Wie ticken manche Journalisten ? Teil 2

Herrn Freys Korrespondenz(versuch) mit der „Süddeutschen“ hier) veranlasst mich zu einigen Kommentaren. Ähnliche Erfahrungen mache ich seit Jahren mit Wissenschaftsredakteuren von ZEIT, Spiegel, Sendern wie SWR oder (sogar!) DLF oder von Fernsehsendern wie ARTE, 3SAT, ZDF, Phoenix (was ja wohl mehr oder weniger alles dasselbe ist). Da war es die stereotyp immer von Neuem aufgewärmte Geschichte, der Eisbär stünde akut vor dem Aussterben, weil ihm die „Polkappe“ unter den Pfoten wegschmilzt, sowie die stereotype Behauptung, Bangladesch sei akut vom Untergang bedroht, weil die Meeresspiegel so schnell steigen (um das unseren Herzen noch näher zu bringen, vielleicht noch mit einem Interview eines armen Bangladeschis, der das inzwischen auch glaubt – dann muss es doch stimmen!).


Nüchtern betrachtet waren meine Versuche, so etwas als Unfug zu entlarven, wohl zwecklos. Wenn Antworten kamen, waren sie ähnlich wie die von Herrn Schrader. In letzter Zeit hat sich die Hysterie mehr auf das Gebiet "dramatische Zunahme der Extremwetterereignisse" verlegt – hier kann jeder aus tiefstem Herzen bekennen, "Ja, ich finde, es wird alles immer schlimmer!", ohne dass jemand noch etwas dagegen einwenden kann, z.B. dass nichts so subjektiv u. nicht-wissenschaftlich ist wie das Reden über Anmutungen, die das Wetter in mir auslöst! Wo doch die Klimawissenschaft (genauer gesagt, ein ganz bestimmter Teil von ihr) diesen Anmutungen eine "wissenschaftliche Basis" gibt, und die Wetternachrichten sind ja auch ganz in diesem Sinne! Also MUSS es doch stimmen. Mir fällt da wirklich nur noch die Metapher vom Kampf gegen Windmühlenflügel ein. Kaum ist der erste vorüber, kommt schon der nächste. Eigentlich scheint es völlig sinnlos zu sein.

Ich habe mich leider mit den falschen Wissenschaftlern abgegeben, z.B. dem Lehrbuchautor Helmut Kraus (der nur "leider", wie Rahmstorf einwenden könnte, bereits pensioniert ist und "daher" kein glaubwürdiger Wissenschaftler mehr sein kann, wie so viele aus dem Bereich der Skeptiker: das sind doch alles senile Spinner, nicht wahr!). Kraus – kein Gegner der Treibhaustheorie übrigens, wie sein Meteorologie-Lehrbuch zeigt – kann zum Thema "Extremwetter" nur immer wieder dies sagen: ein Beleg für die Zunahme verschiedener Arten solcher Extreme (Kraus spezifiziert sie, etwa Hitze- u. Kältewellen, Sturmfluten, Tornados u.a.) konnte bisher nicht erbracht werden! Das Seltsame ist, dass AGW-Anhänger auf eine so beschaffene Aussage eines solchen, echten Experten nur in einem Modus reagieren können: gar nicht! Warum? Hier liegt eine Problematik zugrunde, die man einmal klar benennen muss: die meisten AGW-Anhänger sprechen von etwas, was sie für bereits existierende, sich abspielende Realität halten — in Wirklichkeit haben sie aber das im Sinn, was ihnen eingetrichtert wurde als ZUKUNFT der Klimaentwicklung im 21. Jh. Also die Ergebnisse der zahllosen computergestützten Klimasimulationen. Wenn nun etwas Außerordentliches geschieht, etwa das paradoxe Nebeneinander von Dauerhitze und sintflutartigen Regenfällen über denselben nördlichen Breiten im Juli-Aug 2010, dann sagen sie sich: "Das ist, das KANN DOCH NUR ein Beweis dafür sein, dass die Klimasimulationen richtig sind: die zerstörerischen Wetterextreme nehmen immer mehr zu!" (Und genau so war die Presse damals!) Dass das IPCC im vorvorigen Bericht noch in aller Deutlichkeit eingeräumt hat, dass simulierte "Prognosen" (Szenarien) des Klimas UNMÖGLICH sind, weil es sich um ein gekoppeltes Geflecht nicht-linearer Prozesse handelt, wissen diese selben Menschen nicht! Die Schuld an dieser Diskrepanz muss man wohl dem IPCC und den selbsternannten Klimapolitikern (und im gleichen Sinne agitierenden NGOs) geben. So kommt es dazu, dass Millionen daran glauben, dass diese Simulationen "uns die Zukunft voraussagen". Und von diesem Glauben sind auch Wissenschaftsjournalisten nicht ausgeschlossen; nein, sie sind die "Speerspitze". Als ich im August 2010 zu diesem eben genannten Ereignis auf der Nordhalbkugel recherchierte (für Europa hat sich die Benennung "V b-Lage" – Fünf-Be – eingebürgert, nach einer Klassifikation der Zugbahnen von Zyklonen über Europa durch Jacob van Bebber, sie tritt bei Blockadesituationen des Jetstreamverlaufs auf), stieß ich auf eine neue Arbeit von Michael Lockwood: er hat über mehrere Jahrhunderte die Verteilung von Vb-Lagen untersucht, und stieß darauf, dass sie dann gehäuft auftraten, wenn sich die Sonne in einem Aktivitätsminimum befand. Übersetzt in "Erdklima" heißt das: in Kühleperioden! Anm.: Lockwood ist meines Wissens KEIN Skeptiker oder AGW-Begner, vermutlich ist er einfach das, was es braucht: einen sorgfältigen Wissenschaftler. Sein Thema ist die Sonnenaktivität.

Glauben Sie, auch nur eine einzige Zeitschrift hätte dieses Ergebnis zitiert? Nein. Stattdessen "wussten" alle bereits, dass diese für Russland u. Pakistan katastrophale Blockadelage ein weiterer Beweis sei für den sich verschlimmernden Klimawandel. Dass ein Einzelereignis so niemals als Beweis herangezogen werden kann, ist den Kommentatoren ebenfalls nicht bekannt. Dazu hätte man erst einmal zeigen müssen, dass solche V b-Lagen zugenommen haben (die letzte war 2002, das berüchtigte Elbehochwasser). Und dann hätte man vor der unangenehmen Überlegung gestanden, diese Häufung möglicherweise als Indiz — abnehmender Temperaturen im letzten Jahrzehnt zu deuten…

Folgender Punkt ist mir sehr wichtig: die AGW-Überzeugten sprechen von etwas, von dem sie gar nicht genau wissen, wie es zustandekam und worauf es sich bezieht — sie vertauschen eine mögliche (aber nicht vorhersagbare) Zukunft mit der Gegenwart. Wenn aber alle denselben Fehler machen, dann — passiert gar nichts. (Was allerdings die schlimmsten Befürchtungen bestärkt, dass es sich hier um eine ausgewachsene Ideologie mit weltweit Abermillionen von Anhängern handelt, die ein bisschen das Potenzial zum Totalitarismus birgt, schon allein in der größenwahnsinnigen Behauptung, wir könnten "das Klima retten" mit einer einzigen Methode, "der Reduzierung des Klimagiftes CO2".)

Für die Computersimulationen werden weltweit sicherlich Milliardenbeträge ausgegeben; was kostet allein schon ein solcher "Klimarechner" (sein Stromverbrauch entspricht einer Kleinstadt), und natürlich müssen die Wissenschaftler, die solche Geräte in ihrem Institut betreiben, auch Bestandsschutz üben! Sie werden sich nicht ins eigene Fleisch schneiden und irgendeiner Form von "Skeptizismus" Raum geben.- Bei den Millionen "Kunden" der Klima(Hiobs)botschaften durch alle Medien geht es dagegen sehr wesentlich um Ängste, die sich in einer Art "selffulfilling"-Zirkel aufrechterhalten.

Welch skurrile Formen so etwas annehmen kann, das zeigte eine Erfahrung, die ich 2005 machen musste – ich hatte damals angefangen, kritisch, "zur Vorsicht mahnend" über das damals sich in den Mittelpunkt drängende Thema "anthropogener Klimawandel durch CO2" zu schreiben — das wurde sogar veröffentlicht (hier möchte ich ein Lob für die Zeitschriften aussprechen, die das ermöglichten, z.B. die möglicherweise wenig bekannte anthroposophische Zeitschrift "Das Goetheanum". Ja, gerade die brachte solche Aufsätze, die nicht stromlinienförmig waren wie etwa im SPIEGEL zum damaligen Zeitpunkt — der damals sogar den "Hockeystick" als Beweis für die Klimakatastrophe abbildete). Als Reaktion auf einen Artikel erhielt ich 2005 einen erbosten Brief eines Lesers (und noch weitere…), der sich über meine "Verharmlosungen" empörte u. mir einen Ausriss aus der Süddeutschen mitschickte, als "Beweis", dass ich im Irrtum sei — um mich aufzuklären über das, was wirklich stattfindet. Hierbei handelte es sich um den Bericht über eine Computersimulation, deren Ergebnis den Lesern sofort brühheiß weitergegeben wurde: Es sei möglich, dass sich die Erde im bevorstehenden Jahrhundert möglicherweise sogar um 11° erwärmen könnte! Was mein Kritiker nicht machte, und was ich nachholte: ich las den Aufsatz im englischen Original (wenn meine Erinnerung nicht trügt, war es aus Nature) — und mir fiel die Kinnlade runter. Es wurde klar, um welche Art von "Prognose" es sich handelte: man hatte ein Klimaprogramm, das auf einem Home-PC laufen kann (!), an Freiwillige verteilt, um möglichst viele parallele Durchläufe zu gewinnen, aus denen dann die Bandbreite der Klimasensitivität bei einer CO2-Verdoppelung abgelesen werden konnte –: die Ergebnisse umspannten dabei negative Werte (wo es also kühler werden würde) bis zu extremster Erwärmung, eben von +11° (die Wissenschaftler hatten "selbstverständlich" die negativen Beispiele von vorneherein als "unbrauchbar" ausgesondert!). Die Details erinnere ich nicht mehr präzise, aber um die geht es mir auch nicht, sondern um den soziologischen Mechanismus, der sich hier exemplarisch vollzog: eine Autorität (Wissenschaftler) wird gedankenlos durch eine zweite Autorität ("Wissenschaftsredakteur") vereinfacht und "verständlich" an den begierigen Leser vermittelt — schon der Journalist hatte sich nicht die Arbeit gemacht, den Originalaufsatz GENAU zu lesen, sondern sich nur die besonders sensationell klingenden Aussagen herausgepickt. Das rezipiert nun ein Leser, der nicht weiter nachdenkt und -fragt, aber seinerseits von einer zunehmenden Angst getrieben ist, "dass wir Menschen das Klima kaputtmachen". Da das, was er zu lesen bekam, diese Angst bestätigte, war jedes weitere Nachdenken u. Fragen überflüssig, ja, sogar unmoralisch, weil es ja sofortiges Handeln nur verzögerte!

Das war eine meiner ersten drastischen Erfahrungen mit der "Kompetenz" und Glaubwürdigkeit von Journalisten, die in führenden Zeitschriften über das Klimathema schrieben und schreiben — zahllose weitere Beispiele sollten folgen: zum Eisbären, zu Bangladesch, zu den Hurrikans usw. usw. Immer dasselbe, die nie ruhende Windmühle. Eine umfassende Recherche hat beim Redakteur nicht stattgefunden, und was ich noch schlimmer finde: die eigenen Aussagen wurden häufig nicht einmal auf LOGIK überprüft. Inzwischen bin ich der Meinung, dass es den investigativen Journalismus auf diesem Felde NICHT MEHR GIBT, oder: nie gegeben hat. Was diese Menschen dennoch immunisiert gegen Kritik, scheint mir zum einen einfach Arroganz zu sein — und das Bewusstsein, "dem Guten zu dienen", wenn man über Klimapolitik schreibt und den Alarmismus ordentlich anfeuert.

Unverkennbare Arroganz zeigt sich in einem Satz von Herrn Schrader, den ich am Schluss zitieren möchte, weil er mich so empört hat, dass ich diesen Blogbeitrag geschrieben habe:

Nach Ansicht von Herrn Schrader von der Südddeutschen könne es "so etwas wie einen Aufklärungsanspruch des Lesers gegenüber den Redakteuren nicht geben." Damit hat er sich selbst zur unanfechtbaren Autorität erhoben. Leser sind für ihn offenbar zu dumm, sie sollen einfach lesen, was da steht, es wie das Evangelium verinnerlichen und still sein. Dass sich in seiner Leserschaft auch Wissenschaftler finden könnten, die ein dringendes, nämlich in der Sache begründetes Bedürfnis nach "Aufklärung gegenüber einem Redakteur" haben könnten, auf die Idee ist er gar nicht gekommen. Damit hat er meine persönlichen "Qualitätsmaßstäbe" für ernstzunehmenden Wissenschaftsjournalismus völlig verfehlt. Zum Glück muss ich jetzt nicht ein Abo kündigen, ich war ja schon seit 2005 auf Distanz gegangen.

Michael Kalisch, Diplom Biologe und freier wissenschaftlicher Autor

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9 Kommentare

  1. Ich glaube nicht mehr an die „Dümmlichkeit“ bzw. an das Unwissen der Journalisten. Erst vor kurzem im ARD gesehen:http://tinyurl.com/cabvsln

    Eingeleitet wird der Bericht, daß die USA „mal wieder“ kein Entgegenkommen bei`m CO2 Außstoß zeigten in Durban… also Umweltverschmutzer sind. Dann im späteren verlauf geht man nahtlos über zu einer Kraftwerksdreckschleuder in Texas, die die Gegend mit Quecksilber verseucht! Beim unbedarften Zuschauer soll die Verknüpfung „CO2=Gift“ in`s Hirn geprügelt werden… habe ich jedenfalls den Eindruck.

  2. @ Dr.W. Zernial

    „Hier hilft vermutlich nur Abwarten, bis solare Einflüsse und daraus indirekte Auswirkungen zu einer weiteren eigentlich nicht wünschenswerten Abkühlung weltweit führen und der CO2 Anstieg damit auch reduziert werden dürfte.“

    Lieber Dr.Zernial,

    leider täuschen Sie sich in dieser Hoffnung! Die falschen Propheten der Klima-Kirche werden ihr Dogma niemals aufgeben – selbst bei einer drastischen Abkühlung würde sich am „menschgemachten Klimawandel“ nichts ändern…Die Bibel würde immer noch die phantasievollen, wohldurchdachten Verse der menschlichen Schuld in sich tragen, nur ein wenig abgewandelt;) Wir, die gemeinen Skeptiker werden auch künftig zu Aussätzigen des Fürsten der Finsternis verdammt werden, als Leugner verhöhnt und gebranntmarkt – im Mittelalter hätte man uns längst auf dem Scheiterhaufen entsorgt!

    Gruß

  3. Hier einmal die „11 Thesen“ (Gebote) gegen den Treibhauseffekt von Herrn M. Wehlan übernommen:
    1) Die Herunterglobalisierung der Sonnenstrahlung auf -18Grad C ist physikalischer Unsinn; 2) Die Behauptung, dass es an der Erdoberfläche ein Strahlungsgleichgewicht gibt ist physikalisch falsch; 3) Das selbst dann, wenn man diese herunterglobalisierte Sonnenstrahlung als Modell nimmt, sich die Temperaturen der Erdoberfläche (auch ohne IR-aktive Gase) aufgrund thermodynamischer Prozesse einstellen würden – also dass die Behauptung „ohne Treibhausgase gäbe eine Temperatur von -18Grad C -blanker Unsinn ist; 4)Das eine Addition von Sonnenstrahlungund „nach unten gerichteter Gegenstrahlung“ physikalischer Blödsinn ist, weil man dann Temperaturen (intensive Größen)addieren würde; 5)Das man niemals durch Addition der Strahlung von 2 kälteren Körpern einen wärmeren Körper noch wärmer machen kann, sondern für die Erwärmung immer einen heißeren Körper benötigt; 6) Das Wolken zwar die Abkühlung der Erdoberfläche verzögern, aber nicht verhindern können und schon gar nicht zur Erwärmung der Oberfläche führen; 7) Das IR-aktive Gase nicht zur Strahlung vom Boden, sondern auch Sonnenstrahlung absorbieren und damit weniger direkte Sonnenstrahlung den Boden erreicht aks ohne diese Gase; 8) Das die Wärmeabgabe der Erdoberfläche vor allem über Wärmeleitung und Konvektion und weniger über Strahlung erfolgt (Experiment von Wood); 9) das die IR-Banden des Wssserdampfes alle Absorptionen des C02 überlagern; 10) Das bei Anwesenheit von IR-aktivben-Gasen sich die Abstrahlungsleistung auf die Erdoberfläche und die Atmosphäre verteilt, während ohne diese Gase die Abstrahlung allein vom Boden möglich wäre und es somit unmöglich ist, dass der Boden bei Anwesenheit einer strahlenden Atmosphäre im Mittel wärmer ist, als ohne diese; 11) Das eine zusätzliche Erwärmung am Boden (z.B. El Nino) immer dazu führt, dass mehr in der Höhe abgestrahlt wird und somit keine Erwärmung dauerhaft aus der Erde bzw. Atmosphäre heraus erzeugt werden kann, die von Dauer ist…
    Vielleicht helfen diese Thesen dabei, dass gewisse „Fachjournalisten“ demnächst „richtig ticken“ und die Wahrheit über die Klimaerwärmung auch geschrieben oder gesendet wird ? Übernommen von -Erich Richter-

  4. Zu Michael Kalisch: „Wie ticken manche Journalisten…“ in EIKE 15.12.2011

    „. . . Ich habe mich leider mit den falschen Wissenschaftlern abgegeben, z.B. dem Lehrbuchautor Helmut Kraus (der nur „leider“, wie Rahmstorf einwenden könnte, bereits pensioniert ist und „daher“ kein glaubwürdiger Wissenschaftler mehr sein kann, wie so viele aus dem Bereich der Skeptiker: das sind doch alles senile Spinner, . . “

    Zur altersabhängigen Glaubwürdigkeit:

    1. Was ein Pensionierter evtl. NICHT MEHR weiß, ist meist nicht so umfangreich wie das, was ein längst noch nicht Pensionierter NOCH NICHT weiß. Dem vermeintlich „senilen Spinner“ steht in der Bewertung weit extremer der „juvenile Schwärmer“ gegenüber.

    2. Der Pensionierte ist institutionell unabhängig und kann/sollte sich damit auch eigenverantwortlich äußern (können). Demgegenüber ist der Nicht-Pensionierte meist abhängig a) gegenüber seinem Chef, und b) letzterer gegenüber den Förderungsinstitutionen und deren Mainstream-Erwartungen. Bei wem also verlockt der Opportunismus und zahlt sich aus (zwar materiell, aber nicht als Vorschuß an Glaubwürdigkeit) ?

    3. Eines jedoch ist hinsichtlich der persönlichen Differenzierung keine Altersfrage: das ist die Frage des Charakters. – Und damit wären wir wieder beim Fall Rahmsdorf gelandet!

  5. zu #3 bravo
    „Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont“
    (Konrad Adenauer)

    Eine weitere „Eigenart“ des Menschen ist mir aufgefallen:

    Die Meisten legen sehr viel Wert darauf,
    dass der Mitmensch ebenso denkt wie er selbst 🙂
    Die Wurzel aller Intoleranz und das Gebot der meisten Religionen.
    „du sollst….“

    mfG

  6. Wenn nach Ansicht von Herrn Schrader von der Südddeutschen es „so etwas wie einen Aufklärungsanspruch des Lesers gegenüber den Redakteuren nicht geben“ kann, dann kann ich dem nur eins entgegensetzen:

    Der Leser hat einen wunderbaren und direkten „Aufklärungsanspruch“. Er kauft die entsprechende Publikation einfach nicht mehr.

    Anders als staatliche Medien (GEZ), leben private Medien und damit auch alle Printmedien von Werbeeinnahmen und Verlaufserlösen. Ohne oder mit zu wenig Lesern, wird das jeweilige Medium nicht mehr lange existieren.

  7. Hallo Herr Kalisch,
    je nach Sichtweise des Betrachters brühen Sie den kalten Kaffee „SZ“ nochmals auf oder richten zu Recht den Blick auf journalistische Arbeitsweisen am Beispiel Klimawandel und die dadurch manipulierte öffentliche Wahrnehmung .
    Die von Ihnen erlebte Irritation und gemachten Erfahrungen spiegeln erst einmal grundsätzlich menschliche Neigungen wie Generalisieren und mit dem Strom schwimmen wieder. Das als normales menschliche Verhaltensweisen zu sehen, hilft bei rationaler Bewertung menschlicher Abwehrreaktionen. Profan ausgedrückt – was der Bauer nicht kennt… und wenn doch alle es so sehen, es alle so machen, wird es doch stimmen, oder…?
    Wissenschaftsredakteure sind wie wir alle mit mehr oder weniger vorliegenden Fachkompetenzen in ihren Berufen ausgestattet und handeln so wie wir alle mit mehr oder weniger vorliegenden Fachkompetenzen in ihrer Tätigkeit. Es gilt dazu „ Es ist schwierig, einen Menschen dazu zu bringen, etwas zu verstehen, wenn sein Gehalt davon abhängt, dass er es nicht versteht. „ [Upton Sinclair]
    Das sollten Sie nicht vergessen. Als freier Autor haben Sie eventuell mehr freie Wahlmöglichkeiten als ein angestellter Redakteur. Dafür hat dieser halt ein kontinuierliches Einkommen, oder –wessen Brot ich esse…
    Das soll keineswegs die bei vielen Themen erkennbare Einseitigkeit und ideologische Befangenheit in der Berichterstattung und die Verantwortung des Anweisenden und Vortragenden dafür rechtfertigen. Ich schalte z.B. bei sog. Nachrichten im TV sehr oft weg. Wegen der grundsätzlich sich auf allen Kanälen wiederholenden, durchscheinenden Einseitigkeit und ideologischen Befangenheit und Meinungsmache der Sender. Und somit bin ich doch auch selbst befangen … oder?
    Wir Alle sollten bei Allem die prägenden Zeitgeiste (Suppen im Teller) und Lebensorte (Teller) und Lebensgrenzen (Tellerränder) beachten, denen wir seit Geburt an bis ans Lebensende ausgesetzt sind und uns aussetzen. Jeder steht in seinen Worten und Taten im Kontext seiner Lebenserfahrungen. Und in den Taten mehr als in den Worten.
    Auch wenn es weiter abgedroschen sein mag:
    Wenn man sich mehr z.B. mit dem 3. Reich beschäftigt, kann man sehr viel über das Entstehen, das Wirken und die Wirkung auf die betroffenen Opfer UND Täter in einem totalitären System lernen. Ob dabei Terror unter demokratischen Vorzeichen oder klassisch diktatorisch erwächst, ist für die , das erlebenden Teilnehmer zweitrangig.
    Früher waren es Juden, der Klassenfeind und andere Aufhänger, heute ist es das C02 respektive Alle Menschen oder noch eindeutiger nach Durban the white western people… , oder?
    Einspruch wenn Sie daher aus meiner Sicht verniedlichend von „… ausgewachsene Ideologie mit weltweit Abermillionen von Anhängern handelt, die ein bisschen das Potenzial zum Totalitarismus birgt, …“ schreiben. Das „bisschen“ sieht m.E. so aus – die Weichen in Richtung großer Transformation und neue Weltordnung unter UNO-Fuchtel sind gestellt und wir fahren bereits auf den Gleisen zu diesem Ziel. Es ist höchste Zeit die Notbremse zu ziehen , abzuspringen, anzuhalten, neue Weichen zu stellen…. Dazu tragen Sie und viele andere durch Ihr Engagement bei.

    Technische, wirtschaftliche, politische , gesellschaftliche Änderungen werden immer von Minderheiten initiiert , angestoßen, entwickelt – NIE durch die Mehrheit.
    Wann, wie, wo oder überhaupt technische, wirtschaftliche, politische , gesellschaftliche Entwicklungen stattfinden, hängt davon entscheidend ab ob die Zeit dazu reif war und ist. Alles hat seine Zeit und braucht seine Zeit. Kampflos geben die „überwältigenden“ Mehrheiten, die aus dem Bestehenden Nutzen ziehen, das nicht kampflos auf.
    Abschließend noch ein abgedroschener Spruch – Der Feind des Guten ist das Bessere!

  8. Es ist schon erschreckend, wie „dümmlich“ selbst anerkannte Tageszeitungen wie die FAZ Klimawandelschwachsinnsartikel abdrucken und z.B. auf der Kinderecke der WAZ vor einiger Zeit die Gefährlichkeit von CO2 dargestellt wurde.
    Das ist meines Erachtens keine seriöse Berichterstattung mehr, hier findet Gleichschaltung auf höchstem Niveau statt.
    Hier hilft vermutlich nur Abwarten, bis solare Einflüsse und daraus indirekte Auswirkungen zu einer weiteren eigentlich nicht wünschenswerten Abkühlung weltweit führen und der CO2 Anstieg damit auch reduziert werden dürfte.

  9. Sehr geehrter Herr Kalisch, Sie schreiben in Ihrem Artikel:

    „Glauben Sie, auch nur eine einzige Zeitschrift hätte dieses Ergebnis zitiert? Nein. Stattdessen \ “wussten \” alle bereits, dass diese für Russland u. Pakistan katastrophale Blockadelage ein weiterer Beweis sei für den sich verschlimmernden Klimawandel. Dass ein Einzelereignis so niemals als Beweis herangezogen werden kann, ist den Kommentatoren ebenfalls nicht bekannt.“

    Könnten Sie ein konkretes Beispiel nennen, wo ein Wissenschaftler sinngemäß geschrieben hat, dass die Extremwetter in Russland und Pakistan ein Beweis dafür sind, dass eine Zunahme von Extremwetterlagen stattgefunden hat bzw. stattfinden wird?

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