Der Siegeszug der Kernkraft beginnt erst!

KKW Saporischschja Ukraine

Die Überschrift mag zur Zeit – nach dem Unglück von Fukushima – provokant wirken, sie trifft aber nach wie vor zu, wenn eine weltweite Betrachtung vorgenommen wird – was der Zweck dieses Papiers ist. Auf Deutschland trifft der Begriff „Siegeszug der Kernkraft“ wahrlich nicht zu, aber ein Blick auf die übrigen Nationen – siehe unten – zeigt, daß es auf Deutschland in der Kernkraft schon lange nicht mehr ankommt und daß die Meinung der Deutschen zur Nukleartechnik international keine Rolle spielt..


Vorbemerkung I

Im Gegensatz zu Deutschland läuft im Rest der Welt weiterhin eine mächtige Aktivität zur Verstärkung und auch insbesondere zur erstmaligen Einführung dieser Technologie. Die Arbeitsgemeinschaft "Internationale Forum IV. Generation (GIF)" – siehe Vorbemerkung III – arbeitet gemeinsam an 7 neuen Reaktorkonzepten, die sämtlich eine noch weit erhöhte Sicherheit im Vergleich zu heutigen KWK bieten; teilweise auch eine „inhärente“ Sicherheit, also die physikalische Unmöglichkeit einer Kernschmelze.

Zahlreiche innovative Neuentwicklungen verbreiten das Anwendungsfeld der Nukleartechnik auf sämtliche Bereiche der Energieanwendung.  Zu erwähnen ist insbesondere die Entwicklung von Kleinreaktoren, die der Nukleartechnik sehr große neue Anwendungsfelder eröffnen (siehe Vorbemerkung IV).

Daß vor diesem Hintergrund von deutschen Politikern wiederholt von der Kernkraft als nur noch für kurze Zeit brauchbare „Brückentechnologie“ gesprochen wird, zeigt ihren Versuch, eine unwillkommene quantitativ und insbesondere qualitativ zunehmende internationale Entwicklung durch das Etikettieren mit abwertenden Begriffen als vorübergehende Erscheinung  darzustellen.

Die Regierungen der übrigen Nationen beachten das nicht, wie die folgenden Ausführungen zeigen.

Eine zusammenfassende Bilanz der weltweiten Aktivitäten:

(Da KKW aus einem oder mehreren Reaktorblöcken bestehen können, ist es sinnvoll, nur die Blöcke zu zählen. Da die Blockleistung bei neuen Anlagen oft 1.000 – 1.500 MW (Megawatt) erreicht, bedeuten neue Reaktorblöcke häufiger als früher neue leistungsstarke KKW mit nur einem Block.)

► Seit dem Jahre 2004, als 22 KKW-Blöcke im Bau waren, ist die Anzahl der im Bau befindlichen Projekte kontinuierlich gestiegen.

► Im Oktober 2011 waren in 31 Ländern insgesamt 432 Reaktoren mit einer Gesamtleistung von 369.000 MWel in Betrieb.

► 6 KKW haben 2010 den Betrieb neu aufgenommen.

► Mitte Oktober 2011 gab es 63 aktive Bauprojekte in 13 Ländern für KKW  (1. Beton gegossen bzw. in der Ausrüstung):

(Argentinien:1; Brasilien:1; Kanada:3; China:27; Finnland:1; Frankreich:1; Indien:6; ;Japan:2; Südkorea:5; Pakistan:1; Russland:10; Slowakische Republik:2;  Taiwan:2, USA:1).

► Bereits bestellt bzw. im fortgeschrittenen Planungsstadium waren in 20 Ländern 152 KKW-Blöcke (Genehmigung und Finanzierung bzw. größere Finanzierungszusagen liegen vor; erwartete Betriebsaufnahme in 8 – 10 Jahren).

►  Vorgeschlagen sind weitere 350 Blöcke, davon 120 in China, 40 in Indien, 30 in Russland, 27 in USA, 16 in Saudi-Arabien (erwartete Betriebsaufnahme in ca. 15 Jahren).

Hiermit wird ein weltweiter, detaillierter Überblick über diese Entwicklung – d.h. die Neubauprojekte und die konkreten Planungen –  präsentiert.

Die Fukushima-Katastrophe hat weltweit unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen, über die hier ebenfalls berichtet wird – siehe die fettgedruckten Passagen in den folgenden Länderberichten:

Australien, Chile, China, Deutschland, England, EU, Finnland, Frankreich, Indien, Italien, Japan, Korea, Polen, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakische Republik, Spanien, Tschechien, Türkei, USA, Venezuela, Weißrussland.

Daraus wird deutlich, daß es in keinem Land auch nur annähernd so extreme Reaktionen gab, wie in Deutschland. Offensichtlich setzen nahezu alle Länder ihre Kernkraftaktivitäten wie geplant fort, wobei Sicherheitsaspekte noch stärker ins Gewicht fallen als zuvor. Veränderungen in dieser Hinsicht planen die Schweiz und Japan (s.d.).

Unmittelbare Konsequenzen ergeben sich  für alle durch schwere Erdbeben gefährdete Nationen, insbesondere die auf dem sog. pazifischen Feuerring liegenden (Japan, Indonesien, Kalifornien, Chile) und ebenso für die Türkei. Wie das Tohoku-Erdbeben vom 11. März zeigte, sind die an erdbebengefährdeten Küsten liegenden existierenden KKW selbst gegen derart schwere Erschütterungen gut gerüstet, aber ob das auch in jedem Einzelfall für Tsunamis gilt, kann man  anzweifeln.

Vorbemerkung II

Die weltweite nukleare Renaissance erfolgt auf drei Wegen:

► Die überwiegend staatlich geleitete und finanzierte Fortführung des Nuklearanlagen-Baus in Ländern mit existierender Industrie, wie Frankreich, Finnland, Südkorea, China, Indien und Russland;

 Erneuerte Unterstützung der Kerntechnik in Ländern mit existierender Industrie, die aber keine Neubauten in den letzten Jahrzehnten sahen, wie insbesondere das Vereinigte Königreich und die USA;

 Eine Reihe potentieller Newcomer im Nuklearmarkt, wobei die substantiellste Gruppe aus diversen aufsteigenden Wirtschaftsnationen Asiens und des Mittleren Ostens besteht.

 Drei Länder hatten sich für die Beendigung der Nuklearenergie entschieden: Belgien, Deutschland  und Schweden. Schweden hat  seine Meinung geändert. In Belgien gab es inzwischen eine Laufzeitverlängerung für zwei KKW. Italien, das keine KKW besitzt, wollte ein Neubauprogramm beginnen. Nach dem Ergebnis eines kürzlich dazu durchgeführten Referendums wird das nicht erfolgen.

Doch in Osteuropa und Asien wurde der Aufbau neuer nuklearer Kapazitäten zu keinem Zeitpunkt gestoppt, im Gegenteil.

Die Situation in Japan ist vorübergehend unklar: Zunächst wird man bemüht sein, die vorhandenen unbeschädigten  KKW nach Sicherheitsüberprüfungen komplett wieder in Betrieb zu bringen, da der Strom dringend benötigt wird. Die Neubaupläne wird man vorübergehend auf Eis legen, aber später vermutlich – evtl. mit sicherheitstechnischen Modifikationen und Auflagen – wieder verfolgen, weil es nicht vorstellbar ist, daß Japan in großem Stil wieder Kohlekraftwerke baut.

Die Schweiz wird voraussichtlich in 2 – 3 Jahren eine Volksabstimmung zur Kernkraft haben.

Vorbemerkung III

Das "Internationale Forum IV. Generation (GIF)"

► Im Jahre 2001 unterzeichneten 13 Nationen das Gründungsdokument (die Charta):  Argentinien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Japan, Republik Korea, Republik Südafrika, Großbritannien, USA. Anschließend traten weitere Nationen dem GIF bei: Schweiz 2002; EURATOM 2003; VR China und Russland 2006.

► Die EU-Kommission benannte ihre Generaldirektion Joint Research Centre (JRC) als ihre Instanz für die Vertretung der EURATOM-Interessen in der GIF. Obwohl Deutschland Mitglied der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM ist, beteiligt es sich faktisch nicht an GIF-Reaktorentwicklungen. Deutsche

Kernforschungsinstitute erhalten keine staatlichen Mittel dafür; nur für Sicherheitsforschung, die aber ohne die unverzichtbare Beteiligung an neuen Reaktorentwicklungen auch bei aller Bemühung und Fachkompetenz kaum nennenswerte Beiträge liefern kann.

► Das Ziel des GIF: Identifizierung und Auswahl von 7 nuklearen Energiesystemen zu deren weiterer Entwicklung. Die auszuwählenden 7 Systeme bieten eine

Vielzahl von Reaktor-, Energieumwandlungs- und Brennstoffkreislauf-Technologien. Ihre Designs weisen thermische und schnelle Neutronenspektren auf, geschlossene und offene Brennstoffkreisläufe und eine größere Spannweite von Reaktorgrößen – von sehr klein bis sehr groß. Abhängig von ihrem einzelnen technischen Reifegrad erwartet man, dass die Systeme der IV. Generation im Zeitraum zwischen 2020 und 2030 und danach zur Anwendung kommen.

► Die von der GIF ausgewählten Systeme sind:

  • 1. Gasgekühlter Schneller Reaktor (GFR): 

  • mit schnellem Neutronenspektrum, einem mit Helium gekühlten Reaktor und geschlossenem Brennstoffkreislauf; Temperatur 850 Grad Celsius; Herstellung von Strom und Wasserstoff. Beteiligt: Japan, Frankreich, Euratom, Schweiz

  • 2. Hochtemperaturreaktor (VHTR):

  • Graphit-moderierter, Helium-gekühlter Reaktor mit offenem Einweg-Uran-Brennstoffkreislauf ; hoher Druck; Temperatur 900 – 1000 Grad C; dadurch            fähig zur thermochemischen Wasserstofferzeugung über einen zwischengeschalteten Wärmetauscher; vollständige passive Sicherheit.
  • Aufgabe: Strom und Wasserstoffherstellung.
  • Beteiligt: USA, Japan, Frankreich, Kanada, Korea, Schweiz, Euratom, China.

  • 3. Superkritischer wassergekühlter Reaktor (SCWR):

  • wassergekühlter Hochtemperatur- und Hochdruck-Reaktor, der oberhalb des thermodynamischen kritischen Punktes von Wasser arbeitet; sehr hoher Druck von 25 MPa; Neutronenspektrum thermisch bis schnell; :Temperatur 510 – 625 Grad C;
  • Aufgabe: Stromerzeugung.
  • Beteiligt: Euratom, Kanada, Japan, Korea als Beobachter

  • 4. Natriumgekühlter Schneller Reaktor (SFR): 

  • Schnelles Neutronenspektrum, Kühlung mit flüssigem Natrium, geschlossener Brennstoffkreislauf für das effiziente  Management von Aktiniden (Transurane) und für die Umwandlung von Natururan in Spaltmaterial; Druck nahe bei Atmosphärendruck; Temperatur 500 – 550 Grad C; 
  • Aufgabe:  Stromerzeugung.
  • Beteiligt: Japan, USA, Frankreich, Euratom, Korea, China, Russland als Beobachter

  • 5. Bleigekühlter Schneller Reaktor (LFR): 

  • Mit schnellem Neutronenspektrum und einer Kühlung mit flüssigem Blei oder einer flüssigen eutektischen Blei-Wismut-Mischung;  Temperatur 480 – 800 Grad C; Aufgabe: Erzeugung von Strom und Wasserstoff;
  • Beteiligt: Euratom und Japan (MoU in Verhandlung); USA und Russland als Beobachter

  • 6. Schneller Salzschmelze-Reaktor (MSFR): 

  • Umlaufende  geschmolzene Fluoridsalz-Brennstoff-Mischung;   geschlossener Brennstoffkreislauf mit  vollständigem Aktiniden-Recycling; niedriger Druck; passive Kühlung; Temperatur: 700 – 800 Grad C;
  • Aufgabe: Strom- und  Wasserstoffherstellung;
  • Beteiligt: Euratom, Frankreich und USA: MoU in Verhandlung; Russland als Beobachter.

  • 7. Hochtemperatur-Salzschmelze-Reaktor (AHTR): 

  • Thermisches (langsames) Neutronenspektrum; gleiche Grafitkernstruktur wie VHTR, jedoch Kühlmittel Fluoridsalze anstelle von Helium; offener Brennstoffkreislauf; passive Kühlung; Temperatur: 750 – 1000o C;
  • Aufgabe: Erzeugung von Wasserstoff.;

.

Bewertung des GIF: "Diese Systeme bieten signifikante Fortschritte in Nachhaltigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit, Schutz gegen Weiterverbreitung und in physikalischem Schutz."

Vorbemerkung IV

Miniatur-Kernkraftwerke – eine neue Klasse kompakter Strom-Wärme-Erzeuger

In der Kerntechnik wußte man schon lange, daß der Bau von wesentlich kleineren Reaktoren als die derzeit den Kraftwerkspark der Welt beherrschenden Typen ohne weiteres möglich ist. Forschungsreaktoren und Reaktoren für die Herstellung von medizinisch nutzbaren Isotopen gibt es schon lange. Einige Kleinreaktoren wurden auch in beachtlicher Stückzahl gebaut, allerdings überwiegend als Antriebs-Energiequelle in Atom-U-Booten und nur wenige in Handelsschiffen und Eisbrechern. Weitere dienten als Energiequellen für entlegene Standorte im hohen Norden.

Dies hat sich seit einiger Zeit grundlegend geändert: Jetzt werden Kleinreaktoren in enormer Vielfalt und in allen bekannten Reaktortechnologien entwickelt.

Mit Kleinanlagen sollen Versorgungslücken geschlossen und neue Anwendungen erschlossen werden. Ihre durchweg hohe Sicherheit, durch die ihre Akzeptanz bei der Bevölkerung erhöht werden kann, und ihre sehr oft unterirdische Bauweise    prädestiniert diese Systeme als stadtnahe Strom- und Fernwärmelieferanten. Weiterhin ist die Meerwasserentsalzung bei mehreren Kleinsystemen ein Anwendungszweck, ebenfalls die Wasserstoffproduktion. Auch könnte die Stromversorgung in Ländern mit wenig Infrastruktur und geringerer Bevölkerungsdichte dadurch bezahlbar werden. Die günstigen Kosten können durch die Komplett-Vorfertigung in der Fabrik mit ihren Preis- und Qualitätsvorteilen erzielt werden. Die Modularität erhöht die gesamte Anlagenverfügbarkeit und zugleich die Sicherheit.

Nukleare Kleintechnik bietet daher vor allem einen Weg für Entwicklungsländer, um eine Nuklearindustrie zu einem Bruchteil der Kosten und Risiken aufzubauen, die üblicherweise mit großen konventionellen Kernkraftwerken in Verbindung gebracht werden. Kleine Nuklearanlagen können die Energielösung für die Grundlastversorgung für viele Entwicklungsländer darstellen, die ansonsten auf fossile Brennstoffe angewiesen wären. Für alle Länder, die in gemäßigten oder kälteren Zonen liegen, kann diese Technik Gas und Heizöl ersetzen. Durch die Wasserstofferzeugung könnten chemische Treibstoffe mit Hilfe der Nukleartechnik hergestellt werden.

Diese Entwicklung bedeutet eine Ausweitung der Kernenergie-Anwendung in mehrere neue und bedeutende Energiemärkte, die kaum unterschätzt werden kann.

Eine Übersicht über die derzeit in der Entwicklung befindlichen Kleinsysteme mit elektrischen Leistungen bis 100 MW: 

Leichtwasser-Reaktoren

KLT-40S (Russland)

Als Nachfolger der schon länger in Eisbrechern eingesetzten KLT-40-Reaktoren entwickelte das russische Unternehmen OKBM den 35 MWe -Druckwasserreaktor KLT-40S. Er soll als schwimmendes Kraftwerk eingesetzt werden, das entlegene Hafenstädte mit Strom und Wärme versorgen kann.

Zur Sicherheitsauslegung gehören 5 Barrieren (Uranpellets, Brennstäbe, der Primärkreislauf, das Containment und der abgeschlossene Reaktorraum), die den Austritt von radioaktivem Material verhindern sollen. 

Die Konstruktion begann 2007, am 30.6.2010 fand in der baltischen Werft in St. Petersburg der Stapellauf des ersten schwimmfähigen Kernkraftwerks Akademik Lomonossow statt. Die Installation der zwei Reaktoren erfolgt 2011 und ebenfalls der erste Test, 2013 die Endabnahme.

Jeweils 2 dieser Reaktoranlagen werden auf einer 144 m langen Barke installiert.  

Als Option ist auch die Ausrüstung mit zwei Entsalzungsanlagen zur Trinkwasserherstellung  vorgesehen. Das schwimmende Heizkraftwerk  soll für eine 35 bis 40-jährige Betriebsdauer ausgelegt sein.

Erster Einsatz soll 2012 an der Halbinsel Kamtschatka zur Versorgung der Siedlung Viljuchinsk erfolgen. Russland bemüht sich stark um Exporte dieser Anlage nach Asien, Lateinamerika und Nordafrika.

mPower (USA)

Babcock & Wilcox (B&W) hat ein mPower genanntes Konzept für ein aus modular aufgebauten 125 MWe -Leichtwasser-Reaktorblöcken bestehendes Kraftwerk konzipiert.  Die Anlagen können mit 1 bis 10 Reaktor-Modulen bestückt werden. B&W bezeichnet diese Anlage als „Generation 3++“, womit auf den höheren Sicherheitsstandard hingewiesen werden soll.

Reaktor und Dampferzeuger sowie eine Lagermöglichkeit für abgebrannte Brennelemente bilden bei diesem Design eine in einem gemeinsamen Behälter befindliche Einheit. Dieses sog. Nuclear Steam Supply System NSSS befindet sich in einem unterirdischen Containment. Bei einem Brennelemente-Wechsel oder bei Reparaturarbeiten muß nur ein Modul heruntergefahren werden, während die übrigen weiter laufen.

Jedes Modul soll für eine Laufzeit von 60 Jahren ausgelegt sein, während ein Betriebszyklus 4,5 Jahre betragen soll.

Ein wesentlicher Vorteil dieses Konzepts sei die kostengünstige und qualitativ überlegene Komplettfertigung des NSSS in einer Fabrik, von der es zur Kraftwerksbaustelle transportiert und eingebaut werden kann.   Daher soll die Bauzeit für eine Anlage nur 3 Jahre betragen.

Betont werden die erweiterten Sicherheitsfunktionen der Reaktoren: Insbesondere passive Sicherheitssysteme, keine aktiven Kernkühlsysteme. Keine Notstromaggregate, sondern Batterieversorgung.

Erste Arbeiten in der Produktion sollen 2013 beginnen. B&W und Bechtel haben eine Gemeinschaftsentwicklung für das mPower-Konzept vereinbart.

B&W verfügt für den mPower bereits über Verträge mit drei Versorgern (TVA; First Energy; Oglethorp Power).

NuScale (USA)     

NuScale entwickelt ein Konzept für modular aufgebaute Leichtwasser-Reaktoren.

Eine NuScale-Anlage soll aus 12 Modulen bestehen und eine Leistung von 540 MWel liefern, wobei das Einzelmodul 45 MWel beisteuert. Der einzelne Reaktor-Druckbehälter, der die Abmessungen 14 m Länge und 3 m Durchmesser besitzt, befindet sich in einem separaten Containment von 18 m Länge und 4,5 m Durchmesser. Auch Dampferzeuger und Druckhalter befinden sich in dem Modul.

Für einen Brennelementwechsel muß nur ein Einzelmodul herunter gefahren werden. Es wird dann von den Speisewasser- und Dampfleitungen getrennt und mittels eines Krans in ein Wechselbecken befördert, wo der BE-Wechsel per Fernbedienung ausgeführt wird.

Zur Erhöhung der Sicherheit wurden verschiedene zusätzliche Barrieren eingeführt: Ein Containment-Pool, der die einzelnen Module umgibt, dann die Stahlbetonhülle des Pools, ein biologischer Schild und schließlich das Reaktorgebäude selbst. Das Notkühlsystem des Reaktors arbeitet passiv und bedarf keiner Stromversorgung.

Ferner sind alle kritischen Komponenten unterirdisch installiert – als Schutz gegen äußere Einwirkungen (Flugzeugabstürze etc.).

Wie beim Konzept mPower werden die Module in einer Fabrik komplett gefertigt und per Zug, LKW oder Schiff zur Baustelle gebracht.

SMART (Südkorea)

Das Korea Atomic Energy Research Institute KAERI arbeitet seit 1997 gleichfalls an einem modularen Kleinreaktorkonzept „System-Integrated Modular Advanced Reactor (SMART)“. Es handelt sich um einen Druckwasserreaktor, der für  Stromerzeugung, Meerwasserentsalzung und Fernwärmeversorgung eingesetzt werden soll.

Sein integraler Aufbau bedeutet, daß alle Primärkomponenten wie der Reaktorkern, der Dampferzeuger, die Kühlpumpen und Druckhalter in einem Behälter untergebracht sind. Die Leistung beträgt über 330 MWt und 100 MWe ; die Anlage ist auf eine 60-jährige Betriebsdauer ausgelegt.

Neben einer Vielzahl von Sicherheitssystemen stellt die passive Ableitung der Restwärme  eine Neuerung dar.

KAERI ist eine Partnerschaft mit dem KEPCO-Konsortium (siehe Korea) eingegangen. Die Designarbeit soll Ende 2011 abgeschlossen werden.

CAREM (Argentinien)

Ein modularer 27 MWe Druckwasserreaktor mit integriertem Dampferzeuger. Für Stromerzeugung oder Wasserentsalzung. Das primäre Kühlsystem ist innerhalb des Druckbehälters untergebracht. Das Kühlsystem basiert allein auf Wärmeableitung. Jährliche Brennstoff-Nachfüllung. Fortgeschrittene Entwicklung; in ca. 10 Jahren Einsatz in der NW-Provinz Formosa.

VKT-12 (Russland)

Der VKT-12 ist ein kleiner transportabler 12 MWe Siedewasserreaktor (BWR), der dem   VK-50 – BWR-Prototyp in Dimitrowgrad ähnelt. Ein Kreislauf, Keramik-Metall-Kern. Brennstoffwechsel alle 10 Jahre. Reaktorbehälter 2,4 m Innendurchmesser,

Höhe 4,9 m.

ABV (Russland)

Ein in Entwicklung befindlicher kleiner Druckwasserreaktor von OKBM Afrikantow ist der ABV mit einem Leistungsspektrum von 45 MWt  (ABV-6M) bis herunter zu 18 MWt  (ABV-3), somit 18 – 4 MWe. Die Einheiten haben einen integrierten Dampfgenerator. Sie werden in einer Fabrik für die Montage auf festem Grund oder auf einem Lastkahn    produziert .  Brennstoffwechsel-Intervall ist ca. 8-10 Jahre; Betriebsdauer ca. 50 Jahre.

NHR-200 (China)

Der Nuclear Heating Reactor (Nuklearer Heizreaktor) NHR-200, entwickelt vom Institute of Nuclear and New Energy Technology der Tsinghua Universität, ist ein einfacher

200 MWth Druckwasserreaktor für die Fernheizung oder Wasserentsalzung. Er basiert auf dem NHR-5. Im Jahre 2008 stimmte die Regierung dem Bau einer sog. Multi-Effekt-Entsalzungsanlage (MED) mit dem NHR—200 auf der Halbinsel Shandong zu.

Holtec HI-SMUR (USA)

Holtec International gründete im Februar 2011 eine Tochter – SMR LLC – um ein 140 MWe  – Reaktorkonzept „Holtec Inherently Safe Modular Underground Reactor – HI-SMUR 140“) kommerziell zu verwerten. Es ist ein Druckwasserreaktor mit externem Dampfgenerator. Er besitzt völlige passive Kühlung sowohl im Betrieb als auch nach Abschaltung. Das gesamte Reaktorsystem soll unterirdisch installiert werden. Holtec will den Antrag für die Design-Zertifizierung durch das NRC gegen Ende 2012 einreichen. Die Shaw-Gruppe leistet Engineering-Unterstützung.

TRIGA (USA)

Das TRIGA Power System ist ein Druckwasserreaktor, dessen Konzept auf General Atomics bewährtem Forschungsreaktor-Design beruht. Es ist ein 64 MWth , 16,4 MWe  System, das bei relativ niedriger Temperatur arbeitet. Das Sekundärkühlmittel ist Perfluorkohlenstoff. Der Brennstoff ist Uran-Zirkon-Hydrid. Verbrauchter Brennstoff wird im Reaktorbehälter gespeichert.

Schnelle Salzschmelze-Reaktoren

FUJI (Japan)

Dieses maßgeblich von dem japanischen Wissenschaftler Dr. Kazuo Furukawa begleitete Reaktorkonzept gehört im Grunde bereits zur IV. Generation (Nr.6 in Vorbemerkung III) der Flüssigsalz-Reaktoren (MSR). Mit diesem Konzept beschäftigt sich ein internationales Konsortium aus Japan, Russland und den USA.

Der FUJI ist ein kleiner Brutreaktor mit eigenem Brennstoffkreislauf.

Als Vorstufe soll eine kleinere Version – der miniFUJI – gebaut werden, der eine Größe von nur 1,8 m Durchmesser und 2,1 m Höhe aufweisen und dabei jedoch die respektable Leistung von 7 bis 10 MWel erreichen soll. Nach mehrjähriger Erprobung soll dann der FUJI gebaut werden, der mit 5,4 m Durchmesser und 4 m Höhe eine Leistung von 100 bis 300 MWel erreichen könnte.

Das Prinzip: Grafitmoderierung; keine Metallteile im Inneren des Reaktors, das Flüssigsalz ist nicht brennbar (im Gegensatz zum Natrium-gekühlten Brutreaktor) und chemisch inaktiv.  Der Reaktor wird passiv gekühlt und der Brennstoff kann jederzeit durch Schwerkraft, also ohne Pumpen etc., aus dem Reaktor entfernt werden. Dabei gelangt der Brennstoff in einen Entladetank, der von einem passiven Kühlsystem umschlossen wird. Ein System aus Schutzbarrieren soll den FUJI umgeben.

Auch soll das sehr gut verfügbare Thorium (etwa 10-fach größere Vorräte als Uran vorhanden) als Brennstoff mitgenutzt werden.

Am 18.6.2010 wurde in Tokio die International Thorium Energy & Molten-Salt Technology Inc. (IThEMS) gegründet, die innerhalb von 5 Jahren den ersten Thorium-MSR miniFUJI bauen will.

Zu den Vorteilen gehört insbesondere die praktische Unmöglichkeit einer Kernschmelze und/oder einer Freisetzung großer Mengen an radioaktiven Substanzen.  Auch existiere eine weitgehende Verringerung der terroristischen Bedrohung, da kaum waffenfähiges Plutonium im Reaktor erzeugt wird.

Eine wichtige zusätzliche Eigenschaft, die prinzipiell alle schnellen Brutreaktoren und damit auch der FUJI aufweisen, ist die Verbrennung (Spaltung) von langlebigen radioaktiven Abfällen aus Leichtwasser-Reaktoren der II. und III. Generation, die dem FUJI als Brennstoff dienen können – wodurch Spaltprodukte mit einer mittleren Halbwertszeit von nur ca. 100 Jahren als Abfall übrig bleiben.

Flüssigmetall-gekühlte schnelle Reaktoren

HPM (USA)

Die Hyperion Power Generation Inc. in Santa Fe baut einen Minireaktor „Hyperion Power Module, HPM“  mit einer Leistung von 25 MW (elektrisch) und 75 MW (thermisch).

Es handelt sich um einen bleigekühlten Schnellen Reaktor (LFR)  mit  Kühlung durch eine flüssigen eutektischen Blei-Wismut-Mischung. Eine Version dieses Reaktortyps fuhr jahrelang in der russischen Alpha-U-Boot-Klasse als Antriebsquelle, aber Hyperions HPM-Design hat einen anderen Ursprung: Das Los Alamos National Laboratory (LANL) hat das Konzept entwickelt und es steht nach wie vor als „brain trust“ hinter dieser Entwicklung. Hyperion ist ein „spin-off“ des LANL zum Bau und zur Vermarktung des Typs.

Der HPM weist ein geschlossenes Brennstoffsystem auf. Der kleine Reaktor – mit den Abmessungen 1,5 m Durchmesser, 2,5 m Höhe – wird vollständig in einer Fabrik hergestellt und dann per Bahn, LKW oder Schiff zum Einsatzort gebracht. Der enthaltene Brennstoffvorrat reicht für einen 10-jährigen Betrieb, nach dem der Reaktor zur Fabrik zurück gebracht und dort mit neuem Brennstoff versehen wird. Die gesamte Anlage ist kleiner als ein Acre (4047 m2) und wird unterirdisch eingebaut.

Hyperion hat mit dem Savannah River National Laboratory SRNL, das dem Energieministerium DOE gehört, ein Abkommen zur Errichtung des HPM auf dem SRNL-Gelände abgeschlossen.

Das Unternehmen hat eine weitere Anwendung im Blick: Schiffsantriebe. Ein Konsortium der Strategic Research Group von Lloyd´s Register, Hyperion Inc., dem britischen Entwickler BMT Nigel Gee und dem griechischen Schiffsbetreiber Enterprises Shipping and Trading SA will den HPM als Antrieb großer Schiffe, speziell Großtanker, voranbringen. Man denkt an Kleinreaktoren mit über 68 MW (das hieße 2-3 HPM) als „plug-in“ Nuklear-“Batterien“.

Lloyd´s R. Sadler: „…wir werden nukleare Schiffe auf bestimmten Handelsrouten früher sehen, als viele derzeit annehmen.“

Am 9.12.2010 hat Hyperion der NRC die erste formelle Präsentation des HPM vorgestellt und damit den ersten Schritt zur Lizensierung des Designs getan.

Die Finanzierung erfolgt durch die Risikokapital-Firma Altira, Denver.

SSTAR (Japan)

Dieser bleigekühlte schnelle Reaktor wird von Toshiba u.a. entwickelt. Er wird bei

566o C betrieben, besitzt einen integrierten Dampferzeuger und soll unterirdisch installiert werden. Wirkungsgrad 44%. Nach 20 Betriebsjahren ohne neuen Brennstoff wird der komplette Reaktor zum Brennstoff-Recycling abgeholt. Der Kern ist 1 m hoch und hat 1,2 m Durchmesser (20 MWe –Version).

SVBR-100 (Russland)

Der Blei-Wismut-gekühlte Schnelle Reaktor SVBR mit 75-100 MWe und

400 – 495 oC wurde von Gidropress entwickelt. Bei seinem integrierten Design sitzt der Dampfgenerator im gleichen Behälter wie der Kern. Der Reaktor würde in der Fabrik gefertigt und dann mit 4,5 m Durchmesser und 7,5 m Höhe in einem Wassertank installiert, der passive Wärmeabfuhr und Abschirmung bietet. Russland baute 7 Alfa-Klasse U-Boote, die mit einem kompakten 155 MWth Pb-Bi-gekühlten Reaktor angetrieben wurden – was im Wesentlichen ein SVBR war. Damit wurden 70 Reaktorjahre an Betriebserfahrung gesammelt.

Ende 2009 wurde AKME-Engineering (ein Gemeinschaftsunternehmen von Rosatom und der En+ Gruppe) gegründet, um eine Pilotanlage des SVBR zu entwickeln und zu bauen. Das Design soll 2017 komplettiert sein und 2020 soll der 100 MWe -SVBR  in Dimitrowgrad ans Netz gehen.

Der SVBR-100 könnte damit der erste Schwermetall-gekühlte Schnelle Reaktor sein, der zur Stromerzeugung eingesetzt wird. Nach den gleichen Designprinzipien ist ein SVBR-10 mit 12 MWe geplant.

4S (Japan)

Toshiba und das Central Research Institute of Electric Power Industry (CRIEP) entwickeln zusammen mit SSTAR Work und Westinghouse (ein Toshiba-Unternehmen) den Super-Safe, Small & Simple (4S) Natrium-gekühlten schnellen Reaktor – der auch als „nukleares Batteriesystem“ bezeichnet wird. Der 4S besitzt passive Sicherheitseigenschaften. Betriebstemperatur 550oC. Die Einheit wird in der Fabrik gebaut, zum Standort gebracht und unterirdisch eingebaut. Sie soll 3 Dekaden ohne neue Brennstoffzufuhr kontinuierlich laufen. Eine 10 MWe –Version (0,68 m Kerndurchmesser, 2 m Höhe) und eine 50 MWe –Version (1,2 m Kerndurchmesser, 2,5 m Höhe) sind geplant.

Nach 30 Betriebsjahren wird 1 Jahr zur Abkühlung des Brennstoffs abgewartet.

Aufgabe: Stromerzeugung und elektrolytische Wasserstofferzeugung. Ein erster Standort wird Galena/Alaska sein. Die Design-Zertifizierung durch die NRC (USA) steht bevor.

Der L-4S ist eine Blei-Wismut-gekühlte Version des 4S-Designs.

EHNS (USA)

Die „Encapsulated Nuclear Heat Source“ EHNS ist ein 50 MWe  Flüssigmetall-gekühlter Reaktor, der von der University of California, Berkeley, entwickelt wird. Ein Sekundär- Kühlkreis liefert die Wärme an 8 separate, nicht verbundene Dampfgeneratoren. Außerhalb des Sekundär-Pools ist die Anlage luftgekühlt. Der Reaktor sitzt in einem 17 m tiefen Silo. Der Brennstoffvorrat soll 15 – 20 Jahre reichen. Danach wird das Modul abtransportiert und durch ein neu aufgefülltes ersetzt. Die ENHS ist für Entwicklungsländer entworfen und ist äußerst Proliferations-sicher.  Die Kommerzialisierung ist noch entfernt.

Gasgekühlte Hochtemperatur- Reaktoren

HTR-10 (China)

Chinas HTR-10 ist ein 10 MWth  experimenteller gasgekühlter Hochtemperaturreaktor am Institute of Nuclear & New Energy Technology (INET) an der Tsinghua Universität nördlich Pekings. Vorbild war der deutsche HTR bzw. AVR. Er erreichte 2003 volle Leistung. Der Brennstoff ist ein „Kugelbett“ (27.000 Elemente), von denen jedes 5 g auf 17% angereichertes Uran enthält. Betriebstemperatur 700oC. Im Jahre 2004 erfolgte  ein extremer Sicherheitstest, in dem der Umlauf des Kühlmittels Helium unterbrochen wurde, ohne den Reaktor abzuschalten. Bedingt durch die Physik des Brennstoffs ging die Kettenreaktion zurück und endete nach 3 Stunden. Ein Gleichgewicht zwischen der Kernwärme und der Wärmeableitung durch den Stahlreaktor wurde dabei erreicht und die Temperatur überstieg niemals sichere 1600oC.

Beim AVR (Jülich) hatte man früher den gleichen Test erfolgreich durchgeführt.

Adams Engine (USA)

Adams Atomic Engines´10 MWe  HTR-Konzept besteht aus einem einfachen Brayton-Zyklus (Gasturbine)  mit Niederdruck-Stickstoff als Kühl- und Arbeitsgas sowie Grafitmoderation. Der Reaktorkern ist ein festes, ringförmiges Bett mit ca. 80.000 Brennstoffelementen. Die Ausgangstemperatur des Kerns ist 800oC. Eine Demo-Anlage soll 2018 fertig gestellt sein.

MTSPNR (Russland)

Der kleine Hochtemperaturreaktor MTSPNR wurde vom N.A. Dolezal Research and Development Institute of Power Engineering (NIKIET) entwickelt. Es ist ein modularer, transportabler, luftgekühlter HTR kleiner Leistung mit geschlossenem Gasturbinen-Kreislauf für die Wärme- und Stromversorgung entlegener Regionen.  Eine 2-Reaktoren-Einheit liefert 2 MWe  ; sie ist für eine Laufzeit von 25 Jahren ohne weitere Brennstoffergänzung vorgesehen. Ein Vorläufer-Gerät war der von Sosny gebaute Pamir-630D von 1976-1986, ein 300-600 kW HTR, auf LKW montiert. Seit 2010 kooperiert NIKIET mit SPA Luch und Sosny, um einen transportablen Kernreaktor zu entwickeln.

Bilanz der weltweiten Kernkraft-Aktivitäten

Ägypten

Der frühere ägyptische Präsident Hosni Mubarak hatte am 29.10.2007 den Bau mehrerer Kernkraftwerke zur ausschließlich friedlichen Nutzung angekündigt. "Mit dieser strategischen Entscheidung übernehmen wir neue Verantwortung und ziehen Konsequenzen aus der Energiesituation in Ägypten", sagte Mubarak. Im August 2010 teilte die staatliche Nachrichtenagentur MENA mit, dass Präsident Mubarak die Zustimmung für den Bau des ersten KKW an der Mittelmeerküste in Dabaa  gegeben habe. Den Bauauftrag will Ägypten noch 2010 ausschreiben. Bis 2025 wollte das Land 4 KKW bauen.

Am 11.November traf der ägyptische Minister für Energie und Elektrifizierung Ägyptens, H. Junis, in Russland mit Rosatom-Generaldirektor S. Kirienko zusammen. Man besprach die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kernenergie und die Beteiligung Russlands an der bevorstehenden Ausschreibung über die Errichtung des 1. KKW in Ägypten. In Vorbereitung darauf haben bereits 20 ägyptische Spezialisten eine Qualifizierung in Rosatom-Unternehmen abgeschlossen; 20 weitere sollten folgen.

Algerien

Politik: 
Algerien und die USA unterzeichneten im Juni 2007 ein Nuklearabkommen, das die Zusammenarbeit von Labors und Forschern in Anlagen der USA gestattet. Anlässlich des Besuchs des französischen Staatspräsidenten Sarkozy in Algier Ende 2007 wurde in der dortigen Presse über den Bau von bis zu einem Dutzend Reaktoren spekuliert. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es zwei Versuchsprojekte. Auch Interesse von russischer Seite bestünde. Im Juni 2008 unterzeichneten dann Frankreich und Algerien ein ziviles Atomabkommen.

Im November 2008 unterzeichneten Argentinien und Algerien ein Abkommen über die Zusammenarbeit in der Kernenergie.

Der algerische Energieminister Chakib Kheli gab im Februar 2009 bekannt, dass Algerien bis 2020 ein KKW errichten werde. Darüber hinaus sehe Algerien vor, "alle 5 Jahre" einen neuen Reaktor zu bauen.

Projekte:

Der Vorsitzende von Algeriens Atomenergiebehörde Comena Dr.M. Derdour war Anfang Februar 2010 in Südafrika, um den Einstieg seines Landes in das PMBR-Projekt (Hochtemperatur-Kugelhaufenreaktor) auszuloten. In einer Pressemitteilung hieß es, Algerien untersuche den Einsatz kleiner Kugelhaufen-Reaktoren, um seine Energieabhängigkeit zu verringern und seine Dörfer im Inland mit Strom und Wasser versorgen zu können.

Derdour: "Wir planen den Bau von 1000 MW nuklearer Kapazität bis 2022 und 2.400 MW bis 2027. Da diese Energie sowohl für die Stromerzeugung als auch für die Meerwasserentsalzung eingesetzt werden soll, scheint die Technologie des Kugelhaufenreaktors eine extrem attraktive Option zu sein."

Jaco Kriek, Chef der PMBR Ltd., sah gute Chancen für eine Zusammenarbeit. Seit 2003 bestehe bereits ein Kooperationsabkommen auf dem Feld der Kernenergie zwischen Comena und dem südafrikanischen Ministerium für Wissenschaft und Technik.

Nach der Beendigung des PMBR-Projektes in Südafrika (siehe dort) stellt sich die Frage, ob Algerien jetzt über diese Technologie mit anderen Ländern – z.B. mit China – verhandeln wird. 

Argentinien

Politik:
In Argentinien ist seit 25.11.2009 ein neues Kernenergiegesetz in Kraft. Es ermöglicht den Bau eines 4. Kernkraftwerks von 1.200 MW Leistung sowie die Laufzeitverlängerung um 30 Jahre des seit 1983 in Betrieb befindlichen  KKW Embalse (PHWR, 600 MW) als "Projekte von nationalem Interesse."

Darüber hinaus wurde die nationale Atomenergiekommission Comision Nacional de Energia Atomica (CNEA) beauftragt, den Bau des Reaktorprototyps Carem in Angriff zu nehmen. Es handelt sich dabei um einen Druckwasserreaktor argentinischer Auslegung, der bis 300 MW Leistung erweiterbar ist und dessen Prototyp in der NO-Provinz Formosa errichtet werden soll. Formosas Gouverneur Insfran kündigte an, dass seine Provinz die "nordargentinische Hauptstadt für nukleare Entwicklung" werde. (Siehe Vorbemerkung IV.)

Im Jahre 2005 hat der damalige Staatspräsident Nestor Kirchner in seinem

Energieprogramm die notwendige Fertigstellung der Anlage Atucha II  betont – ebenso den weiteren Ausbau der Kernenergie.

Projekte:

Bau des kleinen Reaktorprototyps Carem (s.o. Vorbemerkung IV).

Die Arbeiten an der Schwerwasser-Reaktoranlage Atucha II  (745 MW) am Rio Parana nahe der Stadt Zarate waren 1990 gestoppt worden; der Reaktor war zu 80% fertiggestellt.  Die abschließende Fertigstellung, die 2006 begann,  wurde der eigens gegründeten Nucleoelectrica Argentina S.A. (NA-SA) übertragen. Siemens hatte 1980 den Letter of Intent (Absichtserklärung) zu Auslegung und Bau der Anlage Atucha II erhalten. Es handelt sich – ebenso wie bei Atucha I – um Druckkessel-Schwerwasser-Reaktoren vom Typ PHWR, die bei Siemens in Anlehnung an die eigene Leichtwasser-Reaktortechnik entwickelt wurden. Als Brennstoff wird Natururan (UO2) verwendet, weshalb der Kern mit Schwerwasser (D2O) moderiert und gekühlt werden muss.

Als anlagentechnische Referenz dient das KKW Grafenrheinfeld , weshalb die Basisauslegung der Sicherheitstechnik von Atucha II den deutschen Konvoi-Anlagen entspricht.

Jetzt ist Siemens Argentina mit der Montage des Dampfturbosatzes und des Generators abermals beteiligt.

Die argentinische Regierung hat am 25. Oktober 2010 die Urananreicherungsanlage im Technologiekomplex Pilcaniyeu in der Provinz Rio Negro offiziell wieder in Betrieb genommen. Diese Gasdiffusionsanlage der Comision Nacional de Energia Atomica (CNEA) war in den 1990er Jahren vorläufig stillgelegt worden. Die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner erklärte dazu, daß Argentinien nun den gesamten Brennstoffzyklus handhaben könne, von der Uranproduktion bis zum Abfallmanagement. Die Anlage soll 2011 das erste schwach angereicherte Uran herstellen.

Armenien

Russlands Präsident Dimitrij Medwedew vereinbarte im August 2010 mit seinem armenischen Amtskollegen eine umfassende gegenseitige Zusammenarbeit auf militärischem und wirtschaftlichem Gebiet. Darunter ist auch der Bau eines neuen KKW, für den der russische Atomkonzern Rosatom den Zuschlag erhielt. Auftragsvolumen 5 Mrd. Dollar.

Das Abkommen regelt die Kooperation beim KKW-Bau des russischen Typs WWER (1000 MW) und die Ausbildung von Fachpersonal. Russland wird ferner Kernbrennstoff liefern. Laut dem armenischen Ministerium für Energie und Bodenschätze könnte der Bau des ersten KKW 2011 beginnen.

In Betrieb ist z.Zt. nur Mezamor 2, ein WWER-440, der 1980 in Betrieb ging und auf 30 Betriebsjahre ausgelegt ist.

Australien

Politik:

Um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, plante die jetzige Regierung erneut den Atomeinstieg. Premierministerin Julia Gillard wollte die Atompolitik im Lichte der japanischen Katastrophe noch nicht bewerten. Eine Debatte müsse später geführt werden.

Australien verfügt über sehr erhebliche Kohle- und Uranvorkommen  (23% der Uran-Welt-Reserven), von denen die Exportwirtschaft profitiert.

Australien besitzt bisher kein KKW.  Es gab bereits einen Vorschlag für ein KKW: Im Jervis Bay Territorium an der Südküste von New South Wales. Mehrere Umweltstudien und auch Standortarbeiten wurden durchgeführt, zwei Bieter-Runden eröffnet und ausgewertet.  Die Regierung entschied jedoch, das Projekt nicht weiter zu verfolgen.

Im Juni 2006 wurde Dr. Switkowski zum Vorsitzenden eines Commonwealth-Regierungs-Untersuchungsteams zur Ermittlung der Nützlichkeit einer nationalen Kernkraftindustrie ernannt. Diese Taskforce stellte fest, dass Australien die Kernkraft in seinen Energiemix einfügen sollte. Andere Wissenschaftler bestritten anschliessend diese Feststellung. Switkowski wurde im März 2007 von Wissenschaftsministerin Julie Bishop zum Vorsitzenden der Australian Nuclear Science and Technology Organization (ANSTO) ernannt. Ende 2010 läuft seine Berufung aus.

Ende 2006 und Anfang 2007 machte Premier John Howard weit beachtete Aussagen zu Gunsten der Kernkraft – mit dem Hauptargument des Klimaschutzes. Die von ihm  geführte Regierung ging im November 2007 mit einem Pro-Nuklear-Programm in die Parlamentswahl – es gewann jedoch die Anti-Kernkraft-Partei Labour. Die folgende  Regierung unter Kevin Rudd bezeichnete Kernkraft als nicht erforderlich. Zuvor hatten Queensland und Tasmanien als Reaktion auf Howard´s Position Verbote des KKW-Baus auf ihrem Territorium erlassen. 

Projekte:

Australiens erster Kernreaktor – kein KKW – war der Schwerwasser-moderierte High Flux Australian Reactor (HIFAR), der 1960 seine volle Leistung von 10 MW therm. erreichte. Er wurde am Standort der ANSTO-Forschungseinrichtung in Lucas Heights gebaut und diente der Materialforschung und Isotopenherstellung. HIFAR wurde am 30.1.2007 ausser Betrieb genommen.

Ein gleichartiger Ersatzreaktor OPAL mit 20 MW wurde rechtzeitig gebaut und lief 6 Monate parallel zu HIFAR; anschliessend übernahm OPAL die Aufgaben des Vorgängers.

Einschätzung:

In Anbetracht der immensen Vorräte und der starken Kohleindustrie ist es nicht verwunderlich, dass Australien seinen Strom mit Kohlekraftwerken erzeugt. Hier gilt nicht das von den Erdöl und Erdgas liefernden Nationen (Russland, Golfstaaten) übereinstimmend genannte Motiv für die Kernkraft zur Stromerzeugung: Diese wertvoll gewordenen Energieträger wolle man nicht mehr in Kraftwerken verfeuern, sondern exportieren. Strom wird dann mit Kohle oder – zunehmend – mit Kernkraft erzeugt. Für Australien insofern keine Frage, was man angesichts seiner noch für Jahrhunderte reichenden Kohlereserven wählt.

Bahrain

Im Oktober 2007 gab König Hamad einen Plan zur Einführung der Technologie der nuklearen Energieerzeugung bekannt. Im März 2008 unterzeichneten Bahrain und die USA ein Kooperationsabkommen im Bereich der Kernenergie. Im Dezember 2008 führten Bahrain und Frankreich Gespräche über ein Atomprogramm.

Bangladesch

Der Leiter der Kommission für Atomenergie in Bangladesch gab im September 2007 bekannt, dass bis 2015 ein neues KKW am Standort Rooppur errichtet werden soll. Russland und Bangladesch unterzeichneten im Juli 2009 ein Abkommen über eine Zusammenarbeit im Kernenergiebereich.

Belgien

Belgien will bis 2025 aus der Kernenergie aussteigen. Darauf hätten sich die Parteien des Landes geeignet, so eine Regierungssprecherin am 31.10.2011. Der Beschluß dazu stammt aus dem Jahre 2003. Vor dem endgültigen Ausstieg müsse aber sichergestellt sein, daß es genügend alternativen Strom gebe und die Preise nicht explodierten. Erst dann sollen die ältesten drei Reaktoren bis 2015 abgestellt und bis 2025 sollte komplett aus der Kernenergie ausgestiegen sein.

Belgien hat 7 Blöcke in 2 KKW: Doel und Tihange. In Belgien hat der (gesamtnationale) Minister für Energie am 1.10 2009 die Inkraftsetzung eines Königlichen Dekrets angekündigt, mit dem eine 10-jährige Laufzeitverlängerung für die 3 ältesten KKW Doel 1, Doel 2 und Tihange 1 genehmigt wird; also bis 2025…………………

…………………………….
Den gesamten sehr umfangreichen (78 Seiten A4) hervorragend recherchierten Beitrag können Sie als pdf Datei aus dem Anhang herunterladen. 

……………………………….

Schlusskommentar

"Nach Limitierungen und Revisionen der früheren Beschlüsse zum Ausstieg aus der Kernenergie in Schweden, Belgien und Spanien ist Deutschland jetzt das einzige Land der Welt, das die Kernkraft ganz auslaufen lassen will."

(Zitat: VGB PowerTech e.V.; "Electricity Generation 2010/2011", Sep. 2010).

Dieser Satz gilt unverändert auch nach der Katastrophe von Fukushima.

Deutschlands Haltung hat sich im Grunde nicht verändert: die Nutzung der Kernkraft soll nach wie vor beendet werden; die einzigen Fragen sind: Wann ? Wie soll die wegfallende Grundlast sichergestellt werden ? Durch neue Kohlekraftwerke oder durch Atomstrom-Importe ? Sollen die sog. erneuerbaren Energien derart stark ausgebaut werden, daß zwangsläufig  bei dann drastisch gestiegenen Strompreisen die energieintensive Industrie aus Deutschland flüchtet ? Die jetzige emotionale und realitätsferne Debatte deutet darauf hin, daß Deutschland erst sehr tief in die genannten Schwierigkeiten geraten muß, bevor seine Politiker über unerträgliche Energiepreise, wachsende Arbeitslosigkeit und einbrechende Staatseinnahmen ihre Lektion lernen: Die Gesetze der Physik, der Mathematik und die Gesetze des Marktes sind weder durch Ideologie, durch Sonntagsreden, durch Hysterie oder durch unhaltbare Versprechungen von angeblich kurz bevor stehenden  Wundertechniken auszuhebeln.

Die Betrachtung der weltweiten Aktivitäten, der die vorliegende  Arbeit dient, beweist, daß auch weiterhin kein anderes Kernenergie nutzendes Land aus dieser Technik aussteigen will.  Selbst diejenigen Nationen, die erstmals die Kernkraft nutzen wollen, halten an ihren Plänen fest.

Verschärfen wird sich nach Fukushima der jeweils hinsichtlich der Sicherheit der Anlagen betriebene staatliche Kontrollaufwand; möglicherweise werden die Reaktorhersteller auch in einigen Fällen eine Änderung ihrer Auftragslage feststellen: Weniger Reaktoren der 2. Generation und statt dessen – trotz höherer Kosten – mehr Reaktoren der 3. Generation mit ihrer überlegenen Sicherheit.

Im Lichte der hier aufgelisteten neuen, weltweiten  Aktivitäten sowohl bei Kernkraftwerks-Neubauten als auch insbesondere angesichts der massiven und bereits sehr weit gekommenen Entwicklungen für die IV. Generation erscheint die deutsche Kernenergiepolitik als bemitleidernswerte Verirrung in eine ideologische Nische. Als besonders seltsam erweist sich die von Politikern erfundene Bezeichnung "Brückentechnologie", die inzwischen den Charakter einer hilflosen Beschwörungsformel erreicht hat, was aber den Rest der Welt nicht daran hindert, die Kerntechnik als die ausschlaggebende und zukunftsträchtigste Energietechnologie voran zu treiben. Diese Brücke ist mindestens 300 Jahre lang. Für die deutsche Forschung und Industrie geradezu deprimierend ist der technologische Vorsprung derjenigen Länder, die zu keinem Zeitpunkt ihre Entwicklungsarbeiten eingestellt haben: Russland, China, Indien, Frankreich, Südkorea, Japan und auch die U.S.A.

Deutschland hatte niemals die Chance, diese Entwicklung mit seiner angstgesteuerten Verhinderungspolitik auch nur zu verzögern, geschweige denn aufzuhalten. Es sind nur Arbeitsplätze vernichtet und Marktchancen verspielt worden, wertvollstes  Know-how ging verloren – sonst nichts. Noch sind deutsche Hersteller von Komponenten für Kernkraftwerke respektierte Mitspieler am Weltmarkt, aber auch das könnte sich bei andauernder Bekämpfung dieser Industrie noch zum Negativen verändern. Denn es ist zu befürchten, daß die Bundesregierung aus Schwäche, Konzeptionslosigkeit und Furcht vor den Medien am Ende auch die Exportbürgschaften auf den grünen Opferaltar legen und damit auch noch die verbliebene Zulieferer-Industrie preisgeben wird.

Im Grunde könnten die im Nuklearbereich noch vorhandenen Restpotenziale in der deutschen Industrie und Forschung theoretisch bei jetzt wieder einsetzender politischer Unterstützung (ohne Subventionen) wenigstens einen bescheidenen Anteil am expandierenden Milliardenmarkt retten.

Man zeige uns aber die Politiker oder Gewerkschaftler, die diese Haltung zu vertreten wagen, selbst wenn sie so denken. Von den Medien ganz zu schweigen.

Weitaus mehr gilt heute der Satz von Fritz Vahrenholt, der 2006 als damaliger Chef des Windkraftunternehmens Repower Systems feststellte: "Der deutsche Atomausstieg, der als weltweites Vorbild gedacht war, bleibt ein Alleingang."

Ein Jahr darauf äußerte sich die Bundeskanzlerin, die heute – nach wie vor im Amt – den vollständigen Ausstieg aus der Kernkraft verkündet,  zum gleichen Thema folgendermaßen: "Die Welt wird sich wenig nach unserer Meinung richten." 

Unter den zahlreichen Quellen sind hervorzuheben:

atw – atomwirtschaft-atomtechnik, International Journal for Nuclear Power, INFORUM GmbH, Berlin, ISSN-1431-5254 ; www.atomwirtschaft.de

bwk Brennstoff, Wärme, Kraft

www.areva.com

www.nuklear-forum.ch

www.buerger-fuer-technik.de

www.gen-4.org

www.world-nuclear.org

www.kernfragen.de

World Nuclear Association

vdi-nachrichten

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Dr.-Ing. Günter Keil, Sankt Augustin und Dipl.-Ing. Jürgen Wahl, Wachtberg b. Bonn

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137 Kommentare

  1. @ . Tremmel #135

    „Allein D hat für diesen industrie- u. energiepolit. Irrsinn 400 Mrd. Subventionen bezahlt.“

    Sie werden mir doch bestimmt die Nummern der Bundes- und Landtagsdrucksachen, Haushalte etc. benennen können, aus denen sich die von Ihnen genannte Summe ergibt. Alle Zahlungen des Staates, die die Parlamente gebilligt haben, sind in den Unterlagen penibel aufgelistet.

    Also bitte Butter zu den Fischen!

  2. Es stimmt schlichtweg nicht, was hier verbreitet wird. Atomkraft ist weltweil auf dem Rückzug und leistet nur einen geringen Beitrag zur Stromversorgung. Weltweit wird kein AKW aus betriebswirtschaftlichen Gründen gebaut, da die Kosten nicht zu beherrschen sind ohne Subventionen. Allein D hat für diesen industrie- u. energiepolit. Irrsinn 400 Mrd. Subventionen bezahlt. Atomkraft spilet nur noch in den Köpfen von einigen Diktatoren eine Rolle um Atomwaffen zu bauen. Es ist die dreckigste, teuerste und gefährlichste Form der Energiegewinnung. Tschernobyl bisher mind. 400000 Tote und Mio. werden folgen. wer Auf Atomkraft setzt, ist verantwortungslos und kriminell.

  3. @#127: Sabrina Schwanczar,

    in #96 hatte ich gefragt, wo in http://tinyurl.com/7glvmlm die Sicherheit von KKWs ad absurdum geführt wird.

    Jetzt kommen Sie mit ein paar technischen Fehlfunktionen und unterlassenen Prüfungen, die zu einem Störfall geführt haben, der so eigentlich nicht auftreten soll. Es waren immer noch 2 Stränge verfügbar, die vollkommen ausgereicht haben. Fremdnetz war per Hand zuschaltbar.
    Dabei ist niemand verletzt worden, keine Radioaktivität ausgetreten oder sonst wie, Mensch und Umwelt geschädigt worden.
    Wie man sieht, ist trotz dieser Fehler überhaupt nichts passiert. Was wird damit also „ad absurdum“ geführt? Ihre „Logik“?
    Nach ihrer „Logik“ steht man in der Nähe eines KKW immer am Rande des Abgrunds.
    Selbst wenn es in Forsmark zu einer Kernschmelze gekommen wäre, wären die Folgen ähnlich zu Harrisburg (0 Tote, 0 Verletzte, 0 „Verstrahlte“, 0 Umweltschäden) gewesen.
    Selbst in Fukushima mit vier Kernschmelzen kam es zu 0 Strahlentoten, 0 Schwerverletzten und es werden keine Landstriche dauerhaft unbewohnbar bleiben.
    Die Logik der GRS und der KSA besagt, dass man solche Zustände in Deutschland und der Schweiz schon vorher nicht haben konnte und dass man zukünftig an den entsprechenden Stellen die Überwachung intensivieren muss.
    In Japan läuft gerade die universelle Nachrüstung auf Standards wie wir sie haben.

    Wenn Fukushima auf dem Stand von deutschen Kraftwerken gewesen wäre, dann hätte man nicht auf die Brennelementebühne entlasten müssen, sondern hätte gefiltert entlasten können. Damit wäre es auch nicht zu den Explosionen und Zerstörungen gekommen. Anders ausgedrückt, die Folgen wären ähnlich oder noch kleiner wie in Harrisburg gewesen. Das war die 4fach 0 weiter oben.

    Und gegen Unfälle in diesem Ausmaß müssen Kernkraftwerke nach §13 Abs. 5 und $25 Abs. 1 Satz 2 des AtomG versichert sein. Der Versicherungsumfang wird bei der Genehmigung vorgegeben und später von der Aufsichtsbehörde festgelegt. Dürfte derzeit ca. 1e9€ pro Block sein. Damit sind die KKW zum einen versichert, obwohl dauernd behauptet wird, dass man so was nicht versichern kann.
    Und zum anderen sind sie sogar gegen das versichert was wirklich anrichten können.

    Besuchen Sie lieber mal die Gräber der 51 EHEC Toten und denken Sie dabei über ihre Gefahrenwahrnehmung nach. Diese Menschen wollten nur etwas Gesundes essen. Die waren sich nicht mal bewusst, dass sie sich einer Gefahr aussetzen. Und lassen Sie sich von Überlebenden die Schmerzen schildern. Wie viel hundert waren das? Oder haben Sie für die auch kein Mitleid?
    Eine passende Therapie zu ihrer Paranoia fällt mir nicht ein.
    Ach ja, besuchen Sie danach alle Gräber in Deutschland wo Opfer der Kernkraft liegen. Da sind Sie schnell fertig.

  4. @Sabrina Schwanczar #128
    Also ich wüsste nicht wo ich da gemeinsam mit ihnen in eine zuverlässig und bezahlbare Energiezukunft schauen sollte?!
    Die Investoren verabschieden sich so langsam aus den sog. erneubaren Energie Fonds und investierne vermehrt in bewährte Standardwerte. Der EE-Blase geht so langsam die Luft aus. Spanien,Italien,Griechenland…füttern diese Blase nicht mehr. Auch Deutschland gibt immer weniger Futter hinzu….schaut schlecht aus für das EE-Schneeballsystem.
    Ich bleib da lieber beim alt bewährten..dem Kraftwerksmix aus Kohle,Uran,Gas und Wasser!

  5. @Marie A. #124
    Stimmt schon, nicht die Betreiber entscheiden zum Schluss wo das Endlager hinkommt sondern die Politik muss hier entscheiden. Ich hoffe nur, dass es eine grüne Regierung ist, die diese Entscheidung treffen muss.
    Also ich bin ja persönlich und aus volkswirtschaflticher Sicht dafür, dass es Groleben / Schacht Konrad wird!

  6. #122: Hofmann,M

    sowas kann man eigentlich nur schreiben, wenn man auf der Gehaltsliste der Kernkraftwerksbetreiber steht, sonst schreibt man so etwas nicht.

  7. #113: Hofmann,M

    gilt in Deutschland nicht das Verursacherprinzip ?

    Oder wollen Sie jetzt wieder das Prinzip

    Gewinne privatisieren – Kosten vergesellschaften

    fahren?

  8. #108: Hofmann,M sagt:am Montag, 30.01.2012, 10:29

    „Die Forschung und Entwicklung geht hier rasant weiter und es wird immer ein Lösung für irgendwelche Prolbeme geben.“

    Das freut mich, dass Sie anerkennen, dass es auch für die mit dem Ausstieg aus der Kernenergie verbundenen Probleme Lösungen geben wird.

    Es ist jedenfalls positiv, dass Sie Ihren Pessimismus gegenüber einer Kernenergiefreien Energieversorgung aufgegeben haben.

    Jetzt können wir nach vorm blicken und endlich die Forschung auf richtige Zukunftstechnologie richten, nachdem nun der Hemmschuh Kernenergie überwunden ist.

    mfG

  9. #101: D. Glatting:

    Sie möchten vorgelesen haben ?

    Bitte:

    Was halten Sie zum Beispiel von:

    – Fehlern in der internen Stromversorgung
    – teilweisen Softwareverlusts
    – Gleich- und Wechselrichter der Notstromanlagen wegen ungünstig gesetzte Schutzkriterien ausgeschaltet
    – Verdrahtungsfehlers

    ausführlicher:

    „Ein Startbefehl für die Gasturbinenanlage wurde zwar ausgegeben, aber nicht umgesetzt, weil ein Prozessor wegen Fehlern in der internen Stromversorgung und teilweisen Softwareverlusts nicht funktionierte. Die Startautomatik war seit Bau der Gasturbinenanlage nie planmässig geprüft worden.“

    Weil es so lustig ist – geht ja nur um Menschenleben – noch einen:

    „Während der Spannungstransiente zu Beginn des Ereignisses waren in den Not-stromanlagen A und B die Gleich- und Wechselrichter der unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) für die gesicherten Wechselstromschienen durch ungünstig gesetzte Schutzkriterien ausgeschaltet worden.“

    „Wegen eines Verdrahtungsfehlers im Messumformer für die Frequenzüberwachung unterblieb das Öffnen der Generatorschalter bei 47,5 Hz.
    Folge
    Die automatische Umschaltung auf Fremdeinspeisung ab dem verfügbaren 70-kV-Fremdnetz unterblieb“

    Quelle:
    „Zum Zwischenfall vom 25. Juli 2006 im Kernkraftwerk Forsmark 1 (Schweden)
    Betrachtungen und Empfehlungen der KSA“

    mfG

  10. #100: Michael Loehr sagt:

    Herr Loehr,

    mit Mutmaßungen kommen wir hier nicht weiter.

    Nennen sie also bitte Ihre Quelle und vor allem sei darauf hingewiesen, dass Studien in der Medizin selten wissenschaftlichen Kriterien genügen, insbesondere die Propanden- und Kontrollgruppen nach völlig ungenügenden Kriterien zusammengestellt sind.

    mfG

  11. #98: H. Urbahn

    Sehr geehrter Herr Urbahn,

    laut dem von mir zitierten Papier der Eidgenössische Kommission für die Sicherheit von Kernanlagen:

    Zum Zwischenfall vom 25. Juli 2006 im Kernkraftwerk Forsmark 1 (Schweden)
    Betrachtungen und Empfehlungen der KSA

    sind angeblich – angeblich – nur zwei der vier Notstromaggregate ausgefallen.

    Das hat – angeblich – gereicht, das das KKW vom Personal nicht mehr gesteuert werden konnte.

    das steht im Widerspruch zu folgender Aussage:

    „Die nuklearen Sicherheitssysteme von Forsmark 1 sind viersträngig aufgebaut, d.h. die erforderlichen Funktionen werden durch vier voneinander unabhängige Systeme bzw. Systemgruppen (Stränge A, B, C, D) erfüllt, welche grundsätzlich dieselben Funktionen abdecken. Wesentliche Anforderung an nukleare Sicherheitssysteme ist u.a. die sichere Abfuhr der Nachzerfallswärme1. Jeder der vier Stränge verfügt über 50% der im Notfall
    1 Nachzerfallswärme: nach Abschaltung des Reaktors infolge verzögerter, spontaner Kernreaktionen freigesetzte Energie. Ungefährer Anteil der thermischen Nominalleistung (100%) des Reaktors: ca. 7% unmittelbar nach Abschaltung, ca. 4% nach 1 Minute, ca. 1,5% nach 1 Stunde, < 1% nach 1 Tag. Seite 2/29 Zum Zwischenfall Forsmark KSA-AN-2325 maximal erforderlichen Kühlkapazität (Kurzform: 4 × 50%). Sind zwei Stränge verfügbar, so sind 100% und damit die maximal erforderliche Systemleistung sichergestellt." Es sind also nicht nur zwei Notstromaggregate ausgefallen, sondern mindestens 3, sonst hätte es keine Probleme gegeben. Es geht aber noch weiter: "Besonders wichtige Verbraucher können darüber hinaus innerhalb der Notstromanlage ab Batterie versorgt werden, und zwar über die gesicherte Wechselstromschiene und die Gleichstromschiene." und jetzt kommt's "Dies soll einen Unterbruch, z.B. während der Startphase der Notstromdiesel, in der Versorgung von wichtigen Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen vermeiden oder fallweise deren Funktion selbst bei Ausfall der Notstromdiesel sicherstellen." Herr Urbahn - wenn Sie sich ein wenig mit dem befassen würden, von dem sie reden, dann hätte auch Ihnen klar geworden sein müssen, dass in Forsmark alle 4 Notstromaggregate ausgefallen sind, auch wenn in den Berichten immer nur von zweien gesprochen wird. mfG

  12. #122: Hofmann,M

    „Nochmal, DU bist es doch, der das Endlager in Deutschland nicht will. “

    Natürlich will ich das nicht. Ich bevorzuge die Raketenlösung. Am Anfang natürlich mit einem Cockpit mit freier Aussicht für die Kernenergiemanager samt deren Personal.

    „DU bist es, der keine gesellschaftliche Verantwortung für Deutschland tragen will! “

    Natürlich liegt die Verantwortung nicht bei der „Gesellschaft“ sondern bei den Betreibern. Aber ich lasse ihnen wenigstens noch die Einmalunterhosen, wenn sie im Cockpit die Aussicht genießen dürfen.

    „Die Kernkraftwerksbetreiber haben bereits mit Groleben und Schacht Konrad ein Endlager bestimmt!“

    Die Betreiber haben nichts zu bestimmen! Mörder können sich nicht einmal die Farbe des Stricks auswählen!

    „Die Kernkraftwerksbetreiber wollten die Laufzeit der Kraftwerke verlängern und zum Wohle des Deutschen Volkes eine Brennelementesteuer in Millionenhöhe Jahr für Jahr in den Bundeshalt hinenspülen lassen!

    In diesem Fall dann eben ohne Unterhose und ohne Aussicht. Die Bleiveste ist wohl die preiswertere Lösung.

    „Und DU sprichst NICHT für Deutschland! DU bist kein Freund des deutschen Volks, Du xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx!“

    Leider haben wir in Deutschland mit einem gewaltigen Deppenüberschuß zu kämpfen. Ich bin dabei, den Überschuß abzubauen. Aber das Geschäft ist sehr schwierig. Mehr als 50/Tag schaffe ich derzeitig noch nicht.

    Entgegen Ihrer Meinung ist meine Arbeit *für* das Deutsche Volk sehr riskant und ich gehen dabei ein sehr hohes persönliches Risiko ein. Andere haben für ein ähnliches Engagement mit ihrem Leben bezahlt oder überleben dies mitttels gesiebter Luft. Gedankt wird dies natürlich nicht. Wegen des zu großen Deppenüberschußes.

  13. @A.Marie #114
    Nochmal, DU bist es doch, der das Endlager in Deutschland nicht will. DU bist es doch, der die Kernkraftwerke in Deutschland abgestellt hat. DU bist es doch, der die Kernkraftwerke in Deutschland nicht zurückbauen will, weil er zu Feige ist eine politische Entscheidung für ein Endlager in Deutschland zu treffen! DU bist es, der keine gesellschaftliche Verantwortung für Deutschland tragen will!
    Die Kernkraftwerksbetreiber haben bereits mit Groleben und Schacht Konrad ein Endlager bestimmt! Auch wenn es DIR nicht passt!
    Die Kernkraftwerksbetreiber wollten die Laufzeit der Kraftwerke verlängern und zum Wohle des Deutschen Volkes eine Brennelementesteuer in Millionenhöhe Jahr für Jahr in den Bundeshalt hinenspülen lassen!
    Und DU sprichst NICHT für Deutschland! DU bist kein Freund des deutschen Volks, Du xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx!

  14. #115: Horst Trummler

    „Der Ihrerseits skizzierte Reaktor lässt sich nicht wirtschaftlich errichten und betreiben.“

    Sie kennen anscheinend nicht die physikalischen Gesetze, worauf es ankommt. Außerdem kennen Sie auch nicht diejenigen Details, welche ich kenne und auf die es ankommt. Im Gegensatz dazu weiß ich, wie bisher „gedacht“ wurde!

    „Kleine Reaktoren mit geringer Leistungsdichte sind nach den bisherigen Erfahrungen gänzlich unwirtschaftlich. “

    Ihre „Leistungsdichte“ ist nicht maßgebend! Sie beziehen die Leistungsdichte nämlich auf den Kubikmeter und ich auf den Quadratmeter. Ihre Erfahrungen sind daher völlig unerheblich, weil sie diese noch gar nicht gemacht haben. Oder können Sie auf Erfahrungen zurückgreifen, wie ein nur mit Normalluft bei Umgebungsdruck gekühlter Kernreaktor gestaltet sein muß, damit eine Naturumlaufkühlung infolge von Dichteunterschieden funktioniert?

    „Eine Spaltstoffabtrennung ist sehr komplex als die Spaltstoffe ein komplexes Gemisch edler Metalle, Rhodium, Rhutenium, Silber, sehr reaktiver Stoffe Barium, Caesium, mit unterschiedlichen Dichten und Eigenschaften sind. Dies bedürfte einer komplexen chemischen Anlage. Meine Ansicht – Unrealistisch.“

    Sicher. Täglich müssen schließlich 12 Gramm Spaltstoffe abgetrennt werden. Das muß zugegebenermaßen eine riesige Anlage sein, welche man kaum mehr in einem riesigen kleinen Wandschrank verbergen kann 🙂

    Und derartiges hat man auch noch nieeeeemals im Leben nimmer nie gemacht.

    Eine noch ernsthaftere Diskussion erübrigt sich wohl.

  15. zu #112
    Ein GROßMAUL ist z.B. einer der etwas provozierendes behauptet („über 100000 Tote“),
    das er nicht annähernd belegen kann.

    mfG

  16. # 114 A.Marie

    Kleine A. Marie, keinen Mittagschlaf gemacht heute? Die Gedanken sind ja schon wieder so wirr!
    Wissen Mama und Papa eigentlich, dass Du Dich hier in diesem Forum rumtreibst, anstatt was zu lernen oder Dich mal richtig auszuschlafen?

  17. #112 Ketterer,
    nicht das Wichtigste weg lassen;
    na klar hat er keinen einzigen Satz gefunden,
    den er widerlegen kann!
    statt dessen stänkert er weiter.
    Offensichtlich ein Markenzeichen vieler grüner Ideologen.

  18. @113 Herr Hofmann, viele Menschen sind eben irrational und emotional, der Grossteil der Bevölkerung, Poltiker, AGWler, Journalisten, ja sogar leider Wissenschaftler. Der Weg zu grösserer kollektiver Vernunft ist noch lang, leider. Helfen wird da vermutlich nur Aufklärung und Bildung und die Entwicklung eines Bewusstseins, dem blinder Glaubensgehorsam ein Greuel ist.

  19. 110 A. Marie – Das Marieatomkraftwerk

    Der Ihrerseits skizzierte Reaktor lässt sich nicht wirtschaftlich errichten und betreiben.

    Kleine Reaktoren mit geringer Leistungsdichte sind nach den bisherigen Erfahrungen gänzlich unwirtschaftlich.

    Eine Spaltstoffabtrennung ist sehr komplex als die Spaltstoffe ein komplexes Gemisch edler Metalle, Rhodium, Rhutenium, Silber, sehr reaktiver Stoffe Barium, Caesium, mit unterschiedlichen Dichten und Eigenschaften sind. Dies bedürfte einer komplexen chemischen Anlage. Meine Ansicht – Unrealistisch.

    Falls Sie dies ernsthaft diskutieren mögen, schreiben Sie mir bitte ein Mail.

    Vandale

  20. #113: Hofmann,M

    Mir ist klar, daß Sie keinen Verstand haben. Mit der Kernenergie haben die Kernenergiebetreiber und deren Befürworter ein Problem geschaffen, welches vorher gar nicht bestand!

    Und jetzt will dieselbe Gruppe das erzeugte Problem auf die Schultern der Allgemeinheit abwälzen, indem die Allgemeinheit die Verluste und das tödliche Risiko tragen soll und die Kernenergieler nur die Gewinne!

    Dies ist doch dasselbe Spielchen wie bei der „Bankenrettung“.

    Im Übrigen sprechen Sie von einem „deutschen Staat“. Der ist es nicht, der dieses ganze Desaster angerichtet hat. Der deutsche Staat ist nämlich das Deutsche Reich und nicht die Staatssimulation BRD-GmbH mit 26000 Euro Einlagekapital. Das Ziel dieser GmbH ist die Vernichtung der Deutschen, wobei es auch gar nicht darauf ankommt, daß man andere Völker gleich mitvernichtet. Auch dies ist nämlich erwünscht. Schließlich wollen einige Auserwählte die Weltbevölkerung auf 500 Mio heruntermorden.

    #111: Dr.Paul
    „Ich bin übrigens Kriegsgegner und insofern auch nicht besonders amerikafreundlich“

    Daß Sie ein besonders Auserwählter sind und zu denjenigen gehören, welche nicht amerikafreundlich sind, ist mir schon klar. Ich habe nichts gegen das amerikanische Volk oder ein anderes Volk. Aber ich habe etwas gegen ein Volk, welches sich für besonders auserwählt hält und die Völker in Kriege zwingt, indem sie die Regierungen der Völker gekapert haben und die Völker belügen, betrügen und ausbeuten.

    Ersparen Sie sich daher Ihre Lippenbekenntnisse!

  21. @A.Marie #109
    So seit ihr also…erst macht ihr die Kernkraft zum gesamtgesellschaftlichen Problem und dann, wenn es darum geht dieses Problem zu lösen, dann kennt ihr nur noch die Betreiber, die das machen sollen. Seit ihr schon mal auf die Idee gekommen, dass das sicherstes und wirtschafltich Beste für unser Volkswirtschaft und damit für unsere Gesellschaft, der Weiterbetrieb/Entwicklung der Kernkraft in Deutschland wäre?!
    Jetzt wo der Staat an der Brennelementesteuer sich dumm und dämlich verdienen könnte…ja jetzt werden die Kernkraftwerke abgeschalten. Dümmer gehts nimmer!
    Und wäre das nicht schon volkswirtschaftlich DUMM genung, investiert (subentioniert) der deutsche Staat auch noch gleich Unsummen an Steuergeldern in das sog. erneubare Energieloch! (Steuerverschwendung/Schuldenanhäufung) Zum Schluss haben wir alle Kraftwerke in Deutschland, wegen Unwirtschaftlichkeit, abgeschafft und wir bleiben dann auch noch auf den Schrott der nicht mehr wirtschaftlichen sog. erneuerbaren Energieruinen sitzen. Schulden angehäuft und Wirtschaft kaputt! Griechenland lässt grüßen!

  22. #111: Dr.Paul sagt:am Dienstag, 31.01.2012, 00:39

    #105: A. Marie aha, AD HOMINEM, MEHR KÖNNEN SIE NICHT?
    IHRE DUMME Gewaltassoziation mit Kriegswaffen können Sie im Kindergarten anbringen.

    Sie werden nicht …, den SIE GROSSMAUL widerlegen können.
    OFFENBAR HABEN SIE KEINE AHNUNG, wie scharf und teilweise irrational medizinische Strahlenanwendung staatlich kontrolliert wird.
    mfG
    /////////////////////////////
    You made my day

  23. #105: A. Marie aha, ad hominem, mehr können Sie nicht?
    Ihre dumme Gewaltassoziation mit Kriegswaffen können Sie im Kindergarten anbringen.
    Hier ist sie fehl am Platz.
    Ich bin übrigens Kriegsgegner und insofern auch nicht besonders amerikafreundlich.

    Sie werden nicht einen einzigen strahlenbiologischen Satz von mir finden, den Sie Großmaul widerlegen können.
    Offenbar haben Sie keine Ahnung, wie scharf und teilweise irrational medizinische Strahlenanwendung staatlich kontrolliert wird.
    mfG

  24. #107: Michael Loehr

    „Ziele: Blockgrösse 2000MWe, Hohe Energiedichte, Kompakte Bauweise, einfacher Reaktoraufbau, Anlageninterne Brennstoffentgasung, externe Wiederaufbereitung. 2- Kreisläufe Salz und superkritisches Wasser als Sekundärkreislauf.“

    Aber nur dann, wenn das gespaltene Material direkt mit den bereits genannten Raketen z.B. wöchentlich vom Hausmeister entsorgt werden kann.

    Die Blockgröße ist völliger Quatsch. Wenn, dann nur dezentral mit vielleicht 1-10 MW Blöcken. Hohe Energiedichte ist ebenso Unsinn wie kompakte Baugröße. Es wird nur ein vollkommen druckloser Reaktor benötigt (na ja, vielleicht 0,1 bar) und keinerlei Pumpen. Naturumlaufkonvektionskühlung mit normaler Luft im Reaktorteil genügt vollauf. Wenn die Energieabnahme durch den Sekundärkreislauf versagt, darf der Reaktor bei voller Last auch leise vor sich hinglühen, wenn man die Isolierung wegklappt oder entfernt.

    Reaktor als Flüssigsalzbrennstoff oder etwas ähnliches mit direkter Spaltproduktabscheidung. Nur ein Sekundärkreislauf für eine Gasturbine, welche ebenfalls mit Luft betrieben wird. Der primäre Wärmeübertrager gibt die sekundäre Wärme direkt an die zu erwärmende Luft der Gasturbine ab. Die Gasturbine arbeitet nur mit Frischluft und die warme Abluft kann bedarfsweise für Heizzwecke weiterverwendet werden.

    Bei Undichtigkeiten tritt nur Frischluft von Turbinendruck aus in den drucklosen Reakor ein, welche dann andernorts durch eine Öffnung kontrolliert drucklos austritt und von möglichen gasförmigen Spaltprodukten gereinigt werden kann.

    Das ganze drucklose Reaktorgehäuse kann aus wärmebeständigem Material wie etwa feuerfestem Beton gestaltet sein, natürlich mit einer gasdichten äußeren Blechabdichtung von vielleicht 1-2 mm Stärke.

    Ungefähre Abmessungen für einen schnuckeligen 10 MWth Reaktor:
    Bauhöhe: 18 m
    Durchmesser: 13 m
    Max. Gastemperatur Luft primär: 750°C, Temperaturhub = 500 K
    Max. Brennelementtemperatur: 800°C
    Störfalltemperatur des Gehäuses bei Vollast: max 400°C

    Die monatliche Entsorgung der Spaltprodukte von rund 350 g mit standardisierten Kleinraketen empfiehlt sich dann zur Mittagszeit, wo der Hausmeister die Sonne mit Kimme und Korn auch besser anpeilen kann. Bei entsprechend sicheren Raketen (Feststoff, einstufig) braucht man keine schweren Sicherheitsbehälter mehr. Notfallfalschirm für den leichten Transportbehälter reicht dann schon aus, wenn wirklich etwas daneben gehen sollte.

    Einnahmen: 0,5 Mio €/Monat. Ausgaben: 0,1 Mio €/Monat. Oder alles auch weniger.

    Fernnetz entfällt, lokales Stadtnetz mit vielleicht 1 km Versorgungsreichweite reicht völlig aus.

    Spaß machen würde das bestimmt. Aber dennoch ist das einfach kritisch. Man muß dabei bedenken, daß solche Einrichtungen wegen Sabotage bewacht werden müssen und die Bewachung ist kaum von der Größe abhängig. Der Bewachungspersonalaufwand wäre daher zu hoch.

    Andererseits könnten solch kleine Einheiten, da „Massenware“, allerbestens durchkonstruiert werden. Ob man den „Strich“ 20 cm lang macht oder in der 2 GW Ausführung 20 cm lang macht und dafür den Maßstabsfaktor ändert, ist dasselbe. Der Konstruktionsaufwand ist also kaum von der Baugröße abhängig. Aber Materialverbrauch und Fertigung dagegen sehr. Die kleinen Einheiten wären daher sehr preiswert und könnten bestens durchgetestet werden.

  25. #108: Hofmann,M

    „Auch bei Ihnen würde mich die Meinung interessieren, wie Sie mit den abgeschalteten Kernkraftwerken in Deutschland umgehen wollen? Stehen lassen, bis diese durch die Zeit verfallen?“

    Aber nein! Zumindest nicht die hochaktiven ungebundenen Bauelemente. Der Rest ist unkritisch, der darf zerfallen.

    „Wie schaut es mit ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung aus…“

    Es ist nicht meine Verantwortung sondern alleine die der Betreiber! Uns Deutsche kostet das also gar nichts sondern nur die Betreiber werden ihren gesamten Gewinn bis auf ein oder zwei Unterhosen dafür aufwenden müssen. Sie können den ganzen Schrott sogar eigenhändig abbauen und den hochaktiven Atommüll mit bereitstehenden hochstandardisierten Kleinraketen Richtung Sonne schießen. Die Kosten für diesen Mülltransport samt den sicherheitsgeprüften Raketen fallen natürlich ebenfalls zu Lasten der Betreiber. Es gäbe noch eine andere Entsorgungsmöglichkeit, aber die ist derzeitig geologisch nicht spruchreif.

    „..wir leben schon lange mit der Kernkraft in Europa und wir werden noch lange Zeit damit leben.“

    Ich befürchte leider, daß wir das nicht mehr erleben werden. Wir haben schon zu lange mit der Kernenergie gelebt.

    “ Die Forschung und Entwicklung geht hier rasant weiter und es wird immer ein Lösung für irgendwelche Prolbeme geben.“

    Ist doch schön. Dann macht das Serien-Raketenkonzept auch keine Probleme und wird entsprechend preiswert gelöst werden können.

    „Auch für das Subvetnionierungsproblem der sog. Erneubaren Energien wird es eine Lösung geben müssen…“

    Wozu brauchen wir überhaupt eine Subventionierung? Wir sind auch nicht auf erneuerbare Energien angewiesen. Wir haben „fossile“ Energie im Überfluß. Wir müssen nur eine geeignete Fördertechnik hierfür entwickeln. Falls wir überhaupt noch nennenswerte Energie brauchen, wenn die degenerierten Überlebenden sich einen Fauskeil zurechtbiegen wollen.

  26. @A.Marie
    Auch bei Ihnen würde mich die Meinung interessieren, wie Sie mit den abgeschalteten Kernkraftwerken in Deutschland umgehen wollen? Stehen lassen, bis diese durch die Zeit verfallen?
    Rückbauen und die Rückbauteile im Zwischenlager Groleben einlagern? Oder können Sie uns zumindestens ein Endlager in Deutschland nennen?
    Wie schaut es mit ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung aus…wir leben schon lange mit der Kernkraft in Europa und wir werden noch lange Zeit damit leben. Die Forschung und Entwicklung geht hier rasant weiter und es wird immer ein Lösung für irgendwelche Prolbeme geben. Auch für das Subvetnionierungsproblem der sog. Erneubaren Energien wird es eine Lösung geben müssen…

  27. Horst Trummler:
    Ich bin gerade dabei ein Konzept eines grossen Schnellen MSR zu skizzieren.

    Ziele: Blockgrösse 2000MWe, Hohe Energiedichte, Kompakte Bauweise, einfacher Reaktoraufbau, Anlageninterne Brennstoffentgasung, externe Wiederaufbereitung. 2- Kreisläufe Salz und superkritisches Wasser als Sekundärkreislauf.

    ………………

    Wie wär´s mit einem neuen Themenblock:
    „Wir konstruieren, finanzieren und bauen ein Kernkraftwerk“.

    ..irgendwo im Osten (damit ist nicht der Osten von Deutschland gemeint).

    MfG

    Michael Loehr

  28. #100: Michael Loehr

    „Medizinische Fachzeitschriften geben ein ganzes Potpourri von Gründen an. Vom Vitamin A-Mangel, über die zu warme Umgebung der Hoden, Stress, die schon genannten Umweltgifte, Ernährungsverhalten etc..“

    Ach so, und warme Hoden hat es vor 20 Jahren noch nicht gegeben? Ihre medizinischen „Fachzeitschriften“ sind in aller Regel keinen Pfifferling wert. Das heutige Gesundheitswesen ist nur an Profit orientiert und nicht an der Gesundung von Kranken, welche sie vorher selbst produziert hat.

    „Denn eines habe ich bis zum heutigen Tage noch nicht verstanden, warum Sie und Ihre Kollegen so versessen darauf sind, die Nähe dieses „angeblich“ strahlenden Zugs zu suchen.“

    Ich war noch niemals auf einer Antikernenergiedemo. Kurz nach Tschernobyl wollte ich einmal, aber als ich dann Argumente hörte wie „schon ein Toter ist einer zuviel“ habe ich das sein gelassen. Mit solch ahnungslosen Chaoten wollte ich nichts zu tun haben. Sie hätten mir die über 100000 Toten wohl nicht geglaubt. Natürlich nicht unter Erwachsenen. Bei denen hätte es tatsächlich keinen Toten gegeben, genauso wie die Strahlenschutzbehörde es auch gesagt hat. Es waren nur Kinder die Betroffenen. Von denen sprachen die Strahlenschutzverbrecher jedoch überhaupt nicht.

    Meine „These“ entstammt keiner anderen Meinung, da ich mich mit dem Thema selbst beschäftigt habe und daher nicht auf Fremdmeinungen angewiesen bin. Ich habe hier nur angeführt, was zwischenzeitlich von Anderen herausgefunden wurde (Spermien) und das ist einfach nur erschreckend und macht mich wegen der bodenlos dummen Ignoranz der Kernenergieanhänger einfach nur wütend.

  29. #102: Dr.Paul

    Sie geben sich als Mediziner aus und schwadronieren von der Kernenergie und Strahlung. Erstaunlich nur, daß Sie von Ihren eigenen Berufsinhalten keinerlei Ahnung haben. Aber trösten Sie sich, die meisten Ihrer Kollegen haben das auch nicht. Dennoch gibt es einige, wo Sie es nicht einmal wert wären, ihnen den Staub von den Schuhsohlen zu lecken!

    Hier wird von „konkreten“ Toten durch die Kernenergie gesprochen und es werden noch weitere viele Millionen hinzukommen:

    http://video.google.com/videoplay?docid=5146778547681767408

  30. #100: hallo Michael, gehört zwar nicht zum Thema und ist auch political incorrect (aber wahr):
    Das Problem sind nicht die Spermien, davon wird es immer genug geben,
    sondern die fehlenden intakten Eizellen in Deutschland.
    Das Geschäft mit künstlicher Befruchtung boomt.
    Nur mit Bestrahlung hat das NICHTS zu tun,
    um so mehr mit dem Alter der Frau sowie (abgelaufenen) Infektionen.

  31. Hallo Frau Hung,

    Golsar ist schon spannend, nicht wahr? Ich hätte da noch Altenberg (allerdings weniger wegen Kupfer). Als Kind glaubte ich, dass rote Gebirgsbäche ganz normal sind. Ich frage mich nur, warum sie extra erst nach Neuguinea gehen um katastrophalen Bergbau zu zeigen, war ihnen Goslar etwa zu klein? Zeigt man dort etwa wie man mit Bergbau auch umgehen kann?

    Es tut mir leid, aber mir ist nicht ganz klar worauf Sie hinauswollen.
    Sie schreiben weiterhin, dass in China die „seltenen Erden“ billig weil absolut umweltschädigend abgebaut werden. Dem stimme ich voll zu. Australien könnte das bestimmt auch, macht es aber (noch) nicht. Aber was hat das nochmal mit Kernkraftwerken und Wasserkraftwerken also mit der Elektroenergieerzeugung zu tun? Ich kann auch ohne Bergbau Müll in die Flüsse kippen, oder verbrauchte Brennstäbe ins Nordmeer.

    mfg
    E.T.

    PS: Ich benötige kein Gold (bzw. ganz, ganz minimale Mengen).
    PS2: In der Energietechnik wird auch reichlich Aluminium verwendet.

  32. #94: Sabrina Schwanczar lassen Sie doch diese peinliche „ich bin ein Fachmann“ – Attitüde.
    Erstens ist Strahlenbiologie kein Bestandteil der Ingenieurwissenschaften, Sie sind also kein Fachmann!
    und zweitens geht es um logisches Denken.
    Logisches Denken als Alternative zu einer
    irrationalen Angstpsychose.
    Es ist dem Neurophysiologe, Psychiater,
    ja sogar dem unwissenschaftlichen Psychologen bekannt,
    dass Angst geradezu zu eine tunnelförmigen Einschränkung des Denkvermögens führt,
    auf Deutsch:
    ANGST IST EIN SCHLECHTER RATGEBER.

    Sie haben immer noch nicht erkennen lassen,
    warum bei Ihnen theoretische nicht wirklich konkretisierbare Tote
    schwerer wiegen als reale Tote.

    mfG

  33. @#96: Sabrina Schwanczar,

    wo steht was in
    http://tinyurl.com/7glvmlm
    dass die Aussage:

    “Diese Auswertung der
    Eidgenössische Kommission für die Sicherheit von Kernanlagen
    fuehrt einmal mehr die Behauptung von der angeblichen Sicherheit von KKWs ad absurdum.“

    begründet. Ihre Wahrnehmung ist schon stark gestört. Lassen Sie mal ihre Neurose behandeln. A. Marie muss man den Tipp auch immer wieder geben.

    “Und es ist nun mal leider so, dass Fehler bei dieser Technik in die Katastrophe fuehren koennen.“
    Meinen Sie so eine Nullnummer wie in Harrisburg oder dies
    http://tinyurl.com/77utz5c
    Oder kommen Sie jetzt wieder mit der sowjetischen Plutoniumfabrik?

    “Ich habe übrigens – wie Herr Limburg – Elektrotechnik/Nachrichtentechnik studiert und Verkehrssicherungstechnik.
    Ich kann also sehr gut beurteilen, was von den Beteuerungen der angeblichen Sicherheit von Kernkraftwerken zu halten ist.“
    Und welche praktischen Erfahrungen haben Sie mit Kernkraftwerken gemacht? Waren Sie schon mal in einem? Sind Ihnen dort Schaltungen und Geräte bekannt? Können Sie Aussagen zu Wartungsintervallen machen?

    “nun ist mir dummerweise der Text durch eine falsche Tastenbedienung verschwunden.“
    Alles klar Blondi!

  34. A.Marie, in England hat man angeblich heraus gefunden, dass Mobiltelefone (am Gürtel getragen) und Laptops auf dem Schoß, für die schlechter werdende Qualität der Spermien verantwortlich sind.
    Wie gesagt „angeblich“.

    Medizinische Fachzeitschriften geben ein ganzes Potpourri von Gründen an. Vom Vitamin A-Mangel, über die zu warme Umgebung der Hoden, Stress, die schon genannten Umweltgifte, Ernährungsverhalten etc..

    Ihre These scheint hingegen einer Minderheitenmeinung zu entstammen, getreu dem Motto „mal sehen, was wir der Kernenergie noch unterjubeln können“, denn behaupten kann man schließlich alles.

    „Trotzedem“ nimmt die Weltbevölkerung seit Jahrzehnten rapide zu, was unter ökologischen Aspekten, die Sie ja so vehement vertreten, mit Sicherheit kein echter Gewinn ist.

    Nachdem ich Ihren reichlich unflätigen Text überflogen habe, gebe ich Ihnen ein Tipp:

    „Sammeln Sie das schlecht gewordene Sperma in Castoren und bringen es zur Endladerung nach Gorleben“.

    Und meiden Sie dabei unbedingt die Blockade der strahlenden Castoren. Denn eines habe ich bis zum heutigen Tage noch nicht verstanden, warum Sie und Ihre Kollegen so versessen darauf sind, die Nähe dieses „angeblich“ strahlenden Zugs zu suchen. Sie gefährden dabei nicht nur die Gesundheit der Polizisten, sondern auch die eigene. Na ja, zumindest „angeblich“.

    MfG

    Michael Loehr

  35. Auweia, Frau Schwanczar,

    ihre Schwarz-Weiss-Denke ist ja noch schlimmer ausgeprägt als ich dachte. Das bezieht sich ja nicht nur auf Kernkraft. Für sie ist wahrscheinlich auch jeder, der nicht studiert hat, ein dummer Mensch. Und der fährt dann mit dem Geländewagen oder mit dem grossen Kreuzfahrtschiff und wenn ihm was passiert, ist es nicht schade drum, weil er ja eh dumm war.
    Frau S… sie sind der beste Beweis, dass auch ein Hochschulstudium nicht vor Dummheit schützt.
    Für ihren letzten Kommetar haben sie sich wieder mal eine verbale Klatsche rechts und links verdient.

  36. Frau Schwanczar, da Sie nicht einmal in der Lage sind Ihre Falschaussage bezüglich Forsmark zu korrigieren, sind Sie für mich jemand der aus ideologischer Verblendung bewußt die Unwahrheit sagt. In der WLN zu Forsmark ist der Ablauf der Störung minutiös beschrieben. Dieser WLN dienen der Verbesserung aller KKW um daraus zu lernen. Eine falsche Darstellung in den WLN macht keinen Sinn, weil aus falschen Darstellungen niemand etwas lernen kann. Die Aussagen in der WLN stammen im wesentlichen von der schwedischen Aufsichtsbehörde. Da Sie von Kerntechnik keine Ahnung haben, berufen Sie sich obskure Quellen, die zu Ihren ideologischen Überzeugungen passen. Für mich sind Sie nach Ihren bisherigen Aussagen jemand, der ganz bewußt die Unwahrheit sagt, um seine ideologischen Ziele zu erreichen.
    Fachlich haben Sie keine Ahnung.
    MfG
    H. Urbahn
    Admin: das Spamwort „speie“ war sehr passend

  37. #89: Thomas Heinzow

    „Im Regelbetrieb kann ein KKW beispielsweise binnen 2 Minuten um jeweils 10% der Nennlast pro Minute abgeregelt werden“

    Hahahaha.

    Und wie schnell geht das z.B. beim Walchenseekraftwerk?

    Sie sind Pfennigfuchser und haben von Technik genau Null Ahnung!

    „Wer also ine CO2-freie Energieversorgung auf Basis der Uralttechnologien Windmühle und Photovoltaik realisieren möchte kommt um die Nutzung der Kernenergie in welcher Form auch immer, nicht herum.“

    Ich habe noch niemals CO2-freie Energieumwandlung propagiert und weiß, daß der Klimaschwindel ein solcher ist! Von mir aus kann man Öl, Gas, Kohle und sonstiges verwenden, natürlich auch Windkraft usw. wie man will. All dies ist nicht gefährlich für die Menschheit. Aber Kernenergie ist ein Verbrechen an der Menschheit!

    Es gibt auch keinen einzigen Grund, weshalb wir Kernenergie haben müßten.

  38. #86: H. Urbahn

    nun ist mir dummerweise der Text durch eine falsche Tastenbedienung verschwunden.

    Um es kurz zu machen

    Die Sicherheit des KKW Forsmark war zu keinem Zeitpunkt seines Betriebs gegeben

    http://www.bfe.admin.ch/php/modules/publikationen/stream.php?extlang=de&name=de_983425407.pdf

    oder als TinzURL
    http://tinyurl.com/7glvmlm

    Diese Auswertung der
    Eidgenössische Kommission für die Sicherheit von Kernanlagen
    fuehrt einmal mehr die Behauptung von der angeblichen Sicherheit von KKWs ad absurdum.

    Der Mensch kann nicht fehlerfrei sein.

    Und es ist nun mal leider so, dass Fehler bei dieser Technik in die Katastrophe fuehren koennen.

    Und deswegen wird ein verantwortungsbewusst handelnder Mensch niemals fuer den Einsatz von Kernenergie sein.

    mfG

  39. #81: A. Marie, Leuren Moret hat keine Ahnung von Medizin oder Strahlenbiologie.
    Ich hab ein Interview von ihr gelesen anlässlich fukoshima:
    völliger Blödsinn.

    mfG

    Paul

  40. #83: J. Müller

    Sehr geehrter Herr Müller,

    es ist so, dass ein Diplomingenieur (FH), der Sie wohl sind, andere Ausbildungsinhalte vermittelt bekommt, als ein richtiger Diplom-Ingenieur, der eine universitäre Hochschulausbildung geniest.

    Der Diplomingenieur FH weiß zwar, was eine Redundanz ist und wo sie eingebaut wird, ist aber überhaupt nicht in der Lage, deren Auswirkungen auf die Sicherheit zu beurteilen, weil er die mathematischen Grundlagen in der Regel nicht kennt.

    DEr Fachschulingenieur hat in der Regel auch nicht die Kenntnisse höherer Mathematik, um komplexe Dinge in der Technik berechnen zu können.

    Oder können Sie berechnen, wie Eisenbahnschienen konstruiert sein müssen, dass sie nicht aufgrund von Schwingungen zerbersten ?

    Das lernt der richtige wissenschaftlich ausgebildete Diplomingenier.

    Der Fachschulingenieur lernt höchstens in eine Tabellenbuch hineinzuschauen, wo die entsprechenden DIN-Normen nachzulesen sind.

    Der Fachschulingenieur kann zwar elektronische Schaltungen zusammenschustern, aber er kann sie in der Regel nicht mathematisch durchstylen, dass sie möglichst wenig Strom benötigen bei möglichst großer Leistung und geringstem Bauelementeeinsatz.

    Der Fachschulingenieur weiß mit Kennliniengleichungen in der Regel wenig anzufangen und wunderte sich dann, warum bei seiner schönen Antennenanlage bei etwas schwieriger zu empfangenden Sendern Queerstreifen und Wellenlinien auf dem Bild störten.

    Der Diplomingenieur mit universitärer Hochschulausbildung weiß, wo und wie diese Störungen entstehen und wie man sie weg bekommt.

    Ich habe übrigens – wie Herr Limburg – Elektrotechnik/Nachrichtentechnik studiert und Verkehrssicherungstechnik.
    Ich kann also sehr gut beurteilen, was von den Beteuerungen der angeblichen Sicherheit von Kernkraftwerken zu halten ist.

    mfG

  41. #85: Michael Loehr

    Immerhin haben Sie schon eingestanden, eine xxxxxxxxx zu sein. Als solche führen Sie auch Beispiele auf, welche Ihre Hypothesen nicht einmal stützen können.

    Die Grundaussage war eine Veränderung der Anzahl schlechter Spermien von 15% auf 80% innerhalb von 20 Jahren. Ihre xxxxxxxx xxxxxxxxxlogik führt nun als Begründung an:
    ———-
    Die tatsächlichen Gründe für eine immer schlechter werdende Fortpflanzungsfähigkeit basieren – wissentschaftlich nachgewiesen – auf Umweltgiften (PCB, DDT u.a), sowie sonstigen Genüssen (Tabak, Alkohol, Koffein, Ernährung). Es gibt eine schon ältere Studie der Uni Kiel, die mal aufgestellt hat, was die Gründe für Krebserkrankungen sind.
    An erster Stellt, mit 35 % steht die Ernährung, dann kommen mit ca. 15 % Rauchen und Alkohol (aus dem Kopf) und mit 7 % ist das Sexualverhalten beteiligt, während die Kernenergie abgeschlagen mit 0,001 % auf dem letzten Platz landet.
    ————
    Also PCB, DDT, Tabak, Alkohol, Koffein und Ernährung.

    Fällt Ihnen da etwas auf? Natürlich nicht. Wegen Ihrer xxxxxxlosen xxxxxxxxxlogik.

    Jeder Ihrer „Gründe“ existiert schon seit „Urzeiten“ und kann daher nicht Grund für diesen rasanten Anstieg innerhalb weniger Jahre sein! Jedoch kann z.B. DU Munition ein Grund hierfür sein. DU Munition ist ein Abfallprodukt der Kernenergie und damt wird gleichzeitig ein Teil der Nuklide entsorgt, wenn auch nicht unbedingt beabsichtigt. Ein anderer Teil wird bei den üblichen Reaktorunfällen und auch bei der Endlagerung freigesetzt.

    Körblein hat zudem nachgewiesen und letztlich ist dies sogar offiziell bestätigt worden, daß jeder Anstieg der Radioaktivität Folgen nach sich zieht. Es gibt daher keine Schwellendosis im Niederstrahlungsbereich.

    Die radioaktive Umweltverseuchung kann nur zunehmen, nicht jedoch abnehmen. Wenn ich mir das heutige Personal ansehe, hier hat sich sogar eine Ingenieurspflaume dazu bekannt, sich bei seinen Meistern Rat einholen zu müssen, kann man auch deutsche Kernkraftwerke als von Türken aus Hinteranatolien gefahren ansehen. Schließlich sind die auch preiswerter.

    Bei mir war es übrigens immer anders herum. Die Meister baten mich um meinen Rat und wenn der Mann an der Drehmaschine meine Toleranzen nicht einhalten konnte, habe ich ihm erzählt, wie es richtig geht. Obwohl er das seit 20 Jahren schon immer so gemacht hat.

    „In Brasilien u.a. Orten mit hoher natürlicher Strahlenbelastung, ist eine Qualitätsverschlechterung der Spermien oder der Fruchtbarkeit, nicht feststellbar.“

    Offensichtlich ist dort die natürliche Strahlenbelastung eben nicht so hoch, daß sich dies bemerkbar machen könnte. Außerdem fehlt dort eben das Vergleichskollektiv bei der Fruchtbarkeit. Aber die Aussage, 80% weltweit, steht und ist nicht aus den Fingern herausgesaugt worden. Ein Blick durch ein Mikroskop zeigt auch ohne Referenz und abzählbar, wer lebt und wer nicht. Bei den Restgeburten zeigt sich außerdem ein hohes Maß an Mißbildungen.

    Der Zusammenhang mit der Kernenergie ist offenkundig. Als xxxxxxxxxxxxxx mögen Sie das vielleicht nicht erkennen und glauben daher immer noch an den Segen der verfluchten Kernenergie.

  42. #82: Dr.Paul sagt:

    ich versichere Ihnen, dass meine Induktionskochplatte nicht zur Verzierung an der Wand hängt.

    Eine Induktionskochplatte verbraucht erheblich weniger Strom als ein normaler Herd.

    Ich habe überhaupt nicht im Sinn, Energie und technischen Fortschritt zu verteufeln. Im Gegenteil – ich bin manchmal erstaunt, wie lange es dauert, bis er in der Praxis ankommt.

    Beispiel Camcorder – Digitalkamera.

    Als man Mitte der 1990er Jahre bewegte Bilder elektronisch aufzeichnen konnte, war klar, dass man auch Standbilder elektronisch aufzeichnen kann. Dass es noch bis etwa 2007 dauern würde, bis ordentliche Digiralkameras und zu einem bezahlbaren Preis erhältlich sind, hatte ich nicht erwartet.

    Man kann es drehen wie man will – der Schlüssel liegt in der Effizienz und nicht in der Masse.

    Wir haben heute auch keine Kriegsschäden mehr zu beheben.

    mfG

  43. @ Helga Hung #88

    „China ist dabei die kostengünstigere Produktion von Windkraftanlagen zu übernehmen.“

    Die Bezeichnung der Konverter der kinetischen Energie von Luftströmungen in elektrische als „Windkraftanlagen“ ist falsch.
    Historisch wurden die Konverter zur Bereitstellung von Energie seit babylonischen Zeiten genutzt und heißen deshalb Windmühlen.

    Daß mit der Entwicklung der Physik zur eigenständigen Wissenschaft durch Betz und andere Physiker (Aerodynamiker) die theoretisch erreichbaren Umwandlungsraten – gegenüber der Holländerwindmühle berechnet und wesentlich gesteigert werden konnten, berechtigt nicht dazu die Windmühle als Kraftwerk zu bezeichnen. Kraftwerke können im Gegenatz zu Windmühlen ihre Leistung kontinuierlich und nachfragegerecht zur Verfügung stellen.

    Weshalb China noch billig produzieren kann, dürfte bekannt sein. Eine Low-Tech, wie Windmühlen können die selbstverständlich billiger produzieren. Auch die Herstellung von Siliziumwafern (zur sog. Photovoltaik) ist inzwischen eine Low-Tech, die die Chinesen aufgrund der bekannten Wettbewerbsvorteile dominieren.

    Die generelle Frage ist also, warum bestimmte Leute den Import von grottenschlechten Sozial- und Umweltstandards per EEG durch die Hintertür einführen wollen bereits dabei sind?

  44. http://www.landkreis-goslar.de/media/custom/62_4891_1.PDF

    Liegen die Werte im Boden des von Ihnen genutzten Gartens über den die Vorsorgewerten,
    soll für Kinder und Frauen (bis 45 Jahre) die Ernährung aus dem Garten auf wenige, nicht
    als Hauptnahrungsmittel dienende Gartenerzeugnisse beschränkt werden (z.B. “ab und zu
    Erdbeeren”). Auf den Anbau von Kartoffeln soll grundsätzlich verzichtet werden.
    Liegt Ihr Grundstück im Bodenplanungsgebiet des Landkreis Goslar insbesondere in den
    Teilgebieten 1 und 2, sollen Kinder und Frauen (bis 45 Jahre) keine Erzeugnisse aus dem
    Garten essen. Der Anbau und Verzehr von Gemüse und Beerenobst sollte dann für alle
    Familienmitglieder nicht erfolgen. In begrenztem Umfang ist der Genuss von
    Küchenkräutern, Steinobst, Äpfeln und Birnen noch möglich.
    Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, welche Pflanzenarten bei Bodenbelastung
    in besonderem Maße erhöhte Schwermetallgehalte aufweisen. Durch Verzehrbeschränkungen
    für diese Obst- und Gemüsearten können erhöhte Schwermetallaufnahmen
    mit der Nahrung verringert oder vermieden werden.

    Es gebe ausreichend Rohstoffpotenziale heißt es auch bei der Deutschen Rohstoffagentur. So werden in der Nähe von Goslar und in der Lausitz neue Explorationen vorbereitet. Das geschätzte Potenzial der Lagerstätte liegt bei zwei Millionen Tonnen reinem Kupfermetall. Jedes Jahr könnten dort etwa 100.000 Tonnen Kupfer gefördert werden. Wegen der langjährigen Vorbereitungszeiten wird ein Abbau in der Lausitz frühestens in fünf Jahren beginnen. Anton Klassert vom Deutschen Kupferinstitut:
    http://www.ikus-umwelt.de/pdf/oroya.pdf

    http://www.ikus-umwelt.de/pdf/grasberg.pdf

    http://www.wecobis.de/jahia/Jahia/Home/Grundstoffe/Metalle_GS/Kupfer_GS

    # 87
    „Glauben Sie, das war ein realistischer Vergleich?“

    Ja

    „Nur weil EIN Unternehmen „
    War das ein Witz?

    Na super, wenn ich in Goslar wohne muss ich mich erst einmal Informieren, ob ich das Obst und Gemüse aus meinem Garten essen kann.

    http://tinyurl.com/75ue7qj

    Trotzdem, Lobenswert für diese Stadt, dass sie ihre Bürger informiert.

    Die größten Lagerstätten befinden sich in den USA, in Kanada, der GUS, in Chile, Peru, Australien, Indonesien, Simbabwe, Zaire, Sambia. In Europa sind die bedeutendsten Kupfervorkommen in Polen, Finnland, Griechenland und dem ehem. Jugoslawien.

    In Deutschland findet derzeit kein Bergbau für Kupfer mehr statt. In der Lausitz südlich von Cottbus wird aber eine der größten Kupferlagerstätten Europas erkundet.
    http://tinyurl.com/6tb7cvc

    Nur um es einmal festzuhalten, ich bin/war Metallographin.

    „Das Kupfer un das Gold kann nichts dafür. „

    Ich finde die Welt der Metalle im Mikroskop immer noch faszinierend.

    Indigene Völker, arm, ungebildet und möglichst weit weg, deren Umwelt muss man nicht schonen, dann ist man eine Erin Brokovich, was haben sie gegen die Frau?

    Leuren Moret gefällt ihnen wohl besser.

    Gruß
    Helga Hung

  45. @ A. Marie #81

    „Ohne diese Staudämme würden ihre Atomkraftwerke nämlich gar nicht funktionieren, weil sie den sich schnell ändernden Leistungsanforderungen nicht so schnell folgen können.“

    Hier im Norden snackt wi op Platt von Dünnshit, wat se schrieben hebt.

    Kernkraftwerke, insbesondere die Siedewasserreaktoren sind die am besten, schnellsten und ohne hohe Verschleiß regelbaren Kraftwerke überhaupt.
    Im Regelbetrieb kann ein KKW beispielsweise binnen 2 Minuten um jeweils 10% der Nennlast pro Minute abgeregelt werden, danach bis zur Leistung von 50% mit 5% der Nennleistung und darunter dann noch mit 3%.
    Im jeweiligen Lastband besteht natürlich dieselbe Möglichkeit die Last heraufzufahren.
    Selbstverständlich kann man per Schnellabschaltung auch binnen Sekunden die Leistung des Reaktors bis auf die Restzerfallswärmeleistung herunterfahren.

    All das können Sie im Internet problemlos recherchieren, anstatt hier unausgegorene Parolen und Behauptungen zu verbreiten.

    Ich bin aus gutem Grund wahrlich kein Freund von Uran235/238-Reaktoren (können sie in öffentlichen Publikationen nachlesen), aber man sollte schon bei der Wahrheit bleiben, was diese U-Boot-Technologie in ziviler Anwendung betrifft.

    Wer also ine CO2-freie Energieversorgung auf Basis der Uralttechnologien Windmühle und Photovoltaik realisieren möchte kommt um die Nutzung der Kernenergie in welcher Form auch immer, nicht herum.

    Das ist das Paradoxon der Ökojünger der Ökoreligion und wohl auch Ihrer, denn wenn se sik informert hat, hat unsereens nich op Platt snackt. 😉

  46. # 79
    „Ein Teil des Kupfers wird benötigt,“

    Sehr geehrte Frau Schwanczar,

    Stromkabel werden beim Bau eines Hauses verlegt, ob Sie später für 20 € oder 60 € Strom verbrauchen, spielt dann keine Rolle.

    Automobil Hersteller versuchen es mit Aluminium, hat aber beim Abbau vergleichbare Folgen für Mensch und Umwelt.

    „Wer auf Kernenergie setzt, positioniert die Kreativität an der falschen Stelle.
    Der fährt auch mit dem Geländewagen in den Urlaub. „

    Ich setze auf Kernenergie und das nicht nur, damit die hochstrahlenden Abfälle auf mittel oder gering Strahlend reduziert werden

    Die Kreativität dies zu bewerkstelligen ist da gut positioniert.

    Wer mit Mittel und geringstrahlenden Abfällen nicht leben kann, muss sich auch von der Nuklearmedizin verabschieden und greift damit direkt in das Leben anderer ein.

    …und ich habe einen Termin im Februar, wo mein neuer Caddy abgesenkt wird und eine Feste Rampe eingebaut wird, damit ich meinen Sohn transportieren kann.
    Was soll ich mit einem Geländewagen?

    China ist dabei die kostengünstigere Produktion von Windkraftanlagen zu übernehmen.

    –Seltene Erden für Windkraftanlagen, Hybrid-Autos, Laptops und vielen weiteren Hochtechnologie-Produkten. China produziert derzeit 97% der weltweiten Seltenen Erden. Die Abbaumethoden sind dermaßen umweltschädigend und unmenschlich, dass die Preise für den Abbau konkurrenzlos günstig ausfallen. –

    In den letzten 15 Jahren wurde der Energieverbrauch von vielen elektrischen Geräten stark reduziert. Der gesamt Energieverbrauch ist dagegen nicht deutlich gesunken. Meiner auch nicht, obwohl alle Haushaltsgeräte inzwischen A+ oder A++ haben.
    Strom für diverse Akkus Handy, Camera, Laptop, Navi, Elektrorollstühle, Elektroautos.

    Kurzum, die Energie Ersparnis einiger Geräte wird von der Vielfalt neuer Geräte überflügelt.

    # 91 http://tinyurl.com/44udvdk

    Gruß
    Helga Hung

  47. @Frau Hung
    Glauben Sie, das war ein realistischer Vergleich?
    Nur weil ein Unternehmen skandalös den giftigen Abraum in den Fluss kippt, ist die Förderung von Kupfer generll gefährlich/tödlich. Waren Sie schon mal in Goslar? Was Sie hier schildern erinnert mich an Erin Brokovich. Warum diese Vorgehensweise ökonomisch sinnvoll ist, kann Ihnen Herr Heinzow detailliert erklären. Das Kupfer un das Gold kann nichts dafür.

  48. Frau Schwanczar, bleiben sie doch beim Thema. Ihre Aussage war, das in Forsmark die Notstromaggegate nicht angesprungen sind. Diese Aussage ist nachweislich falsch. Geben sie dies doch einfach mal zu und versuchen nicht von dieser Falschaussage abzulenken. Sie berufen sich also auf das „Fachorgan Spiegel“. Die Aussage des Spiegel das 2 Notstromdiesel doch noch angesprungen sind, ist falsch, was beim einem solchen „Fachblatt gegen Kernenergie“ kein Wunder ist. Aber selbst der Spiegel behauptet nicht alle Notstromdiesel seien ausgefallen. Das war Ihre Ausage.
    Die beiden Notstromdiesel sind sofort in Betrieb gegangen und haben den Reaktor ausreichend gekühlt.
    Sie würden hier erheblich an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn Sie sagen würden, meine Aussage war falsch.
    MfG
    H.Urbahn

  49. A. Marie, die gute Geowissenschaftlerin kann behaupten was sie will. Nun gibt es Mitmenschen, die solche Behauptungen untersützen, weil sie ihnen gefallen bzw. in den Kram passen.
    Die tatsächlichen Gründe für eine immer schlechter werdende Fortpflanzungsfähigkeit basieren – wissentschaftlich nachgewiesen – auf Umweltgiften (PCB, DDT u.a), sowie sonstigen Genüssen (Tabak, Alkohol, Koffein, Ernährung). Es gibt eine schon ältere Studie der Uni Kiel, die mal aufgestellt hat, was die Gründe für Krebserkrankungen sind.
    An erster Stellt, mit 35 % steht die Ernährung, dann kommen mit ca. 15 % Rauchen und Alkohol (aus dem Kopf) und mit 7 % ist das Sexualverhalten beteiligt, während die Kernenergie abgeschlagen mit 0,001 % auf dem letzten Platz landet. Vorher, um etliche Faktoren höher, kommt noch die natürliche Strahlung und die medizinische Strahlung.

    In Brasilien u.a. Orten mit hoher natürlicher Strahlenbelastung, ist eine Qualitätsverschlechterung der Spermien oder der Fruchtbarkeit, nicht feststellbar.

    Ich bin nach wie vor dafür neue und moderne KKW´s zu bauen, wo man z.B. den schon vorhandenen Abfall noch einmal „runterbrennen“ kann, so dass die Halbwertzeiten deutlich reduziert werden. Denn Halbwertzeiten von 100 bis 500 Jahren finde ich allemal besser, als das „atomare Zeugs“ für Millioooooonen Jahre zu verbuddeln, was übrigens auch nicht dem Recyclinggedanken entspricht.

    Außderdem bin fest davon überzeugt, dass wir am Ende diesen Jahrhunderts mehr KKW´s in Deutschland haben werden, als vor dem unsäglichen
    Mora(l)torium dieser Regierung.

    Als Vater interessiert mich auch der Nachhaltigkeitsgedanke und weniger der Euro und der Zins. Sinnigerweise sind es sehr oft Grüne, die keine Kinder haben, die den tatsächlichen Eltern ein schlechtes Gewissen einzureden zu versuchen.

    Außerdem weiß ich als hirnlose Rotznase auch, dass ohne natürliche Strahlung weder die Sonne scheinen, noch der Wind wehen würde. Strahlung oder Radioaktivität gehören zum Leben dazu. Und im Laufe der Millionen Jahre hat sie sogar abgenommen.

    Ich hoffe, sie – die Radioaktivität – nimmt nicht ganz ab.:-)

    MfG

    Michael Loehr

  50. @#80: Sabrina Schwanczar,

    mit diesem Kommentar haben Sie erneut ihre vollkommene Inkompetenz zur Schau gestellt. Zwei Dieselaggregate reichen vollkommen aus um die Anlage ganz normal runter zu fahren.
    In Fukushima waren es nur zwei Dieselaggregate pro Block.
    Es war ein Meldepflichtiges Ereignis und es gab eine Weiterleitungsnachricht. Soweit so gut. Wenn man bedenkt, dass die Anlage auch noch 4 Stunden auf Batteriebetrieb zu kühlen gewesen wäre und man in der Zwischenzeit die Fehler beheben konnte oder alternativ die mobilen Einheiten zum Einsatz hätte bringen können, war noch deutlich von einer Kernschmelze entfernt.

    Was Sie auch noch nicht verstehen ist Folgendes:
    Kernschmelze, GaU oder wie man es auch immer nennt ist nicht das Ende der Zivilisation.
    Kein Toter in Harrisbur und kein Strahlentoter in Fukushima.
    In Harrisburg wurden einige Fische einer erhöhten Strahlung ausgesetzt und in Fukushima bleibt es bei temporären Evakuierungen. Wo ein Damm gebaut wird, kann man dauerhaft nicht mehr wohnen. Da war noch was
    http://en.wikipedia.org/wiki/Fujinuma_Dam
    Und mit welcher Menschenverachtung ihre sozialistischen Brüder und Schwestern in der Sowjetunion bei der Plutoniumproduktion mit Abfallstrom vorgegangen ist können Sie selbst beurteilen. Der Vergleich mit kommerziellen KKW ist soweit hergeholt wie der Vergleich des Bombenbaus mit der Kraftwerkskonstruktion.

    Also wie steht dass in
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,430086,00.html ?
    Der Spiegel schreibt, dass das Hamburger Abendblatt was weiß und dass zu denen
    „Ein Angestellter des Kraftwerks sagte schwedischen Zeitungen, dass ein Reaktor kurz vor der Kernschmelze gestanden habe.“ Das war sicher ein “Experte“!
    Wahnsinnsjournalismus!
    Wer sich ein realistisches Bild machen möchte, der schaut hier:
    http://tinyurl.com/7y337da
    Und ich weiß jetzt was da kommt:
    “ Aufgrund der dann nicht verfügbaren RDB-Bespeisung wäre es ohne wirksame Gegenmaßnahmen im weiteren Ereignisablauf zur Kernfreilegung gekommen.“
    Also, mit zwei von vier Dieseln funktionierte das prima.
    Und selbst bei Ausfall aller vier Diesel gibt es noch wirksame Gegenmaßnahmen und zum anderen, siehe Harrisburg und Fukushima. Keine Toten und keine dauerhaften Auswirkungen.
    Kernkraft ist sicher.

  51. @Sabrina Schwanczar:

    Ich muss mich als Ingenieur hier einmischen und zwar als richtiger Ingenieur. Sie haben wahrscheinlich kein richtiges Ingenieursstudium gehabt. Eher ein Wirtschaftsingenieurstudium. Das würde Ihre Defizite in vielen Bereichen erklären.

    Wenn Sie schon so hochnäsig alle Nichtingenieure als unfähig bezeichnen, bezeichne ich Sie als unfähig. Ich habe oft genug erlebt, wie ein Schlosser einem Ingenieur erklären musste, was er machen kann und was nicht. Dieser Ingenieur war weltfremd und hat kaum etwas von Konstruktion verstanden. Handwerker und Ingenieure sind sich ähnlich. Der Handwerker hat nur die Praxis gelernt, während der Ingenieur die Theorie gelernt hat und manchmal weiß, was möglich ist und was nicht. Ich hole mir oft Rat bei verschiedenen Meistern, weil ich mir bewusst bin, dass ich nie die Erfahrung haben kann, die diese Menschen angesammelt haben. Für mich sind diese Personen fast wichtiger als Ingenieure!

    Ihre Aussage zu den Toten des Kreuzfahrtschiffes ist abartig. Tote sind immer tragisch, wenn es durch Unfälle passiert und verdienen nicht so eine Aussage, wie Ihre. Trauen Sie sich überhaupt aus dem Haus, weil man von einem Auto angefahren werden kann und dadurch stirbt? Alles hat ein Risiko und man muss dieses Risiko eingehen. Auch bei Kernkraftwerken. Ohne Kernkraft hätten wir maximal einen Status eines 2. Welt Land, da diese Kraftwerke keine riesige Materialförderung benötigen.

    Ohne Speicher kann die Kraft aus Wind und Sonne NIE mit konventionellen Kraftwerken konkurrieren, egal wie günstig der Strom werden kann. Ich fordere Sie hiermit dazu auf, sich ein Windrad in den Garten zu stellen und Photovoltaikanlagen auf Ihr Dach zu pflanzen. Und um zu testen, ob Sie wirklich davon überzeugt sind, kappen Sie auch die Verbindung an das öffentliche Netz. Dann wollen wir sehen, ob Sie weiterhin in solchen Tönen von „erneuerbaren“ Energie sprechen.

    PS: Wind und Sonne schicken keine Rechnung. Uran auch nicht.

  52. #79: Sabrina Schwanczar,
    da scheint es ja doch ein paar gemeinsame Gedanken zu geben.
    Aber werfen sie den Befürwortern von preiswertem Strom bitte nicht gleich vor mit Geländewagen zu fahren. Es spricht doch eher dafür, dass sie besser rechnen können als die scheinheiligen Grünen.

    Wenn Sie mit so wenig Strom auskommen, will ich mal böse vermuten, Sie kochen oder backen NICHT.
    Viele unserer high tec Küchen stehen doch nur aus Prestige-Gründen (unbenutzt) in teuren Wohnungen.
    Ich empfehle immer, selber zu kochen als simples Rezept für gesunde Ernährung,
    einem wichtigen Schwachpunkt zivilisatorischem Lebens.

    Das „Mensch-Sein“ begann mit der Beherrschung des Feuers. Energie ist lebensnotwendig und Lebensfördernd. Physikalisch gibt es davon grenzenlos viel.
    Deshalb gehört ENERGIE gerade NICHT zu den endlichen Resourcen.
    Ich sehe in der religiösen Energieverteufelung eine Art Selbstmordprogramm der Menschheit,
    das ich nur verachten kann.
    Für mich sind diese Menschen dekadente Weicheier
    und arrogant,
    weil sie ihre Denkweise anderen aufzwingen wollen.

    Probleme wird es immer geben.
    Der Mensch ist in der (glücklichen) Lage
    Probleme lösen zu können.

    mfG

  53. Die Aufstellung im Artikel war wirklich eine Fleißarbeit und war wirklich interessant. Ein Journalist hätte dies sicher nicht besser gekonnt. Man beherrscht offenkundig bereits die Technik perfekt, die Umwelt zu verseuchen!

    Nur hat sich keiner Gedanken darüber gemacht, wie man den atomaren Dreck auch wieder entfernen könnte! Klar, das kostet eben zu viel Geld und bringt den „Investoren“ keinen Gewinn.

    Den hiesigen Kernenergiefetischisten ist dies natürlich egal, da sie nur das Rechnen mit Euro und Zins beherrschen und ansonsten keine nennenswerte Ausbildung genossen haben. Logik fehlt ihnen sowieso, wie man hier anhand einiger Aussagen zu Staudämmen entnehmen kann. Ohne diese Staudämme würden ihre Atomkraftwerke nämlich gar nicht funktionieren, weil sie den sich schnell ändernden Leistungsanforderungen nicht so schnell folgen können. Dies vermögen nur die Wasserkraftwerke und etwas langsamer dann die Gasturbinen und Kohlekraftwerke.

    Leuren Moret, eine Geowissenschaftlerin, welche sich intensiv mit der Radioaktivität auseinandergesetzt hat, behauptet, daß sich innerhalb von 20 Jahren die Anzahl der schlechten Spermien von weltweit 15% auf 80% aufgrund der radioaktiven Umweltverseuchung erhöht hat.

    Wozu also noch weitere Kernkraftwerke, deren überflüssigen Strom sowieso zukünftig niemand mehr abnehmen kann?

    Ihr armselige hirnlose Rotznasen habt das ganze Leben auf der Erde vernichtet!

    Die Redaktion wird dies natürlich nicht freischalten. Aber wissen tut sie es dennoch!

  54. #64 Herr Urbahn

    „#42 am 22.1.2011: Frau Schwanczar,
    Ihre Aussage in Forsmark seien die Notstromaggregate ausgefallen entspricht nioht den Tatsachen ( um es es nicht krasser zu formulieren). Zwei Notstromdiesel standen die ganze Zeit zur Verfügung und haben die Anlage mit Strom versorgt. 15 Minuten nach dem Kurzschluß, der Auslöser des Rückgriff auf die Notstromdiesel war, standen auch die beiden anderen Notstromdiesel sowie wie die externe und 70 kV Reservestromversorgung und etwas später auch die Gasturbine wieder zur Verfügung. Von einem „Station-Blackout“ war also Forsmark meilenweit entfernt. Gelle Frau Schwanczar man sollte sich erst einmal informieren und immer schön bei der Wahrheit bleiben.“

    #75 Herr Urbahn
    „Zur Ergänzung meines Kommentars und zur besseren Nachvollziehbarkeit: Der Originaltitel des Berichts lautet: Ereignis im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark, Block 1 am
    25.07.2006: „Nichtzuschalten von zwei Notstromdieseln beim Ausfall
    der 400-kV-Netzanbindung“
    Dies macht dwohl deutlich, daß die hier mehrfach wiederholten Aussagen von Frau Schwanczar definitiv nicht der WAHRHEIT entsprechen.“

    Nun Herr Urbahn, was von den Aussagen der Kernenergiebranche über Sicherheit und Unfälle von KKWs zu halten ist, haben ja Harrisburg, Tschernobl, Fukushima und eben Forsmark demonstriert.

    „Nur weil zwei der vier baugleichen Dieselaggregate doch noch ansprangen, konnte in Forsmark ein Teil der Notkühlung wieder in Betrieb genommen werden.“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,430086,00.html

    Herr Urbahn:

    Forsmark stand kurz vor der Kernschmelze

    – ohne dumme russische Technik
    – ohne dumme Tsunamies
    – ohne dumme russische Ingenieure
    – ohne dumme japanische Ingenieure

    – nur mit superintelligenten Westeuropäischen Bastlern

    Herr Urbahn und alle anderen Freunde der Kernenergie, die sich leichtfertig über die Realitäten dieser Technik hinwegsetzen,

    Kernenergie ist kein Computerspiel sondern Ernst.

    mfG

  55. Sehr geehrte Frau Hung, Sehr geehrter Dr. Paul,

    Die Vertreibungen von Menschen um die Natur auszubeuten, sind Verbrechen. Mit diesen Leuten habe ich Mitleid, denn diese sich unschuldige Opfer.

    Ich finde es gut, dass Sie auch die anderen Umweltprobleme im Blick haben.

    Das zeigt nachdrücklich, wie wichtig es ist, die Ressourcen zu schonen.

    Ein Teil des Kupfers wird benötigt, damit Leute – ein Poster nannte eine Zahl eines durchschnittlichen Stromverbrauchs von ca. 180 Euro je Monat, viel viel mehr Strom verbrauchen können, als notwendig.

    Allein wenn dieser Stromverbrauch auf Normalwerte gesenkt wird, kann man einige Kapazitäten der Energieversorgung sparen.

    Was denken Sie denn, warum ich mit Induktionskochplatte koche, warum ich mir nicht mehr einen Rechner mit der verlgeichsweise stromfressenden 45 nm Technik gekauft habe, sondern einen Sandy-Bridge mit 32 nm ?

    Es kommt doch nicht von ungefähr, dass meine Stromrechnung bei ca. 20 Euro/Monat liegt (derzeit 19 Euro Abschlag).

    Wer auf Kernenergie setzt, positioniert die Kreativität an der falschen Stelle.

    Der fährt auch mit dem Geländewagen in den Urlaub.

    mfG

  56. Sehr geehrte Damen und Herren,

    fällt Ihnen gar nicht auf, dass es ein Widerspruch in sich ist, einerseits kostenloses Mitleid mit Personen zu haben, die in aller Regel bewusst und aus eigenem Antrieb – Motto: „warum sollte das ausgerechnet mir passieren“ – das Risiko der Schiffskatastrophe eingegangen sind,

    in gleichem Atemzug aber große Teile der Bevölkerung dem Risiko einer nuklearen Katastrophe auszusetzen um des eigenen Vorteils willen.

    Meinen Sie nicht, das in anbetracht dieser Tatsache das von Ihnen gespielte Mitleid für die Opfer der Schiffskatastrophe zynisch wirkt ?

    mfG

  57. @#76: Gerd Stender,

    Frau Schwanczar und die anderen Kapazitäten wie Hader, Naumann, Fischer (Axel) etc. sollen hier ruhig weiter posten. Nur durch diese sozialistische Menschenverachtung die diese Leute an den Tag legen kann man deutlich machen, worauf sie wirklich hinaus wollen.
    Wenn man den Grünfaschisten dies unterstellen würde, könnten sie das ja prima abstreiten. Aber so tritt es schön zutage.
    Sehen sie es als Glücksfall.
    Grüße

  58. #73 Herr Glatting,

    „…haben Sie sich wohl im Bereich Sozialkompetenz endgültig verabschiedet.“

    ich gehe noch weiter und bezeichne das Gescheibsel als respektlos und menschenverachtend und fordere den Admin auf, die Dame aus diesem Forum zu verbannen!

    mfG GS

  59. Zur Ergänzung meines Kommentars und zur besseren Nachvollziehbarkeit: Der Originaltitel des Berichts lautet: Ereignis im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark, Block 1 am
    25.07.2006: „Nichtzuschalten von zwei Notstromdieseln beim Ausfall
    der 400-kV-Netzanbindung“
    Dies macht dwohl deutlich, daß die hier mehrfach wiederholten Aussagen von Frau Schwanczar definitiv nicht der WAHRHEIT entsprechen.

    MfG
    H.Urbahn
    mfG

  60. # 66 „was ist den besser: Wenn leute wegen Staudammprojekten umsiedeln müssen – auch aus Gründen der Sicherheit – falls mal einer bricht – oder die Umsiedlung der Leute aufgrund von radioaktiver Kontaminierung wie in Tschernobl und Fukushima.“
    Sehr geehrte Frau Schwanczar,

    Umsiedlung und Vertreibung sind zweierlei. Bei Wasserkraftwerken, sowie auch bei Biomasse (Zuckerrohr, Palmölplantagen) wird offiziell (UN) darüber geschrieben das Menschen vertrieben werden (nicht umgesiedelt), dass Menschenrechtsverletzungen stattfinden.

    Umsiedlung gibt es überall, beim Straßenbau angefangen. Es ist nur die Frage, wie ich damit umgehe und dass ist nicht einfach, weil es sehr viele Interessen gibt.

    Ein Beispiel – World Commission on Dams http://tinyurl.com/7we8qtw

    Von den 1,1 Milliarden US-Dollar Gesamtkosten des Staudammprojekts sollen 34 Millionen, also gute drei Prozent, für die Umsiedlung der betroffenen laotischen Bevölkerung ausgegeben werden. Dies entspricht ungefähr dem Anteil, der auch im deutschen Braunkohletagebau für Umsiedlungsmaßnahmen ausgegeben wird. Mit Aufwendungen in der Größenordnung von fünf Prozent der Gesamtkosten sind hierzulande bisher weitgehend einvernehmliche Entschädigungslösungen möglich gewesen.
    Man könnte hier auch sagen, nach 50 – 80 Millionen (Umsiedlungen und Vertreibungen) macht man sich Gedanken wie es besser gehen könnte.

    Bei der Biomasse wird es wohl noch einige Jahre dauern, bis man sich Gedanken macht.
    http://tinyurl.com/83svwvf

    # 61 E. Teufel
    „Wie sieht es mit Umsiedlungen auf Grund von Urantagebau (wer nicht geht wird halt kontaminiert)“
    Da geb ich Ihnen Recht, wird Zeit, dass an besseren Arbeits- und Umweltschutzbedingungen gearbeitet wird.

    Wie kommt es, dass bei Kernkraft so viele den moralischen Zeigefinger heben?

    !!Der moderne Goldabbau verletzt die Menschenrechte und hinterlässt tote Mondlandschaften, lang anhaltende Umweltschäden und soziale Probleme.!! Zyanid, Quecksilber, ja man kann sich mit vielen Dingen kontaminieren.

    Haben Sie schon mal eine Menschenkette in Deutschland gesehen, die fordert, dass wir sofort aus dem Goldhandel aussteigen.

    !!Auf einer Länge von rund 70 Kilometern unterhalb der Kupfermine ist der Ok Tedi biologisch tot. – vergiftet durch den angeschwemmten Schlamm, der unter anderem Cadmium, Blei, Zink und Arsen enthält.

    Die rund 50 000 betroffenen Flussanwohner in über 100 Dörfern entlang des Ok Tedi
    werden in Australien also nicht mehr auf Schadenersatz klagen können. Ihre einst fruchtbaren Gärten liegen heute unter einer meterdicken giftigen Schlammschicht begraben.

    Als Grossabnehmerin hat die Norddeutsche Affinerie von der Ok Tedi- Mine seit deren Eröffnung jährlich rund 90 000 Tonnen Kupfererz bezogen. Das gewonnene Metall verarbeitet
    sie hauptsächlich zu Zwischenprodukten für die Erzeugung von Kabeln, Drähten, Blechen,
    Folien, Rohren und Profilen.!!! http://tinyurl.com/7b9jhd8
    Das ist eine Mine von vielen.

    Haben Sie schon mal eine Menschenkette in Deutschland gesehen, die fordert, dass wir sofort kein Kupfer mehr verwenden.

    Damit dürfte sich dann das Stromproblem erledigt haben.

    Gruß
    Helga Hung

  61. @#67: Sabrina Schwanczar,

    Sie meinen, dass die Ereignisabläufe in Forsmark nicht spezifiziert waren.

    Ich kann nicht für die Schweden sprechen und insbesondere kenne ich nicht das dortige Betriebshandbuch.

    In deutschen und schweizerischen KKW ist der Notstromausfall spezifiziert. Also auch der Fall, wenn gar kein Notstromaggregat anspringen würde. Für Siedewasseranlagen steht dann die Kühlung über die Notspeiseturbine, die mit Batteriestrom zu bewerkstelligen ist, bis zum Eintreffen von mobilen Pumpen (Die roten Pumpenautos von der Feuerwehr) zu Verfügung.

    Das hätte auch in Fukushima gereicht. Der Ausfall des Batteriestroms von Block 1 basierte auf mangelhafter Instandhaltung, weil der Block bald stillgelegt werden sollte.

    „Ich wiederhole nochmal:

    Man kann sich als Laie nicht dauerhaft als Fachmann ausgeben. Das funktioniert nicht.“

    Stimmt Frau Schwanczar. Ihre Ausführungen zu technischen Aspekten sind nur noch lächerlich. Und mit Aussprüchen wie

    „Die Leute, die auf dem italienischen Schiff verunglückt sind tun mir nicht leid.“

    haben Sie sich wohl im Bereich Sozialkompetenz endgültig verabschiedet.

  62. #66: Sabrina Schwanczar sagt:am Donnerstag, 26.01.2012, 23:11

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Die Leute, die auf dem italienischen Schiff verunglückt sind tun mir nicht leid.

    Im Gegenteil.“

    Sehr geehrte Fr. Schwanczar,

    ihre Menschenverachtung lässt sich ja kaum in Worte fassen.
    Viele ihrer Kommentare waren ja zuvor schon Kritikwürdig, mit diesem hier disqualifizieren sie sich endgültig!

  63. Frau Schwanczar wer hat Ihnen diesen Unsinn erzählt ? 2 der $ Notstromdiesel sind sofort angesprungen und haben ihre Aufgaben erfüllt. Ich bin im Besitz der entsprechenden Unterlagen.
    Hörem Sie endlich auf die Unwahrheit zu sagen.
    MfG
    H.Urbahn

  64. # Frau Schwanczar

    Also ich bin ja eigentlich gegen Gewalt, soweit es sich vermeiden lässt. Aber bei ihren Kommentaren zuckt es wirklich in meinen Händen und ich würde ihnen gern für ihre zynischen und unerträglich selbstgerechten und dummen Kommentare links und rechts eine klatschen. Und zwar sofort, spontan, in dem Moment, in dem sie so etwas hier schreiben, sie unerzogene, freche Göre, sie!

    Werter Admin: das ist nur meine persönliche Meinung und keine Tatsachenbehauptung und fällt doch sicher noch unter freie Meinungsäußerung. Bitte also posten! 😉

  65. #66S. Schwanczar

    Kann man noch grösseren Stuss labern? Ich bin
    sicher sie können!“

    „Die Leute, die auf dem italienischen Schiff verunglückt sind tun mir nicht leid.

    Im Gegenteil.“

    Sie tun sich nur selber leid.

    „Und nochmal zu Forsmark:

    Weil es das Personal mit viel Glück gerade noch so geschaft hat, zwei der vier Notstromaggregate von Hand einzuschalten und die Kernschmelze gerade noch so verhindert werden konnte ist nach Ihrer Meinung alles paletti.

    Sie scheinen irgendwie nicht von dieser Welt. Sie verhalten sich als wäre alles nur Spiel – Monopoli.“

    Dazu sind Personal und Notstromaggregate da!
    Bleiben sie mal lieber in Ihrem Hormonblog.

  66. #63: D. Glatting sagt:am Mittwoch, 25.01.2012, 07:26

    „Können Sie, der nicht mal den Unterschied zwischen einem Dampferzeuger und einer Turbine kennt, auch nur einen Fall nennen, der nicht spezifiziert ist?“

    Sehr geehrter Herr Glatting, ich vernehme gerade, dass Ihrer Auffassung nach die Ereignisabläufe in Forsmark spezifiziert waren ?

    Ich wiederhole nochmal:

    Man kann sich als Laie nicht dauerhaft als Fachmann ausgeben. Das funktioniert nicht.

    Auch bei Ihnen Herr Glatting, der Sie das sehr geschickt taten, funktioniert es nicht.

    mit freundlichen Grüßen

  67. #64 Herr Urbahn,

    Die Notstromaggregate waren alle 4 ausgefallen.

    Zwei davon konnte das Personal noch rechtzeitig manuell zuschalten.

  68. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Die Leute, die auf dem italienischen Schiff verunglückt sind tun mir nicht leid.

    Im Gegenteil.

    Diese Leute hätten aufgrund der vorangegangenen ähnlichen Unfälle – fast alle nur mit solchen Monsterschiffen – wissen müssen, dass dieses Risiko mitfährt.

    Wenn es diesen Leuten um ein Kreuzfahrt ging, um mal die Landschaft kennen zu lernen, hätten sie dies mit einem deutlich kleineren Schiff genau so erreichen können – ohne ein vergleichbares Risiko.

    Es scheind Ihnen absolut nicht klar zu sein, das so ein Monsterschiff überhaupt nicht manövrierfähig ist, wenn die Gefahr nicht sehr weit entfernt von der Klippe/ dem Eisberg erkannt ist.

    Sie sind eben technische Laien, auch wenn Sie das gern anders darzustellen versuchen.

    In Hamburg oder im Wendland z.B. setzen sich die Leute eben nicht freiwillig dem Risiko der Kernenergie aus, sondern werden diesem Risiko durch andere ausgesetzt. Das wollen Sie offensichtlich nicht verstehen.

    Und nochmal zu Forsmark:

    Weil es das Personal mit viel Glück gerade noch so geschaft hat, zwei der vier Notstromaggregate von Hand einzuschalten und die Kernschmelze gerade noch so verhindert werden konnte ist nach Ihrer Meinung alles paletti.

    Sie scheinen irgendwie nicht von dieser Welt. Sie verhaltebn sich als wäre alles nur Spiel – Monopoli.

    Der eigentliche Grund, warum Sie hier für Kernenergie und gegen Windkraft trommeln ist jedoch ein ganz ganz anderer:

    An der Leipziger Strombörse stehen die Strompreise aufgrund des Erfolgs der Windenergie unter Druck und damit die vier großen Energiekonzerne.

    Also versuchen sie mit aller Macht die Windenergie unwirtschaftlich zu reden um die Schrotttechnik aus dem Kernenergiezeitalter noch ausbeuten zu können, so lange es geht.

    Parallel dazu gibt es in der Photovoltaik Entwicklungen, die befürchten lassen, das diese Technik mindestens in Teilbereichen wirtschaftlich wird. Diese Entwicklung ist das Aufdampfen der Technik, mit der die Licht in Strom umgewandelt wird.
    Mit dieser sehr sehr billigen Technik kommt Photovoltaik unweigerlich in den wirtschaftlichen Bereich.

    Technisch ist damit das Ende der Kernenergie besiegelt. Da können Sie als technische Laien noch lange strampeln. Auch sie werden gegen wirtschaftliche Realitäten nicht bestehen können.

    Sehr geehrte Frau Hung

    was ist den besser: Wenn leute wegen Staudammprojekten umsiedeln müssen – auch aus Gründen der Sicherheit – falls mal einer bricht – oder die Umsiedlung der Leute aufgrund von radioaktiver Kontaminierung wie in Tschernobl und Fukushima.

    Mit freundlichen Grüßen

  69. #59 Herr Hader

    Mein Beispiel mit dem abstürzenden A380 war nur ein Beispiel für einen extremen Unfall, der theoretisch passieren kann. Ich bin aber deshalb nicht gegen Flugzeuge. Eben weil es sehr unwahrscheinlich ist, dass das passiert. Und weil es im Vergleich zu den Vorteilen des Flugverkehrs in Summe ein akzeptables Risiko ist, welches ich selbst auch eingehe, da ich auch regelmäßig fliege.
    Aber machen Sie doch mal diesen Alternativenvergleich mit den KKW!
    Die derzeitige Alternative laut EEG ist unsichere, teure und zufällige Energie aus Sonne und Wind (und kommen Sie mir nicht wieder mit Biomasse! Das gab es schon vor dem EEG und das ist auch nicht die Hauptzielrichtung der derzeitigen deutschen Energiepolitik! Es geht um Wind und Sonne).
    Das sind keine wirklichen Alternativen. Und die Risikoabwägung (Schadenfälle in der Vergangenheit und Wahrscheinlichkeitsschätzung für die Zukunft) fällt im Zweifel noch besser aus als die Risikoabschätzung für Flugzeuge. Inzwischen hatten wir in Fukushima den von allen beklagten, ach so furchtbaren Super-GAU. Es sind aber nicht die von den KKW-Gegnern prophezeiten Folgen eingetreten, obwohl es sogar zu einer Kernschmelze gekommen ist.

    Also wie ist Ihre Riskioeinschätzung?

    Meine ist klar. Und ich bin für deutsche Hochsicherheits-KKW und auch, trotz noch höherem Risiko, für Flugverkehr.

  70. #42 am 22.1.2011: Frau Schwanczar,
    Ihre Aussage in Forsmark seien die Notstromaggregate ausgefallen entspricht nioht den Tatsachen ( um es es nicht krasser zu formulieren). Zwei Notstromdiesel standen die ganze Zeit zur Verfügung und haben die Anlage mit Strom versorgt. 15 Minuten nach dem Kurzschluß, der Auslöser des Rückgriff auf die Notstromdiesel war, standen auch die beiden anderen Notstromdiesel sowie wie die externe und 70 kV Reservestromversorgung und etwas später auch die Gasturbine wieder zur Verfügung. Von einem „Station-Blackout“ war also Forsmark meilenweit entfernt. Gelle Frau Schwanczar man sollte sich erst einmal informieren und immer schön bei der Wahrheit bleiben.
    MfG
    H.Urbahn

  71. @#59: S.Hader,

    „Das will ich doch auch schwer hoffen. Nur können die Sicherheitsleute auch keine Wunder bewirken und all die Eventualitäten ausschliessen, für das die Werke nicht spezifiziert sind.“

    Können Sie, der nicht mal den Unterschied zwischen einem Dampferzeuger und einer Turbine kennt, auch nur einen Fall nennen, der nicht spezifiziert ist?

  72. @ E.Teufel #58

    „Staudämme hatten schon immer riesige Vorteile und nicht alle sind zu Stromerzeugung (Staudammbrüche vor 1882). Vielmerh zur Trinkwasserversorgung oder für Hochwasserschutz. Hier müssten Sie eine Positiv-Liste aufbauen, was allerdings nicht geht.“

    Dann ökonomisieren Sie mal schön, Sie Ingenieurkünstler. Was ist ein Staudammtoter wert, was ein KKW-Toter (gibt es die überhauptß), was sind die Gesundheitsschäden durch EEG-Anlagen wert ….

    Nur zu Herr Ingenieurkünstler. Vergessen Sie dabei nicht den Diskontsatz.

  73. @Frau Hung

    Glauben Sie etwa, Anschläge gäbe es nur bei Talsperren?
    http://tinyurl.com/7e64qp2

    ..und Umiedlungen gäbe es nur bei Wasserkraftwerken?
    Wie sieht es mit Umsiedlungen auf Grund von Urantagebau (wer nicht geht wird halt kontaminiert), auf Grund von Braunkohletagebau etc. aus? Bei Ölkatastrophen brauchen wir gar nicht erst anfangen.

    Technischer Fortschritt hat immer seine Kehrseite. Vielleicht wäre Ägypten besser gekommen, anstatt dem Assuan-Staudamm auf Solarthermie+Salzspeicher zu setzen.

  74. # 58
    „Staudämme hatten schon immer riesige Vorteile „

    Sehr geehrter Herr Teufel,
    ich teile Ihre Ansicht nicht, vielleicht bin ich auch zu empfindlich.

    Was ist den das für eine Schätzung „40 – 80 Millionen“, dass ist Verachtung für Menschen die uns nicht interessieren.

    Aber Hallo, 80 Millionen Menschen, dass ist ungefähr die Bevölkerung von Deutschland.

    http://tinyurl.com/79n5xx8
    Allein 40 bis 80 Millionen Menschen mussten wegen der Dämme umziehen. Zugleich seien nicht nur Flora und Fauna in der gefluteten Region zerstört worden. Oft seien unterhalb des Dammes ganze Regionen ausgetrocknet, Fischpopulationen seien verschwunden. Vielen Menschen am Unterlauf der Flüsse habe das die Lebensgrundlage genommen.

    http://tinyurl.com/7geha8c
    Die geplante Öde
    Überlebenskampf, Staudämme und Entwicklungsplanung in Indien

    http://tinyurl.com/738b5tl
    Bombenalarm an der Talsperre Pöhl

    Hat mich selbst überrascht, da hat doch glatt einer schon den Versuch gestartet.

    Gruß
    Helga Hung

  75. Hallo Herr Jensen,

    „vielleicht ist auch in deutschen AKWs bisher nichts Verheerendes passiert, weil Sicherheitsleute bisher vor und während des Betriebs von AKWs ihre Hausaufgaben gemacht haben?“

    Das will ich doch auch schwer hoffen. Nur können die Sicherheitsleute auch keine Wunder bewirken und all die Eventualitäten ausschliessen, für das die Werke nicht spezifiziert sind.

    „Wie gesagt, was halten Sie von dem wahrscheinlicheren Risiko eines abstürzenden A380 in einem Wohn- oder Industriegebiet?“

    Dieses Risiko ist vorhanden und solche Fälle sind real auch passiert. Jedoch wenn Sie darauf passierend eine Entscheidung bzgl. der Luftfahrt treffen wollen, dann müssen Sie auch sagen, welche Alternativen zur Verfügung stehen. Wenn die Alternative heissen sollte „Flugverkehr im Land verbieten“, dann schauen Sie sich entsprechend die Vor- und Nachteile einer solchen Entscheidung an und Sie werden schnell feststellen, dass diese Einschränkung an Mobilität noch weiterreichende Folgen für das Land hat.

  76. „Vielleicht Wasserkraft? Rechnen Sie mal zusammen http://tinyurl.com/6xacq8k ungefähr seit 1950 so um die 50 000 Tote. “
    Da vergleichen Sie aber Äpfel mit Orang Utans.
    Staudämme hatten schon immer riesige Vorteile und nicht alle sind zu Stromerzeugung (Staudammbrüche vor 1882). Vielmerh zur Trinkwasserversorgung oder für Hochwasserschutz. Hier müssten Sie eine Positiv-Liste aufbauen, was allerdings nicht geht.

  77. # 48 Frau Schwanczar

    „Aber Mitleid mit Leuten, die mit dem Flugzeug abstürzen oder dem ICE verunglücken, mit Leuten, die das Risiko bewusst eingegangen sind, ist sicher Mitleid an der falschen Stelle.“

    An dieser Stelle, Frau S., schöne Grüsse von den Toten auf der „Costa Concordia“!

    Lieber Admin, gibt es eigentlich eine Masseinheit
    für Enthirnung?

  78. Herr Hader,

    vielleicht ist auch in deutschen AKWs bisher nichts Verheerendes passiert, weil Sicherheitsleute bisher vor und während des Betriebs von AKWs ihre Hausaufgaben gemacht haben?
    Wie gesagt, was halten Sie von dem wahrscheinlicheren Risiko eines abstürzenden A380 in einem Wohn- oder Industriegebiet?
    Ansonsten steht alles zu Risikoabwägungen im Beitrag #54 von Frau Hung. Mehr braucht man dazu nicht sagen.

  79. „Das ändert aber nichts am ideologisch verblendeten Denken von Frau S. und auch nicht daran, dass es bisher diese Ereignisse nicht gegeben hat (bis auf den Schrottreaktor Tschernobyl). Zitat von Frau S: „Forsmark ist nur knapp an einer Kenrschmelze vorbeigeschrammt.“ Also wieder nichts passiert. Und dann Fukushima, da gab es sogar mehrfach Kernschmelze. Aber siehe da: kein Mensch ist dabei bzw direkt durch die Kernschmelze umgekommen oder auch nur irgendwie zu Schaden gekommen.“

    Hallo Herr Jensen, ich finde diese Art der Argumentation schon etwas merkwürdig. Wollen Sie die Gefährlichkeit einer Technik daran festmachen, wo das Pendel beim schmalen Grad zwischen „gerade noch mal Glück gehabt“ und „Auseinanderbrechen des Druckbehälters und Verteilung des Atommülls im Umkreis von hunderten Kilometern“ am Ende ausgeschlagen ist? Das ist ungefähr so, als wenn Sie die ganze Zeit mit defekter Servolenkung fahren und zwei Mal nur knapp einem entgegenkommenden Fahrzeug ausweichen konnten und hinterher sagen, warum soll ich in die Werkstatt fahren, es ist doch immer gut ausgegangen. Einige brauchen wohl so einen Denkzettel, damit sie anfangen darüber nachzudenken. Wohlgemerkt, nur nach- und nicht umzudenken.

    Wenn Zuständige für Sicherheit in Privatunternehmen oder beim TÜV oder BG immer nur dann einschreiten würden, wenn der tödliche Unfall passiert ist, würden die einen schlechten Job machen.

  80. #Sabrina Schwanczar sagt

    „Kernenergiebefürworter maßen sich hingegen an, dass Leben Anderer auf’s Spiel zu setzen, in das Leben Anderer einzugreifen.“
    „Da werden Grenzen überschritten, die ein Mensch mit einem Mindestmaß an Anstand nicht überschreiten wird.“

    Sehr geehrte Frau Schwanczar, vielen Dank für die Info, dass ich kein Mindestmaß an Anstand habe, aber ich kann damit leben.

    Welche Energieerzeugung soll es den sein?
    Vielleicht Wasserkraft? Rechnen Sie mal zusammen http://tinyurl.com/6xacq8k ungefähr seit 1950 so um die 50 000 Tote.

    Wir brauchen unbedingt noch mehr Speicherseen um Wind- und Solarenergie zu speichern und natürlich greift da niemand in das Leben anderer ein. — Im Sinne der DIN 19 700 bleibt ein Restrisiko an Talsperren daher nur für sehr extreme Hochwasserereignisse oder Erdbeben bestehen.

    Aus Angst vor extreme Hochwasserereignisse oder Erdbeben haben wir Atommeiler abgeschaltet, aber weil es ja nie vorkommt, ist das Restrisiko bei Talsperren oder Staubecken vernachlässigbar. Ist doch logisch, oder?

    —Die Betrachtung eines Restrisikos an der Mönetalsperre erfordert auch die Berücksichtigung des Bruchs der Staumauer nach einem britischen Bombenangriff in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943. Derartige, durch Kriege oder Attentate verursachte Ereignisse, entziehen sich jedoch statistischen oder wahrscheinlichkeitstheoretischen Berechnungen. Die Gefahrenabwehr für auf diese Weise verursachte Katastrophen an großtechnischen Anlagen liegt in Deutschland in der Verantwortung des Katastrophenschutzes oder der Bundeswehr.
    Die Bruchwelle der Möhnetalsperre kostete mehr als 1 000 Menschenleben. Trotzdem leben und arbeiten im betreffenden Bereich wieder Menschen, wissend, dass eine Wiederholung nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen ist.—-

    Aber weil eine Wiederholung nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen ist, bauen wir jetzt um die Zwischenlager dicke Betonwände, die gegen Attentate (Angst vor Terror) und Flugzeugabstürze schützen sollen.
    Ist doch logisch, oder?

    Wie wäre es mit Windkraft, da greift natürlich niemand in das Leben Anderer ein.

    Schalldruckimmissionen unterliegen keiner Grundrechtskontrolle.

    GG §2 (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit und GG §3 (3) (3) Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden, können Sie vergessen.

    Das Land wird in Schutzgebiete eingeteilt und Menschen werden typisiert.

    Wer nicht im richtigen Schutzgebiet wohnt und nicht der richtige Typ ist, hat gesundheitliche Auswirkungen hinzunehmen.

    Realisiert wird es auf dem Lande dadurch, dass eine Hörschwelle verwendet wird, die gerade für 60 % der Anwohner ausreichend ist.

    Bei Schalldruckimmissionen wird nicht von Toten gesprochen, sondern von einem Verlust an gesunden Lebenstagen/jahren, dass hört sich besser an.

    Entspricht das einem Mindestmaß an Anstand Menschen zu typisieren mit dem Ziel sie nachteilig zu behandeln?

    Es gibt keine Energiegewinnung ohne Risiko. Die Risiken zusammengenommen von Wasser, Wind und Biomasse sind mir zu hoch.

    Im übrigen Frau Schwanczar kommt aus ihrer Steckdose Strom, weil Atomkraftwerke in Betrieb sind, wir hängen nun mal alle am europäischen Verbundnetz.

    Gruß
    Helga Hung

  81. Ein paar Gedanken zu obigen hartnäckigen Rundumschlägen: „..ich / wir wissen es und Sie haben kein Studium und sowieso keine Ahnung“.

    Im Umgang mit anderen Menschen bin ich zur Feststellung gekommen, dass es eher die akademisch gebildeten Menschen sind, die hartnäckig ihre eigenen Vorstellungen verteidigen. Nach dem Eindruck, den ich z.B. von Frau Schwanczar habe, ähnelt sie einem mir bekannten Dipl.-Phys. und auch einem Dipl.-Ing der Verfahrenstechnik.

    Beide wissen noch nicht mal, wie viel xy ppm in Prozent ist, obwohl es sicherlich im Studium / Beruf mal drankam. „Nein, Du brauchst mir das nicht erst erklären wollen, dazu habe ich keine Zeit / will meine Zeit nicht opfern. Aber ich weiß genau Bescheid, da kannst Du mit an den Haaren herbei gezogenen Fakten kommen wie Du willst. Die „überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler“ ist schließlich auch meiner Meinung.
    … usw. usw. Wie das viele hier bestimmt auch schon erlebt haben.

    Das tollste war von meinen obigen Beiden, in ähnlicher Form über andere gesagt: „ der xxx hat ja ganz verkrustete Vorstellungen, das ist ja schon fanatisch religiös zu nennen, mit dem kann man ja nicht argumentieren. Der will einfach nicht kapieren was ich ihm schon dreimal gesagt habe.“
    – Auf meine vorsichtige Rückfrage: Hast Du Dich denn schon mal mit seinen Argumenten auseinander gesetzt, diese evtl. ad absurdum geführt?

    „ Ich bin doch nicht dazu da, andere schlau zu machen. Auf so blöde Argumente wie das Eis schmilzt nicht und ähnliches, brauche ich nicht zu antworten. Das haben die gestern im Fernsehen wieder gezeigt, wie schlimm das ist. Aber Du willst ja die Wahrheit nicht schauen“

    Insofern liebe Frau Schwanczar, sind Sie mir ein gutes Studienobjekt.
    Allein dieses Beispiel erzählt viel über Sie: „Kernenergiebefürworter maßen sich hingegen an, dass Leben Anderer auf’s Spiel zu setzen, in das Leben Anderer einzugreifen.
    Da werden Grenzen überschritten, die ein Mensch mit einem Mindestmaß an Anstand nicht überschreiten wird.“

    Ja genau, …. Aber da ist bei meinen obigen Bekannten die Wahrnehmungsschwelle viel zu hartnäckig, ich schätze mal, bei Ihnen genauso.

    Wachen Sie auf.
    Wenn Sie schon gegen Kernkraft sind, dann argumentieren Sie doch mal mit Fakten.

    Ignorieren und nicht mehr selbst denken ist ein Schritt in die Diktatur.

  82. Herr Hader,

    Danke für den wirklich wertvollen Hinweis, dass man über Ereignisse in der Zukunft im Konjunktiv spricht. Sehr erhellend! Wirklich!

    Das ändert aber nichts am ideologisch verblendeten Denken von Frau S. und auch nicht daran, dass es bisher diese Ereignisse nicht gegeben hat (bis auf den Schrottreaktor Tschernobyl). Zitat von Frau S: „Forsmark ist nur knapp an einer Kenrschmelze vorbeigeschrammt.“ Also wieder nichts passiert. Und dann Fukushima, da gab es sogar mehrfach Kernschmelze. Aber siehe da: kein Mensch ist dabei bzw direkt durch die Kernschmelze umgekommen oder auch nur irgendwie zu Schaden gekommen.

    Aber auf einer italienischen Fähre sind gerade ein paar Menschen gestorben. Das führt mich dann dazu, doch noch einmal auf Frau S. zu antworten, obwohl es ja eigentlich sinnlos ist. Frau S: wie zynisch sind Sie eigentlich, Opfer von Flugzeugkatastrophen oder Autounfällen mit dem Satz abzutun: naja, selber Schuld. Die haben sich ja selbst in Lebensgefahr begeben.

    Nach Ihrer Logik müssten Sie zum einen die Hersteller von Autos und Flugzeugen verbieten, da diese ja das Leben der Passagiere riskiert haben und gleichzeitig müssten Sie aus Deutschland auswandern in ein Land ohne AKWs. Denn so wie die Sache jetzt aussieht, begeben Sie sich ja selbst in Lebensgefahr, wenn Sie in einem Land leben, in dem Sie dem Riskio einer Verstrahlung ausgesetzt sind. Da sind Sie doch selbst Schuld, wenn Ihnen was passiert. So wie jemand, der in ein Auto einsteigt und bei einem Unfall um’s Leben kommt.

    Sie haben wirklich ein sehr eindimensionales Weltbild. Da hat Ihnen Ihr Ingenieurstudium, auf welches Sie hier immer so energisch hinweisen, offensichtlich mehr geschadet als genutzt.

  83. #Sabrina Schwanczar
    Jetzt machen Sie mal Schluss mit ihrer verängstigten Denkweise! Ihre Denkweise und Herangehensweise bringt einem technisch nicht weiter!
    Sie schüren hier nur mit irgendwelchen zukünftigen Unfallannahme eine virtuelle Angst.
    Also was schlagen Sie als technisch denkendes Wesen vor…
    Was soll z.b. mit den Abfallstoffen geschehen, die in den Uran-zwischen und Endlagern untergebracht sind?
    Was halten Sie davon, wenn diese aufbereitet werden und dem Ausland für seine Kernkraftwerke verkauft werden?
    Welche Lösungen haben Sie für den Rückbauabfall? Wo lagern, wie verwerten?

    Die Rückführung der Kernkraft müsste ihnen doch mehr liegen als die Zuführung….oder haben Sie da auch wieder irgendwelche ideologischen Ausreden parad?

  84. Frau Schwanczar,

    bei diesem Unsinn weiß man gar nicht, wo man anfangen soll. Deswegen lasse ich es.

    Es bringt eh nichts, da Sie offensichtlich in einer vollkommen anderen Welt leben als ich.

  85. # 47 Herr Sachse

    das sehe ich im wesentlichen nicht anders als Sie.

    Allerdings hat die „Hilfe“ an andere Staaten doch mehr oder weniger das Ziel, denen Bedingungen zu diktieren, die dem eigenen Machtklüngel dienen.

    Die sogenannte „Griechenlandrettung“ stinkt doch zum Himmel. Da wird der Steuerzahler ausgeplündert um Deutschen Banken den Rückfluss der Kredite zu sichern. Gleichzeitig diktiert man Griechenland „Sparauflagen“, die die Geldzirkulation und damit die Wirtschaft zum Zusammenbrechen bringen.

    Dann kann man erst recht Bedingungen diktieren.

    Nachdem die Regierungen die Staatshaushalte zur Rettung von Banken in den Konkurs getrieben haben, dürfen dann die Banken mit dem Geld vom Staat dem Staat Kredit geben und ihre Bedingungen diktieren. Das Ende der Demokratie – wenn es sie denn überhaupt jemals seit dem Ende des Kaiserreichs gegeben hat.

    mfG

  86. #44: Peter Jensen sagt:

    Herr Jensen,

    Sie müssen einfach mal den Unterschied verstehen lernen:

    Wer in ein Flugzeug oder in einen ICE steigt, geht ganz bewußt das Risiko ein, abzustürzen oder einen Unfall wie in Eschede zu erleiden.
    In diesen Fällen setzen Sie ihr eigenes Leben bewußt selbst auf das Spiel.

    Kernenergiebefürworter maßen sich hingegen an, dass Leben Anderer auf’s Spiel zu setzen, in das Leben Anderer einzugreifen.
    Da werden Grenzen überschritten, die ein Mensch mit einem Mindestmaß an Anstand nicht überschreiten wird.

    Herr Jensen (und andere KKW-Befürworter) – Sie können auch von mir aus gern mit einem Auto 350 km/h fahren, wenn es Ihnen Spáß macht. Aber bitte nicht auf öffentlichen Straßen.
    Wenn sie dabei im Geschwindigkeitsrausch auf dem Sachsenring die Kontrolle über das Gefährt verlieren komme ich gern vorbei und schau mir den Rest an, der von Ihnen dann noch übriggeblieben ist.

    Aber Mitleid mit Leuten, die mit dem Flugzeug abstürzen oder dem ICE verunglücken, mit Leuten, die das Risiko bewusst eingegangen sind, ist sicher Mitleid an der falschen Stelle.

    Ich bin auch kein Politiker, der zuschaut, wie das Eisenbahnbundesamt Strecken ohne Sicherungstechnik betreiben lässt und wenn es schief geht die Mitgefühls und Beileidsschreiben in die Medien setzt.

    Ihre Äußerungen mit hätte, könnte … zeigen, dass sie von mathematischer Statistik keine Ahnnung haben.

    mfG

  87. #40: W.Rassbach :

    „Es gibt keinen Grund 100 Mrd. in Solar zu versenken und die Brüder wissen das seit 30 Jahren. Ist das der Grund für Co2 und Weltjahresdurchschnittstemperatur ?“

    Sehr geehrter Herr Rassbach,

    die Herrschaften sind nicht so dumm, wie sie erscheinen mögen. Selbst wenn dem einzelnen Regierungschef (einschl. weiblich) das Fachwissen fehlen sollte, so haben sie Heerscharen von Beratern. Unserer obersten Physikerin unterstelle ich das Wissen so mal.
    Nun könnte ich sagen, es ist unverständlich, warum sie gerade so und nicht anders bei ihrem Wissen handelt.
    Aber, sehr oft wenn wir etwas nicht verstehen, geht es um Geld und damit Macht !
    Um 1986 ist die Mär vom pösen CO2 in die Welt gesetzt worden, siehe Hartmut Bachmann „Die Lüge der Klimakatastrophe“.
    Die Mächtigen (u.a. die Finanzindustrie) haben schon vor 40 Jahren erkannt, das der Zinsszins zu einem exponentiellen Anschwellen des „Fiat- Geldes“ führt. Die materiellen Güter sind in den letzten 30 Jahren um das 4- fache gewachsen. In dieser Zeit schwoll das Kapital auf das 40- fache an.
    Und dieses Kapital braucht neue Märkte. Da kommen CO2- Zertifikate, Klimaabgaben und
    –steuern u.a. nur recht. Die Politiker sind
    mehrheitlich, wenn sie denn nicht genötigt wurden
    (was ich nicht glaube) eine Symbiose mit den Finanzgewaltigen eingegangen, zum Zwecke der Erhaltung und Erweiterung ihrer Macht.
    Billige Energie ist aus diesem Blinkwinkel ein Gift gegen die Macht!
    Dafür ist jedes noch so dummes Argument geeignet, wenn es nur beim mehrheitlich ge“BILD“eten Volk funktioniert.
    Nur scheint gegenwärtig die Geldvermehrung bei gleichzeitigem ungebremsten Schuldenexzess an nicht mehr beherrschbare Grenzen zu stoßen. Die dirigistischen Eingriffe in die Finanzmärkte
    mit allen möglichen Rettungsschirmen mit mehr „Feuerkraft“ und „Bazookas“ (man beachte das Syonym für die deutsche Panzerfaust) zögern das Ende des „Finanzsozialismus“ nur hinaus.
    Der militärische Sprachgebrauch deutet auf Endzeitstimmung bei den Verantwortlichen, wobei ich mir beim Lesen des Wortes Bazooka jedes
    Mal die Wirkung einer panzerbrechenden Waffe im Ziel vorstellen muss.
    Das riecht nach verbrannten Menschenfleisch und nicht nach einer verantwortungsbewußten Finanzpolitik.
    Mit dem Ende dieses Währungssystems fahren auch der Klimaalarmismus und andere absonderlichen Ausflüsse einiger
    Blog- TeilnehmerInnen die Grube.
    So wie das Eine mich persönlich schmerzt, so freut mich das Andere.

    Mit freundlichen Grüßen

    P. Sachse

  88. #43: Sabrina Schwanczar, Sie kennen sich in „Umweltsünden“ offensichtlich sehr schlecht aus, wenn Sie schreiben:
    „Bei all den Dingen, die sie genannt haben, kann man ans Aufräumen gehen und weiter machen, sobald die Trümmer abgefackelt sind, jedenfalls wenn nicht gerade Biologische Kampfmittel wie Milzbranderreger freigesetzt wurden.“

    Wenn Sie ernsthaft an diesem Thema interessiert wären, wüssten Sie z.B. dass es alleine in NRW über 40000 registrierte „Altlastenprobleme“ gibt, die absolut NICHTS mit Strahlenrisiken zu tun haben.
    Viele davon nennt man „Ewigkeitslasten“, da es hoffnungslos ist, sie irgendwann wesentlich zu reduzieren. Es handelt sich dabei nicht um lebende Keime, obwohl auch dieses Risiko tendenziell eindeutig mit Toten zunimmt, sondern gerade um technisch und nicht biologisch entstandene chemische Giftstoffe, die u.a. Krebs ausgelöst haben und weiter auslösen und denen nur durch behördliche Restriktionen, wie Bauverbote oder Verbot von Trinkwasserbrunnennutzung zu begegnen sind.

    Der Vorteil der Strahlenrisiken, verehrte Strahlenverängstigte, ist,
    dass diese mittels Geigerzähler EXTREM GENAU festgestellt werden können,
    es strahlt buchstäblich überall –

    überall- die Biologie stört sich nicht daran,
    ein Grund sich zu beruhigen,
    ein weiterer ist,
    dass es bei einem ganz erheblichen Erdbeben- und Tsunami- KKW-Unfall bisher keinen einzigen Todesfall durch Strahlung gegeben hat.

    Ich verstehe deshalb ihren „grundsätzlichen Unterschied“ NICHT.
    Sondern eher eine GROBE MIßACHTUNG der übrigen Toten.
    Sie sollten sich schämen.

    mfG

  89. #44: „Frau Schwanczar,

    hätte, könnte, vielleicht, möglicherweise… Sie reden permanent im Konjunktiv, was die unvorstellbaren Risiken eines GAUs angeht.“

    Hallo Herr Jensen, das haben Ereignisse in der Zukunft so an sich, dass man eher im konjunktiv darüber spricht.

  90. Frau Schwanczar,

    hätte, könnte, vielleicht, möglicherweise… Sie reden permanent im Konjunktiv, was die unvorstellbaren Risiken eines GAUs angeht. Tausende Tote, unbewohnbare Erde für Hunderte Jahre… Sie sind aber nicht in der Lage, einen tatsächlichen Unfall mit diesen Folgen (abgesehen vom Schrott-AKW Tschernobyl) zu nennen, wo es auch nur annähernd zu derartigen Folgen gekommen ist. Wie gesagt, Sie sollten auch Flugzeuge verbieten. Da sterben tatsächlich Menschen bei einem Absturz. Und zwar regelmäßig überall auf der Welt. Wo bleibt Ihr Aufschrei?
    Sie rennen lieber völlig ideologisiert einem Phantom hinterher und grämen sich darüber, was vielleicht passieren könnte. Schlimm, was Ideologie selbst bei scheinbar intellektuell begabten Menschen anrichten kann.

  91. Herr Jensen,

    Sie übersehen etwas ganz wesentliches:

    Bei all den Dingen, die sie genannt haben, kann man ans Aufräumen gehen und weiter machen, sobald die Trümmer abgefackelt sind, jedenfalls wenn nicht gerade Biologische Kampfmittel wie Milzbranderreger freigesetzt wurden.

    Das kann man bei Unfällen mit Kernenergie nicht, weil größräumige Gebiete radioaktiv belastet sind.

    Und dann haben Sie grundsätzlich übersehen, dass russische und japanische Ingenieure blöd sind, während deutsche keine Fehler machen, jedenfalls nicht solche wie die Russen und die Japaner.

    Der Deutsche würde KKWs nie an den Rhein bauen, dass sie dann beim nächsten Elbehochwasser am Rhein schon gewässert werden.

    Der Deutsche Ingenieur würde KKWs auch nicht auf solch marodem Boden wie in Neckar-Westheim oder in Grabenbrüche wie am Rhein bauen.

    Herr Heinzow ist übrigens meines Wissens eher pro Kernenergie.

    mfG

  92. Ich möchte einige unverbesserliche Kernenergiebefürworter nochmals an den Fall Forsmark erinnern.

    Dort waren bekanntlich die Notstromaggregate ausgefallen.
    Die Ursache war, auf den Punkt abstrahiert, dass man eben nicht in der Lage ist, die sichere Funktion der Technik zu gewährleisten. Es sind Fehler bei der Konstruktion des Kraftwerkes gemacht worden, weil man die Komplexität dieser Technik schlicht nicht überschaut hat.
    Das ist auch bei anderer Technik so.

    Nur der wesentliche Unterschied, liegt in den Folgen, die ein solches Versagen von Technik haben kann.
    Jeder weiß, dass Forsmark gerade noch so an der Kernschmelze vorbeigeschrammt ist.

    Ich finde es schon niedlich, wie sich hier lauter technische Laien anmaßen sich als Fürsprecher der Kernenergie zu positionieren.
    Leute, denen man mal auf einem Lehrgang etwas erzählt hat, die vielleicht Elektromonteur sind, nie etwas von Sicherungstechnik gehört haben, mal das Wort Redundanz aufgeschnappt haben aber gar nicht berechnen können, was dabei an zusätzlicher Sicherheit herauskommt.
    Übrigens – beim Kühlkreislauf gibt es keine Redundanz. Wenn der zerbröselt, kommt die Kernschmelze durch die Nachwärme.

    Natürlich verstehen Sie nicht, was ich schreibe, weil Ihnen daas Fachwissen eines ingenieurwissenschaftlichen Hochschulstudiums fehlt.

    Beschäftigen Sie sich mal ein wenig mit Wahrscheinlichkeitsrechnung und Zuverlässigkeitstheorie und dann suchen Sie sich was anderes, als die Verteidigung einer Technik, die zu Recht als Risikotechnologie bezeichnet wird.

    Im übrigen kann auch der Autopilot eines Schiffes ausfallen.

    .. oder die Festplatte eines Computers.

    Und die Sprüche von der Technikfeindlichkeit
    Weil ich Ihr Spielzeug verschmähe ist das – als wenn alles andere als KKWs nichts mit Technik zu tun hätte. Das hat man doch nur gebracht, weil es keine tragfähigen Argumente für Kernenergie gibt.

    Wer an die Sicherheit von Kernkraftwerken glaubt, der glaubt auch an den Klimawandel und an die CCS-Technik.

    Kernenergie es weder Umweltfreundlich noch billg. Sie hat nur den technischen Fortschritt – etwa bei der Energieeffizienz – verzögert.

    Und was die Drohungen mit dem Abwandern von Unternehmen betrifft – das sind bezahlte Jammervereine, die theoretisch schon längst alle abgewandert sind, weil ohne die Einführung der Sklaverei Deutschland nicht konkurrenzfähig ist.

    Diese Sprüche werden immer und aus Prinzip gebracht. Ich kenne keinen Unternehmer der nicht kurz vor der Pleite steht.
    Davon braucht man sich nicht beeindrucken zu lassen.

    Und mit der hohen Energiedichte von Kernbrennstoff ist das kaum anders als mit der Kostenlosigkeit von Wind und Sonne.

    Um sie Nutzbar zu machen ist ein erheblicher Aufwand erforderlich, dessen Kosten mehr oder weniger in die Zukunft verlagert sind – verseuchte Gebiete in Folge Uranbergbaues und Kernkraftwerksunfällen, Ungeeignete Lagerstätten für abgebrannte Brennstäbe, außer Betrieb genommene marode Kernkraftwerke, die man über lange Zeit absperren und sichern muss und und und.

    Man sollte sich von der einseitigen Fixierung auf Kernenergie lösen. Diese ist auch alles andere als kreativ und wahrlich kein Zeugnis von Versierheit in technischen Dingen.

    Und Krümmel, Neckar-Westheim und die KKWs am Rhein müssen vom Netz (getrennt bleiben). Dort ist die Sicherheit nicht gewährleistet.

    mfG

  93. @Hofmann,M Was die Befreiung der Energie-intensiven Industrie betrifft, das halte ich eher für einen sehr erfolgreichen Schachzug von Merkel und Co.. Wenn wirklich alle, auch die energieintensiven Betriebe den vollen Preis zahlen müssten, gäbe es größeren Widerstand namhafter Betriebe und unsere Politiker würden immer mehr unter Druck geraten. Bei der Diskussion um die Laufzeitverlängerung der AKW gab es einen offenen Brief in den grossen Tageszeitungen mit einer Stellungnahme mehrerer Industrievorstände – wenn es um viel Geld geht, versteht die Industrie keinen Spass.
    Indem man die Industrie von den Abgaben teilweise befreit hat, „erkauft“ man sich praktisch deren Schweigen. Kleinere Betriebe und Normalverbraucher, die dann die Zeche bezahlen sollen, haben keinen politschen Einfluss und keinen Zugang zu den Massenmedien, um Ihre Kritik daran publik zu machen, damit kann es dann wieder eine Zeit lang weitergehen mit dem Öko-Wahn.
    Am besten wäre deshalb meiner Meinung nach, daß die Kosten in voller Höhe an alle gleichermassen weitergegeben werden, inklusive Stahlwerke, Aluminium, Raffinerien usw., auch wenn abzusehen ist daß diese in Kürze daran zugrundegehen. Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

  94. Hallo Herr Georgiew,

    ich selbst denke,wie Sie wissen, dass Kernenergie grundsätzlich beherrschbar ist und eine große Rolle in der Zukunft spielen wird.
    Die WTR wird auch durch Ideologen nicht aufgehalten.

    Ich beobachte seit einiger Zeit die unkonventionelle Öl/Gas Förderung in Kanada und USA. Dort ist ein unglaublicher Boom in Gange. Heute lese ich erst wieder, eine Methanfabrik wird in Chile abgebaut und in den USA wieder aufgebaut, wegen der Energiepreise.

    Seltsamerweise wird dieses Thema von deutscher Journaille ausgeklammert, ein Schelm, wer böses dabei denkt. Dabei wird unser Nachbar Polen noch dieses Jahr mit der Förderung beginnen und auch Deutschland hätte die Vorausetzungen dafür.

    Den besten Überblick bekommen Sie hier, http://www.thegwpf.org , Das gebe ich in den Googleübersetzer ein.(energy news)

    Kernenergie hat Konkurrenz durch billiges Gas.
    In den USA sagt man Gas ist nicht die Brücke in die Zukunft, sondern ist die Zukunft. Freilich, bis die WTR wieder zuschlägt, könnte die Fusion sein.

    Auch die Petrochemie boomt. In den Bundesstaaten mit Shale Gas gibt es keine Arbeitslosen mehr, trotz Obamas Bremsversuchen.

    In Deutschland könnte es auch so sein, siehe auch http://www.erdoel-erdgas.de.

    Es gibt keinen Grund 100 Mrd. in Solar zu versenken und die Brüder wissen das seit 30 Jahren. Ist das der Grund für Co2 und weltjahresdurchschnittstemperatur ?
    Alle erkundeten Reserven und Ressourcen an Gas reichen für 240 Jahre.

  95. @S.Hader #36
    Die Einmischung des Staates in den deutschen/europäischen Energiemarkt durch die EEG-Zwangsabgabe ist eine Wettbewerbsverzerrung/Wettbewerbsnachteil!
    Abschaffung der EEG-Zwangsabgabe und wir können wieder über einen freien Wettbewerb im Energiesektor reden! Die sog. erneuerbaren Energien wurden durch die EEG-Zwangsabgabe in den Markt gebracht und können nur durch diese immer ständig steigende Zwangsabgabe am Markt gehalten werden. Weiterhin müssen die fossilen Kernkraftwerke standby gehalten werden und kosten dem Betreiber und damit auch dem Steuerzahler/Stromendverbraucher in Deutschland sehr sehr viel Geld!
    Die deutsche Wirtschaft hat sich zum Glück von dieser Zwangsabgabe rechtzeitig befreien lassen ansonsten wären schon einige Firmen ins europäische Ausland abgewandert. Diese „Befreiung der Industrie“ hat natürlich auch der Endverbraucher und der Mittelstand mit zu tragen. Aber die Regierung macht immer noch auf „schön Wetter“ und ignoriert die Zeichen der Fehlentscheidung hin zu einer 100% Stromversorgung druch die sog. erneuerbaren Energieformen!

  96. # 26

    Hallo Herr Rassbach,

    danke für die Info und den Link. Leider in einer Sprache verfasst, die ich nicht beherrsche. Die Zahlen habe ich verstanden, ein Preisverfall pro MWh von über 50% aufgrund Schiefergas-Boom. Nein, ist mir neu. Erst mal sehr positiv, dass mittels neuer Energieträger der Erzeugerpreis gedrückt werden kann. Aber dass Schiefergas mittelfristig die Kernenergie überflüssig machen könnte bei sinkendem Preis? Eher nicht, abwarten. Um die Zahlen richtig einzuordnen fehlen mir Hintergründe. Vielleicht wurde in der Zeitspanne die Stromproduktion mittels teuren Öls in den USA zugunsten Gas massiv zurückgefahren und damit der Preisverfall erklärbar? Ist Spekulation im Spiel? Wenn der Energiepreisverfall die ganze Welt erreicht hat (D wg. grüner Politik mal ausgenommen), wird es spannender.

    Sehr sehr langfristig gesehen glaube ich, dass der steigende Energiehunger nur durch Kernfusion gestillt werden kann, und die technologische Brücke dahin wäre die Kernspaltung. Das Restrisiko, wie hier in mehreren Beiträgen treffend beurteilt ist vergleichbar mit den Restrisiken aller technischer Errungenschaften, die in der Summe das Menschenleben letztendlich risikoärmer gemacht haben.

    MfG
    PG

  97. @S. Bruenler, #27: „Tatsache ist: Das Leben an sich ist eine bedrohliche Angelegenheit und zudem absolut tödlich. Alles was wir entscheiden können ist, welche Risiken als akzeptabel angesehen werden und welche nicht“

    Absolute Zustimmung!

  98. #24: „Sie bevorzugen also eine Politik, die wankelmütig und nicht standhaft ist.“

    Hallo Herr Hofmann, ich bevorzuge vor allem eine Politik, die sowohl Richtlinien vorgibt, Ihre Verantwortung nicht auf andere Gremien abwälzt und ihre Ideen offen vorträgt, aber auch auf sich verändernde Probleme eingehen kann. Seine Meinung zu einer Sache zu ändern, muss kein Zeichen von Schwäche sein. Ob aber Schwarz-Gelb mehr aus opportunistischen Gründen sich zu diesen Kurswechsel genötigt sah, sei mal dahingestellt.

    „Ich möchte Sie oder mal andere Subventionsabzocker (Schmarotzer) im sog.erneubaren Energiesektor hören/lesen, wenn man ihen die zugesagten Garantien der Einspeisevergütungen (auf 20 Jahre festgelegt) nach 10 Jahren ersatzlos streicht…“

    Ja, das wäre für die Betroffenen ärgerlich. Wenn es jedoch gute Gründe gibt, dies zu tun und man es auch öffentlich begründet, kann es ein angemessener Schritt sein. Ich will gar nicht mal ausschliessen, dass in der Zukunft Situationen auftreten könnten, die diesen Schritt notwendig machen. Ich sehe die ganze Problematik eher pragmatisch, von Dogmas halte ich nicht viel. Letztlich muss man abwegen, ob man zeitweise die Planungssicherheit aufgibt. Mal davon abgesehen, dass Sie es sofort begrüßen würden, wenn die EEG-Einspeisevergütung auch für bestehende Anlagen nicht mehr bezahlt wird und Ihnen die Planungssicherheit der Besitzer ziemlich schnuppe ist. Nutzer dieser Förderprogramme unisono als Schmarotzer hinzustellen ist genauso eine Unart, wie Autobesitzer pauschal der Umweltzerstörung zu beschuldigen. Bezgl. Radikalität und Undifferenziertheit erinnern Sie mich an einen Fundamental-Öko, leider.

    MfG
    S.Hader

  99. @ Horst Trummler, #34:
    Nun gut, dann scheint das Risiko auch durch den Radioaktivitätseintrag durch Kohlekraftwerke also eher vernachlässigbar zu sein. Anscheinend ist der menschliche Körper doch widerstandsfähiger gegen Strahlung als allgemein angenommen wird.

    Es bleibt dennoch der ironische Umstand, daß bei Kohlekraftwerken Dinge akzeptiert werden die bei jedem Kernkraftwerk zu wütenden Dauerdemonstrationen führten. Die Menschen hierzulande wurden eben recht gut konditioniert.

  100. Herr Heinzow, Herr Bruenler,

    die Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki verursachten neben dem schnellen Ableben von mehr als 100.000 Menschen 400 zusätzliche Krebstote und davon 80 Leukämiefälle als Langzeitwirkung. In Tschernobyl gab/gibt es keine Signifikanzen für höhere Krebsraten bedingt durch Radioaktivität. Insofern kann man davon ausgehen, dass auch die geringen radioaktiven Emissionen eines Kohlekraftwerks keine Signifikanz für radioaktiv verursachte Krebsfälle liefert. Ich nehme an, dass die chemische Belastung an älteren Standorten als man noch auf Filter verzichtete höhere Krebsraten verursacht und es demzufolge kaum möglich ist dort irgendwelche Signifikanzen zu finden.

    Vandale

    Quelle z.B:
    Radioaktivität
    Gesundheitliche Strahlenwirkung
    Hintergrundinformation zum Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki
    Quelle: Instituts für Strahlenbiologie der GSF

  101. Dank Frau Schwanczar möchte ich aber mal eine andere Befürchtung äussern:
    Da u.a. auch deutsche Versicherer (Allianz, Axa, Generali, … Hannover Rück) an dem Unglücksschaden der COSTA zu tragen haben, wird dieses Unglück bestimmt in die Zahl der gehäuften Katastrophen durch Klimawandel eingehen.

  102. @Thomas Heinzow, #29:
    Wenn ich mir bei einem Schiff unsicher bin ob der Kapitän wirklich weiß was er tut, dann sollte ich gar nicht erst an Bord gehen. Ansonsten muß ich dem Kapitän einfach vertrauen, selbst wenn es immer ein Restrisiko gibt.

    Das es die unfehlbare Automatik nicht gibt (nicht geben kann) ist mir durchaus bewußt. Ein Konstrukteur (oder Programmierer) kann eben imer nur versuchen die Bandbreite menschlichen Fehlverhaltens und/oder natürlicher Zufälligkeiten vorauszuahnen (Stichwort: Pflichtenheft) . Nicht umsonst gibt es unter Informatikern den alten Spruch: „Wenn dir jemand versucht ein absolut sicheres System zu verkaufen, dann kannst du von einem auf jeden Fall ausgehen: Man versucht gerade dich über den Tisch zu ziehen.“

    Wie gesagt, spricht man nicht umsonst von einem sogenannten Restrisiko. Alles was man tun kann ist, dieses Restrisiko so gut es geht zu minimieren. Das funktioniert, wie ihre Beispiele zeigen, mal mehr und mal weniger gut.

  103. Frau Schw. scheint momentan beschäftigt zu sein, da springt eben schnell mal Herr Heinzow ein.
    Herr Heinzow, kein Mensch behauptet, dass AKWs keine Risiken haben. Wieso unterstellen Sie das?
    Aber nennen Sie mir bitte einen einzigen Unfall in einem AKW in Deutschland, wo der von Ihnen und anderen immer so heraufbeschworene Super-GAU passiert ist. Sie werden nicht mal in der Lage sein, mir einen Unfall zu nennen, bei dem jemand um’s Leben gekommen ist. Alles was Sie können, ist ein theoretisches Restrisiko an die Wand zu klatschen, dieses im Extrem auszumalen und Folgen zu beschreiben, die noch nie eingetreten sind.
    Beziehen Sie mal klar Stellung zum Beispiel von Herrn Bruenler: warum sprechen Sie sich nicht gegen den Gebrauch von Flugzeugen aus? Immerhin besteht ein Restrisiko eines verheerenden Absturzes eines vollgetankten A380 in einem Wohngebiet. Und die Empirie lehrt uns, dass das Risiko eines Flugzeugabsturzes ziemlich real ist. Oder nehmen wir ein Industriegebiet mit Tanklagern und Fabriken. Glauben Sie mir, meine Phantasie ist fast unendlich, mir alle möglichen Risiken für jede technische Anlage auszudenken. Ich dürfte eigentlich gar nicht mehr aus dem Haus gehen.

    Aber ich leide zum Glück nicht unter irrationalen Wahnvorstellungen, sondern reflektiere das reale Leben und lebe deswegen sehr entspannt.
    Sie können aber gern weiter Ihren Angstneurosen frönen. Ärgern Sie sich eigentlich manchmal, dass in den AKWs nicht so richtig was passiert? Sie könnten es ja dann allen zeigen, denn Sie haben es ja schon immer gewusst.

  104. @ S. Bruenler #27

    „Während ich bei einem Schiff prinzipiell davon ausgehe, daß der Kapitän weiß was er tut,“

    Solch ein Glaube kann tödlich sein, wie nicht nur die Titanic oder Andrea Doria beweisen.

    „muß ich bei einem KKW versuchen den Faktor des menschlichen Fehlverhaltens weitgehend zu eliminieren.“

    Diesen Anspruch hat bisher kein Konstrukteur einer komplexen Maschine erfüllen können. Das Gegenteil war der fall:

    LH-Unfall in Warschau beruhte auf dem Programmierfehler, daß ein Flugzeug erst dann unten ist, wenn beide Hauptfahrwerke die Bahn berührt haben und erst dann Umkehrschub gegeben werden kann.

    Der beinahe Ringelpitz in HH während des Orkans Kyrell wurde dadurch verursacht, daß der Programmierer bei Fahrwerkskontakt mit der Landebahn nur 1/3 des möglichen Querruderausschlags zuließ, also die Automatik dafür sorgte, daß die rechte Tragfläche angehoben wurde und die Linke die Bahn berührte. Dieses Computerprogramm macht weder bei einer Landung noch beim Start Sinn, sondern nur beim Rollen auf Taxiways oder Vorfeldern, da braucht man die Querruder nämlich nicht.

  105. @ S. Bruenler #27

    „Kleine Anregung: Vielleicht sollte man dort einmal die Umgebung auf ein erhöhtes Krebsrisiko abklopfen…“

    Ich bin da eher für Kirchtürme.

  106. # 27 S. Bruenler

    Herr Bruenler, sehr treffend, einfach und enleuchtend formuliert.
    Aber ich bin mir sicher, dass es Frau Schwanczar auch diesmal wieder gelingen wird, an Ihren Argumenten herumzumäkeln. Ich bin auf eine weitere Portion irrationaler, verbaler Sorgenfalten von Frau S. gespannt.

    Von mir jedenfalls Danke für diesen niveauvollen Beitrag!

  107. @Sabrina Schwanczar, #21:

    Bei jedem Sicherheitssystem muß man die Frage stellen, vor wem oder was es schützen soll. Zweifellos gelten bei einem Kreuzfahrtschiff und einem Kernreaktor unterschiedliche Maßstäbe. Aus diesem Grund sind beide Sicherheitssysteme auch unterschiedlich ausgelegt. Während ich bei einem Schiff prinzipiell davon ausgehe, daß der Kapitän weiß was er tut, muß ich bei einem KKW versuchen den Faktor des menschlichen Fehlverhaltens weitgehend zu eliminieren. Auch aus diesem Grund sind KKW etwas teurer und aufwendiger als Kreuzfahrtschiffe.

    Natürlich könnte man jetzt sagen: Menschliches Versagen ist niemals ganz auszuschließen und deshalb müssen alle Unternehmungen ab einer bestimmten Anzahl möglicher Opfer (wobei die Definition wer als Opfer durchgeht von Fall zu Fall verhandelt werden müßte) ab sofort unterbleiben.
    Der Vorteil wäre, daß wir alle von da an (punktuell) sicherer leben könnten. Damit wären die Vorteile aber auch schon aufgezählt. Die Nachteile wären da natürlich auch noch. So wäre unser bequemes Leben in einer technologischen Gesellschaft Vergangenheit. Der Flugverkehr müßte konsequent auf den Prüfstand, denn ein einziger Absturz kann im Extremfall hunderte Menschenleben kosten. Was passiert z.B. wenn ein vollgetankter Jet in das Zentrum einer Großstadt stürzt? Das passiert natürlich eher selten, aber es besteht das berühmt-berüchtigte Restrisiko. Oder nehmen wir den Straßenverkehr. Jedes Jahr kommen allein auf deutschen Straßen tausende Menschen ums Leben. Natürlich gibt es da auch noch die „ganz normalen“ Industrieunfälle. Unser Hunger nach Bodenschätzen kostet jedes Jahr ebenfalls so einige Menschen (mehr als die meisten glauben) das Leben. Dabei lassen sich sicherlich noch mehr solcher Risiken aufzählen.

    Selbst wer nur auf das Thema Radioaktivität anspricht muß sich fragen lassen wie tragbar denn Kohlekraftwerke sind wenn Kernkraftwerke angeblich zu bedrohlich sind. Immerhin würde das Maß an freigesetztem radioaktivem Material im Falle der Kohlekraftwerke bei einem Kernkraftwerk zur sofortigen Stillegung führen. Seltsamerweise scheint das aber für unsere Gläubigen der Anti-Atomkirche kein größeres Problem zu sein.

    Tatsache ist: Das Leben an sich ist eine bedrohliche Angelegenheit und zudem absolut tödlich. Alles was wir entscheiden können ist, welche Risiken als akzeptabel angesehen werden und welche nicht. Die Lehren aus Tschernobyl, Three Mile Island und Fukushima lauten, daß diese Technologie prinzipiell beherrschbar ist wenn man ein paar Dinge beachtet. Mir persönlich reicht der Grad an Sicherheit (zumindest gilt das für die deutschen KKW) jedenfalls aus um keine Angst vor Kernkraftwerken zu haben. Bei Kohlekraftwerken wäre ich mir da eher nicht so sicher. Kleine Anregung: Vielleicht sollte man dort einmal die Umgebung auf ein erhöhtes Krebsrisiko abklopfen…

  108. Herr Georgiev,

    kennen Sie die neue Entwicklung in den USA? Durch den Shale Gas Boom sind Preise im freien Fall:
    „Prices in the west hub of PJM Interconnection LLC, the largest wholesale market in the U.S., declined to about $39 per megawatt hour by December 2011 from $87 in the first quarter of 2008.“

    Nicht nur Windparkneubauten werden verschoben oder aufgegeben, auch Kohle KW und zwei KKW.

    „Low gas prices drained the momentum from a resurging nuclear industry long before last year’s meltdowns at the Fukushima Dai-Ichi plants in Japan, said Paul Patterson, a New York City-based utility analyst with Glenrock Associates LLC. No applications to build new reactors have been filed with federal regulators since June 2009.

    Exelon, the largest U.S. nuclear operator, canceled plans last summer to boost capacity at two nuclear plants in Illinois and Pennsylvania after analyzing economic factors, Marshall Murphy, a spokesman for Chicago-based Exelon, said in an e-mail.“

    http://tinyurl.com/7hjyujn

  109. Liebe Frau Schwanczar,

    Sie haben hier schon solides naturwissenschaftliches Wissen und die analytische Fähigkeit, aus Fakten Zusammenhänge zu erkennen und Schlussfolgerung zu ziehen, gezeigt. Beim Thema Kernenergie sehen Sie allerdings nur ein großes Rotes Tuch, das Ihr Wissen und Können abschaltet. Das strukturierte Denken weicht dem Aneinanderreihen von (fragwürdigen) zusammenhanglosen Fakten und z.T. lächerliche Analogien.

    Schade eigentlich!

    Sie sollten dennoch in Betracht ziehen, dass nicht die ganze Welt verrückt ist, sondern vielleicht nur Deutschland. Und dass in Deutschland der schweigende Mehrheit die Kernreaktoren möglicherweise völlig egal sind, und nur ein durch eine kleine kreischende Minderheit antrainierter Dagegenreflex hin und wieder ausgelöst wird. Beim Rekordhoch der Erdölpreise und damit verbundene reelle Erwartung einer stetigen Energiepreissteigerung sank hierzulande die Kernenergieablehnung unter 50%. Das mediale Fukushimatheater und der Glaube, die Sonne schicke keine Rechnung, haben die Ablehnung verübergehend erhöht. Die Wirklichkeit wird aber auch Deutschland einholen und die Ablehnung der preiswerten Kernenergie wird sich auf eine Minderheit reduzieren.

    Die Mehrheit der Menschheit wird wohl nach Ihren Worten „intellektuell nicht auf der Höhe“ bleiben.

  110. @S.Hader #20
    Sie bevorzugen also eine Politik, die wankelmütig und nicht standhaft ist. Die jedes kleines Weltereignis dazu hernimmt um ihr Wahlprogramm und das Wahlversprechen über den Haufen zu werfen um irgendwelchen Ratschlägen eines Ethikrats zu glauben?! Das hat nichts mehr mit ehrlicher und verlässlicher Politik zu tun, dass ist ideologische Glaskugel-Politik. Die Politik der Ökokanzlerin Merkel hat uns eine hohe Unberechenbarkeit und Vertrauensverlust im In-und Ausland eingebracht!

    Ich möchte Sie oder mal andere Subventionsabzocker (Schmarotzer) im sog.erneubaren Energiesektor hören/lesen, wenn man ihen die zugesagten Garantien der Einspeisevergütungen (auf 20 Jahre festgelegt) nach 10 Jahren ersatzlos streicht…

  111. #21: Sabrina Schwanczar

    Sehr geehrte Frau Schwanczar,

    Ihr Vergleich “ ..Kernenergie ? mit
    Schief hängt er im Wasser vor der italienischen Küste – der Luxusliner“
    ist Ihnen wohl mehr als danebengegangen.
    Mich erinnert das an den alten Spontispruch mit dem Fisch ohne Fahrrad.

    Technisch gesehen hat die Kernenergie gezeigt das sie sicher ist – ja, Tschernobyl war ein menschlicher Fehleingriff. Das letztere ist offenbar auch bei der COSTA Concordia passiert. Die Schiffe fahren diese Route jede Woche, der Kurs ist im Navi gespeichert, der Autopilot steuert sicher danach. Wenn jedoch der Kapitän eingreift und davon abweicht, kann die Technik nichts dafür.

    Die Gefahren der Technik können besser und besser beherrscht werden, aus Fehlern lernen wir. Den Faktor Mensch können wir nur schwerlich beeinflussen – von der Politik in D mit Co2 bis EEG und auch Ihre Phobie gegen alles was mit Anlagentechnik, gar Atom zu tun hat.

    Werden Sie eigentlich durch Informationen auf EIKE oder andere Foren beeinflusst?

  112. Der Siegeszug der Kernenergie ?

    Ist nicht erst kürzlich erneut eine große Sache schief gegangen ?
    Schief hängt er im Wasser vor der italienischen Küste – der Luxusliner.

    Es war sicher, es konnte nichts passieren (wie bei den vielen anderen Schiffen, die von Eisbergen und Klippen aufgeschlitzt wurdeen), man hat ja fehlerfreie Menschen – Fehlerfreie Kapitäne –
    und insbesondere fehlerfreie Genehmigungsbehörden und ganz tolle Fachleute, die beurteilen konnten, dass es sicher ist.

    Diejenigen, die immer noch auf Kernenergie setzen, sollten sich einmal fragen, ob sie intellektuell noch ganz auf der Höhe der Realitäten sind.

    Es sind die selben Selbstüberschätzer, die an die Fehlerfreiheit glauben. Und denen sollte man endlich den Steuerknüppel aus der Hand nehmen.

    mfG

  113. „@S.Hader #54
    Der Wille des deutschen Volkes (bei der letzten Bundestagswahl) war „Die Verlängerung der Laufzeit von deutschen Kernkraftwerken“ und nicht die Einführung bzw. Weiterführung (ausbau) der teueren und unzuverlässigen sog. Erneubaren Energieformen!“

    Hallo Herr Hofmann, dieses Zitat stammt aus dem Thread „Der Klimawandel hat natürliche Ursachen“ von Ihnen. Ich gehe kurz in diesem Thread darauf ein, weil er thematisch wohl besser hinpasst. Ich hoffe mal auf das Einverständnis der Anderen.

    CDU/CSU und FDP sind vor der Bundestagswahl 2009 mit dem Versprechen angetreten, sich für eine Laufzeitverlängerung der deutschen AKWs einzusetzen. Als die genannten Parteien eine Koalition bildeten, war das Bestandteil des eigenen Vertrages. Später setzte man es gesetzlich um, über die Art und Weise muss man nicht weiter diskutieren. Die Führungskräfte in den Parteien sind nach einem bestimmten Ereignis wieder davon abgerückt, der genauere Hergang ist allen bekannt.

    Diese Kehrtwende kann man als umfallen oder Nichteinhaltung von Wahlversprechen bezeichnen. Das sich Rahmenbedingungen, Meinungen und Stimmungen in der Politik und in der Bevölkerung verändern, ist nichts neues. Wahlprogramme sind kein Dogma, die man man auch dann umsetzen soll, wenn sich innerhalb von 4 Jahren die Einschätzung zu einer Sache ändert. Und ehrlich gesagt möchte ich keine Regierung, die nur alle 4 Jahre überlegt, wie die Lösungen der zukünftigen Probleme aussehen könnten. Wäre Fukushima nicht passiert und Schwarz-Gelb hätte es versäumt, die Laufzeitverlängerung durchzusetzen, dann hätte man von Umfallen oder ähnliches sprechen können.

    Mir war vorher klar, dass Schwarz-Gelb irgendwann die Quittung für ihre Laufzeitverlängerung bekommen wird. Das es auf die Art passiert, hätte ich aber auch nicht erwartet. Eher wäre ich von stärkeren Protesten der Stadtwerke und kleineren Anbietern auf dem Strommarkt ausgegenen oder den einen oder anderen kleineren Zwischenfall, der wieder Jo-Jo-mässig auf die Stimmung der Bevölkerung gewirkt hätte. Das Schwarz-Gelb mittlerweile selbst viele Maßnahmen voranschieben muss, die sie noch vor 2 Jahren nicht wollte, ist wie eine Ironie des Schicksals (keine Laufzeitverlängerung, Spekulationssteuer, offizielle Lohnuntergrenzen), aber letztlich hat man bei den eigenen Zielen häufig aufs falsche Pferd gesetzt. Pech.

  114. 17 Herr Naumann,

    es ist korrekt, dass man mit dem Stand der Technik der 40er Jahre einfache Atombomben und Kernreaktoren bauen kann.

    Die Technik der modernen Leichtwasserreaktoren ist jedoch ein wenig fortgeschrittener.

    China sucht seit den 80er Jahren Leichtwasserreaktoren zu bauen und ist trotz zahlreicher ausländischer Reaktoren im Lande die man auswerten kann, der Unterstützung zahlreicher Experten aus dem Ausland,auch ein naher Verwandter meinerseits war diesbezüglich in China, erst zu 80 – 90% in der Lage ein derartiges Kraftwerk mit eigenen Komponenten zu bauen.

    Um die etwas weniger komplexe Technologien der Windmühlen und Solarzellen nachzuvollziehen benötigte China ein paar Jahre.

    Brennstäbe/Brennelemente eines Leichtwasserreaktors müssen 4 Jahre lang unter 160bar Druck 330°C heissem Wasser widerstehen. Von innen werden die Brennstäbe durch aggressive Spaltprodukte herausgefordert. Wie lange die iranischen Brennstäbe unter diesen Bedingungen standhalten wird man sehen.

    Vandale

  115. @#17: F. Naumann,

    warum wohl von denen keiner was von „Erneuerbaren Energien“ wissen will, wenn die doch soooooooooooo doooooooooll sind?

  116. Mir fehlt der Reaktorbau & Brennelementeherstellung im Iran! Ist doch quasi ein Leuchtturmprojekt. Ein Land, fast allein, gehandicapt durch Sanktionen schafft es nach und nach Atomwerke zu bauen. Ein toller Beweis, wie simpel diese Technologie ist.

    Und wie stehts eigentlich in Syrien? Nordkorea? Kuba?

    bräuchten die nicht auch noch dringend ein bisschen „Entwicklungshilfe“?

    proliferationsgrüße

    Frank

  117. Der „Markt“ wird alles regeln und die Anfänge dazu laufen bereits!
    Beispiel: Pleite der beiden „großen Solarfirmen“ (ohne jetzt nochmals die Namen zu nennen). Rund 30.000 „Klein-Anleger“ sollen insgesamt betroffen sein. Natürlich „Kapitalverlust“!
    Beispiel: „Bio-Gas“ — ein sog. „Biogas-Energiewirt“ nach dem anderen geht ebenfalls pleite! Warum? Weil Getreide etc. importiert werden muss, um diesem „Irrsinn“ weiter zu fröhnen.
    Irgendwann am Ende des „wirtschaftlichen Irrsinns“ (Planwirtschaft ist niemals etwas anderes gewesen – EEG ist Planwirtschaft bester „DDR-Güte“!) kann nur die Kernkraft übrigbleiben und das wird schon in sehr kurzer Zeit der Fall sein. Ich schätze bereits Ende 2012 muss und wird das „Umdenken“ einsetzen und dann sicherlich „nachhaltig“!

  118. ad 14: richtig!

    Vandale for President of Technology 🙂

    Wie sagten unsere Lehrer früher? Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht.

  119. Herr Hader..ich lebe nicht in D und bin auch nicht von der Politik abhängig und so erlaube ich mir eine unabhängige Meinung.

    Natürlich kann man in Sachen Kernenergie analog der Oekologen mit ihren „CO2 Klimahöllen“, „Waldsterben“, „ungelösten Endlagerproblemen“, „dämonischen Atomstrahlen“, „Atomkatastrophen“ und „Erneuerbaren Energien“ die Realität in der Kommunikation ignorieren. Die Befürworter des Hochtemperaturkugelhaufenreaktors berichten auch gerne etwas selektiv. Allerdings ist dies in Sachen Kernenergie, fossile Energie nicht erforderlich.

    Es gibt viele interessante Perspektiven fossiler Energien, beispielsweise Schiefergas, welches anscheinend auch in D zu finden ist, Methanhydrat in den Ozeanen, die grossen Braunkohlevorkommen in D, die 50 Mrd. to Steinkohle in D die sich hoffentlich irgendwann mittels Untertagevergasung fördern lassen. So ergeben sich hierzulande interessante Zukunftsperspektiven.

    Die Kernenergie bietet in der Tat eine verheissungsvolle Zukunftsperspektive. Die höchste Energiedichte aller Brennstoffe, Reaktorkonzepte geringer Komplexität und hoher Energiedichte, sehr geringe Umweltbelastung und ein sehr geringes Risikopotential.

    Man kann auch bei der Wirklichkeit bleiben, diese offen kommunizieren, eine positive Botschaft entwickeln, das Gegenkonzept diskriminieren. Ein Erfolg erscheint durchaus möglich.

    Vandale

  120. Herr Frey 4:

    (Auch wenn der Admin das anders sieht)

    Selbstverständlich gehören Ihre Fragen zum Thema, zwar nicht direkt zu dem sehr aufschlussreichen Artikel hinsichtlich KKW-Entwicklungsmöglichkeiten und Aktivitäten in der Welt. Ja, vielmehr ermöglicht die nähere Beschäftigung mit unserem politisch-gesellschaftlichen und medialen System in Verknüpfung mit unserem nun seit mehreren Generationen geprägten Selbstbild als Deutsche Antworten darauf zu finden, warum DL den Kernkraftpfad einzelgängerisch im Gegensatz zum Rest der Welt verlassen hat.

    Zu Ihren Fragen:
    Politiker tun wohl beides – die einen weil diese opportun sich allen Gegebenheiten anpassen können – erst FDJ-Sekretärin dann… oder grundsätzlich in den betreffenden Themen ablehnend oder fürsprechend sind. Wie habe ich Anfang der 70iger u.a. so schön in der alten BRD gelernt – Die Parteien tragen zur politischen Willensbildung bei. Wie sieht denn der Parteien“beitrag“ tatsächlich aus? Welcher Persönlichkeitstyp muss man sein, um es in den Parteien von unten nach oben zu schaffen? Welcher Typ ist in den Parteien „in“? (und setzt sich regelmäßig dort durch?)

    Die früher als vierte Gewalt bezeichnete Medienwelt gebärt sich immer mehr als erste Gewalt. Schließlich erleben wir es täglich mit welcher Wucht und Macht Medien Meinungsmache und selbst Politik betreiben sei es Thema Klimawandel, Kernkraft, Wulff usw. Insofern kuschen Politiker aus Angst vor medialer Hinrichtung und nutzen natürlich die ihnen zur Verfügung gestellten Präsentationsmöglichkeiten in der medialen, besonders in der öffentlich-rechtlichen Welt. Kurzum, ein Wechselspiel zwischen Systempolitik und Systemmedien – ein Politik-Medienkartell. Nur vielen geht das gehörig zwischenzeitlich auf den Keks nicht nur seit dem „Fall“ Eva Hermann.

    Klar, mehr geht noch bei der FDP – konsequent wäre es nämlich – sich auflösen und neu formieren. Die Chance sich als wählbar zu generieren, wurde leider vorerst mit dem Mitgliederentscheid-Ergebnis vertan.

    Die Ursachen für all die Miseren politisch, gesellschaftlich, in Folge auch technisch-wissenschaftlich, in der Bildung liegen viel tiefer und sind bereits bei den „Geburten“ der BRD / DDR gelegt und bei der sogenannten Wiedervereinigung nicht beseitigt worden. Die Fehler liegen im politischen System bzw. aus dem Provisorium Grundgesetz gemachten und im deutschen Selbstbild nach 1945 begründet.

    Zudem konnten sich dadurch begünstigt in den 60 Jahren sehr stark neue feudale, korruptionsanfällige Strukturen herausbilden – eine politische Kaste, eine mediale Kaste, daueralimentierte, von uns finanzierte NGOs und Personengruppen, für-alles-Mögliche-Institutionen und Ämter, sich verselbstständigende Bürokratien, eine oft fragwürdig urteilende Justiz, am Subventions-Dauertropf hängende Branchen usw. Eingerahmt im staatsstragenden religiösen Öko- und Kollektivschuldkleid.

    Zusammenfassend für mich das „System“. Warum sollen die Systemprofiteure denn irgendetwas zu eigenen Ungunsten ändern wollen? Sollen die Systemhenker (Medien) auf ihren Lohn im weitesten Sinne verzichten? Sollen alle die, die seit Jahren bereits alimentiert werden und oder die auch vom Kuchen noch was wollen, darauf verzichten? Sollen…?

    Vielmehr müssen wir uns, jeder selbst die Frage stellen – wollen wir selbst Systemprofiteure sein und z.B. PV-Einspeisevergütungen auf Kosten ALLER kassieren? Wollen wir gleichzeitig als Lastentragende die sich aus dem System und Systemerhalt ergebenen Bürden weiter tragen und unsere Nachfahren da gleich mit ins Boot nehmen – quasi die viel beschworene Generationenverantwortung richtig übersetzt?

    Was wollen wir eigentlich – Sie, ich, wir?

    Durch die aufgezwungene Politisierung und dirigistischen Einflussnahmen von staatlicher, halbstaatlicher und nichtstaatlicher Seite auf alle Lebensbereiche eines Jeden kommen wir gar nicht umhin, uns Ihren, meinen und noch ganz anderen Fragen zu stellen. Ob wir wollen oder nicht. Erst dann kam man auch zur Kernkraft oder Nichtkernkraft kommen.

  121. Meinen Glückwunsch Herr Hader,

    „Der Grund ist die zunehmende Förderung von Schiefergas in den USA welches den Gaspreis zusammenbrechen liess. Da die Baukosten eines Nuklearkraftwerks beim 4-fachen eines Gaskraftwerks liegen, ist der Neubau von Kernkraftwerken aktuell nicht wirtschaftlich.“

    In den USA sagte man auch wie in allen ÖKO, EE, grüngewaschenen , beamtengesteuerten Ersatzreligionen :

    Shale Gas ist die Brücke in die Zukunft der EE

    Jetzt nach Preisabsturz Gas, Entwicklung einer neuen Gas Petrochemie, NULL Arbeitslosen mit NULL Staatsförderung durch OBAMA:

    Shale GAS ist die Zukunft 😉

    Die USA exportierten 2011 erstmals seit langer Zeit mehr Gas/Öl als sie importierten.

    D.h. sie raubten letztes Jahr auf diesem Sektor nicht mehr die Welt aus 😉

    Ressourcen und Reserven (wenn Sie wissen was das ist) reichen gegenwärtig für Gas 240 Jahre und für Öl 150 Jahre.

    Als „Gasland“ würde ich dann auch mal erst Gas KW bauen und für den sinnvollen Energiemix nur die derzeit verfügbaren neuesten Technologien für KKW planen.

    Deutschland ist in der ähnlichen Situation, wir haben auch große Gasreserven/Ressourcen.

    Polen fördert schon in diesem Jahr sein erstes Shale Gas, deutlich billiger als russisches Gas.

    Jetzt schauen Sie noch in die übrige Welt. Immer , wenn es „Probleme“ , hat das Land wahnsinnig viele Bodenschätze.

    Somalia, Sudan , Griechenland , merken Sie da was?

  122. #6: D. Glatting

    Ich kann zwar nicht beurteilen in wie weit es vom Ausland gesteuerte Prozesse gibt, Deutschland wirtschaftlich zu schwächen. Meiner Meinung nach liegt jedoch das Hauptproblem in Deutschland selbst.

    Eines dieser Probleme ist die Implementierung des Ökologismus als Ersatzreligion und seinen Aufstieg zur Staatsreligion. Daraus resultieren Technikfeindlichkeit und Naturvergötzung.
    Die Natur ist die liebende „Muttergöttin“ und wer nicht daran glaubt wird bestraft. (Klimahölle)

    Wer sich mal mit dem Ökologismus beschäftigt, findet alle möglichen Versatzstücke christlichen Denkens wieder, wenn auch meist in pervertierter Form. (z.B. Erbsünde)

    Interessant in diesem Zusammenhang ist dabei, dass die oft gescholtenen „Evangelikalen“ in den USA gegen den Ökologismus anscheinend resistent sind. Deshalb auch meine Behauptung, dass der Ökologismus eine ersatzreligiöse Funktion erfüllt.

    Ein weiteres Indiz ist Süd-Korea, dass ja vor kurzem hier bei Eike Thema war. Neben dem Konfuzianismus und dem Buddhismus erlebte dieses Land, seit dem Koreakrieg, einen sagenhaften wirtschaftlichen Aufstieg, parallel dazu einen Aufstieg des Christentums (fast 30%). Scheinbar haben diejenigen Süd-Koreaner, die mit ihrem angestammten Glauben nichts mehr anfangen konnten eine neue religiöse Heimat im Christentum gefunden, Ökologismus jedenfalls scheint im Süden Koreas keine Rolle zu spielen.

    Genau diese Beobachtungen scheinen es mir Notwendig zu machen, den Ökologismus als eine (Ersatz)Religion wahrzunehmen und zur Diskussion zu stellen. Das mag für einen Wissenschaftsblog wie Eike ungewöhnlich sein, aber ohne diese Auseinandersetzung werden wir weiterhin mit völlig irrationalen technischen und politischen Entscheidungen in Deutschland rechnen müssen, ohne sie hinreichend erklären zu können.

  123. Lieber Admin,

    „Herr Glatting und viele andere: Bitte beim Thema bleiben.
    mfG
    admin“

    Es ist doch die gemeinsasme Klammer aller Themen,
    die hier behandelt werden: das Volk wird
    vera…scht!

    mfG GS

  124. Kernkraft ist immer eine „Politische Sache“. Technisch und Wirtschaftlich hat die Kernkraft schon längst den Status einer „zukunftssichernde Energieversorgung“. Der Nutzen für die Menschheit überwiegt hier bei weiten das Risiko!
    In Japan,in Frankreich,in den USA, in Russland, in China, in Finnland, um nur einige Länder zu nennen, hat man dies schon immer erkannt (anerkannt) und hält auch weiterhin daran fest. Die sog. „Erneubaren Energien“ ala Germany sind bei weitem kein Ersatz für die Kernkraft. Die sog. „EE“ können die zukünftigen Probleme einer bezahlbaren und zuverlässigen Energieversorung für ein Land nicht lösen. Im Gegenteil diese Energieversorgung führt hier nur in eine Energiemangelwirtschaft. Dies wird auch durch die ökosozialistischen Medien entsprechend anders dargestellt. Die Medien in Deutschland wollen zusammen mit der Politik ein andere „ideologische“ Gesellschaftkultur, ohne Rücksicht auf die Realität, propagieren. Der wirtschaftliche und technische Sachverstand hat in der deutchen Politik und Medienlandschaft schon lange ausgedient. Die Ideologie,Religion und Esotherik hat in Deutschland das Ruder übernommen.

  125. #7: „ich bin sicherlich nicht gegen die Kernenergie eingestellt, allerdings sollte man ein wenig nüchtern und ehrlich bleiben.“

    Hallo Horst Trummler, leider fällt genau dieses einigen Lesern schwer, insbesondere was die Kernenergie angeht. Lieber heben sie diese Technologie auf ein Podest, statt sich mit der Realität zu befassen. Realität ist wie sie sagten, dass vieles in der Industrie „angedacht“ wurde und man bestimmte Projekte auch initiiert hat, aber (bisher) selten dann zur Umsetzung kam.

    „Beispielsweise hat man bis 08 in den USA Bau- und Betriebsgenehmigungen für etwa 30 Reaktoren beantragt und ein paar in Canada. Bis auf wenige Ausnahmen, Vogtle, sind diese jedoch mittlerweile on-hold. Der Grund ist die zunehmende Förderung von Schiefergas in den USA welches den Gaspreis zusammenbrechen liess. Da die Baukosten eines Nuklearkraftwerks beim 4-fachen eines Gaskraftwerks liegen, ist der Neubau von Kernkraftwerken aktuell nicht wirtschaftlich. Wenn sich der Bedarf in den kommenden Jahren an das Gasangebot anpasst wird sich dies wahrscheinlich wieder ändern.“

    Genau. Jetzt stellen Sie sich mal vor, nicht Sie hätten diesen Abschnitt geschrieben, sondern ich, welche Reaktionen dann erfolgt wären. Jede noch so sachliche und sanfte Kritik an dieser Technologie wird als Nestbeschmutzung angesehen. Und leider ist hier immer noch wichtiger, wer was schreibt, statt was er schreibt. Aber vielleicht dient Ihr Artikel dazu, dass auch Atomkraft-„Fans“ mal den gegenwärtigen Stand kritisch hinterfragen. Ich würde es dem Forum wünschen.

  126. Ein etwas unehrlicher Artikel!

    ich bin sicherlich nicht gegen die Kernenergie eingestellt, allerdings sollte man ein wenig nüchtern und ehrlich bleiben.

    In den Jahren 05 – 08 wurden in der Tat zahlreiche Nuklearprojekte initiiert. Mit der wirtschaftlichen Krise 09 verschwanden jedoch viele wieder in der Schublade.

    Beispielsweise hat man bis 08 in den USA Bau- und Betriebsgenehmigungen für etwa 30 Reaktoren beantragt und ein paar in Canada. Bis auf wenige Ausnahmen, Vogtle, sind diese jedoch mittlerweile on-hold. Der Grund ist die zunehmende Förderung von Schiefergas in den USA welches den Gaspreis zusammenbrechen liess. Da die Baukosten eines Nuklearkraftwerks beim 4-fachen eines Gaskraftwerks liegen, ist der Neubau von Kernkraftwerken aktuell nicht wirtschaftlich. Wenn sich der Bedarf in den kommenden Jahren an das Gasangebot anpasst wird sich dies wahrscheinlich wieder ändern.

    Wenn man von kleinen KKW die gleichen Sicherheitsfeatures, beispielsweise Doppelcontainment, fordert wie bei grossen Blöcken können diese nicht wirtschaftlich errichtet werden. Somit haben kleine Nuklearkraftwerke lediglich Chancen in Ländern die aus gutem Grund auf solche Features verzichten. In Indien baut man PHWR Reaktoren mit 200MWe, in Russland die angesprochenen KLT40 Reaktoren. In den Altindustrieländern mit ihren Genehmigungsverfahren und Auflagen dürften diese keine Chance haben.

    Aussichtsreich sind meines Erachtens stark standardisierte Leichtwasserkernkraftwerke mit 1000 – 2000 MWe. Diese lassen sich auch in „Entwicklungsländern“ installieren als man dort auch häufig bereits Stromnetze und Stromerzeugungskapazitäten von zig-1000 MW kennt.

    Die Zukunft liegt meines Erachtens in grossen Schnellen MSR Reaktoren, die jedoch im Gegensatz zu Gen. IV auf ein hohe Leistungsdichte, Kompaktheit, simpler Aufbau, hoher Abbrand .. zur Optimierung der Wirtschaftlichkeit zielen.

    Ich hätte Artikel zu einigen Reaktorkonzepten, SCWFR, Candu (und Weiterentwicklung), SNR, anzubieten.

    Vandale

  127. @#4: Chris Frey,

    Hallo Chris Frey,

    Sie erkennen das genau richtig. In der Paradedisziplin der deutschen Forschung und Technologie werden wir mittlerweile von der Dritten Welt ausgebremst.

    Das Ganze hat m.E. System. Deutschland war drauf und dran in der Leichtwasserreaktortechnik, der Thoriumtechnik, der Wiederaufarbeitung und der Brütertechnologie alle an die Wand zu fahren. Als dann die Entspannungspolitik einsetzte wurde wohl überlegt wie man Deutschland derart schwächen könnte, dass se nicht wieder zur Gefahr für Europa werden würde. Anders gesagt:

    Germany must perish!

    Seit der Zeit wird mit Hilfe von NGOs, einer gesteuerten Presse und Bilderberger gesteuerter Politiker alles zunichte gemacht was Deutschland dienen könnte. Insbesondere die Kernenergie.

    Mit der Wiedervereinigung und den 2 + 4 Verträgen wurde dies in eine neue Form gegossen. Da wird es ein Geheimartikel geben wonach Deutschland von den Energielieferungen der Alliierten abhängig sein muss. Fukushima war da nur der willkommene Vorwand dies zeitnah durchzusetzen.
    Öl durch Protektion der USA, Gas aus Russland und Strom aus französischen KKW. Und die Finanzen werden in der City of London verwaltet.

    Ist mir jetzt egal wie viele Schreihälse mich jetzt Verschwörungstheoretiker nennen. Wie sagte Sherlock Holmes so schön.

    „Wenn Du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist.“ oder : „Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.“

    Der Name BRD und das Spitzelsystem DDR. Vereinigt in der EUdSSR.
    Ich könnte heulen. Werde aber ein geiles Land, wie zum Beispiel Argentinien oder Brasilien suchen wo mein Wissen geschätzt ist.

  128. @ #4

    „Tun die Politiker hier wirklich nur das, was sie meinen? Oder kuschen sie nicht doch nur vor einer außer Rand und Band geratenen Medienmacht? Oder beides?“

    Bereits Goebbels hat erkannt, wie sich die Medien zur Lenkung des (ungebildeten) Volkes einsetzen lassen.

    Daß mittlerweile die Medien die Regie übernommen haben, ist offenbar noch nicht aufgefallen. Lesenswert hierzu: Meine Abende mit Sabine Christiansen.

  129. Hallo zusammen,

    fast traue ich mich nicht, in dieser Runde von Fachleuten auch was zu sagen (bzw. zu schreiben). Alles, was ich dem Artikel auch ohne Sachverstand entnehme ist, dass Deutschland auf peinlichste Art und Weise hinter dieser Entwicklung hinterherhinkt.

    Im Schlusskommentar fiel dann das Wort, auf das ich gewartet hatte, nämlich Medien. Frage auch an Nichtfachleute (gehört das noch zum Thema?):
    Tun die Politiker hier wirklich nur das, was sie meinen? Oder kuschen sie nicht doch nur vor einer außer Rand und Band geratenen Medienmacht? Oder beides?

    Wie ist dazu die Meinung? Und kann sich nicht diese dämliche FDP mal aufraffen, was wirklich Großes zu tun? Mehr als noch mehr am Boden liegen geht doch gar nicht…

    Chris Frey

  130. Ich gebe Herrn Urbahn zu grossen Teilen Recht.

    Die neuen Reaktorkonzepte sind nicht ganz neu und verfolgen vielfach das Ziel fiktive Probleme wie Non Profileration, Abfallreduktion, Ausschliessen aller Eventualitäten zu lösen. Keines dieser Konzepte verfolgt das Ziel einer besseren Wirtschaftlichkeit. Damit ist es nicht zu erwarten dass diese mit ein paar Ausnahmen je kommerzialisiert werden.

    Ich bin gerade dabei ein Konzept eines grossen Schnellen MSR zu skizzieren.

    Ziele: Blockgrösse 2000MWe, Hohe Energiedichte, Kompakte Bauweise, einfacher Reaktoraufbau, Anlageninterne Brennstoffentgasung, externe Wiederaufbereitung. 2- Kreisläufe Salz und superkritisches Wasser als Sekundärkreislauf.

    Wer Kenntnisse in Kernphysik, AutoCad, Werkstoffwissenschaften, Kraftwerkstechnik hat ist herzlich eingeladen…

    Vandale

  131. Sehr geehrte Damen und Herren,

    die vorgestellten Konzepte sind eigentlich nicht neu. Die aller meisten wurden schon in den siebziger Jahren untersucht. Ich weiß noch bei einem Besuch bei der Firma Siemens in Erlangen wurden mir die Brennelemente für einen Helium gekühlten Schnellen Brüter gezeigt. Der He-gekühlte Brüter wäre technisch eine elegantere Lösung mit einem höheren Brutfaktor als der SNR gewesen.
    Aus Kreisen der IAEA weiß ich, daß was heute on vielen Ländern als modernste Entwicklung verkauft wird, wie die internen Axialpumpen in Deutschland schon in Würgassen in den Siebzigern in Betrieb war. So geht es mit vielen heute vorgestellten technischen Neuerungen. Selbst der EPR, den ich für nicht so gut halte wie eine Konvoi-Anlage, hat einen Core-Catcher und ist so ausgerüstet, daß nur gasförmige Aktivitäten über Störfallfilter freigesetzt werden können.
    Siemens hatte übrigens Ende der siebziger Jahre auch einen Helium gekühlten Modulreaktor mit einer elktr. Leistung von 120 MW entwicket (Basis AVR bzw. THTR), der inhärent sicher war.
    Schlimm ist wirklich, daß wir uns von jeder Entwicklung abschneiden, was übrigens die Amerikaner (NRC) überhaupt nicht verstehen.
    Dies alles nur, weil die Japaner (nach Frau Merkel technisch so gut wie wir), Jahrzehnte lang in den IAEA-Gremien dabei gesessen haben und immer wenn technische oder organisatorische Verbesserungen vorgestellt wurden mit den Köpfen genickt haben, aber bei ihren eigenen Anlage nichts davon umgesetzt haben.
    Das in den USA noch keine neuen Anlagen gebaut worden sind, hat mit 2 Dingen zu tun.
    1. Sind ältere eingemottete Anlagen der TVA wieder in Betrieb genommen worden.
    2. Sowohl die Zeit- als auch die Arbeitsverfügbarkeit der amerkanischen KKW ist von etwas über 70% auf über 90 % gestiegen.
    Bei 100 in Betrieb befindlichen Anlangen macht dies soviel als wären ca. 20 neue KKWs in Betrieb gegangen.
    MfG
    H. Urbahn

  132. Eine exzellente Übersicht über die derzeitigen Entwicklungen! Wünschenswert wäre ein gleichartiger Artikel zum Thema Wiederaufarbeitung, ein nicht zu unterschätzendes Thema für jetzt und die Zukunft, auch wenn einige zukünftige Kernreaktoren nur noch „kurzstrahlenden“ Müll hinterlassen werden.
    Die „nette“ Formulierung „Deutschland schafft sich ab“ passt auch bei dem obigen Thema bestens.

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