IPCC Klimakonferenz 2011 in Durban – war da was? Eine Pressenachlese!

Partygäste in Durban aufgeteilt

Ende November 2011 begann die jährliche Weltklimakonferenz in südafrikanischen Durban. Sie dauerte diesmal länger als die veranschlagten 12 Tage und endete, genau wie ihre Vorgängerkonferenzen, wieder als Flop. Natürlich wurde dieser Flop von den interessierten Reise-Offiziellen mal wieder schön geredet. Das Medienecho – mit einiger Verzögerung, war – trotz aller versuchter Schönfärberei – äußerst ernüchternd. Lesen Sie selbst.


FAZ, 12.12.2011, S. 1; "Farce von Durban" ;

"Es darf nämlich bezweifelt werden, ob es (Anm.: DURBAN) das Prädikat "historisch" verdient, denn das Ergebnis von Durban fällt mager aus. Es hält den schleppenden Verhandlungsprozeß zwar in Gang – das war es aber auch."

"Von einem ‚rechtlich bindenden Abkommen‘, wie es die Europäer gerne gesehen hätten, ist in dem Beschluß nicht mehr die Rede. Jetzt redet man bestenfalls über ein ‚vereinbartes Ergebnis mit Rechtskraft‘ ".

"Wenig besser steht es um das Kyoto-Protokoll" … "Die EU will das Kyoto-Protokoll weiter als Faustpfand in den Verhandlungen nutzen. Doch der Vertrag leidet an Schwindsucht: Japan, Russland und Kanada haben ihren Ausstieg angekündigt, die USA waren von Anfang an nicht dabei. Damit emittieren die verbliebenen Industrie-Staaten unter den Kyoto-Mitgliedern, vor allem die EU, am Ende gerade 15% der global ausgestoßenen Treibhausgase."

"Das zeigt: Wer seine klimapolitischen Hoffnungen vor allem auf "Kyoto" setzt, hat schon verloren."

"Die Weltklimakonferenz ist am Ende, der Ertrag ist mager…".

"Auf der Seite der Blockierer saßen auch in Durban die USA, China, Indien. Alles wie gehabt also. So werden die Klimakonferenzen zur Farce. … Ein Brummkreisel, der sich schneller dreht, kommt trotzdem nicht vom Fleck."

 

FAZ, 12.12.2011, S. 2; "Die Ergebnisse der Weltklimakonferenz" ;

"Weltklimafonds wird eingerichtet."er soll dazu beitragen, daß ab dem Jahr 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar zur Verfügung stehen. Woher das Geld kommt, ist offen."

 

FTD, 14.12.2011, S. 9; "Kanada prellt die Klima-Zeche" ;

"Ein Kyoto-Nachfolger soll ab 2020 erstmals Industrie- und Schwellenländern Emissionsziele auferlegen. Christoph Görg, Klimapolitikexperte am Helmholz-Zentrum für Umweltforschung, glaubt, daß Kanadas Kyoto-Ausstieg die Verhandlungen dazu erschweren könnte: Nach Durban haben wir weder konkrete Emissionsziele, noch sind wir sicher, inwieweit die Vereinbarung rechtlich verbindlich ist. Wenn dann beim einzig verbindlichen Vertrag die Schlupflöcher genutzt erden, macht es das noch einmal schwieriger."

 

DER SPIEGEL, 17.12.2011, S. 38-39;  "Riskante Wette" ;

"Nach dem UNO-Gipfel von Durban steht die EU mit ihren CO2-Zielen allein da. Die anderen Volkswirtschaften setzen auf fossile Energie."

 "Hedegaard will im Ergebnis von Durban festschreiben lassen, daß auch Indien, China und die USA bis 2015 einem verbindlichen Weltklimavertrag beitreten. … Die Gegenwehr ist groß. ‚Wir wollen diese Frage offen lassen‘, zischt die Beraterin der indischen Ministerin."

"Anschließend feiert Europa das Ergebnis von Durban als Durchbruch. Bundesumweltminister Norbert Röttgen sieht alle Länder an Bord für einen Weltklimavertrag, der 2020 in Kraft treten soll. Doch das ist eher eine vage Hoffnung."

"…Klimapolitik der USA … im Kongreß würde ein Weltklimavertrag in tausend Stücke zerrissen werden, weil die Mehrheit der US-Politiker Eingriffe von außen in ihre Energiepolitik grundsätzlich ablehnt. Republikaner bezeichnen den Klimawandel als einen Schwindel…"

"China hält sich alle Optionen offen. Kurz nachdem die Konferenz zu Ende war, attackierte die kanadische Regierung den globalen Klimaschutz frontal. Sie erklärte, daß sie aus dem Kyoto-Protokoll aussteigt…". "Japan und Russland sind zudem nicht bereit, im Rahmen des Kyoto-Protokolls neue Reduktionsziele zu akzeptieren."

"Europa steht nach dem UNO-Klimagipfel in Wahrheit ziemlich allein da. Was von Durban bleibt, ist vor allem die Zusage der EU, als einzige Wirtschaftsmacht in den kommenden Jahren neue Reduktionsverpflichtungen im Rahmen des Kyoto-Protokolls einzugehen. Der Rest der Welt kann ungebremst Kohle, Öl und Erdgas verbrennen. Hat die EU in Südafrika zu hoch gepokert und verloren?"

"Ökonomisch ist die Wette der EU durchaus riskant: an eigenen Klimazielen festzuhalten, während andere ihre Wirtschaft mit billigem Kohle- und Atomstrom wachsen lassen."

Zusammengetragen von Klaus E. Puls EIKE

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4 Kommentare

  1. zu #1 – Herr Werner Hein–
    Danke, das trifft den Nagel auf den Kopf! Es werden noch mehr darauf kommen, was für einen „Irrsinn“ die „internationale Alarmistengemeinschaft“ insgesamt von sich gibt!
    Heute sind des zwei, morgen vier, übermorgen sechzehn, die darauf kommen, „zweiterpotenzmäßig“ wird sich die Erkenntnis des „Klimabetrugs“, -den Kanadiern sei großer Dank!-, durchsetzen!
    Nur bis „unser Röttgen“ das kapiert, da wird noch einige Zeit vergehen müssen….???
    In Kanada ging eine langwierige -übrigens vom Schriftsteller und IPCC-Gründungsmitglied Hartmut Bachmann initiierte- langwierige parlamentarische Debatte voraus! Sämtliche zuständigen Ausschüsse konnten „nur zu einem einzigen Ergebnis“ kommen, nämlich, daß alles (ohne jegliche Ausnahme!), was mit „Klimaschutz“ zu tun hat und an volkswirtschaftlichen Kosten „auferlegt“ wird auf einem „Betrug“ basiert und genau dieses wurde dann im „Ausstieg“ umgesetzt und erfolgreich Schaden von der kanadischen Volkswirtschaft abgewendet! Die USA waren im Übrigen aus diesem Grunde von Anfang an nicht dabei und werden niemals dabei sein!
    Jetzt stellt sich lediglich die Frage, wann die „Öko-Faschisten“, welche offenbar die EU-Gremien dominieren, aus eben diesen „wirkungsvoll entfernt“ werden. Dazu wird EIKE und auch die NAEB irgendwann in naher Zukunft einen „wichtigen Beitrag“ leisten! Das wird ein dornenreicher und mühsamer Weg, aber genau dieser wird ans Ziel führen!

  2. Durban gibt Grund zu Hoffnung, dass sich die Vernunft doch nicht völlig unterdrücken lässt, auch und besonders wenns ums Geld geht. Grossen Respekt müssen wir vor Kanada haben die den Mut zum Ausstieg gehabt haben. Vielleicht kehren auch die USA mit einem neuen Präsidenten wieder zu einer gesunden Politik zurück. Zum Glück kann Obama ja nicht so wie er will. Ich denke auch in Europa mache die Menschen nicht mehr lange bei der Vernichtung ihrer eigenen Lebensgrundlage mit.
    Es gibt wirklich wichtiger Probleme auf der Welt als sich darüber Gedanken zu machen ob es in 100 Jahre ein paar Grad wärmer oder kälter sein wird.

  3. Durban 2011, war da was?

    Na, das war doch ein Riesenerfolg! Alle gelb markierten Stellen sagen doch klipp und klar, daß keine blödsinnigen und freiheitsberaubenden Beschlüsse gefasst wurden.

    Bis zur nächsten Konferenz wachen vielleicht noch mehr Leute auf und verweigern den Alarmisten das gedankenlose Mitbeten.

    Btw, ein „Happy Neues“ allen Lesern und Schreibern hier.

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