rechte Licht rücken darf.
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/freigegeben_nur_in_begleitung_eines_politisch_korrekten_klimaforschers/

  18. Die beiden verlinkten Spiegel-Artikel müssten jede Woche auf´s neue veröffentlicht werden, dann wäre die (politisch motivierte) AGW-Hysterie nach einem halben Jahr mausetot!

    Gruß aus Südhessen

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